Der moderne Personal Computer. Der Rahmen für „Hypermedia“


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

1. Inhalt

2. Einleitung

3. Der Begriff Hypermedium

4. Die Rolle der Fenstertechnik in der Informatik
4.1 Welcher Gedanke steckt dahinter?
4.2 Die Anfänge der Fenstertechnik
4.3 Entwicklung der Fenstertechnik am Beispiel Windows
4.3.1 Windows 1 &
4.3.2 Windows
4.3.3 Windows 95/98/NT4
4.3.4 Windows ME/2000
4.3.5 Windows XP

5. Multimediale Funktionen
5.1 Was kann der Multimediacomputer heutzutage?
5.3 Windows im Vergleich zu alternativen Betriebssystemen wie Linux

6. Weitere Anwendungsbereiche von grafischen Fenstersystemen

7. Ausblick auf Windows Vista

8. Fazit

9. Quellennachweis
9.1 Textquellen
9.1.1 Primärliteratur - Buchmaterial
9.1.2 Primärliteratur – Texte in Zeitschriften und Sammelbänden
9.1.3 Sekundärliteratur
9.2 Internetquellen

2. Einleitung

In unserer hochtechnisierten Welt sind Computer alltägliche Gebrauchsgegenstände, die den Menschen bei einer immer größer werdenden Anzahl an Aufgaben im beruflichen und privaten Umfeld unterstützen. Die ersten elektronisch gesteuerten Computer wurden zwischen den beiden Weltkriegen entwickelt und dienten überwiegend militärischen Zwecken. Erst ca. 40 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wurden Computer allmählich in immer größerer Stückzahl in Unternehmen eingesetzt. Ein Trend, der bis heute anhält und dessen Ende nicht abzusehen ist. Der Grund hierfür liegt in der stetig steigenden Rechnerleistung und dem immer weiter vereinfachten Bedienkonzept. Dabei bedienen sich die Entwickler der sogenannten Fenstertechnik. Der Grundgedanke dabei ist sehr einfach: Jedes Anwendungsprogramm wird in einem eigenen Rahmen, Fenster genannt, ausgeführt und so von den anderen Programmen abgegrenzt. Auch beim simultanen Nutzen mehrerer Programme bleibt so die Übersichtlichkeit und die Nutzerfreundlichkeit erhalten, was die Flexibilität beim Arbeiten erhöht.

Dabei ist die Idee nicht neu und entsprang auch nicht den Köpfen der Programmierer, die die ersten Fenstersysteme entwickelten. Bereits im 15. Jahrhundert n. Chr. hatte der italienische Humanist Leon Battista Alberti ein Bild mit einem geöffneten Fenster verglichen. Er stellte sich ein an der Wand hängendes Gemälde als geöffnetes Fenster vor, durch dessen abgrenzenden Rahmen man den Bildinhalt erblickt. Und genau diese Überlegung liegt den grafischen Benutzeroberflächen aller modernen Computerbetriebssystemen zu Grunde und ließ den Computer durch die damit gewonnene Usability vom Einzelmedium zum Multimedium wachsen. Da dieses Wachstum, wie eingangs bereits erwähnt, noch immer anhält, ist mittlerweile vom Computer als Hypermedium[1] die Rede, zumal auch das Internet immer enger mit den Rechnerfunktionen verbunden ist.

Die vorliegende Hausarbeit soll diese Entwicklung am Beispiel des bekanntesten Betriebssystems Microsoft Windows einerseits genauer beleuchten, und andererseits die Fähigkeiten eines modernen Computersystems aufzeigen, um zu klären, ob der moderne Computer wirklich der Bezeichnung Hypermedium gerecht wird, die bis vor wenigen Jahren in erster Linie dem World Wide Web vorbehalten war.

3. Der Begriff Hypermedium

Dazu gilt es zunächst den Begriff Hypermedium in seiner Bedeutung zu umreißen: Ein Hypermedium muss verschiedenste Kriterien erfüllen, die wie folgt aussehen. Hypertext muss damit produziert und gelesen werden können, wobei die interaktive Komponente eine ebenso große Rolle wie die multimediale spielt. Das bedeutet, dass der Text nicht einfach nur aus Buchstaben, die Worte formen, bestehen soll. Ein Hypertext hat den Anspruch nicht nur das Auge, sondern gleichzeitig auch die Ohren ansprechen, was durch eine Verknüpfung verschiedener Medien erreicht werden kann. Beispielsweise helfen mit Ton versehene Filmsequenzen die Aussage von geschriebenen Sätzen zu verdeutlichen, oder Diagramme die Entwicklung eines Sachverhaltes zusätzlich zu visualisieren. Dabei müssen die verschiedenen Medien keinesfalls auf dem gleichen Computer gespeichert sein. Die einzelnen Hypertextkomponenten können dank des Internets auf Rechnersystemen gespeichert sein, die sich auf verschiedenen Kontinenten befinden und trotzdem am Computer des Nutzers in ein und demselben Rahmen erscheinen sowie ihm die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wie er sich den Hypertext erschließt.

Diese Verknüpfung vieler Einzelkomponenten eines Hypertextes wird mit Hilfe von sogenannten Knoten erreicht. Sie bilden die Anfangs- und Endpunkte dieser Verknüpfungen, die auch Hyperlinks[2] genannt werden.

Erstellt man beispielsweise eine Präsentation am Computer, erlauben es moderne Anwendungsprogramme sich diese hypertextuelle Komponente nutzbar zu machen, in dem man eine Filmsequenz, eine Animation oder eine Audiodatei einbindet, was durch die Fenstertechnik in den letzten 20 Jahren immer einfacher und komfortabler wurde.

4. Die Rolle der Fenstertechnik in der Informatik

4.1 Welcher Gedanke steckt dahinter?

Die Idee, die hinter allen grafisch aufgebauten Betriebssystemen steckt, ist folgende: Jedes Programm soll in einem eigenen Rahmen, meistens Fenster genannt, auf dem Desktop ausgeführt werden, so dass es sich optisch klar von anderen Programmen abgrenzt. Dies verbessert die Übersichtlichkeit, obwohl damit mehrere Programme gleichzeitig auf dem Bildschirm sichtbar sein können. Auf diese Weise lassen sich auch große Informationsmengen unterschiedlichster Art übersichtlich gegliedert darstellen. Des weiteren wird die anwendungsübergreifende Arbeit erleichtert. So kann man damit beispielsweise ohne große Schwierigkeiten ein Diagramm in ein Textdokument einbinden, indem man es von einem Programm ins andere kopiert. Mit einem textbasierten Betriebssystem wie MS-DOS[3] war dies noch wesentlich komplizierter. Die sogenannte Fenstertechnik war Anfangs noch von vielen Problemen gezeichnet, auf die im nächsten Abschnitt eingegangen wird, bildet aber heutzutage die Grundlage für multimediales Arbeiten mit dem Computer.

4.2 Die Anfänge der Fenstertechnik

Anfang der 1980er Jahre übernahmen EDV-Systeme immer mehr betriebliche Aufgaben und man empfand die Bedienung der Computer im Büro- und Heimbereich noch immer als zu kompliziert. Auch wusste man, dass der Computer einfacher zu bedienen sein muss, um von der breiten Masse der Konsumenten akzeptiert zu werden. Dies führte zur Entwicklung von sogenannten „Desktops“. Diese sich an den natürlichen Seh- und Arbeitsgewohnheiten des Menschen orientierenden, der Wirklichkeit nachempfundenen Bildschirmoberflächen sollten helfen, den Umgang mit Computern zu vereinfachen, also die Mensch-Maschine-Schnittstelle zu verbessern.

1983 brachte Apple mit der „Lisa[4] “ den ersten Computer mit einer solchen grafischen Benutzeroberfläche auf den Markt. Doch aufgrund des hohen Preises fand dieses Modell nur wenig Akzeptanz bei den Konsumenten.

Wenig später brachten auch andere Softwarehäuser dem Macintosh Betriebssystem ähnliche Benutzeroberflächen auf den Markt. Digital Research entwickelte „GEM“ und IBM brachte für die eigenen und kompatiblen Computer „Top View“ auf den Markt. Ebenfalls für IBM-PCs entwarf Microsoft zu dieser Zeit die erste Version des integrierten Softwarepakets „Windows“.

Diese ersten „Desktops“ waren noch keine wirklichen Betriebssysteme wie man sie heute kennt. Im Grunde sind es einfache Programme gewesen, die man startete, und mit deren Hilfe sich weitere Programme, etwa für Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation, starten ließen.

Diese Programme wurden dann in einem eigenen Rahmen, auch Fenster genannt, auf dem Desktop dargestellt wie dieses Beispiel hier zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Verschiedene Programme im jeweils eigenen Rahmen auf dem Desktop (Windows 2.0)

[...]


[1] Einige Autoren, darunter auch Rainer Kuhlen (Professor für Informationswissenschaft im Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft an der Universität Konstanz) verwenden die Begriffe Hypermedia und Hypertext synonym. Andere jedoch gehen einen Schritt weiter und Unterscheiden diese Begriffe.

Vgl.: Schnupp, Peter: Hypertext. Reihe Handbuch der Informatik; Oldenbourg Verlag; München 1992

Vgl.: Kuhlen, Rainer Hypertext, in: M. Buder; W. Rehfeld; T. Seeger; D. Strauch (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. K.G. Saur München 4. Auflage 1997, S. 355-369

[2] Als Hyperlink wird ein Verweis auf eine Komponente eines Hypertextes, oder einen weiteren Hypertext via Internet bezeichnet.

[3] Das erste Betriebssystem des Herstellers Microsoft, das noch ohne grafische Oberfläche arbeitete.

[4] Erster und völlig überteuerter Computer des Herstellers Apple mit grafischer Benutzeroberfläche, der „Mac“ war damals nur die günstigere, vereinfachte Variante der „Lisa“, fand aber aufgrund der niedrigeren Anschaffungskosten mehr Akzeptanz bei den Käufern, so dass das die Herstellung der „Lisa“ schließlich ganz aufgegeben wurde.

Vgl.: Vogler, Thomas, Die Fenster zur Maschine, in: Chip Ausgabe 2, München 1986, S. 64

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Der moderne Personal Computer. Der Rahmen für „Hypermedia“
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Frames
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V267820
ISBN (eBook)
9783656629399
ISBN (Buch)
9783656629382
Dateigröße
685 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frames, Windows, Rahmen, Multimedia, Hypermedia, Personal Computer, PC
Arbeit zitieren
Sven Prasse (Autor), 2006, Der moderne Personal Computer. Der Rahmen für „Hypermedia“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267820

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