Die Kontroverse um die nationalsozialistische Vergangenheit Hans Filbingers. Die öffentlichen politischen Reaktionen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

30 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltliche und methodische Vorüberlegungen
2.1 Fragestellung
2.2 Forschungsstand
2.3 Struktur und Aufbau der Arbeit

3. Inhaltliche Verortung: der „Fall Filbinger“ – Überblick über den Ereignisverlauf

4. Im Spiegel der (Print-)Medien: Untersuchung der öffentlichen Verlautbarungen von
Politikern in der Kontroverse um Hans Filbinger
4.1 Mai
4.1.1 Darstellung der politischen Reaktionen
4.1.2 Analyse
4.2 August
4.2.1 Darstellung der politischen Reaktionen
4.2.2 Analyse

5. Schlussbetrachtung

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Doch Elefanten sterben langsam.“[1], schrieb Renate Faerber, Korrespondentin der „Frankfurter Rundschau“, am 8. August 1978. Gemeint ist damit Hans Karl Filbinger. Einen Tag zuvor hatte der CDU[2] -Politiker seinen Rücktritt als baden-württembergischer Ministerpräsident erklärt. Dem voraus ging eine öffentliche Kontroverse um die Marinerichtertätigkeit Filbingers während des Zweiten Weltkrieges und in Kriegsgefangenenlagern, die – wie es das Faerber-Zitat bereits andeutet – sich über mehrere Monate erstreckte.

Die Filbinger-Debatte fand in einer Phase statt, in der die Auseinandersetzung mit Geschichte Konjunktur hatte und vor allem die NS[3] -Vergangenheit einen breiten gesellschaftlichen Raum einnahm.[4] Dies manifestierte sich auf mehreren Ebenen – beispielsweise: durch Besucherrekorde bei historischen Ausstellungen zu der Thematik; im Fernsehen über die US-amerikanische Serie „Holocaust“ (1978); juristisch durch weitere NS-Prozesse (zum Beispiel Majdanek-Prozess von 1975-1981); mittels kultureller Kontroversen (wie die Debatte um Rainer Werner Fassbinders Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ (1976)[5] ).[6]

Die Diskussion um die NS-Vergangenheit Filbingers traf somit auf eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit und eine sensibilisierte Gesellschaft. Dabei erfuhr sie vor allem von den Medien eine stetige Thematisierung und Reaktualisierung: Angestoßen von einem Artikel in der Wochenzeitung „Die Zeit“ spitzte sich die Debatte unter anderem nach der „Spiegel“-Veröffentlichung eines Aufsatzes des Jurastudenten Filbingers von 1935 und einem „Panorama“-Fernsehbericht über weitere Todesurteile unter dem Marinerichter Filbinger kontinuierlich zu. Die Diskussion füllte zahlreiche Kommentarspalten und Feuilletons in der Presse, Publizisten wie Rudolf Augstein und Gerd Bucerius meldeten sich zu Wort. Jenes enorme Interesse vonseiten der Medien plausibilisiert, weshalb auch die Politiker, die sich zu der Affäre Filbinger äußerten, in der Hauptsache die Medien als Plattform nutzten. Ihre Verlautbarungen stehen im Zentrum der vorliegenden Hausarbeit.

2. Inhaltliche und methodische Vorüberlegungen

2.1 Fragestellung

Die Kontroverse um die nationalsozialistische Vergangenheit Hans Filbingers wird in der vorliegenden Hausarbeit im Rahmen der folgenden zentralen Fragestellung untersucht: Was kennzeichnete die öffentlichen politischen Reaktionen im Zuge der Kontroverse um die nationalsozialistische Vergangenheit Hans Filbingers?

Zur Operationalisierung der Fragestellung lassen sich nachstehende Einzelfragen formulieren:

Welche Argumentationslinien und -strategien werden in den Äußerungen von Politikern deutlich? Welche Handlungsoptionen wurden vorgeschlagen? Veränderten sich die politischen Positionen im Verlauf der Debatte? – Inwiefern?

Ausgehend von der Charakterisierung der Debatte als einen Konflikt, der sich an Hans Filbingers NS-Vergangenheit entzündet hat, ist zudem zu fragen:

Inwieweit gibt die Diskussion Einblicke in die zeitgenössische Umgangsweise mit der Zeit des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland Ende der 1970er Jahre? Welche damit zusammenhängenden Auseinandersetzungen um hegemoniale Vergangenheitsdeutungen kommen zum Ausdruck? Unter Berücksichtigung, dass sich geschichtspolitische Aushandlungsprozesse häufig vor dem Hintergrund gegenwartsbezogener Interessen vollziehen, sollen auch Tendenzen des zeitgenössischen Meinungsklimas nachgezeichnet werden.[7] Geschichtspolitik wird im Folgenden nach Edgar Wolfrum als „Handlungs- und Politikfeld, auf dem verschiedene politische Akteure die Vergangenheit mit bestimmten Interessen befrachten und in der Öffentlichkeit um Zustimmung ringen“[8], verstanden. Jene übergreifenden Aspekte können aufgrund des zu begrenzenden Umfangs der Hausarbeit jedoch nur in Ansätzen berücksichtigt werden.

2.2 Forschungsstand

Nach einer Fokussierung der zeithistorischen Forschung auf die unmittelbare Nachkriegszeit und die Anfänge der Bundesrepublik sowie in der Folge auf die „dynamischen“[9] 1960er Jahre rücken nun zunehmend auch die 1970er Jahre in den Blickpunkt von Geschichtswissenschaftlern.[10]

Hinsichtlich der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit innerhalb der bundesrepublikanischen Politik und Gesellschaft ist hier unter anderem die Arbeit von Jörg Musiol anzuführen. Musiol hat Formen der Vergangenheitsauseinandersetzung anhand der politisch-öffentlichen Diskussion um die Wahl des ehemaligen NSDAP[11] -Mitgliedes Karl Carstens zum Bundespräsidenten sowie am Beispiel der Filbinger-Kontroverse untersucht.[12]

Im Jahr 2006 hat Wolfram Wette den Sammelband „Filbinger – eine deutsche Karriere“ herausgegeben.[13] Neben Verlauf und Hintergründen zu der Kontroverse im Jahr 1978 wird der Fall Filbinger eingebettet in die gesellschaftliche Wahrnehmung der NS-Militärjustiz in der Bundesrepublik. Die zentrale These ist, dass die Filbinger-Debatte hier einen Meinungswandel angestoßen habe.

Essayistisch nähert sich Jacqueline Roussety dem Fall Filbinger. Im Mittelpunkt steht die Gegenüberstellung zweier unterschiedlichster Biografien während der NS-Zeit: auf der einen Seite der von Roussety als Systemstütze charakterisierte Filbinger, auf der anderen Seite der Matrose Walter Gröger als Opfer der nationalsozialistischen Militärjustiz. Mit Blick auf die Kontroverse von 1978 behandelt sie vor allem die Rechtfertigungsstrategien Filbingers.[14]

Mit einem diskursanalytischen Zugriff hat Michael Schwab-Trapp die Filbinger-Debatte analysiert und verfolgte dabei das Anliegen, Rückschlüsse auf die zeitgenössische politische Kultur zu ziehen.[15] Wie bei Musiols Untersuchung liegt der Fokus auch bei Schwab-Trapp vor allem auf journalistischen Kommentaren. Die Reaktionen in der Politik als ein weiteres gesellschaftliches Feld des öffentlichen Umgangs mit dem Nationalsozialismus wurden bisher weniger beleuchtet, woraus sich ein Ansatzpunkt für die vorliegende Arbeit ergibt.

2.3 Struktur und Aufbau der Arbeit

Die politischen Reaktionen im Verlauf der „Affäre Filbinger“ werden anhand einer Auswertung von zeitgenössischen Zeitungsartikeln analysiert. Diese bieten eine geeignete Untersuchungsgrundlage, da die Debatte in der Hauptsache über die Medien ausgetragen wurde. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sie nur vereinzelt im baden-württembergischen Landtag diskutiert wurde: Je einmal im Februar und Juni 1978 sowie anlässlich des Wirksamwerdens des Rücktritts von Filbinger am 21. August 1978.[16] Ein Grund für die Verlagerung auf die mediale Ebene kann gewesen sein, dass das Bekanntwerden der jeweiligen NS-Urteile Filbingers jeweils auf Recherchen von Print- bzw. Fernsehredakteuren zurückging. Zudem ist eine fortschreitende Medialisierung der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus kennzeichnend für die späten 1970er Jahre.[17]

Da es gemäß der Fragestellung der vorliegenden Arbeit nicht um Ansichten von Journalisten und Zeitungshäusern geht, werden für die Analyse keine Kommentare oder andere meinungsäußernde Berichtsformen berücksichtigt. Im Folgenden wird sich vielmehr auf die chronistische Funktion der Medien des Informierens bezogen.[18]

Für die Untersuchung relevant sind Zitate von Politikern in den Pressemeldungen über öffentliche Verlautbarungen aus der politischen Sphäre. Da mit der nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend etablierten Trennung von Nachricht und Meinung ein Grundkonsens geschaffen wurde, möglichst neutral zu berichten, sollten die Zeitungsmeldungen – zumindest von den „Qualitätszeitungen“ – eine weitgehend valide Informationsbasis darstellen. Andererseits geben Medien aber unter anderem bereits durch die Auswahl von Nachrichten eine Orientierung vor,[19] weshalb vier Tageszeitungen ausgewählt wurden, die als repräsentativ für das parteipolitische Spektrum gelten: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Frankfurter Rundschau“ „Süddeutsche Zeitung“ und „Die Welt“.[20] Somit soll gewährleistet werden, dass die zentralen Aussagen von Vertretern aller zeitgenössisch parlamentarisch vertretenen Parteien – d.h. der SPD, CDU/CSU[21] und der FDP[22][23] herausgefiltert werden können.

Um Entwicklungslinien innerhalb der Argumentationen und Positionierungen nachzeichnen zu können, wurden die Monate Mai und August 1978 ausgewertet – jene Monate, in denen die Kontroverse ihre Höhepunkte hatte: Mit dem Monat Mai weitete sich mit dem Bekanntwerden eines weiteren Todesurteils gegen den Matrosen Walter Gröger die öffentliche Debatte um Hans Filbinger aus.[24] Der August kennzeichnet das Ende der Kontroverse aufgrund des Rücktritts Filbingers.

Im Folgenden sollen zur inhaltlichen Verortung zunächst die wesentlichen Aspekte in der Affäre Filbinger skizziert werden (Kapitel 3). Daran anschließend werden die Monate Mai und August jeweils in zwei Schritten beleuchtet: Zunächst sollen die politischen Reaktionen auf die Entwicklungen in der Kontroverse dargestellt werden. Für den Mai sind dies vor allem die Veröffentlichung des Gröger-Urteils sowie jenes Artikels Filbingers von 1935 (4.1.1). Zentral für den August waren das Bekanntwerden eines vierten Todesurteils, in das Filbinger involviert gewesen war, sowie die Reaktionen auf die Rücktrittserklärung als Ministerpräsident (4.2.1). In einem zweiten Schritt werden die öffentlichen Verlautbarungen aus der Politik sowohl für den Mai (4.1.2) als auch für den August (4.2.2) analysiert.

In der Schlussbetrachtung sollen die einzelnen Analyseergebnisse zusammengeführt und auf die Fragestellung rückbezogen werden.

3. Inhaltliche Verortung: der „Fall Filbinger“ – Überblick über den Ereignisverlauf

Hans Filbinger, als zentrale Figur in der Debatte, wurde 1913 geboren und legte 1933 sein Abitur ab. Anschließend studierte er bis 1940 Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft. Während seiner Studienzeit war er Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbunds, trat 1934 zunächst der SA[25], 1937 der NSDAP sowie dem NS-Rechtswahrerbund bei. Nachdem er sich 1940 freiwillig zur Marine gemeldet hat, war er ab März 1943 als Anklagevertreter und Marinerichter tätig.[26] Nach Kriegsende blieben die Strukturen der deutschen Militärgerichtsbarkeit zunächst bestehen – die Alliierten bezweckten damit, die Ordnung in den Truppen zu gewährleisten.[27] Filbinger wurde in Norwegen als Richter in den britischen Kriegsgefangenenlagern eingesetzt. Im Jahr 1951 trat Filbinger der CDU bei. Bereits neun Jahre später wurde er Innenminister Baden-Württembergs und in den Bundesvorstand der christdemokratischen Partei berufen. Im Dezember 1966 folgte die Wahl zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Die Landtagswahlen 1972 und 1976 gewann die CDU unter Filbinger mit absoluter Mehrheit. Ab 1973 war er zudem stellvertretender Parteivorsitzender der Bundes-CDU. Am 7. August 1978 erklärte er mit Wirkung zum 21. August 1978 seinen Rücktritt als Ministerpräsident.[28]

Dem Rücktritt voran ging eine Diskussion, die durch einen Artikel des Dramatikers Rolf Hochhuth in der Wochenzeitung „Die Zeit“ am 17. Februar 1978 ausgelöst wurde. In Bezug auf seinen Roman „Eine Liebe in Deutschland“ schildert Hochhuth darin seine „Schwierigkeiten, die wahre Geschichte zu erzählen“ der nach NS-Gesetzen verbotenen und denunzierten Beziehung zwischen einer Deutschen und einem polnischen Zwangsarbeiter im heute baden-württembergischen Dorf Brombach. Während jene, die „zugesehen […] oder mitgemacht haben“[29], über das Geschehene schweigen wollen, seien auch die Behörden nicht an der Wahrheit interessiert:

„Ist doch der amtierende Ministerpräsident dieses Landes, Dr. Filbinger, selbst als Hitlers Marine-Richter, der sogar noch in britischer Gefangenschaft nach Hitlers Tod einen deutschen Matrosen mit Nazi-Gesetzen verfolgt hat, ein so furchtbarer „Jurist“ gewesen, daß man vermuten muß – denn die Marine-Richter waren schlauer als die von Heer und Luftwaffe, sie vernichteten bei Kriegsende die Akten –, er ist auf freiem Fuß nur dank des Schweigens derer, die ihn kannten.“[30]

[...]


[1] Faerber, Renate: Zuletzt rührte sich kaum eine Hand mehr für Filbinger, in: Frankfurter Rundschau vom 08.08.1978, S. 3.

[2] Abkürzung für Christlich-Demokratische Union Deutschlands.

[3] Abkürzung für nationalsozialistisch.

[4] Wolfrum, Edgar: Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989. Phasen und Kontroversen, in: Bock, Petra/Wolfrum, Edgar (Hrsg.): Umkämpfte Vergangenheit. Geschichtsbilder, Erinnerung und Vergangenheitspolitik im internationalen Vergleich, Göttingen 1999, S. 55-81, S. 73.

[5] Vgl. dazu auch: Scharf, Wilfried: Deutsche Diskurse. Die politische Kultur von 1945 bis heute in publizistischen Kontroversen, Hamburg 2009, S. 38-42.

[6] Schmid, Harald: Vom publizistischen Kampfbegriff zum Forschungskonzept. Zur Historisierung der Kategorie „Geschichtspolitik“, in: Ders. (Hrsg.): Geschichtspolitik und kollektives Gedächtnis. Erinnerungskulturen in Theorie und Praxis, Göttingen 2009, S. 53-75, S. 59. Das neue Interesse an Geschichte vollzog sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund breiter gesellschaftlicher bzw. gesellschaftspolitischer Veränderungen. Stichwort ist hier u.a. eine Modernisierungskrise aufgrund des Ölpreis-Schocks, zunehmender Arbeitslosigkeit, ökologisches Umdenken, neue soziale Bewegungen, Entspannungspolitik usw., vgl. Schmid, Harald: Deutungsmacht und kalendarisches Gedächtnis – die politischen Gedenktage, in: Reichel, Peter/Schmid, Harald/Steinbach, Peter (Hrsg.): Der Nationalsozialismus – Die zweite Geschichte. Überwindung – Deutung – Erinnerung, Bonn 2009, S. 175-216, S. 195.

[7] Vgl. Schwab-Trapp, Michael: Konflikt, Kultur und Interpretation. Eine Diskursanalyse des öffentlichen Umgangs mit dem Nationalsozialismus, Opladen 1996, S. 11.

[8] Wolfrum: Geschichtspolitik op.cit., S. 58.

[9] Vgl. Schildt, Axel/Siegfried, Detlef/Lammers, Karl Christian (Hrsg.): Dynamische Zeiten. Die 60er Jahre in den beiden deutschen Gesellschaften, Hamburg 2000.

[10] Hinsichtlich der Thematik der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit vgl. u.a. Frei, Norbert: Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit, München 1996; Schildt, Axel: Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Öffentlichkeit der Nachkriegszeit, in: Loth, Wilfried/Rusinek, Bernd-A. (Hrsg.): Verwandlungspolitik. NS-Eliten in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft, Frankfurt am Main/New York 1998, S. 19-54; Osterloh, Jörg/Vollnhals, Clemens (Hrsg.): NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit. Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR, Göttingen 2011.

[11] Abkürzung für Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.

[12] Vgl. Musiol, Jörg: Vergangenheitsbewältigung in der Bundesrepublik. Kontinuität und Wandel in den späten 1970er Jahren, Marburg 2006, S. 10.

[13] Vgl. Wette, Wolfgang: Einleitung, in: Ders. (Hrsg.): Filbinger – eine deutsche Karriere, Springe 2006, S. 7-13.

[14] Vgl. Roussety, Jacqueline: Der Politiker Hans K. Filbinger und der Soldat Walter Gröger. Ein Essay, in: Perels, Joachim/Wette, Wolfgang (Hrsg.): Mit reinem Gewissen. Wehrmachtrichter in der Bundesrepublik und ihre Opfer, Berlin 2011, S. 98-123.

[15] Vgl. Schwab-Trapp, Michael: Ordnungen des Sprechens: Geschichten, Diskurse und Erzählungen über die NS-Zeit, in: Herz, Thomas/Schwab-Trapp, Michael: Umkämpfte Vergangenheit. Diskurse über den Nationalsozialismus seit 1945, Opladen 1997, S. 217-247; vgl. Schwab-Trapp: Konflikt op.cit.

[16] Vgl. Sachregister zu den Verhandlungen und Drucksachen des Landtags von Baden-Württemberg, 7. Wahlperiode 1976-1980, S. 153f.

[17] Schmid, Harald: Von der „Vergangenheitsbewältigung“ zur „Erinnerungskultur“. Zum öffentlichen Umgang mit dem Nationalsozialismus seit Ende der 1970er Jahre, in: Paul, Gerhard/Schoßig, Bernhard (Hrsg.): Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus. Eine Bilanz der letzten dreißig Jahre, Göttingen 2010, S. 171-202, S. 172.

[18] Vgl. Neidhardt, Friedhelm/Eilders, Christiane/Pfetsch, Barbara: Die „Stimme der Medien“ – Pressekommentare als Gegenstand der Öffentlichkeitsforschung, in: Dies. (Hrsg.): Die Stimme der Medien. Pressekommentare und politische Öffentlichkeit in der Bundesrepublik, Wiesbaden 2004, S. 11-36, S. 11.

[19] Vgl. ebd.

[20] Vgl. Maurer, Marcus/Reinemann, Carsten: Medieninhalte. Eine Einführung, Wiesbaden 2006, S. 42.

[21] Abkürzung für Christlich-Soziale Union.

[22] Abkürzung für Freie Demokratische Partei Deutschlands.

[23] Vgl. Schildt, Axel: Innere Entwicklung der Bundesrepublik bis 1989, in: Deutschland in den 70er/80er Jahren, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 270 (2001), 4-14, S. 5.

[24] Vgl. Musiol: Vergangenheitsbewältigung op.cit., S. 64.

[25] Abkürzung für Sturmabteilung (der NSDAP).

[26] In der Militärgerichtsbarkeit gab es keine eigenständige Anklagebehörde. Aus diesem Grund waren die Militärrichter sowohl als vorsitzende Richter als auch als Untersuchungsführer und Vertreter der Anklage tätig, vgl. Berthold, Ricarda: Filbingers Tätigkeit als Marinerichter im Zweiten Weltkrieg. Ein dokumentarischer Bericht, in: Wette, Wolfgang (Hrsg.): Filbinger – eine deutsche Karriere, Springe 2006, S. 43-64, S. 44.

[27] Vgl. ebd., S. 46.

[28] Vgl. Musiol: Vergangenheitsbewältigung op.cit., S. 38f.; vgl. Kerkmann, Neele/Fischer, Torben: Filbinger-Affäre, in: Fischer, Torben/Lorenz, Matthias N. (Hrsg.): Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945, Bielefeld 2007, S. 202-205, S. 202.

[29] Hochhuth, Rolf: Schwierigkeiten, die wahre Geschichte zu erzählen. Wer einen Polen hängte, bekam drei Zigaretten, in: Die Zeit vom 17.02.1978, Jg. 33, Nr. 8, S. 41.

[30] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die Kontroverse um die nationalsozialistische Vergangenheit Hans Filbingers. Die öffentlichen politischen Reaktionen
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
30
Katalognummer
V268897
ISBN (eBook)
9783656599104
ISBN (Buch)
9783656599081
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kontroverse, vergangenheit, hans, filbingers, reaktionen
Arbeit zitieren
Nadine Jenke (Autor), 2013, Die Kontroverse um die nationalsozialistische Vergangenheit Hans Filbingers. Die öffentlichen politischen Reaktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268897

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