Ethnographie und Kannibalismus. Ein Fallbeispiel aus dem Hochland von Papua-Neuguinea


Hausarbeit, 2012
16 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ethnographie und Kannibalismus
2.1. Begriffe: Ethnographie, Anthropophagie und Kannibalismus
2.2. Problematik: Die Existenz des Kannibalismus
2.3. Forschungsstand: Die ethnographische Erforschung des Kannibalismus

3. Beispiel: Fitz Poole und die Bimin-Kuskusmin
3.1. Biographische Einleitung: Fitz John Porter Poole
3.2. Ethnographische Einleitung: Die Bimin-Kuskusmin
3.3. Ethnographie als Prozess und Produkt: Poole bei den Bimin-Kuskusmin

4. Kommentare und Kritik

5. Schlussbetrachtungen

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ivan Brady beginnt seine Rezension über CannibalismandtheColonial World mit der folgenden Aussage (Brady 2002: 767): „Iscannibalismdead? No, not exactly.“ In der Tat ist Kannibalismus seit dem Beginn der Kolonialzeit sowohl unter Wissenschaftlern als auch in der Öffentlichkeit ein sehr beliebtes Thema. Der Grund für dieses rege Interesse der westlichen Welt am Kannibalismusscheint unter anderem der hohe Unterhaltungsfaktor der Geschehnisse, die sich auf der Grenze zwischen Leben und Tod abspielen, zu sein (Brady 2002: 767). Kannibalismus wird hierbei oftmals mit dem Exotischen und Fremden assoziiert und wird „dazu verwendet, das Andere und damit auf dialektische Weise auch das Eigene zu konstruieren“ (Schmidt 2008: 163). Das Klischee des Kannibalen wirdin der Kolonialzeit zum Symbol primitiver, unzivilisierter Barbarei und des kulturell Fremden. Der „Menschenfresser“ repräsentiert dabei das Gegenteil der westlichen, modernen Zivilisation und Kultur (Lindenbaum 2004: 477).

In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit dem Kannibalismus als Gegenstand der Ethnographie beschäftigen und dabei insbesondere darauf eingehen, inwiefern der Kannibalismus als Abgrenzung zum Fremden eingesetzt wird. Dabei werde ich mich geographisch gesehen auf das Hochland von Papua-Neuguinea beschränken und als konkretes Fallbeispiel Fitz Pooles Forschung zu den Bimin-Kuskusmin einbringen.

Zunächst möchte ich einige grundlegende Begriffe und Konzepte abklären und beginne meine Arbeit aus diesem Grund mit der Definition von Ethnographie, Anthropophagie und Kannibalismus. Anschließend werde ich zum Zusammenhang zwischen Ethnographie und Kannibalismus, dem Kern meiner Hausarbeit, übergehen und anhand verschiedener wissenschaftlicher Quellen zum Thema Anthropophagie und Ethnographie,die damit verbundene Problematik aufzeigen und den Forschungsstand darlegen. Dabei orientiere ich mich vor allem an Shirley Lindenbaums Artikel ThinkingaboutCannibalism,Paula Browns und Donald Tuzins Monographie The EthnographyofCannibalism und dem Werk The Man-EatingMyth: Anthropology andAnthropophagy von William Arens. Die Darstellung dieser Forschungsarbeiten ergänze ich durch zahlreiche andere wissenschaftliche Forschungsergebnisse, um einen differenzierteren Überblick über das Thema zu geben. Im Anschluss daran gehe ich zum Fallbeispiel über, um die Ethnographie als Produkt und Prozess in Verbindung mit der Thematik des Kannibalismus als Eigenschaft der „Anderen“ noch einmal anhand eines konkreten Beispiels zu illustrieren. Zum Schluss werde ich die Arbeit mit Kommentaren und Kritik, sowie einem kurzen Fazit abschließen.

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Ethnographie und Kannibalismus. Ein Fallbeispiel aus dem Hochland von Papua-Neuguinea
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V275762
ISBN (eBook)
9783656687856
ISBN (Buch)
9783656687887
Dateigröße
445 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethnographie, Kannibalismus, Poole, Bimin-Kuskusmin, Hochland, Papua-Neuguinea
Arbeit zitieren
Véronique Becker (Autor), 2012, Ethnographie und Kannibalismus. Ein Fallbeispiel aus dem Hochland von Papua-Neuguinea, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275762

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