Jean-Jacques Rousseaus Erziehungstheorie mit besonderem Blick auf sein Bild vom Kind


Hausarbeit, 2013

20 Seiten, Note: 2,3


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufklärung
2.1. Historischer Kontext: Das Zeitalter der Aufklärung
2.2. Das Familien- und Menschenbild zur Aufklärungszeit
2.3. Diskurs zur Rolle der Erziehung

3. Eine Biografie des Jean-Jacques Rousseau

4. Rousseaus „Emile oder über die Erziehung“
4.1. Entstehung des Emiles
4.1.1. Analyse des Vorwortes des „Emile oder Über die Erziehung“
4.2. Erstes Buch
4.2.1. Analyse des Anfangs des ersten Buches
4.2.2. Ein Vergleich Rousseaus und Basedows Ansichten zum Thema Abhärtung des Kindes
4.3. Zweites Buch
4.4. Drittes Buch
4.5. Viertes Buch
4.6. Fünftes Buch

5. Rousseaus Erziehungsmethoden
5.1. Der Erzieher
5.2. Negative Erziehung
5.3. Indirekte Erziehung

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der vorliegenden Hausarbeit geht es um Jean-Jacques Rousseaus Erziehungstheorie. Diese Arbeit ist im Rahmen des Seminars Einführung in die Textanalyse, welches von Herrn X gehalten wurde, entstanden.

Anhand dieser Arbeit möchte ich das Thema unter folgenden Fragestellung bearbeiten: „Wie ist Jean-Jacques Rousseaus Bild vom Kind?“ Ich beziehe mich auf die im Seminar gelernte Methode der hermeneutischen Textanalyse und analysiere einige Abschnitte von ausgewählten Texten nach wissenschaftlich fundierten Ansprüchen.

Zu Beginn werde ich einen historischen Kontext schaffen, indem ich die ideengeschichtliche Epoche der Aufklärung kurz darstelle. Folgend werde ich auf das Menschen- und Familien- bild und auf die Rolle der Erziehung zu der Zeit näher eingehen. Danach führe ich eine Bio- graphie des Jean-Jacques Rousseau an, um die Person und die Hintergründe seines Wer- kes zu erklären. Nur wenigen wissenschaftlichen Persönlichkeiten wird eine so unmittelbare Verschränkung von Leben und Werk zugesprochen, wie dies bei Rousseau der Fall ist. Dann werde ich auf sein Werk „Emile oder über die Erziehung“ eingehen. Zuerst untersuche ich das Vorwort des „Emiles“ und werde danach auf die folgenden Bücher zu sprechen kommen. Das erste Buch ist für die Beantwortung meiner Fragestellung von zentraler Bedeutung. Dort befasst sich Rousseau mit den ersten Jahren des Kindes und behauptet einige Aussagen, die sein Bild vom Kind erklären könnten. Wichtig ist auch sein Verständnis von Bürger und Mensch genauer zu betrachten. Danach erläutere ich kurz worum es in den nächsten Bü- chern geht, um danach seine Methode herausstellen zu können. Zuerst gehe ich näher auf den Erzieher und dann auf die negative und indirekte Erziehung ein, welche Rousseaus Me- thode ausmacht. Abschließend werden im Fazit die gewonnen Erkenntnisse der Hausarbeit zusammengefasst betrachtet und kritisch hinterfragt.

Jean-Jacques Rousseau, über den wir nur kurz im Studium gesprochen haben, fand ich sehr interessant, da kaum ein Schriftsteller seiner geschichtlichen Wirkung gleichkommt. Rous- seau fordert als Erster die Anerkennung der Kindheit als eigenständige Lebensphase, wes- halb er so wichtig für die Pädagogik ist. Mit seiner Aussage, „die Natur will, daß Kinder Kin- der sind, bevor sie zum Erwachsenen werden“, hat er den Grundstein für ein Eigenrecht des Kindes gelegt. Er ist immer noch aktuell und jeder der sich näher mit der Problematik der Pädagogik befasst, stößt auf Jean-Jacques Rousseau. Die Widersprüche, die er scheinbar anzieht, nicht nur in deinen Werken sondern auch in seinem Leben, faszinieren. Außerdem ist er ein schockierend ehrlicher Schriftsteller, welcher seine eigenen Gedanken und genia- len Ideen freimütig aufschreibt.

2. Aufklärung

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Erziehung zur Zeit der Aufklärung, setzt gewisse Grundkenntnisse über dieses Zeitalter voraus, die ich im Folgenden darstellen möchte:

2.1. Historischer Kontext: Das Zeitalter der Aufklärung

Aufklärung wird als eine europäische, ideengeschichtliche Epoche der Literatur, Kunst und Philosophie verstanden. Diese ist eine geistige Strömung, welche auf das 17. und besonders das 18. Jahrhundert datiert ist. Es geht um die Befreiung und Überwindung von Unwissenheit und Aberglauben in Hinsicht auf die Religionen und Politik. (vgl. Oelkers 2004, S. 75) Vor allem ist die Aufklärung vom Aufstieg des Bürgertums sowie vom Niedergang des Adels gekennzeichnet. (vgl. Schmidt 2013)

Generell versteht man unter dem Begriff „Aufklärung“ das Vorhaben, durch Wissen und neue Erkenntnisse Antworten auf Fragen zu finden. Zweifel oder falsche Annahmen sollen durch die Emanzipation des Denkens ausgeräumt werden. Die menschliche Vernunft soll die Wahrnehmung beherrschen und wird so zum Maßstab eines jeden Handelns erklärt. All das was durch den Verstand erfasst und erklärt werden kann, wird nun als Grundlage für Entscheidungen und Handlungen anerkannt. (vgl. Rudolph 2008)

„Sapere aude!“, oder auf Deutsch: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ - war das Motto der Aufklärung. (vgl. Kant 1997) Heutzutage klingt das für uns ganz logisch, natürlich sollte man den eigenen Verstand benutzen! Doch dieses Zeitalter der Aufklärung, bewirkte viele Veränderungen und Umbrüche. Überhaupt geht es in der Aufklärung darum, die herrschenden Machtstrukturen zu durchbrechen und ein System herzustellen, das die Interessen eines jeden Einzelnen wahrt. Die Philosophie der Aufklärung kann grundlegend für die heute weitgehend weltoffene Gesellschaft Europas und ihr Verständnis von individueller Freiheit und Gleichheit gelten. (vgl. Schmidt 2013)

Besonders wichtig ist die Literatur der Aufklärung. Sie begleitet diese Entwicklung und begünstigt sie. Sie bildet das Bindeglied zwischen einer Philosophie, welche sich nur wenigen Gelehrten erschließt und dem zunehmend wohlhabenden und gebildeten Bürgertum, das sich politisch behaupten will. (vgl. Schmidt 2013)

Oberstes Ziel ist die Freiheit zur Selbstbestimmung jedes Individuums. (vgl. Kluger 2007)

2.2. Das Familien- und Menschenbild zur Aufklärungszeit

Das Konstrukt Familie veränderte sich grundlegend im 17. und 18. Jahrhundert. Die große Haushaltsfamilie entwickelte sich zur Kleinfamilie, zu welcher nur noch das Elternpaar und die gemeinsamen Kinder zählten. Die Ehe und die Erziehung der Kinder erlebten eine Auf- wertung in dieser Zeit. Außerdem veränderten sich die Rollen innerhalb der Familie sehr. Der Vater der als Versorger der Familie nun durch die Sphärentrennung, Arbeit und Privatleben, von der Familie getrennt wurde, verlor an unumstrittener Autorität und wurde zunehmend der Frau gleichgestellt. Diese arbeitete immer häufiger auch mit. Die Mutter stand immer noch für die Zuwendung zu den Kindern, doch auch der Vater durfte in der Familie Gefühle zeigen und war nicht mehr nur das strafende Familienoberhaupt sondern der väterliche Freund. (vgl. Zoeger 2012) Auch die Rolle des Kindes veränderte sich, prägend waren hier Rousseaus Ansichten, die ich noch näher untersuchen werde.

Im 17. und 18. Jahrhundert veränderte sich nicht nur das Familienbild sondern auch das Individuum Mensch. Dieser rückt in das Zentrum der Aufmerksamkeit - in den Wissenschaften, in den Künsten, auf politischem und gesellschaftlichem Gebiet.

Der vernunftbegabte Mensch soll sich selbst erkennen, eigenständig in der Gesellschaft han- deln und sich von der Unmündigkeit befreien. Das bekannte Zitat Kants: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ (Kant 1997), zeigt ganz deutlich, dass es das Versagen und das Verlassen auf die Gesellschaft des Individu- ums ist, wodurch sie ihre Autonomie aufgaben und das jeder Mensch auch selbst wieder durch den Gebrauch von Vernunft Selbstständigkeit erlangen kann. Selbstbestimmung ist notwendig und führt zur erwünschten Freiheit. Oberstes Ziel eines jeden Menschen sollte das diesseitige Glück der Selbstvervollkommnung sein. (vgl. Kluger 2007)

2.3. Diskurs zur Rolle der Erziehung

Erziehung wird gerade in der Aufklärungszeit als sehr wirksam angesehen. Die Aufklärer wa- ren zutiefst überzeugt, dass der Fortschritt der Menschheit auf der Bildung und Erziehung je- des einzelnen beruhe. (vgl. Paulsen 1903, S. 305) Erziehung wird „nicht einfach zum allge- meinen Streben nach Aufklärung oder zur universellen Beförderung von Mündigkeit“ (Oel- kers 2004, S. 78). Sondern die „Verfahren und Horizonte von Lernen und Wissen“ (Oelkers 2004, S. 78) verändern sich.

Wie schon erwähnt änderte sich auch das Umfeld des Kindes - also die Familie aber auch das Bild des Kindes. Ihm wurde viel mehr Aufmerksamkeit zuteil als in vorangegangenen Zeiten. Dies zeigte sich in psychologischem Interesse der Eltern, moralischen Bestrebungen, Bemühen um Hygiene und physischer Gesundheit. Es entstanden Tendenzen, die das Kind gewähren und sich frei entfalten ließen. Persönliche Zuwendung und kindgemäßes Leben wurden als eigene Werte eingeführt. (vgl. Zoeger 2012)

Ein zentraler Punkt der Aufklärung ist die Zugänglichkeit von Literatur. Es entstanden zu die- ser Zeit viele Bücher und Ratgeber zu dem Thema Erziehung. (vgl. Oelkers 2004, S. 79)

Die Einstellung der Erziehung wurde besonders durch diese philosophische Schriften der Zeit beeinflusst, zu denen auch der „Emil“ von Jean-Jacques Rousseau gehört. (vgl. Zoeger 2012) Auf diesen werde ich im folgenden Verlauf näher eingehen.

3. Eine Biografie des Jean-Jacques Rousseau

Im Juli 1712 kam Jean-Jacques Rousseau als Kind des Uhrmachers Isaac und seiner Frau Suzanne in Genf zur Welt. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt; ein Ereignis, das Rousseau mit den Worten: ,,Nach zehn Monaten wurde ich krank und schwächlich geboren, kostete meiner Mutter das Leben, und meine Geburt war mein erstes Unglück.“ (Soëtard 2012, S. 10) beschrieb. Sein Vater wurde zur wichtigsten Bezugsperson für den jungen Jean-Jacques. Bereits im Alter von fünf oder sechs Jahren konnte er lesen und verbrachte viel Zeit damit, in den Romanen an der Uhrmacherbank seines Vaters zu stöbern. (vgl. Soëtard 2012, S. 9f.)

Nachdem sein Vater wegen eines Ehrstreites floh und sein Bruder auch verschwand, kam Jean-Jacques im Alter von zehn Jahren in die Obhut seines Onkels. In dem kleinen Ort, in- dem er fortan bei einem Pastor mit seinem Cousin lebte, verbrachte er friedliche Kindheitsta- ge. Diese Zeit prägte ihn sehr. Er genoss das Leben auf dem Land, erfuhr Freude am Lernen und an Freundschaft. Dort empfand er auch das erste Mal (Mutter-)Liebe zur Schwester des Pastors, welche liebevoll aber auch streng mit ihm umging. (vgl. Soëtard 2012, S. 12ff.)

Durch eine geringfügige Verfehlung in der Schule wurde dem „Paradies“ (Soëtard 2012, S. 14) ein abruptes Ende gesetzt. Daraufhin zog Rousseau mit seinem Cousin zurück in die Stadt Genf zu seinem Onkel. Dort erfreute er sich an viel Freiheit, vertrödelte aber die meiste Zeit. Im berufsfähigen Alter arbeitete er fortan als Lehrling, zuerst bei einem Gerichtsschreiber, dann bei einem Kunststecher. Beiden Lehrmeistern missfiel aber die Arbeit und die Leselust des jungen Jean-Jacques. (vgl. Soëtard 2012, S. 14f.)

Als er eines Sonntags im Jahre 1728 von einem Ausflug in die Umgebung Genfs nicht recht- zeitig vor dem Schließen der Stadttore heimkehrte, beschloss er aus Furcht vor der Strafe nicht mehr in die Stadt zurückzukehren. (vgl. Soëtard 2012, S. 16) Nach einigen Tage des Umherirrens wurde er von Madame de Warens aufgenommen (vgl. Soëtard 2012, S. 19f.), die ihn zum Katholizismus brachte und später seine Gönnerin und Geliebte wurde. Mit kurz- en Unterbrechungen durch Aufenthalte in Lyon und Montpellier blieb Rousseau mehr als zehn Jahre der Liebhaber der zwölf Jahre älteren Madame de Warens und lebte bei und von ihr. Er arbeitete kurz als Schreiber im Katasteramt, widmete sich erst neben seinem Beruf der Musik und dem Lesen, aber auch zum ersten Mal als Autor. (vgl. Soëtard 2012, S. 25ff.) Später wurde er Musiklehrer und erlebte im idyllischen Les Charmettes eine glückliche Zeit. In der Zeit, als Lehrer von zwei Schülern, verfasste er einen Erziehungsplan. Nach einem Probejahr belässt er es aber dabei und entschloss sich im Jahr 1742, mit dreißig Jahren, nach Paris zu gehen. (vgl. Soëtard 2012, S. 31f.)

In Paris befasste Rousseau sich wieder mit der Musik; er schrieb eine ,,Abhandlung über die moderne Musik", die einen Verleger fand und ihm in der Gesellschaft einen Namen gab. 1743 geht Rousseau als Sekretär des französischen Botschafters nach Venedig, 1744 kehrte er nach einem Streit mit diesem aber wieder nach Paris zurück. (vgl. Soëtard 2012, S. 32ff.) Bald wurde sein erstes Kind geboren. Die Mutter ist Thérèse Levasseur, sein ehemali- ges Zimmermädchen in seiner Pension. Rousseau gefiellen ihre Bescheidenheit, Schüch- ternheit und ihr sanftes Wesen. Sie brachte in den nächsten Jahren weitere vier Kinder zur Welt, die alle im Findelhaus untergebracht wurden. Rousseau heiratet Levasseur allerdings erst 1768. (vgl. Soëtard 2012, S. 44)

In den vierziger Jahren des Jahrhunderts lernte Rousseau dann schließlich alle Größen der wissenschaftlichen Kreise Frankreichs kennen. Neben Diderot auch Condillac, d´Alembert und die Enzyklopädisten. (vgl. Soëtard 2012, S. 45ff.) In dieser Zeit vollzog sich in Rousseau „der ganz große Umschwung“ (Soëtard 2012, S. 48). Er wies in der mit Wissen übersättigten Welt auf die natürliche Bestimmung des Menschen hin. „Um mit Kant zu sprechen [ , wurde er], zum <Kopernikus der Moral>“ (Soëtard 2012, S. 48). Sein Werk „Abhandlung über den Ursprung der Ungleichheit“ wurde von den Mitgliedern der Akademie in Dijon nicht preisge- krönt. Eine veränderte Ausgabe dessen, in dem er das Thema des ursprünglichen, instinkt- mäßigen und asozialen Menschen behandelt und somit die Gesellschaft grundsätzlich kriti- siert, erregte auch nur bei wenigen Moralisten und Philosophen Aufsehen. Es wurde jedoch als Basis für zukünftige Werke behauptet. (vgl. Soëtard 2012, S. 48ff.)

1756 zogen Jean-Jacque und Thérèse an den Rand des Waldes von Montmorency. In der Abgeschiedenheit, weit weg von jeglicher Zivilisation, die Thérèse verabscheut, entstanden seine Hauptwerke „Julie oder Die neue Héloise“, ,,Vom Gesellschaftsvertrag oder Die Grund- sätze des Staatsrechtes" (1761) und ,,Emile oder Über die Erziehung" (1762). (vgl. Soëtard 2012, S. 56ff.) Die letzten beiden Werke wurden in Frankreich und Genf verboten. Aus den bedeutenden Schriften, entstand sein „Appell an die Tugend und an die moralische Verant- wortung des Menschen gegenüber der Liebe, gegenüber der Politik, gegenüber der Erzie- hung“ (Soëtard 2012, S. 62).

Jean-Jacques Rousseau beteuerte, dass sein Werk Emile, „sein vollkommenstes, das, in welchem er sein >System< in umfassendster Weise darstelle und den Menschen und Gott am besten gerecht werde“ (Soëtard 2012, S. 77) sei. Der Schwerpunkt war, die Brücke zwischen Natur und Gesellschaft zu finden. Schon in seinem Gesellschaftsvertrag erklärte er den Unterschied zwischen Mensch und Bürger. Der Mensch wird für sich erzogen, er soll frei und selbstbestimmt sein. Der Bürger jedoch ist fremdbestimmt und wird nur für die Gesellschaft erzogen. Rousseaus Weg für Freiheit setzt am Ursprung der menschlichen Existenz an und erneuert die Humanität durch eine geeignete Erziehung. (vgl. Soëtard 2012, S. 78ff.) Auf dieses Werk werde ich nachfolgend näher eingehen.

In den Jahren 1762-1770, die er im Exil in England und der Schweiz verbrachte, um einer Verhaftung wegen seinen Werken zu entgehen, überwarf er sich mit Diderot und den ande- ren Enzyklopädisten. (vgl. Soëtard 2012, S. 84ff.) Danach lebten Jean-Jacques Rousseau und Thérèse wieder in Paris. (vgl. Soëtard 2012, S. 89.) Er schrieb dort noch an seinem Werk „Bekenntnisse“ in welchem er sein Leben aufzeichnete und sich unter anderem auch rechtfertigte. Diese Schriften wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. (vgl. Soëtard 2012, S. 101ff.) Im Mai 1778 folgten sie einer Einladung des Marquis de Girardin, der ihnen ein Nebenhaus seines schlossähnlichen Anwesens Ermenonville bei Paris zur Verfügung stellte. Dort starb Jean-Jacques Rousseau am 2. Juli 1778 bei einem morgendlichen Spaziergang in Ermenonville. (vgl. Soëtard 2012, S. 109f.)

4. Rousseaus „Emile oder über die Erziehung“

Nachdem das Leben des Jean-Jacques Rousseaus jetzt dargelegt wurde, komme ich nun zu seinem Hauptwerk: „Emile oder Über die Erziehung“, in welchem es um die ideelle Erzie- hung eines Jungen, namens Emile geht. Die Erziehung beginnt im Kindesalter und endet mit 25 Jahren, als Emile heiratet.

Die Adressaten des Werkes sind Eltern oder Gelehrte seines Standes zu dieser Zeit. Also Familien der Adeligen oder wohlhabenden Gutsbesitzer. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie ein reicher Mann trotz und in seinem Reichtum, Mensch wird.

4.1. Entstehung des Emiles

Es stimmt nicht, dass, wie man zuerst angenommen hat, Rousseau einem „schon früh sich in ihm ankündigenden pädagogischen Impuls“ (Rang 2006, S. 51) gefolgt ist, als er sein Werk verfasst hat. Dies kann man nachdem man sein Leben, auch seine gescheiterten Ver- suche als Hauslehrer, betrachtet ausschließen. Zudem erklärt Rousseau in seinen „Bekennt- nissen“, dass es nicht sein Ziel war, eine Abhandlung über Erziehung zu schreiben. Seine gelegentlichen pädagogischen Äußerungen maßen wir nicht allzu viel Bedeutung zu. (vgl. Rang 2006, S. 51)

Wir wissen, dass er die Arbeit am „Emile“ sofort nach der Vollendung der „Nouvelle Héloise“ begonnen hat. (vgl. Rang 2006, S. 53) So könnte diese Schrift die Hinwendung zur Pädago- gik erklären. In diesem Werk geht es um einen Entwurf einer Lebensordnung in einer verdor- benen Gesellschaft. Das Buch ist eine Fürsprache für die Heirat aus Liebe, für die Absolut- heit des subjektiven Gefühls und gegen den Hochmut des Adels. (vgl. Pape 2003)

Schlussendlich gibt er in seiner Vorrede des „Emiles“ Antwort auf die Frage, warum er sich mit der Idee der natürlichen Erziehung auseinander setzt. Dazu komme ich im Anschluss. (vgl. Rang 2006, S. 52)

4.1.1. Analyse des Vorwortes des „Emile oder Über die Erziehung“

In seiner Vorrede (vgl. Rousseau 2006, S.101-105) erklärt Rousseau direkt zu Beginn, warum er den „Emile“ begonnen hat zu schreiben: „Einer guten und denkenden Mutter zulie- be“ (Rang 2006, S.101). Gemeint ist hier die gebildete Madame de Chenonceaux, Schwie- gertochter der Madame Dupin, mit welcher Jean-Jacques im Hause der Dupins häufig stun- denlang studierte und diskutierte. Das natürliche Interesse der Mütter, höherer Gesellschaft, an Erziehung ihrer Kinder, noch gesteigert durch die vielen Reflexionen der von Erziehungs- fragen erfüllten Zeit, bildet auch einen persönlichen und historischen Rahmen seines Wer- kes. (vgl. Rang 2006, S. 52)

Besonders auffällig ist, dass er von Beginn an viele Hypotaxen, also sehr verschachtelte Satzgefüge, verwendet, welches sein komplexes Denken aber wahrscheinlicher auch ein zielloses Beginnen zeigt. Dies spiegelt sich auch im Inhalt wieder. Er erklärt, dass sein Werk eine „Sammlung von Bemerkungen und Beobachtungen […] fast ohne Zusammenhang“ (Rousseau 2006, S. 101) wäre. Gibt danach sogar zu, nicht absichtlich ein Buch verfasst zu haben. Nach zahlreichen Überarbeitungen seinerseits, veröffentlichte er es in der jetzt vorliegenden Fassung. (vgl. Rousseau 2006, S. 101)

Bescheiden stellt er sich dar, er hätte in der „Zurückgezogenheit“ (Rousseau 2006, S. 101) geschrieben und versucht, als hätte er es geahnt, dass diese Schrift Folgen mit sich zieht, sich im Vorfeld schon zu erklären.

Danach legte er dar, dass er weder die damalige Erziehung kritisieren wollte, noch über die Bedeutung von guter Erziehung diskutieren möchte. (vgl. Rousseau 2006, S. 101) Allerdings übt er Kritik an der damaligen Literatur und Gelehrsamkeit aus, die mehr darauf abzielt die Gesellschaft zu Grunde zu richten und behauptet, dass dies noch als „Nutzen der Allgemein- heit“ (Rousseau 2006, S. 102) dargestellt wird. Folgend nennt er sein Erfordernis: Der Mensch soll herangebildet werden, da durch die Erziehung der Kinder, eine bessere Gesellschaft entsteht. (vgl. Rousseau 2006, S. 102)

Danach kommt er auf den Begriff „Kindheit“ (Rousseau 2006, S. 102) zu sprechen. Diese ist, wie Rousseau schreibt, gänzlich unbekannt und auch mit einem falschen Bild behaftet. Er unterscheidet Kinder von Erwachsenen und bemerkt, dass selbst „die vernünftigsten Leute“ (Rousseau 2006, S. 102) noch über das Wesen Kind unkenntlich seien. Der Frage, was ein Kind vor dem Erwachsenenalter ist, hat er durch Beobachtungen herausgefunden und wird sie in seinem Werk aufzeigen. (vgl. Rousseau 2006, S. 102)

Seine Aussagen, dass seine „Methode falsch“ (Rousseau 2006, S. 102) sein könnte, zeigt einerseits seine Unsicherheit auf dem Gebiet der Pädagogik, lässt ihn aber auch authentisch und annehmbar wirken und schafft so eine Basis zum Leser.

Es folgt die erste Aufforderung: Die Eltern sollen ihre Kinder intensiver kennenlernen und er- forschen. Die Worte in der Befehlsform „ihr kennt sie ganz sicher nicht“ (Rousseau 2006, S. 102) wirken empörend und provozieren eine Gegenreaktion. (vgl. Rousseau 2006, S. 102)

Die Metapher „Gang der Natur“ (Rousseau 2006, S. 102), soll die natürliche Entwicklung des Kindes zeigen und soll seine Methode verbildlichen. Er spornt folgend die Leser indirekt an weiterzulesen, indem er meint, dass sie sein Geschriebenes nicht nachvollziehen können werden. Außerdem versucht Rousseau sich ein weiteres Mal zu erklären. (vgl. Rousseau 2006, S. 102f.) Er nennt sein Buch keine „Abhandlung über Erziehung“ (Rousseau 2006, S. 103) sondern „Träumereien“ (Rousseau 2006, S. 103) seinerseits. Durch rhetorische Fragen bezieht er den Leser mit in seine Rechtfertigung, seine eigene Denkweise darlegen zu dür- fen. (vgl. Rousseau 2006, S. 103)

Nachdem er nun seine Ideen gerechtfertigt offen legen darf und sich auch dazu verpflichtet fühlt, da er der Meinung ist, dass Erziehung zum „Glück oder Unglück der Menschheit“ (Rang 2006, S. 103) führt, wird er richtiges und falsches zu erkennen geben. Er möchte kei- ne Methode vorgeben, die man kennt oder die sich mit einer Bestehenden verbinden lässt, da dadurch das „Gute“ (Rang 2006, S. 104) verderben würde. Die Ziele seiner Methode wä- ren so gegensätzlich der herrschenden Praxis, dass man sich entweder vollkommen der einen oder seiner anschließen soll. (vgl. Rousseau 2006, S. 103f.) Die direkte Anrede der „Väter und Mütter“ (Rousseau 2006, S. 104) soll sie davon überzeugen Rousseau weiterhin zuzuhören und sich darauf einzulassen. Die darauf folgende rhetorische Frage lässt keinen Zweifel mehr zu, dass es ihr eigener Wille wäre, sich seiner Erziehung anzunehmen. (vgl. Rousseau 2006, S. 104)

Danach versucht Jean-Jacques Rousseau jeden Zweifel zu nehmen, indem er seinen Plan der „absolute[n] Richtigkeit […] [und] Leichtigkeit seiner Ausführung“ (Rousseau 2006, S. 104) überprüft. Die Richtigkeit begründet er in der Natur und verdeutlicht dies durch ein Bei- spiel. Seine zweite Abwägung nämlich, ob sein Plan leicht ausführbar ist, lässt er in der „indi- viduellen Anwendung“ (Rousseau 2006, S. 104) untergehen. (vgl. Rousseau 2006, S. 104)

Abschließend endet seine Vorrede damit, dass er verspricht, solange bei allen Kindern seine Methode der Erziehung angewendet wird, dadurch „das Beste für sie selbst und andere“ (Rousseau 2006, S. 105) geschieht. (vgl. Rousseau 2006, S. 105)

4.2. Erstes Buch

In dem ersten Buch des „Emile oder Über die Erziehung“ kritisiert Rousseau die vorherrschenden Verhältnisse seiner Zeit, insbesondere im Hinblick auf die erzieherischen Aspekte. Er möchte darauf aufmerksam machen, dass man den Kindern in der Gesellschaft schlechte Voraussetzungen bietet.

Es werden zuerst Grundgedanken aufgeführt, danach über Wickeln, Nähren und Abhärten gesprochen, der Vater wird als Erzieher erklärt. Folgend wird die Beziehung zwischen dem Erzieher und dem Zögling dargestellt, die Heilkunst, Amme und die erste Pflege wird veranschaulicht, der Tätigkeitsdrang und Launen von Kindern erhellt und über Entwöhnen, Zahnen, feste Nahrung und den Spracherwerb gesprochen. (vgl. Wingenbach 2000)

Er geht also auf den Menschen, welcher der Natur beraubt wird und auf die ersten Jahre des Kindes ein. Genau deswegen, werde ich im folgenden einen Abschnitt aus diesem Buch analysieren. Rousseau zeigt hier einige seiner Ansichten über Neugeborene und Kinder deutlich.

4.2.1. Analyse des Anfangs des ersten Buches

Jean-Jacques Rousseau beginnt sein pädagogisches Hauptwerk mit der wohl zentralsten These seines Denkens, welche auch seine komplette Methode repräsentiert: “Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen” (Rousseau 2006, S. 107). In diesem Zitat geht Rousseau davon aus, dass die Menschen gut geboren werden und danach alles zum negativen hin verändern, die Dinge unnatürlich zu machen. (vgl. Rousseau 2006, S. 107)

Die vielen Akkumulationen, die verwendet werden, lenken die Aufmerksamkeit auf die Natur- metaphorik. Somit auch gleichzeitig auf Jean-Jacques Rousseaus Ziel, die Natur in seiner Methode in den Mittelpunkt zu drängen. „Nichts will er so, wie es die Natur gemacht hat, nicht einmal den Menschen“ (Rousseau 2006, S. 107), schreibt er. Daher ist es notwendig den Menschen zu erziehen. Ohne Leitung nach der Geburt würden die Neugeboren in der Gesellschaft zurechtgestutzt werden und das Gute in sich verlieren. In seinen Anmerkungen weist Rousseau der ersten Erziehung die größte Bedeutung zu und gibt zugleich der Frau die Rolle der Mutter. Diese ist es, die das Kind, welches hier mit einem „heranwachsende[n] Bäumchen“ (Rousseau 2006, S. 107) verglichen wird und wiedereinmal auf die Bedeutsamkeit der Natur und die Nähe des Menschen zur Natur zeigt, vor der Gesellschaft schützen soll. (vgl. Rousseau 2006, S. 107f.)

Die Anapher: „Wir werden schwach geboren und bedürfen der Kräfte; wir werden hilflos ge- boren und bedürfen des Beistandes; wir werden dumm geboren und bedürfen des Verstan- des.“ (Rousseau 2006, S. 109) zeigt, wie Rousseau das Neugeborene sieht. Durch Erzie- hung sollen die Fähigkeiten erlernt werden, die ein Mensch braucht. Selbst wenn diese von Geburt an da wären, würde die Menschheit ohne das Lernen und Wissen über den Ge- brauch „zugrunde“ (Rousseau 2006, S. 109) gehen. (vgl. Rousseau 2006, S. 108f.)

Erzogen werden die Menschen mit Hilfe von drei Lehrern: der Natur, welche für die innere Entwicklung und Fähigkeiten da ist, die Menschen, die den Gebrauch der Kräfte und Fähigkeiten lehren und die Dinge, die durch Sinneswahrnehmung lenken. Da man von den drei Lehrern die Natur am wenigsten beeinflussen kann, müssen sich die anderen beiden Lehrer an der Natur orientieren. Damit sie nicht gegeneinander arbeiten und innere Widersprüche hervorrufen. Sie sollen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sein. Schaffen sie dies, so ist die Erziehung richtig und erfolgreich. Doch Jean-Jacques Rousseau erwähnt direkt, dass dies nicht vollends erreicht werden kann, da der Mensch nie die Natur unter Kontrolle haben wird und sie somit beeinflussen kann. (vgl. Rousseau 2006, S. 109f.)

„Was ist denn dieses Ziel? Es ist die Natur selbst;“ (Rousseau 2006, S. 110) formuliert Rous- seau und versucht im Anschluss die Natur zu erklären. „Natur […] ist nur Gewohnheit“ (Rousseau 2006, S. 110), doch dies widerlegt er durch ein Beispiel natürlicher Art, dass die Gewohnheit die Natur nicht erlöscht. Die Natur soll nicht unterdrückt werden. Sie passt sich den Umständen an, somit sind ihre Gewohnheiten so, wie es die Gegebenheiten erlauben. Ändert man nun die Umstände, so ändern sich auch die Gewohnheiten. Das ist Erziehung. (vgl. Rousseau 2006, S. 110f.)

Die Menschen werden „empfindsam geboren“ (Rousseau 2006, S. 111) und von Geburt an machen die umgebenden Dinge auf verschiedenste Weise Eindruck auf sie. Die Umwelt beeinflusst die Menschen und sobald wir unseren Empfindungen bewusst sind, sind wir fähig sie zu selektieren ob sie angenehm oder unangenehm sind. Dadurch festigt sich ihre Empfindsamkeit und sie können Dinge vernünftig beurteilen. Das ist die „Natur in uns“ (Rousseau 2006, S. 111). (vgl. Rousseau 2006, S. 111)

Besonders wichtig ist auch der Unterschied zwischen Mensch und Bürger, die Rousseau ganz klar von einander trennt, sogar schreibt, dass „sie im Gegensatz zueinander stehen“ (Rousseau 2006, S. 111). Man muss sich entweder für die Natur oder die Gesellschaft ent- scheiden, beide Parteien sind unverbindbar. In der Gesellschaft ist kein Einklang der Lehrer, die so wichtig für die Erziehung sind möglich. Ein Patriot ist „nichts in seinen Augen“ (Rous- seau 2006, S. 112), sondern hat nur Wert in der Beziehung zum Ganzen. Es macht die Ge- sellschaft aus, die Natur dem Menschen zu nehmen und ihn sich für die Allgemeinheit zu un- terwerfen. Ein natürlicher Mensch hingegen, ist in sich selbst Vollständig und hat nur noch „zu sich selbst oder seinesgleichen eine Beziehung“ (Rousseau 2006, S. 112). Daraus ergibt sich, dass die private, häusliche Erziehung an erste Stelle rückt und die öffentliche Erzie- hung, die den Bürger formt, nicht mehr gegenwärtig sei. (vgl. Rousseau 2006, S. 111ff.)

Die häusliche und natürliche Erziehung soll aber auch den „natürlichen Menschen“ (Rousseau 2006, S. 115) auf ein Leben in Gesellschaft vorbereiten. Alle Menschen sind gleich und das Menschsein ist „ihr gemeinsamer Beruf“ (Rousseau 2006, S. 116) geworden. Selbst wenn man in der sozialen Ordnung seinen Rang oder den Beruf wechselt, verliert der Mensch nicht an Wert. „Er wird [immer] in erster Linie Mensch sein“ (Rousseau 2006, S. 116). Somit geht es in der Erziehung darum, dass das Leben, gelebt wird und das ist durch praktische Übungen am besten zu lernen. (vgl. Rousseau 2006, S. 115f.)

Schlussendlich wird Erziehung in so weit verstanden, dass die Selbstentfaltung und das Mensch werden an höchster Priorität steht und dass dafür der Erzieher ideale Bedingungen schafft.

4.2.2. Ein Vergleich Rousseaus und Basedows Ansichten zum Thema Abhärtung des Kindes

Interessant ist das Thema die Abhärtung des Kindes, das Jean-Jacques Rousseau wie folgt darstellt: Die Kinder sollen nicht von ihrer Mutter von allem fern gehalten und dadurch ge- schützt werden. Das wäre wider die Natur und dadurch würden die Kinder an Stärke verlie- ren. Sie würden „verweichlich[en]“ (Rousseau 2006, S. 126) und um so mehr Leid im späte- ren Leben erfahren. (vgl. Rousseau 2006, S. 126 f.)Basedow beschreibt hingegen Metho- den, die Eltern befolgen sollen, welche gut für das Kind sind und beruft sich auf eigen ge- sammelte Erfahrungen, wodurch diese glaubwürdig erscheinen (vgl. Basedow 1771, S. 81f.). Auffällig ist, dass Basedow die Kinder an ein unempfindliches Leben gewöhnen will, was die Aussagen „kälteres Bad“ (Basedow 1771, S.81) oder „ein hartes Lager […] ist […] heilsamer“ (Basedow 1771, S. 82) bestätigen.

Diese unterschiedlichen Meinungen, die nicht mal ein Jahrzehnt voneinander entfernt ver- fasst wurden, sind auf dem zweiten Blick ähnlicher als vermutet. Rousseau vertritt den Standpunkt von der natürlichen Seite her und ist der Meinung, dass negative wie positive Er- fahrungen Kinder reifen lassen und sie durch zu viel Schutz und Abschottung von der Mutter schwach werden. Wie schon zuvor erklärt, wird die Empfindsamkeit des Kindes durch ebensolche Erfahrungen gestärkt. (vgl. Rousseau 2006, S. 111) Basedow ruft zu übertriebenen Methoden oder unnatürlich hergestellten Situationen auf, die ein Kind körperlich Abhärten ohne auf den Geist des Kindes Rücksicht zu nehmen. Verfolgt allerdings ein ähnliches Ziel, nämlich, die Kinder unempfindlicher zu machen. (vgl. Basedow 1771, S. 81f.)

4.3. Zweites Buch

Das zweite Buch, in welchem Rousseau die Jahre zehn bis zwölf des Emile darstellt, ist geprägt von der Sinneswahrnehmung des Kindes.

Den Eltern wird einiges über wahres Glück und Unglück erzählt. Außerdem das Befehlen und Gehorchen beigebracht und es wird über Autorität, Zwang und Freiheit philosophiert. Negative Erziehung, anhand von Beispielen erklärt, von moralischen Belehrungen und Begabungsunterschieden gesprochen und das Gedächtnis, sowie die Urteilskraft des Kindes erhellt. Laufen, Sprachen, Erdkunde, Geschichte, Lesen, unter anderem auch Fabeln, und Schreiben soll dem Kind beigebracht werden. Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit soll sich dadurch eröffnen. Zentral ist ebenso die Übung der Organe und Sinne. Zusätzlich wird auch die Kleidung, der Schlaf und die Ernährung aufgezeigt.

Dadurch wird Emile individuell. Er ist sich nun selbst bewusst und wird zum moralischen, natürlichen Wesen.

(vgl. Wingenbach 2000)

4.4. Drittes Buch

Im dritten Buch, welches das Alter Emiles bis 15 Jahre einschließt, werden zuerst die Kräfte und Bedürfnisse von Kindern veranschaulicht. Danach werden erstmals „Fächer“ unterrich- tet, die Emile vor allem durch Erfahrung und Beobachtung lernt: Erd- und Himmelskunde, durch Naturschauspiele oder der eigenen Umgebung und Physikalische Kenntnisse, durch das beobachten von Kompassen, Luft oder Flüssigkeiten, wobei Emile die Nützlichkeit und die Kenntnis des Lernen des Wissens erkennen soll. Wenig Bücher, eher Kunstfertigkeiten, Handwerk, Gewerbe, Handel und Geldverkehr spielen ebenso eine Rolle. Die Beziehungen Emiles zu anderen wird geschildert und auch festgestellt, dass er nun eine reale Vorstellung von Dingen hat und richtig urteilen kann.

(vgl. Wingenbach 2000)

4.5. Viertes Buch

In dem vierten Buch beschreibt Rousseau die Zeit, in der Emile zum fühlenden Wesen wird. Ab dem 15. Lebensjahr trennt sich der Erziehungsweg von Frauen und Männern. Folgend geht es somit nur noch um die Erziehung des Mannes in der Reifezeit.

Rousseau beschreibt diese Phase als die “zweite Geburt” oder der Eintritt ins Leben. Zuerst führt er eine geschlechtliche Aufklärung an und setzt sich mit menschlichen Gefühlen und sonstigen Kenntnissen auseinander. Körperliche Veränderungen finden statt und die Leiden- schaften entstehen. Der Mensch beginnt fortan, sich als moralisches Wesen innerhalb von Beziehungen zu fühlen. Es entsteht das Bedürfnis geliebt und umsorgt zu werden und auch liebenswert zu sein. Außerdem ist das Geschichtsstudium ein wichtiger Faktor in der weite- ren „Erziehung“. Rousseau zeigt auch seine Erfahrung als Lehrer und erklärt die Wirkung der Mittel, Begriffe, Ideen, Gott oder auch die Religionen. Bei Emile nimmt der Erzieher nun die Rolle als Vertrauter an. Emile ist folgend in der Gesellschaft zu sehen und lernt diese ken- nen. Bei ihm entwickelt sich die Geschmacksbildung, eine Fähigkeit zu urteilen, die er in Theatern studiert. Außerdem lernt er sich zu Vergnügen kennen, welches nur unter Men- schen vorkommt.

(vgl. Wingenbach 2000)

4.6. Fünftes Buch

Das fünfte Buch beginnt mit der Begegnung zwischen Sophie und Emile. Zuerst wird von Rousseau eingeschoben, wie die Erziehung der Frau, hier Sophie, aussieht. Da es keine Gleichheit zwischen den Geschlechtern gibt, gibt es auch nicht dieselbe Erziehung. Die Be- stimmung der Frau ist es Kinder zu bekommen und sie und ihren Mann zu lieben und ihnen ein Heim zu schaffen. Dabei muss sie dem Mann gehorchen und ihm das Leben angenehm machen. Folglich wird die Persönlichkeit der Sophie beschrieben und auch Emile lernt die kennen und lieben. Die Voraussetzungen für eine gute Ehe werden erklärt, doch vor der Hochzeit muss Emile seine Sophie verlassen um auf Weltreise zu gehen. Dort macht er politische Erfahrungen und lernt andere Länder und ihre Regierungen kennen. Hier entwi- ckelt Rousseau wahrscheinlich die Grundgedanken zum Contract Social, seinem Werk, wel- ches er nach „Emile“ schreibt. Dann kehrt er zu Sophie zurück und kann nun endlich heira- ten. Das Buch endet damit, dass Emile und Sophie ein Baby bekommen und Emile sich bei seinem Lehrer und Erzieher für die Erziehung bedankt.

(Wingenbach 2000)

5. Rousseaus Erziehungsmethoden

Nachdem ich nun auf das Werk des „Emile oder über die Erziehung“ eingegangen bin, werde ich folgend Jean-Jacques Rousseaus Erziehungstheorie kurz zusammenfassend darstellen.

5.1. Der Erzieher

Rousseau beschreibt einen Erzieher, der in der heutigen Zeit nicht als Erzieher verstanden würde. Da die Erwachsenen in der verdorbenen Gesellschaft, nach Rousseau, aufgewachsen sind und somit den Kindern ihr eigenes Verderbnis vorleben würden, muss der werdende Naturmensch von ihnen abgetrennt werden und von einem Phantom von Erzieher gelenkt werden. (vgl. Wingenbach 2000)

Rousseau hebt die Unabhängigkeit des Kindes von direkter menschlicher Einwirkung hervor, fordert aber gleichzeitig ein enges Verhältnis zwischen Erzieher und Zögling um Erziehung realisierbar zu machen. Souveränität des Erziehers ist hier die Voraussetzung. (vgl. Koh 2005, S.58)

Der Erzieher steht damit ausschließlich im Dienste der Natur des Kindes und muss sich selbst ganz zurücknehmen. Rousseau versteht also unter Erziehung in der Kindheit eine Ge- staltung der naturwissenschaftlichen Grundlage. Es geht ihm nur um das Kind und um des- sen Entdeckung der Welt. Dies darf nicht durch Erwachsene gestört werden. (vgl. Koh 2005, S. 58)

5.2. Negative Erziehung

„Rousseau ist davon überzeugt, dass […] die Natur will, dass Kinder Kinder sind, bevor sie zum Erwachsenen werden“ (Koh 2005, S. 56). Davon ausgehend sollen Kinder von der Er- wachsenenwelt und ihren Urteilen ferngehalten werden. „Haltet eurem Zögling keine weisen Reden, er muss durch Erfahrung klug werden“ (Rousseau 2006, S. 210). Erziehung vollzieht sich nach Rousseau nicht durch unmittelbares Einwirken und Lenken des Erziehers, sondern durch natürliche Erfahrungen des Zöglings. Rousseau nennt dies „negativ[e]“ (Rousseau 2006, S. 213) Erziehung.

5.3. Indirekte Erziehung

„Laßt ihn immer im Glauben, er sei der Meister, seid es in Wirklichkeit aber selbst. Es gibt keine vollkommenere Unterwerfung als die, der man den Schein der Freiheit zugesteht. [...] Seine Arbeiten, seine Spiele, sein Vergnügen und sein Kummer - liegt nicht alles in euren Händen, ohne daß es davon weiß? Zweifellos darf es tun, was es will, aber es darf nur das wollen, von dem ihr wünscht, daß es es tut“ (Rousseau 2006, S. 265f.). Durch das Arrangie- ren von Lernsituationen verfügt der Erzieher immer über eine indirekte Möglichkeit der Steuerung und Kontrolle der Erziehung des Kindes.

6. Fazit

Die vorliegende Hausarbeit verdeutlicht alles Rund um Jean-Jacques Rousseau und seine Erziehungstheorie, von welcher sich auch Rousseaus Bild vom Kind ablesen lässt.

Nachdem ich nun zuerst, die historische Einordnung vorgenommen habe, also die ideenge- schichtliche Epoche der Aufklärung, welche auf das 17. und 18. Jahrhundert datiert ist und zum Ziel die Freiheit eines jeden Individuums zur Selbstbestimmung, kurz erläutert hab, bin ich danach auf die Gesellschaft zu dieser Zeit eingegangen. Die Veränderungen in der Fami- lie zogen auch einen Aufschwung der Erziehung der Kinder mit sich. Erziehung wurde durch das vermehrte Interesse der Mütter und Väter und durch neue Literatur ein zentrales Ele- ment dieser Zeit. Folgend wurde Jean-Jacques Rousseaus Leben erhellt. Dieser, der am liebsten in der Abgeschiedenheit lebte und dort auch seine Werke verfasste, hatte ein aufre- gendes Leben und lässt einen dadurch hinter seine Werke blicken. Danach bin ich auf das Buch „Emile oder über die Erziehung“ eingegangen. Zuerst auf das Vorwort, in welchem Rousseau erklärt warum er den „Emile“ geschrieben hat und dass er den Lesern das Kind näher bringen möchte. Hier zeigt sich schon, dass der Weg der Natur der für ihn einzig Rich- tige ist. In seinem ersten Buch wird verdeutlicht, dass er das Kind nicht als unvollständigen Erwachsenen sondern als eins von Geburt an eigenes, unschuldiges und gutes Wesen an- sieht, es allerdings schwach, empfindlich und hilflos ist. Es braucht Erziehung um seine Fä- higkeiten durch Erfahrungen und Entdeckungen auszubilden. Auch negative Erfahrungen sind ihm wichtig, da das Kind dadurch seine Empfindsamkeit stärkt. Dabei helfen die drei Lehrer: die Natur, der Mensch und die Dinge. Es lernt zu urteilen und wird zum natürlichen Menschen erzogen. Dies ist nur möglich, wenn das Kind sich außerhalb der Gesellschaft be- findet und dort ohne direkte Eingriffe des Erziehers, der also nur im Hintergrund die Erzie- hung lenkt und kontrolliert, nach dem natürlichen Plan aufwächst. Die frühe Einbindung in das Erwachsenenleben, bevor es sich in seiner Ganzheit entfaltet hat, erklärt Rousseau für schlecht.

Mir hat sich die Frage gestellt, wie kann Jean-Jacques Rousseau ein Buch über Erziehung verfassen, indem er sich ein fiktives Kind ausdenkt und an ihm die natürliche Erziehung voll- zieht, nachdem er seine eigenen Kinder in einem Kinderheim hat unterbringen lassen. „Ein Kind würde seine Karriere belasten und seinen Selbstversuch, die Unabhängigkeit beenden.“ (Klinggräff/ Smoltczyk 2012) Eine andere Quelle behauptet: „Rousseau sagt von sich selber, daß er niemals in der Lage wäre die Aufgaben eines Erziehers zu erfüllen. Aus diesem Grun- de schreibt [er] über die Erziehung, da er glaubt, so von größerem Nutzen zu sein“ (Wingenbach 2000). Wenn man sein Leben versteht und sich in seine Lage versetzt, ist sein Handeln vielleicht nachvollziehbar aber nicht edelmütig.

Außerdem frage ich mich, kann man in der heutigen Zeit der Genforschung noch die These des von Natur aus guten Menschen aufrechterhalten? Wir tragen alle nachgewiesenerma- ßen eine Reihe tierischer oder natürlicher Triebe in uns, die positiv aber auch negativ sein können, und unter Umständen z.B. den Egoismus fördern können. Außerdem denke ich, dass die Gesellschaft den Menschen auch positiv prägen kann. Die gesellschaftliche Ord- nung und die Vielzahl von Vorbildern hat uns zu dem gemacht, wie wir Menschen im 21. Jahrhundert nun sind. Wo müssten wir hin denken, wenn wir den Gedanken „Zurück zur Na- tur“ verfolgen würden. Das Leben in der Zivilisation aufgeben und gegen ein einsames Le- ben in den Wäldern, ohne den gewohnten Luxus, eintauschen würden. Unvorstellbar.

Schlussendlich lässt sich aber sagen, dass Jean-Jacques Rousseau auch noch das heutige Bild vom Kind geprägt hat und ihm die Kindheit, also die Zeit zum Entwickeln und Genießen gegeben hat.

7. Literaturverzeichnis

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20 von 20 Seiten

Details

Titel
Jean-Jacques Rousseaus Erziehungstheorie mit besonderem Blick auf sein Bild vom Kind
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V278683
ISBN (Buch)
9783656714415
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rousseau, Bild vom Kind, Aufklärung, Emile oder über die Erziehung, Rousseaus Erziehungsmethoden
Arbeit zitieren
Verena Kramps (Autor), 2013, Jean-Jacques Rousseaus Erziehungstheorie mit besonderem Blick auf sein Bild vom Kind, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278683

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