Elektronische Musik im 21. Jahrhundert. Enstehung, Künstler und Arten


Facharbeit (Schule), 2015
16 Seiten, Note: 12 Puntke

Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Definition

2. Vorgeschichte und Entstehung

3. Musikrichtungen/-stile
3.1. Disco
3.2. House
3.3. Techno
3.4. Electro
3.5. Dubstep

4. Bekannte Interpreten und Songs
4.1. die zur Entstehung beigetragen haben
4.2. die heute produzieren/gehört werden:
4.3. in/aus Deutschland:

5. Filme, Spiele, Festivals und Medien:
5.1. Filme:
5.2. Computerspiele:
5.3. Festivals

6. Die Frage der Urheberrechtsverletzung:

7. Quellen:

8. Begriffserklärungen:

1.Definition

Elektronische Musik ist Musik, die (zum Teil) durch elektronische Klangerzeuger hergestellt wird. Bis 1950 war dieses so definiert, dass Musik als elektronisch galt, sobald bei einem Lied in irgendeiner Art und Weise Strom beteiligt war. Nach diesem Prinzip würden heute allerdings alle Lieder als elektronische Musik gelten, allein aufgrund der Verstärker und Lautsprecher, weshalb man seitdem Werner Meyer-Epplers Definition benutzt. Dieser verwendete den Begriff erstmals 1949 im Untertitel eines seiner Bücher (Elektrische Klangerzeugung: Elektronische Musik und synthetische Sprache).1

2. Vorgeschichte und Entstehung

Vor den 1950ern gab es zwar noch kaum technische Mittel zur Komposition elektronischer Musik, wie wir es heute kennen, jedoch gab es trotzdem schon Anfänge und Entstehungen von Musikern und Komponisten, die was neues im Sinn hatten. Schon im Jahre „1867 konstruierte der Direktor der Telegraphenfabrik Neuchâtel Hipp ein elektromechanisches Klavier“. Das erste Elektromechanische Musikinstrument. welches auch (1896) zum Patent angemeldet wurde, ist das Telharmonium (auch: Dynamophon genannt). Erfunden wurde es von Thaddeus Cahil. Er produzierte 3 Exemplare, wobei leider keins erhalten blieb und es auch keine einzige Aufnahme dieser Musik gibt. Der Grund dafür ist, dass das Telharmonium die Musik nur über Telefone wiedergeben konnte, da es keinen richtigen Tonabnehmer hatte. Obwohl es nach dem Prinzip eines Zahnradgenerators arbeitete, musste es dennoch laut genug sein, um über die Telefone gehört zu werden. Deswegen war das Instrument auch sehr groß und um die 200 Tonnen schwer, was einen Transport für ein Konzert sehr aufwendig machte. Somit wurde das Telharmonium nicht zum großen Erfolg, anders als 1928 das Theremin, welches nach dessen Erfinder Leon Theremin benannt wurde. Dieses wird sogar noch heute immer wieder weiterentwickelt und produziert, da es die Besonderheit hat, dass es bis heute das einzige Instrument ist, welches ohne eine wirkliche Berührung gespielt werden kann. Man verändert nur den Abstand zwischen seinen Fingern und der Antenne um die Höhe und Lautstärke eines Tons zu ändern. Zudem brauchte dieses Instrument keinen Tonabnehmer und war auch ohne enorme Größe laut genug. Auch wichtig für die spätere Entwicklung war das Trautonium, welches 1930 von Friedrich Trautwein und Oscar Sala entwickelt wurde. Es hat optisch gesehen große Ähnlichkeiten zu einer kleinen Orgel und ist sozusagen der Vorläufer der heutigen Synthesizer und Keyboards. welche später vor allem in der elektronischen Musik eine große Rolle spielten. ²

Erste Gedanken zu etwas Neuem im Hinblick auf die Musik und auch einzelner Instrumente und Klangerzeugungen wurden dann 1951 mit dem Bau des weltweit ersten elektronischen Studios in Köln umgesetzt. Gegründet wurde dieses von dem Physiker Werner Meyer-Eppler, dem Tonmeister Robert Beyer, dem Techniker Fritz Enkel und dem Komponisten Herbert Eimert nachdem das NWDR den Bau des Studios in Auftrag gegeben hatte. Allerdings ging es den Gründern eher um die Klangfarben. Anders war dies bei den Nachfolgern, unter ihnen Karlheinz Stockhausen, die im Studio arbeiten durften. Sie entwickelten das Prinzip der Kontrolle der Klangfarbe und entwickelten zum ersten Mal in der Geschichte ein System, dass die Töne sehr genau traf, genauer als die Melodienschriften, die es bis dahin gab. Man konnte zum ersten Mal einen Ton leicht „downpitchen/hochpitchen“, wie man heute sagen würde, was bedeutet, dass man weniger als einen Halbton hoch bzw. runter geht. Allein das war schon sehr prägend für die weitere elektronische Musik.2 3

3. Musikrichtungen/-stile

3.1. Disco

Disco ist eine elektronische Tanzmusikrichtung, die in den 70ern sehr beliebt war und auch das Lebensgefühl, die Mode und das allgemeine Denken der Generation, die zu den Disco-Hits getanzt und sie gehört haben, beeinträchtigt haben. Typisch sind etwa 100-120 BPM und ein groovender Beat, der meist aus einem fetzigen Bass (oft mit der Betonung auf jedem zweiten Achtel), Gitarre, Bläsern. Streichern und E-Drums (also elektrischem Schlagzeug) besteht und im Vordergrund steht, im Gegensatz zum Text, zum Gesang und zur Melodie, die eher im Hintergrund stehen, da es eher um den Groove und das Tanzen geht.

Entstanden ist Disco in der Mitte der 60er, abgeleitet von der Pop- und Funkmusik, aber auch mit elektronisch erzeugten Tönen gemixed. Nachdem 1969 in Teilen Amerikas das Tanzverbot für Homosexuelle aufgehoben wurde, entstanden die ersten „Schwulenbars“, in denen Disco sehr beliebt war und immer populärer wurde. Letztendlich verbreitete es sich sogar so weit, dass auch Radiosender begannen Disco-Songs zu senden. Die Songs wurden nun auch von vielen Heterosexuellen gehört, wodurch diese es in die Charts schafften und die Rockmusik langsam verdrängte. Abgelöst wurde Disco in den 80ern, in denen man begann House und Pop zu hören.

3.2. House

House ist eine elektronische Tanzmusik, die in den 80er Jahren in den USA entstand. Typisch sind ein 4/4-Takt, die Bassdrum auf jeder Viertelnote, BPM von zwischen ca. 110 und 130, eine Snare oder (Hand)claps auf jeder zweiten Viertelnote.

House ist zudem einer der ersten wirklichen elektronischen Musikrichtungen und der Vorgänger von Techno, was sich oft am Aufbau, der Struktur und an den typischen rhythmischen Elementen bemerkbar macht, mit dem Unterschied, dass die BPM oft niedriger ist und die Bassdrum nicht so bassvoll bzw. tief klingt wie bei Techno Liedern. Vorgänger allerdings war die Musikrichtung Disco, die vor allem in den 70ern sehr beliebt war. Zudem wird House, wie auch andere Musikgattungen, in weitere Musikstile eingeteilt, wie zum Beispiel Disco House, welches den Anfang der House Musik machte, Vocal House, welches sich eher auf die Melodien und den Gesang konzentriert oder Big Room, wozu eher Partylieder zählen, zu denen vor allem heute getanzt wird.

Der Name „House“ kommt vom Namen des ersten Clubs, in dem diese Musikrichtung aufgelegt wurde, dem „Warehouse“ in Chicago.

3.3. Techno

Der chronologische Nachfolger der House Musik ist Techno. Der Begriff kommt tatsächlich von einem einfachen Schallplattenverkäufer aus Deutschland, der zu seiner Zeit eine reichliche Sammlung von elektronischen Liedern besaß. Er sortierte diese nach einer eigenen Musikrichtung, nannte dieses Techno und eröffnete später einen gleichnamigen Club.

Von der Struktur her ähnelt Techno der Musikrichtung House sehr stark, insbesondere das Schlagzeug bzw. der Rhythmus. wobei der Unterschied vor allem in der Bassdrum liegt. die beim Techno viel mehr Bässe hervorwirkt und meist das Fundament eines Techno Songs bildet. Zudem ist die BPM Zahl beim Techno oft viel höher als bei den meisten Liedern, was beim hören oder tanzen aufgrund der Bassdrum kurzzeitig sogar zu einem höheren Herzschlag führen kann.

Erste Werke nach dieser Beschreibung kamen, wie auch beim House, von der Band Kraftwerk, die die Elektronische Musik revolutioniert und zum Teil auch erfunden haben. Es gibt auch in dieser Musikrichtung noch weiter Stile, die dem Techno ähneln oder untergeordnet sind, wie dem House-Techno, der als erstes entstand oder dem Hardstyle, der noch mehr Bässe und oft eine noch höhere BPM-Zahl enthält.

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Details

Titel
Elektronische Musik im 21. Jahrhundert. Enstehung, Künstler und Arten
Note
12 Puntke
Autor
Jahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V293964
ISBN (eBook)
9783656917397
ISBN (Buch)
9783656917403
Dateigröße
724 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elektronische Musik, Genre, House, Electro, Dubstep, Kraftwerk, David Guetta
Arbeit zitieren
Jannik Lenke (Autor), 2015, Elektronische Musik im 21. Jahrhundert. Enstehung, Künstler und Arten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293964

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