Umsturzbewegungen in Osteuropa 1989. Wie kam es 1989 zur Revolution in Rumänien und inwiefern hat ein Systemwechsel stattgefunden?


Seminararbeit, 2005
10 Seiten, Note: 2,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Politische Entwicklung bis

3 Politische Entwicklung seit 1989

4 Bilanz von

5 Literaturverzeichnis

1 Einführung

Der eigentliche Umbruch in Osteuropa begann bereits mit den Umsturzbewegungen in Polen und Ungarn, deren Beispiel die DDR mit dem Mauerfall in Berlin am 9. November 1989 folgte und die eine Art Vorbilder für die Aufstände sowohl in der Tschechoslowakei als auch in Rumänien waren. So war Rumänien das letzte Land, das sich dem Kommunismus endgültig entzog und sich somit einen neuen Weg Richtung Westen und damit näher zur Demokratie ebnete.

Durch die Umsturzbewegungen haben die früheren kommunistischen Länder Osteuropas eine grundlegende Veränderung erfahren. So kam es zum Beispiel zu einer fortschreitenden Entwicklung der Gesellschaft, der Kultur, des Rechtsstaats, zu einer bedeutenden Veränderung der Marktwirtschaft und zu einer Annäherung an demokratische Züge im Hinblick auf die Politik. Man sprach dabei sogar von einem „Modernisierungsvorgang“, durch den man sich einen zuversichtlichen Weg aus der Krise, die durch den Kommunismus und dem Verzicht am wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Fortschritt teilzunehmen, hervorgerufen wurde, erhoffte.

Diese Zeit wird daher oft als Systemwechsel bezeichnet, der nach der Revolution 1989 weitgehend in faste allen osteuropäischen Ländern sichtbar wurde. In Rumänien erhoffte man sich durch den so genannten Systemwechsel mehr politische Stabilität, Sicherheit und vor allem Wohlstand. Das war aber vorerst nicht in dem Maße realisierbar, so dass es dem Land gerecht hätte werden können, da Demokratisierungsprozesse zerfielen und kritische Situationen in den neunziger Jahren beinahe zu einem Bürgerkrieg hätten führen können.

„In nahezu allen südosteuropäischen Staaten waren und sind - gleichsam als Hypothek der sozialistische Fehlentwicklungen, aber auch aus anderen Gründen - erhebliche wirtschaftliche Übergangs- und Anpassungsschwierigkeiten, massive soziale Probleme sowie sozialstrukturelle Verwerfungen zu konstatieren“. [Vgl. Klaus Müller, Postsoziale Krisen, Theoretische Ansätze und empirische Befunde, Opladen 1998]

2 Politische Entwicklung bis 1989

Um die Ursachen der Rumänischen Revolution im Jahr 1989 zu verdeutlichen, sollte man die geschichtliche politische Entwicklung des Landes ab den siebziger und besonders ab den achtziger Jahren genauer betrachten, da zu dieser Zeit Nicolae Ceausescu, ein Kommunist, Staatspräsident Rumäniens war und er für die Umsturzbewegungen in seinem Land verantwortlich war.

Damals stand Rumänien, wie weitere Staaten Osteuropas, unter der kommunistischen Herrschaft der Sowjetunion. Bis 1989 war die Rumänische Kommunistische Partei, die von 1948 bis 1965 Rumänische Arbeiterpartei hieß, die führende Partei. Der langjährige Generalsekretär der Partei, Nicolae Ceauşescu, besaß umfassende Machtbefugnisse, und die Kommunistische Partei bestimmte die Politik. „Das rumänische Regime unter Nicolae Ceausescu lehnte Gorbatschows Reformen kategorisch ab“. [Vgl. Georges Castellan, Histoire de la Roumanie, Paris, 1984]

Rumänien setzte also seinen Kurs nach einer „nach allein Seiten geöffneten“ Außenpolitik zur Missbilligung der Sowjetunion, fort. In den darauf folgenden Jahren wurden die Beziehungen Rumäniens zum Westen immer besser. So wurde Rumänien 1975, nach einem erneuten Besuch Ceausescus in den USA, zum „besonders bevorzugten Staat“ ernannt, wobei daraufhin beide Staaten ein Wirtschaftsabkommen schlossen und Rumänien immer mehr am westlichen Fortschritt teilzunehmen schien. Dies zeigt sich schon 1972 durch den Beitritt zum Internationalen Währungsfond und der Weltbank und der Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrages mit Ungarn.

Während jedoch im Hinblick auf die Außenpolitik ein internationaler Kurs verfolgt wurde, herrschten in der Innenpolitik völlig gegensätzliche Verhältnisse. Der damalige Staatspräsident errichte schon als Staatsratsvorsitzender ende der sechziger Jahre ein diktatorisches Regime, das vom rumänischen Geheimdienst, der so genannten Securitate gestützt wurde. So gelang es ihm gegen alle sich entgegensetzenden Führungskräfte zu stellen und gegen sie vorzugehen. Als er 1975 als Staatspräsident wieder gewählt wurde, strukturierte er Partei und Regierung um und setzte ein gewaltiges Programm zur Industrialisierung des Agrarstaates Rumänien um, das jedoch auch mit umfangreichen Zwangsumsiedelungen verbunden war.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Umsturzbewegungen in Osteuropa 1989. Wie kam es 1989 zur Revolution in Rumänien und inwiefern hat ein Systemwechsel stattgefunden?
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die Politische Wissenschaft
Note
2,0
Jahr
2005
Seiten
10
Katalognummer
V294672
ISBN (eBook)
9783656924111
ISBN (Buch)
9783656924128
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umsturzbewegungen, osteuropa, revolution, rumänien, systemwechsel
Arbeit zitieren
Anonym, 2005, Umsturzbewegungen in Osteuropa 1989. Wie kam es 1989 zur Revolution in Rumänien und inwiefern hat ein Systemwechsel stattgefunden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294672

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Umsturzbewegungen in Osteuropa 1989. Wie kam es 1989 zur Revolution in Rumänien und inwiefern hat ein Systemwechsel stattgefunden?


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden