Jugendopposition während des NS-Regimes. Analyse der "Edelweißpiraten" und der Swing-Jugend


Seminararbeit, 2014
27 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie jugendlicher Subkulturen

3. Die Edelweißpiraten
3.1 Soziale Herkunft.
3.2 Gründe des oppositionellen Verhaltens
3.3 Formen der Disparität.
3.4 Verfolgung und Bekämpfung durch das NS-Regime

4. Die Swing-Jugend
4.1 Soziale Herkunft
4.2 Gründe des oppositionellen Verhaltens.
4.3 Formen der Disparität
4.4 Verfolgung und Bekämpfung durch das NS-Regime

5. Vergleich der Edelweißpiraten und der Swing-Jugend

6. Fazit / Analyse - Handelt es sich bei den beschriebenen Gruppen um jugendliche Subkulturen?

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende Arbeit mit dem Titel ''Jugendopposition während des NS-Regimes - Analyse der Gruppen Edelweißpiraten und Swing-Jugend'' beschäftigt sich mit den beiden Gruppen Edelweißpiraten und Swing-Jugend, die schon vor dem zweiten Weltkrieg entstanden und eine oppositionelle Haltung zum System des NS-Regimes und der Hitler-Jugend hatten. Beide lehnten die Werte und Normen der Gesellschaft des dritten Reiches ab, da sie mit den Werten ihrer eigenen Ideologie von individueller Freiheit und Selbstentfaltung kollidierten. Aufgrund dessen wurden beide Gruppen vom NS-Regime verfolgt und bekämpft. Die Angehörigen der Edelweißpiraten entstammten der Arbeiterschaft und fanden sich spontan zusammen. Gemeinsame Gruppenfahrten, bei denen sie Lieder sangen die an die Traditionen der Bündischen Jugend anknüpften, waren eine typische Beschäftigung der Mitglieder. Ein wichtiges Erkennungszeichen war ihr betont lässiger Kleidungsstil.

Die Swing-Jugend bestand aus Jugendlichen ''besseren Herkommens'', die sich aufgrund ihrer Liebe zur Swing- und Jazzmusik in verschiedenen Großstädten zusammenschlossen. Die Angehörigen trafen sich, hörten gemeinsam Musik und tanzten zu dieser. Typisch war ihr Kleidungsstil, der sich an der eleganten Kleidung der Swing-Musiker orientierte.

Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, ob die beiden Gruppen den jugendlichen Subkulturen zugehörig sind. Dabei wird wie folgt vorgegangen: Zunächst wird eine allgemeine Einführung in die Theorie jugendlicher Subkulturen gegeben, in der die typischen Merkmale von jugendlichen Subkulturen erläutert werden. Danach werden die beiden Gruppen Edelweißpiraten und Swing-Jugend vorgestellt, indem auf ihre soziale Herkunft, die Gründe ihres oppositionellen Verhaltens, die Formen ihrer Disparität und die Verfolgung und Bekämpfung durch das NS-Regime eingegangen wird. Im nächsten Kapitel folgt ein kurzer Vergleich der beiden Gruppen, um dann im letzten Kapitel anhand der vorherigen Erläuterungen und Ergebnisse zu analysieren, ob es sich bei den beiden Gruppen um jugendliche Subkulturen handelt.

2. Theorie jugendlicher Subkulturen

Nach Brake geht die Verwendung des Begriffs ''Subkultur'' in der Soziologie auf McLungLee (1945) und M. Gordon (1947) zurück, die Subkulturen als Subsysteme der nationalen Kultur sahen. Subkulturen sind demnach sektorisierte Kulturen mit verschiedenen Sozialisationsformen, die in jedem komplexen Gesellschaftssystem vorhanden sind. (vgl. Brake 1981, 15) Als Teil dieser Gesellschaft unterscheiden sie sich in ihren Institutionen, Bräuchen, Werkzeugen, Normen, Wertordnungssystemen, Präferenzen, Bedürfnissen usw. wesentlich von der herrschenden Klasse. (vgl. Schwendter 1993, 11) Sie müssen sich also mit ihren Verhaltensnormen, Wertmaßstäben und ihrem Lebensstil gegenüber der dominanten Kultur der herrschenden Klasse behaupten. (vgl. Brake 1981, 15) Hollstein beschreibt, dass sich die progressiven1 Subkulturen als entschiedene Opposition zum bestehenden System ausdrücken und auch so verstanden werden wollen. (vgl. Schwendter 1993, 11)

In komplex verästelten Gesellschaften gibt es also immer mehrere Kulturen, deren Mehrzahl aus Klassenkulturen besteht. Dabei sind die Subkulturen als Subsysteme dieser ''großen kulturellen Konfigurationen'' zu begreifen. Sie beinhalten Elemente der Klassenkultur, die auch als Stammkultur / parent culture bezeichnet wird, heben sich jedoch gleichzeitig von ihr ab. (vgl. Brake 1981, 16-17) Kennzeichnend für Subkulturen ist, dass sie die Legitimität der herrschenden Kulturideologie infrage stellen. (vgl. ebd., 30) Sie sind rebellisch und stehen teilweise in radikaler Kontroverse zur Gesellschaft, weshalb sie von einigen Menschen gefürchtet und als bedrohlich empfunden werden. (vgl. ebd., 30,36) Beispiele für Subkulturen sind Rocker, Skinheads und Punks. (vgl. ebd., 89-97) Jugendliche Subkulturen bestehen aus einer Gruppe Gleichaltriger mit spezifischem Normensystem, (vgl. Schwendter 1993, 32) spezifisch ausgeprägtem Lebensstil, eigenen Wertmaßstäben und Verhaltensnormen. Brake erläutert, dass Kultur deshalb als ''historisch gewachsenes Netz von Metaphern, Symbolen und Bedeutungen'' betrachtet werden muss, die sich von Einzelpersonen potentiell zu eigen gemacht werden können. Subkulturen verdeutlichen also allein durch ihre Existenz und alternativen Ausprägungen eine kulturelle Vielfalt. (vgl. Brake 1981, 18) René König geht von einer Teilkultur innerhalb der jugendlichen Subkultur aus, die mit den Normen der Erwachsenen kollidiert. (vgl. Schwendter 1993, 29) Jugendliche Subkulturen entstehen/finden Zuwachs aufgrund der im Folgenden erläuterten Ausgangslagen, in denen sich die Jugendlichen befinden. Die Subkultur bietet ihnen in dieser Situation eine Art Heimat.

1. Subkulturen finden sich zusammen, um kollektiv erfahrene Schwierigkeiten und strukturelle Probleme zu lösen und einen Ausweg zu finden. (vgl. Brake 1981, 33) Dieser Ausweg stellt oft nur eine Scheinlösung (imaginary) dar, da es sich dabei um einen ideologischen Versuch handelt, reale Probleme, die anders nicht zu verarbeiten sind, scheinhaft zu lösen (magically). (vgl. ebd. 31) 2. Wenn sich Jugendliche nicht mehr mit ihrer Arbeit, ihrem Schulalltag oder ihrer Familie identifizieren können, werden Subkulturen oft zum kulturellen Orientierungspunkt, aus dem sich dann eine neue Identität entwickelt. 3. Die Möglichkeit in der Subkultur eine Alternative zur sozialen Wirklichkeit zu leben, zieht viele Jugendliche an. 4. Das Leben in der Subkultur wird als sinnvolle Freizeitgestaltung gesehen, die im Gegensatz zur eintönigen Arbeitswelt steht. 5. Subkulturen bieten einen individuellen Ausweg aus existentiellen Problemen und bieten die Möglichkeit der Identitätsfindung ausserhalb von Schule und Beruf. (vgl. ebd., 32-33) Subkulturen gelten gegen Ende der Schulausbildung als besonders attraktiv, wenn festgestellt wird, dass die Schulausbildung in Bezug auf die Berufsaussichten zwecklos war. (vgl. ebd., 31)

Jugendliche Subkulturen mit besonders deviantem Verhalten bilden sich meist aus Angehörigen der Unterschicht, da diese von ökonomischen Krisen am meisten betroffen sind. Für die Arbeiterjugendlichen stellen sie einen starken emotionalen Rückhalt dar, da sie eine glückliche Alternative zur oft als trist empfundenen Welt bieten. (vgl. ebd., 30-31)

Charakteristisch für alle Subkulturen ist ihr jeweiliger Stil (style), der aus den drei Hauptkomponenten ''Image'', ''Haltung'' und ''Jargon'' besteht. Das ''Image'' äußert sich über das Erscheinungsbild. Dabei sind Beispiele für den Ausdruck des ''Images'' einer Subkultur die Frisur, Klamotten und Schmuck. Die ''Haltung'' äußert sich beispielsweise in der Körpersprache und dem körperlichen Ausdruck.

Mit ''Jargon'' ist ein spezielles Vokabular/Slang gemeint, das innerhalb der Subkultur verwendet wird. Durch den Stil einer Subkultur, der lediglich ein lockeres Verhaltensgerüst darstellt, nehmen die Zugehörigen eine neue Rolle ein und fühlen sich so der Subkultur zugehörig. Im Stil ist eine Aussage über die Identität enthalten, die sich innerhalb der Subkultur durch die Interaktion der Angehörigen bildet. Der Stil muss dabei dem gewünschten Image eine natürliche Authentizität verleihen. (vgl. ebd., 19-21)

3. Die Edelweißpiraten

Das Auftreten der Edelweißpiraten ist seit Mitte der dreißiger Jahre festzustellen. Jedoch gab es auch schon vor 1933 Vorläufer der Edelweißpiraten, nämlich die sogenannten Kittelbachpiraten und Wandergruppen am Niederrhein. Die Mitglieder entstammten der Arbeiterschaft und fanden sich spontan zusammen. (vgl. Peukert 1988, 56) 1941 wurde in Oberhausen durch Mitarbeiter des HJ- Streifendienstes festgestellt, dass sich eine größere Anzahl Jungs zu Gruppen zusammengeschlossen haben, die sich als Angehörige der Kittelbachpiraten und in einigen Fällen der Edelweißpiraten bezeichneten. (vgl. ebd., 61) Zu dieser Zeit, Anfang der vierziger Jahre, wurde die Bezeichnung ''Edelweißpirat'' synonym für nonkonformes Jugendverhalten im rheinisch-westfälischen Industriegebiet verwendet. Die Zahl der Edelweißpiraten in Köln ging zur Mitte des Zweiten Weltkrieges in die Tausende. (vgl. Hellfeld 1991, 139) Im Frühjahr 1942 machten sich die Edelweißpiraten in der Öffentlichkeit durch Fahrtengruppen bemerkbar, die aus männlichen und weiblichen Jugendlichen bestanden. Die Aufzeichnungen eines Kölner Jugendrichters von November 1943 dokumentieren, dass sich das Erscheinungsbild der Edelweißpiraten nach Kriegsbeginn verstärkte. Die Jugendlichen trafen sich abends in der Altstadt und waren sich selbst überlassen. Charakteristisch für die Edelweißpiraten waren Gruppen-Fahrten und fast tägliche Treffen, die zum Beispiel an Straßenecken, in Torwegen oder Gastwirtschaften stattfanden. Dort sangen die Angehörigen gemeinsam Lieder und erzählten über Fahrtenerlebnisse und Straftaten, die sie angeblich begangen haben. Die Inhalte der gesungenen Lieder gehen teilweise auf die Bündische Jugend2 zurück und ein großer Teil der Lieder war russisch. (vgl. Klönne 2008, 258-260) Die Anknüpfung an die Traditionen der verbotenen Bündischen Jugend wurde bewusst vorgenommen. Die Lieder enthielten ein freiheitliches, romantisches Bild des Jugendlebens, das sich die Edelweißpiraten im Gegensatz zum Zwang von NS und Hitlerjugend ersehnten. (vgl. ebd., 265) Auf ihren Wanderungen führten die Angehörigen Klampfen mit, um die Fahrten- und bündischen Lieder zu singen. Sie übernachteten entweder draußen, in Zelten, bei Bauern oder in Scheunen, wie die Stapoleitstelle Düsseldorf berichtete. Weiter wurde berichtet, dass die ''allgemeine sittliche Verwahrlosung'' der Jugendlichen sich besonders auf Plätzen, bei denen eine unbeaufsichtigte Gelegenheit zum Baden, wie zum Beispiel auf den Rheinwiesen, bemerkbar machte. Es wird berichtet, dass die Jungen und Mädchen der Gruppe zusammen nackt badeten und zwischen ihnen ein Umgangston und eine Umgangsform herrschte die ''jeglichen Anstandes entbehrte''.

Der Kleidungsstil der Edelweißpiraten lässt sich als betont lässig beschreiben. Typisch waren weiße Strümpfe, kurze Lederhosen, bunte Fahrtenhemden, Halstücher und als äußeres Erkennungszeichen ein Edelweiß3. (vgl. ebd., 258)

Fast alle trugen Totenkopfringe, Handgelenkriemen mit Edelweiß, Fantasiekluften und mit Nägeln beschlagene Leibriemen. (vgl. Peukert 1988, 61) Die Angehörigen der Edelweißpiraten hatten eigene Bei- und Spitznamen die sie dem mexikanischen, mittel - und südamerikanischen Sprachschatz entnahmen. Dies stellte eine geistige Berührung mit den früheren Navajos4 dar. (vgl. Klönne 2008, 260)

Die deutschen Jugendlichen wurden von den in Köln und Umgebung untergebrachten, gleichaltrigen Ostarbeitern angezogen, die mehr Freiheiten hatten und zum Beispiel auch noch im Dunkeln auf die Straße und dort rauchen durften. Ihre fremdländischen Lieder und Tänze stießen bei den deutschen Jugendlichen auf Gefallen. Durch staatliche Maßnahmen, wie die ''Polizeiverordnung zum Schutze der Jugend'', wurde den deutschen Jungen, die sich lieber zu ''Disziplinlosigkeiten und Abenteuern'' hingezogen fühlten, ähnliche Die Kittelbachpiraten waren damals ausgesprochen unpolitisch und es kam erst zu massivem Widerstand als die HJ nach 1933 versuchte die Kittelbachpiraten zwangsweise zu integrieren. Zu diesem Zeitpunkt fanden sich immer mehr Jugendliche zusammen, die sich als Kittelbach - und Edelweißpiraten bezeichneten und dem Drill mit festgelegter Freizeit der HJ entkommen wollten. (vgl. Peukert 1988, 56) Zuvor gab es sogar einige Edelweißpiraten die sich freiwillig zur Wehrmacht meldeten, da sie durch diese neue geographische Regionen entdecken konnten. Außerdem fühlte sich eine große Anzahl der Edelweißpiraten von der Waffen-SS angesprochen, da die Betonung des Elitegedankens ihr Männlichkeitsbewusstsein ansprach. Dies zeigt, dass jugendliche Edelweißpiraten in der Anfangszeit der NS-Herrschaft keine Anti- Nationalsozialsten waren. Der Austritt aus der Staatsjugend erfolgte später aus verschiedenen Motiven, besonders häufig aufgrund von Differenzen mit HJ- Führern. In den ersten Cliquen schlossen sich dann die enttäuschten ehemaligen HJ-Mitglieder mit einzelnen früheren Angehörigen der verbotenen kommunistischen und sozialistischen Jugendorganisationen und vereinzelten Mitgliedern von Pfadfinderbünden und Bündischen Gruppen zusammen. (vgl. Hellfeld 1991, 154-155)

Die Edelweißpiraten schreckten nicht vor Gewalt zurück, Garten - und Felddiebstähle waren nicht selten. Wenn sie HJ-Angehörigen begegneten die in der Unterzahl waren entstanden Schlägereien. (vgl. Klönne 2008, 258) Sie griffen und pöbelten HJ-Angehörige und Angehörige des HJ-Streifendienstes an. (vgl. Peukert 1988, 61)

3.1 Soziale Herkunft

In den Großstädten war schon vor 1939 bei einigen Jugendlichen aus den Unterschichten sowie aus ''besser situierten'' Kreisen erkennbar, dass sie sich eher von der HJ und den Erziehungsnormen des NS-Regimes absonderten. Diese Tendenz verstärkte sich zunehmend durch den Krieg. (vgl. Klönne 2008, 246) In Westdeutschland wurden vom NS zu dieser Zeit so genannte ''wilde Jugendgruppen'' festgestellt, die später als die Edelweißpiraten auftraten. Wie schon erwähnt waren die Vorläufer der Edelweißpiraten die illegalen Navajos und die Kittelbachpiraten, die im Rheinland vor allem 1937 verfolgt worden waren. (vgl. ebd., 241)

Die Edelweißpiraten entstammen der Arbeiterschaft und fanden sich spontan zusammen. (vgl. Peukert 1988, 56) Der Schwerpunkt ihrer Rekrutierung lag deshalb in Arbeiterwohnquartieren. (vgl. Klönne 2013, 30)

3.2 Gründe des oppositionellen Verhaltens

Die Edelweißpiraten hatten schon zu Beginn des Krieges Vorbehalte gegen Hitlers Rede zum Kriegsbeginn, außerdem schienen ihnen die Uniformen des NS-Staates suspekt. Im Verlaufe des Krieges steigerte sich diese Einstellung zu ernsten Zweifeln, die durch die Bombenangriffe, brutalen Überfälle der deutschen Wehrmacht und die Anzahl der gefallenen Soldaten entstand. (vgl. Klönne 2008, 272)

Jugendliche Lehrlinge und Gesellen wurden 1938/1939 zwangsweise an unbeliebte Arbeitsplätze vermittelt und die Wochenstundenzahl der geforderten Arbeitsleistung wurde gesteigert, was zu einer Arbeitsunwilligkeit der Jugendlichen führte. Viele die schon in der HJ waren traten wieder aus, da ihnen die dort geforderte Ein - und Unterordnung nicht zusagte. Als die HJ dann 1939 zur Organisation mit Jugenddienstpflicht5 wurde, entwickelte sich bei den Jugendlichen eine steigernde Renitenz gegen den ''HJ-Drill'' und eine Abneigung gegen die Unterdrückung der jugendlichen Lebensbedürfnisse durch die staatlich verordneten Kriegshilfsdienste und die gesteigerten Arbeitsanforderungen. (vgl. ebd., 246) Der totalitäre Anspruch des NS-Staates auf Organisation des Jugendlebens ist also schon zu Beginn des Dritten Reiches und später im Laufe der Entwicklung erneut auf vielfältige Opposition bei Teilen der Jugendlichen gestoßen. (vgl. Klönne 2013, 20)

Besonders die Arbeiterjugendlichen widerstrebten im Verlaufe des Krieges immer mehr der Forderung nach Leistungssteigerung und Verzicht auf Freiheit durch den NS-Staat und beschlossen, sich selbstbestimmt Genuss und Entlastung zu verschaffen.

[...]


1 ''Wir unterscheiden in unserem Modell progressive und regressive Subkulturen. Die Normen, Institutionen etc. der progressiven Subkulturen dienen diesen dazu, den gegenwärtigen Stand der Gesellschaft aufzuheben, weiterzutreiben, einen grundsätzlich neuen Zustand zu erarbeiten. Die Normen, Institutionen etc. der regressiven Subkulturen dienen diesen dazu, einen vergangenen Stand der Gesellschaft, Normen, die nicht mehr, oder nicht in dieser Weise, in der gegenwärtigen Gesellschaft wirksam sind, wiederherzustellen.'' (Schwendter 1993, 37)

2 Siehe: Hellfeld, Matthias von (1987): Bündische Jugend und Hitlerjugend: zur Geschichte von Anpassung u. Widerstand 1930-1939 / Matthias von Hellfeld. Köln: Verl. Wiss. u. Politik

3 ''Alpenblume, die hoch in den Bergen blüht, wo keine andere mehr gedeiht, Symbol des Wiedererblühens der Freiheit, in einem Land, wo die Freiheit von Staats wegen tot ist.'' (Klönne 2008, 269)

4 Ebenfalls Vorläufer der Edelweißpiraten; illegale Gruppe (vgl. Klönne 2008, 241) Verhaltensweisen verboten. (vgl. ebd., 259)

5 1939 mussten alle Jugendlichen erfasst und zum Dienst herangezogen werden, die bis dahin nicht freiwillig der Hitler-Jugend beigetreten waren. (vgl. Klönne 2008, 254)

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Jugendopposition während des NS-Regimes. Analyse der "Edelweißpiraten" und der Swing-Jugend
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Theorie der posttraditionalen Vergemeinschaftung
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V294799
ISBN (eBook)
9783656925866
ISBN (Buch)
9783656925873
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendopposition, Opposition, Jugend, NS, NS-Regime, Nationalsozialismus, Edelweißpiraten, Swing-Jugend, Swingjugend, Weltkrieg, Hitler, Hitler-Jugend, Hitlerjugend, Ideologie, Gruppe, Jugendgruppe, Subkultur, jugendliche Subkultur, Kultur, Kulturwissenschaft, Soziologie
Arbeit zitieren
Sabrina Trivigno (Autor), 2014, Jugendopposition während des NS-Regimes. Analyse der "Edelweißpiraten" und der Swing-Jugend, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294799

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Jugendopposition während des NS-Regimes. Analyse der "Edelweißpiraten" und der Swing-Jugend


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden