Die Wirkungseffizienz des menschlichen Individuums. Der Einzelne als Element im System


Studienarbeit, 2015
35 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassung

2 Allgemeines

3 Die Nützlichkeit von menschlichen Fähigkeiten.

4 Denken in Routinen oder in echter freiheitlicher Art.

5 Vorurteilsfreies Denken, Lernen ohne induzierende Lehr-Dogmen

6 Das kritische Individuum als erfolgloses und verlorenes Wesen.

7 Schlussfolgerung und Erkenntnis.

1 Zusammenfassung

Jedes Individuum ist eine Einheit und in vielen Entwicklungsschritten aus den Wirbeltieren zu dem geworden, was es heute anatomisch ist.1 Durch die Geburt sind ihm Veranlagungen zu bestimmten Leistungen vorgegeben, die durch Erziehung und Bildung vervollkommnet wer-den sollen. Eine Besonderheit zeichnet den Menschen an sich aus: die höhere Denkfähigkeit2 und bewusstes und organisatorisch-moralisches Verhalten in der Gruppe und in der Gesell-schaft; schon das Kindergarten-Kind erfasst die Absichten eines Menschen und lernt unter-scheiden zwischen moralischen Imperativen und sozialer Konvention sowie persönlicher Ent-scheidung, von Wahrheit und Lüge und es gewinnt Vorstellungen über Gerechtigkeit und ge-rechter Gesinnung, Aber das Lernen gestaltet sich bei jedem Individuum anders; die erreich-ten Leistungsfähigkeiten erreichen individuell unterschiedliche Reife. So manches Denken erfolgt dann routiniert, die Kritikfähigkeit ist mehr oder weniger groß und frei von Vorurtei-len.

Die Fähigkeiten wollen und sollen genutzt werden zum Nutzen des Individuums und der Ge-sellschaft, sie sind sein Kapital zur Existenzsicherung, meist in abhängiger Arbeit. Schon hier ist er Objekt und er ist gezwungen, sich zu behaupten. Aber der einzelne Mensch hat auch die Gabe, durch Denken seine Freiheit zu verwirklichen – soweit dies ihm in dem politischen Rahmen und staatlicher Gewalt möglich ist. Von Nachteil ist, dass er nicht nur von Informa-tionen massenweise überflutet wird, sondern diese auch konsumiert und damit sich des eige-nen kritischen Denkens entledigt; er kann nur noch in vorgezeichneten Bahnen denken.

Damit wird er auch zum Objekt von Beeinflussungen durch Politiker und Medien, was diesen zwar aus den verschiedensten Gründen willkommen ist, aber den Wert des zu höherem Befä-higten mindert, denn er ist nicht mehr eigenständig im Sinne der Menschenrechte, sondern wird zum Werkzeug3. Kritikfähig sein und Kritik auszuüben, ist somit wichtig für das eigene Leben wie für das Leben mit anderen und es ist notwendig, um ein aktives Mitglied in der politischen Gemeinschaft zu sein und zu bleiben.

Erfolg im Leben haben, gilt als eine Auszeichnung, sie ist oft Vorbedingung für die gesell-schaftliche Position, die man erreicht. Sie ist auch häufig gebunden an das Nutzen und Wirken seines geistigen Vermögens und seiner Unabhängigkeit. In der heutigen Gesell-schaftrordnung bestimmen im Allgemeinen politische Instanzen über das Wohl und Wehe des einzelnen wie auch der Nation – und deshalb besteht da sogar die Pflicht, mit zu entscheiden und dafür möglichst kompetent und kritisch in Aktion zu treten; es ist keineswegs alles gut, wenn eine Partei innerhalb weniger oder allein das Sagen hat.4

Consuetudo (est quasi) altera natura. Marcus Tullius Cicero5 -106 bis -43.

Qui tacet, consentire videtur. Bonifaz VIII, 1294-13036

2 Allgemeines

Der Mensch als Individuum und als Objekt innerhalb einer Gemeinschaft.

Der heutige erwachsene Mensch ist zunächst ein Einzelwesen, das für seine Existenz die Voraussetzungen schaffen und erhalten muss und sich in die ihm umgebende Gemeinschaft von gleichartigen und anderen Wesen und Sachverhältnissen, in das System einpassen muss, wobei ihm ein Teil durch Verhaltens-Regeln vorgegeben sind. Dem Wirken des Menschen als Individuum sind somit Grenzen gesetzt, die nicht willkürlich und von ihm allein bestimmt werden können, er muss sich mit den System-Funktionen und Abhängigkeiten auseinander setzen. Dem Wunsch, dem Verlangen des einzelnen Individuums, einen eigenen Beitrag in den Fortgang der Gesellschaft, in der Politik usw. einzubringen, sind dadurch Schranken er-richtet, so dass seine ausübbare Macht naturgemäß endlich ist. Nur in seinen Vorstellungen kann er darüber hinaus gehen; z.B. die Welt philosophisch betrachten und sie in eine morali-sche Werteskalas einordnen. Allerdings können wir uns hier nur sehr bedingt in Betrachtun-gen und Zustände früherer Menschen versetzen, aber gewiss scheint, dass der Mensch nicht nur heftige Unbilden seiner Umwelt überstanden hat, sondern auch – zumindest bei einigen Individuen - sein Geistes-Verhältnis zu den von ihm wahrgenommenen Realitäten fortlaufend zu justieren versucht hat.7 Es fand ein Prozess des gegenseitigen Arrangierens und des Auf-stellens sowie Einhaltens von Verhaltensregeln statt, der Rat der als klug und gerecht aner-kannten Individuen dürfte geschätzt worden sein, weil – wie im praktischen Herstellen von Werkzeugen - die Anwendung im sichtbaren Erfolg überzeugte: das Bessere ist der Feind des alten, die Intelligenz und die Kreativität hielt deshalb – bislang – Einzug in die mensch-liche Geschichte, wenn auch nicht mit gleichbleibenden Begriffsinhalten.

Das Individuum wird innerhalb der menschlichen Artbildung8 zwar als eine potentielle Ein-zellösung gesehen, aber durch den Fortpflanzungsakt, die Gruppenbildung und zahlreiche, nur zum Teil bekannte Einflüsse entsteht ein ganzes Spektrum verschiedenster Menschen9, die miteinander in wechselseitiger aktiver Beziehung stehen. Die menschliche Evolution hat so in der langen Kette von Entwicklungsschritten eine Vielzahl von Menschen mit unterschiedli-chen Fähigkeiten hervorgebracht; nur in einem gewissen Grundmaß an anatomischen Merk-malen sind alle Menschen gleich. Ob dabei die jeweiligen in einer kleinen Gruppe, wie der Familie organisierten Individuen sich anderen Gruppen gegenüber z.B. hinsichtlich von Jagd-beute behaupten mussten, ist zu vermuten, ob sie den jeweils auftauchenden Problemen opti-mal begegnen konnten, lässt sich nicht rekonstruieren, aber man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass sich einzelne Individuen und Gruppen in den verschiedensten Situationen bes-ser als andere durchsetzen konnten, eine gewisse Anzahl an Fähigkeiten oder Fähigkeitsgra-den mehr hatten als die anderen der Gruppe. Zweifellos lag es nahe, in dieser Differenzierung und Variabilität einen Sinn einer Schöpfung10 anzunehmen, die in den verschiedenen Men-schengruppen ebenso unterschiedlich ausgestaltet wurde und wobei Sinnbilder und Allegorien Verwendung fanden. Völlig im Dunklen ist die Entwicklungs-Geschichte der Rechtsverhält-nisse der einzelnen Menschen innerhalb von Ordnungssystemen, erst in jüngster Zeit trat der Schutz der der Sphären des Individuums in den Vordergrund, wobei die Schutz-Realitäten weder einst noch heute überall einheitlich waren und sind.11

In geschichtlichen Darstellungen wird die Vermutung ausgesprochen, dass sich einst aus den „mit besonderen Fähigkeiten ausgezeichneten“ Individuen so etwas wie Schamanen, Priester, Seher, Weissager usw. bildeten, die dann eine begabungsgemäße Kunst, vielleicht auch eine der Prophezeiung ausübten, denn alle konnten verständlicherweise nicht eine solche Gabe besitzen, etwas über nicht direkt erklärbare, z.B. in der Zukunft liegende Vorgänge, Abläufe usw. zu wissen und bildhaft greifbar zu machen.12 Hier springt ein gewisses Bedürfnis des Menschen ins Auge, durch Glauben oder ideologisch verbrämte Aufwertungen von Lücken der eigenen Erfahrung und des Erkenntnisgewinns das eigene Leben erträglich zu gestalten.13 Die Unzulänglichkeit des Menschen im Verstehen von nicht beeinflussbaren Geschehnissen in Umwelt usw. wird durch Vergleiche mit des Menschen innerem Erleben, durch Einver-nahme von Wünschen gefüllt, was später durch religiöse Organisationen „geregelt“ und als Orientierungshilfen und als psychischen Häfen sowie solcher sozialer Anerkennung ange-boten wird. Die Hoffnung14 und Erwartung, dass das Gewünschte auch tatsächlich eintritt, ist eine stete Begleiterscheinung menschlichen Lebens und in der Geschichte. Aber nicht selten bleibt es bei der Hoffnung, zuweilen mündet sie sogar in Depression und Verzweiflung, der objektive Blick wird getrübt.

Modellhaft gedacht und mit dem bekannten Wissen der Evolutionsbedingungen kombiniert wird klar, dass sich die Zahl der Menschen über Hunderttausende von Jahren nur langsam vermehrte. Erst in den letzten Jahrhunderten „explodierte“ sie infolge begünstigender Um-stände und damit taten und tun sich zwangläufig neue, bislang weniger von Bedeutung er-scheinende Probleme auf, begleitet von technischer Instrumentalisierung und Sozialisierung.

Die Lösungsvorschläge und -methoden benutzen die unterschiedlichsten Ansätze, z.B. im Glauben, in ideologischen Visionen, in parteipolitisch programmierten Denkvorstellungen usw. Ob diese mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, den Realitäten immer verträg-lich sind oder sein können, ist ein weiteres Problem, dem man solche der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit, der Systemkonformität usw. noch zugesellen muss. Der einzel-.ne Mensch, das Individuum ist insbesondere dann herausgefordert, wenn sein eigener Wis-sensstand und seine Auffassung mit der propagierten oder herrschenden Meinung in Kon-flikt gerät. Er gerät unweigerlich in die Fragestellung, worin ein Einfluss seinerseits in der Demokratie-Realität besteht und er seine ihn umgebende Umwelt gestalten kann.15 Im Ex-tremfall ist er minimal und besteht in Zustimmung oder Ablehnung der von Parteien16 aufge-stellten Abgeordneten und ihrer exponierten Wahl-Sprüche.17 Vieles von den heute gepriese-nen Möglichkeiten neuer Kommunikations- und Publizierungs-Systeme muss real einfach auf dasjenige reduziert werden, was seinen „wahren“ Einfluss widerspiegelt, denn er ist kein „Re-präsentant“, er ist auch nicht ein Element eines (unbestimmten) Kollektivs, er ist schlicht nur ein Mensch in einem heterogenen Menschen-Gemenge, einem reglementierten System18 mit nicht klar deutbaren Medien-Lenkungen und -Resonanzen.19

In einem solchen System gibt es sowohl Potenziale für aktivierbare Kräfte und Energien als auch diese fördernde und hemmende Effekte fremder, außenstehender Regieführer20. Das Erkennen des geistigen Potenzials in einem Volk, das Verkennen von Talenten und Genies und geistigen Einstellungen und von Individualisten in der Menschengruppe sind wichtige Kennzeichen unserer Gesellschaft.21 Ohne Impulse kann eine Gesellschaft erstarren, der Tod geistigen Lebens. Schlagworte wie das Verdammen von Populismus und Segmentierung (Rechts-Orientierung) sind nicht nur bezeichnend bestimmter Typisierungsbemühungen, son-dern wahrscheinlich auch kontraproduktiv und rufen das Gefühl hervor, man weiche einer geistigen Auseinandersetzung über die Meinungsgründe und Absichten aus. Die Klassierung von Parteien in „rechts“ oder „links“ verschleiert die Grundidee solcher Parteien: beide sind von der Idee beherrscht, die Gruppe sei mehr als das Individuum – und darin liegt der Grund für ein spezielles Vorurteil.22 In der Wirtschaft gehört zu den elementaren Managereigen-schaften, im Bereich von Entwicklung und Forschung genügend kompetente Individualit-ätenzu haben, denn sie sind wegen der Originalitäten23 notwendig!

Man kann diesen Zustand im System auch aus folgender speziellen Sicht sehen: einerseits, in wieweit man eine Meinung über bestimmte Verhältnisse und Ansichten zur vorherrschenden machen kann, d.h. die Verteilung von Intelligenzen und Fähigkeiten durch Bildungsplanung und über Lehrkräfte dirigieren und diese Tendenzen durch Publikationsorgane verstärken und andererseits, wie und wodurch man die personellen Widerstandmöglichkeiten gegen einen Fremdeinfluss und Abhängigkeiten erhöhen kann.

Geschichtlich ist offensichtlich, dass sich die Bedürfnisse24, Anforderungen der Menschen und an die Menschen wandelten und sie wandeln sich immer weiter und verlangen jeweils nach einer befriedigenden Lösung, wobei die Gefahr nicht ausgeschlossen werden kann, dass Bedürfnisse nach Bequemlichkeit, Spaß usw. überwiegen, obwohl ohne Impulse eine Gesell-schaft erstarren, der Tod geistigen Lebens eintreten kann. Schlagworte wie das Verdammen von Populismus und Segmentierung (Rechts-Orientierung) sind nicht nur bezeichnend be-stimmter Typisierungsbemühungen ohne Rücksicht auf den Grad ihrer Repräsentativität, son-dern wahrscheinlich nicht selten kontraproduktiv und rufen das Gefühl hervor, man weiche einer geistigen Auseinandersetzung über die Meinungsgründe aus. Wenn auch von jeher An-strengung nicht jedermanns Sache ist, so ist eine solche nicht nur für das eigene Fortkommen, sondern auch für die Menschen allgemein von Vorteil.

So steht das Individuum einerseits im Mittelpunkt ethischer und schöpferischer Betrach-tungen, andererseits ist es jedoch eingekoppelt in eine Gesellschaft, in der vielfach nicht das Individuum, sondern die Mehrheit oder die die Mehrheit vertretende Gruppe das Sagen hat und vielleicht sogar höhere Stufen in den politischen und wirtschaftlichen Hierarchien.25 Die Möglichkeiten zum Erkennen dieser „Strömungen“ sind beschränkt und aus Beobachten allein wenig stichhaltig ermittelbar, denn das Gewirr, das Knäuel der unterschiedlich kursi-erenden Informationen ist nicht einfach aufzuschnüren, selbst investigative Journalisten stoßen schnell an Barrieren, was ist wesentlich, was vertrauenswürdig?. Selbst ein routinier-ter Rechercheur muss oft einen Wust an Äußerungen verschiedenster Art im Schriftgut ein-schließlich von Internet-Möglichkeiten durchwühlen, um schließlich geeignete Zufallsfunde verwerten zu können. Die früher oft genannte Situation: füge die Meinungen beider Seiten, herrschende und oppositionelle Meinung zusammen und du kommst näher an die Wahrheit, kann man heute als vergangen ansehen.

Ein Parlament ohne fruchtbringende Diskussionen und Streit ist weitgehend tot, aber von der Mehrheit abweichende Meinungen sind oft für den einzelnen inopportun, es bedarf nämlich der Zivilcourage, um diese auch zu verfechten. Da die Minderheitenmeinung für das politi-sche Kalkül gefährlich werden kann, wird sie möglichst unterdrückt oder klein gehalten26. Das steht jedoch grundsätzlich im Prinzip gegen die Erklärung der 1883. Generalversam-mlung in der Sitzung Nr. 2625 vom 24.10.1970, wonach Minderheiten Anspruch auf Schutz haben27, wie in vielen Ländern der Fall war und in manchen Staaten auch heute noch; die Minderheiten haben solchen Schutz oft nicht oder werden sogar nicht einmal respektiert.

So gilt das Verbot der Muttersprache von Völkerschaften als diskriminierend, ebenso die Handhabung von Ausschlußgesetzen.28 Jüngstes Beispiel ist die Ukrainisierung29, in der 90 % der Krim z.B. für eine Autonomie von der Ukraine sprachen, aber erst durch die Eingliede-rung in die Russische Föderation – auf Hilfeersuchen des noch im Amt befindlichen früheren Präsidenten - eine Sezession zustande kam. Ältere Lösungsbeispiele für Minderheiten sind Kosovo und das Münchner Abkommen.30 In jedem Fall gilt:

Eine Sezession nimmt die politische Freiheit in Anspruch. Politische Freiheit ist die Souveränität der Menschen, deren Würde. Das Recht zum Beistand ist das Recht zur Nothilfe gegen Unrecht. Dieses Recht ist uraltes allgemeines Menschheitsrecht. Es steht über dem Bestandsschutz des Staates. Der Staat besteht nur, weil die Menschen, die sich in diesem zur Verwirklichung des gemeinen Wohls vereinigt haben, ihn wollen. Sie können ganz oder in Teilen diesen Willen ändern. Staaten kommen und gehen. Sie haben keine eigenständige Existenz. Es gibt keine Staatssouveränität (mehr), sondern nur Bürgersouveränität als Freiheit des Menschen.31

Das Individuum selbsst ist nicht überall das im Mittelpunkt stehende Subjekt, sondern ein Objekt einer Unzahl von Begehrlichkeiten, Notwendig- und Nützlichkeiten „anderer“. Nicht nur die Fähigkeiten zur eigenen Vervollkommnung seiner Anlagen sind von Bedeutung, son-dern auch das Erreichen genügender Eigenständigkeit32, insbesondere im geistigen Denken und im Bemühen, diese zu bewahren und durchzusetzen. Die Variabilität in Eigenständigkeit hängt stark von dem Grad der individuellen Bedürfnisse ab, sie bilden den Ansatz für Wer-bung und Änderung durch Fremde.33 Die Methoden sind unterschiedlich.34

Der Mensch, das Individuum als lernendes Wesen.

Der Vorzug des Menschen ist, dass seine Kenntnisse und Fertigkeiten auch nach der Geburt weiterentwickelt werden können; das Denken ist eine im Individuum angelegte Veranlagung, die sich sowohl im Ansatz als auch in der Vervollkommnung der Fähigkeiten unterschiedlich zeigt: der eine kommt beim Lernen nur langsam voran, der andere setzt seine Aktivitäten ein, um möglichst viel zu begreifen und zu lernen.35 Man lernt auch verschieden, denn die Lehrer, die Lehrinstitutionen usw. haben jeweils ihre eigenen Methoden und Vorstellungen; nicht jeder Lehrer ist gleich begabt. Das Abstimmen von individuellen Fähigkeiten, zu denken und eine Beziehung zu Sachverhalten, Fächern herzustellen, verlangt höheres Denken, was nicht algorithmisch (die Abfolge ist nicht im Voraus ganz festgelegt) komplex ,ist und zu vielfältigen Lösungen führt ein differenziertes Urteil beinhaltet verschiedenste Kriterien mit einbezieht Unsicherheit mit ein schließt Selbstregulation des Denkprozesses bedeutet das Finden von Sinn und Bedeutung umfasst Die Verschiedenheit der Menschen in ihren Veranlagungen und Leistungsfähigkeiten, ausge-drückt an bestimmten Merkmalen, erkenn- und ermittelbar über Indizien, bringt auch Ver-schiedenheiten in der Stellung innerhalb der Gesellschaft, der Arbeitswelt, in den Einkom-mens- und Vermögensverhältnissen mit sich. Letztlich umso eigenständiger urteilen und entscheiden, je die höheren Denkfähigkeiten ausgebildet sind.36 Mitverantwortlich für den Willen, eine möglichst gute und sichere Position in den Menschengruppen, der Gesellschaft usw. einzunehmen, ist die Vorstellung, der Bildungsgrad, d.h. die Entfaltung der von Geburt gegebenen Anlagen, die seiner Ausentwicklung bis zur realen Arbeitseinsatzfähigkeit usw. oder das Erreichen einer hohen Intelligenz u.a. „positiver“ Eigenschaften seien hier von be-sonderer Bedeutung. Hier greifen aber außer dem natürlichen Alterungssprozess noch andere schulische, außer-schulische, erzieherische und „kulturelle“ Instrumente wie des jeweiligen didaktischen Teams, der Beziehungsumgebung in den „Bildungsverlauf“37 ein.38

Die jeweils erreichten Fähigkeits-Merkmale sind das Ergebnis von Prozessen, an denen nicht nur der Staat, also die Regierung mit ihren Gesetzgebungen, sondern auch jeder einzelne in seiner Familie mitwirken. So wird durch die Medien gleichzeitig die Menschheit – meist zwar in Regionen und in Staaten, in ihrem Denken und Fühlen in gewissem Maße ausgerich-tet und nivelliert, der einzelne Mensch, das Individuum wird fast pausenlos informiert, er wird unterhalten, eingespannt in eine gemachte Gefühls- und Denkwelt, die Redaktionen erzeugen und den Stand der individuellen Aktionsmöglichkeiten bestimmen. Die Anforde-rungen an die Denkfähigkeit sind zwar ungleich, aber man richtet sich bei der Medienwelt nach der Massen-Quote, zumal eine möglichst hohe Leser- oder Fernseh-Quote schon wegen der Werbestreuung erreicht werden soll, was sich offensichtlich in den Sende- und Publika-tions-Programmen ablesen lässt. Echte Auseinandersetzungen auf den Gesetzen der Logik und Naturwissenschaften sind selten, wenn überhaupt. Oft vermisst man die Anwesenheit oder Mitwirkung von gediegenen Sachkennern und tatsächlichen und lehrhaften Wissens-Präsentationen39, sodass der die Geistesfreiheit fördernde Bildungs-Nutz-Wert z.B. einer Talk-Sendung abgeflacht wird. Ein solches Ziel liegt jedoch eindeutig nicht auf der Ebene einer gewollten Steigerung kreativen und individuellen Bildung oder Weiterbildung.

In den frühen Stadien der individuellen Entwicklung zur Fähigkeit, das Leben zu meistern und die Existenz der ihm im mehr oder weniger engeren Sinne anvertrauten Menschen zu sichern, gab es keine geplante „Erziehung“ mit definierten Zielen. Man lernte laufend aus den zu bewältigenden Aufgaben und damit aus Handlungsfehlern. Die Hinzunahme von Werten in eine systematische Erziehung ergab sich aus der kulturellen Entwicklung der einzelnen Men-schengruppen und dieses erforderte Pädagogen und die Steuerung durch die Machthaber oder durch Gesetze. In Europa war die Pädagogik erst am Ausgang des Mittelalters so weit, dass immer weitere Kreise der Menschheit, die zumeist bäuerlicher Art war, mit den Fähigkeiten des Lesens und Schreibens kundig zu machen; damit konnte man in die gedruckte Welt ein-dringen und Selbstbildung betreiben.40 Jetzt erwachte das „Volk“ und drängte zu einer Teil-haberschaft41, zu einer Mitbestimmung, die heute durch Informationsüberfütterung usw. wieder gefährdet wird; der Mensch vermag nur noch bedingt zwischen Wesentlichen und Un-wesentlichem zu unterscheiden, zwischen „sauberer“ Information und mit Absichten ver-mengten Misch-Informationen, sein (scheinbares) Mitwirken versinkt in sozialen „Netzwer-ken“.42

Lernen gehört zu den Naturprinzipien der Entwicklung eines Individuums, beim Menschen ist es z.B. als Grundbedürfnis nach Selbstwirksamkeit, nach Können angelegt und wird in Neugierde, in der Freude am Zugewinn bereites beim Kind erkennbar. Nach und Nach kom-men dann die einzelnen Bausteine zusammen, ja bei günstiger Umgebung sogar in Begeiste-rung umschlagend und später im persönlichen Engagement durch Einsatz in einem Ehren-amt43 oder als abhängiger Arbeitnehmer durch Leistungsanerkennung. Leider enden manche der Erziehungsansätze in Organisationen nicht erfolgreich, die sich bietenden Chancen wer-den nicht gewahrt, man sieht nicht, dass die Zukunft auch verbaut werden kann.44 Aus der vergleichenden Wissenschaft ist zu erfahren, dass die verschiedensten Lebewesen auf ihre Weise “spielend“ lernen, beim Menschen jedoch das Lernen45 heutzutage geradezu ein evolu-tionärer Bestandteil von Existenzsicherung geworden ist; man lernt aus Fehlern, man erwei-tert seine Kompetenzen. Derzeit lernt man gezielt in – meist vom Staat eingerichteten – Insti-tutionen nach Plänen und Programmen, manchmal lernt man aus eigenem Antrieb, man re-flektiert eigenes Gedachtes und von Lehrern Vorgetragenes, man trainiert das Gehirn, seine Gedächtnisse46.

Schon als Kind lernt man etwas vom Begriff „Wert“, z.B. der Lüge: wenn die Mutter etwas verspricht und dann nicht hält, wächst Enttäuschung und Vertrauensverlust, wenn jemand etwas von selbst miterlebtem einem anderen anders schildert als man es wahrgenommen hat, ist das Vertrauen in die wahrheitsgemäße Weitergabe gestört. So erging es den Kämpfern des ersten Weltkrieges vor Verdun, die Gegner waren wie man selbst Christen und beide beteten zum gleichen Gott, besonders während des Weihnachtsfestes, wonach entscheidet denn dann Gott über das „Gute“? Da die Familie zumeist die Zielgründe absteckt 47 und bestimmt, wie und was man zu lernen hat, somit sein erworbenes Wissen, ggf. nach Empfehlung, möglichst zukünftig als ertragreich einsetzbar zu machen und ständig zu vermehren, heutzutage evtl. mit instrumentellen Speichern, die man bei sich tragen kann, aber man muss hierfür bereits hinrei-chendes Wissen für das Suchen nach Worten/Begriffen haben, sonst öffnet sich dieser Schatz nicht. Dabei wird man immer mehr abhängig von der Vertrauenswürdigkeit der ge-speicherten Daten, denn das (eigene) Überprüfen auf Wahr- und Echtheit ist begrenzt.48 Das Risiko, einer Angabe fälschlicherweise vertraut zu haben, ist unterschiedlich groß, was schon Kinder sehr bald lernen und erfahren, dann ist eine Enttäuschung unausweichlich, sie bleibt im Gedächtnis, im Unbewussten und oft lebenslang haften. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass das stereotype Üben in Riten, Denkweisen usw. für die Denkfreiheit auch schädlich sein kann49, es kann Vorurteile, stereotypes Denken erzeugen.

In der heutigen Zeit werden für die Menschen Bildungsziele postuliert, deren Basis keines-wegs über alles wissenschaftlich und zweckmäßig gesichert ist und deshalb als politische Willenserklärung gewertet werden müssen. Was ist denn Demokratie50, gelebte Wirklichkeit? Was sind die Grenzen der Freiheiten, wenn die Stimme des Individuums in ihrer Wirkung vernullt wird.51 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Demokratie westlicher Vorstellung als Ideal gepriesen, dem man nachzustreben habe; heute fragt sich das kritische Individuum, ob denn nun die so idealisierte Demokratie tatsächlich verwirklicht wurde und ist.52 Hier zeigt sich, dass erst eine Reihe von Geschichtsauffassungen, von Unterrichtsmethodiken zur Seite geschoben werden müssen, insbesondere die Kritik an angepasste Strukturen, wo doch zu-nächst einmal gerade die Kritikfähigkeit und die Kompetenz zum mündigen Bürger geübt werden müsste!53 Was ist denn geschichtliche Wahrheit, was seriöse Berichterstattung? Gerade daran aber hapert es: was ist an Fakten verbürgt, was zusammengestellt, was ohne Quellen-Angabe und was ist das für eine Quelle? Man braucht doch beispielhaft nur die Tageszeitung herzunehmen und Kritik an den journalistischen Ergüssen zusammen mit den Schülern vorzunehmen; so können die Schüler schnell die Kritik-Methoden:lernen54: wo sind die Nachrichten-Meldungen her, sind sie vielleicht zielgerecht formulierten Pressemittei-lungen entnommen? Unterstützen die im Nachrichten-Fernsehen gezeigten Bilder lediglich die gesprochene Meinung und stehen nur indirekt mit der Nachricht im Zusammenhang? Die Lese- und Kritikbeispiele sind vielfach, hier lernt man verstehen das Journalisten Ziel: einen definierten Eindruck hervorzurufen, gerade so wie in einer Werbesendung: man soll denken, das gezeigte ist das bessere Produkt, unabhängig davon, ob dies nun richtige, aber doch wohl zumindest von der Agentur besser verpackte Nachricht ist.

3 Die Nützlichkeit von menschlichen Fähigkeiten.

Mancher Lehrer oder Seminarleiter spricht vom Erfolg, wenn man seine Fähigkeiten gut oder sogar besser nutzen kann. Aber ein Nutzen ist nicht messbar und objektiv beurteilbar, er steht immer in Beziehung zu einer Funktion, zu einer Wirksamkeit einer Maßnahme, ist also ab-hängig von der Wirkung.55 Andererseits wird Nutzen auch monetarisiert, um z.B. die Kosten relativ zum Nutzen zu bewerten, hier fließt die Subjektivität des Bewertens ein. Wenn man allgemein von Nutzen spricht, so meint man zumeist den aus einer Anwendung menschlicher Tätigkeit, einer Leistung z.B. Maschine, usw., In der Praxis des Menschen wird der Nutzen im Beruf oft mit einer Einkommensgröße verwechselt. Der Nutzen kann aber auch in einer vorteilhafteren Handlungsfreiheit in einer Gemeinschaft, einer „besseren“ Demokratie als heute gesehen werden. Oft ist der Nutzen in seiner Größe unbestimmt oder nur in der Relati-on zu sehen, z.B. ist der Wirkungsgrad meist als Verhältnis der in einen Mechanismus hi-neingesteckten Energie zu der effektiv „nutzbaren“56, wobei effektiv als Relation des wirklich erreichten zum geplanten Ziel und effizient als eine von erhaltenen zur aufgewendeten (Ener-gie) ansieht.57 Wichtig ist die Messung solcher „Werte“, z.B. mit Hilfe der Evaluation58, wo-bei auf eine möglichst genaue und zum Vergleich nutzbare Wertung geachtet werden sollte.59

Gerade bei Personaleinsätzen sind bei einer Wertung in Arbeitseffektivität Nebeneffekte aus der Führungsqualität entscheidend, denn „gemessen“ wird oft durch Vorgesetzten-Beurteilung und diese ist personenabhängig. Das gilt auch für den Beziehungskomplex Lehren und Ler-nen60 ; hier sind in den relevanten Charaktereigenschaften die emotionale Umgebung und die psychische Basis und des anhaltenden Trainierens von Einfluss.

Gleichgültig ist es beim Messen und Bewerten nicht, wer die Evaluation etc. durchführt und in welchen Kontext der Vorgang gestellt ist oder wird, insbesondere als nützliches Instru-ment zum Handeln. So setzen Konzepte der modernen Politik- und Verwaltungssteuerung, wie generell des Organisationsmanagements häufig auf Evidenzorientierung. Für das Mana-gement und die Steuerung spielen in diesen Ansätzen oft Verfahren eine wichtige Rolle, bei denen Informationen aus der Umwelt über eine begrenzte Anzahl von Indikatoren und Kenn-ziffern gewonnen und rückgespiegelt werden. Die Konzentration auf wenige ausgewählte Kennzahlen kann der Komplexität der sozialen Realität in den allermeisten Fällen nicht ge-recht werden. Wer dennoch – ausschließlich oder überwiegend – nach Kennzahlen steuert, ohne die Kennzahlenauswahl kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen, blendet Komple-xität aus. Damit verbunden ist das Risiko der Fehlsteuerung und Ressourcenverschwendung. Evaluation kann dem entgegenwirken. Evaluation kann helfen, Komplexität soweit zu verste-hen und gegebenenfalls zu reduzieren, dass trotz einer nie ganz aufzuhebenden Ungewissheit zielgerichtetes Handeln in sozialem Kontext möglich wird. Das gilt für Politik genauso wie für Entscheidungen in einzelnen Organisationen. Evaluation ist in der Lage, die Transparenz hinsichtlich der Veränderungen sowie der beteiligten Akteure und Strukturen zu erhöhen. Bildlich gesprochen kann Evaluation dazu beitragen, Politik oder Organisationen bei der Navigation in ihrer zunehmend unübersichtlichen Umwelt zu unterstützen – ohne jedoch zu viel von dieser Umwelt.61

Zweifellos ist es ein Wagnis, sich bei Entscheidungen auf eine Datensammlung mit Unge-wissheiten abzustützen62, wenn man einen zur Rede stehenden Sachverhalt nur unvollkom-men kennt, aber um die Komplexität des dynamischen Systems und die Schwierigkeit der Quantifizierung weiß, trotzdem aber vereinfachten Modell-Vorstellungen vertraut, wobei klar ist:

Je weniger man die Einflussfaktoren in Zahl und Gewichtigkeit kennt, umso größer ist die Gesamt-Ungewissheit

Je weniger die verwendeten Daten real repräsentativ sind, gilt gleiches

Je mehr man zeitlich in die Zukunft vorauszuschauen versucht, gilt gleiches

Je größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass man seltene Ereignisse nicht erfasst, ebenfalls

Je weniger man Kritik zulässt bzw. die möglichen Kritikalitäten63 übergeht, gilt gleiches.

Das Nutzen von Unwissen bei den Menschen, die vornehmlich auf „Sichtbares“ reagieren, kann nicht als seriöses Vorhaben eingeschätzt werden; man sollte die Ungewissheiten nennen und zum Denken über das Problem anregen.64

Es wird wohl im Allgemeinen nicht zu leugnen sein, dass Denken als eine Fähigkeit des Menschen an sich gedeutet wird, mindestens jedoch ein Grad des Denkens, auf dem zuletzt die Kritikfähigkeit beruht und damit eine Separation falscher Sichtweisen usf. bewirken oder einen speziellen Schaden vermeiden kann. Warum ist aber zuweilen Denken als inopportun verpönt, doch nicht etwa, weil es „Stress“ verursacht?

Denken war nie ein Schulfach, also ist es auch heute keines. Die Ausbildung steckt in der Falle der Tradition. Die Erfahrungen und Wertvorstellungen der Entscheidungsträger basie-ren auf der Vergangenheit. Aber die Welt ändert sich.

In einer statischen Welt genügte es, den Schülern „Informationen“ beizubringen, weil sie sich ein Leben lang darauf stützen konnten. Die Informationen sagten ihnen, was sie tun sollen. Denken war in alten Zeiten überflüssig. Das ist altmodisch und absurd. Wissen ist nicht genug. Die kreativen, konstruktiven, planerischen und praktischen Aspekte des Denkens sind ebenso wichtig wie das „Wissen“.

Man nimmt an, in anderen Fächern – Geographie, Geschichte, Naturwissenschaften usw. – werde das „Denken“ bereits ausreichend vermittelt. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Manche Denkfähigkeiten – Analysieren, Informationen auswerten und Argumentieren– werden in der Tat gelehrt. Aber das sind nur einige der Denkfähigkeiten, die wir außerhalb der Schule brau-chen. Doch woher sollen Akademiker das wissen? Meine Arbeit in Unternehmen hat mir im Laufe der Jahre deutlich gezeigt, dass Analysieren und Urteilen nicht genug sind.

Manche Dogmatiker glauben trotz aller Gegenbeweise, man könne niemanden im Denken unterrichten, weil es gar kein „Denken“ gäbe, sondern nur „wissenschaftliches Denken“ oder „geschichtliches Denken“. Zwar hat jedes Fachgebiet seine eigenen Begriffe, Bedürf-nisse und Modelle, aber es gibt grundlegende Prozesse, die für jedes Gebiet gelten, zum Beispiel „Prioritäten setzen“, „nach Alternativen suchen“,„Hypothesen formulieren“ und „auf neue Ideen kommen“.65

Vereinfacht wird menschliches Denken als kognitive Tätigkeit verstanden, zu der zunächst das Wahrnehmen, das Verankern im Bewusstsein und im Gedächtnis als auch das Lernen, Urteilen und Entscheiden gerechnet werden. Es geht im Gehirn vor sich und ist mehr als das vergleichsweise Informationsverarbeiten in einem Rechenwerk. Das Lernen ist ein höherer kognitiver Vorgang, wobei Denken unbedingt vonnöten ist. Erst mit dem Aufdecken logischer Widersprüche oder geschichtlicher bzw. naturwissenschaftlicher Ungereimtheiten ist eine spezielle Religionskritik möglich, allerdings baut sie derzeit noch auf gewissen ethischen normativen Prämissen auf, dagegen ist das Lehren von Dogmen an den unbedingten Glauben menschlicher Individuen gebunden, befangen, also nicht basierend auf einer Religionsfrei-heit.66 Es ist nicht ohne weiteres einleuchtend, wie Unbestimmtes beigebracht werden kann, wenn es denn als Bildungsziel vorgeschrieben ist. Denken ist eine praktische Tätigkeit, bei der sich offensichtlich nur etwas über konkrete Vergleichs-Sachverhalte vermitteln lässt.67

Es ist erstaunlich, dass in manchen deutschen Landesverfassung die Ehrfurcht vor Gott68 und ethische Grundsätze des Christentums als Bildungsziele deklariert sind69, was aber nicht unbedingt auf eine übergreifende Religion schließen lässt. Im Grundgesetz Artikel 4 ist die Freiheit des Glaubens zu gewährleisten und man sollte meinen, das könnte ein Ziel einer Bildung sein. Dabei kommen auch Ziele ins Gewicht, die das Individuum betreffen, d.h. eine Entwicklung zu einer emanzipierten freien Persönlichkeit und zu selbständigen Denken bzw. selbständigem kritischem Urteil und Handeln, worunter man auch verstehen kann, dass damit das rechte Maß von Kompetenz an Kritikfähigkeit gemeint ist.70 Unbestimmt er-scheint der Begriff der menschlichen Würde, wie diese denn in der Schule vermittelt werden soll, denn sie beginnt mit der Menschwerdung, setzt sich im Leben fort bis zur möglichen Pflegebedürftigkeit usw.71

[...]


1 http://de.wikibooks.org/wiki/Geschichte_der_Menschheit:_Entwicklung_des_Menschen

2 http://tinyurl.com/pujfumy

3 http://tinyurl.com/nk3jolx

4 http://de.wikipedia.org/wiki/Einparteiensystem http://krisenfrei.de/die-brd-ist-keine-demokratie-sondern-eine-parteien-diktatur/ http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-09/guellner-gruene-demokratie http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/forsa-chef-guellner-gruene-gefaehrden-die-demokratie-a-857375.html

5 Gewohnheit ist die zweite Natur des Menschen.

6 Wer schweigt, scheint zuzustimmen.

7 www.spektrum.de/thema/der-neandertaler/847348 www.neanderthal.de/bildung-forschung/forschungsprojekte

8 http://de.wikipedia.org/wiki/Artbildung

9 http://tinyurl.com/mk2zqca Optimierungs-Modell http://books.google.de/books/about/Die_Problematik_offener_Probleme_Ein_Sym.html?id=lfMOnwEACAAJ&redir_esc=y Kapitel 5.

10 http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfung

11 http://www.menschenrechtserklaerung.de/freiheitssphaere-und-privatsphaere-3614/

12 http://tinyurl.com/ljkwrz5 R.C. Darwin.

13 http://www.gottwein.de/Eth/RelKr01.php http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/01/Religion-Atheisten u. S.-2/3.

14 http://de.wikipedia.org/wiki/Hoffnung http://www.psychotipps.com/Hoffnung.html

15 http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-93232-7_105#page-1

16 http://tinyurl.com/psal2f9

17 http://tinyurl.com/jwwf3gp S.16

18 https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/18325/system

19 http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-663-10775-0

https://ediss.uni-goettingen.de/handle/11858/00-1735-0000-0006-B52B-B

20 Gegensatz zu Eigenregie (Verantwortung, Selbst-Bestimmung etc.),, vgl. Heteronomie.

21 http://de.wikipedia.org/wiki/Methodologischer_Individualismus Blick vom Individuum auf Partei etc.

22 http://www.umkreis-institut.de/umkreis-online/edward-griffin-individualismus-statt-des-politischen-rechts-links-betruges-51/

23 http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfungsh%C3%B6he

24 http://de.wikipedia.org/wiki/Grundbed%C3%BCrfnis http://viehweger.org/deutsch/gedanken/maslow.htm http://www.wendezeit.ch/menschlichebeduerfnisse.html

25 http://antjeschrupp.com/2011/08/17/simone-weils-pladoyer-fur-die-abschaffung-der-politischen-parteien/

http://de.wikipedia.org/wiki/Simone_Weil http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/angriff-auf-die-politischen-parteien.html http://courage-magazin.de/2012/08/26/uber-die-abschaffung-von-parteien/

26 http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/streitkultur-politiker http://www.grin.com/de/e-book/279752/das-parlament-als-entscheidungsgremium-in-der-deutschen-bundesrepublik

27 http://de.wikipedia.org/wiki/Minderheit http://tinyurl.com/ohhcsmm Grundsätze, S. 6.

28 http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Minderheitenschutz.html

29 http://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainisierung http://www.mister-ede.de/politik/lesarten-des-ukraine-konflikts/3096 Streit, ob die russische Aktion Annexion oder Sezession war (Mehrheitsbeschluss der Bevölkerung mit internationaler `Überwachung), siehe unten. Tartaren-Anteil 1^3 %.

http://tinyurl.com/p963tu8

30 http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Abkommen http://tinyurl.com/ofvmsac

31 http://www.wissensmanufaktur.net/krim-zeitfragen Schachtschneider

32 http://de.wikipedia.org/wiki/Autonomie http://tinyurl.com/p4zd34b § 6 S- 163 1995 (Verfassungsrecht).

Das durch den Staat und die Politikstruktur reglementierte Volk hat nur begrenzte verwirklichbare Freiheiten.

33 http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MOTIVATION/Beduerfnisse.shtml http://www.theeuropean.de/sebastian-pfeffer/6723-wie-die-politik-unzufriedenheit-schafft http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html http://www.neopresse.com/medien/zdf-sendet-propaganda-doku-mensch-putin/

34 https://propagandaschau.wordpress.com/propagandamethoden/

35 http://tinyurl.com/p5b6u9o

36 http://www.grin.com/de/e-book/191812/suchen-nach-der-richtigen-antwort Kapitel 18, Selbstbildung.

37 http://tinyurl.com/k3uk4v2 Abschnitt C.

38 http://tinyurl.com/lsokr5h http://www.diplom.de/e-book/229331/elementare-bildung-ein-entwicklungsprozess-konzeption-fuer-adaequate http://www.entwicklungszukunft.de/Bildung-und-Entwicklung-2 http://www.kindergartenpaedagogik.de/1494.html

39 Von wenigen Sendungen und Zeitungen abgesehen, die jedoch keine Massen herbeilocken.

40 http://tinyurl.com/peqyr5c Die Geschichtsperiode zurr Aufklärung konnte voranschreiten.

41 http://www.grin.com/de/e-book/285675/die-geschichte-eines-sozialdemokraten-im-19-20-jahrhundert-eisenach-essen S. 13ff.Bildung bei Arbeitern usw.

42 http://www.foerderland.de/organisieren/news/artikel/wie-das-internet-unser-kommunikationsverhalten-veraendert-teil-2-gemeinsam-einsam/ was bleibt an echter Freundschaft?

43 http://www.ehrenamt.de/ http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenam Begriffsverschiebung.

44 http://tinyurl.com/matluge

45 http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen

46 http://www.wissen.de/die-biologischen-voraussetzungen-des-lernens

47 GG Artikel 6 (2).

48 http://www.psychotipps.com/Vertrauen.html

49 http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~Denken%20in%20Stereotypen&bool=relevanz&suchspalte[]=erl_ou

50 http://tinyurl.com/njvemu3

51 http://tinyurl.com/osqyaqr Universität Bochum.

52 http://www.kmk.org/bildung-schule/allgemeine-bildung/faecher-und-unterrichtsinhalte/weitere-unterrichtsinhalte/demokratieerziehung.html

53 http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-663-05684-3_6#page-1 und folgende. CDU-Antrag. 1983

http://www.grin.com/de/e-book/36480/wie-kann-demokratie-in-der-schule-gelernt-werden-so-dass-demokratische 2004 http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-91434-3_7#page-1

http://tinyurl.com/mxxdlmx Kompetenz prüfen ‚S. 7ff.

54 Material: Wirksame Schülerbeteiligung: http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/demokratie/demokratiepaedagogik/demokratiebildung/tagungsmaterialien/

55 http://www.brandeins.de/archiv/2013/fortschritt-wagen/was-nicht-wirkt-nuetzt-nimmermehr/

56 http://de.wikipedia.org/wiki/Wirkungsgrad http://www.frustfrei-lernen.de/mechanik/wirkungsgrad.html http://www.chemie.de/lexikon/Wirkungsgrad.html

57 http://www.chemie.de/lexikon/Wirkungsgrad.html

58 http://de.wikipedia.org/wiki/Evaluation

59 http://tinyurl.com/l3yna9b Abschnitt 2.3 S.7 und S. 12 Indikatoren

60 http://tinyurl.com/qgzq8vh https://books.google.de/books?isbn=3322811107 http://www.iiz-dvv.de/index.php?article_id=1532&clang=0

61 http://tinyurl.com/majroeq

62 http://de.wikipedia.org/wiki/Entscheidung_unter_Ungewissheit http://denkenaufvorrat.de/news/unsicherheit/ http://tinyurl.com/nvwez8g

63 z.B. wegen Erdbeben, Vulkanausbrüche usw. http://de.wikipedia.org/wiki/Kritikalit%C3%A4t

64 http://www.focus.de/politik/deutschland/unwissenheit-mit-folgen-wowereits-tolle-abschieds-show-kommentar_id_5949769.html Es gibt noch andere Fälle und Großprojekte.

65 http://www.pr-agentur-blog.de/rezension-kreativer-denken-mit-de-bonos-neuer-denkschule-10334.html http://tinyurl.com/ncdatg7 E.De Bono, Neue Denkschule. 2010. Denken als Fähigkeit. (Übersetzung) http://www.grin.com/de/e-book/110445/ein-gesellschaftlicher-umbruch-der-menschheit (Missionsarbeit). http://www.grin.com/de/e-book/110817/wachstum-und-verpflichtung Denken in Wachstumsideologien.

66 http://www.schmidt-salomon.de/relkritik.htm

67 http://www2.mediamanual.at/themen/kompetenz/mmt_1328_kritischesdenken_OK.pdf

68 https://exportabel.wordpress.com/2009/11/15/nrw-will-ehrfurcht-vor-gott/

69 http://www.gbs-rhein-neckar.de/leserbriefe/goettliche-bildungsziele-deutschland http://www.beter-im-aufbruch.de/polseite/erziehungsziele.htm

70 http://tinyurl.com/na3y4kh

71 https://www.ekd.de/vortraege/barth/070625_barth_hannover.html http://www.humanistische-aktion.de/wuerde.htm www.dg-pflegewissenschaft.de/pdf/0804-Eurich.pdf

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Die Wirkungseffizienz des menschlichen Individuums. Der Einzelne als Element im System
Autor
Jahr
2015
Seiten
35
Katalognummer
V300775
ISBN (eBook)
9783656970705
ISBN (Buch)
9783656970712
Dateigröße
681 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wirkungseffiziens, individuums, einzelne, element, system
Arbeit zitieren
Adalbert Rabich (Autor), 2015, Die Wirkungseffizienz des menschlichen Individuums. Der Einzelne als Element im System, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300775

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