Der Fuhrpark der Zukunft. Veränderungen im Logistiksektor


Seminararbeit, 2015
13 Seiten, Note: 2,4

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Maßnahmen zur Umweltverbesserung
2.1 Einsatz alternativer Kraftstoffe
2.1.1 Erdgas
2.1.2 Biokraftstoff (Biodiesel / Pflanzenöle)
2.2 Verwendung alternativer Antriebstechnologien
2.2.1 Hybridantrieb
2.2.2 Elektroantrieb
2.2.3 Brennstoffzellenantrieb

3. Best-Practice-Beispiel: DHL GoGreen

4. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Abbildung 1: Die fünf Bestandteile des Umweltprogramms GoGreen

Abbildung 2: Maßnahmen zur Effizienzverbesserung

Abbildung 3: Projektphasen und deren Ziele

1. Einleitung

Die Weltwirtschaft wurde in den letzten Jahren durch den Bedarf an Rohstoffen und den damit verbundenen steigenden Rohstoffpreisen stark geprägt. Den größten Einfluss dabei hat der bis vor einem Jahr stetig ansteigende Ölpreis. Mit Ausnahme kürzerer Rezessionen wird die Nachfrage nach Rohöl mit fortschreitender Globalisierung in Zukunft weiter ansteigen. Von dieser Entwicklung ist besonderes der Straßenverkehr, respektive der gesamte Logistiksektor betroffen. Die Erwartung, dass der Ölpreis seinen rasanten Anstieg fortsetzen wird und die damit verbundene starke Abhängigkeit des Logistiksektors, sowie sich verändernde Umweltrestriktionen haben die Suche nach alternativen Kraftstoffen und Antrieben in den Fokus der Unternehmen gerückt. Ein weiteres wichtiges Kriterium stellt die fortlaufende, mit wachsender Geschwindigkeit stattfindende Urbanisierung dar. Die Bewohner sogenannter Megacities - mehr als 10 Millionen Einwohner - verlangen, neben guter Luft und sauberem Trinkwasser vor allem ein intaktes Mobilitätskonzept sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Daraus folgt, dass energieeffiziente Mobilitätslösungen im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung unerlässlich sind. Das Ziel, von einem Ort zum anderen zu kommen und dabei so wenig wie möglich CO2 zu emittieren gilt es in den Fokus zu rücken, denn Fakt ist, der Verkehr zählt zu den größten Treibhausgas-Emittenten.

Daraus ergeben sich folgende Forschungsfragen:

- Wie sehen die Umsetzungsmöglichkeiten alternativer Treibstoffe/Antriebssysteme aus?
- Können solche Alternativen wirtschaftlich betrieben werden?
- Gibt es bereits Erfahrungswerte im Einsatz mit alternativen Treibstof fen/Antriebssystemen im Alltag?

In dieser Seminararbeit sollen alternative Möglichkeiten im Bereich der Mobilität um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren analysiert werden. Dabei werden sowohl alternative Treibstoffe, als auch alternative Antriebssysteme im Gegensatz zu den klassischen fossilen Entwicklungen vorgestellt. Weiters wird mit deinem Best-Practice-Beispiel aus dem Bereich der Güterbeförderung die Dringlichkeit des Themas in der Öffentlichkeit untermalt. Im letzten Abschnitt werden die Erkenntnisse der Seminararbeit kurz zusammengefasst und ein Ausblick in die weitere Entwicklung des ‚Fuhrparks der Zukunft‘ gewagt.

2. Maßnahmen zur Umweltverbesserung

In diesem Abschnitt werden ausgesuchte Alternativen nach ihren ökologischen, technologischen und ökonomischen Aspekten analysiert. Dabei liegt der Fokus auf alternativen Treibstoffen und Antriebstechnologien. Themen wie Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung, die ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Gestaltung des Straßenverkehrs von morgen spielen, werden im Sinne der Themenabgrenzung nicht bearbeitet.

2.1 Einsatz alternativer Kraftstoffe

2.1.1 Erdgas

Erdgas stellt einen alternativen Kraftstoff für den herkömmlichen Verbrennungsmotor dar. Da Erdgas eine sehr geringe Energiedichte besitzt, wird es entweder durch hohen Druck verdichtet - Compressed Natural Gas (CNG) - oder durch eine drastische Temperatursenkung - Liquefied Natural Gas (LNG) - verflüssigt. Der geringe CO2-, Feinstaub- und Stickoxide-Ausstoß sind die Argumente die für diesen Treibstoff sprechen. Durch die Verwendung von Bioerdgas kann der CO2-Ausstoß sogar nahezu bis auf null gesenkt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Ressource auch bei steigenden Bedarfen für kommende Generationen ausreichend vorhanden ist. Besonders die Wirtschaftlichkeit spricht für diesen Treibstoff. Aufgrund der gesetzlichen Förderung sind die Betriebskosten eines Erdgasfahrzeugs bis zu 50 Prozent günstiger als die von Benzin bzw. Diesel betriebenen Autos. Somit besteht die Chance die höheren Anschaffungskosten durch Kostenersparnisse bei Betriebskosten und KFZ-Steuern schnell zu amortisieren. Außerdem kann Europa bereits eine vergleichsweise gut ausgebaute Infrastruktur aufweisen. Die vielen ökologischen sowie ökonomischen Vorteile bescheinigen Erdgas betriebenen Fahrzeugen eine hohe Tauglichkeit für den Massenmarkt.[1]

2.1.2 Biokraftstoff (Biodiesel / Pflanzenöle)

Auch Biokraftstoffe können im Wesentlichen wie fossile Kraftstoffe in konventionellen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Dabei gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten der Erzeugung von Biokraftstoffen. Entweder der gezielte Anbau in der Forst- und Landwirtschaft oder aber die Herstellung aus Bioabfällen. Biodiesel und Pflanzenöle komplettieren die Biokraftstoffe. Ein großer Vorteil stellt die weitgehend CO2 neutrale Biomasse dar, die bei ihrer Erzeugung (Anbau, Abbau) keinen großen Energieaufwand erfordert. Außerdem kann Biomasse nicht nur als Treibstoff sondern auch zur Herstellung von Strom und Wärme effizient verwendet werden. Momentan spricht noch der geringe Preis von Biodiesel für diese Art des Treibstoffs. Jedoch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse könnten eine schnelle Preissteigerung zur Folge haben. Außerdem kann bei der Herstellung von Biokraftstoffen vorhanden Infrastruktur genutzt werden.[2]

2.2 Verwendung alternativer Antriebstechnologien

2.2.1 Hybridantrieb

ÄAls Hybridantrieb bezeichnet man allgemein die Kombination verschiedener AntriebsPrinzipien oder verschiedener Energiequellen für eine Antriebsaufgabe innerhalb einer Anwendung. Diese kann sich auf alle Arten von Fahr- und Flugzeugen beziehen, wie beispielsweise Autos, Fahrräder bis zu schweren Fahrzeugen wie Schienenfahrzeuge, Schiffen oder Raketen.“[3]

Konkret handelt es sich bei einem Hybridfahrzeug, das sowohl mit einem Elektro- als auch mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, um eine Technologie die zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs unter Verwendung der heutigen Treibstoffe beitragen soll. Der Vorteil des emissionsarmen Elektromotors wirkt sich speziell im Stadtverkehr oder in Staus aus. Dabei gilt es zu beachten, dass in 45 Prozent der Reisezeit die volle Motorleistung gar nicht benötigt wird. Die Kombination der beiden Antriebe ermöglicht eine hohe Reichweite, schnelles Nachtanken sowie eine Rückgewinnung der Bremsenergie bei reduziertem Emissionsausstoß. Die vergleichsweise geringen Zusatzkosten bescheinigen dem Hybrid-Antrieb äußerst positive Zukunftschancen. Der aktuelle Fokus liegt darin, die Komplexität der Technik zu vereinfach und somit für den Massenmarkt, speziell im Hinblick auf Anschaffungskosten attraktiver zu gestalten.[4]

[...]


[1] Vgl. Klimaaktiv 2015

[2] Vgl. Lebensministerium.at 2015

[3] Wikipedia 2015, Stichwort: Hybridantrieb

[4] Vgl. Umweltbundesamt 2014, S. 50f

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Der Fuhrpark der Zukunft. Veränderungen im Logistiksektor
Hochschule
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Note
2,4
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V300998
ISBN (eBook)
9783656974932
ISBN (Buch)
9783656974949
Dateigröße
703 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fuhrpark, supply chain, hybrid, brennstoffzelle, biodiesel, alternative kraftstoffe, alternative antriebe
Arbeit zitieren
Martin Lutz (Autor), 2015, Der Fuhrpark der Zukunft. Veränderungen im Logistiksektor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300998

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