Windenergie und Landschaftsästhetik. Möglichkeiten der Konfliktminimierung


Studienarbeit, 2012

27 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Windkraft unter landschaftsästhetischen Aspekten
2.1 Definition ästhetischer Landschaft
2.2 Definitionen
2.3 Landschaftsästhetische Aspekte
2.4 Menschliche Wahrnehmung von Windkraftanlagen

3 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3.1 Rechtliche Definition einer Verunstaltung des Landschaftsbildes
3.2 Gesetzliche Grundlagen zu Windkraft und Landschaftsästhetik

4 Ursachen des Konflikts zwischen Windkraftanlagen und Landschaftsästhetik
4.1 Bisherige Fehlentwicklungen bei der Integration von Windkraftanlagen
4.2 Bürgerinitiativen

5 Ansätze zur Konfliktminimierung
5.1 Bewertung anderer Elemente der Kulturlandschaft und Integration in den
ländlichen Raum
5.2 Ansätze der attraktiven Integration von Windkraftanlagen in das
Landschaftsbild
5.3 Methoden zur Abschätzung der visuellen Wirkung von Windkraftanlagen

6 Synthese und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Größendimensionen von Windkraftanlagen im Vergleich mit anderen kulturlandschaftlichen Elementen

Abbildung 2: Fotomontage: Größenvergleich Atomkraft und Windkraft

Abbildung 3: Landschaft mit unterschiedlicher Anzahl an Windkraftanlagen

Abbildung 4: Ausrichtung der Anordnung der Windkraftanlagen an den morphologischen Strukturen

Abbildung 5: Ausrichtung der Anordnung der Windkraftanlagen an kulturlandschaftlichen Elementen

Abbildung 6: Sichtbarkeitsanalyse in ArcGIS

Tabellenverzeichnis

Ästhetische Bedürfnisse bei der Beurteilung einer Landschaft

1 Einleitung

Windkraftanlagen prägen seit einigen Jahrzehnten das Landschaftsbild einiger Regionen im Bundesgebiet. Durch die, seit der Atomreaktorkatastrophe in Japan fokussiert auf erneuerbare Energien ausgelegte, Energiepolitik wird der Ausbau der Windkraft zusätzlich gefördert. Bis 2025, so der Plan der Bundesregierung, soll der Anteil der Windkraft, bezogen auf den heutigen Stromverbrauch, auf 25% ansteigen (vgl. BMU 2012). Windkraftanlagen setzen die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie um. Dadurch wird eine CO2-neutrale Energieproduktion ermöglicht. Die Ausschöpfung der erneuerbaren Ressource Wind löst ehemalige Abhängigkeiten von instabilen Rohstofflieferanten und ermöglicht auch rohstoffarmen Ländern eine autarke Energieproduktion. Windkraft ist heute der Energieträger unter den erneuerbaren Energien, dem das größte Entwicklungspotential zugeschrieben wird. Dies bedeutet neben einer umweltschonenden Energieproduktion jedoch einen auch erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild. Die raum-zeitlichen Auswirkungen der Windkraft in der Landschaft sind ein in der Geographie bislang nur wenig behandeltes Thema. An diesem Punkt setzt diese Arbeit an. Ziel ist es, einen möglichst umfassenden Einblick in die Thematik Windkraft und Landschaftsästhetik zu gewähren.

Die Notwendigkeit, einen Wandel der Energieproduktionsmethoden zu vollziehen, wurde in der Wissenschaft bislang ausgiebig diskutiert und kann damit als hinreichend bekannt vorausgesetzt werden. Deswegen wird dies in der hier vorliegenden Arbeit nicht weiter angesprochen.

So besteht die Aufgabenstellung zunächst darin, die Grundlagen der Thematik Windkraft und Landschaftsästhetik darzustellen. Dazu wird zunächst ein Einblick in den Bereich der ästhetischen Landschaftswahrnehmung gewährt und anschließend diese mit der Anlage von Windkraftanlagen in der Landschaft verknüpft. Ein weiterer Aspekt hierbei ist die Wahrnehmung der Windkraftanlagen aus der psychologischen Perspektive. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Ursachen des Konflikts zwischen Landschaftsästhetik und Windkraftanlagen werden näher beleuchtet. Zuletzt werden noch als Möglichkeiten zur Minimierung des Konflikts Ansätze der Landschaftsarchitektur zur Integration von Windkraftanlagen und Analysen mit geographischen Informationssystemen vorgestellt.

2 Windkraft unter landschaftsästhetischen Aspekten

Windkraftanlagen haben durch ihre Errichtung in freier Landschaft Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Deren ästhetische Wahrnehmung in der Landschaft stellt einen wichtigen Aspekt bei der Nutzung von Windenergie dar.

2.1 Definition ästhetischer Landschaft

Bevor auf die ästhetischen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Landschaft eingegangen wird, gilt es zunächst zu erörtern, was unter ästhetischer Landschaft verstanden wird. Nur dann kann eine genauere Untersuchung der visuellen Wirkung von Windkraftanlagen erfolgen.

Die ästhetische Wahrnehmung der Landschaft und das Empfinden von Schönheit stellten einen subjektiven Vorgang dar. Dennoch gibt es einige Ansätze, um eine möglichst objektive Bewertung vornehmen zu können.

Die Ästhetik der Landschaft darf sich nicht nur auf einzelne Personengruppen beschränken, sondern muss den ästhetischen Ansprüchen eines möglichst großen Anteils der Bevölkerung entsprechen (vgl. Nohl 2001, S.22). Dies wird bei der Gestaltung und Entwicklung durch die Planungsästhetik berücksichtigt, allein individualästhetische Ansätze zu verfolgen, ist nicht ausreichend (vgl. Nohl 2001, S.22). Ein weiterer Aspekt ist die Betrachtung des ästhetischen Empfindens aus der zeitlichen Perspektive. Durch den kulturellen Wandel und die Weiterentwicklung der Gesellschaft ändern sich aus ästhetische Vorstellungen im Laufe der Zeit. Wurden die Alpen im 18. Jahrhundert noch als Bedrohung und Unberechenbarkeit gewertet, so wurde durch die Weiterentwicklung der Gesellschaft ihre Schönheit entdeckt und ihre Schutzwürdigkeit bemerkt (vgl. Nohl 2001, S.23). Dies lässt sich durch außerästhetische Weiterentwicklungen in der Gesellschaft erklären, diese resultieren immer in einer Änderung der Werthaltungen zu Ästhetik (vgl. Nohl 2001, S.23).

Die konkrete Beurteilung einer ästhetischen Landschaft erklärt Nohl (2001, S.30) durch die Erfüllung ästhetischer Bedürfnisse in der Landschaft (vgl. Tabelle 1). Die Schönheit einer Landschaft resultiert aus einer möglichst hohen Abdeckung dieser Bereiche.

Tabelle 1: Ästhetische Bedürfnisse bei der Beurteilung einer Landschaft

Quelle: Nohl 2009, S.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Philosophie und Geisteswissenschaften gliedern ästhetisch besondere Landschaften in weitere Unterkategorien. Zum einen werden Landschaften als schön wahrgenommen, die besondere Naturerscheinungen aufweisen wie Schluchten, Abstürze oder Gebirgsmassive (vgl. Schöbel 2012, S.27). Diese Landschaften werden als erhebend wahrgenommen. Zum anderen gibt es Landschaften, die als angenehm empfunden werden (vgl. Schöbel 2012, S.27). Damit werden Landschaften bezeichnet, die sich besonders aufgrund der Befriedigung aller Bedürfnisse auszeichnen. Beispiele hierfür sind Strände, Graslandschaften oder Waldränder. Zudem werden Landschaften als schön empfunden, wenn sie besonders durch ihre malerische Szenerie auffallen (vgl. Schöbel 2012, S.27). Bei Landschaften, die dieser Kategorie zugeordnet werden, wird von einer breiten ästhetischen Wahrnehmung ausgegangen. Zusätzlich zu dieser klassischen Unterteilung ästhetischer Landschaftskategorien kann eine weitere Untergliederung aufgeführt werden. Die meisten Alltagslandschaften lassen sich den bisher genannten Kategorien nicht zuordnen. Dennoch ist auch die Wahrnehmung dieser Landschaften aus der ästhetischen Perspektive durch die meisten Menschen durchweg positiv. Diese Landschaften stellen also eine weitere Kategorie dar, sie unterscheiden sich von den anderen durch ihre fehlende Makellosigkeit, dennoch erfahren auch sie eine ästhetische Wertschätzung in der Bevölkerung (vgl. Schöbel 2012, S.27).

Daraus lässt sich schon ein Problem in Hinblick auf die Landschaftsästhetik und Windkraftanlagen wahrnehmen. Menschen schätzen nicht nur besondere Landschaften ästhetisch hoch ein, selbst ästhetisch weniger wertvollen Landschaften wird eine Schutzwürdigkeit zugesprochen. Windkraftanlagen stören das Landschaftsbild und werden deshalb zum großen Teil der Bevölkerung abgelehnt. Andere Flächen zur Errichtung von Windkraftanlagen in der Landschaft sind jedoch nicht vorhanden. So muss ein Umdenken in der Bevölkerung und eine Änderung des bisherigen Vorgehens erfolgen, um diese in eigentlich weniger wertvollen Landschaften errichten zu können.

2.2 Definitionen

Im Zusammenhang mit dem Landschaftsbegriff gibt es einige Begriffe, deren Definitionen kurz aufgeführt werden.

Landschaft bezeichnet die Erfassung von Raumeinheiten, die sich in verschiedenen Dimensionen und Ebenen weiter untergliedern lassen (vgl. Schöbel 2012, S.37). Landschaften bezeichnen das Zusammenspiel morphologischer Grundstrukturen sowie deren anthropogener Überformung, erst durch die Synthese von Natur und Gesellschaft werden Landschaften erzeugt (vgl. Schöbel 2012, S.37). Diese lassen sich nach Art und Intensität der menschlichen Eingriffe unterscheiden.

Naturlandschaften definieren Landschaften ohne menschliche Eingriffe. Durch die Absenz anthropogener Überformung weisen diese Gebiete noch ihre natürlichen morphologischen Strukturen auf (vgl. Schöbel 2012, S.37). Bis in die heutige Zeit konnten sich aber nur kleinräumige Gebiete in diesem Zustand erhalten.

Kulturlandschaften sind wissenschaftlich besonders gut untersucht, Definitionen finden sich hingegen nur selten in der Fachliteratur (vgl. Heiland 2006, S.48). Kulturlandschaften bezeichnen durch Menschen überformte Landschaften. Darin sind sowohl Elemente und Texturen durch land- und forstwirtschaftliche Eingriffe zu finden wie auch bewusste Veränderungen der Landschaft zu deren Verschönerung wahrzunehmen (vgl. Schöbel 2012, S.37).

Charakterlandschaften weisen regional unterschiedliche Ausprägungen hinsichtlich Charakter und Struktur der Landschaft auf, zudem stellen diese die gewöhnliche landschaftliche Erfahrungsebene dar (vgl. Schöbel 2012, S.37). Diese berücksichtigen neben der räumlichen auch die zeitliche Komponente der Entwicklung. Weiterentwicklungen dieser Charakterlandschaften sind Industrielandschaften mit eindeutig industrieller Überformung sowie Energielandschaften, die die Produktion von Energie durch alternative Möglichkeiten wie Wind, Wasser oder Sonne bezeichnen.

Bei der Errichtung von Windkraftanlagen sind alle Dimensionen von Landschaften zu beachten (vgl. Schöbel 2012, S.37). Die Planung muss ein ganzheitliches Konzept darstellen und alle Aspekte einer umfassenden Standortplanung, ökonomische, technische und ästhetische Interessen vereinbaren. Windkraftanlagen greifen in diese bestehenden Landschaftsstrukturen ein, allerdings fügen sie sich als neue Elemente in die Landschaft ein und führen nicht, wie bei anderen Energieproduktionsmethoden, zu einer Überfremdung der Landschaft.

2.3 Landschaftsästhetische Aspekte

Die Auswirkungen der Errichtung von Windkraftanlagen auf die Landschaftsästhetik sind in Wissenschaft und Fachkreisen bereits vielfältig diskutiert worden. Neben überwiegend negativen Aspekten, die auch in der Bevölkerung weit verbreitet sind, gibt es jedoch auch positive Resonanzen auf Windkraftanlagen.

Die ästhetische Wirkung von Windkraftanlagen erfolgt primär über die Dimension der Anlagen. Die zeitliche Entwicklung der Größen der Anlagen, bestehend aus Turmhöhe, Rotorendurchmesser, Größe der Gondeln und des Turmfußes, ist beachtlich. Windkraftanlagen jüngerer Generationen befanden sich in Größenbereichen zwischen 50 und 100 Metern, neuere Typen erreichen Höhen von 180 Metern (vgl. Abbildung 1). Durch die zunehmende Größe der Anlagen werden in höhere Atmosphärenschichten erreicht, die konstantere und höhere Windverhältnisse aufweisen (vgl. Schöbel 2012, S.67). Allerdings fehlen in diesen Größenbereichen Bezugselemente in der Landschaft. Natürliche Elemente der Kulturlandschaft wie Bäume werden in Deutschland ca. 40 Meter hoch, anthropogene Elemente erreichen höhere Werte (vgl. Abbildung 1). Die in ländlichen Regionen gehäuft vorhandenen Kirchen erreichen durchschnittlich Höhen von 30 Metern, im Vergleich zu den neuen Windkraftanlagen also nur ein Viertel deren Größenordnung. Dadurch wird der fehlende Bezugsmaßstab besonders der neueren Anlagen in der Landschaft deutlich. Einige anthropogene Bauwerke erreichen durchaus höhere Größenordnungen, beispielweise der Kölner Dom sowie das Ulmer Münster ca. 160 Meter oder der größte Fernsehturm Deutschlands rund 380 Meter (vgl. Abbildung 1). Diese Bauwerke befinden sich jedoch meist in verstädterten Siedlungsgebieten, die als Standorte für Windkraftanlagen selten geeignet sind. In ländlichen Regionen sind die Bauwerke, die als Bezugsmaßstab dienen könnten weitaus geringer.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Größendimensionen von Windkraftanlagen im Vergleich mit anderen kulturlandschaftlichen Elementen

Quelle: Schöbel 2012, S.71

Vereinzelt gibt es jedoch auch dort so hohe Bauwerke, die in den Größenbereichen der Windkraftanlagen liegen. Atomkraftwerke, wie sie zum Beispiel im Münchner Norden vorhanden sind, greifen ebenfalls deutlich in das Landschaftsbild ein. Der Kühlturm des Atomkraftwerks Isar2/OHU ist nur gering niedriger als die neuesten Windkraftanlagen, wirkt aufgrund der höheren Masse jedoch viel stärker in das Landschaftsbild ein (vgl. Abbildung 2). Die Tatsache, dass andere Wege der Energieproduktion greifen ebenso in das Landschaftsbild eingreifen, wird leicht übersehen. Zumal sich die ästhetische Wirkung von Atomkraftwerken im Vergleich zu Windkraftanlagen deutlich unterscheidet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Fotomontage: Größenvergleich Atomkraft und Windkraft[1]

Neben den Größendimensionen gibt es noch weitere Auswirkungen der Windkraftanlagen auf die Landschaftsästhetik. Die Eigenart einer Landschaft kann durch die Errichtung von Windkraftanlagen deutlich beeinträchtigt werden (vgl. Nohl 2010, S.9). Der Charakter der Landschaft unterliegt dadurch einer Veränderung, dieser Wandel wird von der Bevölkerung jedoch häufig als ein Verlust oder eine starke Degradierung ihrer Heimat empfunden (vgl. Nohl 2010, S.9).

Ein weiterer Aspekt ist die technische Überfremdung der Landschaft (vgl. Nohl 2010, S.9). Erholungssuchende wie auch die ansässige Bevölkerung suchen einen Kontrast zu den technisierten Urbanisierungsgebieten, die Errichtung von technischen Anlagen in naturgeprägten Kulturlandschaften wird deshalb als besonders störend empfunden (vgl. Nohl 2010, S.9). Ratzbor (2011, S.6) spricht in diesem Zusammenhang auch von Industrielandschaften, der Wert ehemaliger naturnaher Landschaften sinkt erheblich.

Ein weiterer Aspekt sind Strukturbrüche in der Landschaft (vgl. Nohl 2010, S.9). Windkraftanlagen verändern die Gliederung und Struktur der meist horizontal ausgerichteten Kulturlandschaften und schaffen aufgrund fehlender Dimensionsmaßstäbe in der Landschaft neue Bezugspunkte. Dadurch erfährt die bislang naturgeprägte Gliederung und Ordnung der Landschaft eine deutliche Veränderung, die ästhetische Orientierung in der naturnahen Landschaft wird durch die technischen Elemente überformt (vgl. Nohl 2010, S.9) Die vertikale Dominanz der Anlagen im Landschaftsbild wird häufig auch als Horizontverschmutzung bezeichnet (vgl. Nohl 2010, S.10). Die Rotorenbewegung lässt eine optische Unruhe im Landschaftsbild entstehen, wodurch das Bedürfnis der Menschen nach Erholung und Ruhe nachhaltig gestört wird (vgl. Nohl 2010, S.11)

Weite und übersichtliche Landschaften weisen ungestörte Blickfelder mit visuellen Fernzielen auf. Durch die Errichtung von Windkraftanlagen erfahren ehemals ungehinderte Blickfelder eine Belastung auf, besondere Sichtbeziehungen können durch Windkraftanlagen nachhaltig negativ beeinflusst werden (vgl. Nohl 2010, S.10). Die große Höhe und fehlende maßstäbliche Bezugselemente in der Landschaft lassen Windkraftanlagen über eine hohe Raumwirksamkeit verfügen, die bei guter Sicht auch in Entfernungen von 50 bis 60 Kilometern noch zu sehen sind (vgl. Nohl 2010, S.10). Die Wahl ungünstiger, exponierter Standorte kann zu Sichtverriegelungen führen, die eine deutliche Abwertung der landschaftlichen Ästhetik darstellen (vgl. Nohl 2010, S.11).

Es gibt somit viele Aspekte, die auf eine negative Resonanz im Hinblick auf Windkraft und Landschaftsästhetik hinweisen. Jedoch gibt es auch gegenteilige Meinungen. Schöbel (2012, S.76) sieht die Möglichkeit der kontextuellen Einpassung der Windkraftanlagen in die Landschaft. Dadurch können auch landschaftsästhetisch weniger bedeutende Regionen aufgewertet werden. Marquardt (vgl. Ratzbor 2011, S.10) sieht einen zusätzlichen touristischen Nutzen in Windkraftanlagen. Durch die landschaftsästhetische Einpassung können neue Landschaftsbilder entstehen, die als Alleinstellungsmerkmale im Fremdenverkehr genutzt werden können.

[...]


[1] Quelle: http://www.ludwighartmann.de/wp-content/uploads/2013/07/17172_1237785620 578_1107365191_30816517_4402959_n_02.jpg

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Details

Titel
Windenergie und Landschaftsästhetik. Möglichkeiten der Konfliktminimierung
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Spezielle Fragen zur Geographie der Erneuerbaren Energien
Autor
Jahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V302615
ISBN (eBook)
9783668007710
ISBN (Buch)
9783668007727
Dateigröße
1003 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Windkraft, Landschaftsästhetik
Arbeit zitieren
Barbara Hedeler (Autor), 2012, Windenergie und Landschaftsästhetik. Möglichkeiten der Konfliktminimierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302615

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