Inwiefern ist Abtreibung in der heutigen Zeit in der BRD ethisch vertretbar? Differenzierte Auseinandersetzung mit ethischen, religiösen und politischen Aspekten


Facharbeit (Schule), 2015
21 Seiten, Note: 14 NP

Leseprobe

Gliederung

1. Die Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Informationen zur Quellenlage
1.3 Beschreibung des methodischen Vorgehens und der Ziele

2. Der Hauptteil
2.1 Erklärung zentraler Begriffe
- Abtreibung
- Pränatal Diagnostik
- Ethikkommission
- Präferenzutilitarismus
2.2 Ergebnisse aus einzelnen Teilbereichen
2.2.1 Ethische Aspekte der Abtreibung
2.2.1.1 Darstellung von Inhalten Teilbereich 1
2.2.1.2 Schlussfolgerung aus Teilbereich 1
2.2.2 Gesetzliche Grundlage der Abtreibung 2015 in Deutschland
2.2.2.1 Darstellung von Inhalten Teilbereich 2
2.2.2.2 Schlussfolgerung aus Teilbereich 2
2.2.3 Statistiken zu Abtreibungen in Deutschland
2.2.3.1 Darstellung von Inhalten Teilbereich 3
2.2.3.2 Schlussfolgerung aus Teilbereich 3
2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
2.3.1 Inhaltliche Zusammenfassung

3. Schlussteil
3.1 Rückblick auf den Arbeitsprozess
3.2 Ausblick zum Thema/Problem

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Relevanz des Themas

Das Thema „Abtreibung“ taucht in den heutigen Medien, wie z.B. im Internet (Diskussionsforen, Facebook, etc.) und in Magazinen und Zeitschriften (Die Welt, Spiegel, die Zeit, etc.) sehr häufig auf. Die Aktualität und Wichtigkeit der Diskussion um die ethische Vertretbarkeit der Abtreibung hat mich ebenfalls bereits zum Nachdenken angeregt. Dieser große Grundstoff für Diskussion hat mich darauf gebracht dieses Thema als Seminarkursthema zu wählen.

Mir war klar, dass es eine enorme Flut an Informationen zum Thema Abtreibung im Internet gibt. Doch was mich wirklich überrascht hat ist, dass fast alle Quellen sich vehement gegen Abtreibung aussprechen. Um ihre Argumente noch repräsentativer zu machen, greifen die Menschen nicht nur auf argumentative Methoden zurück, sondern auch auf viele Bilder oder Videoaufnahmen. In diesen Bildern und Videos wird der Prozess der Abtreibung im genausten wiedergegeben.

Bei dem Anblick eines toten Embryos, wissen die meisten Menschen wahrscheinlich nicht, wie sie damit umgehen sollen. Nach dem Betrachten dieser Bilder, fällt es den meisten schwer, eine sachliche Diskussion in Erwägung zu ziehen. Diese Sachverhalte stellen vermutlich auch das grundlegende Problem der sachlichen Diskussion dar. Die durch diese Bilder hervorgerufene Emotionalität, ist sicher auch ein sehr wichtiger Grund für die Popularität dieser Diskussion in Deutschland. In den Medien ist die „moralische Vertretbarkeit der Abtreibung“ eines der am häufigsten diskutierten ethischen Probleme. Eine wichtige Rolle in dieser Diskussion spielt somit auch der Staat, da dieser festlegt, ob Abtreibungen gesetzlich erlaubt oder verboten werden sollten. Ein weiteres Problem dieser ethischen Diskussion ergibt sich auch daraus, dass die Menschen im Internet einfach ihre Meinung schreiben ohne meistens länger darüber nachgedacht zu haben. Somit finden sich im Netz häufig schlecht Begründete oder falsche Argumentationen, die die Recherche erschweren.

1.1 Informationen zur Quellenlage

Wie in der Einleitung bereits erwähnt, gibt es sehr viele Quellen zur Diskussion der ethischen Vertretbarkeit der Abtreibung. Im Netz ist ein großes Hindernis der sachgemäßen Recherche die große Anzahl und Willkürlichkeit der vielen Meinungen von verschiedenen Personen, die ihrer zum Teil unüberlegten Meinung freien Lauf lassen. Mit Expertenmeinungen aus wissenschaftlichen Magazinen und Büchern, die es ebenfalls in reichlicher Anzahl gibt, ist es möglich eine differenzierte und besser überlegte Argumentation zu diesem Thema zu finden.

1.2 Beschreibung des methodischen Vorgehens und der Ziele

Zuerst werde ich die wichtigsten Begriffe erklären, die für meine Seminararbeit von großer Bedeutung sind. Danach stelle ich verschiedene ethische und religiöse Einstellungen vor.

Im Anschluss, werde ich einen genaueren Einblick in die aktuelle gesetzliche Lage der Bundesrepublik Deutschlands geben und einen Einblick in die Abtreibungsstatistiken der Bundesrepublik geben. Als Ziel habe ich mir gesetzt, einen Kompromiss zwischen den ethischen und religiösen Einstellungen der Menschen zum Thema Abtreibung aufzustellen.

2. Der Hauptteil

2.1 Erklärung zentraler Begriffe

Abtreibung:

Auch genannt „Schwangerschaftsabbruch“

„Ein Schwangerschaftsabbruch (umgangssprachlich auch Abtreibung) [...] ist die absichtliche vorzeitige Beendigung einer unerwünschten oder die Gesundheit der Frau gefährdenden Schwangerschaft. Die Leibesfrucht überlebt den Eingriff normalerweise nicht."1

Pränataldiagnostik:

„Der Begriff Pränataldiagnostik (Abkürzung PND) [...] bezeichnet Untersuchungen an ungeborenen Kindern (Föten) und schwangeren Frauen (vgl. auch Früherkennung von Krankheiten).“2 (Seminararbeit Christian Fink).“

Ethikkommission:

Die Ethikkommission ist ein Teil der Bundesärztekammer. Die Ethikkommission ist in ihrer Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unabhängig. Ihre Aufgabe besteht darin,

- die Fragen, die durch den technischen Fortschritt aufgeworfen werden zu beantworten.
- die ethischen Fragen, die bei ärztlicher Berufsausübung von grundsätzlicher Bedeutung sind zu beantworten.
- eine ergänzende Beurteilung (wenn nötig) einer ethischen Frage von grundsätzlicher Bedeutung zu beantworten.

(vgl.3 )

Die Ethikkommission muss bei der Beantwortung von ethischen Fragen alle Standpunkte der verschiedenen Meinungsgruppen vertreten, um dann einen Kompromiss zu finden, der dann als Beantwortung der Frage gilt. Um einen fairen Kompromiss zu finden müssen alle ethischen Meinungen vertreten sein. Die momentane Zusammensetzung der Ethikkommission sieht folgend aus:

Zentrale Ethikkommission:

- Bis zu 16 Mitglieder, mindestens 12 Mitglieder:
- 5 Vertreter der Medizin
- 2 Vertreter der Philosophie oder Theologie
- 2 Vertreter der Naturwissenschaften
- 1 Vertreter der Sozialwissenschaften
- 2 Vertreter der Rechtswissenschaften

Präferenzutilitarismus:

Um den Begriff Präferenzutilitarismus zu verstehen muss man zuerst den Begriff Utilitarismus erklären, auf welchen die Denkweise des Präferenzutilitarismus aufbaut.

„Der Utilitarismus […] ist eine wertende (normative) Form der zweckorientierten (teleologischen) Ethik. […]Grundlage für die ethische Bewertung einer Handlung ist das Nützlichkeitsprinzip […] „Diejenige Handlung bzw. Handlungsregel (Norm) ist im sittlichen bzw. moralischen Sinne gut bzw. richtig, deren Folgen für das Wohlergehen aller von der Handlung Betroffenen optimal sind.“4

Auf das Beispiel der Abtreibung bezogen, wären die Folgen der Handlung nicht für alle Beteiligten optimal. Somit wäre nach der Form des Utilitarismus eine Abtreibung ethisch nicht korrekt, wenn man dem abgetriebenen Fötus den gleichen ethischen Wert zuspricht, wie z.B. der betroffenen Frau, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden hat, da der Fötus dann einer der Betroffenen wäre. „Den Kern des Utilitarismus kann man auch in der Forderung zusammenfassen: „Handle so, dass das größtmögliche Maß an Glück entsteht!“(4)

„Der Präferenzutilitarismus, auch Interessenutilitarismus oder ökonomischer Utilitarismus, ist eine moderne Variante des Utilitarismus, die vor allem vom australischen Philosophen Peter Singer entwickelt wurde.“5

„[…] so nimmt der Präferenzutilitarismus die Beachtung der Präferenzen aller betroffenen Wesen als Maßstab, um eine Handlung und deren Auswirkungen zu beurteilen. […]Der Begriff Präferenz bezeichnet hier die generellen rationalen und emotionalen Interessen eines Wesens.“(5)

Das heißt, dass die Person, die nach dem Prinzip des Präferenzutilitarismus handelt, für sich selbst den ethischen Wert der betroffen Personen bestimmt. Die Präferenz liegt hierbei meistens bei der Person, die die Handlung ausführt. Somit ist der ethische Wert der von der Handlung betroffenen Person häufig geringer, als der der ausführenden Person der Handlung und somit ist diese für die ausführende Person ethisch vertretbar. Somit ist die Abtreibung auf diese Denkweise bezogen ethisch vertretbar, wenn der Fötus einen geringeren ethischen Wert von der schwangeren Frau zugesprochen bekommt, als sie ihn sich selbst zuspricht.

2.2 Ergebnisse aus einzelnen Teilbereichen

2.2.1 Ethische Aspekte der Abtreibung

2.2.1.1 Darstellung von Inhalten Teilbereich 1

Die Frage, ob eine Abtreibung ethisch und moralisch Vertretbar ist, ist eine sehr heikle Frage, die man nicht eindeutig beantworten kann. Jeder Mensch an sich, der sich mit diesem Thema auseinander gesetzt hat, vertritt seine ganz eigene und individuelle Position zu diesem Thema. Die Beantwortung dieser Frage ist für den gesetzgebenden Staat sehr wichtig, da er ein Gesetz entwerfen muss, mit dem alle Denkweisen, moralischen und ethischen Einstellungen der Menschen vertreten sein müssen. Da es wie bereits gesagt keine genaue Antwort auf diese Frage gibt, muss der Staat ein Gesetz entwickeln, welches einen Kompromiss bildet, der alle Einstellungen und Positionen zu diesem Thema erfasst. Ein wichtiger Teil dieser Gesetzgebung ist die Ethikkommission (siehe zentrale Begriffe).6

[...]


1 http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch (15.03.2015)

2 http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4nataldiagnostik (15.03.2015)

3 http://de.wikipedia.org/wiki/Bundes%C3%A4rztekammer (17.03.15)

4 http://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus (17.03.15)

5 http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ferenzutilitarismus (17.03.2015)

6 http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/159793/schwangerschaftsabbruch#footnode6-6 (18.03.15)

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Details

Titel
Inwiefern ist Abtreibung in der heutigen Zeit in der BRD ethisch vertretbar? Differenzierte Auseinandersetzung mit ethischen, religiösen und politischen Aspekten
Note
14 NP
Autor
Jahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V311933
ISBN (eBook)
9783668108998
ISBN (Buch)
9783668109001
Dateigröße
563 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Seminararbeit, Seminarkurs, Abtreibung, Ethik
Arbeit zitieren
Constantin Matz (Autor), 2015, Inwiefern ist Abtreibung in der heutigen Zeit in der BRD ethisch vertretbar? Differenzierte Auseinandersetzung mit ethischen, religiösen und politischen Aspekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311933

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