"Stuck in the Middle"-Stand. "Sandwich-Unternehmen" zwischen KMU und Konzern

Companies situated between the SME and the corporation. The outline of a new enterprise: the "sandwich company"


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2015
154 Seiten

Leseprobe

“Stuck in the Middle”-Stand

Unternehmen zwischen KMU und Konzern.

Eine Darstellung des neuen Unternehmenstypus Sandwich-Unternehmen.

Hanno Hagemann

Hanno Hagemann (Jahrgang 1981) studierte berufsbeglei­tend Betriebswirtschaft an der privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Vechta (FHWT). 2008 absolvierte er erfolgreich die Prüfung zum Diplom Kaufmann (FH).

Während seines Studiums und darüber hinaus bis 2010 arbeitete er in führender Position bei einer regionalen Bank, für die er unter anderem wissenschaftliche Veröffent­lichungen zum Thema „Ratingverfahren“ und „Handlungs­empfehlungen zur Projektfinanzierung von erneuerbaren Energie-Projekten“ verfasste.

Seit 2011 ist er als geschäftsführender Gesellschafter für das hanseatische Familienunternehmen DS Produkte GmbH verantwortlich. Das 1973 von Dieter Schwarz gegründete Unternehmen ist als Importeur und Exporteur innovativer Produkte in seiner Firmengeschichte kontinuierlich gewachsen und groß geworden.

Mit seinen andauernden Studien zum Thema „Familien­unternehmen“ verfolgt er das Ziel, dass sich DS Produkte zu einem großen, international agierenden Handelshaus weiterentwickeln kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die ganze Welt spricht vom „German Mittelstand"1 und doch weiß niemand so recht was gemeint ist. Die Analysen und Untersuchungen der KMU nach IFM oder Europäischer Union, gepaart mit den nicht eindeutigen Definitionsversuchen von Familienunternehmen und Mittelstand als Sammelbegriff, führt zur Verwirrung auf ganzer Linie. Trennscharf zwischen KMU, Mittelstand und Familienunternehmen zu unterscheiden fällt schwer. Eine weitere Abgrenzung und deren Bedeutung für die Volkswirtschaft soll dieser Beitrag liefern.

Tabelle 1 zeigt die derzeit gültigen Definitionen nach quantitativen Merkmalen wie Umsatz und Beschäftigungsanzahl der verschiedenen Institutionen, anhand derer Unternehmen für üblich eingeordnet und klassifiziert werden können. Auch der deutsche Staat greift auf diese Klassifizierungen zurück, um Klein- und Kleinstuntemehmen in allen Belangen gerecht zu werden.

Tabelle 1: Übersicht über quantitative Abgrenzungen von KMU in Anlehnung an Becker & Ulrich, Mittelstandsforschung: Begriffe, Relevanz und Konsequenzen, 2011

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellen: HGB, 2014 , Institut für Mittelstandsforschung Bonn, 2002 ,

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN, 2003, Becker, Fischer, Staffel, & Ulrich, 2008

Hierbei ist zu beachten, dass mindestens zwei der drei aufgelisteten Kriterien zutreffen müssen, damit ein Unternehmen in die Kleinen- und Mittleren Unternehmen eingestuft werden kann. Die zu beachtenden Kriterien zur Klassifizierung sind in jeder Tabelle unter „Kriterien“ angeführt.

Die Unternehmensklassifikationen werden durch die folgende Tabelle 2 ergänzt. Diese zeigt die Abgrenzungen der Mindestgröße von anmutenden Konzernen, die nach der Definition der Stiftung Familienunternehmen auch zum Teil dem Mittelstand zugeordnet werden müssen. Dieses Segment der Unternehmensklassifizierung, den s.g. Konzernen oder Großunternehmen, von der Stiftung Familienunternehmen auch „Top 500“ Unternehmen genannt, bilden die größentechnische Spitze der Unternehmensklassen.

So bildet hier jeweils das Unternehmen mit den meisten Beschäftigten, und / oder das mit dem höchsten Umsatz die Obergrenze des Mittelstands. Diese Grenze ist somit dynamisch und verschiebt sich von Studie zu Studie. Dementsprechend gibt es nach oben keine andere definitorische Grenze als die des größten Unternehmens im „German Mitteistanď und wird daher im Folgenden als unendlich definiert.

Tabelle 2: Übersicht über quantitative Abgrenzungen von Konzernen in Anlehnung an die Top 500

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Stiftung Familienunternehmen, 2011

Betrachtet man diese Definitionen von Unternehmensklassen im Mittelstand, fällt auf, dass eine Definitionslücke zwischen KMU und Konzern besteht.

Zieht man hierzu als Vergleich die Diskussion um die s.g. Sandwich-Generation heran, die zum einen für sich und zum anderen für Kinder und / oder Eltern, sowie Großeltern Sorge tragen müssen2, zeigt die soziologische „Stuck in the Middle“ Stellung unserer heutigen Gesellschaft eine Analogie zum hier beschriebenen Themenfeld im „German Mittelstand“.

Unternehmen zwischen der Definition KMU in Tabelle 1 und der Definition der Konzerne / „Top 500“ in Tabelle 2 sind ebenfalls „Stuck in the Middle“. Dieser Unternehmenstypus wird daher von jetzt an als Sandwich-Unternehmen (SU) bezeichnet und füllt die aufgetane Definitionslücke.

Abbildung 1: Grafische Aufbereitung der quantitativen Abgrenzungen der Unternehmenstypologie im „German Mittelstand“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Eigene Darstellung)

In Tabelle 3 sind die quantitativen Merkmale der Sandwich-Unternehmen aufgeführt, die benötigt werden, um die Betrachtung des „German Mittelstanď in Hinsicht auf die quantitativen Merkmale zu vollenden.

Aufgrund der Komplexität der nun gefüllten Definitionslücke ist es notwendig, die Sandwich­Unternehmen in vier Bereiche zu unterteilen. Diese Bereiche decken jeweils die durch Umsatzzahlen und Beschäftigte bedingten Lücken zwischen KMU und Konzern. Zur Veranschaulichung sind diese Bereiche als I bis IV in Abbildung 1 in der Gesamtheit des Mittelstands eingetragen.

Tabelle 3: Übersicht über quantitative Abgrenzung von Sandwich-Unternehmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Eigene Darstellung)

Eine Analyse der Merkmale aus Tabelle 3 in den Datenbanken des Verbands der Vereine Creditreform e.V., Markus-Datenbank3 und der Hoppenstedt Firmendatenbank der Firma Bisnode Deutschland GmbH4 hat ergeben, dass es in Deutschland im Jahr 2012 10.239 Sandwich-Unternehmen gibt, auf welche die genannten Kriterien zutreffen. Hiervon fallen knapp 90% der Unter­nehmen auf die Gebiete der alten Bundes­länder, ausgenommen Berlin. Eine ausführ­liche Liste aller Sandwich-Unternehmen befindet sich im Anhang.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dies ist im Vergleich zu den Konzernen eine mehr als 3-mal so hohe Anzahl an Unternehmen. Konzerne bzw. Großunternehmen sind im Jahr 2012 laut den oben erwähnten Datenbanken mit nur circa 3.250 auf die entsprechenden Merkmale zutreffenden Unternehmungen vertreten.

Die Bedeutung der Sandwich-Unternehmen wurde im Folgenden nun am Beispiel des Großhan­dels evaluiert und zeigt, dass die Besetzung der Definitionslücke im „German Mittelstand' durch die Sandwich-Unternehmen sinnig und sinnvoll ist.

Abbildung 3: Umsatz der Sandwich-Unternehmen im Großhandel 2012 und BIP in den Bundesländern 2012, eigene Darstellung in Anlehnung an die Top 500 Analyse der Stiftung Familienunternehmen5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Setzt man den kumulierten Umsatz der Sandwich-Unternehmen im Großhandel in den einzelnen Bundesländern in Bezug zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt der Bundesländer6, so schneiden Hessen mit 14% und Hamburg sogar mit 19% überdurchschnittlich gut ab, während die Spitzenreiter der absoluten Zahlen, Nordrhein-Westfalen und Bayern mit jeweils 9% vielmehr durchschnittlich abschneiden. Diese Relation zeigt die Bedeutung der Sandwich-Unternehmen in den jeweiligen Bundesländern. Diese Analyse spiegelt das Bild der Verteilung der Sandwich-Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland wider. Die neuen Bundesländer sind mit einem Umsatz-BIP-Quotienten von nur 2-3% ebenfalls unterdurchschnittlich.

Der Vergleich zum Gesamtumsatz des Großhandels in 2012 zeigt, dass Sandwich-Unternehmen im Großhandel kumuliert EUR 235,4 Milliarden, also etwa 20% des gesamten Großhandelsumsatzes generieren.

Betrachtet man in Abbildung 4 die Größe der Sandwich-Unternehmen, gemessen an der Anzahl der dort beschäftigten Menschen in Beschäftigungsklassen, ist eindeutig zu sehen, dass der Großteil der Sandwich-Unternehmen im Großhandel, 1.552 Unternehmen, in dem Bereich von 50 bis 249 Beschäftigten liegt. Dies entspricht einem Anteil von fast 46% der betrachteten Unternehmen.

Abbildung 4: Anteil der Sandwich-Unternehmen nach Beschäftigungsklassen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an die Top 500 Analyse der Stiftung Familienunternehmen (vgl. Stiftung Familienunternehmen, 2011 )

Wird der generierte Umsatz zum Vergleich herangezogen, stellt diese Beschäftigungsklasse jedoch nur etwa 29% des von den Großhandels-Sandwich-Unternehmen erwirtschaften Gesamtumsatzes. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Unternehmen in der Beschäftigungsklasse von 0 bis 9 und 10 bis 49 Mitarbeitern einen sehr viel höheren Umsatz pro Beschäftigten erwirtschaften.

Somit sind die Sandwich-Unternehmen trotz ihrer „Stuck in the Middle“ Position im Mittelstand keineswegs zu vernachlässigen. Sie generieren, auf Basis des betrachteten Beispiels hochaggregiert, etwa ein Fünftel des Umsatzes des „German Mittelstands“ und stellen ein Vielfaches mehr Unternehmen als die oft beachteten Großunternehmen. Sandwich-Unternehmen sind so im Hinblick auf die Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft nicht zu vernachlässigen.

Diese Unternehmensgruppe rein quantitativ zu betrachten, ist allerdings nicht ausreichend und sollte daher, wie bereits in der Literatur für andere Mittelstandstypologien angedacht, auf qualitative Weise erweitert und betrachtet werden7. Auch die Validierung des Beispiels durch die Anwendung auf andere Bereiche der Sandwich-Unternehmen sollte in Zukunft erfolgen. Die Sandwich-Unternehmen sind für die deutsche Volkswirtschaft alles andere als „Stuck in the Middle“-Stand, Sandwich-Unterneh­men bilden das Zentrum des „German Mittelstands“.

In Zukunft wird der Fokus, insbesondere in Bezug auf familiäre Eigentums- und Leistungsfaktoren, auf die qualitative Erforschung des Mittelstandstypus Sandwich-Unternehmen und deren Erfolgsfaktoren gerichtet.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Grafische Aufbereitung der quantitativen Abgrenzungen der Unternehmenstypologie im „German Mittelstand“, eigene Darstellung.

Abbildung 2: Verteilung der Sandwich-Unternehmen in Deutschland, eigene Darstellung.

Abbildung 3: Umsatz der Sandwich-Unternehmen im Großhandel 2012 und BIP

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 : Übersicht über quantitative Abgrenzungen von KMU in Anlehnung an (Becker & Ulrich, Mittelstandsforschung: Begriffe, Relevanz und Konsequenzen, 2011)

Tabelle 2: Übersicht über quantitative Abgrenzungen von Konzernen in Anlehnung an die Top 500

Tabelle 3: Übersicht über quantitative Abgrenzung von Sandwich-Unternehmen, eigene Darstellung

Literaturverzeichnis

Becker, W., & Ulrich, P. (2011). Mittelstandsforschung: Begriffe, Relevanz und Konsequenzen. Stuttgart: Kohlhammer.

Becker, W., Fischer, S., Staffel, M., & Ulrich, P. (2008). Implementierungsstand von Unternehmensführung und Controlling im mittelständischen Unternehmen. Bamberger Betriebswirtschaftliche Beitrage - BBB Nr. 149.

Bisnode Deutschland GmbH. (31.10.2014). Firmendatenbank Hoppenstedt. Von Bisnode: http://www.hoppenstedt-firmendatenbank.de/ abgerufen

Borchers, A. (1997). Die Sandwich-Generation - Ihre zeitlichen und finanziellen Leistungen und Belastungen. Frankfurt/Main; New York: Campus Verlag.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. (2014). German Mittelstand: Motor der deutschen Wirtschaft. Berlin: BMWi.

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN. (20.05.2003). Amtsblatt der EU Nr. L 124/36. EMPFEHLUNG DER KOMMISSION vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen. Brüssel: Europäische Union.

HGB. (2014). Handelsgesetzbuch. Berlin: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Institut für Mittelstandsforschung Bonn. (01.01.2002). Definition des Begriffs der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Abgerufen am 23.10.2014 von IfM Bonn: http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-des-ifm-bonn/

Statistisches Bundesamt. (31.10.2014). Destatis. Von Statistische Ämter des Bundes und der Länder: http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/deJb27Jahrtab65.asp abgerufen

Stiftung Familienunternehmen. (2011). Die Volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen. München: Stiftung Familienunternehmen.

Verband der Vereine Creditreform e.V. & Bureau van Dijk Electronic Publishing GmbH. (31.10.2014). Markus. Von Creditreform: https://markusneo.bvdep.com abgerufen

“Stuck in the Middle”-Stand

Companies situated between the SME and the corporation

An outline of a new category of enterprise - the ‘sandwich company’.

Hanno Hagemann

Hanno Hagemann (bom 1981) combined employment with Management Studies at the private College of Business and Technology Studies in Vechta (FHWT). In 2008 he graduated in Business Administration.

During his studies and beyond up to 2010 he held a ma­nagement position at a regional bank, for which he publis­hed scientific studies on subjects such as ‘Rating procedures’ and ‘Recommendations on the financing of renewable-energy projects’.

Since 2011 he has been responsible for the hanseatic family company DS Produkte GmbH as managing partner. Foun­ded in 1973 by Dieter Schwarz, the company has experien­ced steady growth as an importer and exporter of innovative products.

The objective behind his ongoing studies on the subject of family-owned and operated enterprises is to help DS Produk­te to develop into a major trading company with international operations.

illustration not visible in this excerpt

Everybody talks about the ‘German Mittelstand’1 but in fact nobody really knows exactly what the term means. When combined with attempts to define the ‘family company’ or the ‘medium-sized enterprise’ as a collective term, none of which provide final clarity, the analyses of SMEs along IFM or European Union lines lead to confusion all along the line. It is difficult to draw sharp dividing lines between SMEs, the ‘Mittelstand’ and family enterprises. The aim of this article is to provide further criteria for the sepa­ration of these types of enterprise, and to outline their significance for the economy.

For the various types of institution Table 1 shows the current definitions - based on quantitative features such as turnover and employee numbers - on the basis of which companies can normally be classified and allocated to categories. These classifications are also used by the German state when it comes to the appropriate treatment of small and micro enterprises in all matters relating to them2.

Table 1: Outline of quantitative delimitations of SMEs as proposed by (Becker & Ulrich, Mittelstandsforschung: Begriffe, Relevanz und Konsequenzen, 2011)

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Quellen: HGB, 2014 , Institut für Mittelstandsforschung Bonn, 2002 ,

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN, 2003, Becker, Fischer, Staffel, & Ulrich, 2008

It must be kept in mind here that at least two of the three indicated criteria must be met in order for a company to be classified among SMEs. In each table the classification factors to be taken into consideration are listed under ‘Criteria’.

These enterprise classifications are supplemented by Table 2 below. It shows the delimitations in terms of minimum size of enterprises which appear to be corporations but which, in accordance with the definition of Stiftung Familienunternehmen (Family Enterprise Foundation), should also in part be classified among the ‘Mittelstand’6. In terms of size this category of enterprise, the so-called corporations, also referred to by Stiftung Familienunternehmen as the ‘Top 500’ companies, forms the peak of these company classifications.

Accordingly in each case the company with the greatest number of employees and/or the highest turnover forms the upper limit of the SME category. This limit is therefore dynamic and tends to vary from study to study. As a result, at the upper level there is no other limit in terms of definition than that of the largest company within the ‘German Mittelstand’, and this is therefore defined below as infinite.

Table 2: Outline of quantitative delimitations of corporations in terms of the Top 500

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Quelle: Stiftung Familienunternehmen, 2011

If for terms of comparison we refer to the discussion about the so-called ‘sandwich generation', who need to take care not only of themselves but also of their children and/or parents or even grandparents7, the sociological ‘stuck in the middle' status of our present-day society provides an analogy for the subjects described here in relation to the ‘German Mittelstand'.

Companies situated between the definition of the SME in Table 1 and the definition of the corporation / 'Top 500’ in Table 2 are also ‘stuck in the middle’. This type of company will therefore from now on be described as a ‘sandwich company' (SU) and will fill the gap which has been revealed in the relevant definitions.

Fig. 1 : Diagram of the quantitative delimitations among types of company within the .German Mittelstand1,

illustration not visible in this excerpt

(author’s illustration)

Table 3 lists the quantitative features of sandwich companies, characteristics which are required in order to round off the analysis of the .German Mittelstand“ in terms of quantitative criteria.

Because of the complexity of the definition gap which has now been filled, it is necessary to divide sand­wich companies into four segments. In each case these segments cover the gaps between the SME and the corporation created by the applicable turnover and employee figures. The different groups appear as Segments I to IV in Fig. 1, covering the whole ‘Mittelstand’ spectrum.

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Table 3: Outline of the quantitative delimitations of sandwich companies

(author's own illustration)

An analysis of the features shown in Table 3 within the databases of the Verband der Vereine Creditreform e.V. (Union of Credit Rating Agencies), Markus-Datenbank and the Hoppenstedt corporate database of Bisnode Deutschland GmbH indicates that in the year 2012 there were 10,239 enterprises in Germany which met the criteria outlined above for sandwich companies. Just under 90% of these companies are located in the former West German states, with the exception of Berlin. At the website www.sandwich- unternehmen.de the appendix, a detailed list of all sandwich companies can be found.

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(author's own illustration)

This number is three times that of the corporations. According to the above-mentioned databases8 ·9 in 2012 there were only approx. 3250 companies which met the relevant criteria for ‘corporations’.

The importance of the sandwich company is evaluated below using the wholesale industry as an example. This evaluation indicates that occupying the definition gap within the .German Mittelstand' by the sandwich company is both appropriate and useful.

Fig. 3: Turnover of sandwich companies in the wholesale industry in 2012 and GDP in the federal states for 2012 (authors own illustration based on the Top 500 analysis by Stiftung Familienunternehmen10 )

illustration not visible in this excerpt

If the cumulative turnover of sandwich companies in the wholesale industry within individual federal states is related to the respective GDP of the federal states11, we see that Hessen with 14% and Hamburg with as much as 19% perform well above average, whereas with 9% respectively North Rhine Westphalia and Bavaria, the leaders in absolute terms, fall below the average. This ratio indicates the significance of sandwich companies within the individual federal states. The analysis also reflects the pattern of distribution of sandwich companies within Germany. With a turnover to GDP quotient of only 2-3% the performance of the new federal states is also below average.

Regarded in terms of the overall turnover within the wholesale industry in 2012, sandwich companies within wholesaling registered cumulative turnover of EUR 235.4 billion, in other words around 20% of overall wholesaling turnover.

If we look at the size of the sandwich companies in terms of number of employees in the various em­ployee-number categories as shown in in Fig. 4, it can be clearly seen that the majority of sandwich companies in wholesaling, 1552 enterprises, are located within the segment of 50 to 249 employees. This represents almost 46% of all companies looked at.

Fig. 4: Proportion of sandwich companies in terms of employee-number category (authors own illustration) based on the Top 500 analysis made by Stiftung Familienunternehmen

illustration not visible in this excerpt

(author's own illustration) based on the Top500 analysis made by Stiftung Familienunternehmen 12

However, if for purposes of comparison the turnover generated is looked at, this employee-number category represents only about 29% of the overall turnover generated by sandwich companies in wholesaling. By implication this means that companies in the employee-number category of 0 to 9 and 10 to 49 employees generate significantly higher turnover per employee.

Accordingly, in spite of their ‘stuck in the middle’ position within the SME spectrum the sandwich companies should in no way be neglected. Extrapolated on the basis of the example which has been looked at, they generate something like one fifth of the turnover of the .German Mittelstand1 and represent a significantly larger number of enterprises than the frequently analysed major corporations. The bottom line is that with regard to their significance for the German economy sandwich companies should by no means be neglected.

However, it is not sufficient to look at this group of companies purely in quantitative terms. As has already been proposed in the literature on other ‘Mittelstand’ typologies, the analysis needs to be extended to qualitative aspects13. In future the above example of the wholesale industry also needs to be checked against other areas in which sandwich companies are involved. For the German economy sandwich companies are far from having the indeterminate status of ‘stuck in the middle’. On the cont­rary, these sandwich companies form the core of the .German Mittelstand'.

In future the focus, in particular with regard to family ownership and performance factors, will be on qualitative research into sandwich companies as a ‘Mittelstand’ type and the relevant success factors involved.

List of illustrations

Fig. 1 : Diagram of the quantitative delimitations among types of company within the .German Mittelstand', (author’s illustration)

Fig. 2: Distribution of sandwich companies within Germany (author's own illustration).

Fig. 3: Turnover of sandwich companies in the wholesale industry in 2012 and GDP in the federal states for 2012 (author's own illustration based on the Top 500 analysis by Stiftung Familienunternehmen

Fig. 4: Proportion of sandwich companies in terms of employee-number category (author's own illustration) based on the Top 500 analysis made by Stiftung Familienunternehmen

List of Table

Table 1: Outline of quantitative delimitations of SMEs as proposed by (Becker & Ulrich,Mittelstandsforschung: Begriffe, Relevanz und Konsequenzen, 2011)

Table 2: Outline of quantitative delimitations of corporations in terms of the Top 500

Table 3: Outline of the quantitative delimitations of sandwich companies

References

Becker, W., & Ulrich, P. (2011). Mittelstandsforschung: Begriffe, Relevanz und Konsequenzen. Stuttgart: Kohlhammer.

Becker, W., Fischer, S., Staffel, M., & Ulrich, P. (2008). Implementierungsstand von Unternehmensführung und Controlling im mittelständischen Unternehmen. Bamberger Betriebswirtschaftliche Beitrage - BBB Nr. 149.

Bisnode Deutschland GmbH. (31.10.2014). Firmendatenbank Hoppenstedt. Von Bisnode: http://www.hoppenstedt-firmendatenbank.de/ abgerufen

Borchers, A. (1997). Die Sandwich-Generation - Ihre zeitlichen und finanziellen Leistungen und Belastungen. Frankfurt/Main; New York: Campus Verlag.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. (2014). German Mittelstand: Motor der deutschen Wirtschaft. Berlin: BMWi.

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN. (20.05.2003). Amtsblatt der EU Nr. L 124/36. EMPFEHLUNG DER KOMMISSION vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen. Brüssel: Europäische Union.

HGB. (2014). Handelsgesetzbuch. Berlin: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Institut für Mittelstandsforschung Bonn. (01.01.2002). Definition des Begriffs der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Abgerufen am 23.10.2014 von IfM Bonn: http://www.ifm-bonn.org/mittelstandsdefinition/definition-kmu-des-ifm-bonn/

Statistisches Bundesamt. (31.10.2014). Destatis. Von Statistische Ämter des Bundes und der Länder: http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/deJb27Jahrtab65.asp abgerufen

Stiftung Familienunternehmen. (2011). Die Volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen. München: Stiftung Familienunternehmen.

Verband der Vereine Creditreform e.V. & Bureau van Dijk Electronic Publishing GmbH. (31.10.2014). Markus. Von Creditreform: https://markusneo.bvdep.com abgerufen

Anhang

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2014

2 vgl. Borchers, 1997

3 vgl. Verband der Vereine Creditreform e.V & Bureau van Dijk Electronic Publishing GmbH, 2014

4 vgl. Bisnode Deutschland GmbH, 2014

5 vgl. Stiftung Familienunternehmen, 2011

6 vgl. Statistisches Bundesamt, 2014

7 vgl. Becker, Fischer, Staffel, & Ulrich, 2008

1 cf. (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2014)

2 cf. (HGB, 2014)

3 cf. (Institut für Mittelstandsforschung Bonn, 2002)

4 cf. (DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN, 2003)

5 cf. (Becker, Fischer, Staffel, & Ulrich, 2008)

6 cf. (Stiftung Familienunternehmen, 2011)

6 cf. (Stiftung Familienunternehmen. 2011)

7 cf. (Borchers. 1997)

8 cf. (Bisnode Deutschland GmbH, 2014)

9 cf. (Verband der Vereine Creditreform e.V & Bureau van Dijk Electronic Publishing GmbH, 2014)

10 cf. (Stiftung Familienunternehmen, 2011)

11 cf. (Statistisches Bundesamt, 2014)

12 cf. (Stiftung Familienunternehmen, 2011)

13 cf. (Becker, Fischer, Staffel, & Ulrich, 2008)

Ende der Leseprobe aus 154 Seiten

Details

Titel
"Stuck in the Middle"-Stand. "Sandwich-Unternehmen" zwischen KMU und Konzern
Untertitel
Companies situated between the SME and the corporation. The outline of a new enterprise: the "sandwich company"
Hochschule
Univerzita Komenského v Bratislave  (Faculty of Management)
Autor
Jahr
2015
Seiten
154
Katalognummer
V314344
ISBN (eBook)
9783668132221
Dateigröße
12859 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familienunternehmen, KMU, Konzern, Mittelstand, Unternehmensgröße, Großhandel, Stiftung Familienunternehmen, Abgrenzung, Definition, Mittelstandsforschung, Familienunternehmenforschung
Arbeit zitieren
Hanno Hagemann (Autor), 2015, "Stuck in the Middle"-Stand. "Sandwich-Unternehmen" zwischen KMU und Konzern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314344

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