Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Schule

Einsendeaufgabe zum Thema Förderung der psychischen Gesundheit von Lehrkräften


Hausarbeit, 2013

18 Seiten, Note: 2,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 1) Analyse der Ausgangssituation
a) Rahmenbedingungen
b) Personengruppen
c) Allgemeine gesundheitsbezogene Daten
d) Interventionsbereiche

Aufgabe 2) Problemstellung / Zielsetzung / Zielgruppe

Aufgabe 3) Entwicklung Fragebogen

Aufgabe 4) Auswertung und Darstellung der Ergebnisse

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Aufgabe 1) Analyse der Ausgangssituation

Nach der Definition der WHO (1998) ist ein Setting „ein Ort oder sozialer Kontext, in dem Menschen ihren Alltagsaktivitäten nachgehen, im Verlauf derer umweltbezogene, organisatorische und persönliche Faktoren zusammenwirken und Gesundheit und Wohlbefinden beeinflussen.“

Die Schule wird nach der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung als das wichtigste Setting der Gesundheitsförderung gesehen. Heranwachsende aus allen Schichten können so über viele Jahre hinweg erreicht werden, und ihnen Wissen, Einstellung und Verhaltensweisen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit bereits im frühen Kindesalter vermittelt und erlernt werden (Naidoo & Wills, 2010, S. 316).

a) Rahmenbedingungen

Tab. 1: Rahmenbedingungen im Setting Schule

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

b) Personengruppen

Tab. 2: Personengruppen im Setting Schule

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

c) Allgemeine gesundheitsbezogene Daten

Amtsärztliche Statistiken und regionale Erhebungen zeigen, dass bereits seit 1995 pro Jahrgang weniger als 10 % der Lehrkräfte in Baden-Württemberg das Rentenalter von 65 Jahren erreichten. Die Mehrzahl der Lehrerinnen und Lehrer, nämlich 50 – 60 %, scheidet durch ärztlich diagnostizierte Dienstunfähigkeit im Schnitt 10 Jahre zu früh aus dem Beruf aus. Der Rest der vorzeitig ausscheidenden entscheidet sich für die Frühberentung mit 62 oder 63 Jahren. (Henning, 2005, S. 44).

An erster Stelle bei der Begründung der Dienstunfähigkeit stehen psychische und psychosomatische Erkrankungen und Erschöpfungszustände ohne manifeste organische Ursachen. 40 – 65% leiden unter depressiven Störungen, Erschöpfungssyndrom/Burnout, Belastungs- und Anpassungsstörungen und Panik, bis hin zu Störungen durch Alkohol. Mit 15 – 20 % werden Erkrankungen des Bewegungsapparates verzeichnet, gefolgt von 7 – 15 % Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (Weber, Welte, & Lederer, 2003).

Mehr als ein Drittel der noch tätigen schulischen Lehrkräfte in Deutschland leiden bereits am Burnout-Syndrom. Sie gehören derzeit zu den am stärksten mit stressassoziierten Gesundheitsstörungen betroffenen Berufsgruppen. Sie sind „Schwerstarbeiter im Klassenzimmer“ (Bauer, 2009).

d) Interventionsbereiche

„Gesundheitsförderung verkörpert einen umfassenden sozialen und politischen Prozess“, so Nutbeam (1998, S. 1-2). Dazu gehören Maßnahmen zur Stärkung der individuellen Kompetenzen, als auch Aktivitäten zur Veränderungen der sozialen, wirtschaftlichen und physischen Umweltbedingungen, welche zu einer Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung und des Einzelnen beitragen können.

Prävention beschreibt daneben die Vermeidung des Auftretens von Krankheiten und der damit verbundenen Verringerung ihrer Verbreitung und Verminderung von Auswirkungen. Die zentrale Strategie ist das Zurückdrängen oder gar Ausschalten von Krankheiten (Hurrelmann & Laaser, 2006, S. 750 ff.).

Auch wenn letztendlich immer das Ziel der Prävention ist, gesundheitliche Veränderungen des Individuums zu erreichen, kann der Ansatzpunkt dafür unterschiedlich sein. Entweder direkt auf die Einzelperson gerichtet, oder auf die Lebensumwelt der Person. So haben sich in diesem Zusammenhang die Begriffe „Verhaltens-„ und „Verhältnisprävention“ etabliert (Papathanassiou, 2013, S. 20).

Verhaltensprävention ist ein Sammelbegriff für Strategien, welche gesundheitsrelevante Verhaltensweisen beeinflussen. Das kann zum Einen eine Vermeidung oder Veränderung von individuellem Risikoverhalten sein, oder eine Initiierung und Stabilisation von gesundheitsförderndem Verhalten.

Die Verhältnisprävention stützt sich daneben auf die Veränderung der Umwelt bzw. der Lebensbedingungen von Individuen, um so Einfluss auf die Entwicklung und Entstehung von Krankheiten zu nehmen.

Beide Ansätze stehen in einem komplementären Verhältnis zueinander. So ist die Verhaltensprävention unersetzlich, da nur so Veränderungen des persönlichen Gesundheitsverhaltens erreicht werden, umgekehrt jedoch muss auch der Kontext um die Individuen herum in Betracht gezogen werden um deren Wirksamkeit zu unterstreichen (Papathanassiou, 2013, S. 20 f.).

Die Häufigkeit von psychiatrischen und psychosomatischen Diagnosen bei Lehrkräften und das frühzeitige Ausscheiden aus dem Beruf legen den Schluss nahe, dass Lehrerinnen und Lehrer besonderen Belastungen ausgesetzt sind, die zu Stress und letztendlich zu chronischen Beanspruchungsfolgen führen (Henning, 2005). Hohe Verausgabungen bei geringer Wertschätzung ist ein empirisch gesicherter Risikofaktor für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms (Bauer, 2009).

Das schulische Lehren und Lernen ist eingebettet in zwischenmenschliche Beziehungsgestaltung mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, aber auch Vorgesetzten. Doch auf die Fähigkeit eines „Beziehungskünstlers“ werden die Lehrkräfte in keiner Weise durch ihre Ausbildung vorbereitet (Bauer, 2009).

So soll der gewählte Interventionsbereich für das voran vorgestellte Setting die Förderung der psychischen Gesundheit der Lehrkräfte sein, mit den Handlungsfeldern Stressbewältigung und Entspannung.

Auf der Verhältnisebene soll den Lehrkräften dafür ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld mit mehr Rückzugsmöglichkeiten in den Pausen geschaffen werden.

Um dies zu unterstreichen, soll auf der Verhaltensebene die Entwicklung von persönlichen Kompetenzen stehen, welche sich auf das Thema Stressbewältigung stützt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Schule
Untertitel
Einsendeaufgabe zum Thema Förderung der psychischen Gesundheit von Lehrkräften
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,1
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V317622
ISBN (eBook)
9783668173804
ISBN (Buch)
9783668173811
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Fachmodul: Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten
Schlagworte
gesundheitsförderung, prävention, setting, schule, einsendeaufgabe, thema, förderung, gesundheit, lehrkräften
Arbeit zitieren
Desiree Schwegler (Autor), 2013, Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317622

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