Manifestationen des Rassismus und die Antirassismusdebatte in Peru


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Hintergründe des Rassismus in Peru

3. Manifestationen des Rassismus und die Antirassismusdebatte in Peru
3.1. Das Cholo-Phänomem
3.2. Alltag und Medien
3.3. Politisches Geschehen

4. Versuch einer Erklärung des Rassismus in Peru

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine deskriptive Arbeit, die das Thema des Rassismus in Peru, seine Herkünfte und Manifestationen beleuchtet, wobei neben zahlreichen Primär- und Sekundärquellen auch meine persönlichen Erfahrungen mit einfließen. Der Aspekt des personalisierten Beitrags kann bei diesem Thema nicht außen vor gelassen werden, da ich selber aus Peru stamme. Die hier eingenommene Perspektive aber ist die des Beobachters, der sich eines Fernrohrblicks bedient, da dies aus räumlicher und teilweise zeitlicher Entfernung geschieht. Aus diesem Grund wird im Kapitel 4 versucht, eine synthetische Erklärung des Rassismus in Peru zu liefern.

In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe indios, cholos, negros und andere klassifizierende Ausdrücke lediglich zur Beschreibung einer Realität verwendet. Jegliche rassistische Konnotationen, die sich aus deren Gebrauch ergeben mögen, sind nicht beabsichtigt.

Begriffe wie Rasse und Ethnie werden als soziale Konstrukte verstanden, die das Produkt sozialer und historischer Prozesse sind und im lateinamerikanischen Kontext ideengeschichtlich zu verstehen sind. Besonders der Begriff Rasse wird als „Kontinuum der Rassenkategorien“1 angewandt, der die phänotypischen Charakteristika zur Kategorisierung zugrunde legt. Der Begriff Ethnizität bzw. Ethnie wird dagegen in seiner Bedeutung als kulturelle Differenzierung und deren geographische Positionierung verwendet2.

Ziel der Arbeit ist es, eine Beschreibung der Situation in Peru in Zusammenhang des Phänomens des Rassismus zu liefern. In Kapitel 2 werden historische Hintergründe des Rassismus umrissen, um daraufhin in Kapitel 3 einen Überblick über seine Manifestationen in der peruanischen Gesellschaft und über die immer aktueller werdende Antirassismusdebatte zu verschaffen. In diesem Kapitel wird unter Punkt 3.1 auf das Phänomen des cholo als soziokulturelles Konstrukt der Geschichte Perus, unter Punkt 3.2 auf die rassistischen Manifestationen im Alltag und in den Medien und unter Punkt 3.3 auf selbige Manifestationen im politischen Geschehen des Landes eingegangen. Wie bereits erwähnt, wird unter Kapitel 4 der Versuch unternommen, eine Erklärung für den Rassismus in Peru anzubieten, welche sich wiederum aus den aus der Recherche gewonnenen Einsichten und aus eigenen Beobachtungen zusammensetzt.

2. Historische Hintergründe des Rassismus in Peru

Auf dem Territorium des heutigen Peru florierte einst das Reich der vier Himmelsrichtungen, das Inkareich. Sein Ursprung fand das sog. Tawantinsuyo im Stadtstaat von Cuzco in den Zentralanden, das zum Volk der „Quechua“ gehörte und dessen Herrscherkaste sich als Inka bezeichnete3. Im 15. Jahrhundert begann die kriegerische Expansion des Reiches, in dessen Zuge andere Völker - und somit verschiedene Ethnien - bis zum Ancasmayu-Fluss (im Süden des heutigen Kolumbiens) im Norden und bis zum Maule Fluss im heutigen Chile erobert und unterworfen wurden4. Spannungen zwischen den unterworfenen Ethnien wurden mit Verschleppungen und Umsiedlungen begegnet, oder in befriedender Absicht mittels der Inkorporation lokaler und regionaler kultureller Elemente in die gemeinsame Identität5. Durch die Verbreitung der gemeinsamen Sprache, des Quechua, die Einführung von Eliteschulen in Cuzco für die Söhne regionaler Fürsten wurden weitere integrative Maßnahmen zur Schaffung einer synthetischen Identität geschaffen6.

Als 1533 die Spanier in Norden Perus eintrafen, war die gemeinsame ethnische Identität noch im Aufbau begriffen und das Reich befand sich mitten in einem Bürgerkrieg zwischen zwei Anwärtern auf den Inkathron und regionalen Führern, die das Machtvakuum nutzten. Die ankommenden 180 Spanier mit Pizarro an der Spitze hatten daher leichtes Spiel, den Inka gefangen zu nehmen, zu exekutieren und anschließend das Land unter ihre Kontrolle zu bringen. Ein Zufall der Geschichte, der den Mythos der „mühelosen Eroberung“7 des Inkareiches durch die Spanier begründete und damit „die Entstehung des Stereotyps des feigen, passiven und unterwürfigen Indio“8 bildete.

Der Widerstand gegen die fremden Eroberer, der sich daraufhin bildete, sollte von Angehörigen der Inkakaste bis ins 18. Jahrhundert fortgeführt werden9, sodass sich im kollektiven Gedächtnis der indigenen Bevölkerung Perus Mythen und Legenden um die Rückkehr des inkaischen goldenen Zeitalters und eines messianischen Anführers bilden konnten.

Die ankommenden Eroberer brachten mentale Kategorien mit sich, die sich im Laufe der Reconquista herausgebildet hatten. Der Kampf gegen Andersgläubige hatte nicht nur auf dem Schlachtfeld stattgefunden, sondern auch in ideologischer Hinsicht durch ein dogmatisches Christentum, das die Kategorie des „cristiano viejo“ sich als identitätsbildende und einende Ressource gegenüber der ethnischen Diversität darstellte10. Hinzu kam die Ideologie der Blutsreinheit (pureza de sangre), welche die Überzeugung propagierte, der Glaube sei vererbbar, und stellte letztendlich eine erneute und vor allem spezifische Abgrenzung gegenüber den zum Christentum konvertierten Juden, die bis zu ihrer Vertreibung 1492 auf der iberischen Halbinsel gelebt hatten, dar11. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts und im Laufe des 16. Jahrhunderts - also im Zuge der Inquisition- waren Nachweise über die Abstammung (certificados de la pureza de sangre) allgemeine Notwendigkeit geworden, mit der die christliche Abstammung bewiesen werden sollte und eine klare Unterscheidung zum verdorbenen Blut (sangre infecta) der „cristianos nuevos“ hergestellt werden konnte12.

Unter allen diesen ideologischen Zeichen entstanden parallel dazu in den neuen eroberten Gebieten Amerikas Vizekönigreiche, von denen das Vizekönigreich Peru mit der Hauptstadt Lima 1543 entstand und sich im gesamten Südamerika einschließlich Panama aber mit Ausnahme Venezuelas13 erstreckte. Knapp sechs Jahre zuvor war durch eine Bulle des Papstes Paul III des Jahres 1537 und nach jahrzehntelangen Debatten ein wesentliches Element der Konstruktion der kolonialen Gesellschaft festgelegt worden, nämlich die Anerkennung der Indianer als wirkliche Menschen mit Verfügbarkeitsrechten über sich selbst und ihr Eigentum14. Dass dieser Umstand jahrelang im Rechtsverständnis der Eroberer nicht geklärt wurde, verhinderte dennoch nicht - neben der Versklavung und Ausbeutung - die Praxis asymmetrischer Verbindungen zwischen den Eroberern und den unterjochten indigenen Frauen, die zahlreichen Mestizenkinder hervorbrachten15. Die Betrachtung der indigenen Frau als Kriegsbeute und gleichzeitig als Urmutter des peruanischen Volkes, ist daher mit Sicherheit ein wesentlicher Aspekt verschiedener Wendungen im Selbstverständnis und der Betrachtung anderer.

Innerhalb der kolonialen Verwaltungsapparatur blieb das Verständnis der Überlegenheit der Eroberer gegenüber der indigenen Bevölkerung erhalten. Einerseits aus ideologischen Gründen, die weiterhin im Konzept der „limpieza de sangre“ beinhaltet waren, und anderseits aus reinen organisatorischen Betrachtungen. Die indigene Bevölkerung, die aus einer Vielzahl von Kulturen bestand, wurde so als homogene Gruppe unter dem Begriff „Indios“ zusammengefasst. Zu deren Organisation und zur Verwaltung ihrer Tributabgaben wurde zunächst das System der encomienda errichtet, das gegen Ende des 16. Jahrhunderts abgeschafft wurde, um eine Unterteilung in república de españoles und republica de indios vorzunehmen16. So kam es dazu, dass der Begriff „indio“, der in administrativer und steuerrechtlicher Hinsicht jemanden bezeichnete, der in einer Indiogemeinschaft lebte, am System der mita (temporärer Zwangsarbeit in den Minen) teilnahm und tributpflichtig war17, zum Synonym für Diener (siervo) und „Ernährer ihres Herrn“ wurde18. Dass es sich beim Begriff Indio um kein statisches Konstrukt handelte, belegt hinzu die Tatsache, dass jemand den Indio-Status - samt pejorativer Konnotationen - durch Verleugnung seiner Herkunft ablegen konnte, um sich als mestizo, der in der sozialen Skala höhere Chancen hatte, anerkennen zu lassen19.

Trotz dieser Möglichkeiten der sozialen Mobilität, die die peruanische Gesellschaft in Form von Klientelismus bis heute prägt, blieb die Dezimierung der indigenen Bevölkerung nicht aus, zu deren Ausgleich schwarze Sklaven eingeführt wurden. Angesichts dessen, dass die Zwangstransporte von schwarzen Sklaven nach Amerika in der gesamten Zeit der spanischen Imperiums andauerten20, wuchsen sie - auch in Peru - zu einem beträchtlichen Bevölkerungsanteil, der bereits 1790 46% der Einwohner Limas ausmachte21. Anders als bei der Versklavung der Indios, wogegen die katholische Kirche protestiert hatte und diese formal 1542 abgeschafft wurde22, wurde die Versklavung der Schwarzen durchgängig gebilligt und durch ihre Notwendigkeit für die Erschließung der enormen Reichtümer der Neuen Welt begründet23 und nicht zuletzt durch ihre Kondition als Heiden.

Die zunehmende Komplexität der ethnischen Elemente in der kolonialen Gesellschaft ließ die Spanier einen Verlust der sozialen Kontrolle befürchten, welchem sie mit dem System der sogenannten castas begegneten. Dieses System stellte eine hierarchische Gliederung der Gesellschaft in ethnischen Kategorien dar, wobei einerseits die Abstammung einer Person durch ihre mehr oder minder vorhandene Reinheit des Blutes und ihre phänotypischen Charakteristika und anderseits durch ihre entsprechenden sozioökonomischen und kulturellen Funktionen bestimmt wurde24. Im Wandel der Zeit aber stets durch die Maxime „teile und herrsche“ bestimmt, wurden in dieser „Pygmentokratie“25 alle Kategorien bis hin zu weiteren Verschmelzungen26 der ethnischen Grundkategorien (indios, mestizos, negros y españoles) platziert und durch bestimmte Gebote und Verbote voneinander ferngehalten. Unter anderem wurden allgemeine Heiratsverbote auferlegt, Mestizen, sowie Schwarze, durften nicht unter der indigenen Bevölkerung leben, da diese „Andersrassigen und Mischlinge“ dazu geneigt haben sollen, die Eingeborenen schlecht zu behandeln und ihnen Laster, Müßiggang und Aberglaube zu lehren27. Die Indios sollten in der Nähe spanischer Niederlassungen untergebracht werden und unter der Obhut der Gutsherren leben28. Trotz Segregationsversuche durch die spanische Elite gelang es vor allem indigenen Eliten und Mestizen, die per se innerhalb der indigenen und spanischen Gemeinschaften stets eine Randposition einnehmen mussten29, die Schlupflöcher des Systems zu nutzen, indem sie ihre sozialen Beziehungen und persönlichen Netzwerke einsetzten, um sich einen sozialen Aufstieg zu verschaffen30. Darüber hinaus bestand bereits während der Kolonialzeit die Möglichkeit der „Verbesserung der Rasse“ - welche vom höchsten Interesse auch in der republikanischen Gesellschaft Perus werden würde -, durch eine ausgeklügelte Vermischung mit Mitgliedern der vermeintlich „überlegenen“ Rassen zustande zu bringen. In diesem Sinne, um ein vollwertiges Mitglied der spanischen Gemeinschaft zu werden und die indigenen Wurzel loszuwerden, durfte man allerhöchstens eine indigene Ururgroßmutter und sonst nur Spanier oder Kreolen, die in der neuen Welt geborenen Spanier, als Vorfahren haben31.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts war in der kolonialen Gesellschaft noch ein Überbleibsel des inkaischen Adels in Form einer kleinen Gruppe Nachkommen der ehemaligen lokalen Herrscher vorzufinden. Innerhalb dieser Elite wurde eine inkaische Ethnizität und demzufolge die Utopie von einer Wiederkehr der Inka-Herrschaft gepflegt. Ihre besondere Stellung schützte sie dennoch nicht vor dem Ausschluss jeglichen Aufstiegs, da sie auch im kategorisierenden System der Spanier bzw. der Kreolen eingebunden waren. Aus dieser Elite entstand 1780 die Rebellion des Mestizen José Gabriel Condorcanqui (unter dem Namen Túpac Amaru II) gegen die spanischen Kolonialherren, welche sich zwar der zwischenethnischen Ressentiments bediente, viel mehr aber aus dem sozioökonomischen Konflikt zwischen ihnen und der Aristokratie in Lima zustande gekommen war32. Nach der blutigen Niederschlagung des Aufstandes, in dessen Zuge die inkaische Adelsschicht zerschlagen wurde, begannen die „Degradierung“ und „Illegalisierung der andinen Kultur“ sowie der daraus resultierenden „Zwang der Homogenisierung“33 verschiedener Ethnien.

Mit der Unabhängigkeit Perus von Spanien 1821 verband sich die Hoffnung verschiedener ethnischer Gruppen auf Freiheit und Gleichheit, dennoch ließ sich anhand der Beweggründe der Unabhängigkeitsbewegungen bereits erahnen, dass sich für diese Gruppen nichts Wesentliches verändern würde. Denn der Motor jener Bewegungen ließ sich vor allem in den Bestrebungen der in Amerika als Kinder von Spaniern geborenen Kreolen (criollos) finden, die ihre Benachteiligungen gegenüber den peninsulares abzuschaffen versuchten34.

Der Kampf, der primär um nationale Souveränität und um neue politische Formen entbrannt war, vermochte auch nicht einen allgemeinen sozialen Wandel zu bewirken. Viel mehr begann allmählich die Konstruktion eines Paradoxons, das von da an die Geschicke Perus begleiten würde: Einerseits begannen die Kreolen im Zuge einer Identitätsfindung und in separatistischer Manier sich von dem Mutterland, auf „ihr“ inkaisches Erbe zu berufen und den Indio als dessen Symbol anzuführen35. Anderseits setzten sich Diskriminierung und Ausgrenzung gegenüber den Indios als Fundament der sozialen Dominanz der Kreolen36 fort. Hier lässt sich der Ursprung des peruanischen Nationalismus finden, der sich auf die Abstammung von den Inkas beruft37 und keinen Zweifel aber daran hat, Indigene als Menschen zweiter Klasse zu betrachten.

Die Unabhängigkeitskriege und die beginnende Staatsbildung in Peru hatten, wie anderswo in Lateinamerika38, eine Periode der politischen Desintegration und der internen Machtkämpfe mit sich gebracht, welche man mühselig im Laufe des 19. Jahrhunderts durch reglementierende Versuche zu beseitigen suchte. In der Mentalität der Menschen jener Zeit wurden dennoch jene sozioökomische „pygmentokratische“ Kategorien konserviert. So kam es unter anderem dazu, dass bereits die erste verfassungsgebende Versammlung von 1822 sich ausschließlich aus den Eliten der Provinzen39 zusammensetze, und in den Verfassungen und Wahlgesetzen Perus zwischen 1822 und 1895 Analphabeten - und damit Indigenen und Mestizen - das Stimmrecht verwehrt blieben40. Außerdem wurden von den indianischen Gemeinden weiterhin Tributzahlungen abverlangt41, welche - wie die zahlreichen Aufstände und Landkonflikte dieses Jahrhunderts zeigen hingenommen wurden.

Als exemplarisch für die ambivalente Bevölkerungspolitik dieser Zeit - und dennoch stets positiv rezipiert - sind die Regierungsperioden von Ramón Castilla (1846-1863), dem „Urheber der peruanischen Nation“42 im wirtschaftlichen und administrativen Kontext, anzuführen. Zum einen entsandte Castilla 1847 die erste von vielen militärischen Expeditionen ins peruanische Amazonas- Tiefland, um die dortigen „Wilden“ zu erschließen43. Zum anderen wurde 1849 per Gesetz die Einwanderung von Europäern gefördert, um die Verbesserung der Nation durch „Aufweißen“ der eigenen Rasse zu erzielen44. Hinzu wurde 1854 die Versklavung von Schwarzen - wohl eher aus machtpolitischen als aus humanitären Gründen45 - abgeschafft und die Tributpflicht der indigenen Gemeinden aufgehoben46. Als jedoch ein Mangel an Arbeitskräften durch die Befreiung der schwarzen Sklaven47 in den Zucker- und Baumwollplantagen der peruanischen Küste und die zahlenmäßig wenig erfolgreiche Einwanderung von weißen Europäern48 einsetzte, ging man dazu über, die Einwanderung von chinesischen Arbeitern, den so genannten Kulis, zu fördern, von denen ca. 100.000 zwischen 1860 und 189049 ins Land kamen. Damit hatte der sich neu formierende Rassismus in Peru ein weiteres Objekt der Diskriminierung gefunden, das schlechter behandelt wurde als zuvor die Schwarzen50 und zusätzlich als degeneriert und bedrohlich - ebenfalls wie die Schwarzen - galt51.

Als ideologischer und willkommener Begleiter all dieser Umstände lässt sich der um 1850 von Arthur de Gobineau begründete und stark rezipierte wissenschaftliche Rassismus identifizieren, welcher gerade in Peru den passenden Nährboden für seine Verbreitung finden sollte. Die in seinem Werk „Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen“ postulierte Ungleichheit der weißen, schwarzen und gelben Rassen und die daraus folgende Überlegenheit der weißen Rasse52, bestätigte die criollos darin, dass sie durch ihr hispanisches, monarchisches und katholisches Erbe53 für die Führung des Landes prädestiniert seien.

[...]


1 Wade, Peter (1997): Race And Ethnicity In Latin America, Critical studies on Latin America, Volumen 3, London: Pluto Press, S. 14.

2 Vgl. ebenda, S. 18.

3 Vgl. Konetzke, Richard (1965): Süd- und Mittelamerika I. Die Indianerkultur Altamerikas und die spanischportugiesische Kolonialherrschaft, Fischer Weltgeschichte Band 22, Frankfurt am Main 1965, S. 21.

4 Vgl. ebenda.

5 Vgl. Laufer, Anke (2000): Rassismus, Ethnische Stereotype und nationale Identität in Peru, Ethnologische Studien, Bd. 34, Münster: LIT Verlag, S. 78.

6 Vgl. ebenda., S. 78 und 79.

7 Ebenda, S. 79.

8 Vgl. ebenda.

9 Vgl. Konetzke, Richard, a.a.O., S. 22.

10 Vgl. Manrique, Nelson (1999): La piel y la pluma: escritos sobre literatura, etnicidad y racismo, Lima: Centro de Informe y Desarrollo Integral de Autogestión (CIDIAG), S. 13.

11 Vgl. Henk, Elisabeth (2010): Von der Scham einheimisch zu sein. Ursachen und Entwicklung des Rassismus in Peru, Gießen: Johannes Herrmann Verlag, S. 13-15.

12 Vgl. Manrique, Nelson, a.a.O., S. 13.

13 Vgl. Konetzke, Richard, a.a.O.,S. 130.

14 Vgl. ebenda, S. 38.

15 Vgl. Manrique, Nelson, a.a.O., S. 14.

16 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 28 u. 29.

17 Vgl. Wade, Peter, a.a.O., S. 28.

18 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 79.

19 Vgl. Wade, Peter, a.a.O., S. 28.

20 Vgl. Konetzke, Richard, a.a.O., S. 79.

21 Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 30.

22 Vgl. Konetzke, Richard, a.a.O., S. 80.

23 Vgl. ebenda, S. 80.

24 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 86.

25 Ebenda, S. 87.

26 Der Vizekönig Amat Manuel und Junyent (1761-1776) gab eine Reihe von Bildern in Auftrag, um die bestehenden Rassenmischungen im Vizekönigreich Peru in Europa bekannt zu machen. Dabei sind Bezeichnungen für mögliche Mischungen wie „India con Mulato producen Chino“ oder „Negro con Mulata producen Sambo“ vorzufinden. S. u.a.: http://ceres.mcu.es/pages/ResultSearch?txtSimpleSearch=Mestizo.%20Mestiza.%20Mestizo&simpleSearch=0&hiperte xtSearch=1&search=simple&MuseumsSearch=&MuseumsRolSearch=1&

27 Vgl. Konetzke, Richard, a.a.O., S. 212.

28 Vgl. ebenda, S. 208 und 209.

29 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 85.

30 Vgl. ebenda, S. 88 und 89.

31 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 33 und 34.

32 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 91.

33 Ebenda, S. 91 und 92.

34 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 39 und. 40.

35 Vgl. ebenda, S. 40 u. 41.

36 Vgl. Manrique, Nelson, a.a.O., S. 15.

37 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 41.

38 Vgl. Buisson, Inge et al. (1980): Die Unabhängigkeitsbewegungen in Lateinamerika 1788-1826, Handbuch der lateinamerikanischen Geschichte, Band 2, Stuttgart: Klett-Cotta., S. 111-114.

39 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 93

40 Vgl. Congreso de la República (ohne Datum): Geschichte des Kongresses, http://www.congreso.gob.pe/index.php?K=141 [Zugriff: 27.08.2015]

41 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 94.

42 Vgl. Cotler, Julio (1992): Clases, estado y nación en el Perú, Instituto de Estudios Peruanos, Peru Problema 17, Lima: IEP ediciones, S. 92-94.

43 Vgl. Laufer, Anke, a.a.O., S. 94.

44 Vgl. Blum, Volkmar (2001): Hybridisierung von unten. Nation und Gesellschaft im mittleren Andenraum, Spektrum. Berliner Reihe zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Entwicklungsländern, Bd. 79, Hamburg: LIT Verlag Münster, S. 74.

45 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 47.

46 Vgl. ebenda, S. 47.

47 “Que viva mi mamá, que viva mi papá, que viva Ramón Castilla que nos dio la libertad” ist ein bekannter Kehrreim in Peru, die Castilla Tribut zollen soll und - aus eigener Erfahrung bekannt -noch in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Kindern gesungen wurde, um Kinder afroperuanischer Herkunft spielerisch zu drangsalieren. Bezeichnender Weise ist die Fortsetzung des Reimes nicht bekannt.

48 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 48.

49 Vgl. Goedeking/von Oertzen (2004): zit.n. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 48.

50 Vgl. Blum, Volkmar, a.a.O., S. 73.

51 Vgl. ebenda, S. 75 und 76.

52 Vgl. Henk, Elisabeth, a.a.O., S. 47.

53 Vgl. Manrique, Nelson, a.a.O., S. 15.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Manifestationen des Rassismus und die Antirassismusdebatte in Peru
Hochschule
Universität zu Köln  (Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Außenpolitik)
Veranstaltung
Rassismus und Nationalgefühl, SoSe 2015
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V321821
ISBN (eBook)
9783668211476
ISBN (Buch)
9783668211483
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
manifestationen, rassismus, antirassismusdebatte, peru
Arbeit zitieren
Eny Angenvoort (Autor), 2015, Manifestationen des Rassismus und die Antirassismusdebatte in Peru, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321821

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