Militärischer Widerstand im Zuge des 2. Weltkrieges


Projektarbeit, 2016
15 Seiten, Note: 2,7
Joshua G. (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeit bis zum Krieg

3. Unerkannt gebliebene Anschläge vor dem 20. Juli 1944

4. Kreisauer Kreis

5. Stauffenberg Attentat (20. Juli)

6. Schluss

7. Quellen

8. Anlagen
8.1. Grundsätzliche Erklärung
8.2. Chronologisch aufgeführte Attentate auf Hitler

Einleitung

In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird das Thema des Militärischen Widerstandes gegen das NS-Regime und den Anführer Adolf Hitler behandelt. Um dieses Thema genauer zu beleuchten, begleiten uns die folgenden Fragen durch die gesamte Arbeit:

Wie stark ausgepr ä gt war der Enthusiasmus des Widerstand leistenden Milit ä rs zur Zeit der Herrschaft Hitlers und begann das Umdenken erst nach Ausbleiben des milit ä rischen Erfolges, oder gab es schon zur erfolgreichen Zeit Unmut seitens des eigenen Lagers? Unser Ziel war es, innerhalb der Arbeit zu verdeutlichen, dass es nicht nur das bekannte Stauffenberg Attentat aus den eigenen Reihen gab, sondern dass sich wesentlich mehr Personen und Gruppierungen seitens des Militärs zusammenfanden, um die Diktatur des Alleinherrschers Adolf Hitler zu beenden.

Von der Struktur her ist die Arbeit wie ein Zeitstrahl aufgebaut. Beginnen tut sie mit dem Jahr 1933 und endet mit dem bereits verfilmten Stauffenberg Attentat vom 20. Juli 1944. Die Recherche und Erarbeitung unserer Informationen fand größtenteils durch das Internet statt, da der militärische Widerstand vergleichsweise eine kleinere Rolle annahm, wie beispielsweise der Widerstand aus der Arbeiterbewegung und demzufolge nur wenige brauchbare Informationen aus unseren Lehrbüchern oder anderen greifbaren Lektüren rauszufiltern waren. Eine Problematik begleitete uns von Anfang an durch unsere Erarbeitungszeit. Es fiel uns relativ schwer, das Thema in vier Unterthemen einzuteilen und somit jedem seinen gerechten Anteil zuzuweisen. Um dieses Problem zu lösen, brachten wir den Kreisauer Kreis als eine vom Militär abhängige Gruppierung mit in die Arbeit ein.

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" 1

Zeit bis zum Krieg

Im Jahr 1933 ordnete Adolf Hitler die Aufrüstung des Militärs und damit den geplanten Aufstieg Deutschlands zu einer Großmacht an. Seine Pläne stießen vorerst noch auf Zustimmung bei den deutschen Generälen und Offizieren.

Widerstand regte sich im Militär erst ab 1938, als manche Offiziere und zahlreiche Militärangehörige begannen, die Gefahren der riskanten Außenpolitik Hitlers zu erkennen.

Einer von ihnen war Generaloberst Werner Freiherr von Fritsch2, der Hitlers Eroberungsabsichten gegen die Tschechoslowakei und Österreich kritisch gegenüberstand. Die Einwände von Fritsch und auch die des Kriegsministers von Blomberg führten zu einer Intrige seitens der SS3, um sie und andere konservative Generäle Anfang 1938 loszuwerden. Dies ermöglichte Hitler sowohl Oberbefehlshaber der Wehrmacht zu werden, als auch eine Gleichschaltung der Armee durchzusetzen, welche von nun an nicht mehr im Stande war, Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess zu nehmen.

Viele hochrangige Militärs vertraten ähnliche Ansichten und stellten Überlegungen an, wie man Hitler am Fortsetzen der aggressiven Politik hindern konnte. Die zum Staatsstreich bereiten Offiziere unterteilten sich in zwei Gruppen: Die eine beabsichtigte, den Führer zu töten. Die andere verfolgte das Ziel, Hitler zu zwingen, seine Kriegspläne zu verwerfen.

Ende 1938 versuchte Hitler die Tschechoslowakei zur Abtretung des Sudetenlands4 zu bedrängen, indem er mit Krieg drohte. Zu dieser Zeit entstanden erste Staatsstreichpläne im Kreis um Oberstleutnant Hans Oster5. Um den Frieden zu wahren, sollte Hitler getötet werden. Eine Widerstandsgruppe in der Wehrmacht war die militärische Abwehr mit Admiral Wilhelm Canaris6 als Leiter. Seit dem Sommer 1938 arbeitete Oster mit Franz Halder7, Erwin von Witzleben8 und Ludwig Beck9 an Putschplänen, um Hitler zu verhaften und somit seinen Kriegsabsichten entgegenzuwirken.

Auch Generaloberst Ludwig Beck bemühte sich Hitlers Absichten zur Erweiterung des deutschen „Lebensraumes“ entgegenzustellen. Seine Gegenmaßnahmen scheiterten jedoch, sodass er im August 1938 zurücktrat. Ziel der oppositionellen Offiziere um Beck war es, kurz nach der Kriegserklärung, mit der Zerstörung der Tschechoslowakei, Hitler durch einen Staatsstreich zu stürzen. Dieser Plan war jedoch auch in London bekannt. Als Prag mit dem „Münchener Abkommen“ am 29. und 30. September 1938 der Erweiterung des Sudetenlands durch das Deutsche Reich zustimmen musste, entfielen jedoch die Voraussetzungen für den geplanten Putsch.

Das "Münchner Abkommen" Ende September 1938 sowie deutsche Erfolge Anfang des Zweiten Weltkriegs machten erfolgsverheißende Aktionen des Militärs gegen das NS-Regime letztendlich unmöglich.

Anschläge vor dem 20. Juli 1944

Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es zahlreiche Demonstrationen und Anschläge auf Adolf Hitler. Dabei war es nicht nur die Bevölkerung, die den Umsturz Hitlers wollte, sondern auch das Militär 10, welches zahlreiche Attentate auf Hitler plante. Der Textabschnitt behandelt zwei Anschläge auf Adolf Hitler während der Zeit des Krieges.

Die Bevölkerung des Deutschen Reichs war der Meinung, dass man Hitler nur mit Hilfe von militärischen Mitteln stoppen kann. Während der Zeit des Krieges12 gab es mehrere, gescheiterte Anschläge auf den Diktator.

Ein Anschlag war das Bombenattentat im Münchner Bürgerbräukeller durch Georg Elser12. Der zivile Widerstandskämpfer legte vor Hitlers Gedenkrede zur Feier des Marsches auf die Feldherrnhalle in München von 1923 eine Bombe unter das Rednerpult. Sein Ziel war, Hitler sowie zahlreiche Parteimitglieder der NS-Führungsspitze zu töten. Sein Anschlag scheiterte jedoch, da Hitler den Raum 13 Minuten früher verließ. Die Explosion forderte 8 Todesopfer und 63 Verletze13. Später wurde der britische Geheimdienst als Drahtzieher verantwortlich gemacht.

Ein zweiter Versuch des Umsturzes von Hitler war ein ausgeklügelter Plan von Oberst Henning von Tresckow14. Am 13. März 1943 besuchte Hitler auf dem Rückflug eines Frontbesuches das Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte, welches unter der Leitung von Tresckow stand. Der erste Plan des Attentats war, Hitler unter der Leitung von Major Georg von Boeselager15 in einem Wald auf dem Weg vom Flughafen zum Hauptquartier abzufangen und zu erschiessen. Da Hitler aber durch eine bewaffnete SS-Eskorte bewacht wurde, scheiterte der Versuch.

Der 2. Teil bestand darin, Hitler beim Mittagessen zu erschießen. Generalfeldmarschall Günther von Kluge erfuhr jedoch von dem Plan und verbot Tresckow und Boeselager auf Hitler zu feuern.

Die Verschwörer platzierten kurz vor der Abreise Hitlers eine Zeitbombe im Frachtraum des Flugzeuges, welche zwischen zwei Flaschen Cognac versteckt war. Die Bombe sollte während des Fluges explodieren, doch der Zunder vereiste während des Fluges und die Bombe explodierte nicht. Als Tresckow davon erfuhr, teilte er dem Hauptquartier telefonisch mit, dass eine Verwechslung vorlag. Daraufhin flog Fabian von Schlabrendorff16 nach Deutschland, um die Flaschen auszutauschen.

Der wohl wichtigste militärisch organisierte Anschlag auf Hitler war das Stauffenberg Attentat, welches später noch näher erläutert wird.

Kreisauer Kreis

Helmut James Graf von Moltke und Peter Graf York von Wartenburg gründeten zur Zeit des Nationalsozialismus den Freundeskreis "Kreisauer Kreis".

[...]


1 Vermeintliches Zitat von Bertold Brecht.

2 Oberbefehlshaber des Heeres.

3 Schutzstaffel der NSDAP

4 Gebiet entlang der Grenzen der damaligen Tschechoslowakei zu Deutschland sowie Österreich.

5 Ein deutscher Offizier.

6 Canaris deckte auch die Aktivitäten seines Stabschefs Generalmajor Hans Oster.

7 Deutscher Heeresoffizier und Nachfolger von Ludwig Beck.

8 Ein deutscher Offizier.

9 Chef des Generalstabs des Heeres.

10 Parteigenossen und Soldaten.

11 1939-1945.

12 Ziviler Widerstandskämpfer.

13 https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser#Anschlag.

14 Erster Generalstabsoffizier der Heeresgruppe Mitte.

15 Deutscher Kavallerieoffizier.

16 Offizier.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Militärischer Widerstand im Zuge des 2. Weltkrieges
Note
2,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V321845
ISBN (eBook)
9783668261341
ISBN (Buch)
9783668261358
Dateigröße
1946 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitler, Attentate, Militär, Diktatur, NS-Regime, Militärischer Widerstand
Arbeit zitieren
Joshua G. (Autor), 2016, Militärischer Widerstand im Zuge des 2. Weltkrieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321845

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