Diskriminierung. Begriffe und Konzepte sowie die Möglichkeiten von Diversity-Ansätzen in der pädagogischen Arbeit


Hausarbeit, 2016

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diskriminierung
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Formen der Diskriminierung
2.3 Kategorien der Diskriminierung
2.3.1 Rassismus
2.3.2 Antisemitismus
2.3.3 Vorurteile
2.3.4 Stereotypen
2.4 Ursachen der Diskriminierung
2.5 Folgen der Diskriminierung
2.5.1 Rechtliche Bestimmungen
2.5.2 Identitätsgefährdung
2.5.3 Gewalt

3. Soziokulturelle Diversität
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Merkmale von Diversität
3.3 Kontexte von Diversität

4. Pädagogik der Vielfalt
4.1 Pädagogische Diversity-Ansätze
4.2 Potenziale der Pädagogik der Vielfalt
4.3 Theoretische Grundlagen nach Prengel

5. Forschung

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis
7.1 Bücher
7.2 Zeitschriften
7.3 Internetquellen

1. Einleitung

Sozialphilosophische, ethnowissenschaftliche und politische Auseinandersetzungen mit sozialer Ungleichheit und Diskriminierung haben einen gemeinsamen Bezugspunkt in der Thematisierung eines moderne Gesellschaften kennzeichnenden Widerspruchs: Zwischen ihrem Selbstverständnis als Gesellschaften freier und gleicher Individuen und der Realität ungleicher Lebensbedingungen und Lebenschancen besteht eine offenkundige Diskrepanz. Trotz dieses gemeinsamen Bezugspunktes ist die folgenreiche Aufspaltung in einen Ungleichheitsdiskurs einerseits und einen Antidiskriminierungsdiskurs andererseits bislang noch nicht überwunden. Vor diesem Hintergrund erfolgt in der vorliegenden Arbeit eine Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Begriffsdefinition von Diskriminierung und deren Formen als auch Kategorien bezüglich Rassismus, Antisemitismus und Entstehung von Vorurteilen und Stereotypen als Phänomenen der heterogenen Gesellschaft. Es werden zusätzlich die Ursachen und Folgen einer erlittenen Benachteiligung von Betroffenen analysiert. Resultierend aus dem theoretischen Teil der Arbeit erfolgt eine Diskussion über die Möglichkeiten der Bewältigung einer Ungleichbehandlung. Dabei wird im 3. Kapitel das Konzept der Soziokulturellen Diversität vorgestellt und im 4. Kapitel ein praxisorientierter Ansatz der Diversity Education als eine Form der antirassistischen Strategie in der Pädagogik diskutiert. Das letzte 5. Kapitel umfasst die Ergebnisse der Forschungsarbeit im Bereich der Vielfaltserziehung. Abschließend wird ein Fazit gezogen.

2. Diskriminierung

Im Artikel 1 der Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte wird formuliert: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Dass jeder gleiche Chancen und die gleichen Rechte haben soll, ist ein leicht einzusehender Grundsatz des modernen Verständnisses sozialer Gerechtigkeit. Denn für moderne Gesellschaft ist der Anspruch von zentraler Bedeutung, ein Zusammenleben freier und gleicher Bürger zu ermöglichen. Bevorzugungen und Benachteiligungen gelten deshalb prinzipiell als problematisch und erklärungsbedürftig.

2.1 Begriffsbestimmung

Die Definition von „Diskriminierung“ ist vielfältig und über die Jahre zahlreichen historischen und kulturellen Veränderungen unterlegt worden. Aus diesem Grund sollen für die Formulierung die unterschiedlichen Perspektiven und Auffassungen aufgedeckt werden.

Der Begriff Diskriminierung stammt vom lateinischen Wort „discriminare“, welches ursprünglich wertneutral als „trennen, absondern, unterscheiden zwischen“ übersetzt wurde (vgl. Pates 2010, S. 25, Hervorhebung im Original). Im heutigen Sprachgebrauch versteht man grundsätzlich zwei Bedeutungen von Diskriminierung. Zum einen kann sie als Form einer neutralen Erfassung von Unterschieden begriffen werden. Zum anderen kann sie als eine spezifische Form der Unterscheidung im Sinne von unbegründeten Ungleichbehandlungen, die im Widerspruch zu den Gleichheits- und Gleichbehandlungsgrundsätzen stehen, verstanden werden. In diesem Fall zielt sie auf Benachteiligung ab (vgl. Schulte/Treichler 2010, S.114).

Aus soziologischer Perspektive wird Diskriminierung als Handlung erfasst, die eine registierbare Folge individuellen Handels eingetreten ist, weil Akteure andere Akteure aufgrund wahrgenommener sozialer oder ethnischer Merkmale als ungleiche bzw. minderwertige Partner ansehen, und im Vergleich zu den Angehörigen des eigenen Kollektivs, entsprechend abwertend behandelt haben (vgl. Markefka 1995, S. 43). Einer der im Zusammenhang mit Diskriminierung am häufigsten zitierten Autoren ist Gordon W. Allport. Er deutet den Begriff wie folgt:

„Discrimination comes about only when we deny to individuals or groups of people equality of treatment which they may wish. (…) Discrimination includes any conduct based on a distinction made on grounds of natural or social categories, which have no relation either to individual capacities or merits to the concrete behavior of the individual person.” (Allport 1954/1979, S. 51, Auslassung H.H.)

Auch in der wissenschaftlichen Literatur lassen sich die zahlreichen Definitionen finden:

„Diskriminierung besteht in der gesellschaftlichen Verwendung kategorialer Unterscheidungen, mit denen soziale Gruppen und Personenkategorien gekennzeichnet und die zur Begründung und Rechtfertigung gesellschaftlicher (ökonomischer, politischer, rechtlicher, kultureller) Benachteiligungen verwendet werden. Durch Diskriminierung werden auf der Grundlage jeweils wirkungsmächtiger Normalitätsmodelle und Ideologien Personengruppen unterschieden und soziale Gruppen markiert, denen der Status des gleichwertigen und gleichberechtigten Gesellschaftsmitglieds bestritten wird.“ (Scherr 2012, S. 9)

Im juristischen Diskurs wird Diskriminierung als eine Reihe benachteiligender Handlungen betrachtet, die auf eines der zugewiesenen Merkmale zurückführen sind. Im Gesetztext Art. 3, Abs. 3 GG heißt es: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Diskriminierung beinhaltet entsprechend dieser Bestimmungen die Benachteiligung einer Person aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit. Diskriminierung ist folglich die ungleiche, benachteiligende und ausgrenzende Behandlung von ganzen Gruppen oder einzelnen Gruppenmitgliedern ohne sachlich gerechtfertigten Grund (vgl. Husemann/Betzinger 2011, S. 15).

2.2 Formen der Diskriminierung

Der Begriff „Diskriminierung“ bezeichnet sowohl die schlechtere Behandlung als auch das daraus resultierende Ergebnis. Diskriminierung kann in den unterschiedlichen Lebensbereichen zum Ausdruck kommen, wie in alltäglichen Einkaufssituationen, beim Zugang zu Bildung und Ausbildung, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, im Gesundheits- und Versicherungswesen und auch in der Medienpräsentation. Mögliche Formen der Diskriminierung sind Kontaktvermeidung, Bereitstellung ungenauer Informationen, Boykottierung oder persönliche Demütigung.

Diskriminierung kann sowohl in Form von einer offenkundigen, als auch von einer verdeckten benachteiligenden Behandlung in Erscheinung treten (vgl. Feagin/Feagin 1986, S. 1). Formen der offenkundigen oder mittelbaren Diskriminierung können herabwürdigende Äußerungen, Ausgrenzungen oder bewusstes Ignorieren, aber auch gewalttätige Angriffe sein. Subtile benachteiligende Behandlungen sind verdeckte oder unmittelbare Formen der Diskriminierung, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften oder Verfahren bestimmte Personen aufgrund ethnischer Herkunft, Religion oder politischer Weltanschauung, Behinderung, Alters oder sexueller Orientierung benachteiligen können (vgl. IDA-NRW 2008).

Jede Form einer Ungleichbehandlung basiert auf einer Unterscheidung und Wertung durch eine Mehrheit in Bezug auf eine Minderheit und gilt als dominierende, gesellschaftliche Norm. Sie kann auf individueller, institutionell-struktureller und sozio-kultureller Ebene ausgeübt werden (vgl. ADS 2016, S. 36-37).

Individuelle Ebene ist gekennzeichnet durch persönliche Handlungen und Verfahren, die Vorurteile gegen Gruppen von Menschen situationsspezifisch deutlich machen.

Institutionell-strukturelle Ebene beinhaltet Gesetze, Politiken und Regeln, die von Organisationen sowie sozialen Institutionen ausgeführt werden, um die bestimmten sozialen Gruppen aus statistischer Sicht zu benachteiligen oder zu bevorzugen.

Sozio-Kulturelle Ebene wird durch Normen, soziale Rollen, Sprache, Rituale, Musik, Kunst und Literatur ausgedrückt und bezieht sich auf eine asymmetrische Verteilung von Anerkennung, Ressourcen und Chancen zwischen sozialen Gruppen.

Die Ursachen für Diskriminierung liegen in allen drei Ebenen, sind aber nicht getrennt voneinander zu betrachten, weil zwischen gesellschaftlich strukturierter, kulturell entwickelter und individueller, alltäglicher Ausgrenzung vielmehr ein Wechselverhältnis besteht. Um Diskriminierung weiter analytisch fassen zu können, braucht es jedoch ein Verständnis über verschiedene Kategorien von Benachteiligung und Ungleichbehandlung.

2.3 Kategorien der Diskriminierung

Begriffe wie Rassismus und Antisemitismus werden teilweiße verwendet, ohne dass diese zuvor näher erläutert und definiert wurden. Es wird jedoch vorausgesetzt, dass ein allgemein gültiger Wissensstand vorliegt, was unter Rassismus und Antisemitismus sowie ihren Erscheinungsformen und ihrer Reichweite verstanden wird (vgl. Glanninger 2009, 19). Beide Begriffe spielen eine große Rolle bei der Diskussion über das Thema Diskriminierung, da die Herkunft und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oft ausschlaggebend bei Benachteiligung und Ungleichbehandlung sind.

2.3.1 Rassismus

In der modernen Gesellschaft wird der Begriff Rassismus sowohl im wissenschaftlichen Diskurs als auch im Alltagsgebrauch immer noch weitgehend tabuisiert oder umstritten (vgl. Hess/Linder 1997, S. 22). Rassismus wird als bewusste oder unbewusste Überzeugung angesehen, welche an eine angeborene Überlegenheit der eigenen Ethnie gegenüber einer anderen glaubt. Dieser Definition zu Folge wird einhergehend das Recht impliziert, gegenüber den vermeintlich unterlegenen Ethnien Macht auszuüben und diese zu dominieren. Rasse als biologische Begrifflichkeit erläutert, dass es von einer Spezies oder Gattung (z.B. dem Menschen) verschiedene Arten gibt, welche sich aufgrund der vererbbaren äußeren Merkmale differenzieren lassen. Das Konzept „Rasse“ ist dazu benutzt worden, gänzlich unannehmbare Verletzungen der Menschenrechte zu rechtfertigen (vgl. Hauser/Hermann 2015, S. 30).

Historisch gesehen gab es zumindest drei unterschiedliche Typen des Rassismus (vgl. Hess/Linder 1997, S. 25, zit. nach: von Müller 1992, S. 33).

- Typ 1: universelle Rassismus des 18. Jahrhunderts, der von der aufklärerischen Vorstellung des sich universell vollziehenden Fortschritts der westlichen Kultur ausging und der die Gesellschaftsformen in anderen Teilen der Welt als primitive Vorstufen der europäischen Zivilisation bewertete.
- Typ 2: superiore Rassismus bis zur ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, „der eine ursprüngliche Hierarchie der „kulturschöpfirischen Superiorität“ Europas und der Inferiorität der „Völker der anderen Kontinente“ konstruierte.
- Typ 3: gewaltsamer Ausdruck des Nationalsozialismus als differentialistischen Rassismus, der nach dem 2. Weltkrieg dominierend wurde und in dem nicht mehr der Rassendiskurs, sondern der Kulturdiskurs vorherrschte.

In der heutigen Zeit wird von Rassisten betont, dass weniger biologische als vielmehr kulturelle Unterschiede ein Kriterium darstellen. Der kulturelle Rassismus basiert auf der Vorstellung, dass eine hierarchische Einstufung der Kulturen existiere oder dass einzelne Kulturen, Traditionen und historische Entwicklungen mit der eigenen Geschichte inkompatibel wären.

Neue, auf den Methoden der molekularen Genetik und mathematischen Modellen der Populationsgenetik beruhende Forstschritte der modernen Biologie zeigen, dass die traditionelle Klassifikation in „Rassen“ und die Verteilung von genetisch determinierenden Faktoren völlig unangemessen und einseitig sind (vgl. Hauser/Hermann 2015, S. 30). „Es gibt keine überzeugenden Belege für die „rassische“ Verschiedenheit hinsichtlich Intelligenz, emotionaler, motivationaler oder anderer psychologischer und das Verhalten betreffender Eigenschaften, die unabhängig von kulturellen Faktoren sind.“ (Hauser/Hermann 2015, S. 31) Diesen Gedanken erweiternd betont Memmi:

„Tatsächlich stützt sich die rassistische Anklage bald auf einen biologischen und bald auf einen kulturellen Unterschied. Einmal geht sie von der Biologie, dann wieder von der Kultur aus (…) Kurz, wir stehen einem Mechanismus gegenüber, der unendlich mannigfaltiger, komplexer und unglücklicherweise auch stärker verbreitet ist, als der Begriff Rassismus im engen Wortsinne vermuten ließe. Es ist zu überlegen, ob man ihn nicht besser durch ein anderes Wort oder eine andere Wendung ersetzt, die sowohl die Vielfalt als auch die Verwandtschaft der einzelnen Formen des Rassismus zum Ausdruck bringt“ (Memmi 1992, S. 165–166, Auslassung H.H.)

Auch Hess und Linder ihrerseits bemängeln den Begriff „Rassen“ und äußern diesbezüglich den folgenden Gedanken: „Da es wissenschaftlich erwiesen ist, dass es im biologischen Sinne keine „Rassen“ gibt, ist die Definition unterschiedlicher Gruppen von Mensch als „Rassen“ eine sozial imaginierte Realität [Konstrukt].“ (Hess/Linder 1997, S. 23, Zufügung H.H.)

2.3.2 Antisemitismus

Antisemitismus ist eine Erscheinungsform vom Rassismus, die durch judenfeindliche Äußerungen, Tendenzen, Haltungen und Handlungen unabhängig von ihren religiösen, rassistischen, sozialen oder sonstigen Motiven sich äußert (vgl. Spichal 2015, S. 18-20, zit. nach: Gniechwith 2006, S. 5).

Die Antisemitismusforschung unterscheidet zwischen Judenfeindschaft im Mittelalter und dem modernen Antisemitismus, der sich im 19.Jahrhundert herausbildete und in die Shoah (Holocaust) mündete.

Christlicher Antijudaismus entstand in Folge den typischen antijudaistischen Motiven wie Vorwurf des Christusmords und des Ritualmordes an christlichen Kindern. Es wurden wirtschaftliche und politische Gründe für das Ressentiment herangezogen als auch die theologisch begründete Ausgrenzung der Juden aus dem göttlichen Heilsplan und damit die Identifizierung der Christen als „wahres Israel“ (vgl. Spichal 2015, S.41-48).

Moderner Antisemitismus etabliert sich seit der Reformation und der Entwicklung des Kapitalismus und kann als Reaktion auf die Anforderungen der modernen Gesellschaft verstanden werden. Juden werden für die neue Wirtschaftsordnung und die sozialen Veränderungen verantwortlich gemacht (vgl. Spichal 2015, S. 31-35).

Sekundärer Antisemitismus b ezeichnet den Versuch der Tätergesellschaft sich individuell und kollektiv, die für sie belastenden Folgen (Schuld, Beschämung) der nationalsozialistischen Judenvernichtung den Opfern anzuhängen (vgl. Spichal 2015, S. 21).

Antizionismus bestreitet das Existenzrecht sowie das Recht auf Selbstverteidigung des Staates Israel und beinhaltet Stereotype als auch die generalisierenden Zuschreibungen für die Erzeugung von Israelfeindschaft in politischen als auch in gesamtgesellschaftlichen Gruppierungen (vgl. Spichal 2015, S. 33-35).

Jüdische Weltverschwörung ist ein irrtümliches Konzept des modernen Antisemitismus mit dem Grundsatz, dass die Juden „hinter den Kulissen“ die gesamte Wirtschaft und Politik in der ganzen Welt nach ihren Interessen und Gunsten leiten und regieren.

Mit Hilfe des Antisemitismus wird versucht, komplexe gesellschaftliche Probleme (scheinbar) verständlich zu erklären. Die einfache Erklärung für schwierige Zusammenhänge lautet dann: „Die Juden sind schuld.“

"Juden wurden als ein die Nationen ökonomisch, geistig und rassisch zersetzendes Element angesehen, gegen das sich der Antisemitismus als eine politische Ideologie und Protestbewegung formierte, welche die staatsbürgerliche Gleichstellung der Juden zu verhindern und später zu widerrufen suchte. Es handelte sich beim Antisemitismus nicht bloß (…) um religiöse und soziale Vorurteile, die es gegenüber Juden weiterhin gab, sondern um ein neues Phänomen: eine antiliberale und antimoderne Weltanschauung, die in der ‚Judenfrage' die Ursache aller sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Probleme sah." (Bergmann 2002, S. 6, Auslassung H.H.)

Die Begriffe Rassismus und Antisemitismus umfassen zwei weitere theoretische Konzepte, nämlich die Vorurteile und das Denken in Stereotypen.

2.3.3 Vorurteile

Der Begriff des Vorurteils und die Frage, wie Vorurteile entstehen, sind für das Konzept der Diskriminierung von essentieller Bedeutung, weil die Vorurteile nicht nur auf die Einstellung der Menschen wirken, sondern auch auf das Verhalten großen Einfluss haben und in späterer Folge auch von diskriminierenden Handlungen sind (vgl. Vahedi 1996, S. 25). Vorurteile gegen ethnische Gruppen stellen die Antipathien dar und werden gleichzeitig durch falsche Verallgemeinerung ergänzt (vgl. Pettigrew 1985, S. 83).

„Eine Vereinfachung durch soziale Kategorisierung kann hilfreich sein, um komplexe Vorgänge besser zu verstehen, sie kann jedoch auf Kosten der Realität geschehen und zu ungerechtfertigten Urteilen führen. Langläufig werden Fehler in der Kategorisierung und Beurteilung als Vorurteil genannt.“ (Spichal 2015, S. 15)

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Diskriminierung. Begriffe und Konzepte sowie die Möglichkeiten von Diversity-Ansätzen in der pädagogischen Arbeit
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V323710
ISBN (eBook)
9783668228290
ISBN (Buch)
9783668228306
Dateigröße
760 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
diskriminierung, begriffe, konzepte, möglichkeiten, diversity-ansätzen, arbeit
Arbeit zitieren
Helene Heinz (Autor), 2016, Diskriminierung. Begriffe und Konzepte sowie die Möglichkeiten von Diversity-Ansätzen in der pädagogischen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323710

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Diskriminierung. Begriffe und Konzepte sowie die Möglichkeiten von Diversity-Ansätzen in der pädagogischen Arbeit



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden