Fachübergreifenden Unterricht mit dem Fach Informatik gestalten


Seminararbeit, 2004

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Einleitung

Fachübergreifender Unterricht
Wozu fachübergreifender Unterricht? Eine Frage der Didaktik
Informatik als eigenständige Wissenschaft
Abgrenzung
Verbindungsmöglichkeiten
Mathematik
Biologie& Chemie
Physik
Sprachliche Fächer
Geschichte
Ethisch- politische Fächer

Fazit

Quellenangaben

Abstract

Diese Arbeit stellt sich der Herausforderung Fachübergreifenden Unterricht anhand verschiedener fachbezogener Beispiele anzuregen. Dabei wird betont, dass diese Beispiele nur als Anregungen, nicht als „Unterrichtsrezepte“ dienen. Somit wird in alter pädagogischer Tradition der „Pädagogischen Freiheit“ genüge getan und entbindet die Lehrkraft nicht (wie andere Methodiker der Neuzeit) von ihrem Eigenengagement.

Neben einer Begründung zum Fachübergreifenden Unterricht finden sich Beispiele für die Fächer Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, sprachliche Fächer, Geschichte und ethisch- politische Fächer.

Das Fazit verdeutlicht den Stellenwert des fächerübergreifenden Unterrichts im modernen Schulunterricht

Einleitung

Die Informatik stellt eine der am schnellsten wachsenden Wissenschaften dar. Ihre Produkte halten ungebrochen Einzug in jeden Haushalt der westlichen Welt.

Als Lehrer ist es unsere Aufgabe jungen Menschen auf die „Reale Welt“ vorzubereiten und ihnen das notwendige Handwerkszeug zu vermitteln. Neben den klassischen Disziplinen welche in der Schule gelehrt werden, ist es daher unumgänglich auch das Fach Informatik in der Schule zu integrieren. Ein Merkmal der heutigen wissenschaftlichen Forschung ist dass die Disziplinen enger zusammenrücken, sich gegenseitig befruchten und sich in ihrer Forschung unterstützen. Diese Kooperationen bedingen einen meist nicht unerheblichen Aufwand der nicht nur in finanzieller und organisatorischer Hinsicht. Vielmehr ist eine innere Offenheit anderen wissenschaftlichen Disziplinen gegenüber notwendig, die im allgemeinen auch mit Soft Skills oder Emotionaler Intelligenz bezeichnet werden kann. Dabei gilt es unterschiedliche Wissenschaftsmethoden und Wissenschaftstheorien zu vereinen, und Differenzen in eine Erweiterung des Wissens- Spektrum zu überführen.

Es ist wichtig den Schülern den „Sinn für das Geniale“ (Wagenschein ) zu vermitteln. um ihnen die gigantischen Leistungen der wissenschaftlichen Interdisziplinarität begreiflich zu machen.

Neben dem Vergleich von unterschiedlichen Wissenschaftsmethoden und einem intensiveren „Erleben“ der Disziplinen durch die Schüler erleben sie eine Förderung ihrer Soft Skills. Dies ist nicht nur für den täglichen Umgang in der Schule, sondern auch später in der „Arbeitswelt“ notwendig.

Dabei geht es nicht darum, einer Kommerzialisierung und Anpassung wie sie von vielen Unternehmen gefordert wird nachzugeben; vielmehr geht es darum die Schüler in ihrem Reifungs- und Persönlichkeitsbildungsprozess zu unterstützen und ihnen eine gute Ausbildung zu bieten.

Diese Arbeit darf als ein Plädoyer für den Fachübergreifenden Unterricht betrachtet werden- dennoch gehe ich auf Probleme ein, die dem Fachübergreifenden Unterricht entgegenschlagen können.

Zunächst wird im folgenden vertieft dargestellt, warum Fachübergreifender Unterricht angeboten werden soll. Hierbei wird insbesondere auch auf Reformpädagogische Konzepte eingegangen welche dieses Konzept befürworten.

Im Hauptteil der Arbeit werden die einzelnen Schulfächer und ihre Kombinationsmöglichkeit zur Informatik erläutert. Dabei werde ich auf spezielle Schulfächer bzw. Fachbereiche eingehen um so ein breites Spektrum des gymnasialen Stundenplans abzudecken.

Hierbei geht es darum Möglichkeiten darzustellen und Anregungen zur eigenverantwortlichen Gestaltung zu liefern. Es handelt sich nicht um eine „Rezeptesammlung“ und durchgeplante Projekte. Dies zu bieten ist auch ausdrücklich nicht der Wunsch.

Ausgehend von diesen Anregungen ist es aber gut Möglich interessante Schulprojekte zu starten, diese mit verschiedenen Sozialformen, Unterrichtsmethoden und Medien zu kombinieren.

Das Fazit fasst alle wesentliche Punkte sowie aufgeworfenen Problematiken auf

Fachübergreifender Unterricht

Wozu fachübergreifender Unterricht? Eine Frage der Didaktik

Ausgehend von der These, dass sich alle Wissenschaften gegenwärtig stärker ineinander verflechten und miteinander vermehrt kooperieren und die Informatik als neues Zugpferd der Wissenschaften beschrieben werden, müssen wir Pädagogen überlegen, in welcher Form wir dies im Schulunterricht repräsentieren und somit unseren Schülern einen Einblick in die Welt des wissenschaftlichen Arbeitens geben wollen.

Wollen wir den Schülern einen Unterricht bieten, der ihnen Wissen vermittelt, dass die aktuelle Arbeitsweise in der Forschung berücksichtigt und zugleich auch inhaltliche Verknüpfungen der einzelnen Disziplinen darlegt ist der „Griff“ zum Fachübergreifenden Unterricht (FUU) langfristig unabwendbar.

Dennoch möchte ich hier Einstiegs zugleich betonen, dass es nicht das Ziel ist ausschließlich Fächerübergreifende Unterrichtseinheiten (UE) zu gestalten, sondern das schlechte Verhältnis zwischen konventionellem unterricht und FUU zugunsten des FUU zu verbessern.

Bei der Unterrichtskonzeption muss auch auf pädagogische und psychologische Faktoren geachtet werden. Ein Fachübergreifender Unterricht alleine bürgt nicht für eine gute Unterrichtsqualität. Nachfolgend wird in dieser Arbeit beschrieben, welche Vorteile und somit welche Gründe Fachübergreifender Unterricht haben kann.

Daher ist es nicht das Ziel willkürlich Fachübergreifenden Unterricht zu gestalten. Vielmehr muss zunächst durch die Didaktik (der allgemeinen Didaktik ebenso wie der Fachdidaktik) überprüft werden, ob sich für ein vorliegendes Thema ein Zusammenschluss mit einem weiteren Thema anbietet und sich sinnvoll ergänzen.

Um sich dieser Frage zu stellen empfiehlt es sich ein gutes „Rezept“ bzw. Fragenkatalog für die Themen bereit zu haben.

An dieser Stelle empfehle ich die didaktischen Leitfragen nach Klafki, anhand dessen die Qualität des Themas bzw. der Themen für den Unterricht ausgewählt werden können.

1. Welche Bedeutung hat der Lerninhalt bereits im Erfahrungskreis der Kinder für eine Bedeutung ?
2. Worin liegt die zukünftige Bedeutung des Themas für die Zukunft der Kinder?
3. Welches ist die durch Fragestellungen 1 und 2 sich ergebende (pädagogische) Struktur des Inhaltes?
4. Worin besteht die exemplarische Bedeutung der zu bearbeitenden Frage- bzw. Problemstellung?
5. Anhand welcher Fälle, Phänomene, Situationen oder Versuche kann der Lerninhalt den Schülern besonders "zugänglich" gemacht werden und worin könnte eine zusätzliche Lernmotivation bestehen?

Zudem empfehle ich eine sechste Frage speziell für den FUU, die nach der gemeinsamen Schnittmenge der zwei geplanten Themen fragt. Denn trotz aller reformpädagogischer inspirierter Motivation sollten wir nicht vergessen, dass es Themen gibt, welche sich bei allem pädagogischen Geschick nicht oder nicht sinnvoll miteinander kombinieren lassen. Ich erspare mir es hierfür Beispiele zu erfinden und überlasse dies der Phantasie des Lesers.

In Bezug auf oben genannte Fragen kann insbesondere Frage zwei sehr kritisch betrachtet werden. Verallgemeinert man diese Frage, stößt man schnell auf die sehr allgemeine Fragestellung Was und Wie Schule lehren soll. Soll sie die Schüler auf die spätere Arbeitswelt vorbereiten oder versteckt sich hinter dieser Idee nur eine Kommerzialisierung und Entfremdung der Schüler von pädagogischen Idealen?

Ich denke, dass auch wenn eine rigide Kommerzialisierung des Bildungssektors abzuweisen ist, müssen wir uns Bewusst machen, dass Schülern innerhalb einer begrenzten Zeit ein gewisses Maß an Wissen vermittelt werden muss. Dieses Paradigma setzt zugleich auch das Bedürfnis nach einem bestimmten Maß an Zeit- und Kosteneffizienz fest, dem aufgrund von juristischen sowie institutionellen nachgekommen werden muss.

Fächerübergreifender Unterricht bietet uns die Möglichkeit verschiedene Disziplinen darzustellen und eine größere Vielfalt an Unterrichtsmethoden und Sozialformen einzusetzen. Dies macht den Unterricht für Schüler nicht nur spannender und interessanter, sondern unterstützt diese auch im Prozess der Wissensaufnahme bzw. Wissensverarbeitung.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Fachübergreifenden Unterricht mit dem Fach Informatik gestalten
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V33108
ISBN (eBook)
9783638336710
ISBN (Buch)
9783640256129
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit gibt Anregungen zur gestaltung von Fachübergreifenden Unterricht mit dem Fach Informatik. Es werden Kombinationsmöglichkeiten mit sprachlichen und geisteswissenschaftlichen Fächern aufgezeigt. Um der Gesamtheit genüge zu tun, wird auch auf die grundlegende Frage eingegangen, warum der Fachübergreifende Unterricht wünschenswert ist.
Schlagworte
Fachübergreifenden, Unterricht, Fach, Informatik
Arbeit zitieren
Daniel Brücher (Autor), 2004, Fachübergreifenden Unterricht mit dem Fach Informatik gestalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33108

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