Interkulturelle Kommunikation. Unterschiede von Körpersprache zwischen den Kulturen


Facharbeit (Schule), 2014

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition
2.1 Körpersprache
2.1.1 Gestik
2.1.2 Mimik
2.2 Kultur
2.3 Kommunikation
2.4 Interkulturelle Kommunikation

3 Interkulturelle Kommunikation-Ziele und Erklärungsansätze

4 Kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten
4.1 Gestik
4.2 Mimik
4.3 Distanzzonenmodell

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis
6.1 Buch (Monographie)
6.2 Internetdokument
6.3 Zeitschriftenaufsatz

1 Einleitung

Die Sprache ist ein vielfältiges Mittel für die zwischenmenschliche Kommunikation, aber nicht das Einzige.[1] Auch die Körpersprache ist ein entscheidendes Mittel für die Kommunikation. Sie ist eine Sprache die jeder spricht […].[2] Schon Paul Watzlawick sagte, „[m]an kann nicht nicht kommunizieren“[3].

„In allen Lebensbereichen, sei es die Berufswelt, unser privates Umfeld oder die Öffentlichkeit, werden wir mit Reden, Präsentationen, Vorträgen, Werbung oder einfach „nur“ Kommunikation konfrontiert. Wie wir bereits wissen, kann man nicht, nicht kommunizieren. Auch wenn wir uns zurückziehen und schweigen, kommunizieren wir etwas, dass jemand anders interpretieren kann“[4]

Da stellt sich die Frage, wie unterschiedlich ist die Körpersprache in anderen Kulturen? Das wir mit Deutsch in beispielsweise Japan nicht viel anfangen können ist klar, da uns dort niemand versteht. Aber verstehen uns die Menschen dort, wenn wir nonverbal kommunizieren?

2 Definition

Der Körper spricht immer, auch wenn wir nichts sagen.[5] Aber was versteht man nun genau unter Körpersprache? Was ist eine Kultur? Wie definiert man Kommunikation? Und was bedeutet Interkulturelle Kommunikation? Im Folgenden werde ich auf diese Begriffe genauer eingehen.

2.1 Körpersprache

Körpersprache ist nonverbale Kommunikation. Umgangssprachlich ist nonverbale Kommunikation sich „mit Füßen und Händen“ zu unterhalten.[6]

„Unter nonverbaler Kommunikation versteht man die Körperhaltung und -bewegung, Gestik, Mimik, Blickkontakt, Distanzverhalten, […], Bewegung im Raum, […], Stimme und Stimmklang, Aussprache und Dialekt und Betonung.“[7]

Die Körpersprache ist entscheidend dafür verantwortlich, wie andere eine Kommunikationssituation wahrnehmen. Wer zwar gute Argumente hat, aber in sich zusammenfällt wirkt vor den Zuhörern unsicher. Wer eine sichere Körpersprache hat wirkt Kompetent.[8]

„Kommunikation ist vielschichtig: Wer spricht, sagt nicht nur, WAS er sagt; durch seine Sprechweise, sein gesamtes sprachliches und nichtsprachliches Verhalten übermittelt er dem Zuhörer bzw. Gesprächspartner zusätzliche (und oft die entscheidenden) Informationen, etwa über seine Einstellung zum Thema, über seine Gestimmtheit, über sein Verhältnis zum Gesprächspartner und vieles mehr.“[9]

Für mich ist Körpersprache ein Ausdruck der eigenen Befindlichkeit und Demonstration des Verhältnisses zum Gesprächspartner.[10]

2.1.1 Gestik

„Unter Gestik versteht man im Allgemeinen die Bewegung einzelner Körperteile, z.B. Hände, Finger und Arme.“[11] Es gibt Gesten, die jedes Mitglied in einer Kultur versteht. Diese Gesten bezeichnet man als Konventionalisierte Gesten.[12]

„Embleme [sind] konventionalisierte Gesten, die die verbale Sprache zu bestimmten Zeitpunkten [teilweise] oder ganz ersetzen.“[13]

„Für gewöhnlich nutzen wir Gesten um spontane Gefühle auszudrücken. Daraus lässt sich auch ableiten, dass fingierte Gesten nicht natürlich wirken, sie wirken aufgesetzt. Gesten die einstudiert und gezwungen ausgeführt werden, wirken nicht überzeugend.“[14]

Auch Gestik kann missverstanden werden wie die Sprache.[15]

„Die Kommunikationstrainerin Nadine Kmoth unterscheidet zwischen drei Gestenebenen und vier Gestenrichtungen. Sie unterschiedet zwischen negativer, positiver und neutraler Gestenebene.“[16] Die negative Gestenebene verläuft ungefähr in Hüfthöhe oder wird von der neutralen Gestenebene in die negative Gestenebene ausgeführt. Die positive Gestenebene befindet sich oberhalb und seitlich der Schultern. Die neutrale Gestenebene befindet sich genau zwischen der positiven und negativen Gestenebene.[17]

„Die vier Gestenrichtungen die uns ebenfalls zur Verfügung stehen, haben sogar eine bildhafte Funktion. Vorne und hinten stehen stellvertretend für die Zeit, während die Bereiche links und rechts, sich besonders gut für kontrastive Vergleiche eignen.“[18]

2.1.2 Mimik

Die Mimik bezeichnet die Bewegungen des Gesichts, z.B. das Lachen eines Menschen.[19] Das erste was uns Menschen überzeugt, ist ein freundlicher oder sogar lächelnder Gesichtsausdruck. Schauen wir ernst, ist das zwar auch in Ordnung, besitzt aber längst nicht die starken Türöffnerqualitäten wie ein Lächeln.[20]

2.2 Kultur

„Es gibt unzählige Definitionen von Kultur. So haben Kroeber und Kluckhohn bereits 1952 über 150 gezählt und miteinander verglichen. Der amerikanische Psychologe Harry Triandis definiert beispielsweise Kultur so: »By culture I mean the human made part of the environment«. Er fasst also Kultur als den von Menschen gemachten Teil der Lebensumwelt auf. […] Alle Forscher aber, die sich theoretisch mit dem Kulturbegriff beschäftigen, sind sich einig, dass Kultur so einen sehr weiten Bereich umfasst, der von vom Menschen hergestellten Gegenständen, Werkzeugen und so weiter, über Werte, Ideen, Weltbilder, Sprache und Philosophien bis hin zur Art und Weise des Umgangs mit belebten und unbelebten Dingen, Subjekten wie Objekten reicht. […] Alle Menschen leben in einer spezifischen Kultur und entwickeln sie weiter.“[21]

2.3 Kommunikation

„Unter sozialer Kommunikation versteht man die Vermittlung, die Aufnahme und den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen.“ [22]

2.4 Interkulturelle Kommunikation

Kommunikation prägt Kultur, da die Enkulturation eines einzelnen Menschen über Kommunikation abläuft. „Sind bei der Kommunikation unterschiedliche Kulturen beteiligt, so handelt es sich um interkulturelle Kommunikation.“ [23] Man kann noch interkulturelle Kommunikation und intrakulturelle Kommunikation voneinander unterscheiden. Wenn sich die Kulturen deutlich voneinander unterscheiden, so spricht man von intrakultureller Kommunikation. Wie genau „deutlich“ zu definieren ist, fällt schwer, da die Übergänge von intrakultureller Kommunikation und interkultureller Kommunikation oft fließend sind.[24]

3 Interkulturelle Kommunikation – Ziele und Erklärungsansätze

In unserer globalisierten Welt wird interkulturelle Kommunikation immer wichtiger. Es treffen dabei Menschen in einem Land auf unterschiedliche Kulturen. Es ist nicht möglich, alle Sprachen aus aller Welt zu sprechen und darum benutzt man lingua francea. Dies ist eine Verkehrssprache wie „z.B. Englisch in der Wirtschaft […] [oder] Latein in der Medizin.“.[25]

Bei interkultureller Kommunikation lernt man, wie andere Kulturen miteinander umgehen, wie sie denken und wie man sich zum Beispiel in Geschäftssituationen verhalten sollte. Man legt auch auf die Wahrnehmung wert, also wie man auf andere Kulturen wirkt und welche Probleme bei interkultureller Kommunikation auftreten können und wie diese behoben werden können.[26]

„Die [interkulturelle Kommunikation] ist mehr als die konventionelle Kommunikation, aufgrund von Kulturunterschieden, dem Risiko des Nichtverstehens, Missverstehens und völligem Scheiterns ausgesetzt. Diese Probleme sind Gegenstand vielseitiger Erklärungsansätze. “[27]

[...]


[1] Sanja Crnogorac, Folia linguistica et litteraria, hier S. 99.

[2] Ulrich Sollmann, Einführung in Körpersprache und nonverbale Kommunikation (= Carl-Auer Compact), Heidelberg 2013, S. 7.

[3] Jacqueline Fiuza da Silva Regis, Körpersprache im Interkulturellen Vergleich und in der Unterrichtspraxis, hier S. 1.

[4] Rozum Bartlomiej, Zur Bedeutung von Körpersprache und Rhetorik beim Dolmetschen. ein Beitrag zur Dolmetschdidaktik. 2009, S. 1–88, hier S. 7.

[5] Jacqueline Fiuza da Silva Regis, S. 1.

[6] Ebd.

[7] Dieter-W. Allhoff u. Waltraud Allhoff, Rhetorik & Kommunikation. Ein Lehr- und Übungsbuch ; mit Arbeitsblättern, München 201015, S. 20–21.

[8] Rozum Bartlomiej, S. 7.

[9] Allhoff u. Allhoff, S. 19.

[10] Sollmann, S. 8–9.

[11] Crnogorac, S. 101.

[12] Ebd., S. 102.

[13] Jacqueline Fiuza da Silva Regis, S. 2.

[14] Rozum Bartlomiej, S. 72.

[15] Jacqueline Fiuza da Silva Regis, S. 3.

[16] Rozum Bartlomiej, S. 74.

[17] Ebd., S. 75–79.

[18] Ebd., S. 80.

[19] Jacqueline Fiuza da Silva Regis, S. 1.

[20] Rozum Bartlomiej, S. 67.

[21] Alexander Thomas, Handbuch interkulturelle Kommunikation, Göttingen 2005-2007, S. 21–22.

[22] Hobmaier u.a., Pädagogik / Psychologie, Köln 2012, S. 303.

[23] Astrid Ertelt-Vieth, Interkulturelle Kommunikation und kultureller Wandel. Eine empirische Studie zum russisch-deutschen Schüleraustausch (= Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik), Tübingen 2005, S. 27.

[24] Ebd.

[25] Maximilian Weiß, IKK Verbessert. 2009, hier S. 1.

[26] Interkulturelle Kommunikation - Marcus Evans Linguarama, unter: http://www.linguarama.com/de/interkulturelle-kommunikation.(Stand 18.11.2014).

[27] Weiß, S. 2.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Interkulturelle Kommunikation. Unterschiede von Körpersprache zwischen den Kulturen
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V334691
ISBN (eBook)
9783668244238
ISBN (Buch)
9783668244245
Dateigröße
743 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelle, kommunikation, unterschiede, körpersprache, kulturen
Arbeit zitieren
Jonas Gleiser (Autor), 2014, Interkulturelle Kommunikation. Unterschiede von Körpersprache zwischen den Kulturen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334691

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