Das Christentum und seine nichtjüdische Umwelt. Kelsos Vorbehalte und Polemik gegen das Christentum


Hausarbeit, 2016
17 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Themas

2. Das Weltbild und die Motivation des Kelsos

3. Die Vorwürfe des Kelsos gegen die Christenheit
3.1 Ungebildetheit als Kritik
3.2 Der Vorwurf der Leichtgläubigkeit
3.3 Die Wunderproblematik

4. Schlussfolgerung

5. Literaturverzeichnis
5.1 Antike Quellen
5.2 Sekundärliteratur

1. Vorstellung des Themas

Das Christentum entwickelte sich beginnend mit den ersten Apostelmissionen in der Mitte des ersten Jahrhunderts rasant zu einer der großen Weltreligionen neben dem Islam und dem Judentum. Zum Teil führten erst die Säkularisierungsprozesse, die einen erheblichen Einfluss auf die Revolutionen innerhalb der geschichtlichen Epoche der Neuzeit hatten, zum Zerfall der intellektuellen Hegemonie des Christentums.

Als das Christentum sich im zweiten bzw. dritten Jahrhundert noch in seiner Anfangszeit befand, sah es sich mit vielseitigen Auseinandersetzungen seitens des Judentums und der paganen Philosophie konfrontiert. Legt man das Augenmerk auf die damalige heidnische Welt, fällt auf, dass allen voran der Platoniker Kelsos mit seinen Vorwürfen gegen die Christenheit reges Gehör bei den Bibelkritikern während der Aufklärung fand.[1] Sein zwischen 177 und 178[2] entstandenes Werk Alethes Logos („Wahre Lehre“), das nur in vermittelter Form durch die Gegenschrift („Contra Celsum“) des Origenes rekonstruiert werden konnte[3], stellt das Fundament der polemischen Vorwürfe gegen das Christentum dar.

Für den deutschen Historiker Wilhelm Nestle war die Sachlage klar: „Das Verhältnis von Christentum und Platonismus gleicht einer unglücklichen Liebe, die in Haß umschlägt, weil sie keine Gegenliebe findet.“[4]

Scheinbar besaßen die sich im gegenseitigen kritischen Kommunikationsprozess befindlichen Parteien grundlegende Gemeinsamkeiten, die jedoch nicht zur Befriedung des Konflikts führten, sondern vielmehr in dezidierte Auseinandersetzungen und Widerlegungsstrategien mündeten. Oftmals sorgten die unvereinbaren Grundideen zwischen dem Glauben auf der Seite der Christen und der Vernunft seitens der paganen Beobachter für Zündstoff.[5] Die Forschung ist sich darüber einig, dass am Ende des Konfliktes eine Synthese zwischen der Antike mit ihren überlieferten Traditionen und den Botschaften des frühen Christentums stand.[6] Auch der ehemalige Papst Benedikt XVI., damals noch in Kardinalsfunktion, sah im Christentum „die in Jesus Christus vermittelte Synthese zwischen dem Glauben Israels und dem griechischen Geist.“[7]

Meine Motivation besteht darin, die zentralen Vorwürfen gegen das frühe Christentum, speziell anhand der Vorwürfe des Kelsos zu beschreiben. Hauptsächlich sollen die Vorwürfe des christlichen Leichtglaubens, der Ungebildetheit und die Wunderproblematik erläutert werden, da sie auch Einzug in den neuzeitlichen Kanon der Christentumskritiker nahmen: „Celsus nimmt in seiner Argumentation Thesen vorweg, die von Samuel Hermann Reimarus [sic] und anderen aufklärerischen und freigeistigen Bestreitern des Christentums teilweise direkt abgeschrieben sein könnten.“[8] Auf populäre Sensationsgeschichten gegen die Christen (bspw. der Vorwurf von Eselsanbetungen, sexuelle Orgien, thyesteischen Mahlzeiten), die insbesondere in der Bevölkerung innerhalb des Imperium Romanum sehr beliebt waren, wird verzichtet.[9] Die hohe Rezeption der Arbeit des Kelsos in der Neuzeit sowie die Tatsache, dass das frühe Christentum einen elementaren Lehrinhalt an Universitäten für Geschichtsstudenten darstellt, verdeutlicht die grundsätzliche Relevanz meines Themas.

Methodisch soll meine Arbeit von der Erklärung der paganen Vorwürfe an die Christen geprägt sein, wobei die Gegenschrift Contra Celsum von Origines eine wichtige Rolle einnimmt, da dieses achtbändige Werk in exzerpierter, fragmentarischer Form die Argumente des Kelsos beinhaltet. Kelsos’ Alethes Logos, worauf sich Origenes in seiner Gegenschrift bezieht, ist nicht erhalten geblieben.[10] Bedenkt man, dass Origenes ca. 70 Jahre nach Veröffentlichung des Alethes Logos quasi zur Widerlegung des Werkes gedrängt wurde, lässt sich der schwelende Konflikt beider Parteien erahnen.[11]

Damit die polemischen Vorwürfe in einen angemessenen Kontext gesetzt werden können, muss zunächst erörtert werden, aus welcher Motivation heraus Kelsos überhaupt erst gegen die Christen tätig wird und wie er sein Politik- und Weltbild versteht.

2. Das Weltbild und die Motivation des Kelsos

Kelsos, der über ein großes Wissen im Hinblick auf das Christentum verfügt,[12] sieht in diesem ganz offensichtlich keine alternativlose Lehre, da „die ethischen Prinzipien etwas ganz Gewöhnliches“ seien „und im Vergleich zu den anderen Philosophen keine beeindruckende oder neue Lehre enthält.“[13] Als Anhänger des Mittelplatonismus[14] basiert Kelsos’ Verständnis über die Entstehung der Welt, sogar in der Begrifflichkeit analog zum Christentum, auf dem Glauben an Gott. Im Sinne der kosmologischen Ordnung definiert er zwar einen Gott, dieser existiert aber nur in transzendenter Form und erschuf im Gegensatz zur christlichen Gottesvorstellung, das Universum und die Welt als etwas Unvergängliches.[15] Zudem basiert der Glaube an etwas Höheres nicht in der Singularität eines Gottes, sondern vertritt Kelsos vielmehr ein aus dem Hellenismus stammendes antikes polytheistisches Götterverständnis. Dabei verliert er sich jedoch nicht in einem starren, nicht mehr zeitgemäßen Polytheismus; vielmehr nimmt er klare Differenzierungen zwischen dem einen Gott, quasi als „Urheber des Kosmos“[16] und den „vielen Göttern der Volksreligion“[17] vor. Das Verständnis zwischen monotheistischen und polytheistischen Weltbildern stellte eine elementare Diskrepanz zwischen Christentum und paganer Opposition dar[18] und begründet letztendlich ein politisches Motiv für Kelsos, weshalb er sein Werk geschrieben hat.[19] Die entstandene Intoleranz gegenüber der Christenheit scheint ein beinahe unvermeidbares Resultat des christlichen Monotheismus zu sein.[20] Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass ein dogmatisches gedankliches Konstrukt von monotheistischer Partei auf der einen und polytheistischer Partei auf der anderen Seite, nicht existieren darf. Die antike Welt brachte auf paganer Seite ebenso monotheistische Denkmuster hervor, die zuweilen von christlicher Seite rezipiert und in den eigenen Logos integriert wurden.[21]

Die Tatsache, dass Kelsos in seinen Wertekanon Götterbilder, Dämonen und Mythen entlang der griechisch kulturellen Tradition implementiert[22], zeigt seine tiefe Verwurzelung mit der hellenistischen Welt. Zusätzlich verstärkt Kelsos’ polemisches Artikulationsmuster, das bspw. zur Jungfrauengeburt des Sohn Gottes[23] sehr deutlich hervorsticht, den Eindruck seines griechischen Traditionspatriotismus. Objektivität als regulative Idee ist für die Gegenwartsforschung zwar zur einvernehmlichen Maxime erwachsen; ein Kelsos wiederum ist ein „Gefangener“ seiner Zeit und sieht in einer immer mehr Leute rekrutierenden Bewegung, die komplett seinem eigenen Weltverständnis zu widerläuft, eine Bedrohung. Wie Lona richtig beschreibt, darf Kelsos daher nicht als Rationalist bezeichnet werden. Stattdessen liegt seine polemische Ausdrucksweise u. a. an dem Umstand, dass er ein Traditionalist ist.[24] Daher hegt er ein großes Interesse an der Zurückweisung des Christentums, um letztendlich seinen Wertekanon, der sich in der griechisch-römischen Tradition widerspiegelt, verteidigen zu können.

Ob Kelsos im Imperium Romanum lebte und wirkte kann mit gesicherter empirischer Evidenz nicht beurteilt werden[25], fraglich ist jedoch, wie stark sein Denken und Handeln von römischen Traditionswerten geprägt wurde. Dazu führt Lona aus: „Sein Denken und seine Bildung sind vielmehr durch die griechische Überlieferung geprägt, nicht durch die lateinische oder gar römische.“[26] Sein Handeln gegen das Christentum aus einer griechisch-traditionalistischen Sicht gilt also als wahrscheinlicher.

Der Drang nach der Gotteserkenntnis von Origenes und Kelsos ist ein weiterer Punkt, der verdeutlicht, wie nahe aber doch unvereinbar sich beide Vertreter ihrer Weltbilder gegenüberstehen. Nach Origenes ist die Erlangung der Gotteserkenntnis abhängig von Gottes Gnade und Vorhersehung für die Menschen, die ihre komplette Lebensführung nach einem gottgefälligen Tenor (Frömmigkeit, Studium der Heiligen Schrift etc.) ausgerichtet haben.[27] Laut Origenes kann also nicht jeder Christ die Gotteserkenntnis erfahren, weil Gott nur bestimmte Menschen für dessen Erleuchtung auserwählt. Für Kelsos hingegen besteht das Fundament für die Treppe zur Gotteserkenntnis in der passionierten intellektuellen Auseinandersetzung mit Gott und der Ordnung des natürlichen Kosmos, wobei eine Vorhersehung Gottes keine Voraussetzung zur Erkenntniserlangung ist.[28] Kelsos’ Weltbild ermöglicht demnach jedem Intellektuellen die Gotteserkenntnis. Einvernehmen herrscht über den Wert der Gotteserkenntnis: Sie ist das höchste erreichbare Gut.[29]

Schröder bezeichnet den Konflikt zwischen paganer und christlicher Welt als interreligiösen Konflikt, da die heidnischen Kritiker „Kultformen wie Opfer und die Verehrung der Götterbilder sowie die Überlieferungen von den Göttern“[30] verteidigen. Auch Harnack und Lona attestieren der Schrift des Kelsos eine politische und theologisch-politische Motivation.[31] Kelsos kann als Repräsentant der Gesellschaftsmitte verstanden werden und durch seine Funktion als Apologet einer „alten Lehre von Urzeit her“[32] versucht er seine Leserschaft von der Notwendigkeit der alten Gesetzmäßigkeiten („Nomos“) zu überzeugen. Gleichermaßen kommt der Diffamierung der christlichen Vorstellungen durch Entlarvung als eine unlogische und nicht exklusive Lehre anhand seiner „Wahren Lehre“ eine wichtige Rolle zu.[33]

Um einen Bogen auf das eingangs getroffene Statement des Kelsos hinsichtlich der Originalität der christlichen Lehre zu spannen, bietet sich folgendes Zitat an, welches m. E. das Ärgernis und die Sorge des Kelsos sehr gut widerspiegelt. Darin heißt es, bezogen auf die christliche Lehre, dass „diese Gedanken bei den Griechen besser ausgedrückt seien, ohne Überheblichkeit und ohne den Anspruch einer Verheißung, die von Gott oder Gottes Sohn kommt.“[34] Die christlichen Apologeten bedienten sich nämlich nicht nur mit dem Ziel der Legitimation ihrer Religion bei den platonischen Lehren, sondern beanspruchten auch für sich, rechtmäßiger Stellvertreter dieser Lehre zu sein.[35]

Alles in allem kann die Auseinandersetzung zwischen Kelsos und Christenheit als theologischer und interreligiöser Konflikt bewertet werden. Im nächsten Abschnitt werden die Vorwürfe des Kelsos an das Christentum, die Konzentration liegt dabei auf dem Vorwurf der Ungebildetheit, Leichtgläubigkeit sowie der Wunderproblematik, betrachtet.[36]

3. Die Vorwürfe des Kelsos gegen die Christenheit

3.1 Ungebildetheit als Kritik

In unserer heutigen Gesellschaft gilt Bildung als zwingende Voraussetzung zur gesellschaftlichen Teilhabe am kulturellen und materiellen Leben. Ähnliche Gedanken entstehen bei dem Versuch, sich in Kelsos’ treibende Motive gegen die Christenheit hineinzuversetzen. Er, ein Philosoph und Intellektueller, gut situiert, der Oberschicht angehörig, sieht wie im ersten Abschnitt beschrieben, eine Gefahr in der stetig wachsenden Anhängerschaft des Christentums. So identifiziert er in dem Christentum eine Bewegung von der Unterschicht ausgehend, eine Kultgemeinschaft der Leichtgläubigen und Ungebildeten.[37]

Seine Überzeugung bringt er in seinem Werk Alethes Logos zum Ausdruck, indem er von „gewöhnlichen und ungelehrten Menschen“ spricht und vor allem nur wegen des „gewöhnlichen und völlig bildungsfernen Charakters“ dieser Menschen sei überhaupt erst eine Zuwendung zum Christentum möglich.[38] Er spezialisiert seinen polemischen Vorwurf mit der Proklamation: „Indem sie [die Christen – P. B.] nämlich solche Leute aus diesem Grund [Ungebildetheit – P. B.] ihres Gottes für würdig erklären, geben sie zu erkennen, dass sie nur die Dummen, Primitiven, Stumpfsinnigen, nur Sklaven, Weiblein und kleine Kinder überreden wollen und können.“[39] Dieser Abschnitt offenbart einige zusätzliche Informationen, die interpretationsbedürftig sind. Offensichtlich setzt Kelsos den Verstand einer Frau mit dem eines Kleinkindes gleich. Um der Bedeutungslosigkeit und der geringen Intelligenz der Frau Nachdruck zu verleihen, bezeichnet er sie als „Weiblein“. Abgesehen davon, dass der Frau, man möchte fast schon sagen „zeitgemäß“ eine relativ geringe Rolle (gesellschaftlicher und politisch-intellektueller Art) zukommt, stellt sich die Frage, weshalb Kelsos die Frau ausdrücklich denunziert. Eine Antwortmöglichkeit liefert Merkt, der infolge seiner Analyse feststellt, dass das Christentum der Frau die Möglichkeit gibt, sich entgegen der bis dato geltenden Wertigkeit des Geschlechts, zu emanzipieren.[40] Kelsos’ Versuch der Bloßstellung der neuen Religion, die nun auch eine der Frauen war, mündet in polemische Vorwürfe gegen das weibliche Geschlecht: „Maria, eine unzüchtige Frau mit einem unehelichen Kind“[41] und „Maria Magdalena, ein hysterisches Weib, das sich einbildete, Jesus nach seinem Tod noch lebend gesehen zu haben“[42] sind seine Zielpersonen und zugleich die repräsentativen weiblichen Persönlichkeiten des Christentums. Durch die Möglichkeit der Partizipation der Frau an einer Bewegung, erfährt das Christentum enormen Zulauf von Frauen, denen auf einmal ein Wert bzw. eine Rolle in der Gesellschaft zugestanden wird. Und gerade der als Traditionalist geltende Kelsos versucht vehement diese sich anbahnende höherwertigere Stellung der Frau zu verhindern sowie seine Leserschaft davon zu überzeugen, wie irrsinnig der christliche Glaube doch sei, wenn selbst der Frau schon ein höherer Wert in der Gesellschaft zukommen soll.

[...]


[1] Schröder, Athen und Jerusalem, S. 223 ff.

[2] Keim, Rom und das Christentum, S. 261-273. Die Datierungen des Werkes variieren in der Forschung mitunter erheblich; siehe dazu auch Lona, „Wahre Lehre“, S. 54 f. (Übersetzung von H. E. Lona; in der Folge nicht mehr gekennzeichnet).

[3] Vgl. Aland, Frühe direkte Auseinandersetzung, S. 3. In der Forschung divergieren die Meinungen zur Aufarbeitungs- und Widerlegungsleistung des Origenes.

[4] Nestle, Haupteinwände des antiken Denkens, S. 23.

[5] Vgl. Origenes, Gegen Celsus 1, 9 (Übersetzung von C. Barthold; in der Folge nicht mehr gekennzeichnet).

[6] Nestle, Haupteinwände des antiken Denkens, S. 19.

[7] Ratzinger zitiert nach Schröder, Athen und Jerusalem, S. 7.

[8] Kantzenbach, Urchristentum und alte Kirche, S. 76. Siehe auch die Präsenz der antiken Christentumskritiker in der Neuzeit lt. Schröder, Athen und Jerusalem, S. 14-47.

[9] Nestle, Haupteinwände des antiken Denkens, S. 24 f.

[10] Lona, „Wahre Lehre“, S. 11.

[11] Vgl. Aland, Frühe direkte Auseinandersetzung, S. 2 f.

[12] Vgl. Ulbrich, Begegnung von Christen und Heiden, S. 477 f.

[13] Origenes, Gegen Celsus, 1, 4.

[14] Vgl. Aland, Frühe direkte Auseinandersetzung, S. 2. Sie gibt an, dass Kelsos auch als Sophist und anfänglich von Origines als Epikureer eingestuft wurde.

[15] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 45-49. In dieser Thematik liegen ambivalente Positionen des Kelsos vor. Ausgenommen von einer Andeutung in Origenes', Gegen Celsus 6, 52 ist für ihn die Welt unvergänglich, den Ursprung allen Anfangs sieht er in 6, 47 bei Gott, jedoch in 4, 79 bei niemandem. Für das Christentum ist auf Grund des Sündenfalls die Welt endlich, da Gott sein erschaffenes Werk auch wieder zerstören darf. Vgl. auch Gasparro, One God and Divine Unity, S. 53 ff.

[16] Schröder, Athen und Jerusalem, S. 61. Vgl. Origenes, Gegen Celsus, 1, 23. 24.

[17] Cicero zitiert nach Schröder, Athen und Jerusalem, S. 61.

[18] Vgl. Assmann: Die Mosaische Unterscheidung, S. 49-54. In der Forschung sind die Begriffe des Mono- und Polytheismus umstritten. Assmann sieht in der „Gegenüberstellung von Einheit und Vielheit […] als Instrument der Beschreibung und Klassifikation antiker Religionen“ einen Fehler. Die Ablehnung „anderer“ Götter sei das treffende zentrale Kriterium der Begrifflichkeiten, die überhaupt erst im 17. Jh. bzw. 18 Jh. entstanden sind. Siehe auch Origenes, Gegen Celsus, 3, 75. Hier zeigt sich der pejorative Charakter des Polytheismus im Sinne des Origenes.

[19] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 50 f.

[20] Vgl. Mitchell (et al.), Introduction, S. 5 ff.

[21] Vgl. Ahmed (et al.), Monotheistische Denkfiguren, http//:www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4257; vgl. Zajcev, Monotheistische Gedanken, S. 203-212.

[22] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 49 f.

[23] Origenes, Gegen Celsus, 1, 40; 6, 73. Origenes bezeichnet Kelsos' Polemik als Spott gegen das Christentum und wirft ihm Arroganz vor, da er sein Werk „Wahre Lehre“ nannte „was von den renommierten Philosophen niemand getan hat.“ Kelsos Polemik zeigt sich, indem er den Körper der Maria als „ein derart beflecktes Gefäß“ bezeichnet.

[24] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 49; vgl. Ulbrich, Begegnung von Christen und Heiden, S. 480.

[25] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 31.

[26] Ebd., S. 31.

[27] Vgl. Aland, Frühe direkte Auseinandersetzung, S. 15 f.; vgl. Origenes, Gegen Celsus, 7, 44.

[28] Vgl. ebd., S. 16 ff.

[29] Vgl. ebd., S. 12.

[30] Schröder, Athen und Jerusalem, S. 86.

[31] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 50 f.

[32] Vgl. Origenes, Gegen Celsus, 1, 14.

[33] Vgl. Lona, „Wahre Lehre“, S. 50 f.

[34] Origenes, Gegen Celsus, 6, 1.

[35] Vgl. Ulbrich, Begegnung von Christen und Heiden, S. 478 f.

[36] Um dem Rahmen der Hausarbeit gerecht zu werden, ist eine Beschränkung auf lediglich diese Vorwürfe notwendig.

[37] Vgl. Merkt, „Religion von törichten Weibern“, S. 293-309. Die Forschung förderte zu Tage, dass eine Rekrutierung der Christenheit aus sämtlichen Sozialschichten erfolgte; nur die prozentuale Verteilung ist ungewiss. Demnach ist es denkbar, dass der zahlenmäßige Löwenanteil aus der Unterschicht stammen könnte.

[38] Vgl. Origenes, Gegen Celsus, 1, 27.

[39] Ebd., 3, 44.

[40] Vgl. Merkt, „Religion von törichten Weibern“, S. 295 f.

[41] Merkt, „Religion von törichten Weibern“, S. 294; vgl. Origenes, Gegen Celsus, 1, 28.

[42] Merkt, „Religion von törichten Weibern“, S. 294; vgl. Origenes, Gegen Celsus, 2, 59.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Das Christentum und seine nichtjüdische Umwelt. Kelsos Vorbehalte und Polemik gegen das Christentum
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Altertumswissenschaften)
Veranstaltung
Das Frühe Christentum
Note
1,5
Autor
Jahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V334867
ISBN (eBook)
9783668246669
ISBN (Buch)
9783668246676
Dateigröße
583 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
christentum, umwelt, kelsos, vorbehalte, polemik
Arbeit zitieren
Peter Becker (Autor), 2016, Das Christentum und seine nichtjüdische Umwelt. Kelsos Vorbehalte und Polemik gegen das Christentum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334867

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