Gruppenpädagogik. Eine Zusammenfassung


Zusammenfassung, 2016
12 Seiten, Note: 1,1
Anne Freudig (Autor)

Leseprobe

Inhalt

Definition von Gruppe:

Bedeutung von Gruppen:

Bedeutung in der sozialpädag. Praxis:

I. Merkmale von Gruppen

II. Arten von Gruppen

III. Die Gruppe als dynamischer Prozess
Bewegungen in der Gruppe = Gruppendynamik
Bedeutung für die Praxis:

IV. Funktionen der Gruppe für den Einzelnen
Kinder in Gruppen
Jugendliche in Gruppen
Geschlechtshomogene Gruppen

V. Gruppenstrukturen
Normen in der Gruppe
Rollen in der Gruppe
Gruppenkohäsion

VI. Gruppenbeobachtung
Bedeutung und Ziele:
Was ist ein Soziogramm?
Planung und Durchführung eines Soziometrischen Verfahrens:

VII. Die Gruppenleitung
Bedeutung:
Prinzipien:
7 Richtlinien:

VIII. Gruppenphasen
1. Gründungsphase/Orientierungsphase
2. Rollenklärungs- oder Streitphase
1. Der inoffizielle Führer
2. Der Mitläufer
3. Der Außenseiter
4. Der Sündenbock
3. Vertrautheits- oder Vertragsphase
4. Differenzierungs- oder Arbeitsphase
5. Abschluss- oder Trennungsphase

Definition von Gruppe:

Eine Gruppe hat eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern, die durch ein System gemeinsamer Normen und die Verteilung der Aufgaben ein gemeinsames Ziel erreichen wollen.

Die Mitglieder verbinden ähnliche Merkmale oder Interessen.

Über längere Zeit stehen sie in einem kontinuierlichen Kommunikations- und Interaktionsprozess und entwickeln ein Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Bedeutung von Gruppen:

Die Gruppe wird als Grundform des sozialen Lebens angesehen. Denn durch das Zusammensein wird Gemeinschaft, Sicherheit, Geborgenheit und Anerkennung erfahren.

Gruppen können bereichern, aber auch einengen

- hohe Sozialisationsfunktion

Bedeutung in der sozialpädag. Praxis:

Gruppen müssen von der Leitung gestaltet und begleitet werden, damit eine Gruppe positiven Einfluss auf seine Mitglieder ausüben kann.

Der Einzelne soll sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit entwickeln können.

I. Merkmale von Gruppen

1. Zusammengehörigkeitsgefühl

- entsteht durch regelmäßiges und freiwilliges Treffen

2. Dauer der Existenz der Gruppe

- je länger die Gruppe existiert, desto eher entsteht das Gefühl von

Zusammengehörigkeit

3. Beziehung der GM untereinander

- Die Mitglieder haben direkten Kontakt zueinander und kommunizieren

untereinander

4. Entwicklung gemeinsamer Normen, Werte und Regeln

- Was wird abgelehnt? Was ist gut?

- entwickelt sich im Laufe des Gruppenprozesses

5. Gruppentraditionen

- vermitteln ein Gefühl für die eigene Gruppengeschichte

6. Gemeinsame Gruppenziele

- es existiert mind. ein gemeinsames Ziel, das die Motivation schafft sich zu treffen

7. Rollen

- jeder übernimmt eine Rolle

II. Arten von Gruppen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Freiwillig (Verein) Unfreiwillig (Familie)

Offen (nimmt Mitglieder auf) Geschlossen

III. Die Gruppe als dynamischer Prozess

Bewegungen in der Gruppe = Gruppendynamik

Die Gruppenphasen sind abhängig von verschiedenen Faktoren:

- Welche Persönlichkeiten?
- Welche Vorerfahrungen? (als Gruppe oder als Einzelner)
- Umfeld der Gruppe (z.B. Kleingruppe im Unterricht)
- aktuelle Situation
- Gruppenerfahrungen des GL

Die Entwicklung jeder Gruppe ist einzigartig und verläuft nicht gleich. Es sind Ähnlichkeiten in den Phasen zu finden, die jede Gruppe durchläuft (Nähe und Distanz; Streit und Auseinandersetzungen).

Die Gruppenziele und die persönlichen Ziele werden in den Gruppenprozess mit eingebracht.

Der persönliche Zielpool der Mitglieder ist die Gesamtheit der individuellen Ziele in der Gruppe.

Die persönlichen Ziele geben Auskunft über die Beziehungsebene (z.B. Möchte ich Freunde finden?).

Sie geben auch Auskunft über die Sachebene (z.B. das Einüben eines Musicals).

Bedeutung für die Praxis:

Jedes Gruppe hat ihre eigene Dynamik, da jede Gruppe individuell ist . Dementsprechend muss die Gruppe geführt werden, die Gruppenleitung ist auf Beobachtung der Gruppe angewiesen.

Die persönlichen Ziele tragen dazu bei, wie sich das Kind/der Jugendliche mit der Gruppe auseinandersetzt (z.B. persönl. Ziel ist Freunde finden: das Kind

wird offen von sich aus auf andere Kinder zugehen.)

IV. Funktionen der Gruppe für den Einzelnen

Die Gruppe dient als Übungsfeld für vielfältigen Kompetenzerwerb

- Das Ziel ist die selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Kinder in Gruppen

Kinder sind nicht von Geburt an fähig, mit anderen zu kooperieren. Sie entwickeln erst allmählich die Gruppenfähigkeit (Aufbau von Beziehungen, Kompromisse schließen, sich anpassen).

Gruppen können Kindern das Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln. Dieses motiviert Kinder früh, zusammenzuarbeiten und positive Ziele für die Gesamtgruppe anzustreben.

Kinder sollen auch Gruppenerfahrungen ohne Anleitung von Erwachsenen

machen können. Pädag. Fachkräfte müssen einen Freiraum einrichten, wo dies möglich ist.

Die Gruppenerfahrungen in den ersten Lebensjahren sind entscheidend für

das spätere Zurechtfinden in anderen Gruppen

Jugendliche in Gruppen

Jugendliche beginnen sich innerlich von den Eltern zu lösen und die Peergroup dient als Orientierung für das eigene Verhalten.

Meinungen und Ansichten werden zunehmend von der Peergroup gelöst.

Jugendliche erproben untereinander soziale Verhaltensweisen. Daher ist die Peergroup ein wichtiger Ort für die Identitätsfindung: Entfaltung des eigenen Lebensstils, Herausbildung von eigenen Wertvorstellungen

Sie bietet Orientierung und emotionale Geborgenheit und das Selbstwertgefühl wird durch Anerkennung in der Peergroup positiv beeinflusst.

Geschlechtshomogene Gruppen

- SGB VIII: Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen, Berücksichtigung

der unterschiedlichen Lebenslagen

- geschlechtshomogen = monoedukativ

- bietet besonderen Zugang zu Themen wie Sexualpädagogik, da die Jugendl.

hier die Möglichkeit haben, sich im geschützten Rahmen mit ihren Fragen etc

auseinanderzusetzen

- Jungs fühlen sich hier sicherer, legen ihre Ängste leichter offen, da sie keine

Angst haben müssen, als unmännlich zu gelten

Kritik an geschlechtshomogenen Gruppen:

- die Geschlechtsdifferenz könnte zu sehr dramatisiert und damit erst recht

festgeschrieben werden (z.B. können Jungs sich durch die Männlichkeits-

anforderungen im Sport unwohl fühlen)

V. Gruppenstrukturen

Normen in der Gruppe

Normen sind Verhaltensregeln, die für die GM gelten. Es gibt auch verdeckte, unausgesprochene Normen (z.B. Selbstverständlichkeit jemanden ausreden zu lassen). Normen verändern sich mit der Entwicklung der Gruppe und den Bedürfnissen der GM.

Funktion von Normen:

Sie erleichtern die Kommunikation und geben Orientierung und Sicherheit, weil sie das angemessene Verhalten innerhalb der Gruppe verdeutlichen. Dadurch steigt das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Wenn jemand gegen die Normen verstößt, kann die Gruppe mit Sanktionen reagieren (z.B. Kritik, Auslachen, Ausschluss).

- Das Mitglied wird von der Gruppe unter Druck gesetzt („Wer sich nicht richtig verhält, gehört nicht dazu“) und dessen Identitätsentwicklung kann

dadurch eingegrenzt werden

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Gruppenpädagogik. Eine Zusammenfassung
Note
1,1
Autor
Jahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V337580
ISBN (eBook)
9783668270411
ISBN (Buch)
9783668270428
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gruppenpädagogik, Gruppe, Gruppenstrukturen, Gruppenleitung, Gruppenbeobachtung, Gruppenphasen
Arbeit zitieren
Anne Freudig (Autor), 2016, Gruppenpädagogik. Eine Zusammenfassung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337580

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