Blutdruckmessung nach Riva-Rocci (Praxisanleitung Altenpfleger/in)


Instruction, 2012
20 Pages, Grade: 2

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Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2. BEDINGUNGSANALYSE
2.1 UMFELDANALYSE
2.2 LEHRVORRAUSETZUNGEN
2.3 LERNVORRAUSSETZUNGEN
2.4 IST-ZUSTAND DER BEWOHNERIN

3. FACHANALYSE / DEFINITION BLUTDRUCK
3.1 INDIKATIONEN
3.2 KONTRAINDIKATIONEN
3.3 SYMPTOME
3.4 URSACHEN
3.5 HYGIENISCHE ASPEKTE

4. LERNZIELE

5. METHODE DER VIER STUFEN
5.1 ERSTE STUFE / VORGESPRÄCH
5.2 STUFE ZWEI - DAS VORMACHEN
5.3. STUFE DREI - DAS NACHMACHEN
5.4 STUFE VIER / REFLEXIONSGESPRÄCH / AUSWERTUNG

6. EXZERPT

7.LITERATURVERZEICHNIS

1.Einleitung

Die Praxisanleitung spielt in der Altenpflege eine sehr große Rolle. Es geht darum einen Ausbildenden in seiner Ausbildung über drei Jahre ( bei der altenpflege) oder über ein Jahr ( bei der Altenpflegehilfe ) zu begleiten und anzuleiten. Ebenso bei der Entwicklung verschiedenster Kompetenzen, Fachkompetenzen und Schlüsselqualifi- kationen zu unterstützen. Hauptsächlich ist die Praxisanleitung verantwortlich die in der Altenpflegeschule gelernten theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen zu können. Die Praxisanleitung dient also als Schnittstelle zwischen der Schule und der Einrichtung in der, der praktische Einsatz des Auszubildenden absolviert wird. Diese Facharbeit wurde im Rahmen der Weiterbildung zum Praxisanleiter als schriftliche Modulabschlussprüfung geschrieben und hat das Ziel einen verständlichen, struktu- rierten und geplanten Ablauf einer Anleitung im Alltag eines Praxisanleiters aufzufüh- ren. In dieser Facharbeit wird beschrieben, wie eine praktische Anleitungssituation geplant und durchgeführt wird. Es handelt sich hierbei um die Blutdruckmessung an einer Bewohnerin nach Riva-Rocci. Verschiedenste Analysen zur Vorbereitung wer- den separat aufgeführt und verständlich erklärt. Anschließend werden Ziele festge- halten und die danach geplante Methode zur Umsetzung der Ziele und Inhalte wird beschrieben und begründet, warum diese sinnvoll für die geplante Anleitungssituati- on erscheint. Es folgt ein Ablaufplan, in der die Durchführung der Anleitungssituation beschrieben wird, in der auch das Verhalten des Praxisanleiters und des Auszubil- denden genauestens dokumentiert ist. Zum Abschluss der Facharbeit wird ein Ex- zerpt erstellt, in dem festgehalten wird, ob die geplante Anleitung sinnvoll erschien und das Vorgehen des Praxisanleiters eine klare Struktur hatte, also es wird eine sogenannte Erfolgskontrolle durchgeführt.

2. Bedingungsanalyse

Die Bedingungsanalyse beschreibt die komplette Vorbereitung einer geplanten Anlei- tung. Sie wird in verschiedenen Kategorien aufgeteilt. Man unterscheidet hierbei zwischen den Lehrvoraussetzungen und den Lernvoraussetzungen. Es wird dabei immer darauf geachtet, was der Anleiter und was der Auszubildende mitbringt. Eben- so ist es wichtig, eine vorbereitete Umgebung am Arbeitsplatz zu erschaffen und da- bei eine sogenannte Umfeldanalyse durchzuführen, um eine reibungslose Anlei- tungssituationen zu planen. Ebenfalls ist es wichtig, sich den richtigen Bewohner o- der einen geeigneten Mitarbeiter zur Anleitungssituation auszuwählen. Bei dem Be- wohner ist der Allgemeinzustand, Orientierung, Diagnosen, Pflegediagnosen und das Einverständnis vorher zu ermitteln. Bei der hier beschriebenen Anleitungssituation, handelt es sich um eine indirekte Blutdruckmessung nach Riva-Rocci.

2.1 Umfeldanalyse

Die Anleitungssituation findet in einer Altenpflegeeinrichtung mit 188 Bewohnern, verschiedenster Pflegestufen, die über vier Stationen verteilt sind, statt. Das Team unterstützt den Praxisanleiter in seiner Aufgabe. Der Praxisanleiter versucht stets, die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit, einer guten Ausbildungssituation, dem Team und ebenso Mitarbeitern anderer Berufsgruppen im Haus bewusst zu machen. Die Frei- stellungen für den Praxisanleiter sind geregelt. Er hat pro Monat zwei Tage Freistel- lung, an der er sich voll um die Altenpflegeschüler/-innen kümmern kann, d.h., Anlei- tungen, Benotungen und Gespräche durchführt. Die restliche Anleitungszeit, wird in dem Stationsalltag untergebracht oder nach Rücksprache zusätzlich verplant. Die Einrichtung gibt dem Praxisanleiter und den Auszubildenden die Möglichkeit sich im Bereich des Fachwissens stets auf einen guten Wissensstand zu bleiben, in dem Fachliteratur, eine kleine Bibliothek und einen PC inklusiver Internetzugang zu Verfü- gung gestellt ist. Ebenso findet einmal pro Monat eine sogenannte Schülerbespre- chung statt, an der die Auszubildenden, die Praxisanleiter und die Pflegedienstlei- tung teilnehmen. In dieser Besprechung, können Fragen, Anregungen, Probleme, Neuigkeiten und Wunschthemen besprochen werden. Bei der Besprechung, werden auch geplante Anleitungen, Fachpraktische Besuche durch Dozenten von Altenpfle- geschulen und Prüfungsabläufe je nach Bedarf thematisiert.

2.2 Lehrvorrausetzungen

Praxisanleiter, männlich, 33 Jahre alt. Er verfügt über ein sehr gutes Fachwissen und über eine seiner stärksten Kompetenz, ist Kommunikation. Er ist in dieser Einrichtung zur Zeit für insgesamt 7 Altenpflegeschüler-/innen und drei Altenpflegehilfeschüler/- innen zuständig. Als Praxisanleiter und damalig sogenannter Mentor, hat er nun schon 9 Jahre Erfahrungen im Bereich der Praxisanleitung gesammelt und ist weiterhin motiviert, diese Tätigkeit auszuüben. Für die geplante Anleitung, hat der Praxisanleiter folgende Punkte vorab geklärt, damit es einen möglichst ungestörten und reibungslosen Ablauf der Anleitung geben kann.

-Tag und Uhrzeit sind festgehalten
- Thema, in diesem Fall Blutdruckmessung, ist festgelegt und mit dem Auszu- bildenden besprochen
- Praxisanleiter und Auszubildender sind freigestellt
- Auszubildender ist schriftlich und mündlich zu dem geplanten Termin eingela- den, dieser wird im Vorgespräch zu Beginn des Praxisblockes festgehalten Demonstrationsmaterial liegt vor, in diesem Fall ein manuelles Blutdruck- messgerät, ein Stethoskop, Händedesinfektionsmittel und Instrumentendesin- fektionsmittel
- Praxisanleiter hat Fachliteratur zur Verfügung
- Ausbildungsstand und theoretische Kenntnisse des Auszubildenden sind ermittelt
- Praxisanleiter und Auszubildender holen zusammen das Einverständnis der Bewohnerin ein, um die Anleitungssituation zu planen
- Anleitungsort ist das Bewohnerzimmer
- Für Vor,-Nach- und Reflexionsgespräch ist ein Raum reserviert

2.3 Lernvorraussetzungen

Der Altenpflegeschüler befindet sich im ersten Ausbildungsjahr, ist männlich, 22 Jah- re alt und zeigt großes Interesse an der Ausbildung zum Altenpfleger und ist mit sei- ner Berufswahl sehr zufrieden. Ebenso kann er die gelernten Fähigkeiten aus der Theorie ins praktische Problemlos umsetzen. Der Auszubildende hat sich sehr gut, schon nach kurzer Zeit in das Team auf dem Wohnbereich integriert und ist voll moti- viert, neues zu erlernen und umzusetzen. Folgende Aspekte wurden vom Auszubil- denden zur Beginn dieses praktischen Einsatzes bedacht und durchgeführt:

- Übersicht des letzten Theorieblockes an den Praxisanleiter gegeben, in dem die Blutdruckmessung / Vitalzeichenkontrolle aufgeführt ist
- Praktikumsaufgabe bezüglich der Blutdruckmessung / Vitalzeichenkontrolle, an den Praxisanleiter gegeben
- Im Vorgespräch, geplanten Anleitungstermin zur Kenntnis genommen und bei der Wohnbereichsleitung den Termin gemeldet, damit die Freistellung sicher gestellt ist
- Auszubildender macht bei dem Bewohner, an dem die praktische Anleitung durchgeführt wird, seinem Ausbildungsstand entsprechend eine Informationssammlung

2.4 Ist-Zustand der Bewohnerin

-Die Bewohnerin ist 82 Jahre alt, weiblich und in allen Bereichen orientiert. Sie macht einen sehr sympathischen Eindruck auf die Außenwelt, da sie viel lacht und stets ein liebes Wort gegenüber ihren Mitmenschen hat. Sie unterhält sich gerne mit ihren Mitbewohnern und dem Pflegepersonal.

- Die Bewohnerin ist mobil, kann sich mit Unterstützung ihres Rollators ohne Einschränkungen fortbewegen.

- Die Bewohnerin hat folgende Diagnosen:

- Arterielle Hypertonie
- Herzinsuffizienz
- Gonarthrose beidseits
-Z.n. Oberschenkelhalsbruch rechts, mit TEP-Anlage im Jahr 2010

Die Einschränkungen, Risiken und Folgen, durch die Arterielle Hypertonie, sind der Bewohnerin bekannt und weiß damit umzugehen

Auf Anfrage des Praxisanleiters und dem Auszubildenden für das Einverständnis zur Anleitungssituation ist sie bereit zu Verfügung zu stehen und schätzt den Auszubildenden sehr, der den Berufsweg als Altenpfleger eingeschlagen hat und freut sich ihren Teil dazu beizutragen.

Die Bewohnerin ist über den Termin der Anleitungssituation informiert und nimmt den Vorschlag, die Anleitungssituation bei ihr im Bewohnerzimmer durchzuführen, an.

3. Fachanalyse / Definition Blutdruck

Als Blutdruck wird ganz allgemein die Kraft bezeichnet, die das Blut auf die Gefäß- wände ausübt. Diese Kraft ist abhängig vom Herz-Zeit-Volumen = HZV, Blutvolumen und Gefäßwiederstand. Dieser ist in den Arterien deutlich höher als in den Venen.

Herz-Zeit-Volumen, ist die Blutmenge, die in einer Minute ausbeiden Herzkammern ausgestoßen wird. Es errechnet sich aus Schlagvolumen mal Herzfrequenz. Beim gesunden Menschen beträgt es 4,5 - 5 Liter ( Schäffler 1998). Blutvolumen, ist die Dicke des Blutes und der Gefäßwiederstand, ist die Dicke und Elastizität der einzel- nen Gefäße. Im Alter steigt der Blutdruck kontinuierlich an. Grund ist eine abneh- mende Anpassungsfähigkeit der Blutgefäße an dem Blutdruck. Sie verlieren an Elas- tizität. Es gibt sowohl zu hohen (Hypertonie ) als auch zu niedrigen Blutdruck ( Hypo- tonie), welcher in beiden Fällen gesundheitsschädlich sein kann. Der Blutdruck wird in zwei Teilen aufgeteilt, bei einem Wert von zum Beispiel 120 / 80 mmHg, spricht man von dem systolischen und dem diastolischen Wert. Die Systole, beschreibt die Kontraktion (zusammenziehen) der Herzkammer, dies ist der hohe Wert. Die Diasto- le, beschreibt die Erschlaffung der Herzkammer, dies ist der niedrige Wert. Die Ziele einer Blutdruckmessung, ist das erkennen und vermeiden von Komplikationen und eine gute Einschätzung des Kreislaufzustandes. Es gibt die direkte (blutige ) und in- direkte ( unblutige ) Messung des Blutdrucks. In der Altenpflege wird die indirekte Messung mit Blutdruckgeräten durchgeführt. Methode nach RivaRocci ( Erfinderin des Blutdruckmessgerätes, daher die Abkürzung RR bei den Blutdruckkontrollen ) = das sogenannte abhören der Strömungsgeräusche in den Armarterien.

Anbei die Einteilung der Blutdruckwerte laut WHO ( Weltgesundheitsorganisation). (http://www.blutdruckdaten.de/blutdruck-normalwerte.html)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1 Indikationen

Bei diagnostizierter Hyper- oder Hypotonie sollte es durch den Arzt angeordnete

Blutdruckkontrollen durchgeführt werden, um einen Verlauf des Blutdruckes zu ermit- teln. Mit den ermittelten Werten, kann sich dann eine weiterführende Therapie, durch den Arzt vorgegeben, angefangen oder fortgesetzt werden. Natürlich sollte jeder Be- troffene, sich selbst bei Auftreten verschiedenster Symptome, selbst regelmäßig den Blutdruck messen können. Es gibt zum Beispiel digitale Blutdruckmessgeräte für den Hausgebrauch.

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Details

Title
Blutdruckmessung nach Riva-Rocci (Praxisanleitung Altenpfleger/in)
Course
PA Weiterbildung
Grade
2
Author
Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V340605
ISBN (eBook)
9783668335349
ISBN (Book)
9783668335356
File size
1332 KB
Language
German
Notes
Im Rahmen meiner Weiterbildung zum staatlich anerkannten Praxisanleiter ist diese Hausarbeit entstanden und wurde mit der Note 2 bewertet. Sie beschreibt einen typische und alltägliche Anleitungssituation in der Altenpflege und beschreibt eine von vielen Methoden zur Planung und Durchführung einer Anleitung. In dieser Hausarbeit wird die Vier-Stufen-Methode beschrieben.
Tags
Praxisanleiter, Altenpflege, Weiterbildung im Gesundheitswesen, Hausarbeit
Quote paper
Björn Philipp (Author), 2012, Blutdruckmessung nach Riva-Rocci (Praxisanleitung Altenpfleger/in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340605

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Title: Blutdruckmessung nach Riva-Rocci (Praxisanleitung Altenpfleger/in)


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