Kindliche Gottesvorstellungen. Religiöse Sozialisation und Vermittlung von Gottesbildern bei Kindern im Vorschulalter


Hausarbeit, 2016
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Religion
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Moralische und religiöse Entwicklung
2.2.1 Kohlberg: Entwicklung des moralischen Urteils
2.2.2 Oser und Gmünder: Stufen des religiösen Urteils
2.2.3 Fowler: Stufenmodell des Glaubens

3. Entstehung und Entfaltung der kindlichen Gottesvorstellung
3.1 Definition: Gottesbild
3.2 Das Vor-Bild von Mutter und Vater
3.3 Symbolbildung
3.4 Geschlechtsspezifische Aspekte

4. Praktische „Theologie“
4.1 Historischer Hintergrund
4.2 Religiöse Sozialisation: Begriff, Ziele und Bedeutung
4.3 Möglichkeiten der Vermittlung von Gottesbildern
4.3.1 Symbole und Bilder
4.3.2 Geschichten und Gespräche
4.3.3 Singen und Musik
4.3.4 Feste und Rituale
4.3.5 Gebet und Stille

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Internetquellen

1. Einleitung

Wie stellen sich denn Kinder Gott vor? Was antworte ich auf die kindlich, naiv scheinenden Fragen? Wie gehe ich mit dem Gesagten um? Im Verlauf meiner praktischen Tätigkeit mit Kindern konnte ich immer wieder erfahren, dass sie im Gespräch manche „theologische“ Lösungen und Erklärungen finden. Kinder erleben ihren Alltag, ihre Umwelt und versuchen mit allen Sinnen sie zu begreifen und zu verstehen. Deshalb möchte ich mich auch mit einer entsprechenden Thematik auseinandersetzen, die mir eine Hilfestellung im religionspädagogischen Umgang mit Kindern bieten soll. Auch aus persönlichem Interesse ergibt sich die Frage, wie die Gottesvorstellungen von Kleinkindern aussehen und wie demnach religiöse Erziehung entsprechend sinnvoll gestaltet werden kann. Vor diesem Hintergrund erfolgt in der vorliegenden Arbeit eine Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Begriffsdefinition von Religion. Es werden auch die psychologischen Modelle und Theorien der moralischen sowie auch der religiösen Entwicklung dargestellt und kritisch beleuchtet. Resultierend aus dem theoretischen Teil erfolgt eine Diskussion über die Entstehung und Entfaltung der kindlichen Gottesvorstellung. Dabei werden die ersten Grunderfahrungen des Kleinkindes und die Entstehung der symbolbezogenen Bilder analysiert sowie auch die alters- und geschlechtsbezogenen Aspekte erforscht. Das letzte 3. Kapitel umfasst die Frage der praktischen „Theologie“ in Bezug auf religiöse Sozialisation und Vermittlung von Gottesbildern der Kinder im Vorschulalter. Abschließend wird ein Fazit gezogen.

2. Religion

Die Wurzel der Religion liegt in jedem Menschen von Anfang an bereit. Der ganze Mensch mit all seinen Sinnen lebt in einer Beziehung zu einem Ultimaten und macht individuelle Erfahrungen. Die Religiosität eines Menschen kann aber nicht nur an seinem moralischen und ethischen Urteilen festgemacht werden, weil gerade aus der biblischen Perspektive deutlich wird, wie sehr Menschen in der Lage sind religiös zu sein. Sie setzen sich mit der Wirklichkeit auseinander und fragen nach dem Sinn und Ziel des Lebens in vielen unterschiedlichen Hinsichten. Alle diese Eigenschaften religiösen Erlebens sind für Kinder ebenso zugänglich oder eben gerade ihnen zugänglich. Inwieweit die moralische und religiöse Erziehung eines Kindes überhaupt geschieht, wird im Folgenden vorgestellt.

2.1 Begriffsbestimmung

Der Begriff von „Religion“ ist vielfältig und über die Jahre zahlreichen historischen und kulturellen Veränderungen unterlegt worden. Es besteht kein einheitlicher Konsens und die Definitionen, so scheint es, entwickeln sich weiter und passen sich den neuesten Forschungsergebnissen der Psychologie und Soziologie ihrer Zeit an. Aus diesem Grund sollen für die Formulierung die unterschiedlichen Perspektiven und Auffassungen aufgedeckt werden.

Religion leitet sich vom lateinischen "religio" her, was "Rückbindung" bedeutet. Es bezieht sich also auf den Umstand, dass wir eine Verbindung zu etwas aufgegeben haben und es nun unsere Aufgabe ist, uns wieder aufs Neue damit zu verbinden.

Zu psychologischen Sichtweisen ist allen voran S. Freud zu nennen, der die Religion auf die Beziehung zu einem Gott als Vater beschränkt. Er meint, dass die ganze Gesellschaft, inklusive Moral und Ethik, aus der Vaterbeziehung entsteht (vgl. Freud 1969, S. 119-174).

Aus soziologischer Perspektive wird einerseits erfasst, dass Religion die Lebensansichten der Menschen bildet, ihre grundlegendsten Ziele und Motive beschreibt sowie auch die wichtigsten Elemente vom Charakter einer Ethnie formt, als auch andererseits, in Betracht der soziokulturellen Veränderungsprozesse der Gesellschaft, wird aus dieser Perspektive der „Untergang der Religion“ im Allgemeinem betont. Manche Autoren verkünden aber, trotz dieser anscheinend offensichtlichen Tatsache, einen Wandel von der sichtbaren, institutionell und öffentlich verankerten Religion hin zur unsichtbaren, deinstitutionalisierten, privatisierten und pluralisierten Religiosität in der Moderne. Für Baumann stellt Religion einen Aspekt der Kultur, einen Teil des bestehenden „multikulturellen Rätsels“ aus nationalen, ethnischen und religiösen Identitäten, in dem wir heute leben, dar. Die Religion ist für ihn ein Erbe, das nicht unveränderlich ist, aber dennoch die Menschen in einem bestimmten Kontext positioniert (vgl. Baumann 1999, S. 35). Gegenwärtig, kann man auch durchaus bereits die „Wiederkehr der Religion“ ankünden, wenn auch in einer neuen, bisher unbekannten Form.

Im funktionalistischen Diskurs wird Religion als eine Funktion für Gesellschaft und Psyche verstanden, die trotz massiver Säkularisierungstendenzen der letzten Jahrzehnte einen immer noch vorhandenen Aspekt der Weltvorstellungen und des Weltbildes vieler Menschen erfasst. „Religiosität ist ein bedeutender Faktor und Bereich, ohne den man das Leben eines Großteils der Bevölkerung nicht befriedigend verstehen kann. Humanwissenschaften, die das Verhalten und Erleben des Menschen erforschen wollen, werden sich denn auch mit seiner Religiosität befassen müssen.“ (Grom 1992, S. 11) Thomas als Völkerpsychologe plädiert dafür, dass die Religion als wissenschaftlicher Gegenstand in die psychologische sowie auch anthropologische Forschung aufgenommen werden soll (vgl. Thomas 2001, S. 14).

Auch in der wissenschaftlichen Literatur lassen sich die zahlreichen Auslegungen finden. Eine der ältesten Bestimmungen ist die folgende Arbeitsdefinition: „Die Gefühle, Handlungen und Erfahrungen von einzelnen Menschen in Ihrer Einsamkeit, sofern diese sich selber als Person wahrnehmen, die in einer Beziehung zu etwas stehen, das sie in irgendeinem Sinne als Göttliche betrachten.“ (James 1902, S. 41)

Eine der im Zusammenhang mit Religion etwas genaueren und neueren Erklärungen ist vom Schmid aufgezeichnet. Er deutet den Begriff wie folgt:

„Religion – ist ein System von Glaubensüberzeugungen und zeremoniellen Riten, das auf einer allgemeineren Verbindlichkeit beanspruchter Unterscheidungen von heiligen und profanen (vor dem heiligen Bereich liegenden) Dingen und der positiven Bezugnahme auf eine überweltliche, göttliche Wesenheit beruht und das in der Regel (…) als Kirche, Kirchengemeinde, Sekte oder Orden in einer organisierten Gemeinschaft von Gläubigen institutionalisiert ist.“ (Schmidt 1995, S. 826, Auslassung H.H.)

Begreiflicherweise lässt sich sagen, dass die Religiosität im Allgemeinen als eine ethnische Grundorientierung und eine Quelle der mental-emotionalen Kraft von subjektiven Glücksgefühlen und den gemeinschaftsstärkenden Momenten in einer bestimmten Gruppe als kultureller Bezugspunkt definiert werden kann sowie auch als ein spezifisches und rituelles Phänomen verstanden werden soll. Die Weltanschauung wird als Kern jeder Religion erfasst, woraus sich ein fließender Übergang zu Lebensstilen und Überzeugungen sowie auch zu den allgemeinen Werten und Normen ergibt.

2.2 Moralische und religiöse Entwicklung

Lange Zeit war das Wissen, über das Theologen, Philosophen und Pädagogen im Blick auf die religiöse Entwicklung verfügten, nur wenig systematisch. Eine methodisch stärker kontrollierte, empirische Untersuchung der religiösen Entwicklung gibt es erst etwa seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Für S. Freud, den Begründer der Psychoanalyse, waren das vor allem die ödipale Phase und der Konflikt mit dem Vater, den er auch als die entscheidende Quelle der religiösen Entwicklung ansah. Zweitens stand die Eriksons Theorie, die der therapeutischen Praxis entstammt, die Pathologie und damit die verfehlte (religiöse) Entwicklung im Vordergrund. In den Erforschungen des kognitiv-affektiven und sozialen Weltbildes des Kindes geht Piaget auf die religiöse Entwicklung ein. Erst in den letzten Jahren haben Oser/Gmünder und Fowler die religiöse Entwicklung genauer erforscht und beschrieben. Um ihre Theorien zu verstehen, muss man sich aber auch mit den Kohlbergs Untersuchungen zur Entstehung des moralischen Urteils sich befassen.

2.2.1 Kohlberg: Entwicklung des moralischen Urteils

Die Untersuchungen von Piaget zur moralischen Entwicklung des Kindes wurden in den 50er Jahren von Lawrence Kohlberg aufgegriffen und weiter erarbeitet. Unter dem Aspekt des Erkennens und Verstehens kommt es bei der moralischen Entwicklung weniger auf bestimmte Werte und Normen an als darauf, wie sie begründet werden. Von entscheidender Bedeutung für Kohlbergs Auffassung ist die Beobachtung, dass dieselbe Norm unterschiedlich begründet sein kann, indem dass man bei den sogenannten Dilemma-Geschichten nach einer Lösung durch bewusst erzwungene Konfrontation der Auslegungsversuche verlangt. Kohlberg geht davon aus, dass sich solche Antworten nicht nur in ihrer inhaltlichen, positiven oder negativen Ausrichtung unterscheiden, sondern auch in der Form ihrer Argumentation, die nach den gesellschaftlichen Normen in drei Niveaus mit jeweils zwei Stufen einzuteilen sind. „Jede Stufe ist demnach durch die ihr zugrunde liegenden sozialen Perspektiven bestimmt sowie durch eine Regel, das gemäß moralische Urteil gefällt werden.“ (Schweitzer 2016, S. 114)

Man spricht von der präkonventionellen Moral (Stufen 1 und 2), wenn individuelle Motive wie der eigene Vorteil oder die Vermeidung der Strafe leitend sind, weil der gesellschaftliche Charakter von Normen noch gar nicht in Betracht kommt. Es handelt sich um die konventionelle Moral (Stufen 3 und 4), wenn die gesellschaftlichen Normen als nicht weiter begründungsbedürftig angesehen sind und als vorgegeben akzeptiert werden. Die postkonventionelle Moral (Stufen 5 und 6) dagegen bedeutet für Kohlberg, dass gesellschaftliche Normen als begründungsbedürftig betrachtet werden können. Sie gelten dann nur, wenn alle Individuen ihnen zustimmen und wenn sie als verallgemeinerbare Prinzipien beizumessen sind (vgl. Kohlberg 1974, S. 7 – 25).

Kohlberg hat sich bei seiner Untersuchung ganz auf moralisches Urteil konzentriert, was zur Beschreibung der moralischen Entwicklung nicht hinreicht, weil sie mit anderen Dimensionen der Entwicklung zusammenhängt wie zwischenmenschliche Erfahrungen sowie auch die Erfahrungen mit sich selbst als auch die Erfahrungen mit Sinn und Sinnlosigkeit. Solche Erfahrungen sind immer für die moralische Entwicklung bedeutsam und sollen deshalb bei der Untersuchung einbezogen werden. Diese Forderung gilt schließlich auch für die Religion, die allerdings nur am Rande berücksichtig wird, da sie für Kohlbergs zur Begründung der moralischen Normen weniger relevant ist.

„Moralphilosophisch gesehen bildet die Trennung zwischen Moral und Religion ein Erfordernis, das sich aus der pluralistischen Situationen moderner Gesellschaften ergibt: Wenn keine religiöse Tradition mehr für alle verbindlich ist, sind nur solche moralischen Urteile konsensfähig, die nicht von einer religiösen Begrünung abhängen. Theologisch bleibt die Trennung zwischen Moral und Religion dennoch unbefriedigend. Religion hat immer auch moralische Konsequenzen, und diese (…) sind nicht immer deckungsgleich mit der Moral, auf die sich eine Gesellschaft im Ganzen zu einigen vermag.“ (Schweitzer 2016, S. 212, Auslassung H.H.)

2.2.2 Oser und Gmünder: Stufen des religiösen Urteils

Im Anschluss an Kohlbergs Theorie der moralischen Entwicklung haben Fritz Oser und Paul Gmünder eine Theorie der Entwicklung des religiösen Urteils ausgearbeitet. Die Autoren betonen die Eigenständigkeit des strukturellen Feldes „Religion“ von „Moral“, weil sie ihr Konstrukt scharf von anderen Arten kognitiver Bewältigung der Wirklichkeit abheben wollen. Das religiöse Urteil verstehen Oser/Gmünder als „Ausdruck jedes Regelsystems einer Person, welches in bestimmten Situationen das Verhältnis des Individuums zum Ultimaten überprüfen.“ (Oser/Gmünder 1984, S. 28). Es geht ihnen darum, wie eine Person ihr Verhältnis zu Gott oder, wie die Autoren verallgemeinernd sagen, zum „Letztgültigen“ oder „Ultimaten“ auffasst und bestimmt. Die Abgrenzung gegenüber der kognitiven und moralischen Entwicklung bildet für Oser/Gmünder der Bezug des religiösen Urteils auf die „Sinn-Frage“, die die zentrale These der Theorie bildet und in verschiedenen Altersstufen eines eigenen, charakteristischen Grundmusters religiöser Argumentation bedarf.

Es werden fünf Stufen religiöser Entwicklung beschrieben, die durch ein markantes Stichwort zusätzlich gekennzeichnet sind (vgl. Hach 2001, S. 129):

Stufe 1 Deus ex machina-Vorstellung: Die Sicht einseitiger Macht und Autorität eines Ultimaten (Gottes)
Stufe 2 Do ut des- Vorstellung: Die Sicht der Beeinflussbarkeit eines Ultimaten (Gottes) durch Riten, Erfüllungen, Gebete und erste Subjektivität
Stufe 3 Deismus – Vorstellung: Eine Autonomie der Person durch Abtrennung des Ultimaten (Gottes) vom genuin humanen Bereich
Stufe 4 Annahme der Apriorität: Eine Autonomie der Person durch Annahmen apriorischer Voraussetzungen aller menschlichen Möglichkeiten durch Ultimates (Göttliches/Transzendentes)
Stufe 5 Praxis der Kommunikation: Die Sicht einer kommunikativ-religiösen Praxis, in der Ultimates (Göttliches/Transzendentes) in jedem Handeln Voraussetzung und Sinngebung bildet und als höchste menschliche Autonomie betrachtet wird

Oser/Gmünder verstehen das religiöse Urteil als eine Tiefenstruktur, die allem Denken und Urteilen über religiöse Fragen zugrunde liegt. Sie wollen auch festhalten, dass Religion in der lebensgeschichtlichen Entwicklung nicht durch rational – kognitive oder moralische Formen des Verstehens abgelöst werden kann (vgl. Schweitzer 2016, S. 122-124). Darüber hinaus geht es bei der von Autoren angestrebten Versöhnung von Rationalität und Religiosität um ein epochales Problem: „Erwachsenwerden ohne Gott?“ – diese Frage kann heute geradezu als Schlüssel für die religiöse Entwicklung im Kinder- und Jugendalter angesehen werden. Der Beitrag, den Oser/Gmünder zum Verständnis dieser Problemstellung aus entwicklungspsychologischer Perspektive leisten, gilt als unverzichtbar für unser Verständnis der religiösen Entwicklung, weil dieser den Anschluss über das Verstehen der Beziehung zwischen Gott/Ultimatem und Menschen und vor allem über die Entwicklung dieses Verstehens gewährt (vgl. Schweitzer 2016, S. 137).

2.2.3 Fowler: Stufenmodell des Glaubens

Eine umfassende Stufentheorie der religiösen Entwicklung, die eine Parallele zu der von Oser/Gmünder bildet, hat der amerikanische Theologe und Entwicklungspsychologe James W. Fowler erarbeitet. Er beschränkt sich dabei nicht auf die kognitiven Aspekte religiösen Denkens und moralischen Urteils, sondern er beobachtet die Entfaltung eines umfassend gedachten Glaubens des Menschen in einer stufenförmig vorgestellten Entwicklung. Es handelt sich bei Fowler um einen Glaubensbegriff, der expliziert religiöse Inhalte einschießt, aber darüber hinaus auch außerreligiöse Sinnfindung des Menschen für sein Leben meint: „Seit der Aufklärung haben sich Menschen auch außerhalb der religiösen Traditionen oder Gemeinschaften um Sinnfindung oder Sinngebung bemüht.“ (Fowler 1984, S. 28) Fowler will unterscheiden zwischen Glauben (faith) als einem sinnstiftenden Vertrauen auf letzte Werte und dem Für-Wahr-Halten (belief) von Auffassungen, wie sie in der Religion zu finden sind (vgl. Schweitzer 2016, S. 140).

Die sieben Stufen des Glaubens, im Sinne einer Orientierung der ganzen Person, werden weiter insgesamt skizziert (vgl. Hach 2001, S. 151-152):

Stufe 0 Ursprünglicher Glaube (Säuglings- und Kleinkindalter von 0-2 Jahren)

Aus der Qualität der Interaktion des Säuglings mit seinen ersten Bezugspersonen entsteht eine vorsprachliche Stimmung des Vertrauens, die die Wahrnehmung des Selbst als wertvoll und geborgen fördert.

Stufe 1 Intuitiv-projektiver Glaube (in der frühen Kindheit zwischen 2 und 6 Jahren)

Auf dieser Stufe geschehen der Spracherwerb und die Herausbildung des Vorstellungsvermögens durch angeregte Fantasie von Geschichten oder Symbolen. Das Kind ist für Gesten und Rituale empfänglich und lenkt seine Aufmerksamkeit auf Geheimnisvolles und Göttliches, welche beschützende oder bedrohende Mächte repräsentieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Kindliche Gottesvorstellungen. Religiöse Sozialisation und Vermittlung von Gottesbildern bei Kindern im Vorschulalter
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V343111
ISBN (eBook)
9783668332997
ISBN (Buch)
9783668333000
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder, Gottesvorstellungen, Vorschule, Vorschulalter, Theologie, Pädagogik, Religion, Gottesbild
Arbeit zitieren
Helene Heinz (Autor), 2016, Kindliche Gottesvorstellungen. Religiöse Sozialisation und Vermittlung von Gottesbildern bei Kindern im Vorschulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343111

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