Kuba-Krise. Die Welt nach 1945


Referat / Aufsatz (Schule), 2014
5 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

Die Vorgeschichte
Wie die USA zur Atommacht wurden:
Satellitenstaaten:
Die Rolle Europas im
Kalten Krieg:

Wie kam es zur Kubakrise

Die Kuba-Krise – Ein kleines Tagebuch:

Folgen und Wirkung der Kuba-Krise

Quellenangaben

Die Vorgeschichte

Die „Kubakrise“(14.-28. Oktober 1962)fand im „Kalten Krieg“ statt. Dabei kam es zu einem politischen und militärischen Wettkampf zwischen West-(USA, NATO)und Ostmächten(Sowjetunion bzw. UdSSR, Warschauer Pakt). Einige Jahre nach den USA verfügten auch die Sowjets über Atomwaffen. Der Koreakrieg (1950-1953) löste die Angst vor einem möglichen Dritten Weltkrieg aus. Obwohl die Spannungen zwischen den USA und der UdSSR zunächst beigelegt werden konnten, versuchten beide Mächte weiterhin ihren Einflussbereich auszudehnen, besonders in den ehemaligen Kolonien wie in Afrika. Auch hatten die ablehnenden Haltungen der Amerikaner zum Kommunismus und der Russen zur westlichen Politik weiterhin Bestand. Die Großmächte begannen auch Stellvertreterkriege zu führen und wetteiferten in den Bereichen Sport, Wissenschaft und Forschung miteinander. Bspw. bauten beide Nationen ihr Raumfahrtprogramm aus und verfolgten eine horrende Rüstungspolitik.

Wie die USA zur Atommacht wurden:

Die Amerikaner wollten im Zweiten Weltkrieg die ersten sein, denen es gelingt eine Atombombe zu bauen. Dieses Bestreben wurde durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg verstärkt. Auch die Angst vor Nazi-Deutschland trieb die Forschung an, sodass es tatsächlich gelang, am 16. Juli 1945 auf einem Testgelände eine Atombombe zu zünden. Einige Jahre später gelang es auch den Sowjets solche Waffen zu entwickeln. Bis heute haben auch weitere Staaten Atomwaffen entwickeln können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie kam es zur Kubakrise

Die USA stationierten in Italien und der Türkei Raketen, die Russland hätten erreichen können. Kurz darauf übernahm der Revolutionär Fidel Castro im Jahre 1959 die Macht auf Kuba, das zu-vor ein Stützpunkt der Amerikaner gewesen war. Seine Regierung enteignete Amerikaner auf der Insel und Knüpfte erste Beziehungen zum kommunistischen Moskau. Die USA verhängten zunächst ein Handelsembargo gegen den Kleinstaat, scheiterten später bei dem Versuch, durch eine Invasion wieder die Kontrolle über die Karibik-Insel zu erlangen. Dies ging als „Desaster in der Schweinebucht“ in die Geschichte ein. In der Folge wandte sich Castro noch näher Chruschtschow zu und so kam es zu einer „Roten-Allianz“ gegen die USA. Es war den Sowjets nun möglich einen Stützpunkt direkt vor der „Haustür“ Amerikas zu haben. Als die UdSSR 1961 Raketen auf Kuba stationierte, die die USA ebenfalls leicht hätten erreichen können, errichtete die US-Regierung eine Seeblockade um Kuba, um zu verhindern, dass die Sowjets (noch mehr) Kriegsgerät auf die Insel schaffen können.

Die Kuba-Krise – Ein kleines Tagebuch:

Sonntag, 14. Oktober:Kennedy ordnet Luftaufnahmen durch Aufklärungsflugzeuge über Kuba an. Es wird vermutet, dass die Sowjets auf der Insel Raketen stationiert haben.

Montag, 15. Oktober:Es ist nun bewiesen, dass es sich um sowjetische Raketen handelt. Diese könnten weite Teile der USA erreichen.

Dienstag, 16. Oktober:Kennedy wird von einem Sicherheitsberater darüber informiert und veranlasst umgehend einen geheimen Krisenstab. Man diskutiert über Akzeptanz, Invasion und Seeblockade Kubas. Weitere Aufklärungsflüge werden angeordnet.

Mittwoch, 17. Oktober:Es werden mehrerer Raketen und IL-28-Bomber entdeckt. Die Raketen hätten bei kurzer Vorwarnzeit weite Teile des amerikanischen Festlandes vernichten können.

Donnerstag, 18. Oktober:Kennedy trifft sich wie geplant mit dem russischen Außenminister Gromyko. Die Sachlage auf Kuba wird von Seiten der Amerikaner aus Gründen der Geheimhaltung nicht tangiert, die Russen deuten aber auf ihre bekannte Forderung der Entmilitarisierung West-Berlins hin. Fälschlicherweise deutet die US-Regierung das Geschehen auf Kuba als Versuch der UdSSR ihre Haltung in Berlinverhandlungen besser durchsetzten zu können. Währenddessen soll es erneut Waffenlieferungen nach Kuba gegeben haben, weshalb das Militär darauf drängt, dass eine Seeblockade zu schwach sei und die USA eine Invasion begehen müssten. Kennedy macht sich jedoch für eine Blockade Kubas stark.

Freitag, 19. Oktober:Der Krisenstab („ExComm“) wird während der Abstinenz Kennedys, der planmäßig auf Wahlkampfreisen geht, in zwei Gruppen geteilt. Die eine soll eine Invasion, die andere die Option einer Seeblockade ausarbeiten.

Samstag, 20. Oktober:Robert F. Kennedy, Bruder des Präsidenten, setzt eine Mehrheit im ExComm für die Blockade durch. Kennedy kehrt daraufhin nach Washington zurück. Man will sich dennoch die Möglichkeit für eine Invasion offen halten.

Sonntag, 21. Oktober:Kennedy verabschiedet nun endgültig die Blockade und setzt sich mit großen Zeitungen in Verbindung, um eine Berichterstattung darüber zu verzögern.

Montag, 22. Oktober:Sämtliche US-Streitkräfte werden in höchste Alarmbereitschaft versetzt, US-Soldaten werden nach Florida verlegt und 200 Kriegsschiffe nach Kuba entsandt. Die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs, der Bundesrepublik Deutschland und Kanadas werden über die Sachlage unterrichtet. In seiner Fernsehansprache um 1900 klärt Kennedy die Bevölkerung über die Raketen auf Kuba auf und verkündet die Einrichtung einer Seeblockade für den 24. Oktober. Er verlangt, dass die UdSSR ihre Raketen aus Kuba abzieht und mahnt mit einem atomaren Gegenschlag.Die Krise ist nun öffentlich!!!

Dienstag, 23. Oktober:Der russische Regierungschef Chruschtschow will die Blockade nicht hinnehmen. Die OAS(Organisation Amerikanischer Staaten)gestattet die Seeblockade der Amerikaner.

Mittwoch, 24. Oktober:Die See-blockade beginnt um 1000. Die sowjetischen Schiffe ändern ihren Kurs und durchbrechen nicht die Blockade. Dennoch will die sowjetische Regierung nicht einlenken.

Donnerstag, 25. Oktober:Die US-Vertreter im UN-Sicherheitsrat zeigen Aufklärungsfotos auf, die die Raketen auf Kuba zeigen.2002 stellte sich heraus, dass die Amerikaner die Zahl der Waffen auf Kuba maßgeblich unterschätzen. Ehemalige Mitarbeiter des US-Außenministeriums berichteten, dass man nicht damit rechnete, dass die Raketen tatsächlich nuklear bestückt gewesen waren. In Wirklichkeit gab es neben 40.000 Rotarmisten und 42 Raketen auch noch 80 Atomsprengköpfe.

Freitag, 26. Oktober:Weitere Raketen werden auf Kuba stationiert. Während noch über eine mögliche Invasion debattiert wird, erreicht Kennedy ein Schreiben von Chruschtschow, in dem dieser vorschlägt, die Raketen von Kuba abzuziehen, sofern eine Invasion Kubas ausgeschlossen wird, was Kennedy zusichert. Die US-Air Force testet Atombomben, allerdings ohne das ExComm darüber zu informieren. Auch die Russen führen solche Tests durch. Castro fordert für den Fall einer US-Invasion einen atomaren Erstschlag, was Chruschtschow aber klar ablehnt.

Samstag, 27. Oktober, „Schwarzer Samstag”:Erneut wird eine US-Rakete ohne das Wissen des ExComm getestet. Die „Völkerfreund“ kann unter dem Schutz Kennedys als Urlauberschiff der DDR in Havanna einlaufen.Ein US-Kriegsschiff zwingt ein russisches U-Boot mit Atomwaffen zum Auftauchen.Wassili Alexandrowitsch Archipowweigert sich als Offizier einen Torpedo ohne weiteren Befehl aus Moskau abzuschießen. Ein Atomkrieg wird somit gerade noch verhindert!!!Ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug gerät in sowjetischen Luftraum, und kann nur knapp vor russischen Kampflugzeugen flüchten. Chruschtschow willigt in einem Brief ein die Raketen abzuziehen, sofern die USA nicht in Kuba einfallen und die Raketen aus der Türkei abziehen. Nachdem ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug über Kuba abgeschossen wurde und der Pilot starb unterbindet Kennedy einen Gegenangriff und zeigt sich noch einmal zu Verhandlungen bereit. Um 1945 findet in Washington ein geheimes Treffen zwischen Robert F. Kennedy und dem Sowjetbotschafter statt. Der US-Präsident willigt das Angebot Chruschtschows ein, sofern der US-Abzug aus der Türkei geheim bleibe. Chruschtschow beschließt schließlich den Vorstoß Kennedy anzunehmen.

Sonntag, 28. Oktober:Die sowjetischen Raketen werden abgezogen, die USA erklären keine Invasion Kubas vorzunehmen und unter Geheimhaltung werden die US-Raketen aus der Türkei abgezogen.

Die Krise ist beendet!!!

Folgen und Wirkung der Kuba-Krise

- Die Kuba-Krise kann als Erfolg der Sowjetunion gewertet werden, da sich deren politisch-militärische Lage nach Konfliktbeilegung verbessert hat, auch wenn Kennedy einem US-Raketenabzug aus Italien und der Türkei nur zustimmte, sofern dies geheim gehalten wurde.

- Ebenfalls begann man Verhandlungen über den Gebrauch bzw. das Verbot von Kernwaffen und mit dem 1969er-SALT-Abkommen begrenzten beide Länder die Anzahl ihrer Raketen.

- Beide Mächte gingen einer Konfrontation (so weit möglich) aus dem Weg und fokussierten sich auf Regionen, die noch nicht in „West“ oder „Ost“ unterteilt waren, was als „Entspannungspolitik“ bezeichnet wird.

- Kennedy, der durchsetzte, dass der US-Raketen-Abzug geheim blieb, erlangte große Popularität in der amerikanischen Bevölkerung und war (wenn auch nur scheinbar) als Sieger aus dem Konflikt hervorgegangen. Er setzte zudem durch, dass der Präsident einen Freischaltcode innehat, ohne den das Militär keinen Atomschlag durchführen kann. Dieser Code wird durch den sogenannten „Atomkoffer“ übertragen. Die Russen schlossen sich dem an.

- Die US-Regierung verstärkte die Sanktionen gegen Kuba und Castro, der sich noch enger Russland zugeneigt hat.

- Um Missverständnisse vermeiden und künftigen Konfrontationen aus dem Weg gehen zu können, wurde 1963 der „Heiße Draht“ oder das „Rote Telefon“ zwischen Washington und Moskau eingerichtet.

Quellenangaben

- http://www.wissen.de/bildwb/die-welt-nach-1945-politik-im-zeichen-des-ost-west-konflikts

- http://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise

- http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/nachkriegszeit/kalter_krieg/kuba_krise.jsp

- http://www.hdg.de/lemo/html/DasGeteilteDeutschland/DieZuspitzungDesKaltenKrieges/UnzufriedeneRepublik/kubaKrise.html

- http://www.wasistwas.de/aktuelles/artikel/link//0dad54385b/article/die-kuba-krise.html

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Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Kuba-Krise. Die Welt nach 1945
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
5
Katalognummer
V344753
ISBN (eBook)
9783668341517
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kuba-krise, welt
Arbeit zitieren
Joshua Beck (Autor), 2014, Kuba-Krise. Die Welt nach 1945, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344753

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