Der lange Weg der Integration von Menschen mit Behinderung


Hausarbeit, 2015

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Ursachen von Behinderung
2.2 Arten von Behinderung
2.3 Folgen einer Behinderung
2.4 Situation „Früher“
2.4.1 Gesetz
2.4.2 Gesellschaft und Alltag
2.4.2.1 Römische Antike
2.4.2.2 Mittelalter
2.4.2.3 Neuzeit
2.4.2.4 20. Jahrhundert bis 1933
2.4.2.5 Nationalsozialismus
2.4.2.6 Bis „Heute“
2.4.3 Berufsleben
2.5 Situation „Heute“
2.5.1 Gesetz
2.5.2 Gesellschaft und Alltag
2.5.3 Berufsleben
2.6 Situation „Zukunft“
2.6.1 Gesetz
2.6.2 Gesellschaft und Alltag
2.6.3 Berufsleben

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

Die Behindertenpolitik, die Integrationsarbeit sowie das allgemeine Verständnis von Behinderung haben sich in den letzten Jahrhunderten enorm verändert. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Behinderung“?

Definition 1

“Menschen die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.”[1]

Definition 2

"...eine nicht nur vorübergehende erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit, die auf dem Fehlen oder auf Funktionsstörungen von Gliedmaßen oder auf anderen Ursachen beruht...Weiterhin liegen Behinderungen bei einer nicht nur vorübergehenden erheblichen Beeinträchtigung der Seh-, Hör-, und Sprachfähigkeit und bei einer erheblichen Beeinträchtigung der geistigen oder seelischen Kräfte vor."[2]

Definition 3

"Es handelt sich hier um einen im anatomisch-physiologischen Bereich anzusiedelnden, vielschichtigen und gegen die verschiedenen benachbarten Bereiche nicht immer leicht abzugrenzenden Sammelbegriff. Zu der Feststellung dieser relativen Unschärfe des Begriffes 'Behinderung' kommt die Tatsache hinzu, dass der Terminus nicht ausreicht, um die Gesamtheit der hier angegebenen Sachverhalte zu erfassen und die verschiedenen Ebenen aufzuzeigen, in denen 'Behinderung' wirksam wird."[3]

Definition 4

"..die in ihrem Lernen, im sozialen Verhalten, in der sprachlichen Kommunikation oder in den psychomotorischen Fähigkeiten soweit beeinträchtigt sind, dass ihre Teilnahme am Leben in der Gesellschaft wesentlich erschwert ist. Deshalb bedürfen sie besonderer pädagogischer Förderung. Behinderungen können ihren Ausgang nehmen von Beeinträchtigungen des Sehens, des Hörens, der Sprache, der Stütz- und Bewegungsfunktionen, der Intelligenz, der Emotionalität, des äußeren Erscheinungsbildes sowie von bestimmten chronischen Krankheiten. Häufig treten Mehrfachbehinderungen auf..."[4]

Definition 5

„(1) Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.
(2) Menschen sind im Sinne des Teils 2 schwerbehindert, wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 vorliegt und sie ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz im Sinne des § 73 rechtmäßig im Geltungsbereich dieses Gesetzbuches haben.
(3) Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden sollen behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei denen die übrigen Voraussetzungen des Absatzes 2 vorliegen, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz im Sinne des § 73 nicht erlangen oder nicht behalten können (gleichgestellte behinderte Menschen).“[5]

Diese Definitionen aus verschiedenen Quellen zeigen also, dass es gemeinsame Faktoren in den Definitionen gibt. Es wird jedoch auch ersichtlich, dass sich der Begriff „Behinderung“ nicht so leicht definieren lässt und dass sich die Definitionen in einzelnen Punkten auch unterscheiden. Viel größere Unterschiede werden jedoch offensichtlich, wenn man das Verständnis und den Umgang mit Behinderung im Rahmen des zeitlichen Wandels der letzten Jahrhunderte betrachtet. Die vorliegende Hausarbeit soll diese Unterschiede deutlich machen und den langen Weg der Integration behinderter Menschen aufzeigen. Des Weiteren soll diese Hausarbeit einen Blick in die mögliche zukünftige Entwicklung dieser Thematik durch die Augen des Autors geben.

2 Hauptteil

2.1 Ursachen von Behinderung

Es gibt sehr viele Ursachen für eine Behinderung, die häufigsten Ursachen sind jedoch folgende[6]:

- Angeborene Behinderung
- Arbeitsunfall (einschl. Wege u. Betriebsunfall), Berufskrankheit
- Verkehrsunfall
- Häuslicher Unfall
- Sonstiger Unfall
- Anerkannte Kriegs-, Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigung
- Allgemeine Krankheit (einschl. Impfschaden)

Welche Ursache für wie viele Behinderungen in der Bundesrepublik Deutschland ursächlich ist, zeigt folgende Statistik:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Statistik der schwerbehinderten Menschen (Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn [Destatis (BN)]); Erhebung 1979 - 2013 in zweijährlichen Perioden

In der folgenden Grafik wurden die in der vorherigen Statistik gezeigten Daten des Jahres 2013 aufbereitet. Sie zeigt den prozentualen Anteil der Ursachen an der gesamten Anzahl an Behinderungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - Aufbereitete Daten des Jahres 2013 der oben gezeigten Statistik

An der Statistik und der aufbereiteten Grafik ist zu erkennen, dass die Hauptursache für Behinderungen in der Bundesrepublik Deutschland allgemeine Krankheiten einschließlich Impfschädigungen sind. Die Statistik zeigt jedoch auch, dass die Anzahl an behinderten Menschen seit 1985 in der Bundesrepublik Deutschland stetig gewachsen ist und die Integration behinderter Menschen somit immer mehr an Bedeutung gewinnt.

2.2 Arten von Behinderung

Auch bei den Arten von Behinderungen kann keine konkrete Liste aufgeführt werden, da es unzählige Arten von Behinderungen gibt, einige davon sind noch nicht einmal erforscht. Im Folgenden ist eine kleine Aufstellung[7] von Behinderungen, die in Bereiche aufgeteilt sind, zu finden:

Mobilitätseinschränkung

- Lähmung
- Gehbehinderung
- Fehlende Gliedmaße
- Kleinwuchs

Berücksichtigt werden muss die Nutzung von unterschiedlichen Hilfsmitteln:

1. Faltbarer Rollstuhl
2. E-Rollstuhl
3. Rollator
4. Gehstöcke
5. Prothesen

Fehlende Sinne

- Sehbeschränkte Menschen
- Blinde Menschen
- Hörgeschädigte Menschen
- Gehörlose Menschen

Chronische Erkrankungen

- Ernährungsunverträglichkeit
- Dialysepatienten
- Diabetes
- Schmerzpatienten
- etc.

[...]


[1] UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 1 Satz 2

[2] Bundessozialhilfegesetz (BSHG) § 124 Abs. 4, Satz 1-4

[3] Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, 1984, S.4

[4] Deutscher Bildungsrat, Empfehlung der Bildungskommission, 1973, S.13

[5] Neuntes Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (§ 2 Absatz 1 – 3 SGB IX)

[6] Statistik der schwerbehinderten Menschen (Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn [Destatis (BN)]); Erhebung 1979 - 2013 in zweijährlichen Perioden

[7] Sozialverband VdK – Ortsverband Laufachtal – im Sozialverband VdK Bayern (2015) http://www.vdk.de/ov-laufachtal/ID139627 (Stand: 27.10.2015)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der lange Weg der Integration von Menschen mit Behinderung
Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V346698
ISBN (eBook)
9783668362529
ISBN (Buch)
9783668362536
Dateigröße
915 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
integration, menschen, behinderung
Arbeit zitieren
Christoph Bieramperl (Autor), 2015, Der lange Weg der Integration von Menschen mit Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346698

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