Strategien und Gründe der erfolgreichen Rekrutierungsversuche des Islamischen Staates durch Medienbildung


Hausarbeit, 2014

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Der Islamische Staat
2.1 Die Geschichte
2.2 Die Ziele

3 Wichtigkeit der Medien
3.1 Wie und Warum gelingt es der IS durch Medienbildung mehr Anhänger in Deutschland anzuwerben?
3.2 Weshalb fallen die Jugendlichen auf die Rekrutierungsversuche ein?
3.2.1 Motive der jugendlichen mit Migrationshintergrund
3.2.2 Motive deutscher Jugendliche

4 Fazit

1 Einleitung

Die Folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und die erfolgreichen Rekrutierungsversuche durch Medienbildung. Als erstes wird etwas Geschichtliches über den IS berichtet, um dann deren Zielen zu veranschaulichen. Auch die Wichtigkeit der Medien für den Islamischen Staat, wird untersucht, um hinterher die einge- schränkten Fragen auf Deutschland zu bearbeiten. Denn ich möchte erfahren, warum und wie es der Terrorgruppe gelingt mehr Anhänger durch Medienbildung anzuwerben. Hierbei werde ich das beliebteste Medium der IS, das Internet (Soziale Netzwerke), in den Mittel- punkt stellen. Darauf folgen die Motive der Jugendlichen, die sich der Gruppe anschließen. Dabei wird zwischen Muslime mit Migrationshintergrund und deutsche Muslime unterschie- den. Zum Schluss wird ein Fazit gezogen und meine eigene Meinung zu dieser Thematik geäußert. Dieses Thema ist sehr umfangreich, deshalb wird auf die, aus meiner Sicht, wich- tigsten Details und Ereignissen eingegangen, um auch die Rahmenbedingungen dieser Ar- beit gewährleisten zu können.

2 Der Islamische Staat

Immer mehr wird liest man Schlagzeilen über den Islamischen Staat, dabei wusste vor zwei Jahren kaum Jemand mit dem Begriff anzufangen. Doch was überhaupt der Islamische Staat und vorher kommt er?

2.1 Die Geschichte

Die IS ist eine salafistische1 Extremistengruppe, die sunnitisch ausgeprägt ist. Sie wurde im Jahr 2004 von dem jordanischen Al-Kaida-Mitglied Abu Mussab Al-Zarqawi erschaffen, um gegen die „Menschenrechtsverletzungen“ der Amerikaner im Irak-Krieg anzutreten, unter dem Namen „Islamischer Staat im Irak (ISI)“ (vgl. IntQ 1: Islamischer Staat (IS)). Aufgrund eines Luftanschlags der USA stirbt Zarqawi im Jahr 2006. Anschließend wird die ISI von Abu ´Umar al-Baghdadi geführt, bis er 2010, nach Behauptungen der Al-Kaida, durch einen Luft- anschlag getötet wurde (vgl. Said 2014, S.67). Die Terrorgruppe wurde 2010 von Abu Bakr Al-Baghdadi übernommen. Die Gruppe grenzt sich von Al-Kaida ab und versucht seit 2011 die Verbreitung ihrer Ideologie durch den Syrien-Krieg zu verwirklichen. Der neue Anführer Al-Baghdadi hat sich im Jahr 2013, nach der Besatzung der Irakischen Großstadt Mosul, selbst zum Kalifen2 ernannt und hat den „Islamischen Kalifat3 “ angekündigt. Die jetzige Or- ganisation „wird aber auch als Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL), Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) oder Islamischer Staat Irak und Großsyrien (ISIG) bezeich- net“ (IntQ 1: Islamischer Staat (IS)).

2.2 Die Ziele

Zu den wichtigsten Zielen der Terrorgruppe gehört, gewaltsam ein Gottesstaat zu errichten (das sogenannte Kalifat), das bisher Syrien, Irak, Libanon, Israel, und Jordanien umfasst. Dazu gehört, dass die Gesetze der Scharia4 im Gottesstaat verfolgt werden (z.B. droht einer Frau die Besteinigung bei der Untreue in der Ehe, die Hand wird abgehackt beim Rauben oder bei nicht Einhaltung der Gebeten drohen mehrere Peitschen). Außerdem bekämpfen sie die „Kufar“(die „Ungläubigen“), dazu zählen alle andersgläubigen Erwähnenswert ist aber, dass sie auch sunnitische Muslime bekämpfen, die anders denken, als das was die Organisation für richtig hält. Hinzukommt, dass „Die Jihadisten haben dabei erkannt, dass sie nur solange stark sein werden, wie sie zumindest einen relevanten Teil der Bevölkerung für ihr Projekt gewinnen können“ (Said 2014, S.192). Aus diesem Grund bauen sie soziale Dienstleistungen auf, um die Zufriedenheit der Bevölkerung zu gewinnen. Ein weiterer As- pekt ist die Sympathiegewinnung der Jugendlichen im Westen, um sich zu vergrößern und Unterstützung zu bekommen z.B. durch Waffenlieferung, Spenden, Medikamenten usw. Die IS führt den Heiligenkrieg auch, weil sie dadurch „in die höchste Stufe des Paradieses“ kommen würden und dort mit Jungfrauen belohnt würden.

3 Wichtigkeit der Medien

Die Medien spielen eine bedeutungsvolle Rolle für den Erfolg der Terrororganisation. Der Islamische Staat benutzt die Medien hauptsächlich für Propagandavideos. Die IS hat eine moderne Medienorganisation, die immer wieder Enthauptungs-und Hinrichtungsvideos onli- ne veröffentlicht. „Die umfassende Medienstrategie verfolgt zwei Ziele: Zum einen sorgen die Videos von Enthauptungen für blanken Schrecken in den Gebieten, die sich IS als nächste vornimmt. Zum anderen sollen die heroischen, aber oft auch betont lässigen Inszenierungen junge Menschen für den Dschihad begeistern, sie rekrutieren“ (IntQ 2: Islamischer Staat im Netz: Archaisches Leben, moderne Medien). Für die IS ist es sehr bedeutend mehr Anhä- nger zu bekommen, um ihre Ziele zu erreichen und Unterstützung zu bekommen, durch das Internet, erzielen sie ein breites Publikum. Sie haben einen eigenen Radiosender, eigene Internetseiten, Handy-Apps und Fernsehkanäle (vgl. IntQ 3: Wie der „Islamische Staat“ im Internet kämpft). Die Terrorgruppe erreicht das breite Publikum meistens durch soziale Netzwerken, wie Instagram, Facebook, Twitter und YouTube. In den Videos sind menschen- verachtenden Inhalten und Propagandaparolen zu sehen und hören. Durch die Medien kann die IS-Propaganda auch gebildete Menschen aus dem Westen erreichen z.B. Ärzte oder Menschen mit militärische- oder Verwaltungskenntnissen, die begehrt sind. Außerdem hal- ten sie durch den Medien Kontakt zu den anderen Mitgliedern auf der Welt. Darüber hinaus wollen sie durch die brutalen Bilder und Videos den Westen ängstigen, damit sie unterande- rem nicht angegriffen werden. Erstaunlicherweise erzielt die IS große Erfolge bei den Rekru- tierungsversuchen. Es sind immer Jugendliche aus aller Welt, die sich anschließen. Dem Nächst werde ich mich auf Deutschland einschränken.

3.1 Wie und Warum gelingt es der IS durch Medienbildung mehr Anhänger in Deutschland anzuwerben?

Grundsätzlich ist die IS effizienter mit dem Umgang mit Medien geworden. Sie verbessern sich ständig und haben sich zu professionellen Benutzer der Medien für ihre Propaganda entwickelt. Um eine große Anzahl der Benutzer von Twitter in Deutschland auf ein bestimmtes Thema aufmerksam zu machen, werden ihre Botschaften mit Hashtags erweitert. So werden ihre Botschaften auch von Nutzern gelesen, obwohl sie nicht danach suchten. Der Islamische Staat sucht immer mehr die Öffentlichkeit und begrenzt sich nicht mehr auf eigenen Webseite, sondern benutzt immer mehr große Plattformen.

Dazu stellen sie ihren Anhänger in Deutschland die Möglichkeit, durch Apps, Live die Kämp- fe mit zu verfolgen. Sie werden dadurch radikalisiert und bekommen das Gefühl, des dabei seien. Sie suchen sofort nach Alternativen falls sie im Internet bekämpft werden und ihre Konten geschlossen werden (vgl. IntQ 3: Wie der „Islamische Staat“ im Internet kämpft).Die IS passt sich den Fortschritten der Medien an (der Jugendkultur z.B. Rap oder auch Hip Hop), um die Jugendlichen zu erreichen, da sie wissen, dass„ Medien, derzeit vor allem Social-Web-Anwendungen wie Soziale Netzwerke, sind untrennbarer Bestandteil heutiger Lebenswelten Heranwachsender und nehmen eine wesentliche Bedeutung im Aufwachsen und in der Bewältigung von Entwicklungsthemen ein“ (Alfert, 2014, S. 42). Überall im Inter- net, wo sich Jugendliche befinden, sind sie auch zu finden.

[...]


1 „Salafismus ist eine islamistische Strömung, die in die Anlehnung an wahhabitische Lehren eine wortwörtliche Orientierung an der Glaubenspraxis der ersten Musline einfordert“ (IntQ 1: Islamischer Staat (IS)).

2 „Kalif, der Befehlshaber der Gläubigen“ (Khoury 2001, S. 129)

3 „Kalifat / Khalifa / Halifelik bezeichnet die Institution des obersten sunnitischen Herrschers bzw. Repräsentanten. Das Amt symbolisiert die Einheit der muslimischen Gemeinschaft. Historisch war der Kalif unteranderem verantwortlich für die Verteidigung und Vergrößerung des Herrschaftsgebiets sowie die Einführung und Durchsetzung des islamischen Gesetzes“ (IntQ 1: Islamischer Staat (IS)).

4 „Als Scharia im engeren Sinne wird meist eine islamische Gesetzgebung verstanden, die hauptsächlich Ehe-, Scheidungs-, Erb-, und Strafgesetze beinhaltet“ (IntQ 1: Islamischer Staat (IS)).

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Strategien und Gründe der erfolgreichen Rekrutierungsversuche des Islamischen Staates durch Medienbildung
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V349837
ISBN (eBook)
9783668370999
ISBN (Buch)
9783668371002
Dateigröße
701 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strategien, gründe, rekrutierungsversuche, islamischen, staates, medienbildung
Arbeit zitieren
Nojin Malla Mirza (Autor), 2014, Strategien und Gründe der erfolgreichen Rekrutierungsversuche des Islamischen Staates durch Medienbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349837

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