Russlands Politik im postsowjetischen Raum. Außenpolitische Reaktionen in Kaukasus- und Krim-Krise


Seminararbeit, 2014
31 Seiten, Note: 1,7
Susanne H. (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1. Einleitungsgedanke und Fragestellung
2. Methodik und Aufbau

II. Kontextfaktoren russischer Außenpolitik
1. Akteure der russischen Außenpolitik
2. Innenpoltische Faktoren
3. Russlands Politik im postsowjetischen Raum

III. Außenpolitischen Reaktionen im Krisenfall
1. Die Kaukasus-Krise 2008
1.1. Die Rolle Georgiens in der russischen Außenpolitik und die russisch-georgischen Beziehungen bis Ausbruch der Krise
1.2. Die Rolle Südossetiens und Abchasiens
1.3. Russlands Eingreifen in der Kaukasus-Krise
1.4. Rechtfertigung
1.5. Motive
2. Die Krim-Krise 2014
2.1. Die Rolle der Ukraine in der russischen Außenpolitik und die russisch-ukrainischen Beziehungen bis Ausbruch der Ukraine-Krise
2.2. Die Rolle der Krim
2.3. Russlands Eingreifen in der Krim-Krise
2.4. Rechtfertigung
2.5. Motive
3. Vergleich

IV. Schlussbetrachtung und Ausblick

V. Literaturverzeichnis

VI. Fremdsprachiges Abstract

I. Einleitung

1. Einleitungsgedanke und Fragestellung

„Der Westen warnt Moskau vor dem Griff nach der Krim.“1

So titelte die Süddeutsche Zeitung im August des Jahres 2008. Zwanzig Tage nach Ausbruch des Krieges zwischen Russland und Georgien spiegelte sie mit dieser Schlagzeile, ebenso wie viele andere westliche Medien in jenen Tagen, Spekulationen wider, welche die Krim nach dem Einmarsch in Georgien als nächstes Ziel russischer Expansion ausmachten.2

Damals nur eine Vorahnung wiederholten sich sechs Jahre später im Zuge der Ukraine-Krise die Schlagzeilen, die den Leser die Erinnerung an damaligen Krieg im Kaukasus zurückbrachten. Mit der Annexion der Krim durch die Russische Föderation sollten sich letztendlich auch jene einstmals vormaligen Spekulationen bewahrheiteten.

Beide Krisen lenkten nicht nur internationale Aufmerksamkeit auf bislang wenig beachtete Regionen, sondern rückten auch Russlands Politik gegenüber seinen Nachbarstaaten in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Ihnen folgten neue Tiefpunkte in Russlands Verhältnis zum Westen: Wiederholt erklang der Tenor der „verletzten Einflusssphären“ und der infrage gestellten Oberherrschaft Russlands in der Region. Russlands derartiges Vorgehen sei das wiederholte harte Bestrafen einer (farbigen) Revolution bzw. westlichen Annäherung einer ehemaligen Sowjetrepublik, bei der es immer ähnlich hart vorgehe.

An diesem Punkt setzt die folgende Hausarbeit an. Die im Westen gängige These einer Vergleichbarkeit soll überprüft werden. So geht diese Arbeit konkret der Frage nach den Ähnlichkeiten und Unterschieden in Russlands außenpolitischen Vorgehen in Kaukasus- und Krim-Krise auf den Grund und vergleicht dabei vor allem den politischen Kontext beider Krisen, die Rolle Georgiens und der Ukraine in der russischen Außenpolitik sowie das Handeln bzw. Eingreifen Russlands, die Begründungen hierfür sowie mögliche Motive.

2. Methodik und Aufbau

Um die im Einleitungsgedanken aufgestellte These zu überprüfen, soll nach Darstellung und Aufarbeitung beider Krisen ein Vergleich gezogen werden. Die Fallauswahl lässt sich aus dem Einleitungsgedanken heraus nachvollziehen.

Als Grundlage des Vorgehens werden wie folgt drei Gruppen von Variablen bestimmt, welche versuchen dem am Ende stehenden Vergleich beider Krisen eine Struktur zu geben3: Als zu erklärendes Phänomen (abhängige Variable) gilt die jeweilige Reaktion Russlands in Kaukasusund Krim-Krise. Hierzu zählen Russlands Eingreifen und - weiter gefasst - dessen offizielle Rechtfertigung(en) dafür sowie mögliche Motive.

Unabhängige Variablen, die zur Erklärung herangezogen werden, ergeben sich aus der abhängigen Variable.4 In dieser Arbeit wurden als unabhängige Variablen, erklärende Faktoren der jeweiligen außenpolitischen Reaktion im Krisenfall bestimmt: Neben der Rolle Georgiens bzw. der Ukraine in der russischen Außenpolitik, beinhalt diese Variablengruppe auch die Rolle der jeweils umkämpften Regionen Abchasien, Südossetiens und der Krim für Russland.

Als Kontextvariablen, welche die Randbedingungen und den Grad der Gleichheit der Fälle5 bestimmen, werden Faktoren der russischen Außenpolitik an sich miteinbezogen.

Zusammenfassend ist das Vorgehen hier eine fallorientierte Herausarbeitung der wesentlichen Unterschiede der russischen Reaktion in beiden Krisen ausgehend von deren Gemeinsamkeiten und unter Berücksichtigung maßgeblicher Kontextfaktoren seiner Außenpolitik.

Da es sich in beiden Fällen um eine Analyse der russischen Außenpolitik gegenüber beiden Staaten handelt, kann auf die georgische bzw. ukrainische Position bzw. deren (Innen-)Politik im Rahmen dieser Hausarbeit nicht umfassend eingegangen werden.

Die Arbeit gliedert sich dabei insgesamt in vier Hauptteile. Nach der Einleitung (I.) werden im zweiten Hauptteil (II.) die wichtigsten Kontextfaktoren russischer Außenpolitik näher betrachtet. In diesem sollen allgemeine Bestimmungsfaktoren russischer Außenpolitik wie Akteure und innenpolitische Faktoren der Präsidentschaften Putins und Medwedews betrachtet werden. Zusätzlich sollen hierbei auch Russlands außenpolitische Strategien im postsowjetischen Raum im Allgemeinen kurz dargestellt werden. Punkt II. soll die Basis für das Verständnis des außenpolitischen Handelns Russlands bilden.

Im dritten Hauptteil (III.) werden Kaukasus- und Krim-Krise im Einzelnen untersucht. In beiden Fällen wird näher auf die Rolle des jeweiligen Staates und seiner umkämpften Landesteile in der russischen Außenpolitik sowie deren bilaterale Beziehungen seit der Unabhängigkeit im Allgemeinen, das außenpolitische Vorgehen Russlands während der Krise, dessen Rechtfertigung sowie mögliche Motive eingegangen. Nachfolgend werden diese Punkte verglichen und ausgewertet. Im Schlussteil (IV.) werden die Ergebnisse zusammengefasst.

II. Kontextfaktoren russischer Außenpolitik

1. Akteure der russischen Außenpolitik

Die russische Außenpolitik orientiert sich in ihrer Prägung an den Amtszeiten der jeweiligen Präsidenten. Dies liegt unter anderem an der verfassungsrechtlich starken Stellung des Staatsoberhauptes. Ihm sind Außen-, Verteidigungsministerium wie Geheimdienste direkt untergeordnet.6

Dieser Punkt soll zu Beginn kurz ebenso auf die außenpolitischen Merkmale der ersten zwei Amtszeiten (2000-2008) Vladimir Putins eingehen, obgleich die erste hier zu untersuchende Krise erst im Jahr 2008 ansetzt. Grund dafür ist, dass für viele Beobachter die Meinung vertreten unter Präsident Dmitri Medwedew (2008-2012) habe eine weitgehende Kontinuität der Außenpolitik seines Vorgängers vorgeherrscht.7 Auch nach seinem Wechsel in das Amt des Premierministers galt Putin für viele weiterhin als einflussreicher Politiker Russlands.8

Die ersten beiden Amtszeiten Putins waren geprägt von Bemühungen um Zentralisierung und einer zunehmenden Monopolisierung der Entscheidungen durch den Präsidenten und seinen Stab.9 Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jelzin schöpfte Putin den außenpolitischen Handlungsspielraum eines Staatsoberhauptes bzw. dessen Kompetenzen voll aus. Der Einfluss anderer Verfassungsorgane, wie beispielsweise des Außenministeriums, geriet zunehmend in den Hintergrund.10 Auch beide Parlamentskammern, Föderationsrat und Duma, die laut Verfassung ebenfalls an der Ratifizierung internationaler Verträge beteiligt sind, wurden seit dem Jahr 2000 eher als Instrument denn als Gegenspieler des Präsidenten betrachtet.11

Unterdessen nahm neben dem Einfluss der Geheimdienste12 auch die Bedeutung des Sicherheitsrates zu, welcher Putin außenpolitisch berät.13 Institutionell wie personell herrschte hier weitgehende Kontinuität.14 So ist Sergej Lawrow beispielsweise seit 2004 Außenminister der Russischen Föderation.

Wie bereits beschrieben, herrschte auch nach Putins Wechsel vom Amt des Präsidenten in das Amt des Premierministers 2008 weitgehende Beständigkeit. Im „Außenpolitischen Konzept“ des Sommers 2008 wurden dem Amt des Premierministers zudem erstmals außenpolitische Kompetenzen eingeräumt.15 Auch konzeptuell unterschied sich das Duo Medwedew/Putin kaum voneinander16,, mitunter wurde es in Anlehnung an „Tandem“ sogar als „Tandemokratie“ bezeichnet.17 Vielen Beobachtern war jedoch insgesamt klar, dass die Machtverhältnisse dieses „Tandems“ erkennbar zum Vorteil des Premierministers verteilt wurden.18 Die Putins Rückkehr in Präsidentenamt vier Jahre später galt einigen dennoch als überraschend.19

In der russischen Außenpolitik sind außerdem Akteure der Wirtschaft als wichtig anzusehen bzw. stark vertreten. Hier hervorzuheben sind die finanzstarken Unternehmungen aus der öl- und gasexportierenden Branche, wie der Energieriese Gazprom.20 Besonders die Gastransitleitungen in der Region bzw. der störungsfreie Gastransport nach Westeuropa stellten in den letzten Jahren ein Politikum dar.21

2. Innenpoltische Faktoren

Putin profitierte in seinen ersten beiden Amtszeiten von einem enormen Wirtschaftsaufschwung.22 Bedingt wurde jene wirtschaftliche Wiederbelebung des rohstoffreichen Landes durch gestiegene Preise für Energie, ein Ankurbeln der Ölförderung und der daraus resultierenden hohen Exportüberschüsse Russlands.23 Für die Bevölkerung zeigte sich daraus ein deutlicher Kontrast zu den Chaosjahren der Regierungszeit Jelzins. Putin verkörpert für viele Russen daher in erster Linie Wohlstand und Stabilität.24 Mit zunehmenden Rückhalt setzte dieser infolge dessen zunehmend auf eine Sicherung der eigenen Machtstellung: So verfügt die 2001 geründete präsidententreue Partei „Einiges Russland“ seit mehr als 10 Jahren über eine (mindestens) absolute Mehrheit im Parlament. In den Anfangsjahren des System Putins kam es in Konsequenz dessen zu einem deutlichen Bedeutungsverlust der Opposition.25

Einen Wendepunkt stellte hier der Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 dar. So sank das Wirtschaftswachstum um 10,8 Prozent und Investitionen gingen gar um 17 Prozent zurück.26 Jene Krise machte die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von der internationalen Nachfrage nach Energie in besonderem Maße deutlich.27 Durch die Transformation und anschließende wirtschaftliche Fokussierung auf die Energiewirtschaft verpasste Russland nach Meinung vieler Fachleute notwendige Modernisierungen vor allem im Industrie- und Produktionssektor.28 Nach wie vor ist Russland in vielen Feldern stark importabhängig, hat jedoch selbst kaum weltmarktfähige Produkte anzubieten.29

Weitreichende gesellschaftliche Folge der Wirtschaftskrise war zudem eine zurückgehende Zustimmung in der Bevölkerung für das System.30 Kam es im Zuge der Wahlen zur Staatsduma 2011 vor allem wegen des Vorwurfs der Wahlfälschung bereits zu längeren Massenprotesten so setzten sich diese bei den Präsidentschaftswahlen 2012 fort.31 Vor allem die, in den letzten Jahren besonders in den Großstädten, gewachsene Mittelklasse galt als unzufrieden und forderte politische Mitsprache ein.32 Die Entstehung einer alternativen Öffentlichkeit durch Internet und soziale Netzwerken trug ebenfalls zu einer Politisierung der Gesellschaft bei.33

Die von Medwedew angestoßene Modernisierungsdebatte34 galt als inkonsequent und verschwand in der politischen Meinungsbildung um eine erneute Kandidatur Putins für das Amt des Präsidenten. Infolge der Demonstrationen 2011/2012 wurden mehrere Gesetze erlassen, die unter anderem Demonstranten, ausländische NGOs oder kritische Websites bestrafen bzw. in einen kriminellen Fokus rücken könnten.35 Nach seiner Wiederwahl knüpfte Putin in seiner dritten Amtszeit an alte Modelle der Regierungsführung an. Vor dem Hintergrund der aufkommenden Opposition und oben angedeuteten Proteste gegen das System konnte man jedoch „ […] eine zunehmende Personalisierung der Kreml-Politik [sowie] eine Zuspitzung und Ausweitung der repressiven Maßnahmen […]“36 beobachten.

3. Russlands Politik im postsowjetischen Raum

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 entstanden neben der Russischen Föderation vierzehn weitere neue Staaten, welche sich seitdem als eigenständige Akteure im internationalen System behaupten. In Russland, das sich als wichtigster Nachfolgestaat verstand, setzte sich zu dieser Zeit der Begriff „nahes Ausland“ in Politik wie Medien fest.37 Gemeint sind damit die ehemaligen Sowjetrepubliken in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wie auch die drei Baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland.38 In der Vergangenheit gab diese Bezeichnung und ihre Geschichte Moskau die Überzeugung sich in die Innenpolitik der anderen postsowjetischen Republiken einmischen zu können. Vielerorts, so auch im Westen, gilt der postsowjetische Raum bis heute als „Hinterhof“39 Russlands, in dessen Interessens- wie Einflusssphäre viele der ehemaligen Teilrepubliken noch heute verankert sind. Er ist folglich eine Region, die in Russlands Außenpolitik aufgrund der direkten Nachbarschaft, geschichtlicher, kultureller und vor allem wirtschaftlicher Gesichtspunkte einen besonderen Stellenwert einnimmt, der nicht zu unterschätzen ist. Russland sieht sich als Führungsmacht der Region, unterhält bilaterale Beziehungen mit jedem Land und versucht durch die Gründung regionaler Organisationen integrativ seinem Einfluss auf dem Territorium der GUS auszubauen.40 Ein Ansatz ist hier unter anderem die Eurasische Union, deren Vorgänger die Zollunion zwischen Kasachstan, Russland und Weißrussland ist. So beschrieb Putin in einem Aufsatz in der Zeitung „Iswestija“ 2011 die Eurasische Union als einen Staatenbund mit Institutionen nach Brüsseler Vorbild.41

Ungeachtet dessen griff Russland in der Vergangenheit zu verschiedensten Maßnahmen, sobald es seinen machtpolitischen Einfluss auf das „nahe Ausland“ gefährdet sah: So lebt aufgrund der sowjetischen Vergangenheit eine relativ große russische Diaspora in einigen Landesteilen der Nachbarstaaten, durch die Moskau teilweise versucht eine Einmischung in die lokale Politik oder ein militärisches Eingreifen zu rechtfertigen.42 Viele dieser Staaten sind zudem wirtschaftlich, vor allem in Energiefragen, von Moskau abhängig, welches hierüber die außenpolitische Orientierung der Staaten mitzubestimmen versucht.

Des Weiteren profitierte Russland in der Vergangenheit von einer Vielzahl ungelöster Sezessionskonflikte, die Innen- wie Außenpolitik des jeweiligen Staates stark belasteten.43 Bei diesen sogenannten „frozen conflicts“ handelt es sich um zwischenstaatliche Auseinandersetzungen um Territorial- und Unabhängigkeitsfragen, die nach dem Zerfall der Sowjetunion bisher noch nicht gelöst worden sind.44 Aufgrund der föderalen Struktur der Sowjetunion gibt es in vielen der ehemaligen Teilrepubliken ethnische Minderheiten, die nach deren Zerfall wiederholt nach Autonomie oder Unabhängigkeit strebten.45 Moskau nutzte in der Vergangenheit diese ethnischen Streitigkeiten dafür in günstigen Momenten einzugreifen und unter anderem auch nach Beendigung von Gewalthandlungen militärisch präsent zu bleiben

[...]


1 Süddeutsche Zeitung vom 28.08.2008 zitiert in Rothe, Judith (2009): Die Krim nach dem Georgien-Krieg Wird Geschichte zur Waffe? Eine deutscher, ukrainischer und russischer Presseberichterstattung über die Krim nach dem Georgien-Krieg. (DGAP Analyse 4): S. 7.

2 Vgl. ebd.

3 Vgl. zu den Voraussetzungen des Vergleichs Lauth, Hans-Joachim/Pickel, Gert/Pickel, Susanne (2009): Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag: S. 39ff.

4 Vgl. ebd.

5 Vgl. ebd.

6 Vgl. Wipperfürth, Christian (2011): Russlands Außenpolitik. Wiesbaden: VS Verlag: S. 7.

7 Vgl. u.a. ebd. S. 101.

8 Vgl. u.a. ebd. S. 102.

9 Vgl. Mangott, Gerhard (2005): Russlands Rückkehr. Außenpolitik unter Vladimir Putin. Baden-Baden: Nomos: S. 22.

10 Vgl. ebd.

11 Vgl. Wipperfürth (2011): S. 7f.

12 Vgl. Mommsen, Margareta (2012): Dualismus der Macht. Offizielles Regieren und informelle Willensbildung. In: Dossier Russland. Bundeszentrale für politische Bildung. URL: http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/47943/dualismus-der-macht [letzter Zugriff am 25.09.2014].

13 Vgl. ebd.

14 Vgl. Wipperfürth (2011): S. 55.

15 Insgesamt gab es viele Spekulationen über die Macht- und Kompetenzverteilung innerhalb jenes Tandems. Vgl. hierzu u.a. Wipperfürth (2011): S. 102.

16 Der Autor geht hier vor allem auf sicherheitspolitische Dokumente ein, in denen sich Medwedew und Putin kaum unterscheiden. Vgl. hierzu De Haas, Marcel (2009): Medwedews Sicherheitspolitik. Eine vorläufige Einschätzung. In: Russland-Analysen 186: S. 6.

17 Vgl. hierzu Schulze, Peter W. (2012): Genesis und Perspektiven des politischen Systems in Russland. In: Erler, Gernot/Schulze, Peter W. (Hrsg.): Die Europäisierung Russlands. Moskau zwischen Modernisierungspartnerschaft und Großmachtrolle. Frankfurt am Main: Campus Verlag: S. 87.

18 Vgl. ebd.

19 So übte Medwedew teilweise Kritik an Putin und bemühte sich darum ein eigenes Profil zu entwickeln. Einige Beobachter gingen von einer wiederholten Kandidatur des damaligen Präsidenten aus. Vgl. hierzu u.a. Schröder, Hans-Henning (2011): Alles beim Alten? In: Russland-Analysen 226: S: 2ff.

20 Vgl. Grätz, Jonas (2011): Nationale Ressourcen im globalen Kontext: Zur Internationalisierung russischer Öl und Gaskonzerne. In: Russland-Analysen 217: S. 11ff.

21 Vgl. ebd.

22 Vgl. hierzu Schulze (2012): S. 56f.

23 Vgl. edb. und Traub-Merz, Rudolf (2014): Vom Wirtschaftswunder in die Dauerkrise. Russlands Ökonomie vor einem Wendepunkt. FES Perspektive, März 2014: S. 1.

24 Vgl. zur positiven Grundstimmung, Legitimation und Anerkennung des Systems Putin in der Bevölkerung Schulze (2012): S. 58.

25 So wurde 2004 beispielsweise ein neues Parteiengesetz erlassen. Vgl. näheres hierzu in Schröder, Hans-Henning (2012): Russland unter den Präsidenten Putin und Medwedew 1999 - 2012. In: Dossier Russland. Bundeszentrale für politische Bildung. URL: http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/47926/russland-unter-den-praesidenten- putin-und-medwedew-1999-2012?p=all [letzter Zugriff am 19.09.14].

26 Vgl. ebd.

27 Vgl. Traub-Merz (2014): S. 1.

28 Vgl. ebd. S. 5.

29 Vgl. Götz, Roland: Aussichten für Russlands Wirtschaftswachstum. In: Russland-Analysen 276: S. 4.

30 Vgl. Schulze (2012): S. 87f.

31 Vgl. ebd.

32 Vgl. Schröder (2012)

33 Vgl. ebd.

34 Diese sollte unter anderem auch das politische System betreffen. Vgl. hierzu u.a. Schulze (2012): S. 96ff.

35 Vgl. Schröder (2012).

36 Rogoza, Jadwiga (2014): Konservative Gegenrevolution. Beleg für Russlands Stärke oder Schwäche? In: Russland Analysen 281: S. 2f.

37 Vgl. Ackeret, Markus (2010): Hegemonie mit dem Holzhammer? Russlands Politik in der GUS. In: Republik Österreich BMLVS (Hrsg.): Integration in der GUS: S. 9f. URL: http://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publikationen/integration_in_der_gus_hegemonie_markus_ackeret_14.pdf [letzter Zugriff am 25.09.2014].

38 Vgl. ebd.

39 Vgl. Papst, Volker (2013): Ehemalige Sowjetrepubliken. Russische Machtpolitik im eigenen Hinterhof. In: Neue Zürcher Zeitung vom 20.09. 2013. URL: http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/russische-machtpolitik-im-eigenen- hinterhof-1.18153166 [letzter Zugriff: 19.09.2014].

40 Vgl. Stewart, Susan (2010b): Russische Außenpolitik im postsowjetischen Raum. Das Baltikum, die westliche GUS und der Südkaukasus im Vergleich. SWP-Studien/S 05, März 2010. S. 7.

41 Vgl. Halbach, Uwe (2011): Wladimir Putins eurasische Union. Ein neues Integrationsprojekt für den GUS-Raum. SWP Aktuell 51, November 2011: S. 2ff.

42 Siehe dazu weiteren Absatz über „Eingefrorene Konflikte“ bzw. die dazu von Medwedew vorgestellten fünf Prinzipien russischer Außenpolitik nach dem Georgien-Krieg in Punkt III.1.4..

43 Vgl. ebd.

44 Vgl. Mankoff, Jeffrey (2014): Russia's latest land grap: How Putin won Crimea and lost Ukraine. In: Foreign Affairs 93 (3). URL: http://www.foreignaffairs.com/articles/141210/jeffrey-mankoff/russias-latest-land-grab [letzter Zugriff am 22.06.2014]

45 Vgl. u.a. ebd.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Russlands Politik im postsowjetischen Raum. Außenpolitische Reaktionen in Kaukasus- und Krim-Krise
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V352030
ISBN (eBook)
9783668382732
ISBN (Buch)
9783668382749
Dateigröße
687 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russland, Krim, Georgien, Ukraine Vergleich
Arbeit zitieren
Susanne H. (Autor), 2014, Russlands Politik im postsowjetischen Raum. Außenpolitische Reaktionen in Kaukasus- und Krim-Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352030

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