Return on Investment. Erklärung unter Anwendung eines Beispiels


Seminararbeit, 2016

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodische Grundlagen
2.1 Begriffsklärung Return on Investment
2.2 DuPont-Kennzahlensystem
2.3 Berechnung des Return on Investments

3 Anwendung des Return on Investments an einem Beispiel
3.1 Ausgangssituation
3.2 Return on Investment Rechnung

4 Möglichkeiten zur Verbesserung des Return on Investments
4.1 Rechnerische Analyse
4.2 Praktische Maßnahmen

5 Resümee

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: DuPont-Kennzahlensystem

Abbildung 2: E-Procurement-System im Krankenhaus

Abbildung 3: Wirkungskreise eines OP-Effizienz-Programms

Abbildung 4: Durchschnittliche Anzahl der Tage zwischen der Entlassung und der Rechnungsstellung sowie zwischen der Rechnungsstellung und Bezahlung

1 Einleitung

„Mut zum Verzicht!“[1] Das war das Motto des 131. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Berlin, im Jahre 2014. Die Ärzte wollten mit diesem Motto auf den immer weiter wachsenden wirtschaftlichen Druck aufmerksam machen. Seit 2003 das Bundesweite DRG-Vergütungssystem für Krankenhäuser eingeführt wurde, ist der Wettbewerbsdruck auf Krankenhäuser drastisch gestiegen. Früher war es noch wichtig, dass die Patienten möglichst lange im Krankenhaus bleiben. Heutzutage sollen aber möglichst viele Patienten behandelt werden, damit möglichst viele Fälle abgerechnet werden können.[2] Somit werden die Kliniken mehr oder weniger zu einem effektiven unternehmerischen und betriebswirtschaftlichen Handeln gezwungen. Die Krankenhäuser brauchen somit neben den ärztlichen Kompetenzen vermehrt Fachkräfte, die die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge eines Hauses verstehen und Maßnahmen daraus ableiten können. Die Krankenhäuser müssen immer mehr als Unternehmen geführt werden.[3] Hierzu zählt unter anderem die ständige Kontrolle der finanziellen Lage beziehungsweise des finanziellen Erfolges eines Hospitals. Diese Kontrolle kann zum Beispiel durch eine Auswertung der Rentabilitätskennzahlen geschehen. Die Gesamtkapitalrentabilität gilt als eine der wichtigsten Rentabilitätskennzahlen. Sie wird im Englischen auch Return on Investment, kurz ROI, genannt und findet oft in der Praxis als Zielkennzahl Anwendung.[4]

In der vorliegenden Seminararbeit wird genauer auf den Return on Investment und inwieweit er bei der Rentabilitätsrechnung im Krankenhaus eingegangen. In Kapitel 2 wird zunächst der Begriff Return on Investment erläutert und das DuPont-Kennzahlensystem, sowie die Berechnung des Return on Investments erklärt. Ein Beispiel, auf welches die Return on Investment Rechnung Anwendung findet, wird in Kapitel 3 dargestellt. In Kapitel 4 werden Möglichkeiten zur Erhöhung des Return on Investments anhand eines Rechenbeispiels aufgezeigt. Dazugehörige praktische Maßnahmen zur Steigerung werden ebenfalls in diesem Kapitel erörtert.

2 Methodische Grundlagen

2.1 Begriffsklärung Return on Investment

Die Return on Investment-Rechnung dient zur Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität und ist eine von mehreren Möglichkeiten zur Rentabilitäts-, beziehungsweise Rentabilitätsvergleichsrechnung.[5] Sie ist dann erforderlich, wenn Kapital nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und wenn mit unterschiedlichen Kapitaleinsatz, Investitionsgewinne erzielt werden.[6]

Mit dem Return on Investment, welches einer der wichtigsten Kennzahlen in der Betriebswirtschaft ist, wird aufgezeigt, ob der Umsatz und die Umsatzrendite mit dem eingesetzten Kapital in einem gesunden Verhältnis stehen.[7] Die Gesamtkapitalrentabilität ist im Unterschied zur Eigenkapitalrentabilität aussagekräftiger, da hier die Verzinsung des eingesetzten Kapitals angegeben wird.[8] Vereinfacht lässt sich festhalten, dass durch das ROI-Verfahren herausgefunden wird, wie viel Ergebnis ein Euro Kapital erwirtschaftet.[9] Durch den Return on Investmen können die verschiedenen Einflussgrößen auf den Unternehmenserfolg analysiert und Maßnahmen zur Verbesserung durchgeführt werden.[10]

Der Return on Investment lässt sich in die Kennzahlen Umsatzrendite und Kapitalumschlag teilen, wie in der Abbildung im nächsten Punkt deutlich wird. In der Rentabilitätsvergleichsrechnung von Krankenhäuser spielt der Return on Investment eine wichtige Rolle, da so die Wirtschaftlichkeit von mehreren Häusern, unabhängig ihrer Verschuldung, verglichen werden kann.[11]

Die verschiedenen Einflussgrößen welche bei der ROI-Methode eine Rolle spielen, werden in einem Return on Investment Baum dargestellt. Der wohl bekannteste ROI-Baum ist das Kennzahlensystem nach DuPont, welches im nächsten Punkt näher erläutert wird

2.2 DuPont-Kennzahlensystem

Wie bereits in dem vorherigen Punkt erwähnt, gilt das DuPont-System laut Stollenwerk als „Ur-Mutter aller betriebswirtschaftlichen Kennzahlensysteme.“ [12] Das Hauptziel für den Einsatz des DuPont-Kennzahlensystem war nicht die absolute Gewinnmaximierung, sondern die Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität, welche als relative Größe angegeben wird. Aufgrund dieses Ziels wurde der Return on Investment als Zielkennzahl ausgewählt.[13] Die Kennzahlen in diesem System basieren auf Zahlen des betrieblichen Rechnungswesens und sind mathematisch miteinander verknüpft. Durch eine Analyse der einzelnen Faktoren kann so der Unternehmenserfolg analysiert, Schwachstellen gefunden und ein Unternehmensvergleich durchgeführt werden. Zum einen können vergangene Ergebnisse mit dem DuPont-Schema analysiert werden, zum anderen kann es auch als Planungs- und Analyseinstrument effektiv eingesetzt werden. Weitere Kennzahlensysteme wie das ZVEI-System bauen auf dem DuPont-System auf.[14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: DuPont-Kennzahlensystem[15]

2.3 Berechnung des Return on Investments

Zuerst einmal sollte erwähnt werden, dass die klassische Return on Investment Formel nicht richtig ist, da sie falsch aus dem angelsächsischen Anwenderbereich übernommen wurde, denn in der Zeit als die Formel entwickelt wurde, gab es noch keine Fremdkapitalzinsen. Allerdings sollte trotzdem mit dieser Formel gerechnet werden, da alle Unternehmen mit dieser arbeiten und nur so ein aussagekräftiger Vergleich vorgenommen werden kann.[16] Als Grundlage für dieses Verfahren kann die Kostenvergleichs,- oder Gewinnvergleichsrechnung herangezogen werden.[17] Laut Wöhe wird im Zähler mit dem Gewinn vor Steuern gerechnet. Allerdings wird bei der Ermittlung des ROI für Krankenhäuser nicht vom Gewinn vor Steuern, sondern nach Steuern ausgegangen. Das heißt der Jahresüberschuss ist die Grundlage. Die Formel zur Berechnung des ROI lautet somit:[18]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nun erweitert man den Quotienten mit dem Umsatz. Hieraus ergibt sich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch diese Erweiterung können die Faktoren, die den ROI beeinflussen, besser analysiert werden.[19]

Der Return on Investment kann durch die Umsatzerweiterung als Produkt von zwei Komponenten, der externen Marktkomponente und der internen Finanzkomponente, aufgefasst werden. Die Marktkomponente hat als Bestimmungsfaktor die Umsatzrentabilität, während die Finanzkomponente als Bestimmungsfaktor die Umschlagshäufigkeit des Kapitals hat. Die Umsatzrentabilität gibt Auskunft darüber, inwieweit leistungswirtschaftliche Ursachen zu einer Ergebnisveränderung führen. Sie wird maßgeblich von der unternehmenseigenen Kostenstruktur bestimmt. Mit der Umsatzrentabilität lässt sich folgende Frage beantworten: Wie viel Gewinn wurden mit, zum Beispiel 100 Euro Umsatz erzielt? Die Kapitalumschlagshäufigkeit hingegen zeigt die finanzwirtschaftlichen Gründe auf, die zu einer Ergebnisveränderung führen. Die Intention der Kapitalumschlagshäufigkeit ist die Messung der Umschlagsgeschwindigkeit des investierten Kapitals. Wenn ein Kapitalumschlag von 2 erreicht wird bedeutet das, dass mit 50 Euro investierten Kapital 100 Euro Umsatz erzielt wurde.[20]

[...]


[1] Zylka-Menhorn (2014), S.21.

[2] Vgl. Eichhorn/Greiling (2002), S. 31.

[3] Vgl. Franke (2007), S. 34.

[4] Vgl. Horváth/Gleich/Seiter (2015), S.291.

[5] Vgl. Graumann (2015), S. 66.

[6] Vgl. Heesen (2010), S. 19.

[7] Vgl. Kralicek/Böhmdorfer/Kralicek (2008), S.124.

[8] Vgl. Grabe (2003), S. 170.

[9] Vgl. Heesen (2012), S. 242.

[10] Vgl. Graumann (2015), S. 66.

[11] Vgl. Wolke (2010), S. 24.

[12] Stollenwerk (2016), S. 74.

[13] Vgl. Zapp/Hausbrock (2010), S.14.

[14] Vgl. Weber/Schäffer (2014), S. 195.

[15] Vgl. Horváth/Gleich/Seiter (2015), S.292.

[16] Vgl. Kralicek/Böhmdorfer/Kralicek (2008), S.125.

[17] Vgl. Heesen (2010), S. 19.

[18] Vgl. Wöhe/Döring (2013), S. 863.

[19] Vgl. Olfert/Reichel (2008), S. 42.

[20] Vgl. Ebenda.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Return on Investment. Erklärung unter Anwendung eines Beispiels
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm; früher Fachhochschule Neu-Ulm
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V358835
ISBN (eBook)
9783668436176
ISBN (Buch)
9783668436183
Dateigröße
840 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
return, investment, erklärung, anwendung, beispiels
Arbeit zitieren
Markus Sebald (Autor), 2016, Return on Investment. Erklärung unter Anwendung eines Beispiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358835

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