Wohlstandsmaximierung von Haushalten bei gekürzten Staatsausgaben und erhöhter Einkommensteuer


Ausarbeitung, 2015
11 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Betrachtung einer Erhöhten Einkommensteuer
2.1. Problematiken und Folgen.
2.2. Lösungsmöglichkeiten.

3. Gedrosselte Staatsausgaben.
3.1. Problematiken und Folgen.
3.2. Lösungsansätze.

4. Kombination von erhöhter Einkommensteuer und verringerten Staatsausgaben.
4.1. Probleme und Lösungsansätze.

5. Fazit

6. Zusätzliche Erläuterungen.

7. Quellenverzeichnis.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

X Bruttolohnerhöhung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 „Verschiebung der Budgetgerade“

Abbildung 2 „Arbeitslosenquoten zwischen 2000 und 2015“

1. Einleitung

Wohlhabend werden Sie nicht durch Ihr Einkommen, sondern durch Ihre Ausgaben. Wohlhabend werden Sie nicht von dem, was Sie verdienen, sondern von dem, was Sie behalten !“ Dieses Zitat des Berliner Hochschulprofessors Claus Kriebel mag sich beim ersten Lesen wie ein Widerspruch in sich selbst anhören, und doch lässt sich bei genauerem Nachdenken eine offensichtliche innere Logik erkennen. Die Frage wie man Wohlstand möglichst sicher steigern kann, beschäftigt nicht nur Ökonomen seit jeher, auch der Durchschnittsbürger ist offenkundig an einer solchen Maximierung interessiert.

Auf den folgenden Seiten sollen nacheinander die Folgen untersucht werden, die eine erhöhte Einkommensteuer, sowie ein Kürzen der Staatsausgaben auf andere Marktteilnehmer haben. Anschließend sollen mögliche Lösungsansätze eruiert werden. Nach der einzelnen Betrachtung beider Änderungen, werden, auf den vorher erarbeiteten Grundlagen, die Effekte beleuchtet, die in Kombination auftreten können. Auch hier werden mögliche Lösungen präsentiert. Überall soll vereinfacht angenommen werden, dass alle anderen Parameter, die nicht ausdrücklich verändert wurden, den gleichen Wert beibehalten. Auch soll der Markt in weiten Teilen modellhaft so vereinfacht werden, dass er mit dem Planspiel „MACRO“ übereinstimmt.

2. Betrachtung einer Erhöhten Einkommensteuer

2.1. Problematiken und Folgen

Gehen wir beginnend von einem Anfangszustand „A“ aus, in dem wir eine Einkommensteuer „E(A)“ haben. In einem „A“ nachfolgenden Zustand „B“ mit der Einkommensteuer „E(B)“, soll gelten: . Es hat also einen Anstieg der Einkommensteuerlast gegeben. Zuerst muss man sich die Frage stellen, was eine Erhöhung der Einkommensteuer für direkte Konsequenzen hat und wer davon betroffen ist, um darauf aufbauend die weiteren Effekte verstehen zu können.

Es sollte schnell klar sein, dass die ersten Marktteilnehmer, die die Auswirkungen einer solchen Steuererhöhung zu spüren bekommen, die Steuerzahler sind, in unserem Fall also die Haushalte. Diese beziehen nun – bei gleicher Arbeitszeit – weniger Nettogehalt. Hieraus folgt höchstwahrscheinlich ein zurückgeschraubtes Konsumverhalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zeigen lässt sich diese Tatsache gut an der Parallelverschiebung der Budgetgerade in Richtung Ursprung (Abb.1.). Dies geschieht aus der Tatsache heraus, dass alle Güter in Relation zum Einkommen, teurer geworden sind, und man sich somit weniger leisten kann.

Der geringe Konsum wirkt sich mit der Zeit zunehmend auf die Unternehmen aus. Durch eine Überproduktion der Güter könnte zum Einen der Preis sinken, oder aber bei stagnierenden Preisen, steigende Lagerkosten anfallen. In beiden Szenarien wäre eine Drosselung der Produktion aus Sicht der Unternehmen wahrscheinlich. Durch diese würden – in Szenario Eins – die Preise auf ein gewinnbringendes Niveau steigen, oder es würde sich – in Szenario Zwei – das Lager leeren. Doch auch ein drittes Szenario ist denkbar. Man könnte davon ausgehen, dass die Unternehmen alle Parameter unangetastet lassen, was sogar einen minimalen Anstieg der Produktion zur Folge hätte. In diesem Fall würde es zu einem allmählichen Wohlstandsverfall kommen, der aufgrund der einsetztenden Deflation vorangetrieben wird. Schließlich haben wir auch hier eine Situation in der die Produzenten versuchen werden den Output an den Konsum anzugleichen, oder aber die Notenbank einschreitet, die durch eine erhöhte Geldmenge versucht die Deflation möglichst gering zu halten.

Mit einer zurückgeschraubten Produktion geht jedoch auch das Streichen von Arbeitsplätzen einher, was wiederum ein Abfallen der allgemeinen Wohlstandssituation der Haushalte zur Folge hat.

Bedenkt man nun, dass zu dieser erhöhten Arbeitslosenquote zusätzlich, die schon anfangs erhöhte Einkommensteuer hinzukommt, so bemerkt man, dass man sich in einer wirtschaftlichen „Abwärtsspirale“ befindet, die nicht nur Auswirkungen auf das Konsumverhalten, sondern auch auf das Sparverhalten hat. Durch das geringere Einkommen kann logischerweise auch weniger gespart werden. Von den Haushaltsersparnissen werden in unserem Fall jedoch die Kredite des Staates bezahlt. Steigende Zinsen wären wohl die Folge.

2.2. Lösungsmöglichkeiten

Die Hauptfrage die sich bei diesem Thema stellt ist, wie man dieser Abwärtsspirale entgegenwirken kann. Durch die in 2.1. vorgenommenen Schilderungen lässt sich erkennen, dass eines der Kernprobleme das gesunkene Nettoeinkommen ist. Hier sollten auch die ersten Lösungsansätze gemacht werden.

Um das Nettoeinkommen zu erhöhen, muss, da die Einkommensteuer in diesem Fall nicht verhandelbar ist, das Bruttoeinkommen erhöht werden, da wir in unserer fiktiven Volkswirtschaft keine gestaffelte, sondern eine konstante Steuer mit einem Steuersatz E(A/B) haben. Weil durch solche Lohnerhöhungen die Ausgaben eines Unternehmens stark ansteigen können, ist eine Absprache beider Seiten durch Gewerkschaften unabdingbar. Besonders interessant an Lohnerhöhungen ist natürlich die Frage, um wieviel die Löhne steigen müssen. Durch einfache mathematische Mittel ist es möglich hierfür eine Formel herzuleiten, die jedoch Inflation und Deflation, sowie andere Externalitäten außen vorlässt. Die Formel hierfür würde lauten: , wobei B(A) für das Bruttoeinkommen vor der Steuererhöhung steht, also dem in Zustand A, N(A) dem Nettoeinkommen in Zustand A entspricht und x die notwendige Lohnerhöhung angibt[1]. Somit hat man nun also einen Wert um den der Lohn mindestens steigen muss, damit das Nettogehalt gleichbleibt. Doch ist es natürlich schwer die Unternehmer von einer solchen Lohnerhöhung zu überzeugen, da sie selber nur einen relativ kleinen Nutzen haben, den der stabilen Konsumbereitschaft, der jedoch von dem negativen Nutzen, der für sie höheren Ausgaben wahrscheinlich übertroffen wird. Man könnte diese Maßnahme also auch als Pareto-inferior bezeichnen.

Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit das Bruttoeinkommen zu steigern, um somit ein gleichbleibendes Nettoeinkommen verzeichnen zu können. Durch das Reduzieren der Arbeitslosigkeit, oder durch verlängerte Arbeitszeiten bereits Angestellter, ist es auch hier möglich den Wohlstand zu halten und letztendlich zu erhöhen. Durch diesen Lösungsansatz hätten wir, wenn wir psychologische und private Hemmnisse wie Freizeiteinschränkung oder Burnout vernachlässigen, einen Pareto-superioren Zustand, obwohl die Unternehmen auch hier mehr Lohnkosten zahlen müssen. Diese Gewinneinbußen könnten jedoch zu einem großen Teil durch die ansteigende Produktivität wettgemacht werden.

Als Lösung dagegen nicht infrage kommend, ist das aufrechterhalten des Konsums, trotz gesunkenem Nettoeinkommen, da dies dem gleich kommt was man auch als „über seine Verhältnisse leben“ bezeichnet. Das würde zu einer langsamen, oder – je nach Steuerlast – schnellen Verarmung der Haushalte führen und würde den Konsum, früher oder später, zwangsweise auf ein Minimum beschränken.

[...]


[1] Erklärung zu Herleitung in Kapitel 6 „Zusätzliche Erläuterungen“

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Wohlstandsmaximierung von Haushalten bei gekürzten Staatsausgaben und erhöhter Einkommensteuer
Hochschule
Universität Bayreuth
Veranstaltung
Planspiel Macro
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V359189
ISBN (eBook)
9783668441712
Dateigröße
705 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wohlstandsmaximierung, haushalten, staatsausgaben, einkommensteuer
Arbeit zitieren
Tom Zeising (Autor), 2015, Wohlstandsmaximierung von Haushalten bei gekürzten Staatsausgaben und erhöhter Einkommensteuer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359189

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