Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes in Verbindung mit Design. Studie eines Helms für Downhill-Racer

Downhill-Racing im Produkt- und System-Design


Ausarbeitung, 2014
24 Seiten, Note: 3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Danksagung

II. Aufgabenstellung

1. Historischer Bericht
1.1 Die ersten Helme
1.2 Antike und griechische Helme
1.3 Römische Helme
1.4 Hochmittelalterliche Helme
1.5 Helme des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit

2. Marktanalyse
2.1 Grundlegende Aspekte
2.1.1 Der richtige Sitz
2.1.2 Verschlussarten

3. Helme für Sport und Freizeit:
3.1 Fahrradhelm:
3.2 KFZ-Helm/Motocross.
3.3 Luftsport-Helm
3.4 Kletterhelm
3.5 Schi-Helm:

4 Produktbeschreibung:
4.1 Bau des Prototyps:
Internetquellen:

Endnoten

I. Danksagung

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all jenen bedanken, die mich bei der schriftlichen und praktischen Diplomarbeit motiviert und unterstützt haben.

Ein herzliches Dankeschön, für die fachliche Betreuung möchte ich auch Prof. Dr. Michael Gugg, Prof. Mag. Harald Koneczny und Prof. Mag. Hartwig Mülleitner aussprechen. Ebenso wie unseren Klassenvorstand AV MMag. lic. Johann Gutschi, der mit seinem Humor immer für gute Stimmung gesorgt hat.

Das größte Dankeschön möchte ich meinen Eltern Veronika und Siegfried Tscholl aussprechen, die immer helfend hinter mir gestanden sind und mich auch finanziell unterstützt haben.

Ebenso bedanke ich mich bei meinem Bruder David Tscholl, der meine Arbeit Korrektur gelesen hat und mit Verbesserungsvorschlägen bereicherte.

II. Aufgabenstellung

Downhill (Bergabfahrt) ist ein Extremsport mit vielen Varianten. Bei dieser Sportart ist es das Ziel in möglichst kurzer Zeit eine bergab führende Strecke zu bewältigen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten, die bei der Bergabfahrt erreicht werden, ist Downhill-Racing ein extrem gefährlicher Sport. Die Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes in Verbindung mit Design haben wir uns deshalb als Projektziel gesetzt. Aufgabe des Diplom Projektes war es, in einer Gruppe von maximal vier Personen ein Projekt zum jeweilig ausgewählten Themenbereich auszuführen. Unser Projekt Equipment für Downhill Racing wird in die Bereiche Downhill Vehicle, Protektor und Helm gegliedert. Meine Aufgabe innerhalb des Projektes war die Entwicklung des Helms – welchen ich in dieser Diplomarbeit vorstellen möchte.

1. Historischer Bericht

Die Geschichte des Helms reicht vermutlich bis auf die vor- und frühgeschichtliche Zeit zurück. Nachweislich jedenfalls reicht sie jedoch bis in die Zeit der Antike zurück. Grabfunde und Aufzeichnungen bestätigen, dass sich die Menschen bereits damals mit stabilen Kopfbedeckungen gegen mechanische Einwirkungen schützten. Sie sollten vor allem Soldaten im kriegerischen Gefecht vor Verletzungen im Bereich des Kopfes bewahren. In der heutigen Zeit bestehen Helme hauptsächlich aus hochwertigen Kunst- und Verbundstoffe. In der Antike hingegen kamen vor allem verstärkte Textilien, Leder, diverse Metalle und auch Gold zum Einsatz. Neben seiner Schutzfunktion symbolisierte der Helm auch den Status seines Trägers – je hochwertiger die Materialien desto einflussreicher sein Besitzer.

1.1 Die ersten Helme

Man geht davon aus, dass die ältesten erhaltenen Helme seit Anfang des 3. Jahrtausend vor Chr. aus dem sumerischen Kulturraum stammen. Die ersten Helme wurden meist aus Bronze gefertigt. Für die Oberschicht und einflussreicheren Personen verwendete man auch wertvollere Materialien wie z.B. Gold. Etwas zeitgleich verwendeten auch die Ägypter Bronzehelme und Kopfbedeckungen aus verstärkten Leinen. Ab den 14 Jahrhundert v.Chr. wurden dann die ersten Eisenhelme von den Hethitern und Dorer entwickelt. Manche Helme wurden auch mit Hörnern versehen und sollten vermutlich in kriegerischen Auseinandersetzungen die Gegner einschüchtern. Die Dorer verwendeten zusätzlich auch noch Lederhelme. [i]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Spitzhelm aus Bronze[ii]

1.2 Antike und griechische Helme

In Griechenland wurden die verschieden Helmarten weiter entwickelt und nach der jeweiligen Herkunft benannt. Der korinthische Helm ist wohl einer der bekanntesten Helme aus dem antiken Griechenland. Er entstand im 7. Jahrhundert vor Chr. und wurde aus nur einer einzigen Bronzeplatte geschmiedet. Er ist stark an der Schädelform des Menschen angelehnt und schützt mit Backenstücken und einem Nasenteil den Großteil des Gesichts. Aus dem korinthischen Helm entwickelten sich später die chaldikischen und attischen Helme. Es entwickelten sich auch später zahlreiche Mischformen.[iii]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Korinthischer Helm[iv]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Chaldikischer Helm[v]

1.3 Römische Helme

Die Römer ließen sich stark von anderen Kulturen beeinflussen - besonders von den Etruskern, Kelten und Griechen. Sie waren die ersten die auch spezialisierte Helme anfertigten, wie z.B. Helme für die Gladiatoren. Diese Helme besaßen einen großen Stirn- und Nackenschutz und einen gitterartigen Gesichtsschutz. Die Helme der Römer waren auch die Ersten die Wert auf Ästhetik legten. Bekannt sind hier vor allem die Kammhelme.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6: Gladiator Helm[vi].

1.4 Hochmittelalterliche Helme

Im frühen Mittelalter entwickelten sich bereits Helme wie der Spangenhelm mit Stirnreif, fixierten Metallbügeln, Nasenstück, flexible Backenstücke und Nackenschutz. Im Hochmittelalter wurde dann die Schmiedekunst verbessert, sodass ab den 10 Jahrhundert nach Chr. die konischen Helme im Bereich des Nasenschutzes verbessert wurden. Auch diese wurden aus nur einer einzigen Eisenplatte geschmiedet, wobei das untere Ende immer breiter wurde. Daraus entwickelten sich die Topfhelme, die an die Kopfform des Trägers angepasst wurden. Die Topfhelme blieben bis ins 14. Jahrhundert beständig.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.8: Topf Helm[vii]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.10: Eisenhut Helm[viii]

1.5 Helme des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit

Im späteren Mittelalter um das 15. Jahrhundert entwickelte sich dann Helme wie der Armet, welcher den gesamten Kopf umschloss und ein hochklappbares Visier besaß. Auch spitz zulaufender Glocken und das bekannte „Hundeschnauzen artige“ Visier entwickelte sich in dieser Zeit. Der sogenannten Hundsgugel wurde mit einen Kettengeflecht zum Schutz von Hals und Nacken ergänzt. Dieser Helm bot einen besseren Schutz und Sicht als der Topf-Helm. Ein weiterer Helm der in dieser Zeit entstand war der Schaller. Er zeichnet sich dadurch aus, dass der Kinn und Halsschutz am Brustpanzer befestigt werden konnte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.11: Armet Helm Skizze[ix]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.13: Italienischer Schaler Helm[x]

In Italien des 15. Jahrhunderts entwickelte sich dann der Barbuda/Celata Helm. Er verfügte über einen annähernd T- oder Y- förmigen Gesichtsausschnitt. Der Kopf und Hals war dabei nahezu vollständig bedeckt. Der Barbuda Helm ähnelte stark den korinthischen Helmen und besaßen ebenfalls ein Nasenstück. Später im 16. Jahrhundert entstanden dann die ersten geschlossenen Helme bei denen das Visier und der Kinnschutz am Helm fixiert wurden. Weitere Helme die im 16. Jahrhundert aufkamen waren der Birnhelm oder auch Cabasset. Dieser Helm zeichnet sich durch seine hohe spitz zusammenlaufende Glocke und schmaler Kappe aus, genauso wie der Morion welcher mit einer auf der Vorder- und Hinterseite spitz zusammenlaufender Kreppe ausgestattet ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.14:Barbuda/Celata Helm[xi]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.15: Birn/Cabasett Helm[xii]

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Abb.16: Morion mit Kamm[xiii]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.17: Österreichischer Tschako[xiv]

2. Marktanalyse

Heute und seit beginn der Neuzeit, werden Helme in verschiedenen Bereichen eingesetzt und in allen möglichen Farben und Formen hergestellt. In unserer modernen Zeit hat sich auch im Thema Sicherheit durch Forschung und Verwendung von modernen Materialien viel verändert. Design ist heute auch ein wichtiger Aspekt für Menschen um sich selbst individuell auszudrücken. Sicherheit der Helme ist wichtiger den je, da Menschen mit Motorräder und anderen Aktivitäten hohen Geschwindigkeiten ausgesetzt sind. Dies möchte ich mit einem kleinen Beispiel anführen. Bei der Tragödie um Michael Schuhmacher vom 29.12.2013 hat ein Schi-Helm ein Überleben erst möglich gemacht. Trotz Helm trug der Verunfallte dennoch massive Verletzungen davon:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.23: Hirnverletzungen Michael Schumacher[xv]

Auch die Soldaten der Neuzeit wurden mit Helmen ausstattet. In den beiden Weltkriegen kam es dennoch zu vielen Kopfverletzungen. Diese kamen hauptsächlich durch Granatsplitter zustande. Aufgrund dessen wurden die bestehenden Helme nochmals durchdacht und weiterentwickelt. In der Nachkriegszeit entwickelten sich dadurch Helme mit Verwendung verschiedener Kunstfasern wie zum Beispiel Kevlar.[xvi] Helme konnten nun wesentlich leichter gebaut werden und wurden nicht mehr so einfach von Projektilen durchstoßen.[xvii]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.20: Kevlar[xviii]

[...]


[i] http://de.wikipedia.org/wiki/Helm

[ii] http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/62/Spitzhelm_urartaisch.JPG

[iii] http://www.hellenica.de/

[iv] http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/Corinthian_helmet_Denda_Staatliche_Antik ensammlungen_4330.jpg

[v] http://de.wikipedia.org/wiki/Chalkidischer_Helm

[vi] http://www.ebay.at/itm/GLADIATOR-HELM-Ritterhelm-Mittelalter-LARP-Ruestung-R168-/160519510551

[vii] http://eysenhut.de/index.php?=a1033

[viii] http://www.brandenburg1260.de/topfhelm3.jpg

[ix] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Italian_Armet_%2815c%29_by_Wendelin_Boeheim.jpg

[x] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:HJRK_A_1203_-_North_Italian_sallet,_c._1470.jpg

[xi] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cabasset.jpg

[xii] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Barbuta.jpg

[xiii] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heaume-Morges-3.jpg

[xiv] http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/bilder.hmtl

[xv] http://www.maszol.ro/uploads/files/userfiles/images/kulfold/2014/Janu%C3%A1r/16/Die-Hirnverletzungen- ____von-Michael-Schumacher.jpg

[xvi] http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Helm.html

[xvii] http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Helm.html

[xviii] http://en.wikipedia.org/wiki/File:Aramid_fiber2.jpg

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes in Verbindung mit Design. Studie eines Helms für Downhill-Racer
Untertitel
Downhill-Racing im Produkt- und System-Design
Note
3
Autor
Jahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V359353
ISBN (eBook)
9783668445895
ISBN (Buch)
9783668445901
Dateigröße
2418 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, sicherheitskonzeptes, verbindung, design, studie, helms, downhill-racer, downhill-racing, produkt-, system-design
Arbeit zitieren
Daniela Tscholl (Autor), 2014, Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes in Verbindung mit Design. Studie eines Helms für Downhill-Racer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359353

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