Unterrichtsfeinplanung zum Thema "Eine Wohnungsanzeige verstehen" in einem Integrationskurs

Mit Analyse des Lehrwerkes "Berliner Platz NEU" unter dem Aspekt der Handlungsorientierung


Unterrichtsentwurf, 2017
38 Seiten, Note: Erfolgreich bestanden (134 P.)

Leseprobe

Gliederung und Inhaltsverzeichnis

Einleitender Teil
1. Persönliche Daten und beruflicher Werdegang

Hauptteil
2. Unterrichtsfeinplanung und Lehrskizze
2.1 Unterrichtsfeinplanung – Arbeitsblatt 1
2.2 Lehrskizze – Arbeitsblatt 2
3. Lehrwerkanalyse
3.1 Analyse von Lehrwerken – Arbeitsblatt 1
3.2 Analyse von Lehrwerken – Arbeitsblatt 2
3.2.1 Zielgruppe
3.2.2 Zielsetzung
3.2.3 Aufbau
3.2.4 Methodische Schwerpunkte
3.2.5 Methodische Ansätze
3.2.6 Welche Hinweise finden Sie zu dem von Ihnen gewählten Aspekt im Lehrwerk
und im Lehrerhandbuch?
3.3 Analyse von Lehrwerken – Arbeitsblatt 3
3.4 Analyse von Lehrwerken – Arbeitsblatt 4

Abschließender Teil
4. Selbsteinschätzung der Lernerfahrungen
4.1 Selbstreflexion
4.2 Berufliche Praxis und Perspektiven
4.3 Allgemeiner Lernfortschritt

Anhang

Bild-, Quellen- und Literaturverzeichnis

Die Teile des Portfolios – Einleitender Teil

1. Persönliche Daten und beruflicher Werdegang

Machen Sie Angaben in Stichpunkten zu Ihren persönlichen Daten und Ihrem

beruflichen Werdegang. Verwenden Sie dabei das folgende Arbeitsblatt.

Die Teile des Portfolios – Hauptteil

2. Unterrichtsfeinplanung und Lehrskizze

Erstellen Sie eine Unterrichtsfeinplanung in Form einer Lehrskizze
für eine Unterrichtseinheit von 90 Minuten zu einem auszuwählenden
Thema: „Eine Wohnungsanzeige verstehen.“

2.1 Unterrichtsfeinplanung – Arbeitsblatt 1

Zielgruppe:

Es handelt sich um einen lerngewohnten, heterogenen Integrationskurs mit 20 Teilnehmer/-innen (18 Männer, 2 Frauen) auf dem aktuellen Sprachniveau A1.2. Davon stammen 17 Teilnehmer/-innen aus Syrien und drei Teilnehmer aus dem Irak. Der Altersdurchschnitt der Teilnehmer/-innen liegt in etwa bei 25 Jahren, ein Teilnehmer ist jünger (19 Jahre alt), drei Teilnehmer sind älter (31, 35 und 43 Jahre alt). Viele der Teilnehmer/-innen haben sich schon vor Beginn des Integrationskurses mit der deutschen Sprache befasst, z.B. in Einstiegskursen oder durch Privatunterricht. Man merkt, dass sie im Durchschnitt schon eineinhalb Jahre in Deutschland sind, da sie sich im Alltag schon relativ gut verständigen können. Bis auf eine Teilnehmerin und einen Teilnehmer sprechen alle weitere Fremdsprachen, meistens Englisch. Alle Teilnehmer/-innen beherrschen die lateinischen Schriftzeichen.

Auf dem Gebiet der Handlungsorientierung brachten viele Teilnehmer/-innen zu Beginn des Kurses nicht viel Erfahrung mit und mussten daher zunächst langsam an offene Unterrichtsmethoden herangeführt werden. Das angenehme Gruppenklima, als wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen offenen Unterricht, trug jedoch positiv dazu bei.

Die meisten Teilnehmer/-innen haben in ihrem Herkunftsland eine Schule besucht oder gearbeitet. Ein paar Teilnehmer/-innen haben eine Ausbildung absolviert oder eine Universität besucht. Fünf der Teilnehmer geben an, ein Studium komplett abgeschlossen zu haben und möchten in Deutschland nochmal studieren, meistens Medizin oder Jura. Diese Teilnehmer ragen heraus und zeigen sich mit drei weiteren Teilnehmer/-innen übermäßig fleißig und wissbegierig. Die Gruppe setzt sich also aus acht herausragend lernstarken Teilnehmer/-innen, drei herausragend lernschwächeren Teilnehmer/-innen und aus neun normal lerngewohnten Teilnehmer/-innen zusammen.

Ein jüngerer Teilnehmer (19 Jahre alt) hat sich nach eigenen Angaben das Schreiben alleine beigebracht. Er hat in Syrien keinen Schulabschluss und keine Ausbildung gemacht. Er ist lernschwächer als die anderen, ein stärkerer Teilnehmer bietet jedoch nachmittags Hilfe für schwächere oder interessierte Teilnehmer/-innen an. Ein 43-jähriger Teilnehmer aus dem Irak ist aus organisatorischen Gründen oft nicht anwesend und verpasst vieles. Er versteht die deutsche Sprache aber schon sehr gut und ist gelernter Koch. Ein 35-jähriger syrischer Teilnehmer nimmt am Unterricht teil, ist jedoch durch familiäre Probleme abgelenkt. Er hat keine schulische und keine berufliche Ausbildung genossen, ist aber dem Beruf des Verkäufers nachgekommen. Probleme zeigen sich bei allen Teilnehmer/-innen hauptsächlich im sprachlichen Ausdruck, bei der Anwendung von sprachlichen Strukturen und Redemitteln, sowie beim Abrufen von bereits gelernten Wörtern aus dem Grundwortschatz. Alle Teilnehmer/-innen werden entsprechend ihrer Begabungen, Stärken und Schwächen von mir im Unterricht so gut es geht berücksichtigt. Zudem biete ich für alle Teilnehmer/-innen jeweils 30 Minuten vor und nach dem Unterricht Zusatzhilfe an, die gerne in Anspruch genommen wird, manchmal auch von den stärkeren Teilnehmer/-innen.

Viele der Teilnehmer/-innen sind alleinstehend und ohne Familie in Deutschland: Vier Teilnehmer sind verheiratet und leben mit ihren Familien in eigenen Wohnungen, alle anderen Teilnehmer/-innen sind ledig und kinderlos. Zwei Teilnehmer wohnen in einer Wohngemeinschaft und 14 Teilnehmer/-innen leben im Flüchtlingsheim. Viele sind aktuell auf Wohnungssuche.

Aufgrund allen genannten Aspekten ordne ich meine aktuelle Lerngruppe in die Zielgruppe „A“ der im„Rahmencurriculum für Integrationskurse“unter Punkt 4.3 definierten Zielgruppe zu. Diese Gruppe definiert sich laut Rahmencurriculum„über gute Lernvoraussetzungen und dezidierte Bildungs- und Berufswünsche“(vgl.„Rahmencurriculum für Integrationskurse“).[1]

Lehrwerk, Seite:„Berliner Platz 1 NEU“, Seite 88/89 im Lehrbuchteil[2]

Weiteres Unterrichtsmaterial und Medien:

- Audio-CD Berliner Platz 1 NEU (Lehrbuchteil, CD 2, Track 16 – 18)
- Selbst erstellte Materialien für Partner- und Gruppenarbeiten (siehe Anhang)
- Arbeitsblatt „Wohnungsanzeigen verstehen“ (siehe Anhang)
- Wort- und Tafelkarten, authentische Wohnungsanzeigen (siehe Anhang)
- Dialoge für Rollenspiel (siehe Anhang)
- Gruppentische, CD-Player, zwei alte Telefonhörer, eine Zeitung für das Rollenspiel
- Tafel, Kreide

Lernziele:

Grobziel:Die TN können eine Wohnungsanzeige verstehen und darüber sprechen.

Ich plane folgende Feinziele ein, um das Grobziel schrittweise und aufbauend zu erreichen:

Feinziele:

(Wiederholung: Die TN können den Grundriss einer Wohnung verstehen.)

FZ1: Die TN können Informationen aus einer Wohnungsanzeige entnehmen.

FZ2: Die TN können Informationen zu einer Wohnungsanzeige erfragen.

FZ3: Die TN können einen Dialog zur Wohnungssuche verstehen.

FZ4: Die TN können einen Dialog zur Wohnungssuche führen.

Lerninhalte:

-Wortschatz

- Abkürzungen in Wohnungsanzeigen

- Wortschatz zum Thema Wohnen

-Redemittel

- Über Wohnungen und Wohnungsanzeigen sprechen

- z.B. „Ist die Wohnung noch frei?“, „Wie hoch sind die Nebenkosten?“,

-Wie groß ist die Wohnung?“, „Gibt es einen Supermarkt in der Nähe?“, usw.

-Landeskunde:

- WC= aus dem Englischen für„water closet“, Toilette

- Hinweise dazu, dass...

- ... in Deutschland meist viele Interessenten zum selben Termin zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen werden.

- ... Bad und Küche in Anzeigen nicht als „Zimmer“ bezeichnet werden und deshalb oft extra aufgeführt werden (à„2 Zimmer, Küche, Bad“).

- ... Abkürzungen eigentlich hauptsächlich in Printmedien (Zeitungen) vorkommen, im Internet eher weniger, um Geld zu sparen (meist zahlt man pro angefangener Zeile).

-Phonetik:

- w= warm, die Warmmiete, wohnen, die Wohnung, die Wohnungsanzeige, etc.

- f/v= frei, vermieten, etc.

- s= z.B. suchen, Wasser, Bus, etc.

-Grammatische Strukturen: (Wiederholung)

- Perfekt mit „haben“ („IchhabeIhre Anzeigegelesen!“)

- Es gibt + Akkusativ („Gibt es einenBalkon?“ – „Nein, aber es gibt einenGarten.“)

Vorbereitungen vor Unterrichtsbeginn:

- Tafelbild 1 für den Einstieg vorbereiten

- Gruppenarbeit vorbereiten (Wortkarten und TN-Stühlen verstecken)

- Gruppentische vorbereiten

Verwendete Abkürzungen in der Unterrichtsskizze:

- PL= Plenum

- EA= Einzelarbeit

- PA= Partnerarbeit

- GA= Gruppenarbeit

- KL= Kursleiterin

- TN= Teilnehmer/-innen

- UE= Unterrichtseinheit/-en

2.2 Lehrskizze – Arbeitsblatt 2

Die nachfolgend geplante Doppel-UE ist im Modulplan folgendermaßen eingebunden:

Das Modul 2 (100 UE) umfasst die Kapitel 7 bis 12 im Kursbuch„Berliner Platz 1 NEU“. Zur Abhandlung des Kapitels 8„Zimmer, Küche, Bad“ist ein aktuelles Zeitlimit von 15 UE vorhanden. Bei der Unterrichtsplanung berücksichtige ich die im„Rahmencurriculum für Integrationskurse“[3]formulierten Lernziele und Lerninhalte, soziokulturelle, soziale und situative Voraussetzungen der TN und prüfungsrelevante Arbeitsaufträge.

- Der hier geplanten Doppel-UE gehen 3 UE mit folgendem Inhalt voraus:

- Bearbeitung relevanter Übungen im Lehr- und Arbeitsbuchteil,Berliner Platz 1 NEU, Langenscheidt-KG, Kapitel 8

- Über die eigene Wohnsituation sprechen (z.B. „Was ist in meinem Zimmer / in meiner Wohnung?“, „Welche Möbel befinden sich in meiner Wohnung?“)

- Wohnmöglichkeiten (Wohngemeinschaft, Einfamilienhaus, Hochhaus, etc.)

- Möbelstücke in den verschiedenen Zimmern (z. B. „Das Sofa ist im Wohnzimmer.“)

- Aktivitäten in den verschiedenen Zimmern (z. B. „Im Bad dusche ich.“)

- Wohnungskosten (z. B. Kaltmiete, Warmmiete, Nebenkosten, Kaution, etc.)

- Grundriss einer Wohnung
- Der Inhalt meiner hier aufgeführten Doppel-UE wird sein:
- Bearbeitung relevanter Übungen im Lehr- und Arbeitsbuchteil, Berliner Platz 1 NEU, Langenscheidt-KG, Kapitel 8
- Authentische Wohnungsanzeigen lesen und verstehen können
- Informationen aus einer Wohnungsanzeige entnehmen können
- Informationen zu einer Wohnungsanzeige erfragen können, Dialoge zur Wohnungssuche führen und verstehen (anhand eines Telefonats)

- Die Themen der letzten 10 UE werden sein:
- Bearbeitung relevanter Übungen im Lehr- und Arbeitsbuchteil,

Berliner Platz 1 NEU, Langenscheidt-KG, Kapitel 8

- Aushänge im Hausflur unseres Bildungsträgers lesen
- Über Wünsche und Möglichkeiten zur Wohnungssuche sprechen
- Die Meinung über verschiedene Wohnungsanzeigen äußern
- Einfache Selbstauskunft (kurzes Formular) für den Vermieter ausfüllen
- Einfache E-Mail an Vermieter schreiben, einfaches Wohnungsgesuch schreiben

- ggf. Video-Präsentation„Erste Wege in Deutschland - Auf Wohnungssuche“

Goethe-Institut, inklusive zu bearbeitender Übungen für zuhause

Kursleiterin ggf. einen eigenen PC und Beamer mit).[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] vgl. „Rahmencurriculum für Integrationskurse“, S. 10
Quelle: www.goethe.de/lhr/prj/daz/pro/Rahmencurriculum_online_final_Version5.pdf

[2] vgl. Lemcke, C., Rohrmann, L., Scherling, T., Kaufmann, S., Rodi, M., „Berliner Platz 1 NEU“,
Langenscheidt KG, 2009, S. 88, 89

[3] vgl. „Rahmencurriculum für Integrationskurse“, S. 10
Quelle: www.goethe.de/lhr/prj/daz/pro/Rahmencurriculum_online_final_Version5.pdf

[4]Goethe-Institut Quelle: http://www.goethe.de/lrn/prj/wnd/deu/mse/fo6/deindex.htm

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsfeinplanung zum Thema "Eine Wohnungsanzeige verstehen" in einem Integrationskurs
Untertitel
Mit Analyse des Lehrwerkes "Berliner Platz NEU" unter dem Aspekt der Handlungsorientierung
Veranstaltung
Zusatzqualifikation für Deutsch Lehrkräfte
Note
Erfolgreich bestanden (134 P.)
Autor
Jahr
2017
Seiten
38
Katalognummer
V367763
ISBN (eBook)
9783668462533
ISBN (Buch)
9783668462540
Dateigröße
639 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Portfolio BAMF Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Integrationskursen
Schlagworte
Portfolio BAMF Zusatzqualifikation, Nürnberg, Erlangen, Christiane Deck
Arbeit zitieren
Christiane Deck (Autor), 2017, Unterrichtsfeinplanung zum Thema "Eine Wohnungsanzeige verstehen" in einem Integrationskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367763

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