Aristoteles’ Entwurf einer Teleologie der Wissensentwicklung in "Metaphysik Alpha"


Hausarbeit, 2016
20 Seiten, Note: 1.3

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die epistemische Hierarchie
2.1 Der Beginn der Stufenfolge bei der aisthêsis
2.2 Erfahrung (empeiria) und Kunst (technê)
2.3 Die Weisheit als Sophia: Das Wissen von den ersten Ursachen und Prinzipien

3. Die Teleologie des Wissens
3.1 Die Selbstzweckhafligkeit des Wissens und die Freiheit
3.2 Eine teleologische Hermeneutik des Wissens?

4. Schluss

Bibliographie

1. Einleitung

„Alle Menschen streben von Natur nach Wissen.“[1] - Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel eines hinreichenden Verständnisses dieses berühmten Eingangssatzes des ersten Buches der Metaphysik des Aristoteles. Eigentlich scheint ja zunächst relativ klar zu sein, was mit dem Satz gemeint ist: Den Menschen wird generalisierend ein natürliches Streben nach Wissen nachgesagt. Berücksichtigt man freilich die Tiefenwirkung, die der Satz auf die Wissenskonzeption der Metaphysik ausübt und welche diesen Satz so zur überwölbenden Prämisse des gesamten ersten Buches der Metaphysik macht, so wird es zusehends schwieriger, ihn eindeutig zu bestimmen, ohne dass zumindest auf den darauf folgenden Text der ersten beiden Kapitel von Metaphysik Alpha eingegangen wird. Wohlgemerkt müsste eine abschliessende Betrachtung des Verbunds von Wissen und Natur weit über diese (im Rahmen dieser Untersuchung überblickbaren) Stellen hinausgreifen: Sie müsste den aristotelischen Philosophiegeschichtsentwurf von Metaphysik Alpha ebenso berücksichtigen wie eine eingängige Behandlung der Ursachenlehre und eine angemessene Beurteilung des problematischen Verhältnisses zur platonischen Ideenlehre ermöglichen. Ich beschränke mich daher bei den geringfügigen Platzverhältnissen auf die ersten beiden Kapitel von Metaphysik Alpha und das darin geprägte Bild eines natürlich angestrebten Wissens.

Wenden wir uns dem eingangs zitierten Satz wieder zu, so besteht ein erstes Hindernis auf dem Weg zu einer hinreichenden Deutung unter anderem darin, dass mit diesem Satz nicht bloss die Entwicklung jedes einzelnen Menschen angesprochen werden kann, sondern auch jene der gesamten Gattung Mensch. Ändere ich zudem die Leserichtung, so lässt sich der Satz auch als eine Aussage über das Wissen selbst verstehen. Die Sache wird also noch eingehender verkompliziert, wenn darin der Wissensbegriff als Gegenstand gesetzt und so in einem Perspektivenwechsel von den epistemischen Subjekten abgesehen wird - zugunsten einer phänomenologischen Betrachtung des Wissens selbst. Das Wissen beziehungsweise dessen Herausbildung ist dann eine wesensmässige (oder naturgemässe), menschliche Anlage, von der die folgenden Kapitel dann handeln. Wenn etwas ein Mensch ist, dann strebt dieses Etwas nach Wissen, wobei, wie sich zeigen wird, die ,Form‘ des Wissens nicht kontingent, sondern durch die Weisheit als höchste Wissensstufe ,präformiert‘ ist. Es ist demnach im Hinterkopf zu behalten, dass die Erzählung, die uns Aristoteles über die Entwicklung des Wissens darbietet, eine Geschichte ist, die ,vom Ende her‘ erzählt wird. Jenes Ende, im Sinne eines quasigenetischen telos, ist letztlich auch das Thema der Bücher der Metaphysik, vor allem des ersten Buches, wenn man berücksichtigt, dass darin das Projekt der „göttlichsten“ und „ranghöchsten“[2] Wissenschaft vorgestellt wird.

Ich spreche dem Eingangssatz also, vor allem als These über die Naturwüchsigkeit des Wissens genommen, den Status eines Grundsatzes zu und unternehme daran anschliessend den Versuch einer Bestimmung dieses Grundsatzes als Auslegehorizont der Wissenskonzeption in Metaphysik Alpha vom Ausgelegten selbst her. Der Satz fungiert dann als Boden einer Wissenskonzeption, deren Auffächerung das Ziel dieser Arbeit ist. Die Leitfragen der anstehenden Untersuchung lauten demnach: Was ist unter einer Teleologie der Wissensentwicklung zu verstehen? Wird die epistemische Hierarchie in Metaphysik I 1-2 dem Anspruch einer anfälligen Teleologie des Wissens gerecht? Welchen Widerständen begegnet eine solche Argumentation? Wohnt der Formel „von Natur aus“ bezüglich des Wissens vielleicht eine Allegorizität inne, mit der gerade die Eigenart des menschlichen Wissens gekennzeichnet wird?

Ich will im Hauptteil der Arbeit zunächst die aristotelische Stufenleiter des Wissens rekonstruieren. Diese geht von der Wahrnehmung (aisthêsis) des Einzelnen hoch bis zur Weisheit (Sophia) als Kenntnis der ersten Ursachen und Prinzipien. Dabei will ich versuchen, allfällige Einsprüche gegen die Kontingenz dieser Stufenfolge beziehungsweise Argumente für die Zielgerichtetheit derselben im Originaltext aufzuspüren. So bricht der Themenkomplex der Teleologie in die oberflächlich rein anthropologisch-epistemologische These hinein, wodurch gleichsam die wissende Begründung und das begründete Wissen ineinander verwoben werden. Dabei werden uns kaum die üblichen Irrungen und Wirrungen erspart bleiben, die jede Selbstthematisierung des Wissens in einem wissenden Zugang mit sich führt.

2. Die epistemische Hierarchie

Ich habe vorgeschlagen, den Eingangssatz, der das menschlich ubiquitäre Streben nach Wissen bekundet, als Interpretationsgrundlage für die weiteren Gedanken zu setzen.

Demnach liesse sich Aristoteles’ Durchmessung der „epistemischen Hierarchie“[3] als der Beschrieb eines (in einem hier zu verfeinernden Sinne) ,natürlichen‘ Vorgangs begreifen. Doch bevor ich die Implikationen einer allfälligen ,Natürlichkeit‘ der Wissensstufenfolge diskutieren werde, möchte ich jene Stufenfolge gemäss dem Argument in Metaphysik I 1-2 rekonstruieren. Eine Zuwendung zum Wissensbegriff bei Aristoteles zwingt den Fragenden schnell, diesen Wissensbegriff einer Pluralisierung auszusetzen. Dabei zeigt sich, dass im aristotelischen Œuvre das Wissen und seine mannigfachen Unterarten und Erscheinungsformen durch eine ganze Reihe von Begriffen erfasst werden.[4] Hier, im ersten Buch der Metaphysik, terminieren die Wissensstufen in der einen höchsten Wissenschaft, deren Wesenszüge vor allem theoretischer Natur sind.[5] Gerade die Auszeichnung des theoretischen Wissens als göttlichstes soll aber eingedenk der Mannigfaltigkeit an Formen von Wissen gesehen werden.

2.1 Der Beginn der Stufenfolge bei der aisthêsis

Die epistemische Stufenleiter beginnt bei der Sinneswahrnehmung. Es ist bezeichnend für die erstrebte Allgemeinheit des aristotelischen Wissensbegriffs, dass hierbei nicht primär die spezifische Wahrnehmung eines Lebewesens angesprochen ist, sondern die generelle Rezeptivität aller Lebewesen auf der untersten Stufe. Nur so kann von den Augen als das bevorzugte Beispiel für ein Sinnesorgan gesprochen werden - als Exponent der menschlich am meisten ,wertgeschätzten‘ Wahrnehmung.[6] Wieder verwendet Aristoteles hierbei die Wendung „Von Natur“[7] (physei), wenn er die Grundausstattung der Lebewesen mit Wahrnehmung bespricht. Auf dieser niedrigsten Stufe der Rezeptivität werden die Dinge als einzelne wahrgenommen und noch nicht als so und so seiende erfasst. Wahrnehmung impliziert noch nicht die

Wiedererkennung des begegnenden Seienden, sondern operiert auf der primordialen Stufe einer blossen, sensorischen Affektion, die zunächst allen Lebewesen zukommt. Nur bei einigen Lebewesen „entsteht“ (eggignetai) die Erinnerung, gleichbedeutend mit der Wiedererkennung eines schon einmal wahrgenommenen Seienden. Die natürliche Begabung und das Entstehen von Erinnerung zeichnen also den ersten Schritt zum Wissen aus.

Der Mensch ist dabei als natürliches Lebewesen in dieses naturwüchsige perzeptive Beziehungsverhältnis der Lebewesen zu ihrer Umwelt eingebunden. Bereits auf dieser untersten Stufe ist Aristoteles nämlich um eine Gestik der Naturalisierung bemüht, wenn es darum geht, den Anspruch des theoretisch gesicherten Wissens auf einen Zugang zur Natur zu rechtfertigen. Denn ,,sensuelle[s] Wahrnehmen ist für Aristoteles grundlegend und innerlich schon ein Erkennen“[8]. Eben daraufhin, also den „inneren Erkenntnis-Charakter des Wahrnehmens“[9] ist nach Welsch auch die von Aristoteles betonte Wertschätzung der Wahrnehmungen auszulegen. Dabei sei es wichtig zu sehen, dass die Wertschätzung der aisthêsis nur hinsichtlich ihres Erkenntnis­Charakters erfolgt und die „Nobilitierung“ sogleich mit einer Inferiorisierung einhergeht. Nur aus diesem Wertezwielicht heraus gewinnt die Erwähnung der Wertschätzung der Wahrnehmung ihren vollen Sinnumfang als Zusatz zum Eingangssatz der Metaphysik. Denn die Wertschätzung erfolgt von einer Stufe, die sich bereits mit dem Wissen verbrüdert begreifen darf. Welsch stellt hier die natürliche Inklination zur Überschreitung der untersten Erkenntnisstufe fest: „Die Thematisierung der Liebe zu den Wahrnehmungen [...] zielt von vornherein auf ein sukzessives Höhersteigen auf der Skala der Erkenntnis.“[10]

Die Wahrnehmungen liefern den Lebewesen nach Aristoteles zwar „die letztlich entscheidende Kenntnis der Einzeldinge“, sind dabei allerdings nie selbst schon „Weisheit“[11]. Die unterste Stufe zeichnet sich also durch die Schwäche aus, nur die partikulare Welt zu erfassen, und wäre so als das negative Komplement zu dem auf das Allgemeine zielende Wissen zu verstehen. Es ist dabei freilich entscheidend, dass diese Komplementarität nicht choristisch zu verstehen ist wie etwa bei Platon. Denn eine choristische Deutung würde sagen wollen, dass die Stufenfolge bereits nach der ersten Stufe den für Aristoteles unerklärbaren Sprung über den Abgrund zwischen Einzelnem und Allgemeinem verlangen würde. Damit wäre auch gleich das Problem der Teilhabe in der Welt.[12] Das ist aber nicht der Fall, wie etwa bei Rapp zu vernehmen ist. Im Zuge der Abgrenzung der aristotelischen, epistemischen Hierarchie von Platons Zwei-Welten-Lehre wendet Rapp ein:

Obwohl Aristoteles Platon darin folgt, dass das Wissen im striktesten Sinn nicht direkt auf veränderliche Einzeldinge, sondern auf Allgemeines bezogen ist, so betont er doch stets, dass sich das Allgemeine nirgendwo sonst als in den wahrnehmbaren Einzeldingen findet und dass Wissen der Wahrnehmung und Erfahrung nicht entgegengesetzt ist, dass es vielmehr in einem mehr oder weniger kontinuierlichen Prozess aus diesen hervorgeht.[13]

Dadurch ist die Rede von einer Hierarchie der Wissensstufen auch sogleich zu relativieren. Denn Aristoteles scheint gerade die Kontinuität und das Zusammenfallen von allgemeinem wissenschaftlichem Begriff und darin begriffener, in Einzeldingen aktualisierter Natur am Herzen zu liegen. Die Tugend der Ausübung einer höchsten Wissenschaft erwächst eben nicht der Not einer mit der Endlichkeit der menschlichen Wahrnehmungsvermögen verbundenen Kontingenz, sondern ist viel eher die Verwirklichung eines natürlichen Potenzials. Dadurch, dass bereits die unterste Stufe der Erkenntnis der Seele und dem Körper gleich innewohnt[14], kann von einem natürlichen Übergang von partikularer Rezeptivität und allgemeiner Erkenntnis des Seienden gesprochen werden. Die Wahrnehmung hat eine körperliche und eine epistemische Dimension. Demgemäss und gemäss dem im Eingangssatz der Metaphysik dargelegten Natürlichkeitsprinzips des Wissens beinhaltet also das Wissen deshalb das Versprechen einer höchsten Wissenschaft, weil es sich in seinem Fundament mit seinem Gegenstand in einem faktischen Verbund erfährt.

Dadurch verliert die von Welsch betonte Doppelheit der Wertschätzung an antithetischer Kraft. Die Feststellung einer „Erkenntnisschwäche der Wahrnehmung“ wandelt sich zum Prototypen einer Rechtmässigkeitsbekundung durch Naturgebundenheit um, auf welche dann gerade auch die Weisheit zurückgreifen wird. Die Lektüre Höffes legt beispielsweise nahe, die Rede von einer ,epi sterni sehen Hierarchie4 so weit zu relativieren, dass das darin ,Höhere4 oder ,Niedrigere4 nach Aristoteles „mit einer epistemischen Toleranz“ bewertet würde. Höffe schliesst diesen Umstand daraus, dass bereits die unterste Wissensstufe ein „Eigenrecht“ besitze.[15] Und dies bedeute, dass die Leistung der Wahrnehmung, nämlich „die entscheidende Kenntnis der Einzeldinge“[16] zu liefern, „durch die höheren Stufen weder erweitert, noch im epistemischen Rang geschmälert“[17] würde. Das Ablaufen der epistemischen Entwicklung sei demnach als Ereignis einer „strukturellen Anreicherung“[18] zu verstehen. Ich glaube allerdings, dass das Zugeständnis eines „Eigenrechts“ der untersten Stufe nicht auf Kosten der Hierarchisierung geschehen muss, sondern die Legitimation der höheren Wissensstufen trotz angestrebter Göttlichkeit als ebenso naturwüchsig wie die animalische Ebene der Rezeptivität vorbereitet. Gerade darum, das im Allgemeinen anzusiedelnde Wissen nicht als ,getrennt von4 den wahrnehmbaren Dingen nehmen zu müssen, scheint Aristoteles beim Aufzeigen der Wissensentwicklung bemüht zu sein. Wenn „die Wahrnehmung [...] von vornherein als Form von Erkenntnis gesehen und in dieser Erkenntnis-Perspektive geschätzt“[19] wird, dann geschieht dies meines Erachtens im Zuge dessen, dass auch den höheren Stufen der Erkenntnis die Möglichkeit des ,wahr-nehmens‘ zugesprochen werden darf. Wahrnehmung leistet letztlich das, was zumindest seit Platon dem ideenaffinen Wissen verwehrt bleibt, eben die Kenntnis der Einzeldinge als solchen - vor ihrer Verdichtung in einer generalisierten Idee. Die komplementäre Negativität der Wahrnehmung ist gleichzeitig das Desiderat eines Wissens, das sich seiner epistemologischen Basis versichern möchte.

2.2 Erfahrung (empeiria) und Kunst (technê)

Haben wir im vorangehenden Kapitel die Wahrnehmung als unterste Stufe in ihrer „Basalfunktion“[20] untersucht, so gilt es ทนท zu zeigen, wie durch das Hinzukommen der Erinnerung die Erfahrung und aus dieser Erfahrung die Kunst hervorgeht. Die Basis des Wissens hat sich vor allem durch zwei Merkmale ausgezeichnet: einerseits durch die Privation jeglicher Verallgemeinerungspotenz und andererseits dadurch, dass sie in positiver Hinsicht die Kenntnis der Einzeldinge verbürgt. Dadurch ist die aisthêsis der Garant einer Unmittelbarkeit[21], die den höheren Stufen abhanden zu kommen droht. Darauf will ich ทนท eingehen, indem ich der Argumentation in Kapitel 1 von Buch I der Metaphysik weiterfolge. Wie bereits angedeutet, spielt die Erinnerung für die „strukturelle Anreicherung“ (Höffe) der Wahrnehmungen eine Schlüsselrolle. Die erinnerungsfähigen Lebewesen erweisen sich als „klüger und lernfähiger als die, die nicht in der Lage sind sich zu erinnern [,..]“[22]. Blosse Wahrnehmung plus Erinnerung macht jedoch noch keine Erfahrung (empeiria) aus. Es gibt nämlich Lebewesen, zu denen wohl die meisten Tiere gehören mögen, die „nach Massgabe ihrer Vorstellungen und Erinnerungen“[23] leben, denen jedoch Erfahrung abgesprochen wird. Die epistemische Strukturanreicherung qua Erfahrung wird dadurch markiert, dass viele Erinnerungen zu einer Erfahrung gebündelt werden. „Es entsteht aber die Erfahrung den Menschen aus der Erinnerung; denn die vielen Erinnerungen an dieselbe Sache bringen schliesslich das Vermögen einer Erfahrung zuwege.“[24]

[...]


[1] Metaphysik I 1, 980a21.

[2] Metaphysik I 2, 983a5.

[3] Höffe, Otfried. Aristoteles. 3., überarbeitete Auflage, München: C.H. Beck, 2006, S. 42.

[4] Vgl. Höffe, Otfried. „epistêmê.“ In: Aristoteles Lexikon, herausgegeben von Otfried Höffe, Stuttgart: Kroner, 2005, S. 201. „Die allgemeinsten Formen des พ.S sind das betrachtende („theoretische“), handelnde („praktische“) und hervorbringende („produktive“) พ., die zunächst über ihre unterschiedlichen Ziele differenziert werden: wissenschaftliche Einsicht in die Strukturen des Kosmos, Einübung in ethisch angemessenes Handeln, Produktion nützlicher und schöner Dinge Es ist zu beachten, dass gemäss Höffe die jeweiligen Ziele der Wissensarten definitorischen Einfluss üben, dass also das Ziel und die allgemeine Form des jeweiligen Wissens in Verbund Stehen.

[5] Vgl. die Bemerkung Höffes zum Projekt Hierarchisierung des Wissens in den ersten Kapiteln der Metaphysik. Höffe, Aristoteles, S. 42: „[...] letztlich bezieht er [also Aristoteles] sich nur auf den Bereich des Theoretischen und lässt die praktische Erkenntnis der Klugheit, ferner Rhetorik und Dichtung, [...] ausser Betracht.“

[6] Vgl. Metaphysik I 1, 980a21-27.

[7] Metaphysik I 1, 980a28.

[8] Welsch, Wolfgang. Aisthesis. Grundzüge und Perspektiven der aristotelischen Sinneslehre, Stuttgart: Mett-Cotta, 1987, S. 33.

[9] Welsch, Aisthesis, S. 33.

[10] WWelsch, Aisthesis, S. 33.

[11] Metaphysikl 1,981๖10-^11.

[12] Vgl. Metaphysik I 1, 987b5 f.: „Sokrates’ Ansatz aufnehmend, kam Platon zu der Annahme, dass das Definieren sich auf andere Dinge richte und nicht auf die wahrnehmbaren, auf Grund folgender Überlegung: es sei unmöglich, dass die allgemeine Definition eines der wahrnehmbaren Dinge betreffe, da diese sich ja stets veränderten. Diese anderen Dinge bezeichnete er als ,Ideen’; die wahrnehmbaren Dinge existierten neben (d. h. getrennt von) diesen und würden alle nach ihnen benannt; denn die vielen wahrnehmbaren Dinge seien auf Grund der Teilhabe gleichnamig mit den Ideen.“

[13] Rapp, Christof. Aristoteles zur Einführung. Hamburg: Junius 42012, S. 135-136.

[14] Vgl. Über die Sinneswahrnehmung und ihre Gegenstände 1,436a7 f.

[15] Vgl. Höffe, Aristoteles, S. 42.

[16] Vgl. Fussnote 11.

[17] Höffe, Aristoteles, S. 42.

[18] Höffe, Aristoteles, S. 42^13.

[19] Welsch, Aisthesis, S. 34.

[20] Vgl. Welsch, Aisthesis, S. 36-37.

[21] Ich will diese Aussage mit dem Verweis auf zwei Stellen in über die Seele ein wenig abschwächen.

[22] Metaphysik I 1, 980b21-22.

[23] Metaphysik I 1, 980b27.

[24] Metaphysik I 1, 980b29-981a2. Die Kursivsetzung von „einer“ stammt von Szlezäk und dient wohl der inhaltlichen Konnotation, dass der Aufstieg zur Erfahrung einen Schritt weg von der ungeordneten Welt der Einzeldinge hin zur Kunst markiert, die dann auf Ähnlichkeitsstrukturen in der Wirklichkeit angewiesen ist.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Aristoteles’ Entwurf einer Teleologie der Wissensentwicklung in "Metaphysik Alpha"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Seminar: Aristoteles: Metaphysik Alpha
Note
1.3
Autor
Jahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V368435
ISBN (eBook)
9783668468863
ISBN (Buch)
9783668468870
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aristoteles, Metaphysik, Alpha, Teleologie des Wissens, Philosophie
Arbeit zitieren
Conrad Mattli (Autor), 2016, Aristoteles’ Entwurf einer Teleologie der Wissensentwicklung in "Metaphysik Alpha", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368435

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