Zur Denkbarkeit endlichen Seins. Versuch einer Metakritik von Martin Heideggers Kantinterpretation in "Kant und das Problem der Metaphysik"


Bachelorarbeit, 2015
41 Seiten, Note: 1.0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Kants Grundlegung der Metaphysik nach Heidegger
2.1 Das Problem der Metaphysik im Lichte der Seins frage
2.2 Der Grundlegungsgedanke als Korrektiv der erkenntnistheoretischen Lesart der Kritik der reinen Vernunft
2.3 Die kantische Kopernikanische Wende und das Problem der Wahrheit
2.4 Das Problem der endlichen Transzendenz
2.5 Heideggers Hermeneutik des Rückgangs
2.6 Die transzendentale Einbildungskraft als „bildende Mitte “ des Seinsverständnisses .
2.7 Die Problematik von Ich und Verbildlichung: Die transzendentale Einbildungskraft und die transzendentale Apperzeption

3. Schluss

Bibliographie

„Wir können nicht um unsre Ecke sehn [...].111

- Friedrich Nietzsche

„Lasst doch euer ewiges ideologisches Geschwätz, euer Gebarme um etwas Höheres, der Mensch ist kein höheres Wesen, wir sind nicht das Geschlecht, das aus dem Dunkel ins Helle strebt.“[1] [2] - Gottfried Benn

„Das Geheimnis seiner Philosophie ist die Unausdenkbarkeit der Verzweiflung.“[3] - Theodor พ. Adorno über Kant „,Denken1 ist Index der Endlichkeit [...].“[4]

- Martin Heidegger

1. Einleitung

Es scheint zur nie enden wollenden Herausforderung für das Denken geworden zu sein, dass seine architektonisch bedingte, götterschaffende Neigung zum Ganzen hin mit der Einsicht in die eigene Begrenztheit einhergehen muss. Denn jede auf Totalität abzweckende Durchdringung des Denkens will nach Kants Kritik der reinen Vernunft die erfahrbare Welt transzendental erschliessen und diese zugleich durch das komplementäre Negativ als ein zwar denkbares aber nicht erfahrbares ,An-sich‘ abgrenzen. Das Denken streift das Ganze somit nur noch dann, wenn es seine Grenzen anzeigt. Die Unendlichkeit wird forthin als unendlich horizontiert erfahren.[5] Das in Endlichkeit begrenzte Denken wird in seiner Fassungsgabe von der eigenen Destabilisierung genährt, wodurch ทนท auch die diesem Denken zugehörige Metaphysik ihre Gegenstände am Prüfstein der Endlichkeit messen muss. Mich beschäftigt die „Verzweiflung der Vernunft an sich selbst“[6], die ihr wohl aus dem Umstand erwächst, sich selbst deflationieren zu müssen, um überhaupt noch aufklärend ins Helle streben zu können. - „Aller Metaphysik muss Erkenntniskritik, Kritik der reinen Vernunft vorangehen.“[7] Diese Forderung will ich im Folgenden in der Durchmessung der hermeneutischen Dimension der denkenden Einverleibung der Endlichkeit des Denkens im Zuge der Kantinterpretation Martin Heideggers eingelöst sehen.[8] Mit der kantischen Kopemikanischen Wende tritt nämlich die zusätzliche Schwierigkeit auf, den Bezug der Begriffe zur Welt, den jede philosophische Bemühung für sich reflektieren muss, mit der eigenen verdichtend verbildlichenden Produktivität zusammen zu denken. Das Bild eilt der Sprache auf ewig voraus. So erweist sich Heideggers Fürsprache für die grundlegende Rolle der transzendentalen Einbildungskraft als Argument gegen das Primat des λόγος. Dabei drückt sich das kopernikanisch pervertierte Bedingungsverhältnis von Erkenntnis und Gegenstand ทนท im Gedanken des Vorverstehens des begegnenden Seienden im vorverstandenen Sein als hermeneutisches Verhältnis aus.

Die Frage nach der Weise der kantischen Grundlegung gemäss Heidegger führt so hin zur Frage, welche Denkbewegung in Heideggers Kantinterpretation es vermag, die (hierbei noch auszuarbeitende) Konvergenz von Metaphysik und Metaphysikkritik in der Ontologie zu zeitigen. Wie begegnet Heidegger der in Kants transzendentalem Korrektiv gestellten Herausforderung für das Denken, sich selbst gerade im Zuge einer das Ganze umwölbenden metaphysischen Reflexion als begrenzt und mithin endlich begreifen zu müssen? Damit zusammenhängend wird sich das Problem der Wahrheit in Form der Frage stellen, inwiefern die Wahrheit als Angleichung des Denkens an die Sache den Einbruch des Transzendenten ins transzendental Bedingte - das ist bei Heidegger die Einsicht der Relativität aller Wahrheit auf das Dasein[9], einverleiben kann. Die Einverleibung des transzendentalen Korrektivs darf nicht in Solipsismen münden, sondern muss die endliche Transzendenz des transzendental destabilisierten Subjekts[10] denkbar machen. Nicht zuletzt soll es also darum gehen, die rechte Weise einer transzendental philosophischen Verkomplizierung des sich selbst einbegreifenden Denkaktes auszuloten. Es ist mir nicht darum zu tun, Heideggers Argument vollständig zu rekonstruieren. Ich interessiere mich für ausgewählte Kontinuitäten und Brüche zwischen Heidegger und Kant und steige jeweils dort ein, wo sich die Verdoppelung der heideggerischen Seinsfrage an Kant als fruchtbar erweist. Die anstehenden Betrachtungen werden sich deshalb nicht im bloss Doxographisehen erschöpfen. Doxographie läuft in philosophischen Belangen stets Gefahr, „alles zu verstehen ohne vorgängige Zueignung der Sache“[11]. Ich folge deshalb einem Wink Heideggers, den er dem engen Zuhörerkreis am Ende des Davoser Disputs mit Ernst Cassirer gab, demgemäss es „gerade das Wesentliche [...] in der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Philosophie“ sei, „sich freizumachen vom Unterschied der Positionen und Standpunkte“ und mithin „zu sehen, wie gerade die Unterscheidung der Standpunkte die Wurzel der philosophischen Arbeit ist“, um letztlich „wieder ernst zu machen mit der zentralen Frage der Metaphysik.“[12]

2. Kants Grundlegung der Metaphysik nach Heidegger

Im anstehenden Kapitel werde ich die im Lichte meiner Fragestellung wichtigsten Schritte der Argumentation in Kant und das Problem der Metaphysik auslegend rekonstruieren. Dazu will ich zuerst zeigen, in welchem Sinne die Metaphysik überhaupt bei Kant zum Problem wird, um anschliessend nach der Weise der geleisteten und zu vollendenden Grundlegung zu fragen. Die eigentliche Rekonstruktion des Arguments wird von einer Betrachtung der heideggerischen Interpretation der kantischen Kopernikanischen Wende über das Problem der Transzendenz zur Einsicht in die Endlichkeit des Denkens und zum Primat der transzendentalen Einbildungskraft führen, das von Heidegger als das eigentliche Resultat der Kritik der reinen Vernunft angeführt wird und vor dem dann Kant eben „zurückschrecken musste“[13]. Dieser nachzuzeichnende Denkweg entspricht, in eine bedeutsamere und prägnantere Formel Heideggers gefasst, der „Zerstörung der bisherigen Grundlagen der abendländischen Metaphysik (Geist, Logos, Vernunft)“[14].

2.1 Das Problem der Metaphysik im Lichte der Seinsfrage

Heidegger interessiert sich bei Kant für die Gründe, weshalb „für Kant die Grundlegung der Metaphysik zur Kritik der reinen Vernunft“[15] werde. Es geht also darum, zu fragen, in welcher Weise Metaphysik mit Kritik in Verbund tritt. Ich schicke mich zur Beantwortung dieser Frage an, indem ich Heideggers eigene Fortsetzung der Verbindung von Metaphysik und Kritik, die er in seiner Fundamentalontologie zusammenlaufen lässt, mitdenke. Von Anbeginn zeigt sich, dass das Geschäft der Metaphysik dadurch eine grosse Verkomplizierung erfährt, dass die metaphysische Sprache kein transparentes Medium zwischen Mensch und Welt mehr darstellt, sondern als Medium selbst fragwürdig geworden ist. Denn „für das rechte Verständnis“ der Wendung „das Problem der Metaphysik“ sei es gemäss Heidegger dienlich, die Doppeldeutigkeit ebenjener Wendung einzusehen: „Was für die Metaphysik das Problem ist, nämlich die Frage nach dem Seienden als solchem und im Ganzen, dies lässt die Metaphysik als Metaphysik zum Problem werden.“[16] So glaube ich fragen zu dürfen: Weshalb wird für Heidegger die gründliche Metaphysikkritik zur (Fundamental-)Ontologie? In anderen Worten: Wie kommt es, dass die Ontologie als blosse Subdisziplin der Metaphysik bei Heidegger diese enorme Aufwertung zu einer fundamenttragenden Rolle erfährt?

Obwohl sich die Metaphysik zu Zeiten Heideggers eines wiedererwachenden Interesses erfreuen darf, ist die Bejahung derselben für Heidegger als defizitär (im Zeichen einer ausgebliebenen oder mangelhaften Verinnerlichung der Seinsfrage) anzusehen.[17] Es ist die berühmte Diagnose der „SeinsVergessenheit“, die in dem zwei Jahre vor dem Kantbuch erschienenen Sein und Zeit den Hauptanlass zum heideggerischen Heilungsplan für alle seinsvergessliche Metaphysik gegeben hat: Die „Destruktion der Geschichte der Ontologie“[18]. Und ebendieses Kantbuch ist ทนท als Teil der Durchführung dieser Destruktion verstanden auch Teil einer ,inoffiziellen‘ Verwirklichung des in Sein und Zeit angestossenen Programms. Es lässt sich darin ein erster Beziehungsfaden zwischen Metaphysik und Ontologie ausmachen: Die Ontologie ist für Heidegger in gewisser Weise der Ausgangspunkt der Metaphysikkritik, weil die Metaphysik an die Seinsfrage erinnert werden muss.

Zuerst will ich mich aber auf meine Frage berufen, nämlich inwiefern die Metaphysik mit der Kritik in Verbund tritt. Die Stossrichtung dieser Frage setzt eine Bewegung fort, die spätestens seit Descartes von der kritischen Erkenntnistheorie initiiert worden war. Die Erkenntniskritik, welche in Kants Apriorismus den Zenit erreicht, sieht ihr Positives ausgerechnet im Abbau der metaphysischen Fundamente. Der Hang des Denkens zum Systembau scheint sich damit mehr und mehr nur noch auf die einreissende Kritik zu verstehen, ja ist nach Kant auch in gewissem Sinne dazu angehalten, will sie denn der transzendentalen Forderung der Beseitigung des Scheins spekulativer Metaphysik gerecht werden. Die richtige Weise der Rückbesinnung des Denkens auf sich selbst ist auch in Heideggers Kantbuch und darüber hinaus der Erisapfel aller theoretischen Philosophie, mithin der transzendentalen Reflexion, gerade weil dieses Denken seinen Gegenstand nicht mehr zu erkennen wagt, ohne sich zuvor gründlich über sich selbst aufgeklärt zu haben. So lässt sich Heideggers Kantbuch als Reaktion auf einen wachsenden subjektphilosophischen Anthropozentrismus lesen, der die erkenntniskritische Betonung der Endlichkeit als Anlass zu einer Abkehr vom Sein missdeutet. Denn trotz der exzessiven Selbstspiegelung des Denkens im cartesischen Cogito und in dessen philosophiegeschichtlichen Spielarten bleibt es freilich immer ein entscheidender Wesenszug der Erkenntnis, auch durch sich selbst hindurch auf

Gegenstände gerichtet zu sein. So gewannen die nachcartesischen Subjektphilosophien ihr jeweiliges Selbstverständnis in einer je eigenen Dosierung von Kritik und positiver Erkenntnis.

Das kantische Novum besteht gerade darin, in der Kritik selbst die positive Erkenntnis zu finden - im transzendentalen Grenzbewusstsein. So ist Kants Transzendental philosophie in negativer Hinsicht explizit gegen eine rationalistische Schul-Metaphysik und ihre spekulativen Subreptionen gerichtet, hat gleichzeitig allerdings in positiver Hinsicht das transzendentale Subjekt hervorgebracht. Dieser positive Niederschlag der Kritik soll uns im Folgenden auch beschäftigen, besonders hinsichtlich der neu begrenzten Metaphysik, allerdings bevor diese Bejahung in der praktischen Vernunft mit der Schrankenlosigkeit des moralischen Gesetzes erheitert zusammenfällt. Die Frage der Endlichkeit und mithin die der Wahrheit entscheiden sich ,vorher‘, wenn wir Heidegger Glauben schenken wollen. Nichts scheint ทนท aber schwerer, als sich nach einer Lektüre der Kritik der reinen Vernunft auf eine sichere Grundlage des Denkens zu berufen, von wo aus der Systembau wieder in Angriff genommen werden könnte. Es scheint vielmehr im Wesen der Kritik zu liegen, sich das transzendentale Unterfangen als einen Weg zu denken, dessen Ausgang im Ungewissen liegt. Die Wegmetaphorik ist im übrigen von Kant selbst in der Kritik der reinen Vernunft reich angelegt. So sollen die Leser „die domichten Pfade der Kritik“ gehen, um zur „allein dauerhaften und daher höchstnotwendigen Wissenschaft der reinen Vernunft“ zu gelangen.[19] Die erste Kritik ist gemäss ihrem Selbstverständnis ein „Traktat von der Methode, nicht ein System der Wissenschaft selbst [,..]“[20]. Sie ist als blosse Vorbereitung zur eigentlichen Transzendental philosophie gemeint, deren Verwirklichung aber wohl weder dem deutschen Idealismus noch dem Neukantianismus des neunzehnten Jahrhunderts angerechnet werden dürfte. Das versprochene Ziel ist als Ende der kritischen Bewegung Kants zur Zeit Heideggers so in scheinbar unerreichbare Ferne gerückt, sieht man von der zumindest zu Kant hin vermittelnden Nähe der husserlschen Phänomenologie und den zahlreichen konstruktivistischen Niederschlägen des kantischen Denkens ab. Die Weltkonstitution nach der kopemikanischen Verkomplizierung der Bedingungsverhältnisse ist stattdessen zur eingangs benannten Herausforderung für das Denken geworden und ist als solche auch zentral für die hier zu leistende Metakritik.

Heideggers Kantinterpretation greift diese Schwierigkeit auf und versucht die ontologische Frage nach dem Sein einerseits durch die Betonung der Endlichkeit des Denkens vor weiteren metaphysischen Exzessen zu bewahren und andererseits die Erkenntniskritik in der Ontologie zu verwurzeln - durch die Wiederannäherung der transzendental ausgegrenzten Welt an das Sein. In anderen Worten: Die Kluft, die sich zwischen Denken und Sein durch das Wechselspiel von metaphysischer Spekulation und skeptizistischer Annihilation gebildet hatte, soll dadurch geschlossen werden, dass die kantische Bescheidenheit in metaphysischen Belangen und das darin neu gewonnen Selbstbewusstsein des Denkens zur neuen These über das Sein verschmelzen. In Entsprechung dazu wird Metaphysik und Ontologie in Kant und das Problem der Metaphysik auffallend synonym verwendet.[21] Was allerdings auch auffällt, ist, dass ,Metaphysik‘ bei Heidegger meist eine pejorative Verwendung findet, vorwiegend zur Denunzierung des abendländischen Substanzdenkens. Der Begriff der Metaphysik markiert hierbei einen Verbesserungsbedarf, den Heideggers eigenes Programm der Fundamentalontologie decken will, indem diese sich als Fortsetzung (qua destruktiver Freilegung) der griechischen Ontologie auslegt. Diese ursprüngliche Prägung der Ontologie soll auf ihre Ursprünglichkeit zurückgebracht werden, indem die mittelalterliche Entwurzelung rückgängig gemacht wird. Und die Diagnose der Vergessenheit als Vernachlässigung der Frage nach dem Sinn von Sein wird primär von der abendländischen Metaphysik als entwurzelte Ontologie ausgesagt.[22] Zudem sei hier erwähnt, dass Heideggers Beschäftigung mit Kant eben im Zuge der „Zerstörung der bisherigen Grundlagen der abendländischen Metaphysik (Geist, Logos, Vernunft)“[23], an deren Platz eine Fundamentalontologie treten sollte, zu sehen ist.

Die zugrundeliegende Diagnose der Seins Vergessenheit betrifft die Metaphysik sogar da, wo entschieden gegen sie opponiert wird. Der von Nietzsche konstatierte Tod Gottes etwa wird daraufhin verdächtigt, als antimetaphysisches Faktum schlechthin, trotz seiner augenscheinlichen Subversivität, immer noch der Metaphysik verhaftet zu sein, indem es das Unausgesprochene des Geschicks des abendländischen Denkens benenne.[24] Von hier aus zeigt sich, dass bei Heidegger „die historische Destruktion der Geschichte der Philosophie“[25] kein Kontrastverhältnis zu etablieren sucht, sondern eher mit einer hermeneutisch geläuterten Überwindung ebenjener Geschichte einhergehen soll. Der von dieser Geschichte ausgehende Weg darf nicht fortgesetzt werden und selbst wer entgegengeht (Nietzsche), läuft für Heidegger noch in den vorgezeichneten Bahnen. Vielleicht liegt darin ein Grund dafür, dass

Heidegger ทนท die Wegmetaphorik derjenigen des Systembaues unterordnet, worin auch der im nächsten Unterkapitel behandelte Begriff der „Grundlegung“ seinen Sinn erhält. Die Metaphysik ist als Ganzes zum Scheitern verurteilt, weil sie auf falschen Fundamenten gebaut ist. Die „Destruktion“ legt somit frei, was die „Verschüttung“[26] verborgen hatte. Erst nach der Kritik, oder zumindest nur im Zuge derselben, kann deshalb die Grundlegung der Metaphysik in Angriff genommen werden. - Dieses Bild zeichnet uns Heidegger von der Metaphysik, so wie sie in den Problemkreis seines Aneignungsversuchs der kantischen Kritik tritt.

Kant und Heidegger wären sich aber darüber einig, dass der Metaphysik immer wieder die volle philosophische Aufmerksamkeit gebühren soll, weil sie auch als leidlicher „Kampfplatz endloser Streitigkeiten“[27] in schicksalhafter Verbundenheit mit der menschlichen Vernunft steht. Für Kant war nichts schlimmer als „Überdruss und Indifferentism“[28], womit seine Zeitgenossen den Fragen der „Königin der Wissenschaften“[29] begegneten. Und Heidegger ist es, der die Metaphysik in Anschluss an Kant als „zur Natur des Menschen gehörige“[30] denken will und eine metaphysisch zurechtgewiesene Ontologie zur ausgezeichneten Kandidatin für die πρώτη φιλοσοφία erhebt, sobald sie die „Grundfrage der Metaphysica generalis“[31] stellt - die Seinsfrage. Man darf die Konsequenzen dieses Auslegungsverhältnisses nicht unterschätzen. Denn der Stellenwert der Metaphysik als Naturanlage bei Kant wird im Denken Heideggers mit der Universalität der Seinsproblematik verbunden, sodass der Mensch letztlich nicht mehr umhin kann, der „Belästigung“ der Seinsfrage nachzugeben und sie als „durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben“[32] zu betrachten. Ich frage daran anknüpfend noch einmal, wie das heideggerische Korrektiv des überlieferten Seinsverständnisses im vorliegenden Kantbuch in die Problematisierung der Metaphysik mündet.

„Metaphysik ist die grundsätzliche Erkenntnis des Seienden als solchen und im ganzen.“[33] Als solche ist Metaphysik „die Verlegenheit der Philosophie schlechthin“[34]. Diese Verlegenheit macht ทนท gerade den Problemcharakter der Metaphysik aus. In dieser liegt nämlich eine doppelte philosophische Bedeutsamkeit. „Sie ist sowohl , Erkenntnis des Seienden als Seienden4 [...] als auch Erkenntnis des vorzüglichsten Bezirks des Seienden [...], aus dem her sich das Seiende im Ganzen [...] bestimmt.“[35] Kurz: von Anbeginn soll also das Problem der ontologischen Differenz zwischen Sein und Seiendem im Herzen aller Metaphysik liegen.[36] Diese Doppelheit von Seiendem und Sein lässt sich somit auch bei dem von Kant Vorgefundenen und von Baumgarten auf die einschlägigste Formulierung[37] gebrachten, vorkritischen Schulbegriff der Metaphysik finden - als „eine eigentümliche aber zunächst notwendige Zweideutigkeit“[38]. Die Zweideutigkeit wurzelt gemäss Heidegger in der ursprünglichen Prägung durch Aristoteles und der anschliessenden Verwirrung über die kontingente Entstehung des Namens als τά μετά τά φυσικά, ganz einfach diejenigen Schriften des Aristoteles betreffend, welche denjenigen der „Physik“ nachgeordnet waren. Wie aber schon Kant bemerkt hatte, passt der Name zu gut zum Programm, als dass er gänzlich „von ohngefähr“ entstanden sein könne:

„[...] denn da φΰσις die Natur heisst, wir aber zu den Begriffen der Natur nicht anders als durch die Erfahrung gelangen können, so heisst diejenige Wissenschaft, die auf sie folgt, Metaphysik (von μετά, trans, und physica). Es ist eine Wissenschaft, die gleichsam ausser dem Gebiete der Physik, jenseits derselben liegt.“[39]

Und auch in Heideggers Fall erweist sich der Vorgriff eines wörtlichen Verständnisses von ,Metaphysik‘ als durchaus fruchtbar. Denn das Präfix μετά eröffnet den bei der ontologischen Differenzierung erzeugten Komplementärbereich zum Seienden: den des Seins[40]. Freilich will diese Komplementarität metaphorisch verstanden sein, weil im Falle der ontologischen Differenzierung die Übertragung der Attribute des einen Bereichs (das Seiende) auf den anderen (das Sein) kategorisch untersagt ist. ,„Sein‘ ist nicht so etwas wie Seiendes.“[41] Die Missachtung dieses Umstandes führt erst dazu, die Weise des sprachlichen Bezugs zur Welt der φύσις auf denjenigen des diese umfassenden Bezirks auszuweiten. Natürlich ist auch die Rede von zwei Welten hier als im höchsten Grade ,übertragen‘ zu verstehen. Denn der metaphysische Blick betrifft dasselbe Seiende als Gegenstand wie der physikalische Blick. Die Unterschiede zwischen Physik und Metaphysik entspringen vielmehr der ontologischen Tiefenschärfe des jeweiligen Blickes, die jeweils nur Gründe mit einer bestimmten Tiefe als hinreichend annimmt. „Jedes Wissen besteht aber darin, dass man den Gegenstand aus seinen Gründen erkennt. So such denn auch die Metaphysik die Gründe des Seienden als solchen zu erkennen.“[42] Im Zusatz „als solchen“ verbirgt sich aber die sprachliche Hinwendung an den Seinsbegriff, der „alles umfasst, was gewusst werden kann“[43] und der den Gegenstand der Metaphysik als allgemeinste Wissenschaft ausmacht.

Dieser allgemeinste Begriff des Seins ist für Heidegger aber gerade durch eine entscheidende „Fragwürdigkeit und Offenheit“[44] ausgezeichnet. Denn es gilt: „Der Begriff ,Sein‘ ist undefinierbar.“[45] Die Undefinierbarkeit ist es, die die Dringlichkeit der Infragestellung ausmacht - dadurch, dass sie im scharfen Kontrast zur Allgegenwart eines wie auch immer gearteten, vorausgeschickten Seinsverständnisses steht. Als selbstverständlichster Begriff[46] bleibt er gerade in seiner Uneinholbarkeit das grosse Geheimnis des philosophierenden Denkens. Deshalb schliesst Heidegger: „Die Undefinierbarkeit des Seins dispensiert nicht von der Frage nach seinem Sinn, sondern fordert dazu gerade auf.“[47]

Was hat aber eigentlich dazu geführt, dass die „ursprüngliche Problematik“ der Ontologie im „Schulbegriff der Metaphysik“ verdeckt wurde und ebenjener Forderung somit nicht nachgegeben wurde? Ein Grund hegt für Heidegger in „der gläubigen Weltdeutung des Christentums“, gemäss der die Welt in Gott einerseits und von ihm Geschaffenes andererseits eingeteilt wird.[48] Die ausgezeichnete Stehe des Menschen in diesem Gefüge, seine Hoffnung auf sein Seelenheil und ewiges Leben durch die Annäherung an Gott schlug sich so auch in der wolffschen Dreiteilung der Metaphysik in Kosmologie, Theologie und Psychologie nieder, die ja auch in Kants Kritik der reinen Vernunft eine wichtige Rohe spielt. Es lässt sich nämlich im überlieferten Metaphysikverständnis zwischen einer „Erkenntnis des Seienden im allgemeinen“ (Metaphysica generalis) und einer Erkenntnis des Seienden „nach seinen Hauptbezirken“ (.Metaphysica specialis) unterscheiden.[49] Die genannte Dreiteilung durchmisst in der Frage nach Gott, Welt und Seele die Reiche der Theologie, Kosmologie und Psychologie. Diese fallen in den Bereich der Metaphysica specialis. Die Frageweise der Metaphysica specialis und ihre Gegenstände machen für Kant die „Metaphysik im Endzweck“[50] aus. Weil sich Kant aber eigentlich anschickt, gerade die Beantwortbarkeit der Fragen dieser Wissenschaft zu verhandeln und dazu das transzendentale Programm vorangehen lässt, erscheint die Kritik reiner Vernunft für Heidegger als die Frage nach der inneren Möglichkeit der Metaphysica specialis. Heideggers Verdienst ist es, bei Kant zu zeigen, wie die Metaphysica specialis in kopemikanischer Manier von der Metaphysica generalis bedingt wird und dass es darauf ankommt, die spezifische Art dieses Bedingungsverhältnisses zu berücksichtigen. Im Folgenden soll diese Bemerkung stets mitgedacht sein, denn Heideggers Auslegung der kantischen Kopernikanischen Wende greift auf das Bedingungsverhältnis von Ontologie und Ontik gemäss dem in der ontologischen Differenz mitgeführten Vorrang des Seins vor dem Seienden zurück. Davon ausgehend rechtfertigt sich aber auch die Plausibilität des Grundlegungsgedankens, den ich im nächsten Unterkapitel behandeln möchte.

2.2 Der Grundlegungsgedanke als Korrektiv der erkenntnistheoretischen Lesart der Kritik der reinen Vernunft

Weil Heidegger in Kant und das Problem der Metaphysik den Versuch unternimmt, „das Problem der Metaphysik als das einer Fundamentalontologie vor Augen zu stellen“[51], ist die Freilegung dieses Fundaments als eine Grundlegung zu denken. Die Grundlegung der Metaphysik wird von Heidegger als „Entwurf der inneren Möglichkeit der Metaphysik“[52] vorgestellt. Dabei ist es wichtig zu sehen, dass die Grundlegung mit einem „Wirksamwerdenlassen der Trägerschaft des gelegten Grundes“[53] einhergeht. Im Folgenden will ich ein wenig Licht in das Dunkel dieser Metaphorik bringen. Entlang der vorhin behandelten Zusammenführung von Metaphysik und Ontologie wird nämlich auch die Grundlegung in ihren Motiven und Auswirkungen verständlich.

Heidegger wird im Zuge der Verteidigung seiner Kantinterpretation nicht müde zu betonen, dass die neukantianische Lesart der Kritik der reinen Vernunft als Erkenntnistheorie fehlgeleitet ist. In der Davoser Disputation mit Emst Cassirer sagt Heidegger:

„Mir kommt es darauf an zu zeigen, dass das, was hier als Theorie der Wissenschaften herausgenommen wird, für Kant unwesentlich war. Kant wollte keine Theorie der Wissenschaft geben, sondern wollte die Problematik der Wissenschaft zeigen, und zwar der Ontologie.“[54]

Die Grundlegung als „Entwurf der inneren Möglichkeit der Metaphysik“[55] führt mithin weg von der klassischen erkenntnistheoretischen Kritik, die immer aufs Neue in der Dialektik von Dogmatismus und Skeptizismus zu münden droht. Dies liegt daran, dass Erkenntnistheorie in gewisser Weise mit einer Bestandeswelt jenseits des empirischen Scheins operieren muss, sei sie ทนท ideeller oder materieller Natur. Als Untersuchung des Erkenntnisvorgangs vergisst sie allzu oft, dass die beiden Enden dieses Vorgangs, Subjekt und Welt, einer hermeneutischen Dynamik unterliegen. Das „existenzial-hermeneutische ,Als“‘ geht dem „apopliantischen“ voran.[56] Es geht für Heidegger vielmehr dämm, das Sein gemäss dem In-der-Welt-Sein des Subjekts zu denken, und hierin ist er tatsächlich ein Nachfolger Kants. Denn im Entweder- oder von Rationalismus und Empirismus ist das vermittelnde Korrektiv des Letzteren oft mit einer solchen hermeneutischen Dynamisiemng der Bestandeswelt verbunden. Ich meine damit etwa den Umstand, dass die Dinge an sich keine distinkten Objekte von den Erscheinungen derselben ausmachen, sondern eben lediglich eine andere Vorstellungsweise desselben Objekts.[57] Die Analytik und Dialektik des Scheins wäre folglich der Schlüssel zum Sein, sobald nur die selbstreflexive Verstrickung des Denkens in die Unumgänglichkeit jenes Scheins im Denken recht eingesehen wird. Darin hegt die Hoffnung der Transzendentalphilosophie: dass sie nach transzendentaler Korrektur ihres metaphysischen Blicks einen transzendentalen Idealismus zeitigt, der dem Denken den „Schlüssel zur Eröffnung aller Geheimnisse des ganzen Weltsystems“ an die Hand gibt.[58]

[...]


[1] Nietzsche, Friedrich: Die fröhliche Wissenschaft, in: Colli, Giorgio und Montinari, Mazzino (Hrsg.):, Kritische Studienausgabe, Bd. 3, Berlin / New York s2011, § 374, S. 626.

[2] Zit. nach Glaser, Hennáim; Lehmann, Jakob; Lubos, Amo (Hrsg.): Wege der deutschen Literatur. Eine geschichtliche Darstellung, Berlin 1997, S. 570.

[3] Adorno, Theodor พ.: Negative Dialektik, in: Ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 6, Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit, Frankfurt a. M. 1973, S. 378.

[4] Heidegger, Martin: Kant und das Problem der Metaphysik, in: Ders.: Gesamtausgabe. I. Abteilung: Veröffentlichte Schriften 1910-1976, Bd. 3, Frankfurt a.M. 1991, S. 298.

[5] Vgl. Nietzsches Aphorismus „Unser neues Unendliches’“ - Passend zur Denkbewegung einer sich selbst zersetzenden Vemunft, wird hier die Umdeutung der Unendlichkeit vorgenommen, indem die Unendlichkeit in ihren eigenen Wirkungskreis geworfen wird und das „Unendliche“ folglich in Anführungszeichen auftritt. (Nietzsche, Friedrich: Die fröhliche Wissenschaft, in: Colli, Giorgio und Montinari, Mazzino (Hrsg.):, Kritische Studienausgabe, Bd. 3, Berlin / New York s2011, § 374, S. 626-627.)

[6] Kant, Immanuel: Preisschrift über die Frage: „Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit Leibnitzens und Wolfs Zeiten gemacht hat? “, in: Kants Handschriftlicher Nachlass, Bd. VII, in: AA Bd. 20, S. 327.

[7] Eisler, Rudolf: Art. „Metaphysik“, in: Kant Lexikon. Nachschlagewerk zu Kants sämtlichen Schriften, Briefen und handschriftlichem Nachlass (1930). Hildesheim 2008, S. 354.

[8] Die hierbei erfolgte Einschränkung auf das Buch Kant und das Problem der Metaphysik von 1929 geschieht im Bewusstsein der Auslassung anderer Bezüge Heideggers auf Kant. Diese Bezüge sind reich angelegt und unterliegen einer Wandlung, die selbst der Betrachtung wert wäre.

[9] Vgl. Fussnote 90.

[10] Der Genitiv ist hier sowohl in subjektivem als auch in objektivem Sinne zu verstehen - etwa so, wie jener in der Wendung „Kritik der reinen Vernunft“ die Kritik der Vernunft durch die Vernunft meint. Denn Transzendenz indiziert nach der transzendentalen Korrektur die Spontaneität des Subjekts, das sich ,aktiv‘ seine Transzendenz schafft, wie noch zu zeigen ist.

[11] “ SuZ, § 35.

[12] Heidegger 1991, S. 296.

[13] Heidegger 1991, S. 273.

[14] Heidegger fasst das destruktive Resultat der kantischen Grundlegung mit einem Verweis auf die auch von Kant eingesehene Befremdlichkeit desselben in folgende Formel: „Die innere Möglichkeit der ontologischen Erkenntnis zeigt sich aus der spezifischen Ganzheit der Transzendenzverfassung. Deren zusammenhaltende Mitte ist die reine Einbildungskraft.“ (Heidegger 1991, S. 88.)

[15] Ebd., S. 5.

[16] Ebd., XVII. Kursivsetzung des Originals.

[17] Vgl. SuZ, § 1.

[18] SuZ, § 6.

'[19] KrV, в XLIII

[20] KrV, В XXII.

[21] Diese Synonymität hat aber systemische Gründe und ist deshalb wohlgemerkt keine Ungenauigkeit aufseiten Heideggers.

[22] Vgl. SuZ § 1, 6 & 12.

[23] Siehe Fussnote 13. (Heidegger 1991, S. 273.)

[24] Vgl. Heidegger, Martin: Nietzsches Wort „Gott ist tot“, in: Holzwege, Frankfurt a. M. s2003, S. 209-267 (besonders: 212-213).

[25] SuZ, § 75.

[26] Vgl. SuZ, § 7, c.

[27] KrV, A IX.

[28] KrV, A X

[29] Vgl. KrV, A IX

[30] HEIDEGGER 1991, S. 16, 259.

[31] Ebd„ S. 229.

[32] KrV, A IX.

[33] Ebd., S. 8.

[34] Ebd.

[35] Ebd., S. 7.

[36] Die „ontologische Differenz“ wird als solche von Heidegger erstmals in einer Vorlesung von 1927 erwähnt. (Vgl. Heidegger, Martin: Grundprobleme der Phänomenologie, Gesamtausgabe. II. Abteilung: Vorlesungen 1923-1944, Bd. 24, Frankfurt a. M. 1975, S. 22.) Sie bezeugt eine Differenzierungsleistung des Denkens von Sein und Seiendem, die sich in vielerlei Gewändern in Heideggers Werk niederschlug. So tritt sie im vorliegenden Kantbuch neben der naheliegenden Verwandlung in das Problem von Ontologie und Ontik auch im Zusammenhang einer Unterscheidung von Metaphysica generalis und Metaphysica specialis sowie im Zusammenhang der Auslegung der Kopemikanischen Wende auf, wie ich noch zeigen werde.

[37] „Metaphysica est scientia prima cognitionis humanae principia continens.“ (Baumgarten zitiert nach Heidegger 1991, S. 5.) Erwähnenswert scheint mir die dort gelieferte Übersetzung Heideggers, weil dabei die eigenwillige Wortwahl der Grundlegungsthese zuspricht: „Metaphysik ist die erste Wissenschaft, insofern sie die maßgebenden Gründe dessen enthält, was menschliches Erkennen vorstellt.“ (Ebd.)

[38] Heidegger 1991, S 5.

[39] Ebd., S. 7. Zitiert nach: Kant, Immanuel: Preisschrift über die Frage: „Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit Leibnitzens und Wolfs Zeiten gemacht hat? “, in: Kants Handschriftlicher Nachlass, Bd. VII, in: AA Bd. 20, S. 327.

[40] Die enorme Gewichtung, welche die Seinsfrage bei Heidegger erfährt, soll hier zwar stets mitgedacht sein, allerdings auch stellenweise unerwähnt bleiben dürfen, weil die Beschäftigung mit der Kritik der reinen Vernunft - im Sinne einer Vermählung von Kants Kritizismus mit Heideggers (Fundamental-)Ontologie - geradewegs zur Seinsfrage führen soll und nicht von Beginn an antizipiert werden kann.

[41] SuZ, § 1.

[42] Rolfes, Eugen: Aristoteles’ Metaphysik, Leipzig 21920, S. III.

[43] Ebd., S. IV

[44] Heidegger 1991, S. 8.

[45] π,,ν c 1

[46] V gl.' Ebd.

[47] Vgl. Ebd.

[48] Heidegger 1991, S. 8.

[49] Ebd., S. 9.

[50] Heidegger 1991, S. 9. Zitiert nach: Kant, Immanuel: Preisschrift über die Frage: „Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit Leibnitzens und Wolfs Zeiten gemacht hat? ", in: Kants Handschriftlicher Nachlass, Bd. VII, in: AA Bd. 20, S. 238.

[51] Heidegger 1991, S. 1.

[52] Ebd„ S. 2.

[53] Ebd.

[54] Heidegger 1991, S. 275.

[55] Ebd„ S. 2.

[56] Vgl. SuZ, § 33. Kursivsetzung des Originals.

[57] Vgl. Heidegger 1991, S. 33. Heidegger betont diesen Umstand in Rückbezug auf das Opus postumum Kants.

[58] Eisler 2008: Art. „Idealismus“, S. 256.

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Details

Titel
Zur Denkbarkeit endlichen Seins. Versuch einer Metakritik von Martin Heideggers Kantinterpretation in "Kant und das Problem der Metaphysik"
Hochschule
Universität Zürich
Note
1.0
Autor
Jahr
2015
Seiten
41
Katalognummer
V368448
ISBN (eBook)
9783668468696
ISBN (Buch)
9783668468702
Dateigröße
658 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heidegger, Kant, Kritik der reinen Vernunft, Ontologie, Metakritik, Bachelorarbeit, Philosophie
Arbeit zitieren
Conrad Mattli (Autor), 2015, Zur Denkbarkeit endlichen Seins. Versuch einer Metakritik von Martin Heideggers Kantinterpretation in "Kant und das Problem der Metaphysik", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368448

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