Die Bedeutung fachspezifischer Fortbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege. Eine kritische Analyse


Bachelorarbeit, 2015
60 Seiten, Note: 2,5

Leseprobe

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Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung ... 4
2. Problemstellung und Ausgangsfrage ... 6
3. Interdisziplinäre Arbeit ... 9
3.1 Begriffserklärung und Bedeutung ... 9
3.2. Berufliche Handlungskompetenzen interdisziplinärer Arbeit ... 12
4. Berufsbild Gesundheits- und Krankenpflege ... 14
4.1. Definition Pflege ... 14
4.2.Gründung und Etablierung der Krankenpflege ... 15
4.3. Beschreibung des Berufsbildes ... 16
4.4. Professionalisierung und Akademisierung in der Gesundheits- und
Krankenpflege ... 18
4.5. Ausbildung ... 19
4.5.1. Dauer und Struktur ... 19
4.5.2. Ausbildungsziel ... 20
4.5.3. Vergessenskurve von Hermann Ebbinghaus ... 20
5. Fort- und Weiterbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege ... 23
5.1. Begriffserklärung und Bedeutung ... 23
5.1.1. Fortbildung ... 23
5.1.2. Weiterbildung ... 26
5.1.3. Fachspezifische Fortbildungen ... 26
5.2. Angebote und Strukturen der Fort-und Weiterbildungen der SLK-Kliniken ... 27
6. Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Pflege ... 29
6.1. Begriffserklärung und Bedeutung ... 29
6.1.1 Qualität ... 29
6.1.2. Qualitätssicherung ... 31
6.2. Interne und externe Qualitätssicherungsmaßnahmen ... 31

2
6.2.1. Pflegeprozess ... 32
6.2.2. Die Pflegevisite ... 35
6.2.3. Expertenstandards und Pflegestandards ... 36
6.2.4. Mitarbeitergespräche ... 38
7. Darstellung der Untersuchungsmethode ... 39
7.1. Forschungsziel ... 39
7.2. Forschungsdesign ... 39
7.3. Beschreibung der Befragung ... 40
8. Darstellung der Untersuchungsergebnisse ... 42
8.1. Rücklaufquote ... 42
8.2. Auswertung der Untersuchungsergebnisse ... 42
8.3. Interpretation und Bewertung ... 47
8.4. Vorstellung der geeigneten Fortbildungsmethode ... 48
9. Zusammenfassung ... 52
10. Literaturverzeichnis ... 53
11. Anhang ... 57
12. Abbildungsverzeichnis ... 59

3
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung
männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbe-
zeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlechter.

4
1. Einleitung
Bildung ist ein lebenslanger Prozess und somit Voraussetzung für das Gelingen
eines Unternehmens. Fort- und Weiterbildungen sind ein wichtiger Bestandteil
der Personalentwicklung. Sie verbessern die Fähigkeiten einer Pflegekraft und
erhöhen deren Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Bislang gibt es je-
doch in Deutschland noch keine gesetzlichen Regelungen, die dazu verpflichten
nach dem Pflegeexamen Fort- und Weiterbildungen zu absolvieren. Die Pflicht
zum Besuch bestimmter Schulungseinheiten wird primär nur unternehmensin-
tern geregelt. Durch den zunehmenden wirtschaftlichen Einfluss sind deutsche
Krankenhäuser gezwungen, sektorübergreifende Kooperationen und Versor-
gungsstrukturen einzuführen, sowie eine multiprofessionelle Prozesssteuerung
vorzunehmen, um als Unternehmen wettbewerbsfähiger zu sein. Die wirt-
schaftlichen Entwicklungen führen zu einer zunehmenden Kostensteigerung.
Um mittel- und langfristig Kosten einzusparen wird eine bessere Bettenauslas-
tung erzielt. In deutschen Krankenhäusern kommt es daher vermehrt zu inter-
disziplinärer Belegung der Stationen. Diese zunehmenden Entwicklungen füh-
ren zu starken Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Arbeit der Pfle-
gekräfte. Bisher wurden noch keine Anstrengungen unternommen, um Pflege-
kräften die notwendigen Handlungskompetenzen zu vermitteln, die auf interdis-
ziplinär belegten Stationen Voraussetzung dafür sind, um qualitativ gute Arbeit
zu leisten. In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob
eine Etablierung regelmäßig stattfindender Fortbildungen für Pflegende zu be-
stimmten Fachbereichen sinnvoll ist und wie sich diese umsetzen ließen. Zu
Beginn erfolgt eine genaue Erläuterung der Problemstellung und Ausgangslage,
um die Konzentration auf interdisziplinäre Stationen zu rechtfertigen und einen
Überblick über die Gründe der Veränderungen zu verschaffen. Im Anschluss
erfolgt eine genaue Beschreibung der interdisziplinären Arbeit und der dahinter
stehenden Gedanken. In Kapitel vier wird das Berufsbild der Krankenpflege ge-
nauer beschrieben, um die Wichtigkeit der Pflege in der Behandlung eines Pati-
enten zu verdeutlichen und somit darzustellen, dass Pflegekräfte über ausrei-
chend fachliches Wissen verfügen sollten. Im fünften Kapitel werden die Fort-

5
und Weiterbildungen näher beschrieben, sowie die derzeitigen Strukturen im
Fort- und Weiterbildungsangebot. Da fachspezifische Fortbildungen stark im
Zusammenhang mit der internen Qualitätssicherung stehen, erfolgt unter die-
sem Gesichtspunkt eine genauere Beschreibung. Ebenso erfolgt eine Erläute-
rung der bestehenden Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Pflege. Somit soll
deutlich werden, dass fachspezifische Fortbildungen eine große Bedeutung in
der Qualitätssicherung haben. Um sich der genannten Thematik widmen zu
können, wird eine empirische Studie unter qualitativen Aspekten in einem
kommunalen Krankenhausträger durchgeführt. Anhand einer schriftlichen Be-
fragung mithilfe eines Fragebogens, wurde die Untersuchung an Pflegekräften
auf interdisziplinär belegten Abteilungen vorgenommen. Mit Hilfe der ermittelten
Daten und Ergebnisse wird in Kapitel acht eine geeignete Methode entwickelt
um Pflegekräfte künftig mit ausreichend fachspezifischem Wissen zu versorgen
und somit eine Verbesserung der Dienstleistungserbringung auf interdisziplinär
belegten Stationen zu erreichen. In Kapitel neun erfolgt eine kurze Zusammen-
fassung der gewonnenen Erkenntnisse aus den ermittelten Daten.

6
2. Problemstellung und Ausgangsfrage
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser in Deutschland
haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschärft. Einem Pressetext
des DGK ist zu entnehmen, dass immer mehr deutsche Krankenhäuser rote
Zahlen schreiben
1
. Viele Kliniken reagieren auf die zunehmenden Kostensteige-
rungen mit Leistungsausweitungen. Diese Ausweitungen können sowohl quali-
tativer als auch quantitativer Natur sein. Qualitativ bedeutet, dass Krankenhäu-
ser vermehrt höherbewertete Leistungen in das Leistungsgeschehen einbezie-
hen. Quantitativ bedeutet, dass Krankenhäuser sich bemühen ihr Leistungsan-
gebot im Vergleich zu den vorherigen Jahren zu erweitern. Der Gesetzesent-
wurf
,,Krankenhäuser sollen nach Behandlungsqualität bezahlt werden"
, welcher
zum 1. Januar 2016 in Kraft treten soll, verstärkt zunehmend die Steigerung des
Qualitätsniveaus der Leistungen. Der Gesetzentwurf beschreibt dass die Rah-
menbedingungen für die Versorgung deutscher Krankenhäuser durch das hohe
Qualitätsniveau weiterentwickelt werden. Daraus resultiert eine Sicherstellung
gut erreichbarer und qualitativ hochwertiger Krankenhausversorgung. Die Quali-
tätssicherung in der stationären Versorgung soll durch eine Vielzahl von Maß-
nahmen gestärkt werden.
2
Die Einführung der diagnosebezogenen Fallpau-
schale, die seit 2004 schrittweise in den Krankenhäusern verpflichtend waren,
verschärft den Kostendruck ebenfalls. Seit dieser Gesetzesänderung sind die
Krankenhäuser zwangsläufig dazu verpflichtet, sich an dem wirtschaftlichen
Erfolg zu orientieren. Dies bedeutet eine zunehmende Fallsteigerung zu erlan-
gen. Es wird zum einen ermöglicht durch eine Reduktion der durchschnittlichen
Verweildauer der Patienten und zum anderen durch eine ausreichende Betten-
auslastung.
3
1
Vgl. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
­
Herz- und Kreislaufforschung, Pressetext DGK, Düsseldorf
04/2014, unter: http://dgk.org/daten/PA-Frankenstein-DRG.pdf,(zugegriffen am: 19.05.2015).
2
Vgl. Bundesministerium Für Gesundheit: Krankenhäuser zukunftsfest machen, Lesung vom 02. Juli
2015, unter: http://www.bmg.bund.de/ministerium/meldungen/2015/khsg-bundestag.html (abgerufen am:
04.06.2015).
3
Vgl. Uta von Schrenk: Vortrag- 10 Jahre diagnosebezogene Fallpauschalen in deutschen Kliniken, Kran-
kenhaustagung 2012, ver.di
­
vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, unter: https://gesundheit-
soziales.verdi.de/branchen/krankenhaeuser/++co++a2366db0-33ec-11e2-9783-52540059119e, (zugegrif-
fen am: 08.06.2015).

7
Ein wirksames Mittel für Krankenhäuser mittel- und langfristig wirtschaftlich zu
arbeiten ist deshalb eine bessere Auslastung der Stationsbereiche. Empfohlen
wird in der Erwachsenenpflege eine Auslastung von mindestens 85 %.
4
Bei der
Auslastung ist zu berücksichtigen, dass im Stationsbereich durch das Auftreten
von Infektionen etc. ein Bettenmehrbedarf erforderlich sein kann. In der deut-
schen Krankenhauslandschaft ist zu beobachten, dass immer mehr Stationen
interdisziplinär belegt werden. Diese interdisziplinäre Belegung erlaubt es, Bet-
ten bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen und auf eventuelle Belegungs-
schwankungen tagesaktuell reagieren zu können. Auch das im Pflegedienst zur
Verfügung stehende Personal kann so gleichmäßig und damit wirtschaftlich
ausgelastet werden. Die im Stationsbereich zu beobachtende zunehmende In-
terdisziplinarität erfordert im Pflegedienst eine deutlich breitere fachliche Quali-
fikation als es momentan der Fall ist. Insbesondere Mitarbeiter, welche bereits
längere Zeit im Berufsleben aktiv sind, erfahren häufig eine fachliche Fokussie-
rung auf dem entsprechenden Einsatzbereich. Auch der demographische Wan-
del setzt zusätzliche fachliche Kompetenzen bei den Pflegenden voraus. Der
Anteil alter Patienten steigt stetig. Mit zunehmendem Alter treten vermehrt
Krankheiten auf. Der Multimorbide geriatrische Patient ist dabei keine Selten-
heit. Multimorbidität beschreibt das gleichzeitige Bestehen mehrerer Erkran-
kungen. Eine Unsicherheit im Umgang mit Erkrankungen aus fachfremden Be-
reichen kann die Patientensicherheit negativ beeinflussen. Fachlich qualifizier-
tes Pflegepersonal ist also für die Gewährleistung der Patientensicherheit un-
umgänglich. Die derzeit für den Pflegedienst angebotenen Fort- und Weiterbil-
dungen sind Großteils noch auf bestimmte Themenbereiche und Handlungsas-
pekte ausgerichtet. Fachspezifische Fortbildungen werden bisher kaum ange-
boten. Nur in Teilbereichen gibt es bereits Fort- und Weiterbildungen im Pflege-
dienst mit interdisziplinärem Ansatz, so z.B. in Geriatrieschulungen. Um der
zukünftig geforderten breiten Fachlichkeit im Pflegedienst durch die interdiszip-
linäre Belegung von Stationen gerecht zu werden, bedarf es einer gezielten
Fort- und Weiterbildungsplanung für die Mitarbeiter der Pflege. Dabei muss ins-
besondere der interdisziplinäre Ansatz berücksichtigt werden. Ziel dieser Arbeit
4
Penter, Volker, Arnold, Christoph, Friedrich, Stefan und Eichhorst, Sören T.: Zukunft deutsches Kranken-
haus 2020
­
Thesen, Analysen, Potenziale. Mediengruppe Oberfranken Fachverlag 2014, 2. Auflage, S.24.

8
ist es am Beispiel eines kommunalen Krankenhausträgers zu beleuchten, wel-
che derzeitige Struktur im Fort- und Weiterbildungsangebot ersichtlich ist, diese
bestehende Struktur auf die Eignung bzgl. des oben beschriebenen interdiszip-
linären Ansatzes zu prüfen und ein geeignetes Modell zu entwickeln, wie Fort-
und Weiterbildungen für die Pflege zukünftig aussehen müssen, damit man den
zunehmenden Anforderungen im Stationsbereich gerecht wird.

9
3. Interdisziplinäre Arbeit
Die ganzheitliche Betrachtung des Patienten steht auf einer interdisziplinären
Station noch mehr im Fokus als auf rein fachabteilungsbezogenen Stationen.
Wie schon zuvor betont, bedarf dies einem guten fachübergreifenden Wissen,
seitens der Pflegekräfte. Im dem Kapitel dieser Arbeit wird die Interdisziplinarität
genauer beschrieben. Der Begriff interdisziplinär kommt im Gesundheitswesen
in unterschiedlichen Formen vor. Um diese Unterschiede verständlich zu ma-
chen, bedarf es einer genaueren Erläuterung der Begrifflichkeit. Zudem erfolgt
eine nähere Beschreibung der Bedeutung und Hintergrundgedanken interdis-
ziplinärer Stationen.
3.1 Begriffserklärung und Bedeutung
Der Begriff Disziplin bezeichnet ein abgrenzbares Arbeitsgebiet mit einer Ge-
meinschaft von Experten. Interdisziplinarität hingegen bezieht sich nicht nur auf
eine Disziplin, sondern auf mehrere Bereiche.
5
Grundsätzlich muss im Gesund-
heitswesen jedoch zwischen interdisziplinärer Arbeit und interdisziplinärer Bele-
gung unterschieden werden.
Interdisziplinäre Arbeit
Bei der interdisziplinären Arbeit handelt es sich um den Zusammenschluss bzw.
die Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Berufsgruppen. In der Be-
handlung eines Patienten besteht das Team einer interdisziplinären Arbeitswei-
se aus dem Patient und dessen Angehörigen, sowie Pflegekraft, Arzt und
Therapeuten. Anhand dieser Konstellation ist die Wahrscheinlichkeit größer,
Lösungsansätze für komplexe Probleme zu finden. Aber nicht nur für die Lö-
sung komplexer Probleme ist die interdisziplinäre Arbeit vorteilhaft. Das erwei-
terte Spektrum von Wissen und Perspektiven ermöglicht eine verbesserte Ent-
scheidungsfindung.
5
Vgl. Duden, Begriff: interdisziplinär, bibliographisches Institut GmbH 2013, unter:
http://www.duden.de/rechtschreibung/interdisziplinaer (zugegriffen am: 28.05.2015).

10
Interdisziplinäre Belegung
Interdisziplinäre Stationen sind nicht nur mit Patienten eines Fachgebietes be-
legt, sondern mit Patienten unterschiedlichster Fachbereiche. Diese Bele-
gungsart wurde lange Zeit nur auf Intensivstationen umgesetzt. Durch die Bele-
gung der Stationen mit nur einem Fachbereich kommt es häufig dazu, dass ei-
nige Stationen über- und andere unterbelegt sind.Der Literatur zufolge wird die
interdisziplinäre Belegung in den meisten Krankenhäusern gleichermaßen um-
gesetzt. Stationen die häufig überbelegt sind und Stationen die Kapazitätsre-
serven haben werden zusammengefasst. Um ein organisiertes Belegungsma-
nagement zu führen, verfügen die meisten Kliniken mittlerweile über Bele-
gungsmanager. Dessen Aufgabe ist es, eine vorausschauende Belegungspla-
nung effektiv zu gestalten, sowie die Verweildauer- und Entlassplanung durch-
zuführen.
6
Ziel der Krankenhäuser ist es, Kosten einzusparen. Die interdiszipli-
näre Belegung soll eine Auslastungsoptimierung und damit eine Fallzahlsteige-
rung realisieren. In Bezug auf die Kosteneinsparung kann die interdisziplinäre
Belegung als positiv betrachtet werden. Die negative Seite ist jedoch nicht au-
ßer Betracht zu lassen - Die Belegung mit einer anderen Fachabteilung ist mit
einigen Herausforderungen verbunden. Die Pflegekräfte sind mit dem Umgang
mit Patienten der anderen Fachabteilung unerfahren und Ärzte müssen für Visi-
ten weite Wege zurücklegen. Ebenso befindet sich der Arzt, bei Fragen und
Beschwerden seitens des Patienten, nicht in unmittelbarer Nähe. Dies kann zur
Unzufriedenheit des Patienten und dessen Angehörigen führen.
6
Joachim Meyer: Kerntätigkeiten der Belegungskoordinatiorinnen/-en, Universitätsklinikum Hamburg-
Eppendorf 2014, unter: https://www.uke.de/zentrale-dienste/zbm/index_59421.php, (zugegriffen am:
28.05.2015)

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Abbildung 1 skizziert die Kompetenzen, über die eine Pflegekraft verfügen
muss, um den hohen Anforderungen einer interdisziplinär belegten Station ge-
recht zu werden.
Abbildung 1: eigene Darstellung: Handlungskompetenzen auf interdisziplinären Stationen
Die interdisziplinäre Belegung setzt also eine Organisationsform mit klaren
Strukturen voraus, um eine bestmögliche qualitativ hochwertige Leistungser-
bringung zu erreichen und trotz dessen Kosten durch eine Auslastungsoptimie-
rung einzusparen. Starke Flexibilität ist eine Eigenschaft, die von der Einstel-
lung jedes einzelnen Mitarbeiters abhängig ist. Manche Mitarbeiter kommen mit
Veränderungen nicht zurecht, bzw. - nur schwer zurecht und reagieren mit
Resignation. Starke Flexibilität seitens der Mitarbeiter zu erreichen, ist Aufgabe
der Führungskraft. Werden Mitarbeiter auf die zu erwartenden Veränderungen
frühzeitig vorbereitet und ausreichend darüber informiert, entsteht ein Gemein-
schaftsdenken, wodurch die Flexibilität verstärkt wird. Schnittstellen zu unter-
schiedlichen Fachdisziplinen zu erstellen und ein erweitertes Fachwissen zu
besitzen kann durch ausreichende fachspezifische Schulungen erreicht werden.

12
Durch die Entwicklung geeigneter Schulungsmethoden erlangen Pflegekräfte
die erforderlichen Kompetenzen, um qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten.
3.2. Berufliche Handlungskompetenzen interdisziplinärer Arbeit
Unternehmen verfolgen allesamt das Ziel, ihren Mitarbeitern die nötigen berufli-
chen Handlungskompetenzen anzueignen. Der Zweck dieser Handlungskompe-
tenzen ist es, soziale und selbstständige Mitarbeiter zu erlangen. Von der Kul-
tusministerkonferenz wurden Handlungskompetenzen definiert als
,,Bereitschaft
und Befähigung des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und priva-
ten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwort-
lich zu verhalten
."
7
Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die
berufliche Handlungsfähigkeit, im Jahr 2007, in drei Bereiche untergliedert. Die
folgende Abbildung veranschaulicht dies.
Die Fachkompetenz beschreibt die Fähigkeit fachbezogenes und fachübergrei-
fendes Wissen zu verknüpfen und kritisch zu prüfen, sowie diese in Handlungs-
zusammenhängen anzuwenden. Fachkompetenzen sind im Rahmen einer
7
Sekretariat der Kultusministerkonferenz: Handreichung für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen der
Kultusministerkonferenz für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule und ihre Abstimmung mit
Ausbildungsordnungen des Bundes für anerkannte Ausbildungsberufe, Berlin 23. September 2011, Kapitel
3.2., S. 15.
Abbildung 2:berufliche Handlungsfähigkeit
https://www.deqa-vet.de/de/Definitionsansaetze-der-KMK-des-
BMBF-3482.php
Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung fachspezifischer Fortbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege. Eine kritische Analyse
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
2,5
Autor
Jahr
2015
Seiten
60
Katalognummer
V371415
ISBN (eBook)
9783668527461
ISBN (Buch)
9783668527478
Dateigröße
1692 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
weiterbildung, fachspezifische fortbildung, krankenpflege, hermann ebbinghaus
Arbeit zitieren
Luisa-Maria Fink (Autor), 2015, Die Bedeutung fachspezifischer Fortbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege. Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371415

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