Ernährungsberatung für eine 30-jährige übergewichtige Frau (B-Lizenz)

Von Anamnese über Zielsetzung bis zu Ernährungsprotokoll und Kontrolle


Einsendeaufgabe, 2017
30 Seiten, Note: 1,5
Martin Maler (Autor)

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

Informationsgespräch

Anamnese
Allgemeinanamnese
Umfeldanamnese
Gesundheitsanamnese/ Abklärung gesundheitliche Einschränkungen
Sportanmanese
Alltagsbelastung und -verhalten
Biometrische Daten
Anthropometrische Daten
Internistische Daten

Berechnung der ernährungsrelevanten IST-Werte

Zielsetzung

Berechnung der ernährungsrelevanten SOLL-Werte

Ernährungsprotokoll

Auswertung des Ernährungsprotokolls

Ernährungsempfehlung

Kontrolle

Fazit

Einleitung

Jeder Mensch beschäftigt sich mehrmals täglich mit dem Thema Ernährung. Einige von ihnen machen sich nur Gedanken darüber satt zu werden, andere wiederum beschäftigen sich zusätzlich mit dem Gedanken welche Lebensmittel sie essen, welche sie wirklich brauchen und welche Auswirkungen die Nahrung, die sie zu sich nehmen auf ihren Körper hat.

Die Vermutung liegt nahe, das jeder Mensch weiß welche Nahrungsmittel gut und welche schlecht für ihn sind, da sich jeder Mensch täglich aufs neue damit beschäftigt, doch so ist es leider nicht. Dies trifft vor allem auf bildungsferne Haushalte zu, sie setzten mehr Wert auf günstigere Produkte und nicht auf ihre Qualität, sowie auf Produkte mit schneller und einfacher Verarbeitung z.B. Fertiggerichte.

Ernährung ist zwar ein kurzes Wort doch es steckt sehr viel dahinter, ob unter- oder übergewichtig, ob Vegetarier oder Veganer, es gibt viele verschiedene Ernährungsformen mit den unterschiedlichsten Hintergründen.

Besonders Adipositas ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft, 53% der Frauen und 67,1% der Männer sind adipös, eine ziemlich erschreckende Zahl. Deshalb wird im Rahmen dieser Abschlussarbeit eine fachgerechte Ernährungsberatung für eine 30 Jährige Frau, Müller durchgeführt. Nachdem Frau Müllers Körperdaten erfasst und ausgewertet wurden, wird der Kalorienbedarf, sowie die Verteilung auf die optimalen Nährstoffe ermittelt. Der Ist-Zustand wird über ein siebentägiges Ernährungsprotokoll (Ernährungstagebuch) erfolgen, welches anschließend ausgewertet wird. Aus diesen Erkenntnissen werden Alternativen und Teilziele gemeinsam erarbeitet.

Informationsgespräch

Am 15.01.2016 wird Frau Müller zu einem unverbindlichen Informationsgespräch eingeladen. Diese Einladung dient der gegenseitigen Ermittlung der Sympathie und des Kennenlernens.

Zwischen Klient und mir herrschte auf Anhieb Sympathie. Zu Beginn wurde die wichtigste Frage geklärt, nämlich das Motiv, warum sie die Ernährungsberatung in Anspruch nehmen möchte. Sie erzählte mir das sie unzufrieden mit ihrer Figur sei, immer mehr zunimmt und es wohl alleine nicht in den Griff bekommen würde, da sie dafür nicht konsequent genug wäre. Sie möchte sich endlich mal wohlfühlen, zudem möchte sie ihre Lebensqualität erhöhen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Nachdem Frau Müller ihre Ziele und Wünsche erläutert hat, weise ich sie darauf hin, das sich ihre Wünsche und Ziele nicht von alleine erreichen lassen, sondern das sie dazu beitragen muss, aber ich ihr so gut ich kann dabei helfen und sie unterstützen werde. Ich verrate noch nicht zu viel, aber möchte sie auch nicht mit zu wenigen Informationen aus dem Informationsgespräch gehen lassen. Ich erzähle ihr, dass wir zusammen einen gemeinsamen Weg finden werden, der sie Stück für Stück zu ihrem Ziel führen wird. Natürlich interessiert Frau Müller auch der Kostenfaktor, ich stelle ihr verschiedene Modelle vor und frage ob noch Punkte offen sind. Ich möchte Frau Müller auf keinen Fall drängen und ich möchte, dass sie selbst den Entschluss fasst eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen und sich bei mir meldet.

Drei Tage Später meldet Frau Müller sich bei mir und es wird ein weiterer Termin für eine Anamnese vereinbart.

Anamnese

Als erstes erfolgt wenige Tage später die Anamnese. Sie ist sehr wichtig in der Ernährungsberatung, denn nur wenn gewissenhaft alle notwenigen Daten ermittelt wurden, kann auf den Klienten eine für ihn bestimmte Ernährungsberatung erfolgen und die Effektivität einer Ernährungsumstellung gesichert werden.

Hierfür ist ein Anamnese Fragebogen für den Ernährungsberater sehr hilfreich. Die wichtigsten Fragen werden dort aufgeführt und es werden keine Fragen vergessen, wenn man mehrere Klienten hat, verliert man nicht den Überblick und kann vor dem nächsten Gespräch noch einmal hinein schauen.

Allgemeinanamnese

In der Allgemeinanamnese werden die Persönlichen Daten des Klienten erfasst, wie Name, Kontaktdaten, Alter und Geschlecht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Erstanamnese (Frau Müller) -Allgemeinanamnese, Anamnese

Umfeldanamnese

In der Ernährungsberatung darf man die Umfeldanamnese nicht unterschätzen, denn das soziale Umfeld, die Arbeit, das Essen in Stresssituationen oder die Unterstützung vom Partner spielt eine große Rolle, wenn es um die Ernährung geht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Erstanamnese (Frau Müller) -Umfeldanamnese, Anamnese

Frau Müller war schon als Jugendliche übergewichtig, dies ist kein seltener Fall, denn 60% der übergewichtigen im Jugendalter, bleiben es auch weiterhin.

Es kann aber auch sein das ihr Übergewicht genetisch veranlagt ist. Studien haben bewiesen, dass Erbanlagen für die Gewichtszunahme mitverantwortlich sind und das sogar 30-40% der Adipösen aufgrund ihrer genetischen Veranlagung Gewichtsprobleme haben.[1]

Gesundheitsanamnese/ Abklärung gesundheitliche Einschränkungen

Hier müssen alle Gesundheitlichen Einschränkungen abgeklärt werden um ernsthafte Probleme zu vermeiden und eine darauf abgestimmte Ernährungsweise zu ermitteln. Für den Ernährungsberater ist dies daher von größter Bedeutung, da er die Verantwortung für seinen Klienten trägt.

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Abbildung 3: Erstanamnese (Frau Müller) -Gesundheitsanamnese

Frau Müller weist durch die familiäre Disposition eine gewisse Anfälligkeit für Adipositas auf. Dies kann genetisch bedingt oder aber auch anerzogen sein.

Sportanmanese

Es ist wichtig zu wissen ob Frau Müller sich sportlich betätigt, oder sich überhaupt schon mal sportlich betätigt hat und wenn welche Art von Sport es war. Falls Frau Müller zurzeit eine Sportart betreibt, oder sie etwas von früher interessiert und sich vorstellen könnte diese wieder aufzunehmen, könnte man dies gut in ihr Programm mit einbauen. Darüber hinaus ist diese Information wichtig um den Kalorienbedarf zu ermitteln.

Frau Müller war früher oft Schwimmen, doch dann kam das erste Kind vor einem 1 Jahr und sie hat bis jetzt nicht wieder den Anschluss gefunden, etwas für sich zu tun. Deswegen spreche ich mit ihr darüber, ob sie sich es vorstellen könnte wieder damit anzufangen und erzähle ihr von den Vorteilen, wie z.B. das Schwimmen als Ausgleich von Arbeit und Kind, sich gut auf die Psyche auswirkt, das es gelenkschonend ist, die Bewegung erleichtert und die beste Sportart im Moment für ihren Körper ist, vor allem wieder in die Bewegung zu kommen, besonders wenn es Frau Müller Spaß macht.

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Abbildung 4: Erstanamnese (Frau Müller)- Sportanamnese

Alltagsbelastung und -verhalten

Aus der Umfeldanamnese habe ich erfahren wie ungefähr Frau Müllers Arbeitsalltag gestaltet ist, und konnte mir einen Einblick erschaffen. Sie hat eine überwiegend sitzende Bürotätigkeit, 40 Stunden die Woche. In der Mittagspause geht sie höchstens in die Cafeteria, die in ihrer Firma ist. In Ihrer Freizeit macht sie keinen Sport, wie ich aus der Sportanamnese erfahren habe und verbringt ihren Tag außerhalb der Arbeit größtenteils sitzend oder liegend. Frau Müller schläft nachts nicht viel und sehr unregelmäßig, da ihr Kind noch nicht durchschläft und sie immer weckt.

Biometrische Daten

Die Biometrischen Daten lassen sich in anthropometrische (messbare) und internistische (körperinterne) Daten unterscheiden. Beide zusammen, stellen die Basis der Körperdaten dar.

Wenn die Biometrischen Daten gemessen wurden, kann bei Gelegenheit überprüft werden, ob sich z.B. der Bauchumfang verringert hat, es gibt auch bestimmte Wagen die zur Körperanalyse genutzt werden, um bestimmte Daten zu Messen, wie z.B. Körperfett, Wassergehalt im Körper, Kalorienbedarf pro Tag.

Anthropometrische Daten

Anthropometrische Daten (Messbare Daten) lassen sich relativ einfach durch Messen und Wiegen ermitteln.

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Abbildung 6: Erstanamnese (Frau Müller) Gewicht, Größe, BMI)

Laut der WHO liegt der normale BMI einer Frau bei 17,5-23,9. Mit einem BMI von 31,2 liegt bei Frau Müller Übergewicht vor (Adipositas Grad 1).

Die Errechnung vom BMI ist mit Vorsicht zu betrachten, da er lediglich Gewicht und Größe berücksichtigt, aber nicht die unterschiedliche Dichte pro Volumeneinheit von Fett- und Muskelmasse. Deswegen werden bei Frau Müller auch noch andere Messungen wie an den Armen, Beinen, Hüfte, Gesäß und Taille durchgeführt und notiert.

Als besonders signifikant bezüglich der Gesundheitsgefährdung gelten insbesondere der Bauch- und Taillenumfangs sowie die Art der Fettverteilung. Hier sollten bestimmte Werte nicht überschritten werden, da ansonsten ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen, wie z. B. Diabetes Typ II oder Herz­Kreislaufleiden besteht. Bei Männern sollte der Bauchumfang unter 102 cm und bei Frauen unter 88 cm liegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Frau Müller hat mit 100 cm Bauchumfang und 90 cm Taillenumfang ein erhöhtes Risiko.

Laut der Leitlinien der deutschen Adipositasgesellschaft liegt der Taillenumfang ab 80 cm bei leicht erhört und bei mehr als 88 cm als deutlich erhöht und stellt ein Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Komplikationen dar. Bei einem Taillenumfang von 90 cm, liegt bei Frau Müller ein Risiko vor.

Manchmal ist die Fettverteilung bereits sichtbar zu erkennen. Sollte dies nicht offensichtlich erkennbar sein, so offenbart sich dies spätestens durch die Umfangsmessung und die Berechnung des Waist-to-hip-ratio.

Es wird hierbei der Birnen- und Apfeltyp unterschieden. Beim Birnentyp erfolgt die Fettablagerung eher im Gesäß- und Oberschenkelbereich und beim Apfeltyp im Bauchbereich. Der Apfeltyp wird dabei als deutlich gefährdeter eingestuft, da die Bauchfettzellen Stoffwechselaktiver sind als jene des Birnentyps. Durch die Abgabe von Fettsäuren in den Körper erhöht sich die Gefahr an Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose zu erkranken.

Apfeltyp erhöhtes Risiko

Abbildung 8: Erstanmnese (Frau Müller)- Typbestimmung

Frau Müller wird als Apfeltyp eingestuft, da ihre Figur dem am nächsten kommt. Für die genauere Beurteilung der Verteilung des intraabdominellen Fettanteils und dem damit verbundenen Gesundheitsrisiko wird der Waist-to-hip-ratio (WHR) berechnet. Man geht davon aus, dass bei Frauen ein erhöhtes Risiko bei einem Wert über 0,85 vorliegt und bei Männern bei einem Wert über 1,0.

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Abbildung 9: Erstanamnese (Frau Müller)- WHR

Mit einem Wert von 1,10 ist der unbedenkliche Maximalwert von 0,85 bei Frau Müller überschritten, so dass sich die Blickdiagnostik bestätigt und ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht.

Für den späteren Vergleich, d. h. um zu erkennen, ob und wenn ja wo, und in welchem Umfang eine Gewichtsabnahme stattgefunden hat, ist es sinnvoll neben den oben durchgeführten Vermessungen weitere Umfänge zu ermitteln.

Weitere wichtige Werte ergeben sich mittels der Köperanalyse. Mit Hilfe einer Körperanalysewaage, aufgrund der Bioimpedanzanalyse (BIA)[2], können verschiedene Werte, wie z. B. der prozentuale Wasser- und Körperfettanteil, die Knochenmasse und die Muskelmasse des Körpers, wenn auch nur als berechnete Formel- und Schätzwerte, ermittelt werden. Eine besondere Relevanz kommt unter allen Werten dem Körperfettanteil zu.

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Abbildung 10: Erstanamnese (Frau Müller)- Körperfettanteil

Mit der Bioimpedanzanalyse-Waage wurde ein Körperfettanteil von 31 % bestimmt.

Frau Müller hat einen ermittelten Körperfettanteil von 31%. Für eine Frau zwischen 30-34 Jahren bedeutet dies, dass der Körperfettanteil ab einem Wert von 26,5% als erhöht gilt.

Internistische Daten

Hierbei wird der Blutdruck und aktuelle Puls berechnet.

Blutdruck(IST): 140-90 erhöht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Erstanamnese (Frau Müller)- Blutdruck[3]

Bezüglich des Herz-Kreislaufsystems und den damit verbundenen Gesundheitszustand ist der Blutdruck ein aussagekräftiges Mittel. Mit dem Blutdruck wird der Druck gemessen mit dem das Blut durch den Körper fließt. Der erste Wert ist der systolische Blutdruck, der entsteht, wenn der Herzmuskel maximal kontrahiert (=Pumpvorgang) und dessen Normalwert unter 120 mmHg liegt. Anschließend erfolgt die Entspannungsphase im Herzen in der sich die Kammer wieder mit Blut anfüllt, aber kein Blut in den Körper gepumpt wird. Hierdurch fällt der Druck ab, dies ist der diastolische Blutdruckwert, der unter 85 mmHg im Normbereich bleibt.

Da beide Blutdruckwerte von Frau Müller über dem maximalen Normwert liegen, ist dieses Ergebnis negativ und weist auf eine Hypertonie im ersten Stadium hin. Dieser kann ursachenabhängig mit einer Gewichtsabnahme entgegengewirkt werden.

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Abbildung 12: Erstanamnese (Frau Müller)- aktueller Puls

Der Aktuelle Puls ist stark von verschiedenen Situationen beeinflussbar, ist man gestresst oder macht Sport ist der Puls natürlich höher, deswegen ist er nicht sehr aussagekräftig.

Dennoch wird ein Puls der sich beim Erwachsenen zwischen 60 und 80 Schlägen befindet als gut befunden. Bei Frau Müller befindet sich der Puls mit 86 Schlägen über den Normalwerten.

Relevanter wäre eine Messung des Ruhepulses. Am besten lässt sich dieser am Morgen noch im Bett liegend direkt nach dem auf wachen bemessen. Diese Messung sollte mindestens an 3 aufeinanderfolgenden, besser an 5 Tagen erfolgen. Der Durchschnitt dieser Werte ergibt dann die Ruheherzfrequenz.

Ruheherzfrequenz(IST): 82 Schläge/Minute erhöht

Abbildung 13: Erstanamnese (Frau Müller)- Ruhepuls

Durchschnittlich 82 Herzschläge pro Minute in Ruhe weisen bei Frau Müller auf eine Erhöhung der Ruhefrequenz hin, da dieser Wert nicht mehr im Referenzbereich von 60 bis 80 Schlägen pro Minute liegt. Eine Senkung der Ruheherzfrequenz wäre von Vorteil.

Da ich frau Müller zu einer Blutuntersuchung geraten habe, damit ich auch dort einen Einblick bekommen kann, bringt sie mir die Ergebnisse mit zum nächsten Termin mit. Dort kann ich weitere wichtige und ernährungsrelevante Blutwerte bzw. Blutfettwerte einsehen.

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Abbildung 14: Erstanamnese (Frau Müller)- Cholesterin und Triglyceride

Frau Müllers Werte sollten sich alle verbessern, da es keinen Wert gibt der in der Norm liegt. Ich habe Frau Müller zusätzlich zu einer PH-Messung im Urin geraten.

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Abbildung 15: Erstanamnese (Frau Müller)- PH-Wert

Der Aktuelle PH-Wert von Frau Müller beträgt 5 und ist somit übersäuert. Der Neutrale PH-Wert liegt bei 7 und ist im einen guten Gleichgewicht zwischen Säuregrad und Basizität. Diese Messung ist eine ungenaue Messung da es nur für den Moment gemessen wurde, um eine stärkere Aussagekraft zu erhalten wäre es notwendig ein PH-Tagesprofil zu erstellen.

Berechnung der ernährungsrelevanten IST-Werte

Nachdem die notwendigen Daten im Anamnesegespräch aufgenommen wurden, werden nun im nächsten Schritt, auf deren Basis, die gegenwärtigen ernährungsrelevanten IST-Werte von Frau Müller ermittelt.

Zuerst wird der sogenannte PAL-Wert bestimmt. Dies ist der Pyhsical Activity Level und beschreibt das körperliche Aktivitätsniveau. Aus den Angaben des Anamnesebogens kann nun der PAL-Wert werden. Grundlage hierfür sind die nachfolgend dargestellten Einstufungskriterien.

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Abbildung 16: Erstanamnese (Frau Müller)- PAL-Werte (Quelle:www.dge.de)

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Abbildung 17: Erstanamnese (Frau Müller)- PAL-Werte für Frau Müller

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Abbildung 18: (Frau Müller)- PAL(IST)-Wert

Anschließend wird der Grundumsatz für Frau Müller ermittelt. Der Grundumsatz ist jene Energie, die der menschliche Körper in absoluter Ruhe und bei indifferenter Temperatur von 28°C benötigt, um die lebensnotwendigen Funktionen und Organe wie z. B. Herz, Gehirn usw. aufrecht zu erhalten.

Bei der Berechnung erfolgt eine Unterscheidung in der Formel dahingehend, ob der BMI über oder unter 30 liegt. Bei einem BMI über 30 wie bei Frau Müller muss das unterschiedliche Verhältnis von Fettgewebe und fettfreier Körpermasse zusätzlich berücksichtigt werden. Darüber hinaus fließen in die Formel Geschlecht, Gewicht, Körpergröße und Alter ein. Darüber hinaus wird er aber auch durch hormonelle Faktoren und dem Anteil der Muskelmasse beeinflusst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 19: (Frau Müller) Ermittlung des IST-Grundumsatzes

[...]


[1] Für alle weiteren Informationen, bei denen die Quelle nicht explizit genannt wird, stellen die Skripten Grundlagen der Ernährung und Ernährungsberatung der Academy of Sports die Basis dar.

[2] Bei der Bioimpedanzanalyse (BIA) wird schwacher Strom durch den Körper geschickt. Aufgrund des unterschiedlichen Widerstandes der verschiedenen Gewebearten erfolgt eine Rückmeldung und an­schließende Berechnung um die Werte zu ermitteln. Die genauesten Werte bietet eine BIA-Waage mit 4-Punkt-Messung, d. h. sowohl über die Füße als auch die Hände.

[3] Als Normwerte wurden hier die Empfehlungswerte der WHO, wenn vorhanden alters- und geschlechtsspezifisch, verwendet.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Ernährungsberatung für eine 30-jährige übergewichtige Frau (B-Lizenz)
Untertitel
Von Anamnese über Zielsetzung bis zu Ernährungsprotokoll und Kontrolle
Note
1,5
Autor
Jahr
2017
Seiten
30
Katalognummer
V371663
ISBN (eBook)
9783668502277
ISBN (Buch)
9783668502284
Dateigröße
2812 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
B Lizenz, Ernährungsberatung, Ernährung, Abschlussarbeit, Facharbeit, Sport, Fitness, Lizenz, Trainer
Arbeit zitieren
Martin Maler (Autor), 2017, Ernährungsberatung für eine 30-jährige übergewichtige Frau (B-Lizenz), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371663

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