Risiko in der Jahresabschlussprüfung. Der Konflikt zwischen Risiko- und Kostenminimierung


Bachelorarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

II. Symbolverzeichnis

III. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der risikoorientierte Prüfungsansatz

3. Der Risikobegriff
3.1. Definition und Abgrenzung des Risikobegriffs
3.2. Die Komponentenzerlegung
3.3. Die Eigenschaften des Entdeckungsrisikos

4. Das Spannungsfeld zwischen Risiko und Kosten
4.1. Die Problemstellung
4.2. Lösungsansätze
4.3. Das neue Problem: Der Kostendruck
4.4. Erneute Analyse der Lösungsansätze

5. Das Risiko effizient minimieren
5.1. Outsourcing
5.2. Spezialisierung
5.2.1. Spezialisierung der Mitarbeiter
5.2.2. Spezialisierung der Gesellschaft
5.3. Big-Data-Lösungen
5.4. Fusionen und Netzwerkbildung

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

II. Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

III. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Risiken des Abschlussprüfers

Abbildung 2: Risiken der Jahresabschlussprüfung

Abbildung 3: Risiko und Kosten

Abbildung 4: Risiko und Kosten mit Nebenbedingung

Abbildung 5: Der erste Weg

Abbildung 6: Der zweite Weg

Abbildung 7: Der dritte Weg

Abbildung 8: Exogene Kosten

Abbildung 9: Das binäre Entscheidungsproblem

Abbildung 10: Der zweite Weg im neuen Problemfeld

Abbildung 11: Konsequenzen des zweiten Wegs

Abbildung 12: Der dritte Weg im neuen Problemfeld

Abbildung 13: Vorbereitung eines Prüfungsberichts

Abbildung 14: Risiko und Kosten.

1. Einleitung

Stetig finden sich Kontroversen aus der Wirtschaftsprüfung in der Presse wieder.[1] Der sehr populäre ENRON-Skandal[2] brachte sogar eine internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (WPG) zu Fall. Solche Vorfälle wirken sich auf die Reputation des gesamten Berufsstandes aus;[3] es herrscht ein branchenweites Vertrauensproblem.[4]

Ein Wirtschaftsprüfer (WP) kann derartige Skandale vermeiden, indem er bei der Prüfung keine großen Risiken eingeht. Gleichzeitig steht er jedoch als gewinnorientiertes Wirtschaftssubjekt in einem hart umkämpften Markt unter hohem Kostendruck. Dies wirft die Frage auf, wie der WP agieren kann, um einerseits möglichst wirtschaftlich zu arbeiten, andererseits aber Risiken zu vermeiden.

In der Regel wird die Jahresabschlussprüfung mithilfe der Prinzipal-Agent-Theorie behandelt.[5] Diese Vorgehensweise eignet sich besonders, um die Beziehung des WP zu seinem Mandanten zu analysieren. In dieser Bachelorthesis wird hingegen ausschließlich die Sichtweise des WP eingenommen.

Um diese Perspektive zu untersuchen, erfolgt im Grundlagenteil zunächst eine kurze Erläuterung des risikoorientierten Prüfungsansatzes. Auch bedarf es einer näheren Betrachtung des Risikobegriffs, der definiert und im Hinblick auf seine einzelnen Komponenten näher erörtert werden soll. Darauf aufbauend untersucht diese Arbeit das Spannungsfeld von Risiko- und Kostenminimierung anhand einer modelltheoretischen Darstellung. Mit diesem Modell können sodann Probleme beleuchtet und entsprechende Lösungswege herausgearbeitet werden. Schließlich werden anhand des so ermittelten sinnvollsten Lösungsweges Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt, die in der modernen Praxis relevant sind.

2. Der risikoorientierte Prüfungsansatz

Der sogenannte risikoorientierte Prüfungsansatz wird heute von allen großen WPG verwendet.[6] Auch diese Arbeit geht von einem risikoorientiert prüfenden WP aus. Zunächst soll daher die diesem Prüfungsansatz zugrundeliegende Logik erläutert werden.

Bei der Prüfung eines Unternehmens absolute Sicherheit und Fehlerfreiheit zu erreichen, ist nicht möglich.[7] Grund dafür ist unter anderem die Tatsache, dass große Datenmengen häufig lediglich in Stichproben geprüft werden.[8] Diese liefern je nach gewähltem Verfahren zwar eine Zuverlässigkeit von 90 – 99 %,[9] es verbleibt jedoch immer auch ein Restrisiko. Auch menschliche Fehler von Seiten der Buchhaltung oder des WP können niemals ausgeschlossen werden.

Der risikoorientierte Prüfungsansatz bezweckt daher nicht, jedes Risiko gänzlich zu beseitigen. Es geht vielmehr darum, das Risiko auf ein akzeptables Niveau herabzusenken.[10] Der Prüfer sollte hierbei dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit folgen,[11] also die Kosten der Abschlussprüfung möglichst geringhalten.

Zu diesem Zweck wird die Prüfung zu Anfang ausführlich geplant.[12] Eine intensive Planung ermöglicht eine Effizienzsteigerung, da der WP so in die Lage versetzt wird, seine Ressourcen insbesondere für risikoreiche Prüffelder zu verwenden.[13] So können beispielsweise bei einer Handelsgesellschaft große Risiken im Bereich des Vorratsvermögens liegen, während bei einer Immobiliengesellschaft das Anlagevermögen im Vordergrund der Prüfung stehen sollte.

Im Zuge der Prüfungsplanung wird auch die Wesentlichkeitsgrenze festgelegt.[14]

Da diese sich meist mathematisch errechnet,[15] wird sie in dieser Arbeit also exogen behandelt.

3. Der Risikobegriff

Um ein wirksames Modell zu entwickeln, bedarf es zunächst einer genaueren Betrachtung des Risikobegriffs, der dem risikoorientierten Prüfungsansatz zugrunde liegt.

3.1. Definition und Abgrenzung des Risikobegriffs

Das Risiko des WP lässt sich in drei Teilrisiken aufteilen: Das Geschäftsrisiko, das Prüfungsrisiko (PR) sowie das Auftragsrisiko.[16]

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Risiken des Abschlussprüfers [Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Wolz, Matthias (2003), S. 48.]

Für diese Arbeit relevant ist ausschließlich das Prüfungsrisiko, auf welches in Kapitel 3.2 näher eingegangen werden soll. Dieses wird für Risikomodelle als das Risiko der irrtümlichen Annahme definiert.[17] Es gibt also die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass ein Abschluss mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 322 Abs. 2 Nr. 1 HGB versehen wird, obwohl er wesentliche Fehler enthält.

Tritt dieser Fall ein und dringt er an die Öffentlichkeit, erleidet der WP einen erheblichen Reputationsverlust. Darüber hinaus kann ein solcher Vorfall auch eine Haftung des WPs im Hinblick auf etwaige Schadenersatzklagen zur Folge haben.[18]

Dennoch ist im Rahmen des risikoorientierten Prüfungsansatzes, wie oben dargestellt, eine Reduktion von PR auf 0 nicht das Ziel der Prüfung. In der Literatur wird stets mit einem maximalen Prüfungsrisiko von 5 % gerechnet.[19] Es ist empirisch belegbar, dass die Mehrheit der WP in der Praxis dieses Niveau akzeptiert.[20] Im weiteren Verlauf der Untersuchung wird PR daher als exogen mit dem Wert 5 % angenommen.

3.2. Die Komponentenzerlegung

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Risiken der Jahresabschlussprüfung [Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: IDW PS 261, Tz. 6.]

Voraussetzung dafür, dass ein Fehler im Jahresabschluss bestehen bleibt, ist das Zusammentreffen dreier Ereignisse: Der Fehler muss zum einen überhaupt begangen werden, darf zum anderen nicht vom internen Kontrollsystem entdeckt werden und darüber hinaus dem WP während der Prüfung nicht auffallen. Quantifiziert man die Wahrscheinlichkeiten dieser Ereignisse, ergibt sich eine Komponentenzerlegung des Prüfungsrisikos in die einzelnen Teilrisiken. Diese findet sich auch in den Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW).[21]

Die einzelnen Komponenten sollen im Folgenden anhand eines Beispiels näher betrachtet werden.

Das inhärente Risiko (IR) beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler überhaupt begangen wird. Das interne Kontrollsystem hat an dieser Stelle noch keinen Einfluss.[22]

Beispiel: Es werden 10 Kartons geliefert. Der Mitarbeiter verbucht jedoch versehentlich einen Wareneingang von 100 Kartons.

Das Risiko, dass die internen Kontrollsysteme des Unternehmens einen bereits vorhandenen Fehler nicht aufdecken, wird unter dem Begriff Kontrollrisiko (KR) zusammengefasst.[23]

Beispiel: Bei der Inventur wurde vergessen, besagte Kartons nachzuzählen.

IR und KR ergeben kombiniert das sog. Fehlerrisiko (FR). Dieses drückt das Gesamtrisiko aus, dass unternehmensseitig ein Fehler entsteht und nicht korrigiert wird.[24]

Das Entdeckungsrisiko (ER) ist die Chance, dass ein Fehler bei der Prüfung durch den WP nicht entdeckt wird.[25]

Beispiel: Bei der Begleitung der Inventur fiel dem WP nicht auf, dass diese nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird. Als die Rechnungen mit den Wareneingangsbuchungen abgeglichen wurden, befand sich der betreffende Vorgang nicht in der Stichprobe.

Als Formel kann man diesen Zusammenhang in einem Risikomodell darstellen:[26]

Es wird in dieser Arbeit unterstellt, dass der multiplikative Zusammenhang die Realität korrekt widerspiegelt.[27]

3.3. Die Eigenschaften des Entdeckungsrisikos

Das Entdeckungsrisiko muss in diesem Modell näher untersucht werden. Stellt man die Formel nach dem Entdeckungsrisiko um, ergibt sich:

Aus dieser Gleichung ist ersichtlich, in welcher Beziehung PR, IR und KR zu ER stehen:[28]

Ein höheres Prüfungsrisiko erlaubt offensichtlich ein höheres Entdeckungsrisiko. Zu einem fixierten PR kann ein gestiegenes IR bzw. KR durch ein geringeres ER kompensiert werden.[29] Wie oben erläutert, soll die vorliegende Untersuchung aus Sicht des Prüfers erfolgen.[30] IR und KR kann dieser nicht direkt beeinflussen, da diese Risiken von den Gegebenheiten des Mandanten abhängen;[31] beide sind somit exogen. Auch PR ist mit maximal 5 % fest vorgegeben.[32] IR und KR bestimmen ein maximal zulässiges Entdeckungsrisiko (ERmax), sodass ein Prüfungsrisikoniveau von 5 % nicht überschritten wird.

Beispiel: Die X-GmbH hat eine gewöhnliche Buchhaltung. Hier wird mit einem inhärenten Risiko von 40 % gerechnet. Die internen Kontrollsysteme der X-GmbH sind stark veraltet und werden kaum gepflegt, daher beträgt das Kontrollrisiko 62,5 %.

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Der WP muss in diesem Beispiel die X-GmbH folglich so lange prüfen, bis er das Entdeckungsrisiko auf 20 % begrenzt hat, um das Prüfungsrisiko unter 5 % zu halten.

ERmax wird in Kapitel 3 als Nebenbedingung einfließen.

4. Das Spannungsfeld zwischen Risiko und Kosten

Prüfungsrisiko und -umfang stehen sich invers gegenüber.[33] Da ein größerer Umfang höhere Kosten verursacht und das Entdeckungsrisiko positiv auf das Prüfungsrisiko reagiert,[34] gilt diese Beziehung auch für Risiko und Kosten. Wird das Entdeckungsrisiko als von den Kosten (k) abhängige Funktion ER(k) betrachtet, ist diese demzufolge streng monoton fallend. Dennoch erreicht sie niemals den Wert null[35] und ist daher nach unten beschränkt. Es ist von einem abnehmenden Grenznutzen auszugehen.[36]

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Risiko und Kosten [Quelle: Eigene Darstellung]

Die folgende Darstellung[37] verdeutlicht diese Gedanken.

Ein beispielhaftes Entdeckungsrisiko von 30 % ist in dieser Grafik also mit Kosten in Höhe von etwa 255 GE verbunden.

Es soll nunmehr die sich aus diesem Spannungsfeld ergebende Problemstellung erläutert werden, um anschließend mögliche Lösungswege herauszuarbeiten.

4.1. Die Problemstellung

Wie oben erläutert, errechnet sich ERmax exogen. Da der WP an den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit gebunden ist,[38] strebt er nach Kostenminimierung. Seine Zielfunktion lautet daher:

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Risiko und Kosten mit Nebenbedingung [Quelle: Eigene Darstellung]

Wird die Nebenbedingung mit ERmax = 20 % in die Darstellung aufgenommen, verbleibt nur die rot gekennzeichnete Fläche als zulässiger Bereich.

4.2. Lösungsansätze

Anhand dieser Problemstellung sollen im Folgenden die Handlungsmöglichkeiten analysiert werden, die dem WP in diesem Spannungsfeld zur Verfügung stehen.

Denkbar sind drei verschiedene Wege, wie der Prüfer mit der oben beschriebenen Situation umgehen kann. Diese Wege stehen in keinem Konkurrenzverhältnis zueinander, sondern sind vielmehr auch parallel anwendbar.

Der erste Weg zielt darauf ab, nicht über das nötige Maß hinaus zu prüfen. Verringert der WP das Entdeckungsrisiko auf ER(k´), bewegt er sich noch im zulässigen Bereich. Die Kosten steigen jedoch auf . Da Kostenminimierung angestrebt wird, ist die Nebenbedingung im Optimum bindend mit:

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Der erste Weg [Quelle: Eigene Darstellung]

Dadurch entsteht eine Kostenersparnis von Demzufolge ist es für den WP schlicht unwirtschaftlich, eine Minimierung des Entdeckungsrisikos anzustreben.[39]

Der zweite Weg strebt, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, eine Lockerung der Nebenbedingung an.

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Der zweite Weg [Quelle: Eigene Darstellung]

Die Veränderung von ERmax zu ERmax´ führt zu einer Kostenersparnis in Höhe von . Da das maximale Prüfungsrisiko unveränderlich 5 % beträgt,[40] kann ERmax nur durch ein anderes inhärentes Risiko oder Kontrollrisiko bewegt werden. Zu beiden besteht ein antiproportionaler Zusammenhang;[41] ein höheres ERmax erfordert also ein niedrigeres IR bzw. KR.

Fortsetzung des Beispiels aus Kapitel 3.3: Durch einen Hinweis des WPs modernisiert die X-GmbH ihre internen Kontrollsysteme. Dadurch verringert sich das Kontrollrisiko erheblich von 62,5 % auf 36 %.

Zwar sind diese Größen nur mandantenseitig beeinflussbar.[42] Der Prüfer kann dem Mandanten jedoch durch Beratungsleistungen zu einer geringeren Fehlerwahrscheinlichkeit verhelfen, indem er Hinweise zur Verbesserung der Buchhaltung gibt oder intelligentere Kontrollsysteme empfiehlt. Dieser Einfluss des WPs auf den Mandanten wird in dieser Arbeit nicht detailliert untersucht, sondern als gegeben angenommen.

Als dritten Weg hat der WP die Möglichkeit, das Risiko „effizient zu minimieren“. Damit ist gemeint, ein geringeres ER zu den bisherigen Kosten bzw. das bisherige ER zu geringeren Kosten zu erreichen. bzw.

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Der dritte Weg [Quelle: Eigene Darstellung]

Graphisch äußert sich dies, wie die folgende Darstellung zeigt, in einer Drehung von ER(x) gegen den Uhrzeigersinn.

Durch die größere Steigung erreicht ER´(x) das geforderte ERmax schneller und damit kostengünstiger. Die Modifikation generiert eine Ersparnis von . Grundsätzlich kann dies durch jede Art von Effizienzsteigerung im Prüfungsprozess erfolgen. Simple Beispiele sind motivierte Mitarbeiter oder gute Kommunikationswege. Weitere Möglichkeiten, um das Risiko effizient zu minimieren, werden in Kapitel 5 näher beschrieben.

4.3. Das neue Problem: Der Kostendruck

Bisher implizierte das dargestellte Modell eine Monopolstellung des Prüfers, die dazu führt, dass dieser sein Honorar (und damit auch seine Kosten) nach Bedarf wählen kann.

In den nachfolgenden Ausführungen wird das Modell erweitert, um eine Annäherung an die Realität zu erreichen.

WP führen oftmals sehr günstige Prüfungen durch, um so einen ersten Kontakt zum Unternehmen herzustellen und Consultingaufträge zu generieren.[43] Für die folgenden Überlegungen wird angenommen, dass eine solche Quersubventionierung nicht stattfindet. Für ein langfristiges Überleben ist es also notwendig, die Prüfung kostendeckend zu gestalten.[44] Auch die Anlaufkosten der ersten Jahre[45] bleiben hier außer Betracht. Auf dem Markt für Abschlussprüfungen herrscht starke Konkurrenz. WP können ihre Honorare also nicht frei wählen,[46] sondern müssen sich an einen Marktpreis anpassen. Wenn das Honorar nach oben beschränkt ist, gilt dies, da von einer kostendeckenden Prüfung ausgegangen wird, auch für die Kosten. Es existiert also eine Grenze kmax, die nicht überschritten werden darf. Es gilt:

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Exogene Kosten

[Quelle: Eigene Darstellung]

Dennoch wird der WP weiterhin durch die Nebenbedingung

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Das binäre Entscheidungsproblem [Quelle: Eigene Darstellung]

eingeschränkt. Die Nebenbedingungen lassen lediglich eine Lösung im rot gekennzeichneten Bereich zu.

[...]


[1] Vgl. bspw. Finance-Magazin (Hrsg.) (2015): VW-Skandal: PwC gerät ins Visier, URL: https://www.finance-magazin.de/bilanzierung-controlling/bilanzierung/vw-skandal-pwc-geraet-ins-visier-1367081/ (letzter Abruf 03.07.2017).

[2] Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung (Hrsg.) (2002): Enron-Skandal: „Das Wirtschaftsprüfer-Testat ist fast bedeutungslos“, URL: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/enron-skandal-das-wirtschaftspruefer-testat-ist-fast-bedeutungslos-151819.html (letzter Abruf: 03.07.2017).

[3] Vgl. Weber, Rafael J. (2011), S. 55.

[4] Vgl. o. V. (2003): Vertrauenskrise in der Wirtschaftsprüfung, Podiums- und Plenardiskussion, in: Richter, Martin (Hrsg.) (2003), S. 281 - 293.

[5] Vgl. Umlauf, Steffen J. (2013), S. 13.

[6] Vgl. Hachmeister, Dirk. (2001), S. 81.

[7] Vgl. Quick, Reiner (1996), S. 1.

[8] Vgl. IDW PS 200 Tz. 19.

[9] Vgl. Gäth, Peter (2009), S. 13.

[10] Daher stellt das Risiko keine Zielfunktion, sondern eine Nebenbedingung dar, vgl. Kapitel 4.1.

[11] Vgl. IDW PS 200 Tz. 21.

[12] Vgl. IDW PS 240 Tz. 1.

[13] Vgl. Zaeh, Philipp E. (1999), S. 388.

[14] Vgl. IDW PS 250 Tz. 15.

[15] Vgl. Wolz, Matthias (2004), S. 141.

[16] Vgl. Wolz, Matthias (2003), S. 47.

[17] Vgl. Quick, Reiner (1996), S. 26.

[18] Vgl. Wiedmann, Harald (2002), S. 2066.

[19] Vgl. bspw. Müller, Christian (1996), S. 15.

[20] Vgl. Wolz, Matthias (2004) S. 140.

[21] Vgl. IDW PS 261, Tz. 6, ursprünglich geht diese Betrachtung allerdings auf SAS 47 von 1983 zurück.

[22] Vgl. Graumann, Mathias (2009), S. 165.

[23] Vgl. Graumann, Mathias (2009), S. 165.

[24] Vgl. Wolz, Matthias (2003), S. 54 - 55.

[25] Vgl. Graumann, Mathias (2009), S. 165.

[26] Dies ist das gängige Risikomodell nach SAS 47, welcher 2006 durch SAS 107 abgelöst wurde. Für die deutschen Begrifflichkeiten vgl. Quick, Reiner (1996), S. 33 - 65.

[27] Dies wird in der Literatur sehr kritisch gesehen, vgl. bspw. Quick, Reiner (1998), S. 246.

[28] Da es sich um Risikogrößen handelt, bewegen sich IR, KR und ER stets zwischen 0 und 1.

[29] Vgl. Quick, Reiner (1996), S. 49.

[30] Vgl. Kapitel 1.

[31] Vgl. SAS No. 107.22.

[32] Vgl. Kapitel 3.1.

[33] Vgl. Quick (1996), S. 27.

[34] Vgl. Kapitel 3.2.

[35] Vgl. SAS 107.24.

[36] Eine ähnliche Annahme findet sich bspw. in Wolz, Matthias (2003), S. 84.

[37] Die Kosten der Jahresabschlussprüfung sind in willkürlichen Geldeinheiten angegeben. Aufgrund der Umkehrung der Y-Achse kehren sich auch die Funktionseigenschaften um.

[38] Vgl. Kapitel 2.

[39] Vgl. Nagel, Thomas (1997), S. 115.

[40] Vgl. Kapitel 3.1.

[41] Vgl. Kapitel 3.3.

[42] Vgl. Quick, Reiner (1998), S. 245.

[43] Vgl. Kraßnig, Ulrich (2010), S. 60.

[44] Vgl. Umlauf, Steffen J. (2013), S. 121.

[45] Vgl. Kraßnig, Ulrich (2010), S. 61.

[46] Vgl. o. V. (2003): Vertrauenskrise in der Wirtschaftsprüfung, Podiums- und Plenardiskussion, in: Richter, Martin (Hrsg.) (2003), S. 285 - 288.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Risiko in der Jahresabschlussprüfung. Der Konflikt zwischen Risiko- und Kostenminimierung
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Rechnungslegung
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
35
Katalognummer
V372412
ISBN (eBook)
9783668504288
ISBN (Buch)
9783668504295
Dateigröße
1000 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Risiko, Abschluss, Prüfung, Abschlussprüfung, Jahresabschlussprüfung, HGB, IRS, IFRS, Rechnungslegung, Bilanz, Bilanzierung, GuV, Kapitalflussrechnung, WP, WPG, Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsprüfung, KPMG, PWC, Big, FOUR, Big4, Prüfer, Handelsgesetzbuch, Konzentration, Preisdumping, Honorar, Prüfungshonorar, Abschlusshonorar, Prüfungsrisiko, Entdeckingsrisiko, Modell
Arbeit zitieren
Benjamin Weber (Autor), 2017, Risiko in der Jahresabschlussprüfung. Der Konflikt zwischen Risiko- und Kostenminimierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372412

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