Unternehmenskontrolle in Deutschland. Eine Branchenstrukturanalyse


Masterarbeit, 2016
66 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Entstehung von Märkten für Untemehmenskontrolle

3) Kontrolle und Einfluss als wertvolle Vermögensgegenstände

4) Das Modell der Five Forces und die resultierende Problemstellung
4.1) Systemeigenschaften Deutschlands und die Rolle des Staates
4.2) Anteils- und Abstimmungsquoten an deutschen Aktiengesellschaften
4.3) Mechanismen der Kontrollübernahme und Shareholder Aktivismus
4.4) Zu den Akteuren der benannten Märkte
4.5) Anpassung der Five Forces und Herleitung einer Branchendefinition

5) Fazit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1) Einleitung

Das Modell der Five Forces (o.a. „Die Triebkräfte des Branchenwettbewerbs“[1] ) (Abb. 1) kommt für gewöhnlich bei der Betrachtung industriellen Wettbewerbs zur Anwendung. Es zeigt fünf Wettbewerbskräfte die auf eine Branche einwirken. Damit wird Wettbewerb in einer Branche als weitreichendes Phänomen verstanden. Das Modell dient als Grundlage für die Durchführung einer Branchenstrukturanalyse (BSA). Dies wiederum erfordert eine Branchendefinition, die Abgrenzungen zwischen den Branchenteilnehmern zulässt. Die BSA dient primär der Entwicklung von Wettbewerbsstrategien, wofür sie einen umfassenden methodischen Rahmen zur Verfügung stellt. Die zentralen Akteure im Modell sind die Wettbewerber. Sie werden von den Lieferanten mit vorgelagerten Elementen eines Produkts oder einer Dienstleistung[2] beliefert und verarbeiten diese zu den Branchenprodukten, die von den Abnehmern nachgefragt werden. Die Gewinne der Wettbewerber werden durch Ersatzprodukte, potenzielle neuen Konkurrenten und durch die Verhandlungsmacht der Abnehmer und Lieferanten beeinflusst.[3] Außerdem kann auch der Gesetzgeber direkt, indirekt und auf alle Wettbewerbskräfte einwirken und somit enormen Einfluss haben.[4] Die zusammengenommene Stärke der Wettbewerbskräfte bestimmt die Wettbewerbsintensität und damit letztlich das Gewinnpotenzial einer Branche.[5]

Am Markt für Unternehmenskontrolle (UNK) werden Unternehmen bzw. Anteile an Unternehmen in einer Größenordnung gehandelt, die Kontrolle[6] über die Unternehmensressourcen einräumt.[7] Dazu werden Mechanismen der Kontrollübernahme eingesetzt. Aufgrund der von Manne beschriebenen Korrelation zwischen Managementeffizienz und Aktienkurs, wird der Kontrollbesitz ein wertvoller Vermögensgegenstand. Dazu müssen die Kontrollmöglichkeiten zur Korrektur von Managenientineffizienzen[8] eingesetzt werden.[9] Am Markt für Unternehmensbeeinflussung (UNB) wird Shareholder Aktivismus (SA) (o.a. Anteilseigneraktivismus) praktiziert. SA umfasst jegliche Aktionen die von Anteilseignern, aufgrund von Unzufriedenheit, allein oder im Kollektiv durchgeführt werden, um Veränderungen im Unternehmen herbeizuführen. Dabei wird auf die Unternehmensübernahme verzichtet.[10] Ausgehend von der positiven Korrelation zwischen Aktienkurs und Managementeffizienz ist SA ebenfalls ein wertvoller Vermögensgegenstand. Dazu muss auch Aktivismus mit dem Ziel der Korrektur von Managementineffizienzen durchgeführt werden. Außerdem muss man ausreichend Anteile am Zielobjekt halten, deren potenzielle Werterhöhung die Kosten des Aktivismus decken.[11] An beiden Märkten werden Kontroll- und Einflussmöglichkeiten, die mit dem Ziel der Korrektur von Managementineffizienzen eingesetzt werden, zu wertvollen Vermögensgegenständen. Nicht zuletzt weil die direkte Teilnahme am Unternehmensgeschehen die Agenturkosten senkt.[12] Jedoch findet letztlich kein industrieller Wettbewerb statt. Außerdem existiert bislang keine Branchendefinition, die die beschriebenen Aktivitäten erfasst, Abgrenzungen zwischen den Branchenteilnehmern erlaubt und den Branchenwettbewerb als weitreichendes Phänomen ansieht.

Im Umkehrschluss ergibt sich die Problemstellung, die diese Arbeit angehen soll. Da kein industrieller Wettbewerb betrachtet wird und es bislang keine Branchendefinition gibt, kann das Modell der Five Forces (Abb. 1) nur als Orientierung dienen. Somit soll weder der methodische Rahmen zur Entwicklung von Wettbewerbsstrategien angewendet, noch die einzelnen Analyseaspekte, die es innerhalb der klassischen Wettbewerbskräfte anzugehen gilt, untersucht werden. Vielmehr sollen mögliche Wettbewerbskräfte identifiziert werden, die dem Anspruch gerecht werden der Komplexität einer potenziellen Branche als ganzes Rechnung zu tragen. Auf dieser Grundlage wird ein angepasstes Modell (Abb. 2) entwickelt, das im Stande ist die strukturellen Merkmale einer potenziellen Branche abzubilden. Im Anschluss wird unter Berücksichtigung der gesammelten Erkenntnisse eine potenzielle Branchendefinition hergeleitet. Die geografische Fokussierung schließt die Darstellung einer internationalen Branchenstruktur nicht aus. Stattdessen unterstreicht sie sogar die Bedeutung des Standorts an dem man agiert. Zudem wird durch die Berücksichtigung verschiedenster Akteure, Mechanismen der Kontrollübernahme und SA der internationalen Ausprägung einer potenziellen Branche Rechnung getragen. Eine solche Systematisierung wurde bislang noch nicht vorgenommen und es existiert auch noch keine Branchendefinition. Da jedoch eine signifikante wechselseitige Beziehung zwischen den benannten Märkten besteht[13] und Korrespondenzen bei den Akteuren, ihren Zielsetzungen und zwischen den Mechanismen der Kontrollübernahme und SA zu erkennen sind, erscheint dieser Brückenschlag als angebracht.

Im Folgenden werden zunächst Grundlagen zu den benannten Märkten erfasst. Im Anschluss erfolgt die Herleitung der Problemstellung. Der Hauptteil beginnt mit der Betrachtung des Zusammenwirkens der Systemeigenschaften Deutschlands und des gesetzlichen Einflusses bei der Entstehung der benannten Märkte und dem dortigen Wettbewerb. Daraufhin werden relevante Anteils- und Abstimmungsquoten an deutschen Aktiengesellschaften (AGs) definiert und zusammengefasst. Es folgt eine Analyse der Mechanismen der Kontrollübernahme und des SA. Dann werden die Hauptakteure der benannten Märkte identifiziert und näher betrachtet. Der Abschluss des Hauptteils erfolgt mit der Entwicklung des angepassten Modells (Abb. 2) in Anlehnung an das Modell der Five Forces (Abb. 1) und der Herleitung einer potenziellen Branchendefinition. Die Arbeit endet mit einem Fazit.

2) Die Entstehung von Märkten für Ehiternehmenskontrolle

Grundsätzlich liefert die Prinzipal-Agent-Theorie den theoretischen Rahmen für die Probleme aus der Trennung von Eigentum und Kontrolle. Einerseits findet die Theorie ihren Ursprung in Überlegungen zur Arbeitsteilung, bei der nicht nur automatisch, sondern vor allem aus Effizienzgründen eine Delegationsbeziehung zwischen einem

Auftraggeber (Prinzipal) und einem Auftragsempfänger (Agent) zustande kommt. Andererseits beruht sie auf Überlegungen zur Informationsineffizienz, bei denen man von Informationsasymmetrien zwischen den Vertragspartnern ausgeht. Das zentrale Augenmerk dieser Theorie liegt in der Analyse der strategischen Wechselbeziehung zwischen Prinzipal und Agent. Diese Parteien unterliegen per Annahme unvollständigen Informationen, sie verhalten sich opportunistisch und weisen unterschiedliche Risikoneigungen und Nutzenfunktionen auf. Von besonderer Bedeutung ist, dass der Agent durch sein Verhalten nicht nur seine eigene Nutzenfunktion, sondern auch die des Prinzipals beeinflusst. Außerdem unterliegt der Prinzipal dem Problem der Ergebniskontrolle, was es ihm unmöglich macht festzustellen, welcher Anteil seines Nutzens durch das Agentenverhalten entsteht. Haben die beiden Parteien unterschiedliche Zielvorstellungen, können Interessenskonflikte auftreten. Allerdings versuchen sie prinzipiell ihre eigene Nutzenfunktion zu maximieren. Hinzu kommt, dass ein unterschiedlicher Informations stand und opportunistisches Verhalten aller Beteiligten, die potenziellen Interessenskonflikte bestärken. Demnach unterstellen die Annahmen der Theorie eine Ineffizienz in der Vertragsbeziehung zwischen den Parteien, die zu Wohlfahrtsverlusten führen kann. Diese Verluste werden als Agenturkosten bezeichnet.[14]

Märkte für UNK haben sich als eigenständige Märkte ausdifferenziert. Hier werden Unternehmen[15] bzw. Anteile an Unternehmen in einer Größenordnung gehandelt, die einem Käufer die Kontrolle über die Unternehmensressourcen einräumt. Sie durchlaufen eigenständige Konjunkturzyklen und zu den Akteuren gehören Organisationen sowie gelegentlich Individuen.[16] Ein Markt für UNK kann nicht eindeutig vom Aktienmarkt abgegrenzt werden.[17] Ein Unternehmen kann gelistet sein, aber es muss nicht zwingend am Markt für UNK gehandelt werden. Ein solcher Fall liegt vor, wenn ein gelistetes Unternehmen von Blockaktionären[18] dominiert wird, die nicht gewillt sind, ihre Anteile zu verkaufen. Zudem können rechtliche und praktische Handelshemmnisse vorliegen, die das Auftreten am Markt für UNK verhindern.[19]

Bereits in den 1930er Jahren hat man eine Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten der Manager in amerikanischen Großunternehmen erkannt, die eine zunehmende Trennung von Eigentum und Kontrolle nach sich gezogen hat. Mit der Entwicklung der Aktiengesellschaft (AG) hat sich der Konflikt zwischen Managern und Eigentümern manifestiert. Denn eine AG kann sich durch Streubesitz kennzeichnen, der schon bei ihrer Entstehung zu schwer zu koordinierenden Einzelinteressen geführt hat. Streubesitz ist demnach eine wichtige Voraussetzung für Manager gewesen, sich der Kontrolle und Überwachung (bzw. Monitoring) durch Eigentümer entziehen zu können. Allerdings erhöht er auch die Wahrscheinlichkeit Ziel einer feindlichen Übernahme[20] zu werden. Zwischen 1970 bis 1990 ist es daher sowohl in den USA, als auch in einigen westeuropäischen Staaten zu einer erheblichen Anzahl solcher Übernahmen gekommen. Dieses Phänomen hat sich ab den 1990ern merklich abgeschwächt.[21] Allerdings sind letztlich die ersten Märkte für UNK entstanden. Außerdem hat sich mit der Vielzahl feindlicher Übernahmen der Konflikt zwischen Eigentümern und Managern verstärkt. Denn Eigentümer haben diese Form der Unternehmensübernahme derzeit genutzt um ihre Eigentumsrechte durchzusetzen, obwohl einige Manager ihre Macht nicht abtreten wollten. Der Markt für UNK hat es nun auch ermöglicht sehr große Unternehmen aufzukaufen,[22] und ein Grund hierfür kann in der Spekulationsabsicht liegen. Denn so hat Henry Manne bereits in den 1960er Jahren die positive Korrelation zwischen Managenienteffizienz und Aktienkurs erkannt, wonach sich die Herbeiführung eines effizienteren Managements positiv auf den Aktienkurs auswirkt und die Realisation von Spekulationsgewinnen ermöglicht.[23] Zwischen 1970 bis 1990 haben sich feindliche Übernahmen als effizient erwiesen, um notwendige Restrukturierungsmaßnahmen zu erzwingen. Ein solches Vorgehen sollte disziplinierende Wirkung auf das Management haben, und hat sich legitimiert, da einem Unternehmen als Vertragsgeflecht kein übergeordnetes Interesse gegenüber den Eigentümerinteressen beigepflichtet wurde. Zudem hat sich die Vielzahl feindlicher Übernahmen aus der Kritik gegenüber stakeholder[24] -orientierten Managern erklärt. Diese versuchen alle mit dem Unternehmen verbundenen Interessen zu berücksichtigen, was horrende Transaktionskosten nach sich gezogen hat und nur über den Markt verringert werden konnte. Andere Manager haben nicht die Ziele der Profitmaximierung und der Maximierung des Unternehmenswertes in den Vordergrund gestellt, sondern den Fortbestand ihrer Macht. Wieder andere haben versucht das Vermögen zu maximieren, welches für die Durchführung von Projekten notwendig gewesen ist und ihnen bei fehlender Überwachung durch die Eigentümer als Mittel für strategische Zwecke zur Verfügung gestanden hat. Der Einbehalt hat den Rückfluss ins Unternehmen ermöglicht, wodurch Manager sich die Suche nach neuen Kapitalgebern ersparen, und auch UNB und Durchleuchtung durch außenstehende vermeiden konnten.[25] Feindliche Übernahmen haben sich derzeit als sichtbares und wirkungsvolles Instrument erwiesen um Rationalität in der Mittelverteilung herbeizuführen, und überschüssiges Vermögen den rechtmäßigen Empfängern, namentlich den Anteilseignern, zuzuführen.[26] Sie haben allerdings auch zu opportunistischem Verhalten der Manager geführt. So ist es teilweise zu einer Veränderung der Eigentümerstrukturen gekommen, indem Manager den Streubesitz, ihre derzeitige Machtgrundlage, in den Besitz anderer Unternehmen gelenkt haben. Dadurch haben sich steuerbare Unternehmensnetzwerke mit Überkreuzverflechtungen in Personal und Kapital gebildet. Deren Zweck ist es gewesen, sich besser vor feindlichen Übernahmen zu schützen. Zwar haben sich Manager der Kontrolle und Überwachung durch Eigentümer nicht mehr entziehen können. Jedoch hat es sich bei den neuen Eigentümern um kooperierende und damit steuerbare ETnternehmen gehandelt, wodurch Manager sich ihre Macht durch gegenseitige Ehiternehmensbeteiligungen abgesichert haben.[27]

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat es Fusionen[28] gegeben. Allerdings nicht in dem Ausmaß, dass von Märkten für UNK gesprochen werden konnte. Für einen solchen Markt muss das Aktienkapital liquide sein. Liquidität liegt vor, sobald sich eine Aktie jederzeit in beliebiger Menge handeln lässt. Als die ersten Märkte für UNK entstanden sind, hat Kleinaktionären die nötige Kraft gefehlt sich einem attraktiven Übernahmeangebot zu widersetzen. Das hat die Liquidität des Aktienkapitals bestärkt. Folge dieser Liquidität ist ein fehlendes strategisches Interesse der Kleinaktionäre an ihren Beteiligungen gewesen. Außerdem sind Kleinaktionäre nicht imstande die Kosten der Koordination breit gestreuter Einzelinteressen zu tragen. Daher haben sie sich opportunistisch verhalten, indem sie es präferierten ihre Beteiligungen abzustoßen (Exit) anstatt Einfluss auf das Unternehmen auszuüben (Voice), was die Liquidität weiter gefördert hat. Auch deshalb ist es den Managern möglich gewesen ihre eigenen Interessen zu verfolgen.[29] Eine Aktie gilt zudem als Liquide sobald das Aktienkapital breit gestreut ist, ein Binnenmarkt existiert, der den freien Kapitalverkehr zulässt und entsprechende Finanzinstrumente zur Verfügung stehen. Zu den innovativen Finanzinstrumenten zwischen 1970 bis 1990 haben die Junk Bonds gezählt, die potenziellen Käufern „große Mengen an Risikokapital für feindliche Übernahmen zur Verfügung“[30] gestellt haben. Dadurch ist auch die Akquisition von Stimmrechtsmehrheiten an besonders großen Unternehmen möglich geworden, was die Kontrolle der Anteilseigner verbessert hat.[31] Um Kontrolle und Liquidität am Aktienmarkt miteinander zu vereinbaren, gilt es zu akzeptieren, dass es sich um gegensätzliche Faktoren handelt. Wer Kontrolle will, muss auf Liquidität verzichten und umgekehrt. Zudem führt der Kauf bzw. Verkauf von Aktienpaketen zu Aktienkursveränderungen, was als Kontrollzuschlag bzw. -abschlag bezeichnet wird.

Existiert ein Markt für UNK in Verbindung mit einem liquiden Aktienmarkt, ermöglicht dieser zunächst die Voice-Strategie, und noch bevor sich daraus resultierende Konsequenzen im Aktienkurs abbilden, eine Beteiligung abzustoßen. So wurde neben Gründen wie der Entschärfung der Anti-Trust-Gesetzgebung im Rahmen der Reagan Administration und den innovativen Finanzinstrumenten,[32] auch die Möglichkeit Kontrolle und Liquidität miteinander zu vereinbaren, für die große Anzahl feindlicher Übernahmen angeführt. Große Aktienpakete wurden letztlich liquider und auch die Netzwerkstrukturen in Form von Überkreuzverflechtungen wurden wieder aufgebrochen. So ist es vor allem im angelsächsischen System, parallel zur Welle der feindlichen Übernahmen, zur Expansion der Märkte für UNK gekommen. Die Umsatzsteigerung in den USA hat sich zwischen 1982-1986 auf 145 Mrd. USD belaufen. Bis 1989 ist der Umsatz um weitere 43,4 Mrd. USD gestiegen und hat ein Niveau von 244,1 Mrd. USD erreicht. 1990 ist er allerdings wieder auf 164 Mrd. USD zurückgefallen. Für den europäischen Raum hat man den Umsatz 1992 auf ca. 29 Mrd. Pfund geschätzt. In diesen Daten wurden alle Unternehmenskäufe und -Verkäufe gewisser Größenordnung berücksichtigt.[33]

Das Problem das sich aus der Prinzipal-Agent-Theorie ergibt, ist die Frage wie Anteilseigner als Auftraggeber die Verwendung ihres Eigentums in ihrem Interesse sicherstellen können.[34] Agenturkosten sind echte Kosten die Einfluss auf den Ertrag haben und so den Marktwert eines Unternehmens schmälern. Es sei denn, sie werden von den Marktteilnehmern antizipiert und in der Unternehmensbewertung berücksichtigt. Ein rational handelnder Anteilseigner strebt nach der Maximierung des Marktwertes seiner Anteile. Er könnte versuchen die Agenturkosten durch Überwachung des Managements zu reduzieren. Dies lohnt sich jedoch nur wenn der daraus entstehende Nutzen, die Kosten der Überwachung überwiegt. Der Nutzen ist abhängig von der Höhe seiner Anteile, die Kosten nicht. Daher haben Kleinaktionäre prinzipiell kein Anreiz zur Überwachung. Sie nehmen eher eine Trittbrettfahrer-Position ein, indem sie sich auf das Monitoring anderer verlassen. Dies ist möglich, da sich Überwachungseffekte im Marktwert aller Anteile abbilden.[35] In der Literatur werden verschiedene Regelungsmechanismen zur Reduktion der Agenturkosten diskutiert.[36] Da der Aktienkurs positiv mit der Managementeffizienz korreliert und somit bedeutende Informationen für die Verifizierung lohnenswert er Zielunternehmen (bzw. Zielobjekte) liefert,[37] besteht die überwachende und disziplinierende Wirkung des Marktes für UNK, als Mechanismus zur Reduktion der Agenturkosten, durch die bloße Möglichkeit übernommen zu werden. Theoretisch müsste dies Manager zum effizienten Umgang und an die Eigentumsinteressen angepasste Verwendung, der ihnen zur Verfügung gestellten Mittel zwingen.[38]

3) Kontrolle und Einfluss als wertvolle Vermögensgegenstände

Henry Mannes Beschreibung der Funktionsweise des Marktes für UNK von 1967 geht davon aus, dass Anteilseigner eines schlecht geführten börsennotierten Unternehmens ihre Anteile abstoßen. Dies führt zu einem fallenden Aktienkurs. Akteure die am Markt für UNK teilnehmen, interpretieren dieses Signal als Managementineffizienz und erwerben Anteile in einer Größenordnung die ihnen Kontrolle einräumt. Indem sie für ein effizienteres Management sorgen, kommt es zur Erhöhung des Aktienkurses, was beim Verkauf zuvor erworbener Anteile zu Kapitalerträgen führt.[39] Bis dahin bedingen sich Unternehmensübernahmen hauptsächlich aus wettbewerbsstrategischen Gründen, wie z.B. eine Monopolstellung zu erreichen, Konkurrenz in die Schranken zu weisen, internes Wachstum oder größenbedingte Skalenerträge zu generieren. Die positive Korrelation zwischen Aktienkurs und Managementeffizienz führt dazu, dass Kontrolle über ein Unternehmen ein wertvoller Vermögensgegenstand wird. Dieser besteht unabhängig von anderen Gründen einer Unternehmensübernahme, vorausgesetzt sie wird durchgeführt um Managementineffizienzen auszumerzen. Ein solches Bestreben kann auf mehrere Gruppen angewendet werden. So verfügen bspw. Konkurrenten, Lieferanten und Kunden über einzigartige Informationen der Managementleistung eines möglichen Zielunternehmens. Aber auch institutionelle Investoren und Marktanalysten, da sie eigene Analysen und Recherchen durchführen, um auf dieser Basis Investitionsentscheidungen zu treffen oder Empfehlungen zu geben. Akteure, die am Markt für UNK über Informationen für die Lokalisierung von Managementineffizienzen verfügen, oder sie bereitstellen, werden als Informationstrader[40] bezeichnet. Sie gewährleisten eine gewisse Markteffizienz indem sie dafür sorgen, dass Aktienkurse nicht zu stark von ihren fundamentalen Werten abweichen. Wichtig ist, dass Informationstrader, insofern sie an einem Unternehmen beteiligt sind, eher die Strategie Exit statt Voice präferieren. Denn die Aktivität am Markt für UNK erfordert nicht nur horrende Summen an Risikokapital, sondern auch Erfahrungen im Management. Zudem fühlt der Kauf eines Blockanteils, zu einer Konzentration im Aktienportfolio, die das unsystematische Risiko den Nutzen aus Diversifikation überwiegen lässt. Da die Mehrzahl der Informationstrader die Exit-Strategie bevorzugt, ermöglichen sie denen, die aus der Korrektur von Managementineffizienzen Gewinne erzielen wollen, den Zugang zum Markt für UNK.[41]

Es besteht eine signifikante wechselseitige Beziehung zwischen dem Markt für UNK und dem Markt für UNB. Im angelsächsischen System hat sich der Markt für UNB vor allem gebildet, weil die Aktivität am Markt für UNK durch aufsichtsrechtliche und staatliche Verordnungen eingeschränkt wurde.[42] Am Markt für UNB wird SA praktiziert. SA umfasst jegliche Aktionen die von Anteilseignern allein oder im Kollektiv durchgeführt werden, um Veränderungen im Unternehmen herbeizuführen ohne dabei auf die Unternehmensübernahme abzuzielen.[43] Stadler verweist auf den Auslöser der Unzufriedenheit, weshalb aktivistische Anteilseigner „versuchen, die Strategie des Unternehmens durch Kommunikation mit und Druck auf das Management zu beeinflussen und zu ihren Gunsten zu verändern.“[44] Auch er erklärt, dass Aktivisten auf die Unternehmensübernahme verzichten.[45]

Die Gründe für SA liegen ebenfalls in Problemen aus der Trennung von Eigentum und Kontrolle.[46] Gemäß der Agency Theorie können Aktionäre die Agenturkosten durch Überwachung des Managements senken und somit den Unternehmens wert erhöhen. Entsprechend wird von aktivistischen Anteilseignern angenommen, dass sie aufgrund ihrer Aktivität eine Reduktion der Agenturkosten bezwecken. Grundsätzlich handelt es sich beim SA aber nicht um einen einheitlich definierten Begriff, und eine aktivistische Grundhaltung kann aus jeder Form von Unzufriedenheit der Aktionäre resultieren. Es existiert auch keine gesetzliche Definition. Stattdessen weist das Aktiengesetz einen feststehenden Katalog an Aktionärsrechten auf.[47] Da SA keine absoluten Stimmrechtsmehrheiten erfordert, sind die Möglichkeiten zur Verbesserung der Managementleistung eingeschränkt. Aktivisten müssen es schaffen den Vorstand, als zentrale Autorität eines Zielunternehmens, von ihren überlegenden Informationen und ihren wertsteigeraden Strategievorschlägen zu überzeugen.[48] Ausgehend von der positiven Korrelation zwischen Aktienkurs und Managementeffizienz ist SA ebenfalls ein wertvoller Vermögensgegenstand. Dazu muss auch Aktivismus mit dem Ziel der Korrektur von Managementineffizienzen und einer resultierenden Aktienkurserhöhung durchgeführt werden. Das schließt Aktivismus der auf soziale Veränderungen abzielt aus.[49] Des Weiteren müssen Aktivisten über ausreichend hohe Anteilspositionen verfügen, damit die Gewinne aus der Korrektur von Ineffizienzen die Kosten des Aktivismus decken. Wie auch am Markt für UNK wird davon ausgegangen, dass Aktivisten an einem Markt agieren, an dem die Mehrzahl der Informationstrader die Strategie Exit statt Voice präferiert. Deshalb wirkt der korrektive Mechanismus ähnlich wie am Markt für UNK, dennoch ist er weitaus weniger aggressiv.[50] Typische Themen die mit SA adressiert werden, sind die Beeinflussung der Unternehmensstrategie, Dividendenzahlungen, Wahl und Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, Vorstandsbesetzung und -entlohnung sowie der Vorstandswechsel oder die Veränderung schlechter Corporate Governance[51] (CG), etc.[52] Es ist primär der Aktivismus der auf Veränderungen der Unternehmensstrategie abzielt, welcher zu Werterhöhungen führt.

Aber auch Veränderungen der CG können indirekt zu Werterhöhungen führen.[53] Beim Aktivismus betreffend der Kapitalstruktur werden zwar positive Kursentwicklungen festgestellt, diese sind jedoch unwesentlich. Ebenfalls zu unwesentlichen Kurserhöhungen führt Aktivismus der auf die Aufhebung von Defensivmaßnahmen gegen feindliche Übernahmen, Wechsel von Führungskräften, Verbesserung der Vorstandsunabhängigkeit oder Managemententlohnung abzielt.[54]

Aktivismus hat man bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts beobachtet. Damals haben sich Versicherungen, Banken oder auch Investmentfonds dafür eingesetzt die Macht der Manager einzuschränken, indem sie die Unternehmenspolitik beeinflusst haben. Dem SA im heutigen Sinne werden mehrere Ereignisse zugerechnet. 1942 hat die Securities and Exchange Commission (SEC) die Regel 14a-8 erlassen, wodurch man Anteilseignern gewisser Größenordnung mit sog. proxy proposals ermöglicht hat, Handlungsvorschläge für die Unternehmensstrategie auf der HV zur Abstimmung einzureichen. Zwischen den 1950ern bis 1990ern haben institutioneile Investoren ihre Beteiligungen am amerikanischen Aktienkapital ausgeweitet. Während sie 1953 ca. 10% gehalten haben, sind es 1985 bereits 45% gewesen.[55] Die Steigerung ihrer Beteiligungen und die Gründung des Council of Institutional Investors hat ihnen zusätzlichen Einfluss eingeräumt. Aber vor allem aufgrund der Abwehrmaßnahmen, den sog. Poison Pills, die Manager während der Welle feindlicher Übernahmen genutzt haben, um sich entsprechend zu schützen, und des Rückgangs der Aktivität am Markt für UNK Ende der 1980er, haben sich institutioneile Investoren dem SA zugewendet. Um den Markt für UNK wirkungsvoller zu gestalten, haben Aktivisten die Defensivtaktiken der Manager bekämpft und sind zunehmend autonom aufgetreten. Zu Beginn der 1990er haben sie daher ein beträchtliches Ausmaß an Kontrolle erreicht.[56] Das heutige SA Verständnis beschränkt sich nicht auf institutioneile Investoren. Aktivismus kann sowohl von wohlhabenden Individuen, als auch von Organisationen praktiziert werden.[57] Damit besteht ein Abgrenzungsproblem zwischen den Akteuren der benannten Märkten.

4) Das Modell der Five Forces und die resultierende Problemstellung

Unternehmen, die im Wettbewerb stehen, weisen Wettbewerbsstrategien auf. Strategische Planung ist ein Instrument zum Erzielen von Wettbewerbsvorteilen. Es dient der Koordination der Aktionen verschiedener Unternehmensbereiche, um eine auf die Ziele des gesamten Unternehmens ausgerichtete Strategie zu formulieren. Die BSA von Porter bietet einen ausführlichen methodischen Rahmen der Komplexität einer Branche als ganzes Rechnung zu tragen. Dieser soll Unternehmen dabei unterstützen die gesamte Branche analysieren zu können, zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren, sowie die eigene und die Positionierung der Konkurrenten zu verstehen. Abschließend gilt es mit den gesammelten Erkenntnissen eine Wettbewerbsstrategie zu entwickeln. Für gewöhnlich wird die BSA im Rahmen industriellen Wettbewerbs angewendet und ihr Fundament ist das Modell der Five Forces (Abb. l).[58] Um eine BSA durchzuführen erfordert es einer Branchendefinition, was nicht mit den Geschäftsbereichen, in denen ein Unternehmen konkurriert, zu verwechseln ist. Durch diese Definition werden Grenzen festgelegt die Unterscheidungen zwischen Konkurrenten, Herstellern von Ersatzprodukten, Lieferanten und Abnehmern zulassen. Entsprechend wird Wettbewerb innerhalb einer Branche als weitreichendes Phänomen angesehen.[59] Eine Branche kennzeichnet sich durch mehrere Unternehmen die Produkte anbieten, welche sich beinahe ersetzen können.[60]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Das Modell der Five Forces.[61]

Das Modell der Five Forces (Abb. 1) zeigt fünf Wettbewerbskräfte die auf eine Branche einwirken. Die zusammengenommene Stärke dieser Kräfte bestimmt die Wettbewerbsintensität und diese wiederum das Gewinnpotenzial der Branche[62] Bei der Wettbewerbskraft Potenzielle neue Konkurrenten gilt es die Bedrohung durch neue Konkurrenten zu analysieren. Dies erfolgt durch die Betrachtung von Markteintrittsbarrieren. Die Bedrohung durch neue Konkurrenten hängt davon ab welche Barrieren es gibt, und wie die etablierten Wettbewerber auf den Markteintritt neuer Konkurrenten reagieren. Gibt es viele Barrieren und ist es entsprechend schwer diese zu überwinden, können starke Gegenmaßnahmen erwartet werden. In diesem Fall ist die Bedrohung durch neue Konkurrenten gering. Sollten neue Konkurrenten am Markt auftreten, können Preise sinken oder die Kosten der etablierten Wettbewerber steigen. Letztlich wird dadurch die Rentabilität der Branche gesenkt.[63] Mit der Rivalität unter den bestehenden Unternehmen sind Positionskämpfe gemeint. Positionskämpfe werden bspw. durch Preiswettbewerb oder Reklameschlachten geführt. Rivalität entsteht, weil ein oder mehrere Konkurrenten auf die Positionskämpfe der anderen reagieren, oder weil sie schlicht ihre eigene Position verbessern wollen. In vielen Branchen besteht eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Unternehmen, sodass sich Maßnahmen eines Wettbewerbers auf die Aktionen der anderen auswirken. Auch für die Analyse der Rivalität gibt es strukturelle Faktoren die beleuchtet werden müssen und deren Zusammenwirken den vorherrschenden Grad der Rivalität bestimmt.[64] Die Unternehmen stehen im Wettbewerb zu Branchen die Ersatzprodukte produzieren. Die hiermit gebotene und oftmals attraktivere Preis-Leistungs-Alternative legt eine Preisobergrenze für die Branchenprodukte fest. Dadurch wird das Gewinnpotenzial begrenzt. Der Einfluss dieser Substitute zeigt sich in der Preiselastizität der Nachfrage nach dem jeweiligen Branchenprodukt. Allerdings ist es schwer sie zu lokalisieren, und letztlich erfordert es die branchenübergreifende Suche nach Produkten, die die gleichen Aufgaben erfüllen. Dabei gilt es vor allem diese zu analysieren, die ein günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis oder deren Produzenten hohe Gewinne aufweisen.[65] Um der Komplexität einer Branche als ganzes Rechnung zu tragen, müssen zudem Komplementärprodukte identifiziert werden. Da sie gemeinsam mit den Branchenprodukten verwendet werden, ergänzen sie diese.[66] Im Rahmen industriellen Wettbewerbs beeinflussen die Abnehmer Preise, Qualität und Leistung der von ihnen nachgefragten Branchenprodukte, oder boten Wettbewerber gegeneinander aus. Dies reduziert die Rentabilität der Branche. Die Verhandlungsmacht verschiedener Abnehmergruppen ist abhängig von bestimmten Charakteristika ihrer Marktsituation, und dem Anteil der von ihnen bezogenen Produkte an allen Verkäufen der Branche. Porter hat auch hierfür entsprechende Aspekte aufgezeigt, die zu analysieren sind, um die Verhandlungsmacht verschiedener Abnehmergruppen zu bestimmen.[67] Außerdem sollte beachtet werden, dass eine Branche ihre Produkte nicht nur an eine Abnehmergruppe verkauft. Entsprechend verweist er auf eine potenzielle Heterogenität der Abnehmer, die dazu zwingen könnte Abnehmergruppen zu identifizieren, deren gesamte Verhandlungsmacht entscheidend ist.[68] Auch Lieferanten haben Einfluss auf die Rentabilität einer Branche. Sie können bspw. die Qualität der von ihnen gelieferten Produkte senken, oder deren Preise erhöhen. Porter erklärt, dass die Voraussetzungen für eine hohe Verhandlungsmacht der Lieferanten oft die analogen Umkehrungen der Voraussetzungen für eine hohe Verhandlungsmacht der Abnehmer sind.[69] Die Verhandlungsmacht der Lieferanten kann durch Optimierung der Einkaufsstrategie reduziert werden, wofür es ebenfalls zu berücksichtigende Richtlinien gibt.[70] Obwohl Porter den staatlichen Einfluss nicht als eigene Kraft anführt, ist seine Berücksichtigung bei der Analyse industriellen Wettbewerbs wesentlich. Denn die Regierung wirkt direkt, indirekt und vielleicht sogar auf alle Wettbewerbskräfte. So wird empfohlen, den Einfluss der Regierung innerhalb der fünf Wettbewerbskräfte jeweils einzeln zu analysieren. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Vorschrift.[71]

In Anlehnung an die bisher gesammelten Erkenntnisse sollte das Folgende festgehalten werden. An den benannten Märkten findet kein industrieller Wettbewerb statt. Stattdessen werden an beiden Märkten Kontroll- und Einflussmöglichkeiten, die mit dem Ziel der Korrektur von Managementineffizienzen eingesetzt werden, zu wertvollen Vermögensgegenständen. Nicht zuletzt weil die direkte Teilnahme am Unternehmensgeschehen die Agenturkosten senkt. Außerdem existiert bislang keine Branchendefinition, die die beschriebenen Aktivitäten an den benannten Märkten erfasst, Abgrenzungen zwischen den Branchenteilnehmern erlaubt und den Branchenwettbewerb als weitreichendes Phänomen ansieht. Im Umkehrschluss ergibt sich die Problemstellung, die diese Arbeit angehen soll. Da kein industrieller Wettbewerb betrachtet wird und es bislang keine Branchendefinition gibt, kann das Modell der Five Forces (Abb. 1) nur als Orientierung dienen. Somit soll weder der methodische Rahmen zur Entwicklung von Wettbewerbsstrategien angewendet, noch die einzelnen Analyseaspekte, die es innerhalb der klassischen Wettbewerbskräfte anzugehen gilt, untersucht werden. Vielmehr sollen mögliche Wettbewerbskräfte identifiziert werden, die dem Anspruch gerecht werden der Komplexität einer potenziellen Branche als ganzes Rechnung zu tragen. Auf dieser Grundlage wird ein angepasstes Modell (Abb. 2) entwickelt, das im Stande ist die strukturellen Merkmale einer potenziellen Branche abzubilden. Im Anschluss wird unter Berücksichtigung der

[...]


[1] Porter (2013), S. 38.

[2] Zu Formulierungszwecken umfasst der Begriff Produkte im Folgenden sowohl Produkte, als auch Dienstleistungen.

[3] Vgl. Porter (2013), S. 25f, 37-39, 70f.

[4] Vgl. Porter (2013), S. 66f.

[5] Vgl. Porter (2013), S. 37.

[6] Kontrolle kann in dieser Arbeit mit Verfügungsmacht gleichgesetzt werden.

[7] Vgl. Windolf (1994), S. 81.

[8] Managementineffizienzen können aus Perspektive der Anteilseigner, aus einer weitreichenden Palette von Ursachen herrühren. Vgl. Kapitel 2, 3; Das einfachste und übergeordnete Beispiel wäre ein inkompetentes amtierendes Management eines Zielobjekts, dass nicht für einen effizienten Ressourceneinsatz sorgt. Vgl. Jensen, Ruback (1983), S. 2;

[9] Vgl. Manne (1965), S. 112-119.

[10] Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 3; Vgl. Stadler (2010), S. 12.

[11] Vgl. Sharfmann (2015), S. 113.

[12] Vgl. Schiereck (2014), S. 17; Vgl. Höpner, Jackson (2001), S. 4f.

[13] Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 3; Manne (1965), S. 110. 115-117.

[14] Vgl. Stadler (2010), S. 67-79.

[15] Es gibt keine einheitliche Definition für das Unternehmen, obwohl eine Vielzahl von Gesetzen Bezug auf den Unternehmensbegriff nimmt. Daher gibt es in der Wissenschaft verschiedene Merkmale die ein Unternehmen kennzeichnen. Somit wird es als Organisation verstanden, welche aus Wirtschaftsgütern besteht. Diese ist zudem ein Geflecht von Aktionen und Handlungen, das von Individuen errichtet und auf ein definiertes Ziel gerichtet ist. Unternehmen bieten werthaltige Leistungen gegen Entgelt an, die sowohl materieller als auch immaterieller Art sein können, und sie dienen den Individuen als Erwerbsquelle. Betriebe sind, als selbständige organisatorische Einheiten, Bestandteile eines Unternehmens, die weitgehend die gleichen Merkmale aufweisen. Vgl. Wilplinger (2007), S. 9f.

[16] Vgl. Windolf (1994), S. 81.

[17] Im Folgenden wird bei Märkten für UNK und Märkten für UNB weitestgehend der Singular verwendet. Es sollte berücksichtigt werden, dass es so viele der benannten Märkte gibt, wie es Staaten mit Aktienmärkten und entsprechend beeinflussbaren und handelbaren Unternehmen gibt.

[18] Auch für Blockaktionäre existiert keine einheitliche Definition. Der Begriff wird zur Umschreibung von Anteilseignern mit beträchtlichen Anteilspositionen verwendet. Die Grenzen für eine Kategorisierung als Blockaktionär orientieren sich häufig an den per Aktiengesetz (AktG) definierten Schwellenwerten, die für die Beherrschung bedeutender Beschlüsse der Hauptversammlung (HV) erforderlich sind und variieren zwischen 25%, 50% und 75%. Vgl. Ampenberger (2010), S. 219; Fichtner (2009), S. 9; Franks, Mayers (2001), S. 946f.; In den USA dagegen, kennzeichnen sich Blockaktionäre bereits durch über-5%-Beteiligungen. Dies ist der aufsichtsrechtlichen Offenlegungspflicht der Absichten, die mit einer solchen Beteiligung angestrebt werden, geschuldet. Vgl. Clifford (2008), S. 324.

[19] Vgl. Detzer (2014), S. 23.

[20] Eine feindliche Übernahme ist eine Form der Unternehmensübernahme, die gegen den Willen von Vorstand, Aufsichtsrat und Belegschaft durchgeführt wird. Vgl. Wirtz (2014), S. 21.

[21] Vgl. Höpner, Jackson (2001), S. 5.

[22] Vgl. Davis, Stout (1992), S. 605f.

[23] Vgl. Manne (1967), S. 236.

[24] Es gibt eine Vielzahl von Interessensparteien die Einfluss auf ein Unternehmen haben. Alle samt werden als Stakeholder bezeichnet. Die mit einer Vertragsbeziehung zum Unternehmen werden als primäre Stakeholder bezeichnet. Zu ihnen zählen bspw. der Gesetzgeber, Mitarbeiter, Kreditinstitute, Kunden und Lieferanten, sowie die Anteilseigner. Stakeholder verfolgen für gewöhnlich nicht die selben Ziele, weshalb es zu Interessenskonflikten kommen kann. Vgl. Stadler (2010), S. 11.

[25] Vgl. Adams (1989), S. lf.

[26] Vgl. Davis, Stout (1992), S. 608.

[27] Vgl. Windolf (1994), S. 79-83.

[28] Bei einer Fusion handelt es sich um eine Verschmelzung zwischen zwei oder mehreren Rechtsträgern. Vgl. § 2 UmwG.

[29] Vgl. Höpner, Jackson (2001), S.4.

[30] Höpner, Jackson (2001), S. 5.

[31] Vgl. Adams (1989), S. 2.

[32] Vgl. Höpner, Jackson (2001), S. 5; Davis, Stout (1992), S. 607.

[33] Vgl. Windolf (1994), S. 83-85.

[34] Vgl. Höpner, Jackson (2001), S. 4.

[35] Vgl. Stadler (2010), S. 80-82.

[36] Vgl. Höpner, Jackson (2001), S. 4; Stadler (2010), S. 82-87.

[37] Vgl. Manne (1965), S. 112f.

[38] Vgl. Höpner, Jackson (2001), S. 4f.

[39] Vgl. Manne (1967), S. 236.

[40] Keine Informationstrader sind Direktoren, wegen ihren Insiderinformationen, Liquiditätstrader, die vornehmlich passiv oder in Indexfonds investieren und Noisetrader, die stimmungsabhängig, auf Basis von Gerüchten oder veralteten Informationen investieren. Vgl. Goshen, Parchomovsky (2006), S. 711, 721-723.

[41] Vgl. Sharfmann (2015), S. 104-109.

[42] Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 3; Manne (1965), S. 110, 115-117.

[43] Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 3.

[44] Stadler (2010), S. 12.

[45] Vgl. Stadler (2010), S. 12.

[46] Vgl. Stadler (2010), S. 12.

[47] Vgl. Schiereck (2014), S. 17f.; Tomic (2014), S. 11.

[48] Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 1; Sharfmann (2015), S. 101.

[49] Aktivismus der auf soziale oder ökologische Veränderungen abzielt, wird vor allem in der europäischen Literatur als Shareholder Engagement bezeichnet. Vgl. Burgy (2012), S. 100-102.

[50] Vgl. Sharfmann (2015), S. 112-114. " .

[51] Bei der Corporate Governance handelt es sich um den organisatorischen Ordnungsrahmen eines Unternehmens. Dieser regelt die Untemehmensführung und -Überwachung. Vgl. Haidar (2009), S. 1.

[52] Vgl. Burgy (2012), S. 104; Stadler (2010), S. 13, 15, 33.

[53] Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 4.

[54] Vgl. Brav u.a. (2008), S. 1731.

[55] Vgl. Gillan, Starks (2007), S. 57.

[56] Vgl. Stadler (2010), S. 12-15.

[57] Vgl. Stadler (2010), S. 12; Vgl. Rose, Sharfmann (2014), S. 22f, 27.

[58] Vgl. Porter (2013), S. 25f.

[59] Vgl. Porter (2013), S. 39, 70f.

[60] Vgl. Porter (2013), S. 39.

[61] Entnommen aus Porter (2013), S. 38.

[62] Vgl. Porter (2013), S. 37.

[63] Vgl. Porter (2013), S. 41-49.

[64] Vgl. Porter (2013), S. 53-57.

[65] Vgl. Porter (2013), S. 60f.

[66] Vgl. Porter (2013), S. 226.

[67] Vgl. Porter (2013), S. S. 61-64.

[68] Vgl. Porter (2013), S. 159f.

[69] Vgl. Porter (2013), S. 64-66.

[70] Vgl. Porter (2013), S. 175-179.

[71] Vgl. Porter (2013), S. 66f.

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten

Details

Titel
Unternehmenskontrolle in Deutschland. Eine Branchenstrukturanalyse
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Autor
Jahr
2016
Seiten
66
Katalognummer
V373449
ISBN (eBook)
9783668524248
ISBN (Buch)
9783668524255
Dateigröße
64404 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unternehmenskontrolle, deutschland, eine, branchenstrukturanalyse, BWL, Struktur, Analyse, Unternehmen
Arbeit zitieren
Schadi Tayeh (Autor), 2016, Unternehmenskontrolle in Deutschland. Eine Branchenstrukturanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373449

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