Islam und Islamismus. Welche Rolle spielt "der" Islam im "Islamischen Staat" (IS)?


Bachelorarbeit, 2016
46 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Aufbau und Struktur

3. Begrifflichkeiten

4. Einführende Worte zu Islam und Islamismus
4.1. Die islamische Entstehungsgeschichte
4.2. Mohammed, Mekka und Medina
4.3. Koran: Unterteilung in Mekka -und Medina-Texte
4.4. IS-Zeitschrift Dabiq
4.5. Jihad - was versteht man darunter?
4.6. Ideologische und strategische Unterschiede zwischen al-Quaida und dem IS
4.7. Dabiq - ein Hochglanzmagazin
4.8. Die öffentliche Wahrnehmung des IS - Ein strategisches Mittel
4.9. Welche Rolle spielt „der“ Islam im „Islamischen Staat“?

5. Die Genese des „Islamischen Staates“ Teil 1 - Irak
5.1. Die Genese des „Islamischen Staats“ Teil 2 - Syrien
5.2. Die irakische Zivilbevölkerung und die UN-Resolution 661

6. AuslandskämpferInnen im IS
6.1. Zustrom in den „Islamischen Staat“ - Ein global umfassender Prozess
6.2. Motive ausländischer KämpferInnen

7. Schlusswort

8. Fazit

9. Quellen

1. Einleitung

In folgender Arbeit soll versucht werden, die Rolle der Weltreligion Islam innerhalb der Ter- rorbewegung „Islamischen Staat“, kurz IS, darzulegen. In einem Interview der österreichi- schen Tageszeitung Der Standard mit Lydia Wilson1 („Der Islam in seiner extremen Form spielt für sie keine Rolle“2 ) werden verschiedenste Gründe genannt, weshalb sich Menschen dem IS anschließen - und nicht ausschließlich aufgrund einer religiösen Überzeugung, wie man es von KämpferInnen in einem „Heiligen Krieg“ erwarten würde. Hier ein kurzer Aus- schnitt aus dem Interview:

STANDARD: Was waren Ihre wesentlichen Erkenntnisse? Warum kämpfen diese jungen Leute für den IS?

Wilson: Bei den Gesprächen hat sich gezeigt, dass die Befragten zum Großteil nicht wirklich die extre- men Ansichten vertraten, die von der IS-Propaganda verbreitet werden. Sie wussten nicht einmal die Hälfte davon. Sie kannten beispielsweise nicht die Geschichte und die Hintergründe des Kalifats. Sie wussten auch nichts über den Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi, ihren vermeintlichen Anführer. Sie sagten zwar, dass sie unter der Scharia leben wollten, wussten aber auf Nachfrage nicht, wie ein solches Leben im Detail aussehen sollte. Sie reagierten sehr verwirrt und konnten auch nicht wirklich erklären, was der Jihad für sie bedeutete.

STANDARD: Sie waren also nicht wirklich mit dem Islam vertraut?

Wilson: All diese Begriffe, die der IS sehr oft verwendet und die von außen als starker ideologischer Rahmen angesehen werden, wurden von diesen jungen Kämpfern zum Großteil einfach nicht verstanden. Das heißt nicht, dass sie sich dem Islam nicht verpflichtet fühlten, das taten sie sehr wohl. Auf die Frage, was Islam für ihn bedeutet, sagte einer: "Mein Leben." Der Islam spielte für sie also schon eine Rolle, aber nicht in der extremen Form, wie es die Führer des "Islamischen Staates" verlangen. Hier ging es nicht darum, in den Himmel, in das Paradies zu kommen.

STANDARD: Was hat sie dann angetrieben?

Wilson: Sehr viel klarer war, dass diese Kämpfer überzeugt waren, für ihr Land, für ihre Familie und ih- re Würde zu kämpfen. Allen gemeinsam war ein tiefer Hass auf die USA und ihre eigene Regierung im Irak. Sie fühlten sich sehr diskriminiert und in ihrer politischen Vertretung nicht repräsentiert. Seit Al- Kaida im Irak ausgelöscht wurde, gab es niemanden, der ihnen anbot, für sie zu kämpfen. Bis der IS kam. Der IS gab ihnen die Gelegenheit, ihre Identität zu verteidigen und stolz darauf zu sein, Sunnit zu sein“ (URL 1, 27.12.2015)

Der „Islamische Staat“ erzeugt mit seiner eigenen Namensgebung die triviale Annahme, dass „der“ Islam von zentraler Bedeutung für die Anliegen jener islamistisch-terroristischen Grup- pierung im Irak und Syrien sei. Die interviewten Männer, ehemalige IS-Kämpfer aus dem Irak, sprechen vom Islam, als sei er „ihr Leben“. Andererseits sind sie sich zentraler Ideolo- giepunkte des IS unsicher, z.B. wenn es sich um die genaue Bedeutung von Begrifflichkeiten wie Kalifat oder Scharia und deren Hintergründe handelt. Islam scheint in dieser Hinsicht von unterschiedlicher Bedeutung und Triebkraft für seine „Gläubigen“ und den AnhängerInnen des IS zu sein. Eine islamistische Ideologie wird zum einem von der IS-Elite geformt und z.B. in professionellen Online-Magazinen um den Globus verbreitet und angesehen. Andererseits haben die politischen Veränderungen im Irak, die zum größten Teil von den USA eingeleitet wurden, viele Feinde gegen den „Westen“ geschaffen, so erzählen es die irakischen Männer im Interview. Der IS gebe ihnen die Möglichkeit, sich gegen die vorherrschende Politik zur Wehr zu setzen und ihr Vaterland zu verteidigen. Menschen aus anderen Ländern folgen ebenfalls dem Ruf des „Islamischen Staats“, für sie ist eine religiöse Motivation dem (voll- ständigen) Interview zufolge zentraler als für jene aus dem Irak, denn Ehre, Stolz, Geld und aber auch „der“ Islam, in welcher Form auch immer, seien wesentliche Faktoren und Motive für die interviewten Männer.

Hier stellen sich folgende Fragen: In welchem Ausmaß sind die Aussagen der irakischen Männer relevant bzw. wissenschaftlich nachvollziehbar? Ein kleines Sample von durch Wil- son Befragten ist nicht ausreichend, um die Aussage, dass der Islam in seiner extremen Form für sie keine Rolle spiele, zu bestätigen. Denn die interviewten Männer bekennen sich offen- kundig „zum“ Islam und durch die von ihnen ausgeführten Terroranschläge wird eine direkte Verbindung zwischen tödlicher Gewalt und ihrem Glauben hergestellt. Wilson betont im Interview, dass man zwischen der Terrororganisation IS und den Menschen, die sich ihr an- schließen, unterscheiden muss - jedoch weißt in der bisherigen Betrachtung vieles auf den gemeinsamen Nenner Islam hin, der IS entstand in islamisch geprägten Ländern, die inter- viewten Männer bekennen sich klar zu ihrem Glauben, noch viel wichtiger sei der Glaube für ausländische KämpferInnen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass „der“ Islam, in welcher Form auch immer, für den IS und seine AnhängerInnen eine wesentlichere Rolle spielt als im Interview größtenteils angegeben wird.

2. Aufbau und Struktur

Um die These, „der“ Islam, in welcher Form auch immer, spiele eine wesentlichere Rolle für IS-KämpferInnen im „Islamischen Staat“ als im Interview erwähnt wird, zu falsifizieren, wird die Bachelorarbeit in drei thematische Blöcke unterteilt, um folgende Unterfragen mit absteigender Abstraktionsebenen zu beantworten:

- Ebene 1: Religion - Wo ist die Ideologie des IS innerhalb „des“ Islams zu verorten?
- Ebene 2: Organisation - Warum fand das Terrornetzwerk IS seinen Ausgangspunkt im Irak und Syrien?
- Ebene 3: AkteurInnen - Wie zentral ist das Motiv Islam und welche andere Motive sind wichtig, weshalb sich Menschen dem IS anschließen?

Der erste Themenblock handelt über die Ideologie des IS, worauf sie sich bezieht und wie andere MuslimInnen mit ihr umgehen. Dazu werden in den Kapiteln 4 bis 4.3 ein Überblick über die islamische Entstehungsgeschichte, den Propheten Mohammed und den Koran gege- ben und ein kurzer Einblick in eine Grundsatzdebatte der Islamwissenschaften gewährt, die z.B. darüber handelt, wie kriegerisch der Koran an sich tatsächlich ist oder nicht. Dieser As- pekt ist wesentlich in der Diskussion, welche Rolle „der“ Islam für den „Islamischen Staat“ spielt, denn MuslimmInnen sowie der IS beziehen sich auf die Fundamente „des“ Islam - deshalb wird in Kapitel 4.4 die IS-Zeitschrift Dabiq untersucht um zu sehen, wie diese Ele- mente innerhalb der IS-Ideologie verwendet werden und wie sie sich mit den Weltbildern von MuslimInnen außerhalb des IS decken.

Anschließend wird in Kapitel 4.5 exemplarisch der Begriff Jihad diskutiert, mit dem der IS ganz klar den offensiven, militärischen Kampf meint, während gleichzeitig andere Interpretationen und Umsetzungen des Jihad in der islamischen Welt verbreitet sind.

In den Kapitel 4.6 und 4.7 werden al-Quaida und der IS verglichen und ideologische und strategische Unterschiede besprochen, um dadurch das extreme Ausmaß der Ideologie des IS besser zu verdeutlichen.

In Kapitel 4.8 wird auf andere, nicht genuin religiöse Botschaften im Dabiq-Magazin einge- gangen, die bestimmte soziale Bedürfnisse bei den LeserInnen der Zeitschrift wecken sollen, um jene auch ohne religiöser Entschlossenheit für sich zu gewinnen.

Als Zwischenresümee der bisherigen Diskussion, wie „islamisch“ der „Islamische Staat“ ist, werden in Kapitel 4.9 erste Ergebnisse besprochen, die darauf hinweisen, dass sich die Ideo- logie weit außerhalb der restlichen islamischen Welt befindet. Die These, „der“ Islam spiele eine wesentlichere Rolle im „Islamischen Staat“ als im Interview angedeutet, kann dadurch aber nicht ausreichend genug widerlegt werden. Der IS ist letztendlich in Ländern mit starker islamischer Prägung entstanden, deshalb sollte man das Motiv Islam nicht einfach ausblenden, sondern vorerst nur hinten anstellen. Es muss der gesamte Kontext der IS- Entstehungsgeschichte berücksichtigt werden, im Idealfall sollte jede Biographie von ange- henden und aktiven IS-KämpferInnen einzeln analysiert werden, aus welchen Gründen sie sich sonst noch dem IS angeschlossen haben.

Daher wird im zweiten Themenblock die Genese des IS im Irak und Syrien besprochen und nach Hinweisen gesucht, wie die Jahre der Sanktionen und Kriege in diesen Ländern zur Ent- stehung des IS beigetragen haben. Dazu wird in den Kapitel 5 und 5.1 die jüngste Ereignisge- schichte im Irak ab dem Einmarsch von US-Soldaten mit britischer Unterstützung 2003 hin zur etappenweisen Formation von al-Quaida im Irak zum IS und dem Ausruf des IS-Kalifats 2014 betrachtet. Es wird auf die Argumente der interviewten Männer eingegangen, da sie ver- schiedene Gründe nennen, weshalb sie dem IS Folgschaft leisteten. Damit soll entschlüsselt werden, inwieweit „der“ Islam nach ihrem Verständnis zentrale Triebkraft war und welche andere Motive von Bedeutung für jene im Irak und Syrien gewesen sein könnten, sich dem IS anzuschließen. In Kapitel 5.2 soll darauffolgend die Frage beantwortet werden, ob die politi- schen Veränderungen, an denen viele „westliche“ Mächte beteiligt waren, in der Argumenta- tion, weshalb der IS als bisher größte Terrororganisation entstanden ist, nicht viel zentraler sind als die Bedrohungen, die vom islamischen Glauben ausgehen.

Im dritten und letzten Themenblock wird auf die Motive der IS-KämpferInnen, vor allem auf jene aus dem Ausland, eingegangen und die Rolle des Motivs Islam generell hinterfragt. Im Kapitel 6 wird die Rolle der AusländerInnen im IS besprochen, in Kapitel 6.1 die weltweiten Zuströme zum IS geschildert und in Kapitel 6.2. eine auf 700 Einzelfällen basierende Studie verwiesen, die eine erste Kategorisierung von ausländischen IS-KämpferInnen zulässt. Im Schlusswort, Kapitel 7, werden die bisherigen Ergebnisse aufgelistet, die die These, „der“ Islam spiele eine wichtigere Rolle als im Interview angedeutet, zum größten Teil widerlegen.

Im Fazit, Kapitel 8, wird rückblickend auf die wissenschaftliche und politische Debatte über „den“ Islam eingegangen, da sie ständiger Begleiter während der Erstellung der Bachelorar- beit war und Auskunft darüber gibt, warum „der“ Islam sein zweifelhaftes Image nicht ab- streifen kann.

3. Begrifflichkeiten

Vorab der inhaltlichen Auseinandersetzung sollen die Begriffe Islam, Jihad und „Islamischer Staat“, die laufend in der Arbeit verwendet werden, definiert werden. Hier sei angemerkt, dass zum Zwecke der Einheitlichkeit im Fließtext die Schreibweise „Jihad“ gewählt wurde, während in den Zitaten die Originalschreibweise der verwendeten Quelle übernommen wurde.

„Islam [arab. „Hingabe an Gott“], der, von Mohammed zw. 622 und 632 in Medina (erste Gemeindeord- nung), monotheistische Weltreligion, ihre Anhänger bezeichnen sich als Muslime. Seinem Wesen nach ist der I. eine Offenbarungsreligion, gekennzeichnet durch die unbedingte Ergebung in den Willen Gottes (Islam), wie er im Koran, dem hl. Buch des Islam, niedergelegt ist. Als Urkunde der göttl. Offenbarung, Quelle des Glaubens und Norm des Handelns in der islam. Gemeinde (Umma) kommt ihm höchste und absolute Autorität zu. Er ist religiöses und weltl. Gesetzbuch zugleich, die Umma (theologisch) religiöse und polit. Gemeinde. Als Mitglied der Umma ist der Muslim Angehöriger des universalen „Hauses des I.“ („Dar al-Islam“). Jedem Muslim sind die fünf Hauptpflichten des I. („Säulen des Islam“) vorgeschrie- ben: das Glaubensbekenntnis zu dem einem Gott (Allah) und Mohammed als seinem Propheten (die Schahada); da tägl. Fünfmalige Beten (Salat); das Fasten während des Fastenmonats Ramadan (Saum); das Almosengeben für soziale, karitative und missionar. Zwecke (Zakat) und die Wallfahrt nach Mekka einmal im Leben (Hadjdj). Der Genuss von Schweinefleisch und Wein ist verboten, da das Gebet im Zu- stand der kult. Reinheit zu verrichten ist. Die enge Verbindung von Staat und Religion (das erste islam. Gemeinwesen war Glaubensgemeinschaft und Staat zugleich) wirkt im in der islam. Welt bis heute fort. Die beiden Hauptrichtungen des I. vertreten die Sunniten (90%) und die Schiiten (10%). Letztere v.a. im Iran, wo der schiit. I. seit 1502 Staatsreligion ist, sowie in Irak, in Syrien und Pakistan. Die Sunniten ver- stehen sich als die islam. Orthodoxie; ihre unterschiedl. Auslegungstraditionen führten zur Herausbildung von vier Rechtsschulen (Hanabaliten, Hanefiten, Malikiten, Schafiiten); die Schiiten (zu Shia „Partei Alis“) sehen allein in Ali, dem Schwiegersohn Mohammeds, und seinen Nachkommen den rechtmäßigen Nachfolger und Leiter der islam. Gemeinde. […] Mit dem Zusammenbruch des Osman. Reiches und der Gründung des modernen türk. Nationalstaates nach dem ersten Weltkrieg und der Abschaffung des Kali- fats (1924) geriet der I. in eine Krise; seine Renaissance setzte nach dem 2. Weltkrieg im Zusammenhang mit verstärkten panislam. und panarab. Bestrebungen ein. Seit den 60er-/70-Jahren gewinnt der „islam.

Fundamentalismus“ zunehmend an Einfluss, v.a. in den arab. Staaten, in der Türkei, im Sudan, in Pakis- tan, zuletzt (seit 1992) in Afghanistan. Sein Ziel ist die Einheit von Politik und Religion auf dem Funda- ment islam. Rechts (Scharia) und die Errichtung eines „islam.Staates“ (1979 im Iran durch Ayatollah Khomeini verwirklicht). Geistiges Zentrum des islam. Fundamentalismus ist die El-Azhar-Univ. in Kairo, einer ihrer einflussreichsten Träger die Muslimbruderschaft.“ (Der Brockhaus Band 7 1998, S. 9)

„Djihad [arab. „Bemühen“], der (Dschihad), im Islam der allumfassende Einsatz für die Sache Gottes (Allahs), beinhaltet für den Muslim die Pfllicht, nach seinen Möglichkeiten zur Verbreitung des Islam beizutragen und dessen Herrschaftsgebiet (Dar al-Islam) zu verteidigen oder zu vergrößern; wird in die- sem Sinn bes. als heiliger Kampf (auch Krieg) gegen die Gegner des Islam verstanden, wobei der Koran jedoch zw. den Ungläubigen (Polytheisten) und den Empfängern der göttl. Offenbarung (Juden und Christen) unterscheidet; diese dürfen entsprechend im Ggs. zu Ersteren nicht zwangsbekehrt werden.“ (Der Brockhaus Band 3 1998, S. 333).

„Islamischer Staat“: „Wer ist der IS? Beim "Islamischen Staat" handelt es sich um eine islamistische Terrororganisation, deren Mitglieder sich zu einer radikalen Auslegung des sunnitischen Islam bekennen. Der Islamische Staat kontrolliert zur Zeit Teile Syriens und des Iraks. Hier hat die Organisation am 29. Juni 2014 ein Kalifat ausgerufen. Zur Zahl der IS-Kämpfer gibt es nur Schätzungen, die von einigen zehntausend bis zu mehreren hunderttausend reichen. Aufgrund der militärischen Erfolge gegen den Is- lamischen Staat sollen inzwischen viele ausländische Kämpfer in ihre Heimatländer zurückkehren. Die Ideologie des IS besagt, dass sich das Kalifat langfristig auf das Gebiet der Staaten Syrien, Irak, Libanon, Israel, Palästina und Jordanien erstrecken soll. Im Einflussgebiet des IS gelten die Gesetze der Scharia, Frauen werden unter Androhung ihres Todes gezwungen, einen Schleier zu tragen. Der UN- Weltsicherheitsrat, die USA, Großbritannien und Deutschland haben die dschihadistisch-salafistische Gruppe als terroristische Vereinigung eingestuft. Die 2004 gegründete sunnitische Gruppe nennt sich heu- te Islamischer Staat (IS)“ (URL 2, 19.04.2016).

Innerhalb der arabischen Welt hat sich der Begriff Da´ish (Daula al-islamiya fil-Iraq wa al- Sham - dt. Islamischer Staat im Irak und Großsyrien3 ) als ein Akronym mit abwertender Verwendung zu „Islamischer Staat“ herausgebildet. Außerhalb gibt es verschiedene Formen, den „Islamischen Staat“ zu benennen, so beschloss der französische Außenminister Laurent Fabius den Amtsgebrauch von Da´ish einzuführen, um die Unterteilung zwischen Islam, Mus- limen und Islamisten zu betonen. In Deutschland wird die Bezeichnung „IS“ verwendet, in den USA „ISIS“ oder „Da´ish“.

„Eine Gruppe britischer Imame forderte Premier David Cameron auf, doch bitte fortan vom „UnIslamischen Staat“ zu sprechen. Ein ähnliches Anliegen, sich gegen die Vereinnahmung des Begriffs „Islam“ durch den IS zu wehren, lässt unter dem Hashtag #notinmyname eine weltweite Twitter-Kampagne von Muslimen florieren“ (Reuter 2015, S. 18).

Je nach Entwicklungsphase des heutigen „Islamischen Staates“ können drei Entwicklungsstadien festgemacht werden, die jeweils eine neue Namensgebung hervorbrachten. ISI steht für „Islamischer Staat im Irak“ ab 2006, „ISIS“ für die Erweiterung nach Syrien ab April 2013 und durch den Ausruf des Kalifats am 29. Juni 2014 spricht man vom „IS“, dem „Islamischen Staat“ (vgl. ebd., S. 19). In weiter Folge werden außer in den Kapitel 5, 5.1 und 5.2 ausschließlich die Bezeichnungen IS und „Islamischer Staat“ verwendet.

4. Einführende Worte zu Islam und Islamismus

Jede Religion trägt Spuren ihre Entstehungsepoche in sich, und mit fortschreitendem zeitlichem Abstand kann es zu einem Bedeutungsverlust kommen, wenn die Geistes -und Naturwissenschaften „alte“ Wahrheiten widerlegen, die man heute als radikal bezeichnet (vgl. Hartmann 2014, S. 267).

Islamisten stützen sich auf bestimmte Aussagen des Korans, benützen also eine bestimmte Interpretation des Islams, die aber nicht zwingend ist. Die Mehrheit der Muslime weltweit hat eine andere Interpretationsweise, etwa in Indonesien oder in der Türkei. Man geht davon aus, dass es weltweit zzt. etwa 1,6 Milliarden Muslime gibt, von denen etwa 200 Millionen, etwa 15%, islamistische Tendenzen haben, wobei ein radikaler Flügel von etwa 7 Millionen, etwa 0,5%, sich als Jihadisten bezeichnen. Fundamentalismus in diesem Zusammenhang bedeutet eine fundamentalistische Interpretation des Islams. Es bedeutet ein Zusammenprallen der so- genannten modernen Welt mit der fundamentalen Interpretation der heiligen Schriften. Für Islamisten ist der Koran sakrosankt, absolute Botschaft und wortwörtlich zu interpretieren. Spezifisch ist, dass Islamismus nicht „im stillen Kämmlein“ (Küntzel 2006, S.6), sondern oft militärisch umgesetzt wird. Leittragende sind vor allem jene Muslime, die nicht der Doktrin des Jihadismus folgen. Doch der „Westen“, der „ferne“ Feind, wird immer mehr zur Angriffsfläche von offenbar religiös-legitimiertem Terror (vgl. ebd, S.5f).

4.1. Die islamische Entstehungsgeschichte

Die islamische Glaubenslehre gründet auf den heiligen Schriften des Korans, den Hadith- Übersetzungen (Berichte von Mohammed verfassten Verordnungen und Taten) und der Sunna (Mohammeds Aussprüchen). Mohammed verfasste um 610 n.Chr. die Koransuren in Mekka und flüchtete 622 nach Medina, wo er einen muslimischen Stadtstaat errichtete. Mohammeds Offenbarungen gelten als Verbalinspirationen - der Koran ist also „wortwörtlich Gottes Wort“. Nicht das Individuum, sondern die Gemeinschaft steht im Mittelpunkt des islamischen Selbstverständnisses, analog zur gesellschaftlichen Struktur des von Mohammed gegründeten Stadtstaats in Medina. Die Menschheitsgeschichte wird als Prophetengeschichte erlebt, in der Jesus und Mohammed als Propheten Gottes gelten, jedoch Mohammed innerhalb des Islam als abschließender Prophet die zentrale Bedeutung hat. Die Verflechtung von theologi- schen (Koran) und weltlichen (Sunna und Hadith) Elementen durch islamische Gesetzesge- lehrte in den ersten Jahrhunderten des Islams nennt man Scharia - deren absolute Umsetzung ist Ziel islamistischer Gruppierungen. Bei der Scharia handelt es sich um keine absolute Fest- legung, sie wurde nicht kodifiziert (im Sinne eines juristischen Nachschlagewerkes) und de- ren Umsetzung ist vom jeweiligen Herrscher abhängig (vgl. Rohrhöfer 2015, S. 3).4

4.2. Mohammed, Mekka und Medina

Mekka (Stadt im heutigen Saudi-Arabien), damals an wichtigen Handelsrouten zwischen Da- maskus und Jemen gelegen, war das religiöse Zentrum Arabiens im 6. Jhdt. n. Chr. Heilige Stätte war die Kaaba, ein polytheistisches Zentrum, wo jeder Stamm Abbilder seiner Gotthei- ten um die Kaaba aufstellen durfte. Selbst Christen durften Bilder von Jesus und Maria ins Innere der Kaaba aufhängen - eine nötige religiöse Toleranz, um weiterhin Händler verschie- dener Länder nach Mekka kommen zu lassen. Mohammed, selbst Kaufmann, war ein Prediger vor der Kaaba, der vor einem Großarabischen Reich, der Umma, träumte. Nach dreizehn Jah- ren hatte er eine Anhängerschaft von einigen Hunderten, vor allem Sklaven, die er durch Re- den von seinem Glauben überzeugte. Mit dieser Gefolgschaft zog er nach Medina mit der Hoffnung, dort mehr AnhängerInnen für seine Glaubenslehre als bisher in Mekka zu finden. In Medina bewies sich Mohammed als Schlichter und Diplomat zwischen den großen arabi- schen Stämmen der Aos und Khazradasch und wurde zum Herrscher über Medina auserkoren. Er befand sich im Krieg mit Mekka und hoffte gleichzeitig auf eine freiwillige Annahme des Korans durch die Juden und Christen, die in Medina lebten. Durch Verflechtung und Trans- formation jüdischer und christlicher Elemente, z.B. indem er sich auf Abraham, dem Urvater der Stämme berief und auch Teile der Bibel in den Koran einfügte, hoffte er auf einen Zusp- ruch und zwangslose Annahme seiner Glaubenslehre. Vor allem gefielen Mohammed die jü- dischen Rituale, es wurde sogar die Gebetsrichtung nach Jerusalem gelegt. Die jüdischen Be- wohner von Medina jedoch weigerten sich, den Glauben anzunehmen und stellten sich auf die Seite der Mekkaner. Hier vollzog Mohammed eine Kehrtwende, nicht mehr das Wort, son- dern Gewalt war das Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele. Als Mohammed Mekka eroberte, wurden die Götzenbilder um die Kaaba zerstört. Medina wurde von Juden und Christen „ge- säubert“. Fast die Hälfte der Kriege auf der arabischen Halbinsel wurde gegen Juden geführt später wurde die Gebetsrichtung nach Mekka zurück verlegt (vgl. Abdel-Samad 2014, S. 63 ff).

4.3. Koran: Unterteilung in Mekka -und Medina-Texte

„Während die Mekka-Texte als weltoffen zu bezeichnen sind, zielen die Medina-Texte auf die Binnenloyalität der Umma, der Gemeinschaft der Gläubigen, sowie darauf, äußere Feinde abzuwehren“ (Röhrhofer 2015, S. 3). Die Sure 85 wird den Medina-Texten zugerechnet, die Teil dessen ist, wenn „Aufrufe zur Gewaltanwendung in den Medina-Suren zu einer JihadDoktrin verdichten, dass der Koran jedoch auch beim Jihad strenge Regeln vorsieht. Es bleibt festzuhalten, dass die Koran-Suren, auch die von Medina, den Islam nicht als eine Religion des Schwertes definieren“ (ebd., S. 32).

Ein andere Quelle sagt diesbezüglich: „Mohammed war Träger einer Mission, ein Gottgesandter. Es galt, die Ungläubigen, Spötter und Uneinsichtigen für Gott zu gewinnen. Wo er auf Verweigerung stieß, wurde der Verbreitung der Gottesbotschaft mit dem Schwert nachgeholfen. Der Prophet war nicht nur Prediger und Verkünder, sondern auch Militärführer und in dieser Hinsicht sehr erfolgreich“ (Hartmann 2014, S. 199).

Nach Rohrhöfer wird der Islam nicht als „Religion des Schwertes“ definiert, auch die Me- dina-Suren werden bei ihm nicht als Aufruf zur Gewalt verstanden. Bei Hartmann hingegen wird Mohammed als erfolgreicher Militärführer mit göttlicher Mission dargestellt. Fragestel- lungen, ob „der“ Islam losgelöst von Mohammeds militärischen Maßnahmen betrachtet wer- den soll, werden hier nicht weitervertieft, denn hier sei erwähnt, dass „der Koran und die Ha- dithe zusammen die Scharia bilden: das islamische Rechtssystem. Zum größeren Teil fußt die Scharia also auf der Interpretation von Quellen. Der Mensch soll nach Gottes Gesetz leben. Um dieses Gesetz zu verstehen, bedarf es der Deutung, und diese Deutung bedarf wiederum theologischer Expertise“ (Hartmann 2014, S. 203). Allgemeiner formuliert heißt es dazu auch:

„Wie auch in anderen Weltreligionen sind in der 1400-jährigen Geschichte des Islams unterschiedlichste theologische Strömungen mit zum Teil diametralen Religionsauffassungen entstanden. Interne Entwick- lungen und Dynamiken wie die Frage der religiösen Führung oder die Frage der Interpretation von islami- und sie fürchten Allah nicht. Darum, wenn du sie im Krieg anpackst, erschrecke mit ihnen diejenigen, die hinter ihnen sind, auf dass sie ermahnt seien. Und wenn du von einem Volk Verrat fürchtest, so verwirf (den) gegenseitigen (Vertrag). Wahrlich, Allah liebt nicht die Verräter. Lass die Ungläubigen nicht meinen, sie hätten (Uns) übertroffen. Wahrlich, sie können nicht siegen. Und rüstet gegen sie auf, soviel ihr an Streitmacht und Schlachtrossen aufbieten könnt, damit ihr Allahs Feind und euren Feind - und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt - abschreckt; Allah kennt sie (alle). Und was ihr auch für Allahs Sache aufwendet, es wird euch voll zurückgezahlt werden, und es soll euch kein Unrecht geschehen“ (URL 17, 13.12.2015, M.A. Rassoul). schen Primärquellen haben zu theologischen Binnendifferenzierungen mit bis in die Gegenwart hineinrei- chenden Konsequenzen geführt. Im religiösen wie auch im politischen Kontext gab es immer eine Art von positiver Opposition bzw. Ambiguitätstoleranz. Letztere implizieren die Akzeptanz und Tolerierung anderer muslimischer Gruppierungen und Rechtsschulen bzw. Gelehrtenmeinungen. Dagegen zeichnet sich die negative Opposition durch ihre Intoleranz und ihren Anspruch auf das Interpretationsmonopol aus“ (Ceylan u.a. 2013, S. 13).

„Der“ Islam ist also eine Bezeichnung für eine sehr heterogene Glaubensgemeinschaft, deren unterschiedliche AkteurInnen sich auf den Koran, die Hadithe und die Sunna beziehen. Die Unterscheidungsmerkmale bzw. Gemeinsamkeiten der Rechtsschulen seien demnach gegenseitige Toleranz und Interpretationsspielräume der heiligen Schriften. Daher wird im folgenden Kapitel die Ideologie des IS anhand der Ausgaben ihres Online-Magazins Dabiq untersucht um zu sehen, wie man diese innerhalb „des“ Islams verorten kann.

4.4. IS-Zeitschrift Dabiq

„Ein weiterer, wenn auch in seiner Bedeutung umstrittener Einfluss sind apokalyptische Prophezeiungen. Hiervon gibt es Hunderte, doch bei der für den Islamischen Staat wichtigsten geht es um eine dramatische Schlacht, […] die in dem Dorf Dabiq im Nordwesten Syriens stattfinden wird. Dort, so die Prophezeiung, werde die Armee des Erlösers auf die „Soldaten Roms“ treffen, die Ungläubigen ein für alle Mal vertrei- ben und eine neue goldene Ära der islamischen Herrschaft einläuten“ (Neumann 2015, S. 88).

Tatsächlich begann der IS im Juli 2014, kurz nach dem Ausruf zum Kalifat, eine Offensive, um Dabiq zu erobern. Strategisch und militärisch war dieser dünn besiedelte Ort nicht wich- tig, doch im selben Monat nach der Offensive wurde das Online-Magazin mit dem Namen Dabiq veröffentlicht (ebd. , S.88). Die erste Ausgabe der 13 online aufrufbaren Zeitschriften trägt den Titel „The Return of the Khilifah“6, dt. „Die Rückkehr des Kalifats“. In der Einlei- tung wird von der wichtigen Bedeutung dieser Prophezeiung gesprochen, gefolgt von kriegs- verherrlichenden Sprüchen mit ständigem Bezug auf Allah. Der IS sieht sich klar als Teil der Prophezeiung. „The spark has been lit here in Iraq, and its heat will continue to intensify - by Allahs permission - until it burns the crusader armies in Dabiq” (URL 3, S. 5). Dieses Zitat wurde zu Beginn jeder Ausgabe verwendet, diese Prophezeiung ist also wesentlich für die IS- Propaganda. Auf Seite 7 wird berichtet, dass am ersten Tag des Ramadans 1435H Abu Bakr al Husayni al-Qurashi al-Baghdadi sich zum Kalifen ausgerufen hat und die Straßen im Isla- mischen Staat sich mit Freude füllte. Im nächsten Abschnitt wird auf die grenzüberschreitende Gemeinschaft der Umma eingegangen: „It is a Khilafah that gathered the Caucasian, Indian, Chinese, Shami, Iraqui, Yemeni, Egyptian, Maghribi (North African), American, French, Ge- rman, and Australian. Allah brought their hearts together, and thus, they became brothers by His grace […]” (URL 3, S. 7). Der IS versteht unter der Umma einen globalen Zusammen- schluss der „Gläubigen“, mit der eine neue islamische Ära begonnen hat. „So let the world now that we are living today in a new era” (URL 3, S. 8). Die Überschrift auf S. 9 lautet: “The world has divided into two camps.” Der IS unterteilt in „the camp of Islam and faith, and the camp of kufr (disbelief) and and hypocrisy - the camp of the Muslims and the muja- hidin everywhere, and the camp of Jews, the crusadors, their allies, and with them the rest of nations and religions of kufr, all being led by America and Russia, and being mobilized by the Jews.” (URL 3, S. 10). Danach wird zum globalen Hidjrah aufgerufen, ebenfalls eine Anleh- nung an die islamische Entstehungsgeschichte, denn als Hidjrah wird jener Lebensabschnitt Mohammeds bezeichnet, als er mit seiner Gefolgschaft, z.B. Abu Bakr, 622 aus Mekka nach Medina emigrierte. Der IS versteht die Hidjrah als heilige Pflicht für jeden Muslim: „O Mus- lims everywhere, whoever is capable of performing hijrah (emigration) to the Islamic State, then let him do so, because hijrah to the land of islam is obligatory” (URL 3, S. 11). Dieser Appell richtet sich insebesondere an Ärzte, Techniker, islamische Rechtsgelehrte und anderen Spezialisten. Auf S. 32 wird den Mujahidin, jenen aus dem Ausland, ein eigenes Kapitel ge- widmet: „The Goal of Establishing the Khilafah has always been one that occupied the hearts of the mujahidin since the revival of jihad this century […]” (URL 3, S. 32). Folgendes Zitat gibt wieder, wie der IS den „wahren“ Islam versteht:

“One of these many important bridges was that of the mujaddid (reviver) Abu Mus’ab az-Zarqawi (rahi- mahullah).

[...]


1 Wilson interviewte im Zuge ihrer Feldforschungen im Libanon und Irak drei zum Tode verurteilte IS-Kämpfer. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre for the Resolution of Intractable Conflict in Oxford und promovierte in mittelalterlicher arabischer Philosophie in Cambridge (vgl. URL 1, 27.12.2015).

2 Vollständiges Interview mit Lydia Wilson von Der Standard: Siehe: URL 1: derstandard.at/2000027496268/Der-Islam-in-der-extremen-Form-des-IS-spielte-fuer, 27.12.2015.

3 Mit der Bezeichnung „Islamischer Staat im Irak und Großsyrien“ wird bezug auf die vorkoloniale Region im Irak und Syrien genommen, die im arabischen als al-Scham bezeichnet wird oder in Europa als Levante bekannter war (vgl. Reuter 2015, S. 18).

4 Im Koran selbst kommt Scharia als arabischer Ausdruck „vorgeschriebener Weg“ in diesem Sinne nur einmal vor: „Dann brachten wir dich, im Hinblick auf die Sache (des Glaubens), auf einen gebahnten Weg. So folge ihm […]“(Röhrhofer 2015, S.3).

5 In Sure 8 55:60 heißt es: „Wahrlich, schlimmer als die Tiere sind bei Allah jene, die ungläubig sind und nicht glauben werden. Es sind jene, mit denen du einen Bund geschlossen hast, dann brechen sie jedes Mal den Bund,

6 URL 3, 09.05.2016

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Details

Titel
Islam und Islamismus. Welche Rolle spielt "der" Islam im "Islamischen Staat" (IS)?
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte - JKU Linz)
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
46
Katalognummer
V374660
ISBN (eBook)
9783668520370
Dateigröße
871 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit ist der Versuch, die Wichtigkeit der Rolle der Religion innerhalb der Terrorbewegung zu analysieren. Die Schrift beinhaltet verschieden Ansätze und Erklärungsmodelle und dient zum Einstieg in die komplexe Thematik.
Schlagworte
Islam, "Islamischer" Staat, Koran, Irak, Syrien, Terror, Integration, "Westen", Krieg, UN, Mohammed
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Bernhard Wahl (Autor), 2016, Islam und Islamismus. Welche Rolle spielt "der" Islam im "Islamischen Staat" (IS)?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374660

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