Zu expansiv? Die Geldpolitik von EZB und FED im Vergleich


Seminararbeit, 2016

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... III
1
Einleitung... 1
2
Definition Geldpolitik ... 2
3
Europäische Zentralbank... 2
3.1
Organisation und Aufbau... ........................................................................3
3.2
Geldpolitisches Instrumentarium ...3
3.2.1
Offenmarktgeschäfte ...3
3.2.2
Fazilitäten...5
3.2.3
Mindestreservepolitik...6
4
Federal Reserve System... 7
4.1
Organisation und Aufbau... ........................................................................7
4.2
Geldpolitisches Instrumentarium ...8
4.2.1
Offenmarktgeschäfte ...8
4.2.2
Diskontpolitik...9
4.2.3
Mindestreservepolitik...10
5
Gemeinsamkeiten und Unterschiede der EZB und der FED... 11
6
Fazit ... 12
Literaturverzeichnis... 14
Verzeichnis sonstiger Quellen ... 15

Abkürzungsverzeichnis
Abs.
Absatz
Art.
Artikel
EU
Europäische Union
ESZB
Europäischen Systems der Zentralbanken
EZB
Europäische Zentralbank
FED
Federal Reserve System
FOMC
Federal Open Market Committee
FRBs
Federal Reserve Banks
gem.
Gemäß
HRGs
Hauptrefinanzierungsgeschäfte
LRGs
längerfristige Refinanzierungsgeschäfte
NZBen
nationalen Zentralbanken
o.S.
ohne Seite
o.V.
ohne Verfasser
US-$
US-Dollar
%
Prozent
Euro

1
1 Einleitung
Im Jahr 1999 ging die geldpolitische Verantwortung in der Europäischen Währungsunion
auf das Eurosystem über. Seitdem konzentriert sich das geldpolitische Augenmerk welt-
weit auf zwei Zentralbanken: Die Europäische Zentralbank (im Folgenden ,,EZB") und
das Federal Reserve System (im Folgenden ,,FED"). Diese gehören zu den zwei einfluss-
reichsten Zentralbanken der Welt und stehen oftmals im Zentrum des öffentlichen Inte-
resses. Sie sind für die Geld- und Währungspolitik eines Landes verantwortlich und kön-
nen somit wirtschaftliche Schlüsselgrößen beeinflussen, die von grundlegender Bedeu-
tung für jedermann sind. Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Krisen, wie die globale
Finanzkrise, die 2008 ausbrach, sorgen Geld- und Währungsfragen laufend für negative
Schlagzeilen. Um eine stabile Geld- und Währungspolitik zu erreichen, bedienen sich
Zentralbanken einer Vielzahl an spezifischen geldpolitischen Instrumentarien, das ihnen
zur Verfügung steht.
Im Folgenden werden beide Zentralbanken kapitelweise vorgestellt. Zunächst wird der
Begriff Geldpolitik näher betrachtet, welcher wesentlich für die folgenden Kapitel ist.
Anschließend werden beide Zentralbanken mit einem kurzen allgemeinen Überblick be-
züglich Aufbau und Organisation dargestellt. Schwerpunkt der Arbeit wird die Geldpoli-
tik der FED und der EZB, sowie deren Instrumentarium dafür sein. Ferner werden in einer
Darstellung des jeweiligen geldpolitischen Instruments der EZB vergleichbare und unter-
schiedliche Aspekte der FED gegenübergestellt. Abschließend wird ein Fazit über die
ermittelten Ergebnisse gezogen und die wichtigsten Eckdaten des Vergleichs noch einmal
betont.
Mit der vorliegenden Arbeit wird das Ziel verfolgt, dem Leser einen möglichst tiefen und
umfassenden Einblick in die Thematik der Geldpolitik beider Zentralbanken und dessen
Umsetzung hierfür zu gewähren.

2
2 Definition Geldpolitik
Geldpolitik sind Maßnahmen, mit denen die Zentralbanken den Geldumlauf und die
Geld- und Kreditversorgung der Wirtschaft steuern. Primäres Ziel ist dabei die Wäh-
rungssicherung, also eine Geldwertstabilität innerhalb einer Volkswirtschaft, sowie die
Stabilität der Kaufkraft nach außen zu garantieren und zu steuern.
1
Untergliedert wird die Geldpolitik in grob expansive und restriktive Geldpolitik. Der
Leitzzins wird bei einer expansiven Geldpolitik gesenkt, was zu niedrigen Krediten und
demzufolge zu einer Konjunkturanhebung führt. Eine restriktive Geldpolitik führt zu ent-
gegengesetzten Folgen, wie zu hohen Krediten und folglich zu einem Konjunkturrück-
gang.
2
Der Leitzins ist der Zinssatz bei dem Geschäftsbanken die Möglichkeit haben, sich
bei Zentralbanken refinanzieren zu können. Sicherheiten, meist in Form von Wertpapie-
ren, werden hierbei hinterlegt.
3
3 Europäische Zentralbank
Die Europäische Zentralbank, mit Sitz in Frankfurt am Main, ist ein Organ der Europäi-
schen Union und wurde im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion
als Währungsbehörde beschlossen und am 01. Januar 1999 eingeführt. Grundlage hierfür
war der Vertrag von Maastricht 1992, welcher den Europäischen Wirtschaftsgemein-
schaft Vertrag von 1957 unter anderem durch den Aufbau einer gemeinsamen Wirt-
schafts- und Währungsunion erweiterte.
4
Das Europäischen Systems der Zentralbanken
(im Folgenden ,,ESZB") setzt sich aus der EZB und den nationalen Zentralbanken (im
Folgenden ,,NZBen") aller 19 Mitgliedsstaaten der EU zusammen. Die ESZB ist instru-
mentell unabhängig und entscheidet somit selbst über Einsatz und Ausgestaltung geldpo-
litischer Instrumente, sowie die finanzielle Unabhängigkeit, die sich aus dem Emissions-
monopol der Zentralbank ergibt.
5
Das vorrangige Ziel der ESZB ist gem. Art. 127 Abs. 1
AEUV die Gewährleistung der Preisstabilität in Europa zu garantieren.
6
1
Vgl. Bonfinger, P., Reischle, J., Schächter, A. (1996), S. 1.
2
Vgl. Cezanne, W. (2005), S.336 ff.
3
Vgl. Eckardt, D. (2013), S. 133.
4
Vgl. Reining, A. (2003), S.154.
5
Vgl. Art. 7 Satzung ESZB und EZB.
6
Vgl. Art. 127 Abs. 1 AEUV.

3
3.1 Organisation und Aufbau
Die EZB setzt sich aus drei Organen zusammen: dem EZB-Rat, dem Direktorium und
dem erweiterten Rat, die im Folgenden kurz erläutert werden:
Der EZB-Rat stellt das oberste Beschlussorgan der EZB dar. Ihm gehören alle Präsiden-
ten der nationalen Zentralbanken der Länder des Euro-Raums sowie die sechs Mitglieder
des EZB-Direktoriums an. Die Aufgaben des Rats umfassen die Festlegung der Leitlinien
und die Festlegung der Geldpolitik zur Erfüllung der dem Eurosystem übertragenen Auf-
gaben.
7
Das Direktorium setzt sich aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten der
EZB sowie vier Experten, die über Fachkompetenzen in Bank- und Währungsfragen ver-
fügen, zusammen. Der erweiterte Rat umfasst den Präsidenten, den Vizepräsidenten der
EZB, die Vertreter der 19 Länder des Euro-Währungsgebiets sowie die Vertreter der
neun Länder, die den Euro noch nicht eingeführt haben. Dieser wirkt unter anderem bei
der Erfüllung der Beratungsfunktionen der EZB sowie bei der Erhebung von statistischen
Daten mit.
8
Die elementaren Aufgaben des Eurosystems bestehen darin, die Geldpolitik für das Euro-
Währungsgebiet festzulegen und auszuführen, Devisengeschäfte durchzuführen und die
offiziellen Währungsreserven der Mitgliedsstaaten des Eurogebiets zu halten und zu ver-
walten. Ferner soll die ESZB das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme för-
dern.
9
Zur Zielerfüllung stehen der EZB durch die EZB-Satzung verschiedene Instru-
mente zur Erhaltung der Preisstabilität zu Verfügung, welche im nachfolgenden Kapitel
näher beschrieben werden.
10
3.2 Geldpolitisches Instrumentarium
3.2.1 Offenmarktgeschäfte
Offenmarktgeschäfte sind eines der wichtigsten Instrumente der EZB zur Steuerung der
Geldpolitik und dienen der primären Liquiditätsversorgung des Geschäftsbankensystems,
7
Vgl. ECB (2011), o.V., S. 97.
8
Vgl. ECB (2011), o.V., S. 99.
9
Vgl. Art. 127 Abs. 2 AEUV.
10
Vgl. Art. 2 ff. Satzung ESZB und EZB.
Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Zu expansiv? Die Geldpolitik von EZB und FED im Vergleich
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V376303
ISBN (eBook)
9783668534049
ISBN (Buch)
9783668534056
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geldpolitik, vergleich
Arbeit zitieren
Denise Thimmel (Autor), 2016, Zu expansiv? Die Geldpolitik von EZB und FED im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376303

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Zu expansiv? Die Geldpolitik von EZB und FED im Vergleich



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden