Fremdevaluation in Baden-Württemberg. Eine Chance zur Verbesserung der Unterrichtsqualität?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

II Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1. Fremdevaluation
1.1. Grundgedanken zur Einführung von Fremdevaluation
1.2. Definition und Zweck von Fremdevaluation
1.3. Umsetzung von Fremdevaluation
1.3.1. Umsetzung auf nationaler Ebene
1.3.2. Umsetzung in Baden-Württemberg
1.4. Fazit Fremdevaluation

2. Unterrichtsqualität
2.1. Qualität im Bildungsbereich
2.2. Qualität im Unterricht
2.2.1. Definition Unterrichtsqualität
2.2.2. Merkmale von Unterrichtsqualität
2.2.3. Messung von Unterrichtsqualität – Verfahren im Vergleich
2.3. Fazit Unterrichtsqualität

3. Fremdevaluation als Maßnahme zur Steigerung der Unterrichtsqualität
3.1. Chancen zur Steigerung der Unterrichtsqualität
3.2. Grenzen zur Steigerung der Unterrichtsqualität
3.3. Fazit zu Steigerung der Unterrichtsqualität durch Fremdevaluation

Schlussfolgerung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Tabelle 1: Externe Evaluation in Deutschland

Abbildung 1: Das Modell zur Schulqualität FE

Abbildung 2: Gliederungsebene des weiterentwickelten Qualitätsrahmen FE

Einleitung

Nachdem internationale Vergleichsstudien wie PISA dem deutschen Bildungswesen eine erhebliche „Schieflage“[1] diagnostizierten und dabei auf qualitative Mängel zum Nachteil bestimmter Leistungsfelder und -gruppen hinwiesen[2], geriet auch das Kerngeschäft schulischen Handelns, nämlich Unterricht, in den Fokus der Öffentlichkeit. Somit reichte es nicht länger aus, schulische Arbeit lediglich nach eigenem „gut dünken“ und individuellem Wohlwollen zu beurteilen. Im Zuge bildungs-politischer Reformen schuf man in vielen europäischen Ländern sowie auch in Deutschland eine externe Instanz als Instrument zur Messung schulischer Qualität,[3] um Schulen kriteriengeleitete Rückmeldung zum derzeitigen IST-Zustand,[4] unter anderem auch im Bereich des Unterrichts, zu geben. Ob und wie diese hierzulande fast bundesweit praktizierte externe Evaluation, hier Fremdevaluation genannt, tatsächlich in Deutschland zu Tage tritt und ob sie wirklich Hinweise zur Unterrichts-qualität liefern kann, um sie qualitativ zu verbessern, soll im Folgenden aufgezeigt werden. Hierbei wird im ersten Teil der Arbeit am Beispiel Baden-Württembergs kurz skizziert, wie und basierend auf welcher Grundlage Fremdevaluation durchgeführt wird. Anschließend soll im zweiten Teil der Versuch einer Festlegung geschehen, was Qualität im Unterricht bedingt und wie man diese erkennen und messen kann. Im dritten und letzten Teil werden die Komponenten „Fremdevaluation“ und „Unterrichts-qualität“ gleichgesetzt, um eine Bilanz daraus zu ziehen, ob Fremdevaluation tatsächlich einen Einfluss auf unterrichtliche Qualität haben kann. Schließlich bündelt eine Schlussfolgerung die Ergebnisse und gibt in einem Ausblick Impulse zum Weiter-denken.

1. Fremdevaluation

1.1. Grundgedanken zur Einführung von Fremdevaluation

Zur Jahrtausendwende erlitt der Bildungssektor einen Schlag, der bis zum heutigen Zeitpunkt und auch noch darüber hinaus seine Nachwirkungen zeigt. Die Rede ist hierbei vom „PISA-Schock“, der den Zustand beschreibt, in dem sich Deutschland im Jahr 2000 nach den haarsträubenden Ergebnissen in Anbetracht der Schulleistung von 15-jährigen befand. Die internationale Vergleichsstudie PISA rückte die Mängel des deutschen Bildungssystems in die Öffentlichkeit und zwang somit das Land zu bil-dungspolitischen Maßnahmen. Somit war der Zweck von PISA, so Tillmann, erfüllt, als dass Systemwissen für bildungspolitische Entscheidungen und für zentrale Steu-erungsmaßnahmen geliefert wurde.[5] Die Kultusministerkonferenz reagierte prompt und demonstrierte ihre Handlungsfähigkeit durch Maßnahmen in zentralen Kritikfeldern, die durch die Studie aufgezeigt wurden. So entstand kurzerhand eine Auflistung von sieben Handlungsfeldern, deren konkrete Umsetzung durch die Länder erfolgen sollte.[6] Neben Maßnahmen zur Verbesserung der Sprachkompetenz im Vorschulalter(1) sowie Verzahnungsmechanismen vorschulischer Bereiche mit Primarschulen(2) traten auch die Forderungen zur Verbesserung der Grundschulbildung(3) zu Tage und stellten darüber hinaus die Bildungsbenachteiligung insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund(4) in den Fokus, welche es zu beheben galt. Gleichzeitig wurde die Forderung zur Qualitätsentwicklung und -sicherung von Unterricht und Schule auf Basis verbindlicher Standards und ergebnisorientierter Evaluation(5) laut, die auch die Professionalität der Lehrertätigkeit insbesondere in diagnostischer und methodischer Hinsicht (6) in Betracht ziehen sollte. Darüber hinaus galt es ebenso, schulische wie auch außerschulische Ganztagesangebote zu erweitern, um Bildungs- und Förder-möglichkeiten zu schaffen und damit Bildungsdefizite auszugleichen(7).[7] Insbesondere die fünfte Maßnahme, welche die „konsequente Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Unterricht und Schule auf der Grundlage von verbindlichen Standards wie auch eine ergebnisorientierte Evaluation“[8] forderte, trug dazu bei, dass deutschland-weit Überlegungen zur Fremdevaluation[9] „als Instrument zur Qualitätsmessung, Qualitätssicherung und -entwicklung“[10] ihren Weg in bildungspolitische Debatten fanden.

1.2. Definition und Zweck von Fremdevaluation

In erster Linie definiert sich Fremdevaluation durch von außen gestellte Kriterien zur Überprüfung der Qualität durch eine externe Organisation. Diese Art der Qualitäts-messung gewinnt im Bereich Schule, so Burkard/Eikenbusch, zunehmend an Ansehen ob ihrer Doppelfunktionalität, die im Folgenden aufgezeigt werden soll. Einerseits zeigt sie der Einzelschule den derzeitigen IST-Zustand durch individuelle Rückmeldung auf und schafft darüber hinaus auf der anderen Seite einen Vergleich der Leistungen von einzelnen Schulen.[11] Auch wenn sich Fremdevaluation klar definieren und sich damit von anderen Evaluationsformen abgrenzen lässt, steht sie doch im ständigen Span-nungsverhältnis verschiedener Zwecke und Funktionen. So beschreiben Altrichter/ Messner/Posch die potenziellen Funktionen von Fremdevaluation wie folgt als Entwicklung, Kontrolle, Erkenntnisgewinn, Rechenschaftslegung, Öffentlichkeitsarbeit und Professionalisierung. Entwicklung meint damit den Gewinn für die schulische Arbeit, um Prozesse bestmöglich zu steuern und inhaltliche Entscheidungen über die Gestaltung der Praxis anhand von Evaluationsergebnissen entwicklungsförderlich zu treffen. Kontrolle hingegen steht für das Kontrollieren der Leistungen, Arbeitseinheiten oder Einzelpersonen, welches meist durch übergeordnete Instanzen erfolgt. Ebenfalls kann Evaluation den Zweck des Erkenntnisgewinns über Programme und Entwick-lungsmaßnahmen anstreben oder gar der Rechenschaftslegung dienlich sein, um einen Nachweis der Zweckmäßigkeit schulischer Angebote und dem verbunden Aufwand zu erbringen. Teilweise kann sie auch Belege für Leistungen liefern, die wiederum in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Letztlich sollte auch die Funktion der Professionalisierung Erwähnung finden, weil gerade die Reflexion der eigenen Arbeit das Verständnis der vorliegenden Situation vertieft und dadurch „eine durch Leistung begründete professionelle Souveränität“[12] fördert.[13] Allen Funktionen zum Trotze versteht sich die Fremdevaluation als die „Ergänzung der Innensicht der Schule durch Außenperspektive“[14] und findet als solche Einzug in deutsche Schulen.

1.3. Umsetzung von Fremdevaluation

1.3.1. Umsetzung auf nationaler Ebene

Durch die Kulturhoheit der Länder bleibt es jedem Bundesland selbst überlassen, Prozesse im Bildungswesen zu gestalten, obgleich diese der Kultusministerkonferenz unterliegen, welche bereits im vergangenen Abschnitt in Form von Handlungsfeldern der KMK[15] aufgezeigt wurden. Trotz gleicher Handlungsfelder wurden gerade im Bereich der Fremdevaluation, so Bos et al., sehr unterschiedliche Modelle entworfen, so dass man diese nicht zu einem gesamtdeutschen Modell zusammenführen kann.[16] Erste Hinweise auf die Unterschiedlichkeit in Form und Ausführung zeigen sich in Bezug auf Bezeichnung und Zuständigkeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Externe Evaluation in Deutschland[17]

Abgesehen von dem Bundesland Schleswig-Holstein, welches Fremdevaluation ab dem Schuljahr 2010/2011 nicht mehr als Maßnahme zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung zu Rate zog, orientieren sich alle Bundesländer anhand eines Referenz- bzw. Orientierungsrahmens[18], der nun am Beispiel Baden-Württembergs genauer analysiert werden soll.

1.3.2. Umsetzung in Baden-Württemberg

Im Jahre 2006 wurde im Schulgesetz Baden-Württemberg verbindlich festgelegt, dass Schulen in angemessenen zeitlichen Abständen fremdevaluiert werden, wobei sie die Durchführung dieses Verfahrens unterstützen müssen.[19] Zuständige Institution ist das Landesamt für Schulentwicklung, welches losgelöst und unabhängig von der Schulbehörde der Einzelschule einen externen Blick auf ihre schulische Organisation, Abläufe sowie Maßnahmen gestattet. Daher sollte sie durch ihre Unabhängigkeit zum Regierungspräsidium als Dienstleistungsinstanz und weniger als Überwachungs-institution gesehen werden. Wichtig erscheint, dass die Fremdevaluation die Schule als Gesamtsystem bewertet und nicht einzelne Personen in den Blick nimmt. Hieraus sollen Impulse für die Qualitätsentwicklung gegeben werden, da Stärken und Schwächen der Einzelschule zum Vorschein kommen, welche als zusätzliches Steuerungswissen für eine systematische Qualitätsentwicklung dienen.[20]

1.3.2.1. Qualitätsrahmen zur Fremdevaluation

Die Fremdevaluation in Baden-Württemberg basiert auf einem systematischen Qualitätsrahmen, durch den Transparenz hinsichtlich der Qualitätsstandards gewähr-leistet werden soll. Dieser entspringt strukturell wie thematisch dem Orientie-rungsrahmen zur Schulqualität in Baden-Württemberg. Jener Orientierungsrahmen kennzeichnet sich durch eine übersichtliche Struktur der Voraussetzungen und Be-dingungen einer Schule, zeigt Prozesse auf, um anschließend Ergebnisse und Wirkung hervorzubringen. Da Fremdevaluation jedoch weder auf Voraussetzungen und Bedingungen noch auf Ergebnisse und Wirkungen einer Schule zugreifen kann, bedient sich der Qualitätsrahmen zur Fremdevaluation der „Prozesse“ jenes Qualitäts-rahmen, in der folgenden Abbildung orange markiert, um diese vor Ort an der Schule mit Hilfe verschiedener Methoden wie Beobachtungen von Unterrichts-sequenzen, Befragungen, Dokumentenana-lysen und einem Schulhausrundgang zu evaluieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das Modell zur Schulqualität FE[21]

Die dargestellten Prozesse teilen sich in sechs Qualitätsbereiche auf, denen auf zweiter Ebene Merkmale zugrunde liegen und auf dritter Ebene Qualitätsstandards folgen. Bezogen wird sich hierbei immer auf „bereits erfüllte“ oder „nicht erfüllte“ Standards an der jeweiligen Schule. Auf einer weiteren vierten Ebene werden besagte Qualitätsstandards durch Indikatoren genauer beschrieben, die der Fremdevaluator in den Blick nehmen soll. Dadurch lassen sich die Indikatoren in „erfüllte Indikatoren“, „teilweise erfüllte Indikatoren“ und „nicht erfüllte Indikatoren einteilen“.[22]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Gliederungsebene des weiterentwickelten Qualitätsrahmen FE[23]

Beispielhaft folgt eine ausformulierte Gliederungsebene aus dem Qualitätsrahmen zur Fremdevaluation, die der Veranschaulichung dient: aus dem Qualitätsbereich I Unterricht ist ein abgeleitetes Merkmal unter anderem „ Lerngruppen führen“ (I1), welches durch nähere Beschreibung den Fokus auf relevante zu beobachtbaren Merkmalen richtet. Hier findet sich wie folgt die Beschreibung „(U)m erfolgreiche Lernprozesse in Gang zu setzen, werden Lerngruppen so geführt, dass ein lernförderliches Klima aufgebaut und die Lernzeit für die Schülerinnen und Schüler möglichst gut genutzt wird.“[24] Darunter finden sich die Qualitätsstandards der Zielstufe, welche Beobachtungen genauer beschreiben, indem beispielsweise erwähnt ist, dass die Lehrkräfte sowie Schüler respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen. Als Letztes folgt die Auf-gliederung in Indikatoren, die aufzeigen, woran die Qualität konkret erkennbar ist. Hier findet sich unter anderem die Erwähnung, dass der Unterricht durchgängig effizient verläuft.[25] [26]

Die von der Fremdevaluation geprüften Qualitätsbereiche teilen sich in Pflichtbereiche und Wahlbereiche auf. So müssen einzelne Schulen die Bereiche QB I - Unterricht, QB II - Professionalität der Lehrkräfte, QB III - Schulführung und EW Bewertung schulischer Arbeit evaluieren lassen, dürfen jedoch zwischen den Bereichen QB II -Professionalität der Lehrkräfte, QB IV - Schul- und Klassenklima sowie QB V - Inner- und außerschulische Partnerschaften wählen. Die Entscheidung über die Wahl der Bereiche trifft die Gesamtlehrerkonferenz eines Kollegiums.[27]

1.3.2.2. Durchführungsmodi

Längerfristig ist die Fremdevaluation an baden-württembergischen Schulen alle fünf Jahre vorgesehen. Dabei erfolgt sie anhand eines standardisierten Ablaufs, der für die Schule eine Vorbereitungsphase, eine Datenerhebungsphase wie auch eine Datenrückmeldungsphase vorsieht.

Wurde also eine Schule durch die Ziehung des Landesinstituts ausgewählt, erfolgt die Vorbereitungsphase und somit die Benachrichtigung an jene Schule sowie eine Terminfindung, um die Fremdevaluation vor Ort durchzuführen. In einem nächsten Schritt kann die Schule die Wahlpflichtbereiche bestimmen und eine Assoziierte Person[28] auswählen. Des Weiteren werden vorab Online-Befragungen der Schüler, Eltern und Lehrer durchgeführt und darüber hinaus sendet die Schule das Schulportfolio und weitere Dokumente zur schulischen Qualität an das Landesinstitut für Schulentwicklung ein, damit vorab eine erste Datenanalyse stattfinden kann.

In der Datenerhebungsphase sind Fremdevaluatoren vor Ort an der Einzelschule, wobei ein Schulhausrundgang vorgenommen, die Dokumentenanalyse vor Ort eingesehen wird, Unterrichtssituationen in 20-minütigen Zeitintervallen beobachtet und Interviews mit der Schulleitung geführt werden. Weiter finden Gruppeninterviews jeweils mit Lehrkräften, Schülern sowie Eltern statt, die ebenfalls Auskunft über den IST-Stand der Schule geben.

Nun erfolgt das Zusammenführen der erworbenen Daten anhand standardisierter und regelgeleiteter Auswertungsverfahren am Landesinstitut. Ziel ist es, der Schule wie auch der Schulaufsicht konkrete Handlungsfelder zur Verbesserung der Qualität aufzu-zeigen. Aus den aufbereiteten Ergebnissen erfolgt die Datenrückmeldung an die Schule, vorerst in einer vorläufigen Fassung, der die Schule in Hinblick auf sachliche Fehler widersprechen kann. Nach sorgfältiger Prüfung wird daraufhin der endgültige Evaluationsbericht im Zuge einer Gesamtlehrerkonferenz an die Schule ausgegeben, womit der Prozess der Fremdevaluation abgeschlossen ist.[29]

1.3.2.3. Schritte nach der Fremdevaluation

Nach dem Verfahren der Fremdevaluation ist die Schule verpflichtet, den Evaluationsbericht an Schulaufsicht und Schulträger zu übermitteln, sowie den schulischen Gremien vorzustellen, um Schwerpunkte für künftige Entwicklungsmaßnahmen abzuleiten und somit Prozesse zur Qualitätsentwicklung anzustoßen. Im besten Falle leitet sich daraus eine Art Aktionsplan ab, der der Schulaufsicht im Zuge der verpflichtenden Zielvereinbarungsgespräche, vorgelegt wird.[30]

1.4. Fazit Fremdevaluation

Die Fremdevaluation beobachtet durch ihren externen Blick zentrale Kriterien für erfolgreiche Schul- und Unterrichtsentwicklung an Einzelschulen. Dadurch erhalten Schulen eine kriteriengeleitete Rückmeldung, die auf Stärken und Schwächen, bzw. den Grad der Erfüllung dieser Kriterien hinweisen kann. Sie stellt also eine Bestands-analyse und darüber hinaus die Spiegelung des IST-Zustands dar, die es Schulen ermöglicht, zusätzliches Steuerungswissen für einen kontinuierlichen Ver-besserungsprozess zu erhalten.[31] Auf der Basis verbindlicher Leitlinien, wie beispiels-weise Wertschätzung, Fairness, Respekt, Berücksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen Schule wie auch Professionalität, Transparenz und Effizienz bei der Durch-führung, birgt Fremdevaluation die Chance, der Schule eine realistische Einschätzung des eigenen Standpunktes rückzumelden.[32] Dies geschieht durch kompetente dritte Personen, nämlich durch externe Evaluatoren, welche durch ihr umfassendes Fakten- und Methodenwissen einen objektiven Blick auf das Geschehen haben.[33]

[...]


[1] Moschner/Kiper/Kattmann 2003, 11

[2] vgl. ebd.

[3] vgl. Overberg/Oldenburg in Bezug auf Jungmann 2008

[4] vgl. Burkard/Eikenbusch 2006,1304

[5] vgl. Tillmann 2004, 481

[6] vgl. Payk 2009, 28f.

[7] Ergebnisse aus der Kultusministerkonferenz (KMK) 2001, gesehen bei ebd.

[8] vgl.ebd.

[9] Synonym zur Fremdevaluation kursieren u.a. die Begriffe Schulinspektion und externe Evaluation

[10] vgl. Overberg/Oldenburg 2015, 26 in Bezug auf Jungmann 2008

[11] vgl. Burkard/Eikenbusch 2006,1304

[12] Altrichter, Messner, Posch 2006, 23f.

[13] vgl. ebd.

[14] Schratz/Iby/Radnitzky 2000, 89

[15] KMK steht als Kurzform für Kultusministerkonferenz

[16] vgl. Bos et al. 2007, 241f.

[17] Die Tabelle wurde erstellt in Anlehnung an die Deutsche Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung: https://www.deqa-vet.de/de/Externe-Evaluation-3904.php (Zugriff: 30.04.2016)

[18] vgl. https://www.deqa-vet.de/de/Externe-Evaluation-3904.php (Zugriff: 30.04.2016)

[19] vgl. Schulgesetz für Baden-Württemberg §114 (1)

[20] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2013,13

[21] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2015b,12

[22] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2015a,12

[23] vgl. ebd.

[24] Landesinstitut für Schulentwicklung 2015b,14

[25] Landesinstitut für Schulentwicklung 2015b,14

[26] Ein Ansichtsexemplar zu Qualitätsbereichen, Merkmalen, Qualitätsstandards und Indikatoren findet sich im Anhang (S.22)

[27] Landesinstitut für Schulentwicklung 2015b, 7

[28] Assoziierter Person meint einen neutralen Dritten, den die Schule sich hinzuziehen kann, um die Transparenz des Verfahrens zu fördern und die externe Perspektive zu erweitern. http://www.schule- bw.de/entwicklung/qualieval/fev_as/fev/15_16/vorarbeit/FEV2_AS_Assoziierte-Infoblatt_2015-05.pdf (Zugriff 30.04.16)

[29] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2015b, 18ff.

[30] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2015a, 28

[31] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2015b, 8

[32] vgl. Landesinstitut für Schulentwicklung 2015a, 17f.

[33] vgl. Wottawa 1994, 719

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Fremdevaluation in Baden-Württemberg. Eine Chance zur Verbesserung der Unterrichtsqualität?
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern  (Distance / Independent Studies Center, Master-Fernstudiengang „Schulmanagement“)
Veranstaltung
Unterrichtsentwicklung und -qualität
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
31
Katalognummer
V377198
ISBN (eBook)
9783668548701
ISBN (Buch)
9783668548718
Dateigröße
1269 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Fremdevaluation, Schulentwicklung
Arbeit zitieren
Lucia Hefti (Autor), 2017, Fremdevaluation in Baden-Württemberg. Eine Chance zur Verbesserung der Unterrichtsqualität?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377198

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