Art Club und Elite. Sind Kunst- und Kulturclubs in der Schweiz elitäre Vereinigungen?


Hausarbeit, 2017

19 Seiten, Note: 5.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Art Club und Elite
2.1 Begriffserklärung
2.2 Die Theorie der elitären Kunstclubs
2.3 Versuchsaufbau
2.4 Resultate
2.5 Kunst- und Kulturclub als elitäre Vereinigung?

3. Zusammenfassung und Diskussion

4. Literatur

1. Einführung

Eliten gibt es für verschiedene Bereiche. Sowohl im Finanzsektor wie auch in der Kreativindustrie gibt es die Elite, welche alle Zügel in der Hand hält. Manchmal ist es aber schwierig festzustellen, ob eine Gruppe wirklich zur Elite gezählt werden kann. Die folgende Arbeit soll diese Frage bezüglich verschiedener Kunst- und Kulturvereine klären. Dazu wurde ein Fragebogen erstellt und einige Personen aufgefordert, diesen wahrheitsgemäss auszufüllen. Die Fragen dazu wurden alle auf Basis der aufgeführten Literatur erstellt und sollen erörtern, wie stark die Netzwerke sind, welches Kapital vorhanden ist und wie fest die Abgrenzung der Gruppen gegenüber ihrem Umfeld ist.

Die Arbeit ist aufgeteilt in drei Teile, nämlich einer Einführung, einem Hauptteil und einer Zusammenfassung und Diskussion der Resultate inklusive Verbesserungsvorschlägen und möglicher weiterführender Forschung. Der Hauptteil „Art Club und Elite“ beinhaltet eine Begriffserklärung von ‚Elite‘, einem Kapitel über die Theorie der Kunst- und Kulturclubs als elitäre Vereinigungen, einer Erklärung des Vorgehens, danach der Vorstellung der Resultate und schlussendlich deren Diskussion beziehungsweise der Klärung der Frage, ob nun aufgrund der Antworten die betroffenen Kunst- und Kulturclubs als elitäre Vereinigungen gezählt werden können. Die gesamte Arbeit wurde im Rahmen eines Forschungsseminars geschrieben.

2. Art Club und Elite

2.1 Begriffserklärung

Der Elitebegriff ist weit verbreitet und wird oft in ganz unterschiedlichen Kontexten verwendet. In fast jedem Tätigkeitsfeld findet sich eine Elite für dieses Metier. Im Alltagsgebraucht wird das Wort meist von einer negativen Bedeutung begleitet, doch tatsächlich beschreibt es, weder positiv noch negativ gewertet, einen Sachverhalt. Eliten gelten als Inhaber von Machtpositionen (vgl. Bell, Quentin 1974; Deitzel, Hans P. 1962; Khan, Shamus Rahman 2012; Töpel, Achim 1983). Dreitzel beschreibt die Eliten sehr treffend als „die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Führungskräfte einer hochindustriellen Gesellschaft.“ (1962: 2). Diese Führungskräfte sind jedoch nicht einfach durch Zufall in ihre Position gelangt. Quentin Bell ist der Meinung, dass eine Elite notwendig gewählt sein müsse (vgl. Bell 1974: 33). Somit kann eine als wohlhabend und mächtig geborene Klasse nicht elitär sein. Dreitzel schreibt dazu: „Der Elitebegriff bezeichnet die Inhaber von Spitzenpositionen in der Gesellschaft, die auf Grund einer sich wesentlich an der (persönlichen) Leistung orientierenden Auslese in diese Position gelangt sind.“ (1962: 67). Zudem sind Eliten, laut Bell, Teil einer grösseren Klasse (vgl. Bell 1974: 33). Eliten sind also keine vom Umfeld abgeschlossene Teilgruppe, sondern eine Gruppe von herausstehenden Personen in einer grösseren Gemeinschaft. So kann man zum Beispiel die ETH als Elite aller Universitäten und Hochschulen in Europa, in welchen naturwissenschaftliche Fächer gelehrt werden, betrachten. Die Eliten, bestehend aus einer kleinen Zahl von Individuen, beherrschen diese grösseren Gruppen (vgl. Töpel 1983: 1320), weshalb sie auch als Machtträger bezeichnet werden.

Für Shamus Rahman Khan werden Eliten durch einen überdurchschnittlich guten Zugang zu Ressourcen ausgezeichnet (vgl. Khan 2012: 361). Diese Ressourcen zu besitzen festigt den Machtanspruch der elitären Gruppe. Als Ressourcen gelten dabei nicht nur monetäre Mittel, sondern neben dem ökonomischen Kapital sind auch politisches, kulturelles, soziales und Bildungskapital wichtig (vgl. Khan 2012: 365). Je nach dem, in welchem Bereich die Klasse der Elite steht, ist ein anderes Kapital überdurchschnittlich ausgeprägt. Die Quellen der Macht sind also bei Eliten nicht immer die Gleichen, sondern können sich auch unterscheiden (vgl. Dreitzel 1962: 68), je nach dem, in welchem Umfeld eine Gruppe als Elite betrachtet werden kann.

Die Trennung der Elite von der Masse, welche auch Töpel (1983: 1320) anspricht, ist laut Hans P. Deitzel (1962) willentlich. Die Elite hebt sich durch bestimmte Merkmale oder Anforderungen von der Masse ab, um ihre Vormachtstellung zu kennzeichnen. Neben der grundsätzlichen Unterscheidung von Elite und Masse differenziert Töpel auch noch zwischen der allgemeinen Elite und dem kleinen Kreis, welcher wirklich Macht ausübt (vgl. Töpel 1983: 1320). Die Abgrenzung von Masse zu Elite geschieht unterschiedlich. Zum Beispiel haben gewisse elitäre Vereinigungen Mitgliederbeiträge, welche sichern, dass nur wohlhabende dem Club beitreten können. Andere Eliten tragen bestimmte Kleidung oder ein Abzeichen, um sich visuell abzugrenzen und zudem Zugehörigkeit zu zeigen. Das Tragen von Kleidung spricht für eine gewisse elitäre Kultur, welche gepflegt wird. Diese Kultur dient der Identitätsbildung, was sowohl die Inkludierung von Zugehörigen, wie auch das Exkludieren von Anderen beinhaltet (vgl. Khan 2012: 367). Die Identität bildet sich, wie schon angetönt, durch gemeinsamen Geschmack, gemeinsame Werte und Lebensweise. Die Verbindungen, welche dadurch entstehen, führen zur Netzwerkbildung, wodurch das soziale Kapital steigt (vgl. Khan 2012: 368). Soziales Kapital dient der Kooperation, denn ein jeder kann vom anderen irgend auf eine Weise profitieren (vgl. Khan 2012: 369).

2.2 Die Theorie der elitären Kunstclubs

Hinter dieser Arbeit steht die Frage, ob Kunst- und Kulturclubs als elitäre Vereinigung gesehen werden können. In diesem Abschnitt sollen einige Gründe dafür angegeben werden. Als erstes bieten Clubs eine einfache Möglichkeit, die Ingroup von der Outgroup abzugrenzen. Durch Mitgliederbeiträge, bestimmte Anforderungen wie ein Jurastudium oder auch die Notwendigkeit, von einem Mitglied als Neumitglied vorgeschlagen zu werden und somit sein bestehendes Netzwerk zu beweisen, wird die Gruppe als Ganzes zusammen gehalten und die Unterscheidung zu den ‚Anderen‘ vollzogen.

Es gibt Clubs in verschiedenen Grössen und zu verschiedenen Themen. In dieser Arbeit dreht es sich vor allem um Kunstclubs. Die Kunst an sich bietet mehrere Möglichkeiten zu Gruppierungen, zum Beispiel die Kunstinteressierten und die Nicht-Interessierten. Oder die elitäre Kunst und die Strassenkunst. Diese Unterscheidung spricht zum Beispiel Judith Blau an, denn sie unterscheidet zwischen „élite culture and culture with broad popular appeal“ (Waterman 1998: 56). Unter der elitären Kunst lassen sich nicht nur Opern und Ballettaufführungen zusammenfassen, sondern auch teure Malereien, welche mit ihrer Technik überzeugen und nicht so zugänglich sind wie moderne Kunst, weil sie nicht mehr unbedingt den Nerv der Zeit treffen. Natürlich gibt es für diese Kunst auch Sammler, welche dann wieder eine Elite unter sich bilden, denn sie müssen über ein gewisses wirtschaftliches Kapital verfügen, um sich die Bilder leisten zu können. Zudem benötigen sie soziales Kapital, denn solche Kunst wird nur in bestimmten Netzwerken gehandelt und auch kulturelles Kapital, um die Kunst als solche wahrzunehmen. Anna Zimdars, Alice Sullivan und Anthony Heath schreiben passend dazu: „For Bourdieu, cultural capital consists of familiarity with the dominant culture in a society“ (2009: 650). Wenn das Wissen über elitäre Kunst also in einer bestimmten Gesellschaft für eine bestimmte Elite zum Allgemeinwissen zählt, gilt sie als dominante Kultur und daher ist auch kulturelles Kapital nötig, um dieses Wissen zu besitzen.

Kunstclubs sind, wie alle anderen Clubs auch, eine gute Möglichkeit, die eigenen Netzwerke zu festigen oder auszubauen. Dadurch, dass ein gemeinsames Interesse besteht, liegt die Vermutung nahe, dass die Mitglieder auch aus einem ähnlichen beruflichen Sektor kommen. Es wird für diese Arbeit angenommen, dass die Kreativindustrie eher stark vertreten ist, da durch den eigenen Beruf das kulturelle Interesse schon gegeben ist. Diese Annahme soll aber später noch mithilfe der Umfrage geprüft werden. Auch ob durch einen Kunstclub eigene berufliche Vorteile gezogen werden können, soll angesprochen werden. Die Netzwerke, welche auch der eigenen Laufbahn nützlich sein können, sind, wie schon gesagt, ein Hinweis auf eine elitäre Vereinigung. Es wird vorweg angenommen, dass die Mitglieder der Clubs diesen nicht vorrangig beigetreten sind, um ihre Netzwerke zu verbessern oder um ökonomisches Kapital aus dem Club zu schlagen. Eher sind dies willkommene Begleiterscheinungen des Beitritts. Es wird also angenommen, dass das erste Interesse für den Club aufgrund des eigenen Kunstinteressens aufkam.

Wenn Kunst- und Kulturclubs elitäre Vereinigungen sind, dann muss dementsprechend auch genügend wirtschaftliches, kulturelles, soziales, politisches oder wissenschaftliches Kapital vorhanden sein. Bei Kunst- und Kulturclubs liegt, wie schon angetönt wurde, die Vermutung nahe, dass vor allem das kulturelle, das soziale und das wirtschaftliche Kapital relativ hoch sein müssten. Auch diese Annahmen sollen untersucht werden und als Indikator dafür dienen, ob die Theorie der Kunst- und Kulturclubs als elitäre Vereinigungen bestätigt oder widerlegt werden kann.

2.3 Versuchsaufbau

Die Forschungsfrage wurde mittels eines Fragebogens geklärt. Dieser Fragebogen wurde über ein Umfrageprogramm im Internet erstellt und an die Mitglieder von verschiedenen Clubs, insgesamt 45 Personen, verschickt. Wichtig dabei ist anzumerken, dass die Fragebögen über die Kontakte einer einzigen Person verschickt wurden, wodurch sich gewisse Gemeinsamkeiten vielleicht erklären lassen. Alle Vereinigungen sind grösstenteils in Luzern, aber auch in der näheren Umgebung wie Zug und Zürich, beheimatet. Der primäre Zweck der Clubs ist nicht der Kunsthandel oder ähnliches, sondern gemeinsame Treffen und Besichtigungen von öffentlich zugänglichen Ausstellungen, Manufakturen und Privatsammlungen. Zudem werden Vorträge und Kunstreisen organisiert.

Zuerst wurden das Alter und das Geschlecht der Mitglieder erfragt. Diese Fragen dienen nur zur Orientierung. Beim Alter waren die Antwortmöglichkeiten ‚20-29‘, ‚30-39‘, ‚40-49‘, ‚50-59‘, ‚60-69‘ und ‚älter als 70‘. Beim Geschlecht konnte ‚männlich‘, ‚weiblich‘ oder ‚anderes‘ angekreuzt werden. Die nächste Frage war, in welchen Kunst- und Kulturclubs die Befragten Mitglieder sind. Es sollten dadurch die möglichen Netzwerke ein wenig aufgedeckt werden, zudem erkennt man vielleicht Personen, welche in vielen Clubs und daher sehr kunstinteressiert sind.

Als nächstes wurde die höchste abgeschlossene Bildungsstufe erfragt. Dabei konnte zwischen den Antworten ‚Keine‘, ‚Primarstufe‘, ‚Sekundarstufe‘, ‚Lehre‘, ‚Fachmittelschule‘, ‚Gymnasium‘, ‚Höhere Fachschule‘, ‚Fachhochschule‘, ‚Universität‘ und ‚eigene Antwort‘ ausgewählt werden. Bei der Frage um die höchste abgeschlossene Bildungsstufe der Eltern konnten ebenfalls diese Möglichkeiten oder zusätzlich die Antwort ‚weiss nicht‘ ausgewählt werden. Danach kam die Frage, in welchem Beruf die Befragten zurzeit tätig sind. Hier konnten sie eine eigene Antwort angeben. So war es am einfachsten, alle Berufe zu erfassen, denn eine Kategorienbildung schien nicht sinnvoll, vor allem weil dann gewisse feinen Unterschiede erkennbar werden konnten. Zum Beispiel kann ein/ eine kaufmännische/ r Angestellte/ r in einem Reisebüro, einer Bank oder einem Möbelgeschäft mit Designermöbeln arbeiten. Nur letzterer kann als Kreativberuf gezählt werden. Die nächste Frage betraf das durchschnittliche Jahreseinkommen, wobei es die Auswahl zwischen ‚kein Einkommen‘, ‚weniger als 35‘000‘, ‚35‘000-49‘000‘, ‚50‘000-69‘000‘, ‚70‘000-89‘000‘, ‚90‘000-119‘000‘ und ‚mehr als 120‘000‘ gab. Die Frage nach dem Einkommen hatte zum Ziel, das ökonomische Kapital zu prüfen.

Nach diesen Fragen über Beruf und Einkommen kam die Frage, ob die Befragten in anderen Vereinen als den bereits genannten Kunstvereinen Mitglieder sind. Es wurde dabei nicht explizit nach Kunstvereinen, sondern allgemein nach Vereinen gefragt. Es konnte darauf frei geantwortet werden.

Die folgende Frage ging in dieselbe Richtung, nämlich welcher Art die anderen Vereine sind. Durch diese Fragen wurden ebenfalls die Netzwerkbildung und auch die Interessen der Mitglieder erfragt. Je nach Antwort hätte man zum Beispiel auf eine zusätzliche Kapitalsorte schliessen können oder es wäre ein möglicher Zusammenhang von Kunstclubs mit einer anderen Art Club zu erkennen gewesen. Die möglichen Antworten dabei waren ‚Sportverein‘, ‚Schützenverein‘, ‚Fanclub‘, ‚Serviceclub‘, ‚Kunst- und Kulturverein‘, ‚Musikverein‘, Schifffahrtsgesellschaft/ Autoclub/ etc.‘ und ‚eigene Antwort‘.

Als Nächstes wurde die Motivation, in den Kunst- und Kulturclub beizutreten, erfragt. Dabei gab es die Möglichkeit der Wahl zwischen ‚Neue Freundschaften‘, ‚Interesse an Kunst‘, ‚Interesse an Kunstobjekten (Handel)‘, ‚Neue/ bessere Geschäftsbeziehungen‘, ‚Vorteile am Arbeitsmarkt‘, ‚Ansehen und Prestige‘, ‚Partnersuche‘, ‚Langeweile‘, ‚Ich weiss nicht‘ und ebenfalls einer eigenen Antwort. Darauffolgend kam die Frage, wie man auf den Club aufmerksam geworden ist. Dabei gab es die Antwortkategorien ‚durch Freunde‘, ‚durch Geschäftspartner‘, ‚durch Kunden‘, ‚Ich wurde vom Club direkt angefragt‘, ‚Durch Medien (Internet, Zeitung, Radio, etc.), ‚Im Museum (Flyer, sonstige Werbung)‘, ‚Ich weiss nicht‘ und wieder eine eigene Antwortmöglichkeit. Die Frage zielte vor allem darauf ab zu schauen, wie stark die Vernetzung im Club ist und ob es notwendig ist, vorgeschlagen zu werden, ob Werbung für den Club gemacht wird, was auf eine nicht so starke In-/ Outgroup Tendenz hinweist und wie ausschlaggebend Beziehungen sind für den Beitritt in den Club. Danach wurde erfragt, welche Vorteile der Kunst- und Kulturclub bringt, welche aber beim Eintritt nicht bedacht wurden oder die zu dieser Zeit nicht wichtig waren. Die Antwortmöglichkeiten waren hierbei dieselben wie bei der Frage nach der Motivation für den Beitritt. Diese Frage sollte erörtern, was sich die Mitglieder von ihrem Beitritt erhofft haben und welchen Zweck der Club primär erfüllt und die zweite Frage, welche zusätzlichen Funktionen der Club hat. Wenn die Anfangsmotivation vor allem auf geschäftlicher Ebene gewesen wäre, dann wäre die Kunst nicht im Vordergrund des Clubs und dann müsste man sich fragen, warum denn gewisse Mitglieder beitreten können und andere nicht. Dahinter steht die Frage, ob es darum geht, möglichst gute Geschäftspartner im Club zu haben oder Personen, welche dieselben Hobbies teilen. Womöglich sind es auch beide Kriterien oder ganz andere. Der Klärung dieser Frage dient auch der nächste Punkt, nämlich ob die Teilnahme an den Treffen und Veranstaltungen eher als Freizeitbeschäftigung, Arbeit oder beides zugeteilt wird. Wenn vor allem die Vernetzung der Eliten im Kreativbereich im Vordergrund stünde, dann würden die Antworten wahrscheinlich eher zur Arbeit oder zu beidem tendieren. Wettbewerb und Kooperation, zwei Merkmale von Eliten, sind in der Freizeit einiges geringer als in einem von der Arbeit geprägten Umfeld.

Daraufhin folgten einige Fragen bezüglich der Offenheit des Clubs und die Beitrittsmöglichkeiten. Als erstes wurde die Frage gestellt, was allgemein über die Offenheit des Clubs betreffend Beitrittsmöglichkeiten und Auswahl der Mitglieder gedacht wurde. Die möglichen Antworten dazu waren: ‚sehr offen zugänglich/ keine Aufnahmekriterien‘, ‚offen zugänglich/ wenig bzw. einfach zu erfüllende Aufnahmekriterien‘, ‚eher schwierig zugänglich/ viele Aufnahmekriterien‘, ‚sehr schwierig zugänglich/ sehr genaue Aufnahmekriterien‘ und eine eigene Antwort. Das Ziel war einerseits zu erfahren, ob es Aufnahmekriterien gibt und anderseits, wie diese wahrgenommen werden. Als nächstes wurde gefragt, was denn die Aufnahmekriterien seien, wenn es denn welche gibt. Es konnten dabei eigene Antworten aufgeschrieben werden, weil es unterschiedliche Clubs waren und auch, weil geschaut werden sollte, welche Aufnahmekriterien von den Mitgliedern überhaupt als solche wahrgenommen werden. Den Mitgliedern eines Clubs, der sehr genaue Anforderungen stellt und auch geschlossen bleiben möchte, sind die Aufnahmekriterien eher als solche bekannt als einem Club, der eher offen gegenüber aussen ist. Zusätzlich zur Frage über die Aufnahmekriterien wurde dann erfragt, ob es einen Mitgliederbeitrag gibt. Diese Frage diente ebenfalls der Prüfung, wie die Mitglieder ihren Club wahrnehmen und ob der Mitgliederbeitrag beitrittsregulierend wirken soll. Auch bei dieser Frage konnte frei geantwortet werden. Danach sollte auch noch die Höhe des Beitrages bewertet werden und zwar ob er ‚viel zu wenig‘, ‚wenig‘, ‚angemessen‘, ‚hoch‘ oder ‚sehr hoch‘ ist. Dies bezieht sich natürlich nicht nur auf den Beitrag verglichen zu den vom Club erbrachten Leistungen, sondern zeigt auch, wie gross der Wunsch nach Abgrenzung ist. Die Antworten können dann verglichen werden mit der nächsten Frage, ob es Personen gibt, die gerne im Club mitmachen würden, aber aufgrund gewisser Kriterien nicht aufgenommen werden, wobei zwischen ‚Ja‘ und ‚Nein‘ ausgewählt werden konnte. Darauffolgend wurde erfragt, warum eventuell Personen nicht dem Club beitreten können, was frei beantwortet werden konnte. Als nächstes kam die Frage, ob der Mitgliederbeitrag ein Grund sein könnte, dass gewisse Personen nicht im Club mitmachen können. Die Antworten dazu waren ‚Ja‘, ‚Nein‘ und ‚weiss nicht‘. Die Antworten dieser Fragen konnten verglichen werden mit den Antworten aus den Fragen über die Höhe des Beitrages und den Auswahlkriterien. Zu diesem Vergleich trägt auch die nächste Frage bei, nämlich wie darüber gedacht wird, dass die Mitgliedschaft in einem Club über den Mitgliederbeitrag geregelt wird. Dazu gab es die Antwortkategorien ‚Ich finde es gut und es sollte auf jeden Fall beibehalten werden‘, ‚Ich finde es gut, würde es aber auch unterstützen, wenn auch Personen die Möglichkeit zur Mitgliedschaft hätten, die den Mitgliederbeitrag nicht zahlen können‘, ‚Ich finde, dass es ein Nachteil ist‘ und ‚ich finde es sehr schlecht‘. Diese Frage dient wieder der Erörterung des Gruppengefühls und auch der Einstellung der Mitglieder, ob sie vor allem Personen mit einem gewissen Einkommen und einer gewissen Klassenzugehörigkeit im Club haben möchten oder alle aufnehmen. Die letzte Frage lautet: Möchten Sie, dass der Club öffentlicher wird. Daraufhin konnte gewählt werden zwischen ‚Ja, obwohl er schon sehr offen ist‘, ‚Ja, weil der Beitritt zu schwer ist‘, ‚Momentan ist er genau richtig, nicht zu offen aber die Beitrittsbedingungen sind auch nicht zu hoch‘, ‚Nein, weil er zu offen ist‘, ‚Nein, der Club ist nur für ausgewählte Mitglieder zugänglich und sollte es auch bleiben‘, ‚Ist mir egal‘ und einer eigenen Antwort.

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Art Club und Elite. Sind Kunst- und Kulturclubs in der Schweiz elitäre Vereinigungen?
Hochschule
Universität Luzern  (Kultur- und sozialwissenschaftliche Fakultät)
Note
5.0
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V377317
ISBN (eBook)
9783668555822
ISBN (Buch)
9783668555839
Dateigröße
783 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elite, Kunst, Club, Forschungsarbeit
Arbeit zitieren
Lisa Kwasny (Autor), 2017, Art Club und Elite. Sind Kunst- und Kulturclubs in der Schweiz elitäre Vereinigungen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377317

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