Der Einfluss der katholischen Kirche auf die polnische Regierung im Hinblick auf die Flüchtlingskrise


Hausarbeit, 2016

25 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Flüchtling
2.2 Definition europäische Flüchtlingskrise

3. Aktuelle Lage in Polen und die Flüchtlingskrise in Europa
3.1 Die aktuelle polnische Regierung
3.2 Die aktuelle Lage der europäischen Flüchtlingskrise in Europa und Polen
3.1 Fakten und Zahlen

4. Die Rolle der katholischen Kirche in Politik und Gesellschaft in Polen
4.1 Kirche und Nation
4.1.1 christliche Werte und Normen
4.2 Der Einfluss der Religion in der Politik

5. Standpunkt und Einfluss polnischer Geistlicher in Hinblick auf die Flüchtlingskrise
5.1 Differenzierung der katholischen Kirche
5.2 Standpunkt der polnischen Geistlichen und der katholischen Kirche in Polen

6. Standpunkt der polnischen Regierung in Hinblick auf die Flüchtlingskrise

7. Vergleich: Katholische Kirche und polnische Regierung

8. Fazit

Literaturverzeichnis

Online-Quellen

1. Einleitung

Der Flüchtlingsstrom traf 2015 auf ganz Europa und entwickelte sich zu einer europaweiten Krise. Hunderttausende von flüchtenden Menschen suchten Zuflucht und Asyl in einem europäischen Land, um vor Krieg und Zerstörung, oder vor Armut zu fliehen. Eine Krise entstand unter anderem dadurch, dass die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der europäischen Union nicht klar definiert war und bis heute auch noch nicht ist. Die europäischen Staaten waren auf große Mengen von Flüchtenden nicht optimal vorbereitet und sind sich auch im Jahr 2016 nicht einig, wie Flüchtlinge und Asylsuchende in Europa, zur Entlastung anderer Länder, verteilt werden sollen.

Da die Regelung zur Verteilung der Flüchtlinge selbst innerhalb der EU sehr kontrovers diskutiert wird und auch gegenwärtig ein umstrittenes Thema ist, stellt diese Hausarbeit eines der Länder in den Fokus, das sich gegen eine gemeinsame europäische Asylpolitik und gegen die Regelung zur Verteilung der Flüchtlinge ausspricht und somit auch selbst in die Kritik geraten ist.

Eines der europäischen Länder, welches sich strikt gegen eine Aufnahme von Flüchtlingen stellt, ist Polen. Die polnische Regierung spricht sich für eine souveräne Regelung der einzelnen Mitgliedsstaaten der EU aus und hat bisher nur wenigen Flüchtlingen eine Unterkunft gewährt. Statistisch gesehen hat Deutschland in der EU die meisten erstmaligen Asylbewerber aufgenommen, mit 2.155 je eine Million Einwohner, gefolgt von Österreich mit 1.619. Polen liegt in dieser statistischen Rangliste an zwanzigster Stelle und hat pro einer Million Einwohner 61 Asylbewerber aufgenommen1.

Die Flüchtlingskrise ist für alle europäischen Staaten eine Herausforderung und fordert zur Bewältigung dieser, Engagement und Solidarität aller. Besonders beleuchtet werden, soll in dieser Analyse die Solidarität Polens und der Einfluss der katholischen Kirche in diesem Zusammenhang.

Acht von zehn Polen bezeichnen sich selbst als „religiös“ oder „sehr religiös“ und 95% der erwachsenen Polen identifizieren sich mit dem Katholizismus2. Auch die rechtskonservative polnische PiS Regierung identifiziert sich mit dem Katholizismus und verfolgt in christliche Werte, Ziele und Meinungen, die der katholischen Kirche nahe stehen. Medienwirksam präsentieren sich der Präsident Polens Andrzej Duda und Ministerin Beata Szydlo in katholischen Messen zu wichtigen Ereignissen der polnischen Geschichte und zeigen sich fromm und patriotisch3.

Der Fakt, dass die polnische Regierung sich gegen eine Aufnahme von Flüchtlingen stellt, lässt die These entstehen, dass die polnische Bevölkerung und Regierung christlichen Werten, zu denen auch Barmherzigkeit und Nächstenliebe zählen, in vielerlei Hinsicht folgt, in Bezug auf die Flüchtlingsfrage allerdings nicht unbedingt auf diese Werte zurückgreift. Es scheint, als würden die Regierung und die Kirche in dieser Thematik keinen Konsens finden. Welchen Einfluss nimmt also die katholische Kirche in Polen in Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise? Eine Antwort soll die, auf den nächsten Seiten folgende, Analyse geben.

Zu Beginn der Analyse wird die aktuelle Situation der Flüchtlingskrise in Europa und Polen dargestellt, um einen Überblick der gesamten Lage zu erhalten und einen Einblick in Polens Haltung in diesem Zusammenhang zu erlangen.

Um nachvollziehen zu können, welche Rolle die katholische Kirche für die polnische Bevölkerung, Politik und Regierung bisher gespielt hat, wird im darauffolgenden Kapitel die Wichtigkeit, der Einfluss und die Bedingtheit der katholischen Kirche erläutert. Zum Schluss der Analyse werden jeweils der Standpunkt der polnischen Regierung und der Standpunkt der katholischen Kirche in Polen in Bezug auf die Flüchtlingsdebatte herausgearbeitet verglichen.

2. Definitionen

Um die folgende Analyse des Einflusses der katholischen Kirche in Polen in Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise genauer einordnen und eingrenzen zu können, wird zunächst erläutert, was genau die europäische Flüchtlingskrise ist und warum es 2015 überhaupt zu dieser Krise kam.

2.1 Flüchtling

Um zu verstehen, wer als Flüchtling oder Asylsuchender gilt, wird zunächst erläutert, was der Begriff des Ausländers meint. Ausländer ist laut Art. 2 des Zuwanderungsgesetzes „ [ … ] jeder, der nicht Deutscher im Sinne des Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist.“4 Nach diesem Artikel des Grundgesetzes sind Ausländer also all die Menschen, die die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzen5. Die Ausländer, die nach Deutschland oder ein anderes Land kommen um Schutz zu suchen, bezeichnet man als Asylbewerber. Das Wort Asyl leitet sich vom griechischen „asylon“ ab und wird mit „Heim“ oder „Unterkunft“ übersetzt6.

Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention definiert einen Flüchtling als Person, die sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat, und die wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht vor Verfolgung nicht dorthin zurückkehren kann.7

2.2 Definition europäische Flüchtlingskrise

Als europäische Flüchtlingskrise wird der krisenhafte Zustand seit 2015 bezeichnet, der sich auf die plötzliche Durch- bzw. Einreise Hunderttausender Flüchtlinge und Migranten in Europa bezieht. Alleine in Deutschland wurden 2013 127.000 Asylanträge gestellt, 2014 202.200 und 2015 sogar 1,1 Millionen Asylanträge8. Nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa hat dieser Flüchtlingszustrom unvorbereitet getroffen. Flüchtlinge wurden in Turnhallen, Containern und Zelten untergebracht und auch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) häuften sich Hunderttausende von Asylanträgen9. Die EU und die europäischen Staaten erwiesen sich im Jahr 2015 bei der Koordinierung und Begrenzung der Flüchtlingsbewegung als hilflos, da sich nicht alle Staaten einige diesbezüglich waren10.

3. Aktuelle Lage in Polen und die Flüchtlingskrise in Europa

Das Jahr 2015 war für die polnische Bevölkerung ein Wahljahr, und somit verbunden mit vielen wichtigen Ereignissen. Um einen Überblick von der aktuellen Regierung Polens zu erhalten, wird im folgenden Absatz das Wahlergebnis und die Haltung der aktuellen Regierungspartei skizziert.

3.1 Die aktuelle polnische Regierung

Polens nationalkonservative Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) hat im Jahr 2015 den größten Sieg ihrer Parteigeschichte errungen. Im Mai 2015 wurde Andrzej Duda, der bis Mai 2015 Mitglied der PiS Partei war, Präsident der Republik Polen. Bei den darauffolgenden Parlamentswahlen erhielt PiS 37,58%, 235 der 460 Mandate im Sejm und war somit in der Lage eine Alleinregierung zu stellen. Im November 2015 wurde Beata Szydlo von Andrzej Duda zur Ministerpräsidentin ernannt. Vorsitzender der Partei ist Jaroslaw Kaczynski, welcher ein konservatives und katholisches Weltbild vertritt.

Innenpolitisch setzt sich PiS vor allem gegen den Kampf von Korruption ein und für den Ausbau der inneren Sicherheit. PiS hat bereits bei seiner Regierungsbeteiligung im Jahr 2005 bis 2007 einen Verfassungsentwurf veröffentlicht, unter anderem mit dem Ziel, die Todesstrafe einzuführen. Außenpolitisch gilt PiS als europaskeptisch und betont die nationale Souveränität Polens. In Gesellschaftsfragen vertritt PiS meist traditionelle Werte und Werte, die der katholischen Kirche nahestehen.

Ideologisch wird PiS nicht eindeutig eingeordnet, liegt jedoch zwischen national-klerikal und nationalistisch-rechtskonservativ.

3.2 Die aktuelle Lage der europäischen Flüchtlingskrise in Europa und Polen

Im Sommer 2015 kam es zu einer Verschärfung der Ursachen der europäischen Flüchtlingskrise, so dass noch mehr Menschen aus Krisengebieten den Weg nach Europa suchten. Die „Washington Post“ definierte einige Gründe, weshalb die Flüchtlingskrise sich im Jahr 2015 verschärfte:

Der Krieg in Syrien, welcher kein Ende in Sicht hat und bisher mindestens 250.000 Todesopfer forderte, ist ein wesentlicher Grund, weshalb Menschen aus diesem Land flüchten, jedoch flohen auch Menschen aus Konflikt-Ländern wie dem Irak, Afghanistan oder Somalia11.

Den Flüchtlingen aus dem mittleren Osten wurde durch die Öffnung der Mazedonien-Route ermöglicht, einen ungefährlicheren Weg per Schleuser-Boot von der türkischen Westküste zur griechisch-mazedonischen Grenze zu nehmen. Der vorher längere und gefährlichere genutzte Weg zwischen Libyen und Italien forderte erheblich mehr Todesopfer.

Die Öffnung dieser Route brachte auch eine Einsparung an Kosten für die Flüchtenden mit sich, da keine Menschen-Schmuggler teuer bezahlt werden mussten. Somit konnten sich mehr Menschen die Flucht aus ihrem Heimatland leisten.

Einen weiteren Grund für den Flüchtlingsstrom sieht die Washington Post im Wetter, da die Flüchtenden auf ruhiger See und nicht bei Unwetter flüchten. Das bedeutet, dass im Sommer ein größerer Strom zu erwarten war.

Deutschlands offene Flüchtlingspolitik führte ebenfalls dazu, dass vermehrt flüchtende Menschen den Weg nach Europa und Deutschland suchten, dazu kam, dass ebenfalls zu dieser Zeit, Syriens Regierung eine verstärkte Einberufung der Streitkräfte verkündete, aber ebenfalls die Passvergabe an Syrer erleichterte. Für 300 US-Dollar konnten sich Wehrdienstverweigerer auch vom Militärdienst freikaufen. Der Bevölkerung wurde es vereinfacht, das Land zu verlassen.12

Auf Polen entfielen im Jahr 2014 1,3% der Asylanträge in der EU.13 Die liberal-konservative Regierung damals bestehend aus der PO und der PSL zeigte sich von Beginn an skeptisch und uneinig was die Flüchtlingsaufnahme anging. Besondere Skepsis gilt auch weiterhin den muslimischen Flüchtlingen, so dass die aktuelle polnische PiS-Regierung gegen eine Quotenregelung sind, nach der Flüchtlinge auf andere EU-Länder verteilt werden sollen und nur bestimmten Flüchtlingen helfen will.14 Im Sommer 2015 nahm Polen 150 christliche Syrer in ihr Land auf, welche jedoch nicht von der Regierung nach Polen geholt wurden, sondern von einer privaten polnischen kirchlichen Hilfsorganisation.

Im Herbst 2015 versprach die polnische Regierung 7000 Flüchtlinge in den kommenden zwei Jahren aufzunehmen, auch, nach dem im Herbst 2015 ebenfalls die neue Ministerpräsidentin Beata Szydlo ihr Amt antrat, welche der PiS Partei angehört und konservativ und EU-skeptisch eingestellt ist. Dieses Versprechen widerrief Beata Szydlo nach den Anschlägen von Brüssel im März 2016. Somit verbindet Beata Szydlo die Anschläge in Brüssel mit dem Flüchtlingsstrom, der nach Europa kam und immer noch kommt.

3.1 Fakten und Zahlen

Die Flüchtlinge, die bisher in Polen eintrafen, stammten bisher vornehmlich aus Osteuropa, wie der Ukraine oder der Russischen Föderation - seit 2012 steigt jedoch auch die Anzahl der Personen, die in der Republik Polen einen Antrag auf Anerkennung des Flüchtlingsstatus gestellt haben, die aus Syrien und anderen Ländern kommen.15

Die meisten Anträge auf den Flüchtlingsstatus kommen von Menschen aus der Russischen Föderation, mit 7922 Anträgen im Jahr 2015, jedoch vervielfachten sich auch die Anträge von Syrern um mehr als 36 mal, von Acht Anträgen im Jahr 2010 auf 295 im Jahr 2015. Stattgegeben wurde vor allem den Anträgen von Syrern in den letzten zwei Jahren. Bei 295 Anträgen im Jahr 2015 wurde über 200 Anträgen stattgegeben, Anträge aus der russischen Föderation hingegen, wurden vermehrt abgelehnt.16

Im 1. Quartal 2016 lag Polen im EU-Ranking an 20. Stelle von 28, was die Anzahl der erstmaligen Asylbewerber je eine Million Einwohner in den Mitgliedsstaaten betrifft.17 Auf eine Million Einwohner kommen in Polen somit 61 Asylbewerber.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, hat Polen sehr wenig Flüchtende Menschen aufgenommen. In den Medien gerät Polen und seine Regierung in die Kritik, da sie sich weigerte mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Es scheint, als würde auch in der polnischen Bevölkerung, eine eher abweisende Stimmung gegenüber Flüchtlingen herrschen. Dies bestätigt das „Public Opinion Research Center“, welches die Einstellung der Polen zur Aufnahme von Flüchtlingen untersucht hat.

Die Umfrage hat ergeben, dass im Februar 2016, 57% der befragten polnischen Bevölkerung gegen eine Aufnahme von Flüchtlingen aus Ländern mit bewaffneten Konflikten waren. Nur 4% der Befragten haben sich klar für eine Aufnahme ausgesprochen. Im Mai 2015 waren es noch 14% die sich klar dafür aussprachen und 21% die klar dagegen waren.18 Es lässt sich ein Trend erkennen, hin zu einer sich gegen Flüchtlinge aussprechende Bevölkerung. Die Gründe für diese Entwicklung könnten verschiedene Vorkommnisse von Mai 2015 bis Februar 2016 sein. 2015 war für Polen ein Wahljahr, da ein neuer Staatspräsident und ein neues Parlament gewählt wurden. Die Flüchtenden Menschen waren auch im Wahlkampf ein andauerndes Thema, meist jedoch als Gefahr betrachtet und als Quelle für Krankheiten beschuldigt. Ebenfalls 2015, im November, erschütterte ein Terroranschlag in Paris, Europa und die ganze Welt. Die Regierung schürte nach diesem Anschlag die Ängste der polnischen Bevölkerung und verband den Anschlag mit dem Flüchtlingsstrom, der im Sommer nach Europa gekommen war.19

4. Die Rolle der katholischen Kirche in Politik und Gesellschaft in Polen

Im folgenden Kapitel wird die Rolle der katholischen Kirche in der Politik und der Gesellschaft in Polen analysiert. Da „die katholische Kirche“ ein breites Fenster abdeckt und sich auch in der Flüchtlingsfrage nicht unbedingt einig ist, wird hier zwischen auch noch einmal zwischen der Kirchenspitze, dem Papst, und polnischen Geistlichen differenziert. Diese Differenzierung ermöglicht es, ein klareres Bild über die katholische Kirche und die Geistlichen speziell in Polen zu erhalten.

Im nächsten Abschnitt folgt erst einmal eine Einordnung der katholischen Kirche in die Geschichte der Republik Polens und die Einordnung ihrer Wichtigkeit für Staat und Bevölkerung.

4.1 Kirche und Nation

Vor 27 Jahren, 1989, unterstützte die katholische Kirche den Widerstand gegen das kommunistische Regime in Polen und trug zum Zusammenbruch dessen bei. Die katholische Kirche verteidigte die nationale Identität Polens und hält auch heute noch an konservativen Mustern fest und verfolgt eigene politische Ziele20.

Im Jahr 1989 gaben ca. 90% der Polen an, Katholiken zu sein und über 90% schätzten den Einfluss der Kirche auf das öffentliche Leben positiv ein21. Das Schicksal der polnischen Kirche löste sich von der Geschichte des europäischen Christentums genau zu der Zeit, in der die westliche Zivilisation eine kontinuierliche Entwicklungsrichtung einschlug22. Für Bürger Englands oder Deutschland war der Ausgang des 18. Jahrhunderts geprägt von der Blüte des Rationalismus und des Wissenschaftskults. Gleichzeitig kam es zu einer technischen Revolution und einem rapiden Bevölkerungswachstum, welche dann die Grundlagen für eine freie Marktwirtschaft legten23. In dieser Epoche erfuhr vor allem die Religion und Tradition eine Schwächung, für Polen jedoch blieb die Aufklärung eine dunkle Epoche. Der Niedergang der Adelsdemokratie macht aus dem polnischen Staat eine leichte Beute für die absolutistischen Monarchien nebenan. Auch die weitere Geschichte Polens ist eine von sich zyklisch wiederholenden Versuchen, die eigene staatliche Souveränität wiederzugewinnen24. Einzelne Teile Polens rafften sich alle paar Jahre zu Aufständen auf, wurden niedergeschlagen und fanden immer wieder Asyl bei der katholischen Kirche. Der polnische Katholizismus formierte sich somit mittels polnischer Geschichte und der nationalen Irrendeta-Bewegung und nicht, wie sich die katholische Kirche sonst häufig etablierte, durch theologische Streitgespräche oder auch doktrinärer Zwistigkeiten25. Das Geflecht zwischen Religion und patriotischen Gefühlen bleibt bis heute eines der wichtigsten Merkmale der polnischen Religiosität und wirkt sich im Verhältnis zum Staat und in der gesellschaftlichen Rolle der Kirche aus.

Viele Polen sahen in der katholischen Kirche einen Ersatzstaat, da viele der polnischen Einwohner die damaligen offiziellen Strukturen zur Teilung Polens boykottierten. Die katholische Kirche stand somit in Konflikt mit den Teilungsmächten und repräsentierte somit auch die Unabhängigkeitsbestrebungen der Polen. Die Kirche galt als institutionelle Alternative zu der Fremdherrschaft. Die Haltung der institutionellen Alternative entwickelte sich schnell zu einen Mentalitätselement des polnischen Klerus. Die meisten Bischöfe und Pfarrer sahen ihre Aufgabe darin, Polen die Souveränität zurückzubringen und setzten sich für den Staat ein. In der Teilungszeit wurde das Amtsverständnis der meisten geistlichen politisiert und ihre politischen Aktivitäten mussten erkauft werden. Viele Geistliche verloren bei Teilnahmen von Aufständen ihr Leben, wurden deportiert oder emigriert. Die Verfolgung der Geistlichen während der Teilungszeit stärke jedoch die gesellschaftliche Autorität der Kirche und bewirkte ein Misstrauen der polnischen Bevölkerung gegenüber der Außenwelt und das Gefühl, ständig bedroht zu werden26. Eine intensivere Vereinigung von Polentum und Katholizismus war hier zu beobachten, als Antwort auf die religiöse Verfolgung.

Bis heute ist „der Pole“ und „der Katholik“ eine übliche Gleichsetzung27, welche die nationale Identität stärkt, gleichzeitig jedoch auch Ansätze für Fremdenfeindlichkeit und religiöse Intoleranz beinhaltet28.

Im weiteren Verlauf der Geschichte, bis hin zur moderne brachte der starke Einfluss der katholische Kirche auch immer wieder Negativeffekte und Konflikte mit sich. Eine weitere Unterdrückung erlebte die katholische Kirche in der Zeit des Kommunismus, jedoch stellte die Wahl Karol Wojtylas als Paps einen Wendepunkt in der Kirchengeschichte während des Kommunismus dar. Der Widerstand gegen den Kommunismus wurde größer und schließlich wurde das totalitäre Regierungssystem gestürzt. Die katholische Kirche hat dazu beigetragen, dass es das Polen gibt, wie es heute ist.

Die Geschichte der katholischen Kirche in Polen und ihre Rolle als Ersatzstaat, sowie die Wahl des Papstes Johannes Paul II, haben wohl signifikant dazu beigetragen, dass die polnische Bevölkerung auch heute noch stark an die katholische Kirche glaubt und zur ihr hält. Es scheint, als würde die katholische Kirche ein Fels in der säkularen Brandung sein29. In der polnischen Gesellschaft gelten christlich-katholische Werte und auch Papst Johannes Paul II, gilt als ein „Gesicht“ der katholischen Kirche.

4.1.1 christliche Werte und Normen

Über 80% der polnischen Bevölkerung bezeichnen sich als religiös, gehören dem Katholizismus an30, leben somit nach christlichen Werten und Normen und vertreten die christliche Weltanschauung. Wichtige christliche Werte sind in den zehn Geboten und der Bergpredigt in der Bibel definiert. Somit zählen unter anderem die Nächstenliebe und die Barmherzigkeit zu den Werten, nach denen die Menschheit leben und handeln soll31. In Weltanschauungsfragen ist die katholische Kirche konservativ geprägt und vertritt somit konservative Lebensmodelle. So besteht eine Ehe und Familie nach dem Verständnis der katholischen Kirche aus einem Mann, einer Frau und einem Kind. Homosexualität gilt in der Kirche als „Unordnung“32.

Abtreibungen sind nach der konservativen Weltanschauung ebenfalls nicht erlaubt und gelten als Sünde. Papst Paul VI definiert Abtreibung in der Enzyklika Humanae vitae vom 25. Juli 1968 als absolut verwerflich und als keinen rechtmäßigen Weg, die Zahl der Kinder zu beschränken33.

Die „Erklärung zur Euthanasie“ der Glaubenskongregation beschreibt zu dem, dass auch Sterbehilfe bzw. ein Selbstmord höchst verwerflich seien, da das Leben ein Gottesgeschenk sei und nach seinem Ratschluss zu führen ist. Der Freitod und die Sterbehilfe würden somit die Oberherrschaft Gottes zurückweisen34.

Es ist nach christlicher Lehre, Gott als Schöpfer der Welt und der Menschen anzuerkennen und als oberste Moralinstanz anzusehen. Neben den genannten Aspekten der Weltanschauung der katholischen Kirche, sind alle normstiftenden Prinzipien der Bibel die Grundlage des täglichen Lebens und die Grundlage des moralischen Handelns.

4.2 Der Einfluss der Religion in der Politik

Religion findet viele Kanäle, wie sie Einfluss auf die Politik nehmen kann.

Religion, bzw. ihre Werte werden teilweise in der Sozialisation gewonnen, so haben auch Politiker Überzeugungen und Werte, so dass Religion auf persönlicher Ebene einen Einfluss auf die Politik nehmen kann35. Ebenfalls gilt die Kirche in Polen als Bestandteil der Zivilgesellschaft und transportiert ihre Interessen auch über Parteien. Institutionelle Verzahnungen von Staat und Kirche, wie durch gemeinsame Kommissionen oder Verträge, tragen ebenso dazu bei, dass Religion einen Einfluss auf Politik bekommen36.

In Debatten um Sterbehilfe, Abtreibung oder auch Homosexualität hat PiS bisher immer die Werte der katholischen Kirche vertreten. Ein Beispiel ist hier das Konzept der Partei „Bündnis der demokratischen Linken“ (Sojusz Lewicy Demokratycznej) aus dem Jahr 2003, mit dem die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften geregelt werden sollte. 2004 übergab der polnische Senat die Gesetzesvorlage an dem Sejm zur Abstimmung und wurde schließlich 2005, als die konservative Rechte - PiS - die Parlamentswahlen gewann, abgelehnt. PiS forderte ein verfassungsgemäßes Verbot der Legalisierung homosexueller Partnerschaften in Polen. Nach katholischem Verständnis, besteht eine Ehe aus einem Mann und einer Frau, die gleichgeschlechtlichen Ehen und Partnerschaften werden abgelehnt und gelten als schädlich für die Gesellschaft. In dieser Hinsicht vertritt PiS die katholische Weltanschauung also zu 100%. Ein ähnliches Beispiel bietet das stark umstrittene Thema der Abtreibung, da Ministerpräsidentin Beata Szydlo sich klar für eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes aussprach und somit ebenfalls die katholischen Werte in dieser Hinsicht vertritt.

In Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise lassen sich jedoch unterschiedliche Meinungen und Standpunkte der polnischen Regierung und der katholischen Kirche beobachten.

5. Standpunkt und Einfluss polnischer Geistlicher in Hinblick auf die Flüchtlingskrise

Im folgenden Kapitel, ist es notwendig, in differenzierter Weise von „der“ katholischen Kirche zu sprechen, da sich gerad in der Flüchtlingsfrage Unterschiede zwischen der römischen Kirchenspitze mit dem Papst und einzelnen polnischen Bischöfen und Priestern auf tun.

5.1 Differenzierung der katholischen Kirche

Als Papst Franziskus im Sommer 2016 zum Weltjugendtag nach Krakau anreiste, waren die katholische Religion und der Papst im Fokus des ganzen Landes, jedoch kritisierte er die polnische Bevölkerung und die Regierung in Bezug auf die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen37. Papst Franziskus setzt sich für Flüchtlinge ein und hat im April 2016 Flüchtlinge aus Lesbos mit nach Rom genommen. Zwölf muslimische Flüchtlinge fanden somit einen Weg aus dem Krieg. Bereits im Herbst 2015 nahmen die beiden Pfarreien im Gebiet des Vatikanstaates auf Bitte des Papstes Flüchtlinge auf38. Papst Franziskus definiert seine Haltung in Bezug auf Flüchtling klar und handelt nach christlichen Werten, da er nach dem Prinzip der Nächstenliebe handelt, in Not geratenen Menschen hilft und sich barmherzig und offen zeigt. Das katholische Kirchenoberhaupt bezeichnet die Flüchtlingskrise als „die schlimmste Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg“39 und fordert Menschenwürdige Lösungen in den Ankunftsländern der Flüchtenden.

Papst Franziskus‘ Handeln findet viel Zuspruch und Anerkennung, dennoch tun sich selbst innerhalb des katholischen Kirchenlagers gegenteilige Stimmen auf.

5.2 Standpunkt der polnischen Geistlichen und der katholischen Kirche in Polen

Wenige Tage, bevor Papst Franziskus zum Weltjugendtag nach Polen kam, veröffentlichte der Vatikan eine Mitteilung, in der sich der Sprecher der polnischen Bischofskonferenz, Pawel Rytel-Adrianik, zur Situation der Flüchtlingsaufnahme in Polen äußerte. In dieser Mitteilung äußert Rytel-Adrianik besorgt über die Vorurteile und Stimmung der Polen gegenüber Flüchtlingen, appellierte gleichzeitig jedoch an ganz Europa, auch für Verständnis für die polnische Bevölkerung zu haben, für die das Phänomen der Migration neu und fremd sei40. In der Bevölkerung gebe es „große Ängste“, vor allem Ängste vor Muslimen, die künstlich von Politikern geschürt würden41. Die Mitteilung des Vatikans versucht offenbar dem Eindruck entgegenzuwirken, dass die katholische Kirche in Polen in der Flüchtlingsfrage nicht dem Kurs des Papstes und des Vatikans folgt. Häufig geriet die katholische Kirche in die Kritik, da sie restriktive Flüchtlingspolitik Beata Szyldos unterstützen würde.

Tatsächlich ist es so, dass auch der polnische katholische Klerus sich in der Flüchtlingsfrage nicht einig ist und unterschiedliche Meinungen vertritt. Die kleine christliche Stiftung „Estera“ nahm Flüchtlinge aus Syrien auf und gab ihnen ein neues Zuhause, so spricht sich die Stiftung klar für eine Aufnahme von Flüchtenden aus, jedoch haben sie selbst christliche Syrer aufgenommen und keine Muslime42. Der Krakauer Bischof Tadeusz Pieronek appellierte ebenfalls an die Kirche, dass sie ihre Türen für syrische Christen öffnen solle, bei Muslimen hingehen vorsichtig vorgehen soll, da diese nicht von IS-Kämpfern zu unterscheiden seien43. Einen ähnlichen Standpunkt vertritt Warschaus Erzbischof Henryk Hoser, der sich in der polnischen Nachrichtenagentur „KAI“, skeptisch und ablehnend gegenüber muslimischen Flüchtlingen äußerte. Eine Integration von christlichen Syrern und Flüchtlingen sei einfacher als die Integration von Muslimen und vorrangig solle die katholische Kirche bedrohte Christen aufnehmen44.

Eine gegenteilige Richtung in der Flüchtlingsfrage schlägt Erzbischof Stanislaw Gadecki ein, der die polnische Bevölkerung und alle Gemeinden im Land dazu aufforderte Platz für Menschen zu machen, die verfolgt werden und vor Krieg fliehen45.

Primas Wojciech Polak appellierte ebenfalls an die polnische Bevölkerung Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen eine Chance in Polen zu geben. Auf die Frage einer polnischen Internet-Zeitung, ob Polen nur christliche Flüchtlinge aufnehmen sollte, antwortete der polnische Primas, dass die Hilfe an alle Flüchtlinge gerichtet werden sollte, ohne Blick auf Religion oder Angst vor Herausforderungen46.

Ein einzelner, fester Standpunkt der katholischen Kirche in Polen kann somit nicht ausgemacht werden. Je nach Region und Einstellung, haben die Bischöfe ein konservatives oder liberales Bild. Der Standpunkt der katholischen Kirchenspitze, des Papstes, ist hingegen klar definiert. Er fordert weiterhin Solidarität und offene Türen für alle Flüchtenden.

6. Standpunkt der polnischen Regierung in Hinblick auf die Flüchtlingskrise

Im Kapitel 4 wurde deutlich, dass die katholische Kirche auf Grund der Historie eng mit dem polnischen Staat verbunden ist. Betrachtet man weiter die Handlungen der PiS Regierung, die mit der Regelung der europäischen Flüchtlingskrise zusammenhängen, wie der Aufnahmestopp nach Anschlägen in Paris und Brüssel, bekommt man schnell den Eindruck, als würde die polnische politische Spitze nicht diesen christlichen Werten folgen.

Liebe deinen N ä chsten wie dich selbst.47 “ Das Prinzip der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit sind Leitparolen der katholischen Kirche, die bezogen auf Flüchtlinge bedeuten sollten, dass man ihnen aus ihrer Not helfen und Asyl gewähren sollte.

Premierministerin Beata Szydlo betont in den Medien, Konferenzen und Interviews immer wieder, dass ihre Regierung sich bereits sehr stark für Menschen engagiere, die Hilfe bräuchten. Menschen aus der Ukraine würden in Polen schon seit langer Zeit ein Zuhause und Arbeit in erhalten48. Die Flüchtlinge, die seit 2015 nach Europa kommen, stammen vornehmlich aus Syrien, Afghanistan oder auch Nordafrika und haben bisher nur selten ein Zuhause in Polen gefunden49.

Wie bereits in Kapitel 3 beschrieben, hat Ministerin Beata Szydlo das Versprechen, 7000 Flüchtlinge in Polen aufzunehmen, nach den Anschlägen von Paris und Brüssel, nicht eingehalten. Mit den Flüchtlingen, die seit 2015 nach Europa kommen, verbindet die polnische Regierung viel Negatives und äußert sich auch in Interviews kritisch und abwertend. Jaroslaw Kaczynski, der Vorsitzende der PiS Partei, äußerte sich im Herbst 2015 zu der Flüchtlingskrise und behauptete, dass Flüchtlinge Cholera, Ruhr und Parasiten in das Land bringen würden50. Ebenso wetterte Kaczynski allgemein gegen Muslime, da sie „Scharia Zonen“ einrichten würde und die Kirche nicht akzeptieren würden51. Der Standpunkt zur Aufnahme von Flüchtlingen des PiS Vorsitzenden ist somit klar formuliert. „ Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der es dazu k ä me.52

Die polnische Regierung um Beata Szydlo kritisiert Angela Merkels Flüchtlingspolitik und fordert eine Kehrtwende53, da „Tag für Tag von Übergriffen, an denen Zuwanderer beteiligt sind“ zu hören sei54. Das Problem der Migration der Flüchtenden müsste außerhalb der Grenzen gelöst werden, fordert Beata Szydlo55. Die polnische Regierung fühlt sich in Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise übergangen und fordert eine souveräne Regelung dieser Krise. Bereits kurz nach der Vereidigung Beata Szydlos, im November 2015, sprach sie zu ihrem Kabinett und allen Anwesenden der Vereidigung und versprach, dass die polnische Regierung sich den Sorgen eines jeden Staatsbürgers annehmen wird und Polnische Angelegenheiten als die wichtigsten ansehen wird56.

Die Spitze der polnischen Regierung, Ministerpräsidentin Beata Szydlo, sowie der Vorsitzende der Regierungspartei PiS Jaroslaw Kaczynski betonen bei öffentlichen Auftritten und im Programm der Partei immer wieder vor allem die Souveränität Polens und den Schutz Familie57. Ihr Standpunkt in Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise und die Aufnahme der Flüchtenden ist klar abweisend und mit vielen negativen Vorurteilen verbunden. Von außen wird die polnische Regierung von anderen Mitgliedern der EU für ihr Verhalten kritisiert, da sie für Schutzzäune in Mazedonien gestimmt hat - Das sei kein „europäisches Verhalten“58 kritisiert Angela Merkel. Rückendeckung hingegen erhält Polen von den anderen Mitgliedsstaaten der Visegrad-Gruppe. Tschechien, die Slowakei und Ungarn sind sich in Fragen der europäischen Flüchtlingskrise einig und vertreten eine gemeinsame Linie der Flüchtlingspolitik59.

7. Vergleich: Katholische Kirche und polnische Regierung

Die polnische Regierung verfolgt eine sehr konservative Flüchtlingspolitik, sie schürt Ängste vor dem Islam, möchte die polnische Souveränität erhalten und Polen vor einer „Gefahr“ schützen, da Flüchtlinge auch potentielle Terroristen seien. Diese Aussagen und Einstellungen lassen sich auch bei Geistlichen der polnischen katholischen Kirche finden. Nicht alle geistlichen haben diese konservative Einstellung, dennoch sind es einige Bischöfe, die vor dem Islam und den Flüchtlingen warnen.

Die polnische Regierung weist bei Fragen und Interviews darauf hin, dass sie bisher vielen flüchtenden, vor allem Ukrainern, Asyl gewährt hat, muslimische Flüchtlinge fanden bisher nur selten ein neues Zuhause. Die christliche Organisation „Estera“ hat ähnlich wie die Regierung gehandelt und Christen aufgenommen. Der Islam scheint für die Regierung und gleichermaßen für regierungsnahe polnische Geistliche etwas Fremdes zu sein, das sie nicht in ihrem Land haben möchten.

Die „andere Seite“ des Klerus, die Flüchtlinge aufnehmen möchte, scheint eine ähnliche Einstellung zur der Aufnahme zu Flüchtlingen zu haben, wie die Regierung vor Beata Szydlo und PiS. Die ehemalige Regierung um Ewa Kopacz versprach mehrere Tausend Flüchtlinge aufzunehmen - dies fordern auch liberale Bischöfe, die sich nicht den Handlungen der PiS Regierung anschließen wollen. Im Vergleich wird deutlich, dass es kein Ja oder Nein gibt, was die Zusammenarbeit von Kirche und Regierung in Hinblick auf die Flüchtlingsfrage gibt. Es ist eher so, dass die polnische Regierung einen klaren „Anti-Flüchtlinge“ Kurs fährt und die katholische Kirche in dieser Hinsicht gespalten ist.

8. Fazit

Die Hausarbeit hatte zum Ziel, eine Antwort auf die Frage zu geben, welchen Einfluss die katholische Kirche in Polen auf die Regierung in Hinblick auf die Flüchtlingskrise dort hat. Weiterhin sollte die These untersucht werden, ob die polnische PiS Regierung, die in politischen Entscheidungen christlichen Werten folgt, auch in Hinblick auf die Flüchtlingskrise sich an diesen Werten orientiert.

In Kapitel 4 wurde deutlich, dass die katholische Kirche auf Grund historischer Ereignisse stark mit dem Staat verwurzelt ist und für viele polnische Bürger und die Regierung eine Institution symbolisiert, die schon immer für die polnische Souveränität gekämpft hat. Die Kirche erlangte, dadurch dass sie als eine Art Ersatzstaat im Kommunismus diente, ein hohes Ansehen und viele Anhänger. Der Katholizismus ist tief in den Menschen und dem Staat verwurzelt.

Die Frage des Einflusses der Kirche auf die Regierung, lässt sich somit nicht von der Hand weisen. In Fragen der Sterbehilfe, Abtreibung oder Homosexualität hat die aktuelle polnische Regierung bisher die Weltanschauung der katholischen Kirche geteilt. Beide haben somit eine sehr konservative Sichtweise der Dinge.

In Hinblick auf die Flüchtlingsdebatte ist jedoch keine einheitliche Handlungsstrategie zu erkennen.

Es ist deutlich, dass sich der polnische Klerus in Fragen der Flüchtlingsaufnahme nicht einig ist und die Kirche ist stärker gespalten, als sie zugibt. Einerseits gibt es regierungsnahe Bischöfe, die der Politik um Beata Szydlo zustimmen und andererseits liberale Bischöfe, die hinter dem Papst stehen und ihren christlichen Werten in dieser Hinsicht treu sind. Da die Kirche selbst keine klare Linie fährt und sich verschiedene Bischöfe unterschiedlich äußern, ist der Einfluss auf die Regierung nur schwierig zu definieren. Katholische Tugenden und Werte, wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind in den Handlungen der Regierung in Bezug auf die europäische Flüchtlingskrise jedoch nicht zu finden. Dadurch, dass die Regierung Ukrainer und Russen als Flüchtlinge aufnahm, bei Syrern jedoch die Aufnahme stoppt, zeigt, dass die Religion der flüchtenden eine Rolle spielt und über eine mögliche Einreise entscheiden kann. Eine Xenophobie gegenüber des Islam zeichnet sich in Polen ab. Jaroslaw Kaczynski und auch polnische Bischöfe hetzten regelrecht gegen Muslime und warnten vor einer Überfremdung. Die katholischen Werte finden in Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise kaum eine Einflussmöglichkeit auf die polnische Regierung und ihre Flüchtlingspolitik. Fromm zeigen sich die gesamte Regierung und der Klerus, ebenso patriotisch. Auf Grund der Handlungen bzw. Nicht-Handlungen der Regierung, besonders gegenüber muslimischer Flüchtlinge, kann man die Einstellung ebenso als Fremdenfeindlich einstufen. Der Einfluss der „ursprünglichen“ katholischen Kirche, mit christlichen Normen, Werten und Tugenden, ist in Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise kaum vorhanden. Der Einfluss eines konservativen Weltbildes ist jedoch geblieben.

Literaturverzeichnis

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[...]


1 De.statista.com, Europäische Union, Anzahl der erstmaligen Asylbewerber je eine Million Einwohner in den Mitgliedsstaaten im 1. Quartal 2016

2 Vgl. Borowik, Irena, in: bpb Dossiert: Religion und Politik in Polen vom 02.07.2009

3 Vgl. tvp.info, Video „Feierliche Messe anlässlich der Aufstände vom August 1980“, Video online unter: http://www.tvp.info/26762482/uroczysta-msza-z-okazji-rocznicy-sierpnia-80-uscisk-dloni-dudy-i-walesy

4 Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern (Zuwanderungsgesetz) (2004): Kapitel 1

5 Vgl. Deutscher Bundestag (o.J.): XI. Übergangs und Schlussbestimmungen Art. 16 Abs. 1

6 Haase, Marianne/ Jugl, Jan C. (2007) Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU - Was ist Asyl?

7 The UN Refugee Agency, Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951

8 Landeszentrale für politische Bildung: Flüchtlinge in Deutschland, Einleitung: Flüchtlingskrise stellt Europa auf die Probe

9 Ebd.

10 Vgl. sueddeutsche vom 23.10.2015, die europäischen Länder sind wie paralysiert

11 Sly, Liz, in: The washington post, „8 reasons Europe`s refugee crisis is happening now“

12 Ebd.

13 Eurostat Pressemittleiung, Asyl in der EU; 23/15

14 Winterbauer, Jörg: www.welt.de, Polen will nur christliche Flüchtlinge aufnehmen

15 Ausländerbehörde Polen, Internationaler Schutz, Tabelle 1

16 Ebd. Grafik 1

17 Statista.com, Europäische Union: Anzahl der erstmaligen Asylbewerber je eine Million Einwohner in den Mitgliedsstaaten im 1. Quartal 2016

18 CBOS, Umfrage: Die Einstellung der Polen zur Aufnahme von Flüchtlingen.

19 Szymanski, Konrad, in: wPolityce.pl, „Nach den schrecklichen Ereignissen in Polen, sieht Polen keine Möglichkeit mehr, Flüchtlinge aufzunehmen“

20 Vgl. bpb, Religion und Politik in Polen

21 Vgl. Gowin, Jaroslaw: Kirche Staat Gesellschaft, S. 5

22 Ebd. S. 6.

23 Ebd. S. 6.

24 Ebd., S.7.

25 Ebd. S. 7.

26 Ebd. S. 8.

27 Vgl. Ebd. S.8.

28 Ebd.

29 Mechtenberg, Theo, in: Analyse: Die Lage der katholischen Kirche in Polen.

30 Vgl. Borowik, Irena, in: bpb Dossiert: Religion und Politik in Polen vom 02.07.2009

31 Vgl. Die Bibel, das Evangelium nach nach Matthäus: Die Bergpredigt (Kapitel 5-7)

32 Catholic Dictionary, „Marriage“

33 Papst Paul VI, Enzyklika Humanae vitae (1968)

34 Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre: Erklärung zur Euthanasie

35 Pickel, Gert: Religionssoziologie - Religion und Politik - Von institutionellen und kulturellen Beziehungen, S. 420

36 Ebd.

37 o.A. , Papiez Franciszek mowil o uchodzcach. Premier Szydlo odpowiada: W Polsce mieszka wielu Ukraincow; in dziennik.pl, (übersetzt: „Papst Franziskus sprich von Flüchtlingen. Premier Szydlo antwortet: In Polen wohnen viele Ukrainer“)

38 Radiovaticana.va, Franziskus nimmt zwölf Flüchtlinge von Lesbos mit nach Rom

39 Vgl. domradio.de, „Vatikan holt weitere Flüchtlinge aus Lesbos“ (17.06.2016)

40 Vgl. kath.net, Vatikan: Polens Bischöfe erläutern Haltung zu Flüchtlingen

41 Vgl. Ebd.

42 Vgl. fundacjaestera.pl, „Uciekli z Syrii“

43 Vgl.o.A., „2000 Flüchtlinge auf 38,5 Millionen Polen“, in: Süddeutsche Zeitung (09.09.2015)

44 Vgl. Petrowa-Wasilewicz, Alina: Interview mit Henryk Hoser in: ekai.pl

45 Vgl. tvn24.pl, „Abp Gadecki o uchodzcach: kazda parafia powinna przygotowac miejsce“ (06.09.2015)

46 Rusak, Jakob, Prymas Polski zabiera głos w sprawie uchodźców: "Jesteśmy wezwani, by rozpoznać w nich twarz Chrystusa", in: naTemat.pl

47 Die Bibel, Jakobus 2.8

48 Vgl. MDR.de: „Polen ändert nichts an Flüchtlingspolitik“

49 Vgl. Grafik 1

50 Vgl. Schuller, Konrad, in: faz.net, „Sprache des Hasses“

51 Wyborcza.pl: „Kaczynski über Flüchtlinge: Cholera in Griechenland“, Video: http://wyborcza.pl/10,82983,19019466,kaczynski-o-imigrantach-cholera-w-grecji-dezynteria-w- wiedniu.html?disableRedirects=true

52 Faz.net., „Kaczynski fühlt sich von EU-Kommission belustigt“

53 Vgl. Graf, Johannes: in ntv.de, „In Abneigung vereint“ (26.08.2016)

54 Ebd.

55 TVP.info, Jest wola, zeby problem migracji rozwiazywac poza granicami UE“ (von 18.12.2015)

56 Vgl. Flückiger, Paul, in: tagesspiegel.de, „Neue Regierung geht auf Konfrontationskurs“(vom 16.11.2015)

57 Vgl. Program Prawa i Sprawiedliwosci 2014

58 Bundesregierung.de, Merkel zur Flüchtlingspolitik, „Richtiger Kurs für Europa“

59 Visegradgroup.de, Joint Statement on Migration

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss der katholischen Kirche auf die polnische Regierung im Hinblick auf die Flüchtlingskrise
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Jahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V377457
ISBN (eBook)
9783668549326
ISBN (Buch)
9783668549333
Dateigröße
996 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik, Sozialwissenschaften, Polen, Flüchtlinge, Europa, Flüchtlingskrise
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Der Einfluss der katholischen Kirche auf die polnische Regierung im Hinblick auf die Flüchtlingskrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377457

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