Wie beeinflusst der Mensch die Ausmaße von Naturkatastrophen? Das Erdbeben in Nepal 2015


Facharbeit (Schule), 2015
8 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Das Naturereignis

Auswirkungen auf die Menschen

Einfluss der Menschen

Anhang

Quellenverzeichnis

Das Naturereignis

Naturereignisse wie Erdbeben sind in Nepal keine Seltenheit, denn das Land liegt in der Kollisionszone zweier Erdplatten. 40 Millimeter pro Jahr schiebt sich dort die indische Erdplatte gegen die eurasische. Bei diesem seit Millionen Jahren ablaufenden Prozess werden große Spannungen aufgebaut, die sich in Erdbeben entladen können (vgl. Röhrlich, 2015). So ereignete sich am 25. April 2015 in Nepal ein Erdbeben der Stärke 7,9 Mw[1] (vgl. ARD 1, 2015). Andere Quellen sprachen nur von 7,8 Mw, beide Werte entsprechen aber Erdbeben mit weitläufiger Zerstörung (vgl. Wikipedia 2, 2015). Das Epizentrum[2] des Erdbebens war 80 Kilometer nordwestlich von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Das Hypozentrum[3] lag dabei in einer Tiefe von 11 Kilometern (vgl. ARD 1, 2015). Dieser flache Erdbebenherd hatte starke seismische Wellen und somit eine Bruchfläche mit der Ausdehnung von 100 bis 150 Kilometern zur Folge. Die Wirkungskraft der Wellen wurde zusätzlich durch die weichen Sedimente in der Region um Kathmandu verstärkt, welches in dem Tal eines ehemaligen Sees liegt (vgl. Röhrlich, 2015). Bis Ende Juli folgten zahlreiche Nachbeben, darunter auch eines der Stärke 7,2 Mw am 12. Mai 2015 (vgl. Wikipedia 1, 2015). Die komplexe Struktur des nepalesischen Reliefs begünstigte zudem zahlreiche Erdrutsche (vgl. ARD 4, 2015), sowie Lawinen am nahegelegenen Mount Everest (vgl. ZEIT, 2015).

Auswirkungen auf die Menschen

Mit einem HDI[4] von nur 0,540 zählte Nepal 2014 zu den am schwächsten entwickelten Ländern der Welt (vgl. UNDP, 2014). So hatte das Erdbeben im April schwerwiegende Auswirkungen auf die Bevölkerung. Rund 8.800 Menschen verloren durch das Beben ihr Leben, mehr als 22.300 wurden verletzt (vgl. Wikipedia 1, 2015). Zudem wurden mehr als 600.000 Häuser zerstört (vgl. Fiedler/Khan 2015). Andere Quellen sprechen sogar von mehr als 900.000 Häusern und Millionen Menschen, die nun obdachlos sind. In Kathmandu gab es zeitweise keinen Strom und auch kaum Wasser und Nahrungsmittel. Zudem war die Krankenhäuser überfüllt (vgl. Peer, 2015). Noch schwieriger war jedoch das Erreichen der vielen entlegenen Dörfer im Gebirge, wo die Menschen noch stärker von der Zerstörung betroffen waren. Diese Orte waren nach dem Erdbeben nicht mehr über Land zu erreichen. Selbst eine Versorgung aus der Luft war bedingt durch schlechtes Wetter und einer zu kleinen Anzahl an Helikoptern nur geringfügig möglich (vgl. ARD 2, 2015). Diese Menschen waren daher hauptsächlich auf Selbsthilfe angewiesen (vgl. Titz, 2011 S.58). Auch das Basislager am Mount Everest war von einer der Lawinen getroffen worden, dabei gab es 18 Tote und etliche Verletzte. Im Nepal herrschte zur Zeit des Bebens Hochsaison, sodass sich etwa 300.000 Touristen im Land aufhielten (vgl. ZEIT, 2015). Viele von ihnen verließen das Land und in den Folgemonaten kam der Tourismus in Nepal fast vollständig zum Stillstand. Dies hat vor allem längerfristige Folgen, denn der Tourismus ist Nepals zweitwichtigster Wirtschaftssektor. Während im vergangenen Jahr noch etwa 800.000 Menschen Nepal besuchten, rechnet man für 2015 mit einem Rückgang von mehr als 40 Prozent. Etwa eine Million Menschen sind vom Tourismus abhängig und gerade jetzt benötigen viele von ihnen Geld für den Wiederaufbau (vgl. Menzel, 2015). Neben Nepal waren auch angrenzenden Staaten von dem Erdbeben betroffen. In China gab es 20 Tote, in Indien sogar 62 (vgl. Wikipedia 1, 2015).

[...]


[1] Mw = (Momenten-)Magnitude; Maß für die Stärke von Erdbeben

[2] Ausgangspunkt des Bebens an der Erdoberfläche (vgl. Wissenswertes)

[3] Ausgangspunkt des Bebens in der Tiefe (Erdbebenherd) (vgl. Wissenswertes)

[4] Human Development Index

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Wie beeinflusst der Mensch die Ausmaße von Naturkatastrophen? Das Erdbeben in Nepal 2015
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
8
Katalognummer
V378011
ISBN (eBook)
9783668581951
Dateigröße
647 KB
Sprache
Deutsch
Reihe
Aus der Reihe: e-fellows.net schüler-wissen
Schlagworte
Geographie, Erdbeben, Naturkatastrophen, Nepal, Nepal Erdbeben 2015, Plattentektonik, Katastrophenhilfe, Frühwarnsysteme, Entwicklungsland, Internationale Hilfe, Wiederaufbau, Mount Everest
Arbeit zitieren
Lejonina Herting (Autor), 2015, Wie beeinflusst der Mensch die Ausmaße von Naturkatastrophen? Das Erdbeben in Nepal 2015, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378011

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