(Miss-)Erfolg einer Gruppe. Mit den richtigen Beziehungen zur Bestleistung der Gruppe


Essay, 2013

10 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mit den richtigen Beziehungen zur Bestleistung der Gruppe
2.1 Starke und schwache Verbindungen
2.2 Effektivität einer Gruppe
2.3 Teamentwicklung
2.4 Soft Skills versus Qualifikationen
2.5 Rollen innerhalb einer Gruppe

3 Diskussion

4 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Was bedeutet Teamarbeit für Sie? Toll ein Anderer macht es? Oder totaler Einsatz aller Mitwirkenden?

Bei meinem Arbeitgeber gab es innerhalb der letzten zwei Jahre einige Fluktuationen. Die Stellen konnten zwar innert Kürze wieder durch qualifiziertes Personal gedeckt werden, al- lerdings sind die Teamkonstellationen nicht optimal. In einigen Teams kommt es oft zu Rei- bereien und Streitigkeiten. Dadurch steht oft nicht die Arbeit im Zentrum, sondern zwischen- menschliche Differenzen.

Doch was braucht es dazu, dass ein Team funktioniert? Vielleicht wäre es wichtig bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden nicht nur auf die fachlichen Qualifikationen, sondern auch auf die Sozialkompetenz zu achten, wie zum Beispiel die Teamfähigkeit oder die An- passungsfähigkeit. Vielleicht sollte man auch die Charaktere der TeammitgliederInnen ana- lysieren, damit das Konfliktpotential untereinander vorab möglichst gering gehalten wird.

Wenn sich ein Team derart selbst im Wege steht, leidet darunter auch die Effizienz und die Zielerreichung. Ich möchte daher den Zusammenhang zwischen der Beziehung unter den Teammitgliedern im Verhältnis zur Leistung untersuchen und frage mich: Welche Beziehungen beeinflussen die Leistung einer Gruppe?

2 Mit den richtigen Beziehungen zur Bestleistung der Gruppe

Wie soll die Beziehung unter den Teammitgliedern nun sein, damit das Team auch funktio- niert?

Ich gehe davon aus, je besser die Beziehung unter den Mitarbeitenden ist, desto höher ist die entstehende Leistung.

Verfügt das Team über sehr gute Beziehungen, kommt es sicherlich auch mal vor, dass Mit- arbeitende in private Angelegenheiten abschweifen und sich dadurch die Effizienz etwas verringert. Man muss jedoch auch bedenken, dass in einem Team, in dem mach sich gut kennt, sich die Mitarbeitenden bewusst sind, wie man sich gegenseitig unterstützen und an- spornen kann. Denken Sie an Ihr Studium oder Ihre Schulzeit zurück. Sie wussten genau, welche Schulkollegen-/innen Ihnen bei Unklarheiten weiterhelfen konnten und das waren bestimmt auch öfters die Kollegen-/innen mit denen Sie viel Zeit verbrachten. Es ist die ge- meinsame Sprache, die gemeinsamen Ziele, die gemeinsame Haltung, die Sie gemeinsam weiterbringt.

Betrachten wir dies im nächsten Abschnitt etwas theoretischer.

2.1 Starke und schwache Verbindungen

Um die Art der Beziehungen zu unterscheiden, wird zwischen starken und schwachen Beziehungen klassifiziert. Worin liegt der Unterschied?

Starke Verbindungen sind feste Freundschafts- oder Verwandtschaftsbeziehungen. Auf die Arbeitswelt bezogen, könnte das ein Team sein, das sehr intensiv miteinander arbeitet und sich auch mal im privaten Kreis miteinander trifft. Bei schwachen Beziehungen kennt man sich eher flüchtig. Der Austausch wird auf das Wesentliche reduziert und es arbeitet jeder für sich. (Granovetter, 1973)

Gemäss Granovetter’s empirischen Studien versperrt sich eine Gruppe mit starken Bezie- hungen unter einander, mit der Zeit immer mehr dem Zugang nach aussen. Durch das, dass die Gruppenmitglieder stark aufeinander fixiert sind, kapselt sich die Gruppe immer mehr von der Aussenwelt ab. Die Gruppe hat es dadurch schwer, Ideen in der Umwelt zu platzieren und zu verbreiten. In einer Gruppe mit starken Beziehungen sind sich die Gruppenmitglieder ähnlich. Das heisst, wenn ein Team ausschliesslich starke Verbindungen aufweist, wird es isoliert und leidet daher an Innovationskraft und schwachem Informationsfluss. (Granovetter, 1973)

Wie sieht es mit schwachen Beziehungen aus? Schwache Beziehungen schaffen Brücken zwischen verschiedenen Menschen. Die Brücke ist eine Art Symbol, um aus der eigenen Welt auszubrechen und sich mit anderen Menschen auszutauschen. Der Wert schwacher Beziehungen für das Individuum liegt darin, dass sie den Akteur mit Informationen versorgen, die für ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Neuigkeitswert haben. Dies ist ihre besondere Stärke im Vergleich zu starken Beziehungen Ideen von Menschen mit schwachen Beziehungen verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Menschen, welche in einer schwachen Beziehung zu einander stehen sind sich nicht ähnlich. (Granovetter, 1973)

2.2 Effektivität einer Gruppe

Wir haben nun erfahren, dass die Leistungsfähigkeit eines Teams mit ausschliesslich starken Beziehungen eingeschränkt ist. Man könnte daher davon ausgehen, dass eine Gruppe mit schwachen Beziehungen die höchstmögliche Leistung erzielt, eine empirische Studie wieder- legt dies jedoch.

Die Academy of Management untersuchte die Effektivität einer Gruppe in Bezug auf die Verbindung der Gruppenmitglieder. Unter Effektivität wurde folgendes definiert: Qualität der Arbeit, Menge der Arbeit, Initiative, Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, Problemlösungsinstrumente, sowie die Einhaltung von Lieferterminen.

Auf untenstehender Grafik können Sie erkennen, dass die Leistungskurve bis zu einem ge- wissen Grade stark steigt, wenn sich die Teammitglieder etwas näher sind. Sind die Verbin- dungen zu stark, nimmt die Effektivität wieder ab. (Hongseok, Myung-Ho, & Labianca, 2004) Anders gesagt, die Gruppe darf oder sollte sogar starke Verbindungen beinhalten, jedoch nicht zu starke, denn wie wir von Granovetter erfahren haben, bremst sich eine homogene Gruppe aus.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
(Miss-)Erfolg einer Gruppe. Mit den richtigen Beziehungen zur Bestleistung der Gruppe
Hochschule
Kalaidos Fachhochschule Schweiz
Note
2.0
Autor
Jahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V380706
ISBN (eBook)
9783668573949
ISBN (Buch)
9783668573956
Dateigröße
579 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Team, Erfolg, Gruppe, erfolgreiches Team, Sozialforschung, Teamrollen, Leistung, Zusammenarbeit
Arbeit zitieren
Nadine Schmid (Autor), 2013, (Miss-)Erfolg einer Gruppe. Mit den richtigen Beziehungen zur Bestleistung der Gruppe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380706

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