Subjektivierungsprozesse in social Start-ups. Zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung


Bachelorarbeit, 2017
46 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Abstract
Due to their unique combination of economic tools with social goals Social
Entrepreneurs and social start-ups are increasingly gaining the attention of media
and science. (European Commission, 2013). The present work investigated the
phenomena of social start-ups in the context of theories concerning subjectification
of work. It was based on the hypothesis that the work in social start-ups
demonstrates a specifically high crossover of subjective values of their founders, as
well as employees with their work. Therefore, the goal of this research was to find
similarities as well as contradictions between concepts of subjectification of work
and work practices in social start-ups. To support the hypothesis and answer the
research question main concepts of subjectification have been compared to research
results on social entrepreneurs, as well as social start-ups. The present analyse gives
wide insights on the work in social start-ups as well as new perspectives on the
concepts of subjectification of work. It proves that in social start-ups a deep overlap
of individual values of the founder and their employees with the content of the work
as well as the organizational goals exists. Furthermore, it gains knowledge about
the work in social start-ups and shows that the personal constitution of the members
of this organization is influenced by their idealism which works as an enabler, as
well as pressure. Founders can be caught in a cycle in between self-realization and
self-exploitation. Regarding the concepts on subjectification of work, the practical
relevance of main theories could be confirmed. Furthermore, the work pointed out
a very specific form of subjectification, focused not mainly on managing practices
but the self and its individual mechanisms of control. On the other hand, the thesis
shows that there is still a need of first hand empirical data and further analyses
concerning the theories of subjectification of work, as well as the work practices in
social start-ups.

Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Subjektivierung von Arbeit ­ ein theoretischer Überblick
1.1.
Subjektivierung von Arbeit ­ Herleitung und Definition
1.1.1.
Subjekt und Subjektivität
1.1.2.
Subjektivierung von Arbeit
1.2.
Relevante Bereiche der Subjektivierung von Arbeit
1.2.1.
Die post-tayloristische Arbeitsorganisation
1.2.2.
Entgrenzung des Verhältnisses von Arbeit und Leben
1.2.3.
Normative Subjektivierung von Arbeit
2. Social Start-ups ­ Herleitung einer Definition
2.1.
Soziales Unternehmertum
2.2.
Social Start-ups
3. Subjektivierungsprozesse in social Start-ups
3.1.
Subjektivierte Arbeit des Social Entrepreneurs
3.1.1.
Vorstellung und Klassifizierung der Praxisbeispiele
3.1.2.
Biografien der Gründer
3.1.3.
Prägnante Wertevorstellungen und Motivationen
3.1.3.1.
Sinnhaftigkeit und Mehrwert für die Gesellschaft
3.1.3.2.
Die individuelle Herausforderung des Unternehmertums
3.1.3.3.
Autonomie und Freiheit in der Arbeit
3.1.3.4.
Identifikation mit der Arbeit
3.1.4.
Erhöhte Anforderungen an den Entrepreneur
3.1.4.1.
Hohe Verantwortung und Risiko
3.1.4.2.
Ansprüche an kontinuierliche Innovation und Kreativität
3.1.5.
Entgrenzung von Arbeit und Leben
3.1.6.
Zwischenfazit
3.2.
Strukturbedingte Subjektivierungsprozesse in social Start-ups
3.2.1.
Führungsstil und Zufriedenheit
3.2.2.
Komplexität und erweiterte Handlungsspielräume
3.2.3.
Finanzielle Situation
3.2.4.
Idealismus und Verbundenheit
4. Zusammenfassung und Ausblick
Literaturverzeichnis

Einleitung
Soziales Unternehmertum erlebt eine Renaissance (Europäische Kommission,
2013). Zwar ist es grundsätzlich kein neues Phänomen: Bereits Henry Dunant und
seine Gründung des roten Kreuzes ließe sich als Form des sozialen
Unternehmertums verstehen (Faltin, 2008). Dennoch gewinnt soziales
Unternehmertum, nicht zuletzt durch die Auszeichnung des Friedensnobelpreises
an den Sozialunternehmer Muhammed Yunus und den Ausbau fördernder
Organisationen wie Ashoka und der Schwab Foundation zunehmend das Interesse
der Forschung und Öffentlichkeit (Scheuerle, Glänzel, Knust & Then, 2013: 7).
Im Fokus dieser stehen hochqualifizierte, oftmals junge UnternehmerInnen
1
, die
materielle Sicherheit und Karriereoption für die Gründung eines social Start-ups
eintauschen (Schwingenstein, 2013).
Die folgende Arbeit nimmt diese spezifische Form der Organisation in den Fokus
ihrer Untersuchung. So basiert die Untersuchung auf der Hypothese, dass sich eine
solche Entscheidung der GründerInnen durch eine sehr radikale Verknüpfung
subjektiver Werte mit der Arbeit erklärt. Folglich wird angenommen, dass diese
Verknüpfung zu einer spezifischen Form von Subjektivierung von Arbeit innerhalb
von social Start-ups führt. Subjektivierung von Arbeit beschreibt dabei eine erhöhte
Einbringung von Subjektivität der Beschäftigten in ihre Arbeit (Kleemann,
Matuschek & Voß, 2002: 58).
Gegenstand dieser Arbeit ist es folglich das Phänomen des social Start-ups im
Diskurs zur Subjektivierung von Arbeit zu verorten. So soll zum einen der
Subjektivierungsdiskurs durch die Analyse der Arbeit innerhalb von social Start-
ups bekräftigt oder gegebenenfalls auch widerlegt werden. Zum anderen werden
1
Um in der vorliegenden Arbeit Frauen und Männer gleichermaßen sichtbar zu machen, wird
bewusst auf das generische Maskulin verzichtet. Einzig einige theoretische Begriffe und Titel
werden nicht angeglichen. Zur Kennzeichnung des Bezugs auf beide Geschlechter wird das
Binnen-I verwendet.

durch die Verortung von social Start-ups im Subjektivierungsdiskurs prägnante
Merkmale der Arbeitspraxis in social Start-ups herausgearbeitet und untersucht.
So findet weder das Konzept des sozialen Unternehmertums, noch die spezifische
Form des social Start-ups Anschluss in bisherigen Diskussionen um die
Subjektivierung von Arbeit. Ein in der Literatur zu findender Praxisbezug wird
oftmals zu größeren, bereits etablierten Organisationen und Institutionen hergestellt
(vgl. Jensen, 2000; Sobull, 1999; Holtgrewe, 2002). Einige AutorInnen
beschäftigen sich zwar mit der Rolle von Selbstständigen im Zusammenhang zur
Subjektivierung von Arbeit (vgl. Pröll & Gude: 2003), jedoch ohne speziellen
Fokus auf social Start-ups.
Auch die Literatur zu sozialem Unternehmertum in Deutschland gibt bisher wenig
Aufschlüsse auf eine Verbindung. So wird ein Mangel empirischer
Datenerhebungen zu sozialem Unternehmertum in Deutschland deutlich (Engelke,
Mauksch, Darkow & von der Gracht, 2016: 57). AutorInnen befassen sich vermehrt
mit der Findung einer allgemeingültigen Definition (vgl. Braun & French, 2008),
der Rolle von Social Entrepreneurship in Deutschland (vgl. Grohs, Schneiders &
Heinze, 2016; Scheuerle et al., 2013) oder Messmechanismen für den speziellen
Output von sozialem Unternehmertum (Kehl, Then & Münscher, 2012). Zusätzlich
zu benennen sind die Publikationen privater Organisationen zu Förderung von
sozialem Unternehmertum (Schwingenstein, 2013: 13), die aber durch ihre eigene
Zielsetzung nicht als vollkommen neutral zu bewerten sind (Ziegler, 2009: 3). So
wird soziales Unternehmertum dennoch eher definitorisch und in Bezug auf den
Output betrachtet und nur wenige wissenschaftliche Arbeiten betrachten tatsächlich
das subjektive Verhältnis der Arbeitenden zur ihrer Arbeit. Eine weitere Lücke in
der Forschung öffnet sich in Bezug auf soziales Unternehmertum in der
Gründungsphase. So befassen sich nur wenige AutorInnen (vgl. Spear, Cornforth
& Aiken: 2009) explizit mit diesem Moment der Organisation.
An diese Lücke im Forschungsstand setzt die folgende Untersuchung theoretischer
Art an und wird dazu literaturvergleichend vorgehen. So werden relevante
Erkenntnisse des Subjektivierungsdiskurses mit Analysen der Arbeitspraxis in
social Start-ups verglichen.

Der erste Abschnitt dieser Arbeit befasst sich mit der Definition von
Subjektivierung von Arbeit. Daraufhin werden die für diese Untersuchung
relevanten Bereiche der Subjektivierung von Arbeit vorgestellt. Die
Literaturauswahl beschränkt sich dabei auf jüngere Literatur der letzten 25 Jahre.
Wichtige herangezogene Werke sind dabei unter anderem das von Moldaschl und
Voß publizierte Herausgeberwerk ,,Subjektivierung von Arbeit" (2002), Arbeiten
von Baethge (1991, 1994) und Inglehart (1998) zum gesellschaftlichen
Wertewandel, sowie Moosbruggers (2012) Arbeit zur freiwilligen
Selbstausbeutung von Hochqualifizierten.
Darauf folgt eine Definition des social Start-ups, hergeleitet durch die Verknüpfung
von definitorischen Arbeiten zu sozialem Unternehmertum und zur
Organisationsform des Start-ups.
Die anschließende Untersuchung im Sinne der Forschungsfrage dieser
Bachelorarbeit setzt nun Publikationen, die sich besonders auf einen subjektiven
Bezug zur Arbeit innerhalb von social Start-ups beziehen in Zusammenhang zum
theoretischen Diskurs zur Subjektivierung von Arbeit.
Im Fokus dieser Untersuchung steht zunächst eine Analyse der Biografien, Werte,
sowie Arbeits- und Lebenswelten der GründerInnen von social Start-ups. Die dafür
verwendeten Informationen stammen aus der 2013 publizierten
kulturwissenschaftlichen Studie zum Sozialunternehmer als Leitfigur nach
Schwingenstein. Das Werk eignet sich besonders für die in dieser Arbeit
durchgeführte Untersuchung, da speziell auf die subjektive Auffassung der
GründerInnen zu ihrer Arbeit eingegangen wird. So werden Teilergebnisse ihrer
Untersuchung in Zusammenhang mit der Subjektivierungsdebatte untersucht und
interpretiert.
Darauffolgend wird Literatur zu strukturellen Besonderheiten von social Start-ups
herangezogen, um ebenfalls Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zur
Subjektivierungsdebatte aufzudecken. Aufschlussreich ist für diese Untersuchung
vor allem die auf einer Studie basierende Publikation der Schwab Foundation:

,,Leadership in Social Enterprise: How to Manage Yourself and the Team" (2014).
Im Sinne von Zieglers (2009: 3) These, dass Publikationen der fördernden
Institutionen nicht vollkommen neutral und unkritisch zu betrachten sind, werden
die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse in dieser Arbeit zusätzlich durch
andere wissenschaftliche Quellen, u. a. Spear, Cornforth und Aiken (2009), sowie
Mauksch (2014) belegt.
Der Erkenntnisgewinn dieser Untersuchung und daraus resultierende weitere
Forschungsansätze werden abschließend herausgestellt.
1. Subjektivierung von Arbeit ­ ein theoretischer Überblick
Die Verwendung des Begriffes Subjektivierung kann auf zahlreiche und in sich sehr
unterschiedliche Theorien hinweisen. So wird in diesem Zusammenhang häufig auf
die sozialhistorischen Analysen nach Michel Foucault (1977, 1996) verwiesen (vgl.
Nancy Richter, 2014; Rieder, 2002; Moldaschl, 2002a). Foucault thematisierte
Subjektivierung im Sinne einer Machtform, die Individuen durch Verkettung mit
ihrer eigenen Identität unterwirft (Foucault, 1977, 1994).
Um die erhöhte Einbringung subjektiver Faktoren in der Arbeit von social Start-
ups zu erörtern, bedient sich diese Arbeit jedoch einer anderen Perspektive: der
Perspektive der Industrie- und Arbeitssoziologie. Diese betrachtet vor allem: ,,Wie
der ehemalige ,,Störfaktor" Subjektivität nun verwertet (ausgebeutet) wird, welche
neue Subjektivität in und mit post-fordistischen Arbeitsverhältnissen produziert
wird, und wieweit sie sich mit ihnen paßgerecht fügt ­ oder sperrt." (Kleemann et
al., 2002: 14).
So bestätigt Frey (2009: 13), dass auch andere SubjektivierungstheoretikerInnen
dieses Verständnis von Subjektivierung von Arbeit unterstützen. Umstritten und
aktuell im Zentrum der Diskussionen sind jedoch vor allem Reichweite,
Triebkräfte, Zusammenhang, Ebenen, Gestaltungschancen und Folgen. Ebendiese
Aspekte werden im Folgenden in Bezug auf den Schwerpunkt dieser Untersuchung
erarbeitet.

1.1. Subjektivierung von Arbeit ­ Herleitung und Definition
Der folgende Überblick beschäftigt sich zunächst mit einer Herleitung des Begriffes
Subjektivierung von Arbeit und wird diesen folglich definieren. Im Anschluss
werden für die folgende Untersuchung relevante Bereiche der Subjektivierung von
Arbeit vorgestellt.
1.1.1. Subjekt und Subjektivität
,,Das Subjekt ist die kleinste Zelle, Subjektivierung ein Motor (...) und Subjektivität
ist der Treibstoff, nicht die Bremse" (Moldaschl, 2002b: 31).
In Hinblick auf den Umfang dieser Arbeit wird der Begriff Subjekt im Folgenden
nur eingegrenzt. Denn wie schon Zima (2010: 1) treffend festhält: ,,Je öfter ein
Begriff kommentiert wird, desto größer die Gefahr, daß er sich allen
Definitionsversuchen endgültig entzieht. Subjekt ist ein solcher Begriff (...)."
So orientiert sich das Subjektverständnis dieser Arbeit an Definitionen der Arbeits-
und Industriesoziologie, in welcher das Subjekt selbst oftmals als Synonym für
Individuum oder Person und Gegensatz zur Kollektivität verstanden wird
(Kleemann et al., 2002). Um die Dialektik des Terminus Subjekt zu verdeutlichen,
wird diese Arbeit außerdem folgendem Verständnis folgen: ,,Subjekt ist,
etymologisch betrachtet, ein zweideutiges Wort, das sowohl Zugrundeliegendes
(hypokeímon, subiectum) als auch Unterworfenes (subiectus = untergeben)
bedeutet (...)" (Zima, 2010: 3). Bröckling (2007: 19) erweitert diese Definition und
so ist nach ihm der Vorgang des Subjekt-werdens ein paradoxer Moment, in dem
passive und aktive Momente miteinander verbunden sind. Subjektwerden ist in
diesem Sinne nicht nur etwas Gegebenes und eine Form der Unterwerfung, sondern
impliziert auch die aktive Handlung des Individuums. Im Laufe dieser Arbeit wird
sich im Zusammenhang mit Subjektivierung noch einmal deutlicher mit dieser
Doppeldeutigkeit befasst.
Möchte man nun den Terminus Subjektivität verstehen, so begegnen einem
zunächst zwei gegensätzliche Definitionen. Zum einen als das Eigene eines

konkreten Individuums und zum anderen als Ergebnis sozialer und kultureller
Prägungen (Kleemann et al., 2002).
Schimank (1986) vereint in seiner Definition diese beiden Perspektiven. Laut ihm
ist Subjektivität "die je situative Aktualisierung der zwar sozial geprägten, aber
dennoch je individuell besonderen Konstellation von Wissen, Einstellungen,
Motiven und Fertigkeiten einer Person (...)" (ebd. 1986: 71). Weiterführend geht
Schimank (1986: 75) genauer auf dieses Verhältnis ein und beschreibt Subjektivität
als Relationsbegriff durch gleichzeitiges Verhältnis zu sich selbst und zur
Außenwelt.
Kleemann, Matuschek und Voß (2002: 56 f.) erweitern diese Definition noch um
einen Punkt. Subjektivität umfasse auch das selbsthergestellte Verhältnis zwischen
Personen und ihrer Umwelt.
1.1.2. Subjektivierung von Arbeit
Dieser Definition von Subjektivität entsprechend, ist Subjektivierung ein
Prozessbegriff, der beschreibt wie der Zugriff auf Subjektivität, d.h. die
Einflussnahme auf das selbst-hergestellte Verhältnis zwischen Personen und ihrer
Umwelt zunimmt (Kleemann et al., 2002: 54).
Auf den Untersuchungsbereich dieser Arbeit ­ die Industrie- und Arbeitssoziologie
bezogen ­ bedeutet Subjektivierung von Arbeit nun eine ,,Intensivierung der
Subjektivität involvierenden Arbeitsverhältnisse" (Kleemann et al., 2002: 58).
Dieses Verständnis der Subjektivierung von Arbeit unterteilt sich in eine
subjektorientierte und eine strukturtheoretische Perspektive (Frey, 2009).
Subjektorientiert erklärt den Anspruch des Subjekts die eigene Subjektivität stärker
in die Arbeit einzubringen. Strukturierungstheoretisch hingegen setzt den Fokus auf
strukturelle Ursachen innerhalb der Organisation, die eine erhöhte Einbringung von
Subjektivität der Angestellten in die Arbeit einfordern (Kleemann et al., 2002: 58).

Die Kombination beider Begriffe führt zum in dieser Arbeit verwendeten Begriff
der Subjektivierung von Arbeit: Der Prozess einer erhöhten Einbringung von
Subjektivität der Beschäftigten in die Erwerbsarbeit, verursacht zum einen auf der
individuellen Ebene durch das Subjekt und zum anderen durch strukturelle
Veränderungen der Organisation (Kleemann et al., 2002: 58).
Der Fokus dieser Untersuchung ist jedoch auf die subjektorientierte Perspektive
gerichtet, da im Kontext von social Start-ups Ansätze, die Subjektivierung als
betriebsinduziert verorten weniger greifen. Deutlich wird dieses vor allem durch
den Analyseschwerpunkt dieser Arbeit auf Selbstausbeutung und
Selbstverwirklichung. Dennoch werden in Bezug auf spezifische strukturelle
Bedingungen auch Formen der strukturbedingten Subjektivierung zum Tragen
kommen.
So widmet sich diese Analyse weniger der Organisation und ihren
Kontrolltechniken (vgl. Nancy Richter, 2014; Opitz, 2004; Holtgrewe, 2002),
sondern vielmehr der Rolle der Arbeitenden als ,,aktiv Aneignende und Handelnde"
(Frey, 2009: 15).
1.2. Relevante Bereiche der Subjektivierung von Arbeit
Die Literatur zur Subjektivierung von Arbeit behandelt verschiedene Bereiche, in
denen Auslöser und Wirkung von Subjektivierung von Arbeit thematisiert werden.
Um alle relevanten Bereiche zu betrachten, orientiert sich diese Arbeit an der
Kategorisierung nach Kleemann, Matuschek und Voß (2002). Diese entschieden
sich nach Sichtung der größtenteils deutschsprachigen Literatur zur
Subjektivierung von Arbeit für eine Unterteilung der Schauplätze in: ,,technisierte
Arbeit", ,,post-tayloristische Arbeitsorganisation", ,,Verhältnis von ,Arbeit' und
,Leben'", ,,Erwerbsbiografie", ,,Geschlechterverhältnis und Arbeit', sowieso
,,Wandel von Arbeitswerten" (ebd., 2002). Da sich, wie im Folgenden aufgezeigt,
auch andere relevante Literatur (vgl. Baethge, 1991; Inglehart, 1998; Frey, 2009;
Moosbrugger, 2012; Peaucelle, 2000) diesem Schema zuordnen lässt, wurde sich
für diese Kategorisierung entschieden.
Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Subjektivierungsprozesse in social Start-ups. Zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (BWL)
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
46
Katalognummer
V385053
ISBN (eBook)
9783668614697
ISBN (Buch)
9783668614703
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Subjektivierung, Sozialunternehmen, Start-up, Start-ups, Social Start-ups, Macht, Kontrolle, Arbeitssoziologie
Arbeit zitieren
Lilo Meier (Autor), 2017, Subjektivierungsprozesse in social Start-ups. Zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385053

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