Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkriegs aus der Sicht der DDR-Historiker in den Jahren 1949-1968


Bachelorarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Zur Magd der Politik degradiert“- die DDR-Geschichtswissenschaft bis 1968

3. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs aus parteilicher Perspektive
3.1. Das „Institut für Marxismus-Leninismus“ am Zentralkomitee der SED
3.2. Die Kriegsschuldfrage in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

4. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs aus wissenschaftlicher Perspektive
4.1. Die „Akademie der Wissenschaften zu Berlin“ und Fritz Klein
4.2. Die Kriegsschuldfrage in Deutschland im Ersten Weltkrieg

5. Fazit

6. Exkurs: Briefwechsel Fischer-Klein

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

„ Der jahrzehntelang mit gro ß em Erfolg betriebenen apologetischen b ü rgerlichen Geschichtsschreibung mu ß te ein wahrheitsgetreues Geschichtsbild entge- gengesetzt werden, das vordringlich die Ursachen der nationalen Katastrophen untersucht, in die das deutsche Volk zweimal von seiner herrschenden Klasse gest ü rzt worden war. “ 1 - Fritz Klein

Als Fritz Klein 1999 die Ehrendoktorwürde der Universität Lüneburg erhielt, kam er auf eine seiner Kernthemen zu sprechen: Die Ursachen und Hintergrün- de des Ersten Weltkriegs. Dabei benannte der ostdeutsche Historiker unter- schiedliche Forschungszugänge in den zwei deutschen Staaten. Die Historiker im Westen hätten ihren Fokus auf Fragen der Machtverhältnisse in Europa ge- legt und dadurch „wirtschaftlich-industrielle“ sowie „gesellschaftliche Entwick- lungen“ vernachlässigt. Genau darauf habe sich die DDR-Geschichtsforschung aufgrund ihrer politischen Konstellation verstärkt konzentriert.2

Durchlief die bundesdeutsche Geschichtsschreibung angesichts der Kriegsur- sachen eine beständige Entwicklung mit einer noch umfangreicheren Diskussi- on,3 ist im Vergleich recht wenig darüber bekannt, wie in der DDR die Ereignisse von 1914 interpretiert wurden. Zwar veröffentlichten ostdeutsche Geschichts- wissenschaftler eine Reihe an Publikationen, dennoch fehlen einschlägige Veröf- fentlichungen zum Thema, die die Diskussion aufgreifen und zusammenfassen. Daher versucht diese Arbeit die Frage zu klären, worin die DDR- Geschichtswissenschaft die Gründe und Ursachen für den ersten der beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts sah. Wem wurde die Verantwortung für den Konflikt gegeben, die das bürgerliche Zeitalter beendete und dessen Auswir- kungen teilweise noch heute spürbar sind? Weshalb kam es zu einem militäri- schen Konflikt, der davor wiederholt erfolgreich hatte verhindert werden kön- nen und dessen neue Art der Kriegsführung zu Millionen von Opfern führte?

Diese Arbeit möchte dazu beitragen, diese Forschungslücke zu schließen. Ausgangspunkt dafür ist die Gegenüberstellung zweier Werke: Zum einen der erste Band von Deutschland im Ersten Weltkrieg und zum anderen der zweite Band der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung.4 Das erste der beiden hier verwendeten Werke entstammt der „Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin“ und steht für eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Ersten Welt- kriegs. Die von Fritz Klein herausgegebene Reihe gibt einen Einblick in die ge- schichtswissenschaftliche Arbeit des wichtigsten historischen Instituts des sozi- alistischen Staates.5 Dagegen stammt die Publikation über die Arbeiterbewe- gung aus dem „Institut für Marxismus-Leninismus“ und zeigt auf, wie ge- schichtswissenschaftliche Ereignisse durch die Politik ideologisch instrumenta- lisiert werden konnten. An der achtbändigen Reihe aus dem Jahre 1966 schrieb Walter Ulbricht maßgeblich mit. Sie repräsentiert daher die politische Sichtwei- se der herrschenden Parteilinie auf die Ereignisse. Ziel dieser Arbeit ist es, durch den Vergleich eines parteipolitischen Werkes mit einer wissenschaftli- chen Publikation einen ersten Einblick in die DDR-Geschichtsforschung zu den Kriegsursachen zu erlangen, der damit stellvertretend für die Historiographie des ehemaligen sozialistischen Staates steht. Der hier vorgenommene Vergleich der beiden Werke erhofft sich zusätzliche Rückschlüsse auf die Veränderungen und unterschiedlichen Einflussfaktoren geschichtswissenschaftlichen Arbeitens in der DDR.

Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkriegs bietet ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich in der Geschichtswissenschaft zu einem Thema argumen- tiert werden kann. Im Jahr 2014 jährte sich der Ausbruch des Konflikts zum hundertsten Mal. Zahlreiche Werke erschienen, die - zum Teil mit einem neuen Forschungsstand im Rücken - versuchten, die Frage nach der Verantwortung am Ausbruch der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“6 neu aufzurollen. Be- sonders publikumswirksam tat dies der australische Historiker Christopher Clark, der die Reaktionen und Ereignisse in allen relevanten europäischen Hauptstädten untersuchte und argumentierte, dass die Verantwortung am Aus- bruch des Krieges auf weit mehr Schultern gelegen habe, als allein auf denen des deutschen Kaisers, seiner Militärs und seiner Politiker.7 Sie hätten sich auf ei- nem Spielfeld bewegt, das von allen europäischen Großmächten gemeinsam präpariert worden und daher kein rein deutsches Spezifikum gewesen sei. Die Krise, die im Jahr 1914 zum Krieg führte, sei die Frucht einer gemeinsamen poli- tischen Kultur gewesen.8

Die Diskussion, die durch Clark angestoßen wurde, veranschaulicht einmal mehr, dass die Geschichtsschreibung immer mit ihrem soziokulturellen Umfeld verflochten ist, dass die Interpretation empirischer Daten bedingt. Dies zeigt die Geschichte nach 1945, als zwei deutsche Staaten entstanden, die für die Ge- schichtsdeutung, -politik und -wissenschaft unterschiedliche Rahmenbedingun- gen setzten. Bis in die 1960er Jahre versuchte die westdeutsche Geschichts- schreibung, die Schuld des Deutschen Kaiserreichs am Ausbruch des Krieges zu relativieren. Im Gegensatz dazu konzentrierten sich die DDR-Historiker mit der „Kontinuitätsthese“ vermehrt auf innenpolitische Sachzusammenhänge.9 Die deutsche Geschichte sei in einer Art „Sonderweg“ von Luther über Friedrich II. und Bismarck in Hitlers „Drittem Reich“ gemündet. Mit dem realsozialistischen System der DDR seien hingegen „alle progressiven und humanistischen Traditi- onen der deutschen Vergangenheit in Erfüllung gegangen.“10

Das Thema dieser Arbeit wurde bislang von der historischen Forschung kaum berücksichtigt. Lediglich an der Viadrina fand im Juni 2016 eine einschlä- gige Tagung zum Thema statt, zu der aber noch keine Publikation vorliegt.11

Fündig wird man zu diesem Thema in den Aufsätzen der Historiker Matthew Stibbe und Wolfgang Mommsen. Stibbe beschreibt jedoch ausschließlich Reak- tionen ostdeutscher Historiker auf westdeutsche Veröffentlichungen oder un- tersucht den Werdegang der DDR-Historiker Willibald Gutsche und Fritz Klein näher.12 Mommsen legt seinen Fokus größtenteils auf die Beziehungen der His- toriker zwischen Ost und West.13 Im Sammelband Enzyklop ä die Erster Weltkrieg nimmt Fritz Klein selbst zum Thema Stellung, tut dies jedoch in einer sehr knappen Weise. Seine Ausführungen umrahmen die Bedeutung und den Umfang des Themas daher nicht ausreichend.14

Informationen über die Akademie sind den Werken Werner Hartkopfs und Jürgen Kockas zu entnehmen.15 Aufschlüsse zum „Institut für MarxismusLeninismus“ geben die Publikationen von Michael Ploenus und Siegfried Lokatis.16 Zur DDR-Geschichtsschreibung sind einschlägige Veröffentlichungen von Martin Sabrow, Georg Iggers oder Konrad Jarausch zu nennen,17 aber auch von Mary Fulbrook oder Siegfried Lokatis.18

Die Arbeit beginnt mit einem Abriss über die Historikerzunft der DDR bis zum Ende der sechziger Jahre (2), in denen die hier beleuchteten Werke ent- standen.19 Eine kurze Übersicht über das „Institut für Marxismus-Leninismus“ (3.1) ebnet der anschließenden Untersuchung zu den Kriegsursachen aus par- teipolitischer Perspektive den Weg (3.2). Auch im darauffolgenden Kapitel er- folgt vor der Analyse des zweiten Werkes (4.2) eine kurze Darstellung zur „Aka- demie der Wissenschaften“ und Fritz Klein (4.1). In einem abschließenden Fazit werden die Hauptargumente der beiden verschiedenen Positionen miteinander verglichen sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.

2. „Zur Magd der Politik degradiert“- die DDR- Geschichtswissenschaft bis 1968

Entstehung und Entwicklung der Geschichtswissenschaft in der sowjetischen Besatzungszone lassen sich ohne den Hintergrund des aufkommenden Kalten Krieges nur schwer nachzeichnen. Die marxistisch-leninistische Staatsdoktrin20 hatte entscheidende Auswirkungen auf die Disziplin, die spätestens ab den frü- hen 1950er Jahren zur theoretischen Grundlage wurde.21 Maßgeblich von der sowjetischen Besatzungspolitik abhängig, war die ostdeutsche Geschichtswis- senschaft darum bemüht, die Vorstellung, dass ein kommunistischer Staat der bisherige Höhepunkt der deutschen Geschichte darstelle, historisch zu bele- gen.22

Die Forschungsgemeinschaft ostdeutscher Historiker wurde von Beginn an durch eine seit 1949 zügig einsetzende Spaltung des Faches geprägt, verbunden mit einer Repression gegen nicht-marxistische Geschichtsforscher.23 Die Ge- schichtswissenschaft spielte in der kommunistischen Herrschaftsordnung eine tragende Rolle. Der Kern der Geschichtspolitik im Osten bestand darin, den neu- en Staat historisch zu begründen. Historische Forschung sollte eine staatliche Identität erzeugen und diente als politisches Universalargument mit dem Ziel, die Herrschaft der SED zu festigen. Auf diese Weise schrieb sie maßgebend an deren legitimationsbedürftigen Herrschaft mit.24 Das politische Ziel dieser Neu- konstruktion war die Brechung der bürgerlichen Diskursherrschaft über die Vergangenheit, „durch die Etablierung eines eigenen sozialistischen Geschichts- bildes mit dem Marxismus-Leninismus als theoretische Basis zur Erklärung his- torischer Prozesse.“25

Die SED, unterstützt durch die Sowjetische Militäradministration in Deutsch- land, besetzte von Anfang an die wichtigsten Posten in den hochschul- und bil- dungspolitischen Bereichen mit eigenen Funktionären.26 Die entstandenen In- stitute, die Umgestaltung der Bildung, die Umorientierung der verschiedenen Forschungseinrichtungen und die Schaffung eigener Zeitschriften trugen zu ei- ner unfreien Geschichtsschreibung bei, die sich „als Mittel im Kampf um die to- tale kommunistische Welteroberung“ verstand.27 Die Mehrzahl der DDR- Historiker, von denen im Jahr 1961 bereits 90 Prozent Mitglieder der Partei wa- ren, interpretierte die eigene Arbeit „als Auftrag im Sinne der Partei- und Staats- führung, dem man sich zur Durchsetzung der marxistischen Theorie zu unter- werfen hatte.“28 Im Gegenzug wurden sie für diese Dienste finanziell gut ausge- stattet, was eine hohe Zahl an Stellen und etliche Forschungsmöglichkeiten zur Folge hatte.29 Lediglich in der Kirchengeschichte der DDR findet man eine nicht- instrumentalisierte Geschichtsdarstellung, die sich vom bundesrepublikani- schen Pendant nicht groß unterschied.30 Im Gegensatz dazu zeichneten sich Themenfelder wie die deutsche Geschichte nach 1945, die politische Geschichte der Arbeiterbewegung und große Teile der NS-Forschung zu jeder Zeit „als un- fruchtbare Felder für einen ernsthaften wissenschaftlichen Dialog aus“.31

Die ostdeutschen Historiker waren zusätzlich damit konfrontiert, dass sie gewisse Analysekriterien, Darstellungsweisen und metatheoretische Vorausset- zungen anzuwenden hatten. Es galt als ein allgemein anerkanntes und prakti- ziertes Verfahren, in der Einleitung und zum Schluss einen theoretischen Tribut an Marx oder Lenin einzuarbeiten.32 Die gemeinsame Ideologie war die Voraus- setzung dafür, Forschungsergebnisse präsentieren zu dürfen, die jedoch bereits im Voraus politisch definiert waren und die etwaige Diskussion daher kaum veränderten.33 Zusätzlich wurden Professoren und Dozenten dazu angehalten, Fragebögen auszufüllen und eine hundertseitige Niederschrift zum Thema „Meine Weltanschauung“ anzufertigen.34

Forschungspräferenzen und -mittel waren in sogenannten „Fünfjahresplä- nen“ bereits festgelegt, wobei die Entscheidung, wer ein bestimmtes For- schungsthema zugesprochen bekam, im großen Maße von einer zumindest nach außen getragenen politischen Konformität abhängig war.35 Indem DDR- Historiker die bürgerliche Historiographie als Hilfsmittel des Imperialismus zu entlarvten versuchten, waren sie mehr als bereit, ihre eigene Forschung zur Le- gitimierung einer antifaschistischen Alternative einzusetzen.36 Für den ge- schichtswissenschaftlichen Diskurs in der DDR war es besonders richtungswei- send, dass im Jahre 1951 die historischen Fakultäten in Rostock, Jena und Greifswald geschlossen und die weitere Ausbildung schwerpunktmäßig nach Berlin, Leipzig und Halle verlegt wurden. An diesen drei Universitäten wurde jeweils ein „Institut für Geschichte des deutschen Volkes“ gekoppelt, um so den traditionellen universitären Ausbildungsbetrieb wirkungsvoller unterlaufen zu können. Den neugegründeten Einrichtungen wurden gezielt längerfristige For- schungsaufgaben zugewiesen, in dessen Folge sich zumeist ein von der Partei kontrolliertes Autorenkollektiv gründete, das die anstehenden Arbeiten zu überprüfen begann.37

Die DDR besaß, anders als die übrigen kommunistischen Staaten, mit der Bundesrepublik obendrein einen ständigen und fachlich überlegenen Konkur- renten, der auf demselben nationalen Boden agierte und der sich „politisch, so- zial und kulturell zu keiner Zeit ausblenden ließ.“38 Die Zunft der Historiker im Osten hatte daher zusätzlich den Auftrag, den Forschungsergebnissen der west- deutschen Geschichtsschreibung qualitätsvolle Resultate entgegenzusetzen bzw. hinzuzufügen.39 Dies führte oftmals dazu, dass die DDR-Historiker einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit auf die Zurückweisung westlicher Interpreta- tionen in Rezensionen und eigenen Veröffentlichungen verwendeten, anstatt an eigenen Werken zu arbeiten.40 Die DDR-Historiographie besaß zwar alle Krite- rien einer an westlichen Standards orientierten Geschichtswissenschaft mit Monographien, Zeitschriften, Verbänden, Quelleneditionen und Festschriften, dennoch widersprachen die Inhalte der Publikationen erheblich den internatio- nalen Normen.41

Historiographische Manuskripte unterlagen in der DDR der alltäglichen Zen- sur, die in Parteistellen, Ministerien, Verlagen, Instituten und Redaktionen vor- genommen wurde. Im Zentrum des Zensurgeschehens befand sich die soge- nannte „Hauptverwaltung“, die über Druckgenehmigungen entschied, die Auf- teilung der Produktionspläne überwachte und das Papier zuteilte.42 Dadurch, dass Verleger und ideologisch verantwortliche Chefredaktoren von sich aus nur Manuskripte zuließen, die sie als druckreif einstuften, lag die Quote der nicht genehmigten Textvorlagen bei unter einem Prozent. Aufgrund einer strengen und gezielt vorausgegangenen Kaderpolitik konnte die „Hauptverwaltung“ da- von ausgehen, dass in den meisten Verlagen loyale und engagierte, sich kollektiv beratende „Genossen“ saßen, die dabei halfen, die Parteibeschlüsse aktiv mitzu- tragen.43

Zusammenfassend ist zu konstatieren, dass die ostdeutsche Geschichtswis- senschaft als Gegenentwurf zur bis dahin bürgerlichen Zunft im Westen konzi- piert wurde, als Träger eines „heroischen Kampfes der deutschen Arbeiterklas- se gegen die unmenschliche Ausbeutung durch das Kapital“.44 Der DDR- Geschichtswissenschaft ging es primär darum, ein einheitliches sozialistisches Geschichtsbild auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus zu präsentieren. Die hohe Anzahl an Wissenschaftlern, die Mitglieder der Partei waren, lässt zu- dem darauf schließen, dass die erfolgreiche Teilnahme an der Disziplin von eben dieser Parteizugehörigkeit abhing oder diese einer erfolgreichen Karriere zumindest im entscheidenden Maße dienlich erschien. Die Historiker in Ostdeutschland trugen nicht nur zur Festigung des Systems bei, sondern dichteten die Vergangenheit zugunsten der Obrigkeit um.

3. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs aus parteilicher Perspektive

3.1. Das „Institut für Marxismus-Leninismus“ am Zentralkomi- tee der SED

Das Autorenkollektiv des hier untersuchten Werkes Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung entstammt dem „Institut für Marxismus-Leninismus“ des Zentralkomitees der SED. Zu ihm zählte auch Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrates der DDR. Das Institut, angelehnt an das Schwesterinstitut in Moskau, existierte als Sektion oder Abteilung an allen Hochschulen der DDR. Im Jahr 1947 unter dem Namen „Marx-Engels-Lenin-Institut“ gegründet und nach dem Tod Stalins in „Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut“ unbenannt, erhielt es im Jahr 1957 seinen endgültigen Namen.45 Es zeichnete sich für die Edition marxistisch- leninistischer „Klassiker“, für die Marx-Engels-Forschung und die Erforschung der deutschen Arbeiterbewegung sowie der eigenen Parteigeschichte verant- wortlich.46 Zusätzlich hatte das Institut die Aufgabe, Studenten, wissenschaftli- che Mitarbeiter, Doktoranden und Professoren im Sinne des marxistisch- leninistischen Leitgedankens weiter- bzw. auszubilden. Die zum Institut gehö- rende Abteilung „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“ übte demnach ab Anfang der 1950er Jahre einen kontrollierenden Einfluss auf die gesamte historische Forschung aus und koordinierte verstärkt das gesamte Zensursys- tem. Für jedwede Veröffentlichung über die Geschichte der deutschen Arbeiter- bewegung bedurfte es eines Gutachtens des Instituts, unabhängig davon, ob es sich um fiktive oder wissenschaftliche Literatur handelte.47

Besonders in der DDR-Geschichtsschreibung besaß das Institut eine wichtige Schlüsselstellung.48 Vor jeder Veröffentlichung wurden die vorliegenden Manu- skripte nach strengen Kriterien ihrer „objektiven Wahrheit“ und der „Unterstüt- zung der aktuellen Politik“ untersucht. Ein wichtiges Auswahlkriterium war stets „die propagandistische Funktion als Vorbild für die jüngere Generation.“49 Durch einen Beschluss des Politbüros durften ab 1963 Erstveröffentlichungen von Dokumenten und Quellen-Materialien, sowie von Reden, Aufsätzen, Briefen, Erinnerungen usw. führender Persönlichkeiten nur noch vom Institut herausge- geben werden. Dadurch bestimmte sie die Einhaltung der politisch „gültigen Linie“ bei geschichtlichen Werken. Die entsprechende Zensur durch das „Insti- tut für Marxismus-Leninismus“ war so streng und umfangreich, dass viele Ver- leger sich von Anfang an auf Themen konzentrierten, die wenig mit der Ge- schichte Deutschlands oder der Sowjetunion zu tun hatten.50 Das „Institut für Marxismus-Leninismus“ fungierte als Schnittstelle für die Parteigeschichte und verfügte als Leitinstitut für die deutsche und allgemeine Geschichte über ein Vetorecht für alle historischen Fragen.

Das Institut editierte eine Vielzahl von Dokumentenbänden und war mit ca. 200 Autoren für die acht Bände über die deutsche Arbeiterbewegung verant- wortlich. Diese wurden 1962 beschlossen und 1966 zum zwanzigsten Jahrestag der SED-Gründung fertiggestellt.51 Für die als „Bibel der SED“ bezeichnete Pub- likation hatte das Institut seit 1950 Anschauungsmaterial und Dokumente aller Art gesammelt, Aktenbestände aus der Zeit seit 1848 durchgearbeitet, neue lite- rarische und bildliche Quellen erschlossen und Schriftgut archiviert.52 Die acht Bände, die demnach das Ergebnis eines langwierigen Diskussions- und For- schungsprozesses gewesen waren, wurde teilweise mit Walter Ulbricht selbst Seite für Seite durchdiskutiert und genehmigt.53 Den Autoren wurden Stilredak- teure der Leipziger Journalistenschule mit eigens erstellten „Stilfibeln“ zur Seite gestellt und die endgültigen Manuskripte im Anschluss zur Genehmigung per Flugzeug direkt nach Moskau geschickt.54 Das achtbändige Werk lieferte den „roten Faden“ der ostdeutschen Geschichtsschreibung für Redakteure, Museumswärter, Kinderbuchautoren und Grenzsoldaten.55

Die Wichtigkeit der „Heiligen Schrift“ der SED56 spiegelt im höchsten Maße der Materialbedarf des parteieigenen Dietz-Verlages wieder. Nicht nur arbeitete der gesamte Verlag an dessen Publikation, auch legte der Druck fast die gesamte restliche Buchproduktion des sozialistischen Staates lahm. So wurde beispiels- weise „Der Deutsche Geschichtskalender“ des Jahres 1964 erst zwei Jahre später veröffentlicht und die zwölfbändige Goethe-Ausgabe aus Rohstoffmangel gänz- lich als nicht realisierbar abgewiesen. Auch Neuauflagen, wie vier Lenin-Bände und „Das Kapital“ von Karl Marx wurden aus dem Veröffentlichungsplan gestri- chen. Mit über 3300 Tonnen verschlang es mehr Papier, als alle Publikationen des Akademie-Verlages von 1976 bis 1990.57

Das sogenannte „Buch der Bücher“ der DDR, gezielt auf eine populäre Brei- tenwirksamkeit angelegt, sollte die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung behandeln, enthielt jedoch vielmehr die parteioffizielle Version und Vorge- schichte der SED.58 In dieser Funktion formten die Publikationen „die Identität einer inhomogenen Partei und begründeten als eine Art Diktaturtheorie mit dem Herrschaftsanspruch der Parteiführung das Spannungsverhältnis zwischen Kaderpartei und Massenpartei.“59 Dadurch, dass es mit über 800 000 gedruck- ten Exemplaren Teil des SED-Parteiprogramms war,60 dient es der vorliegenden Untersuchung dazu, die parteipolitischen Ansichten des sozialistischen Ost- deutschlands zu den Gründen und Ursachen für den Ausbruch des Ersten Welt- kriegs herauszuarbeiten.

3.2. Die Kriegsschuldfrage in der Geschichte der deutschen Ar- beiterbewegung

Die Autoren des zweiten Bandes der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung heben zwei Ursachen, die in der Julikrise 1914 zum Krieg führten, besonders hervor: Zum einen habe der deutsche Imperialismus die Zerschlagung der Vor- machtstellung Großbritanniens und „die Errichtung seiner eigenen Hegemonie auf dem Weltmarkt angestrebt“. Ziel war es, „den Einfluss des englischen Impe- rialismus in Europa, Afrika und im Nahen Osten zu brechen und eine eigene Vorherrschaft zu errichten“. Zum anderen habe der Krieg der vorherrschenden Gesellschaftsschicht neben territorialer Eroberung und Unterjochung fremder Nationen gleichzeitig dazu gedient, den „inneren Feind“ zu bekämpfen, indem die werktätigen Massen an der Front als Kanonenfutter verheizt und der Klas- senkampf der sozialistischen Arbeiterbewegung in Verbindung mit einem er- starkten Nationalgefühl unterdrückt werden sollten.61 Der Abschnitt, der sich unmittelbar mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg beschäftigt, zeigt hierbei deutlich auf, dass das Autorenkollektiv den Fokus seiner Untersuchung auf die ökonomischen Voraussetzungen legte und geschichtswissenschaftliche Zusam- menhänge nur am Rande mit einbezog.

Die Jahrhundertwende war für die Autoren dieser Publikation eine rich- tungsweisende Zeit, da in diesen Jahren der Kapitalismus in sein höchstes und letztes Stadium, den Imperialismus, übertrat und damit die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich prägte. Der Grund dafür war für das Autorenkollektiv eine Konzentration und Zentralisierung der Produktion und des Kapitals sowie die dazugehörige Im- plementierung der Herrschaft durch Monopole. Diese Intensivierung habe um 1900 zu einer völligen Neuaufteilung der Welt unter den führenden imperialis- tischen Mächten geführt. Während sich in den 1870er Jahren lediglich 10,8 Pro- zent der Fläche Afrikas in Kolonialbesitz befanden, seien es 1900 bereits 90,4 Prozent gewesen.62 Der ansteigende Kapitalexport habe eine Weltmachtpolitik zur Folge gehabt, die durch die Belebung der Industrie, des Entstehens neuer Betriebe und einer stetigen Gier nach immer größeren Profiten und Absatz- märkten die Konkurrenz zwischen den Mächten zügig verstärkt habe.63 Das darauf folgende Wettrüsten zwischen den imperialistischen Mächten, das sich in dieser Zeit rasant beschleunigte, habe demnach in direkter Verbindung mit dem Kampf um Rohstoffquellen und neuen Absatzmärkten gestanden.64

Die Weltwirtschafskrise von 1900 bis 1903 sei besonders im Deutschen Reich in einem „Konzentrationsprozeß“ sichtbar geworden, der zur Bildung neuer und zu einem Erstarken bereits vorhandener Monopole und Interessens- gemeinschaften führte. Besonders in Industriezweigen wie der Elektro- und Chemieindustrie seien am Ende der Krise nur noch einige wenige Konzerne üb- riggeblieben. Durch wirtschaftliche Verträge hätten deutsche Unternehmen zu- sammen mit internationalen Großkonzernen ihre Einflussgebiete auf die Bal- kanländer, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Österreich-Ungarn, Russland, die Schweiz, die skandinavischen Länder und das Osmanische Reich ausge- dehnt. Dies habe auch das verschärfte Interesse des Kaiserreichs an den späte- ren Balkankrisen, insbesondere in der Julikrise, begründet.65

Ein zusätzlicher Faktor, der die Weltwirtschaft und den damit verbundenen Imperialismus maßgeblich beeinflusste, erkannte das Autorenkollektiv in der Verwandlung der Banken aus einer Vielzahl wenig einflussreicher Vermittler von Geldgeschäften zu einer kleinen Gruppe allmächtiger Monopolinhaber, die fast über das gesamte Geldkapital des jeweiligen Landes verfügten.66 Seit dem Ende der 1890er Jahre habe dieses Bankkapital einen immer größeren Einfluss auf die Industrie ausgeübt, die ihrerseits die Politik zu weiterem Kolonialerwerb und zur Erschließung neuer Absatzmärkte drängte. Besonders die Beteiligung der Deutschen Bank um die Jahrhundertwende an Großunternehmungen wie den Mannesmann-Röhrenwerken, den Rheinischen Stahlwerken, der Deutsch- Ostafrika-Linie oder der Germaniawerft wies nach Ansicht der Verfasser darauf hin, welche Rolle das Finanzkapital in der aggressiven Expansionspolitik des imperialistischen Deutschlands spielte.67

[...]


1 KLEIN, Die Weltkriegsforschung der DDR, S. 317.

2 COBET, Programmatische Vorbemerkung, S.9.

3 Siehe zum Forschungsstand der Kriegsschuldfrage auch MOMBAUER, Julikrise sowie Kriegsschuldfrage, S. 10-16.

4 Der Erste Weltkrieg Bd. 1, S. 1-277; Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung Bd. 2, S. 9-230.

5 Gemeint ist hier das Institut für Geschichtswissenschaften an der Akademie der Wis- senschaften zu Berlin.

6 Der Begriff „Urkatastrophe“ wurde erstmals durch den amerikanischen Historiker und Diplomaten George F. KENNAN in seinem Werk The Decline of Bismarck's European Order, S. 3, erwähnt.

7 CLARK griff die Diskussion in The sleepwalkers neu auf; eine neue Darstellung der Ereig- nisse bietet MÜNKLER Der Große Krieg.

8 CLARK, The Sleepwalkers, S. 710ff.

9 SABROW, Diktat des Konsenses, S. 7;

10 Vgl. COBET, Programmatische Vorbemerkung, S.9; sowie KÜTTLER, Marxistische Ge- schichtswissenschaft, S. 84.

11 http://www.deutschlandfunk.de/tagung-erste-weltkrieg-in-der-geschichtsschreibung- der-ddr.1148.de.html?dram:article_id=356736 (zuletzt aufgerufen am 18.02.2017 um 21:15).

12 Gutsche war ein ostdeutscher Historiker, der ab 1961 das Institut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften in Berlin leitete; STIBBE, Reactions from the other Germany; STIBBE, Flüchtige Allianzen.

13 MOMMSEN, Der Große Krieg und die Historiker.

14 Enzyklopädie Erster Weltkrieg, S. 317.

15 HARTKOPF, Die Berliner Akademie der Wissenschaften.

16 PLOENUS, „...so wichtig wie das tägliche Brot.“; sowie LOKATIS, Der rote Faden.

17 SABROW, Diktat des Konsenses, S. 7; Die DDR-Geschichtswissenschaft als Forschungs- problem; JARAUSCH, Zwischen Parteilichkeit und Professionalität.

18 FULLBROOK, Die DDR-Geschichtswissenschaft; LOKATIS, Der rote Faden.

19 In der abflauenden Phase des Kalten Krieges, also ab den siebziger Jahren, fand eine veränderte Wahrnehmung der bundesrepublikanischen Sichtweise statt, in der eine Abschwächung der politischen Instrumentalisierung und eine wachsende Emanzipation des historischen Denkens konstatiert wurde. Dennoch erfolgte dies erst zu einer Zeit, in der die hier relevanten Werke bereits publiziert waren.

20 „…die von Marx und Engels begründete und von Lenin weiterentwickelte Weltanschau- ung der Arbeiterklasse, die von der internationalen kommunistischen Bewegung auf der Grundlage der Erfahrungen des sozialistischen und kommunistischen Aufbaus und der Praxis des revolutionären Befreiungskampfes ständig bereichert wird.“ in: Meyers Universallexikon, S. 81; siehe hierzu auch von PLOENUS, „... so wichtig wie das tägliche Brot“.

21 Vgl. JARAUSCH, Die DDR-Geschichtswissenschaft, S. 21.

22 Vgl. ebenda, S. 23, sowie Vgl. FISCHER u. HEYDEMANN, Weg und Wandel, S. 126.

23 Vgl. SABROW, Diktat des Konsenses, S. 13; sowie vgl. RAUCH, Geschichte der Sowjetunion, S. 101.

24 Vgl. SABROW, Diktat des Konsenses, S. 7; sowie JARAUSCH, Die DDR- Geschichtswissenschaft als „Meta-Erzählung“, S. 21; sowie vgl. POHL, Geschichtswissenschaft in der DDR, S. 12; sowie BRAMKE, Freiräume und Grenzen, S. 29.

25 Vgl. JARAUSCH, Die DDR-Geschichtswissenschaft, S. 26ff; sowie vgl. KEßLER, Historia ma- gistra vitae, S. 16 und 34.

26 Vgl. HEYDEMANN, Zwischen Diskussion und Konfrontation, S.15; sowie KOPP, Die Wen- dung, S. 6; sowie SABROW, DDR-Studien, S. 7.

27 BECK, Die Geschichte der Weimarer Republik, S.22f; sowie vgl. JARAUSCH, Die DDR- Geschichtswissenschaft, S. 22.

28 Vgl. BRAMKE, Freiräume und Grenzen, S. 29; sowie vgl. MOMMSEN, Der Ort der DDR in der deutschen Geschichte, S. 36; sowie vgl. SABROW, DDR-Studien, S. 6f; sowie vgl. GROßE KRACHT, Die zankende Zunft, S. 31.

29 Vgl. POHL, Geschichtswissenschaft in der DDR, S. 12.

30 Vgl. BRAMKE, Freiräume und Grenzen eines Historikers, S. 28.

31 Vgl. SABROW, Diktat des Konsenses, S. 15.

32 Vgl. FULBROOK, DDR-Geschichtswissenschaft, S. 421.

33 Vgl. GROßE KRACHT, Die zankende Zunft, S. 30

34 Vgl. JESSEN, Professoren im Sozialismus, S. 217.

35 Vgl. ebenda, S. 217.

36 JARAUSCH, Die DDR-Geschichtswissenschaft, S. 28ff; sowie vgl. DIESENER, Scharf gezielt und nicht getroffen, S. 295-307, hier S. 296; sowie vgl. KEßLER, Historia magistra vitae, S. 16.

37 Vgl. SABROW, DDR-Studien, S. 19.

38 Vgl. SABROW, Diktat des Konsenses, S. 442.

39 Vgl. MOMMSEN, Die DDR-Geschichtsschreibung, S. 153; sowie vgl. JARAUSCH, Die DDR- Geschichtswissenschaft, S. 23; sowie vgl. SABROW, DDR-Studien, S. 10.

40 Vgl. JARAUSCH, Die DDR-Geschichtswissenschaft, S. 28; sowie Vgl. SABROW, DDR-Studien, S. 19.

41 Vgl. JARAUSCH, Die DDR-Geschichtswissenschaft, S. 31.

42 Vgl. LOKATIS, Die Zensur historischer Literatur, S. 281.

43 Vgl. ebenda, S. 281f.

44 Vgl. JARAUSCH, Die DDR-Geschichtswissenschaft, S. 27; sowie SABROW, DDR-Studien, S. 7.

45 Vgl. SABROW, DDR-Studien, S. 19; sowie AMOS, Politik und Organisation, S. 377.

46 Vgl. PLOENUS, „... so wichtig wie das tägliche Brot“, S. 50.

47 Vgl. LOKATIS, Die Zensur historischer Literatur, S. 285.

48 Vgl. LOKATIS, Die Zensur historischer Literatur, S. 285.

49 VIERNEISEL, Das Erinnerungsarchiv, S. 129.

50 Vgl. LOKATIS, Die Zensur historischer Literatur, S. 286.

51 Vgl. SABROW, DDR-Studien, S. 22; sowie vgl. VIERNEISEL, Das Erinnerungsarchiv, S. 118.

52 VIERNEISEL, Das Erinnerungsarchiv, S. 118.

53 Vgl. LOKATIS, Die Zensur historischer Literatur, S. 287.

54 Diese hatten aber zumeist nichts mehr zu beanstanden und gaben die Manuskripte ohne Einwände frei; siehe dazu LOKATIS, Der rote Faden, S. 9f

55 Die Reihe galt ab da als Vorzeigeliteratur und sollte aufzeigen, wie zukünftige Publikati-onen auszusehen hatten; siehe dazu LOKATIS, Der rote Faden, S. 11.

56 LOKATIS, Der rote Faden, S. 11

57 Vgl. ebenda, S. 316f.

58 Vgl. ebenda, S. 9.

59 ebenda, S. 359.

60 LOKATIS, der rote Faden, S. 359; hierzu ist allerdings zu sagen, dass die Bände teilweise an jeden neuen Rekruten der NVA ausgehändigt wurden und von Mitgliedern der Partei und von Ministerien durchgelesen und nach bestimmten Fragestellungen bearbeitet werden mussten.

61 AUTORENKOLLEKTIV, Arbeiterbewegung, S. 212f.

62 In der Tat war Afrika wie auch große Bereiche Asiens bis 1900 in Kolonien unterteilt. Afrika teilten sich beispielsweise Großbritannien, Frankreich, Belgien, Portugal und Deutschland untereinander auf. Siehe dazu: OSTERHAMMEL, Kolonialismus, S. 14.

63 Vgl. AUTORENKOLLEKTIV, Arbeiterbewegung, S. 10ff.

64 Vgl. ebenda, S. 11.

65 Vgl. ebenda, S. 21.

66 Vgl. ebenda, S. 21f.

67 Vgl. ebenda, S. 22.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkriegs aus der Sicht der DDR-Historiker in den Jahren 1949-1968
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Historisches Institut)
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
54
Katalognummer
V385780
ISBN (eBook)
9783668603653
ISBN (Buch)
9783668603660
Dateigröße
772 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriegsschuldfrage Erster Weltkrieg DDR
Arbeit zitieren
Daniel Bonenkamp (Autor), 2017, Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkriegs aus der Sicht der DDR-Historiker in den Jahren 1949-1968, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385780

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Kriegsschuldfrage des Ersten Weltkriegs aus der Sicht der DDR-Historiker in den Jahren 1949-1968


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden