Sting - I Was Brought to My Senses


Hausarbeit, 2001
17 Seiten, Note: unbenotet

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Biographie

2. Werkbetrachtung
2.1 Angaben zum Titel
2.1.1 Besetzung
2.1.2 Aufbau des Titels
2.1.3 Das Prelude
2.1.4 Der Takt
62.1.5 Harmonik und Tonarten
2.2 Die einzelnen Stimmen
2.2.1 Bass
2.2.2 Schlagzeug
2.2.3 Gitarre
2.2.4 Gesang
2.2.5 Fiedel
2.2.6 Saxophon
2.2.7 Keyboards
2.2.8 Backgroundgesang

3. Der Text

4. Einordnung in das Gesamtwerk und in die Rockmusik

5. Bibliographie
5.1 Nutzung des Internets
5.2 Transkriptionen

1. Biographie

Sting wurde als Gordon Matthew Sumner am 2. Oktober 1951 in Wallsend in der Nähe Newcastles geboren. Seinen Spitznamen verdiente er sich durch seinen schwarz-gelb gestreiften Pullover, den er während der Auftritte einer seiner ersten Bands „The Phoenix Jazzmen“ für gewöhnlich trug. Seine ersten musikalischen Versuche unternahm er am Klavier seiner Mutter. An diesem Instrument konnte er seine Musikalität aber nicht wirklich ausleben. Erst als sein Onkel ihm eine alte Gitarre überliess, fühlte er sich dazu in der Lage, seine musikalischen Ideen umzusetzen. Seine grosse Liebe war die Jazzmusik. Seine Band „Last Exit“ war mit ihrem Fusion Jazz im Nordosten Englands sehr erfolgreich, zog dann, um weitere Popularität zu erreichen, nach London. Hier traf Sting, der in der Band Bass spielte und auch der Leadsänger war, auf den amerikanischen Schlagzeuger Stewart Copeland. Dieser war von Stings Bassspiel begeistert und überredete ihn, es doch einmal mit Rockmusik zu versuchen. Zusammen mit Gitarrist Andy Summers schufen sie eine Mischung aus New Wave und weissem Reggae-Rock. „Roxanne“ von ihrem ersten Album „Outlandos d´Amour“ aus dem Jahre 1978 wurde eine Riesenhit. Es folgten weiter Hitsingles mit „So Lonely“ und „Can´t Stand Losing You“. Auch das Folgealbum „Regatta de Blanc“ hatte mit „Message In A Bottle“ einen Welthit. Spätestens bei den Arbeiten zu ihrem dritten Album wurde deutlich, dass Sting der Hitschreiber der Band war. Summers und Copeland waren zwar kongeniale musikalische Partner, aber das erfolgreiche Songwriting war allein Stings Sache. Es folgten drei weitere erfolgreiche Alben mit jeweils ausgedehnten Welttourneen. „Every Breath You Take“, 1983 auf „Synchronicity“ erschienen, wurde zu einem der grössten Hits der Rockgeschichte. Die Band war auf ihrem Höhepunkt angelangt. Zum einen hatte Sting das Gefühl, mit dieser Band alles erreicht zu haben, zum anderen gab es innerhalb der Band extreme Machtkämpfe, die nun auch mit den Fäusten ausgetragen wurden. Sting entschliess sich dazu, die Band zu verlassen. Nachdem er einige Filmrollen annahm, widmete er sich wieder der Musik. Dabei kehrte er zurück zu seinen Wurzeln, dem Jazz. Er sammelte die besten jungen, schwarzen Jazzmusiker um sich - Branford Marsalis, Kenny Kirkland, Omar Hakim, Darryl Jones -, was bei vielen Schwarzen zwiespältige Gefühle aufkommen liess. Die Musik war jedoch überwältigend. Spätestens mit dem Livealbum „Bring on the Night“ gelang es Sting auf überzeugende Weise, kommerzielle Popmusik mit authentischem Jazz zu verbinden. Dieser Linie blieb er auch auf seinen nachfolgenden Produktionen treu. Sting schuf immer mehr in sich geschlossene Alben als einzelne Hitsingles, was sich auch in den Charts ausdrückte. Die Alben standen meist weiter oben in den Hitlisten als die Auskopplungen. „Soul Cages“ (1991) und „Ten Summoner´s Tales“ (1993) wurden mit dem Grammy für „Best Pop Album“ ausgezeichnet, und auch das Folgealbum „Mercury Falling“ (1997) wurde dafür nominiert. Mit diesem Album wagte sich Sting immer mehr in andere Stilrichtungen vor. So verarbeitete er hier zum Beispiel Bossa Nova, Country und Gospel Material. Das Mischen unterschiedlicher Stile wie auf „Mercury Falling“, setzte Sting 1999 mit „Brand New Day“ fort. Arabische Klänge wie auch französischen Rap liess er hier in seine Musik einfliessen. Neben seinen Schauspieler-Aktivitäten, schreibt Sting auch Filmmusiken, unter anderem für „Lethal Weapon 3“, zu dem er zusammen mit Eric Clapton den Song „It´s Probably Me“ beisteuerte.

Sting setzt sich sehr für die Erhaltung des brasilianischen Regenwaldes ein und unterstützt Amnesty International.

2. Werkbetrachtung

2.1 Angaben zum Titel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.1 Besetzung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.2 Aufbau des Titels:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3 Das Prelude

Das Prelude hebt sich deutlich vom Rest des Songs ab. Es ist sehr spärlich besetzt. Stings Gesang wird von einer akustischen Gitarre begleitet, die teilweise seine Stimme doppelt, teilweise vereinzelt Akkorde spielt. Das Prelude basiert auf den Akkorden Am7 und D-Dur, welches manchmal durch die 9 ergänzt wird. Vom Tempo her ist es sehr frei. Man kann jedoch einen Teil von 10 Takten ausmachen, der zweimal wiederholt wird. Ab der zweiten Wiederholung wird das Arrangement um eine Fiedel ergänzt, die ebenfalls die Gesangslinie doppelt. Die Prelude-Melodie und das Arrangement dazu haben englischen Folksong-Charakter. In Kontrast dazu, beginnt der eigentliche Song mit einem eher südamerikanischen Feel und Groove, was jedoch keineswegs negativ auffällt.

2.1.4 Der Takt

Das Stück ist im 7/8-Takt geschrieben. Sting liebt es mit ungeraden und ungewöhnlichen Taktarten zu arbeiten. Er tut dies, wie auch bei diesem Song, ohne diese Ausserordentlichkeit dem Zuhörer unter die Nase zu reiben. Ohne auf die Taktart zu achten, merkt dieser die Ungewöhnlichkeit kaum. Trotz des ungeraden Taktes erscheint der Song fliessend und nicht mechanisch einem erzwungenen, fremden Metrum untergeordnet.

2.1.5 Harmonik und Tonarten:

Intro:

D D/F# / G A / Bm F#m / Bm A /

G G/B / C D / Em Bm / C D

Das Intro ist in folgender Hinsicht besonders: Es findet eine Modulation statt oder zumindest eine Verschiebung. Die Tonika der ersten vier Takte ist D-Dur, die der folgenden vier Takte ist G-Dur. Der harmonische Aufbau beider Teile ist nahezu identisch. Die Stufen sind:

I I/3 / IV V / VI III / VI (IV) V

I/3 bedeutet, dass der Akkord auf der 1. Stufe mit der Terz im Bass gespielt wird. Lediglich der erste Akkord im 4. Takt des jeweiligen Abschnittes ändert sich: In Takt 4 steht die 6. Stufe, in Takt 8 die 4. Stufe. Die Verschiebung des tonalen Zentrums wird in Takt 4 durch Bm und A-Dur eingeleitet. Zu G-Dur (Tonika der zweiten vier Takte) ist Bm die Dominantparallele und A-Dur, das ja Dominante zu D-Dur (Tonika der ersten vier Takte) ist, die Doppeldominante.

Verse:

G Bm7 add b6 / C add9 Dsus4 D /

Em Bm7 add b6 / C add9 Dsus4 D /

G Bm7 add b6 / C add9 Dsus4 D /

B7 / D# Em / C add9 Dsus4 D /

Tonika ist G-Dur. Mit der I,III,IV,V und VI werden gängige Stufen der Rockmusik verwendet. Interessant sind aber die Zusatztöne. Die dritte Stufe wird um die kleine Sexte und die kleine Septime erweitert, die vierte Stufe um die None. Dies sind typische Zusatztöne in der Jazzmusik, die hier auch das leicht jazzig- lateinamerikanische Feeling dieses Teils unterstreichen. Bei der fünften Stufe wird die Terz durch die Quarte ersetzt. Dies ist sowohl in der Jazz- als auch in der Rockmusik häufig zu sehen. Dieses ursprünglich aus der Klassik stammende Mittel verleiht dem Akkord eine gewisse Offenheit. Er ist zunächst nicht Moll oder Dur zuzuordnen. Wie in so vielen anderen Werken der Musik wird dieser Akkord auch von Sting hier als Vorhalt benutzt. Noch im gleichen Takt wird der Akkord durch D- Dur aufgelöst. Interessant ist auch der Akkord B7 über D#. Dies ist die Zwischendominante mit der Terz im Bass zu Em. Zwischendominanten sind in der Rockmusik eher unüblich, in der Klassik und im Jazz jedoch alltäglich.

Chorus:

Für den Chorus hat die Tonika gewechselt. Tonika ist nun E-Moll, die Paralleltonart zur bisherigen Tonika G-Dur. Der Chorus basiert auf der absteigenden Akkordbewegung:

Em7 Dm7 Cmaj7 B7

Dm7 kann der Tonika Em7 nicht direkt zugeordnet werden. Der Akkord ist innerhalb dieser Abwärtsbewegung als Parallelharmonie zu Em7 zu verstehen. Aus dem Grundgerüst dieser vier Akkorde heraus endet der Chorus mit folgender Folge: Fis7/#9 B7 C7/9 A7/9 Fis7/9 F7/9

Fis7/#9 ist Zwischendominante zur Dominate B7. Die vier 7/9-Akkorde weisen ebenfalls eine Abwärtsbewegung auf, die hier allerdings gleichmässig durch das Mollterz-Intervall verschoben wird. Alle vier Akkorde dieser Parallelharmonie haben Dominantcharakter. Der letzte Akkord F7/9 ist die Tritonus-Substitution der Dominante B7, die wieder zum Anfangsakkord des Chorus überleitet (der Tonika e- Moll). Nach dem 4. Verse wiederholt sich ja nur noch der Chorus. Auch das Saxophon-Solo basiert auf den Chorusakkorden. Der allererste Chorus des Stückes ist verkürzt. Er endet bereits nach dem Akkord A7/9, der Doppeldominante zur Tonika G-Dur des Verse. Es folgt der 3. Verse beginnend mit G-Dur.

2.2 Die einzelnen Stimmen

2.2.1 Bass

In Intro und Verse spielt der Bass jeweils nur die Grundtöne. Er schlägt diese bis auf kleine Ausnahmen auch nur einmal an (siehe Notenbeispiel). Passend zu diesem einfach gehaltenen Arrangement ist Stings Aussage: „Ich liebe das Gefühl, einfach nur ein ganz normaler Bassist zu sein.“ Sting benutzt einen akustischen Bass, der besonders in der Strophe gut mit der akustischen Gitarre harmoniert. Der Akustik- Bass unterstreicht die in diesem Teil ausgedrückte Leichtigkeit, da er sehr sanft klingt.

Intro:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Sting - I Was Brought to My Senses
Hochschule
Universität Lüneburg
Veranstaltung
Die Kunst in der Rockmusik
Note
unbenotet
Autor
Jahr
2001
Seiten
17
Katalognummer
V38669
ISBN (eBook)
9783638376648
Dateigröße
585 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit ist eine Songanalyse des Titels "I Was Brought to My Senses" von Sting. Die Arbeit wurde nicht benotet. Die mündliche Bewertung lautete jedoch "sehr gut".
Schlagworte
Sting, Brought, Senses, Kunst, Rockmusik
Arbeit zitieren
Christian Krämer (Autor), 2001, Sting - I Was Brought to My Senses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38669

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