Die Ökozonen der Erde und deren Nutzung durch den Menschen


Hausarbeit, 2017

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

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Inhalt
Einleitung ... 2
Definition des Begriffs ,,Ökozone" nach Schultz ... 2
Räumliche Einordnung der Subpolaren/Polaren, Borealen Zone und den Feuchten Mittelbreiten ... 3
Klima als bestimmender Faktor für eine ökozonale Gliederung ... 4
Klima der einzelnen Ökozonen im Vergleich ... 6
Relief und Wasser der einzelnen Ökozonen ... 7
Differenzierung bezüglich der Böden, Vegetation und Tierwelt ... 7
Landnutzung und Einflüsse des Menschen ... 9
Landnutzung in der Polaren/Subpolaren-, Borealen Zone und den Feuchten Mittelbreiten ... 9
Fazit ... 11

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Einleitung
Schon seit den Anfängen der Naturwissenschaft wurde versucht, die Erde in voneinander ab-
grenzbare Bereiche einzuteilen. Jedoch ist der Übergang von einem Bereich in den anderen
fließend und äußerst schwer differenzierbar. Dazu kommt, dass sich Grenzen im Laufe der
Zeit verschieben und verändern. Dies erschwert eine genaue Abgrenzung, sowie Unterschei-
dung der einzelnen Gebiete (Breckle 2011, S. 27).
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den Ökozonen der Erde, deren Merkmale und zonentypi-
schen Verhältnissen. Es wird der Begriff ,,Ökozonen" nach Schultz definiert und weitere
grundsätzliche Begriffe wie Klima, Strahlungsklima, etc. erläutert. Aufgrund des Umfangs
der Arbeit werden lediglich drei Ökozonen räumlich eingeordnet, voneinander abgegrenzt und
deren naturräumliche Kriterien und Einflüsse dargelegt. Geordnet anhand ihrer naturräumli-
chen Kriterien, werden die Polare/subpolare Zone, die Boreale Zone und die Feuchten Mittel-
breiten behandelt. Abschließend wird im letzten Kapitel die Landnutzung der einzel-
nen Ökozonen offengelegt. Des Weiteren wird auf mögliche Risiken und deren Folgen einge-
gangen, die durch den Menschen entstehen. Die Arbeit soll ein Verständnis für die Großräu-
me der Erde schaffen und zum raschen Vergleich der drei Ökozonen dienen.
Definition des Begriffs ,,Ökozone" nach Schultz
,,Ökozonen sind Großräume der Erde, die sich durch jeweils eigenständige Klimagenese,
Morphodynamik, Bodenbildungsprozesse, Lebeweisen von Pflanzen und Tieren sowie Er-
tragsleistungen in der Agrar- und Forstwirtschaft auszeichnen. Entsprechend unterscheiden
sie sich in auffälliger Weise nach dem jährlichen und täglichen Klimagang, den exogenen
Landformen, den Bodentypen, den Pflanzenformationen und Biomen sowie den agraren und
forstlichen Nutzungssystemen. Ihre Verbreitung auf der Erde ist breitenabhängig und ge-
wöhnlich disjunkt (fragmentiert) auf die Kontinente verteilt." (Schultz 2008, S. 20)
Schultz gliedert das Festland der Erde in neun Ökozonen, die nahezu parallel zu den Breiten-
kreisen verlaufen. Diese werden maßgeblich durch das vorherrschende Klima bestimmt. Je-
doch sind ebenso andere naturräumliche Faktoren, wie Relief, Böden und Vegetation für die
Bestimmung der Ökozonen verantwortlich. Das Klima hat jedoch enormen Einfluss
auf alle anderen naturräumlichen Faktoren und stellt somit den wichtigsten Faktor
dar. Jede Ökozone weißt Besonderheiten in Bezug auf das vorherrschende Klima, Relief und
Gewässer, sowie Böden, Vegetation, Tierwelt und Landnutzung auf (Schultz 2008, S. 20­29).

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Die neun Ökozonen können noch weiter unterteilt werden, beispielsweise in Ökoregionen,
Ökoprovinzen oder Ökodistrikte. Die Arbeit beschränkt sich jedoch lediglich auf die Untertei-
lung der Erde in neun Ökozonen nach Schultz, da eine weitere Unterteilung den Umfang der
Arbeit überschreitet (Schultz 2008, S. 20­22).
Räumliche Einordnung der Subpolaren/Polaren, Borealen Zone und den Feuch-
ten Mittelbreiten
Die räumliche Einordnung der Ökozonen erweist sich als überaus diffizil, da wie oben ange-
führt keine genaue Abgrenzung der einzelnen Zonen möglich ist und sich die vielmehr unkla-
ren Grenzen im Laufe der Zeit verändern und verschieben (Breckle 2011, S. 27). Nach
Schultz ist eine großräumige Gliederung der Erde und die einhergehende Grenzziehung den-
noch möglich und sinnvoll. Eine klare Grenzziehung ist lediglich von geringer Bedeutung,
daher stehen sogenannte Kernräume mit mittleren Verhältnissen im Vordergrund, die klein-
räumige Vielfalt muss verallgemeinert und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden
(Schultz 2008, S. 23). Im Folgenden werden die Polare/Subpolare und Boreale Zone, sowie
die Feuchten Mittelbreiten räumlich eingeordnet.
Die Polare/Subpolare Zone erstreckt sich auf der Südhemisphäre vom Südpol bis etwa 55°
südlicher Breite über den ganzen Kontinent Antarktis und einigen vorgelagerten Inselgruppen.
Auf der Nordhalbkugel reicht die Ökozone vom Nordpol bis hin zur polaren Baumgrenze. Die
Baumgrenze ist Abhängig von warmen und kalten Meeresströmungen und variiert zwischen
55° und 70° nördlicher Breite (Pfadenhauer und Klötzli 2014, S. 513). Alle Gebiete der Pola-
ren und Subpolaren Zone umfassen gemeinsam rund 22 Millionen Quadratkilometer und da-
mit fast 15% des Festlands der Erde. Alleine 14 Millionen Quadratkilometer befinden sich in
der Antarktis, welche nahezu permanent mit Eis bedeckt ist und somit als Polare Eiswüste
gilt. Lediglich weil die Polare/Subpolare Zone auf der Südhemisphäre gänzlich von Südpazi-
fik und Atlantik umgeben ist, findet man schmale Küstenstreifen, die im Gegensatz zur restli-
chen Antarktis eisfrei sind. Die Gebiete auf der Nordhalbkugel sind bis auf Grönland größten-
teils nicht mit Eis bedeckt und können nach Schultz weiter in Frostschutt- sowie
Tundrenzonen unterteilt werden (Schultz 2008, S. 126­127).
Die einzige Ökozone der Erde, die allein auf der Nordhemisphäre auftritt ist die Boreale Zo-
ne. Sie verläuft als ein 500 bis maximal 2000 Kilometer ausgedehnter Gürtel breitenzonal um
die Erde und schließt sich südlich an die Polare/Subpolare Zone an. Die Südgrenze der Borea-

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len Zone liegt an den Ostseiten der Kontinente bei etwa 50° nördlicher Breite und reicht an
den Westseiten aufgrund warmer Meeresströmungen lediglich bis 60° nördlicher Breite
(Schultz 2008, S. 151). Gebirge steuern einen nennenswerten Teil zur Fläche der Borealen
Zone bei. Trotz großer Teile der Brooks und Alaskakette, Gebirgszügen der Rocky Moun-
tains, Skanden und des Arals ist die Fläche der Borealen Zone der Subpolaren/Polaren Zone
unterlegen (Pfadenhauer und Klötzli 2014, S. 475). Trotzdem gehört sie mit knapp 20 Millio-
nen Quadratmetern (zirka 13% des Festlandes der Erde) zu den größeren Ökozonen (Schultz
2008, S. 151).
Im Gegensatz zur Borealen Zone, als ein größtenteils zusammenhängender Gürtel, ist die
Ökozone der Feuchten Mittelbreiten vielmehr fragmentiert und tritt bipolar, in anderen Wor-
ten, auf der Nord- und Südhalbkugel auf. Allerdings befinden sich größere Bereiche auf der
Nordhemisphäre an den Ost und Westseiten der beiden Kontinente Nordamerika und Europa.
In Südamerika, Australien und Neuseeland finden sich lediglich kleine Gebiete. Insgesamt
Umfasst die Ökozone einen Flächenanteil von etwa 14,5 Millionen Quadratmetern und zu-
sammenfassend mit 9,7% der Festlandfläche weniger als die beiden oben genannten
Ökozonen. Auf der Nordhemisphäre begrenzt die Boreale Zone die Feuchten Mittelbreiten
polwärts. In Richtung Äquator schließen sich zwischen 40 und 60° N variierend die Winter-
feuchten Tropen, beziehungsweise an den Ostseiten bei 35 bis 50° N der Kontinente die
Immerfeuchten Subtropen an. In hochkontinentalen Bereichen der Nordhemisphäre können
die Feuchten Mittelbreiten sogar gänzlich fehlen oder äußern sich lediglich als Übergangszo-
ne von der Borealen Zone zur Winterkalten Steppe (Schultz 2008, S. 175).
Klima als bestimmender Faktor für eine ökozonale Gliederung
Das Klima prägt die exogenen geomorphologischen Prozesse der Erde, die Bodenentstehung
und damit einhergehende Vegetationsausprägung, sowie die weitere Landnutzung maßgeb-
lich. Nach Schultz steht das Klima demzufolge an oberster Stelle der ökozonalen Ursachen-
Wirkungs-Gefügen (Schultz 2008, S. 31).
Somit stellt das Klima die Basis für eine ökozonale Gliederung der terrestrischen Gebiete der
Erde dar. Das Klima beschreibt das langzeitige Wettergeschehen an einem Ort und setzt sich
aus mehreren Kenngrößen zusammen. Diese Klimaelemente sind beispielsweise die Intensität
der Strahlung, die Höhe der Temperatur und die vorherrschende Luftfeuchtigkeit. Des Weite-
Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Ökozonen der Erde und deren Nutzung durch den Menschen
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V387152
ISBN (eBook)
9783668613621
ISBN (Buch)
9783668613638
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ökozonen, erde, nutzung, menschen, Geographie, Klima, Einfluss, Wandel, Klimawandel, Zerstörung, Schutz, Boreal, Zone, Bio, Breiten, Feuchte breiten, Mittelbreiten
Arbeit zitieren
Dirk Emtmann (Autor), 2017, Die Ökozonen der Erde und deren Nutzung durch den Menschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387152

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