"13 Reasons Why". Reflexion zur Ästhetisierung der Suizid-Kultur


Hausarbeit, 2017
24 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalts

1. Einleitung
1.1 Aktualität
1.2 Anlass und Ziel
1.3 Methodisches Vorgehen

2. Werther-Effekt
2.1 Begriffsherkunft
2.2 Empirische Evidenz für medieninduzierte Suizidhandlungen
2.3 Papageno-Effekt
2.4 Leitlinien für den medialen Umgang mit Suizid

3. 13 Reasons Why
3.1 Inhalt
3.2 Positive Aspekte
3.2.1 Aufruf zu empathischerem Umgang (Thematisierung Male Gaze und Rape Culture)
3.3 Negative Aspekte
3.3.1 Falsche Botschaft durch fehlende Hilfe eines Vertrauenslehrers
3.3.2 Missachtung internationaler Leitlinien für medialen Umgang mit Suizid
3.3.2.1 Zu positiv dargestellte Identifikationsfigur
3.3.2.2 Suizid als situative Entscheidung
3.3.2.3 Detaillierte Darstellung des Suizids
3.3.2.4 Romantisierung des Suizids
3.3.2.5 Suizid als einzige Lösung (und als Rachefeldzug)

4. Neue Medien und Suizidalität

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aktualität

Während Familien in den 1960er Jahren noch klar strukturierte Lebenspläne und Tagesabläufebesaßen, hat man heutzutage in persönlichen, familiären sowie beruflichen Angelegenheitenzahlreiche neue Herausforderungen und steht vor etlichen Wahlmöglichkeiten und -zwängen. Trotzgroßen Wohlstands, geringer körperlicher Belastungen und immer besser werdender Technik sinddie Krankmeldungen infolge psychischer Krankheiten höher denn je.1 Mit dem Fortschreiten desZeitalters der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Ausbreitung der modernenMassenmedien gewinnt die Forschung nach dem Einfluss der Medien auf Suizidhandlungenzunehmend an gesellschaftlicher Relevanz, die gerade nach der Erstausstrahlung der Netflix-Serie 13 Reasons Why im März 2017 eine Renaissance erlebte. Dem Welt-Suizid-Report derWeltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge nehmen sich jährlich beinahe eine Million Menschendas Leben und Schätzungen nach werden es bis zum Jahr 2020 1,5 Millionen Menschen sein,zusätzlich soll es zwischen 15 und 30 Millionen Suizidversuche geben. In jüngerenBevölkerungsgruppen sind Suizide nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache.2 In Deutschlandund Österreich sterben mehr Menschen durch Selbsttötung als durch Verkehrsunfälle. Man kanndavon ausgehen, dass die den Gesundheitsdiensten bekannten Suizide nur ein kleiner Teil dertatsächlichen Tode darstellen und die tatsächliche Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist.3 Soverbergen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch unter Verkehrstoten, Drogentoten undakzidentiellen Vergiftungen nicht erkannte Suizidfälle. Eine Auswertung unklarer Todesursachen inDresden ergab, dass eine wahrheitsgetreue Schätzung der tatsächlichen Suizidzahlen bis zu 25%über der statistisch erfassten Anzahl anzunehmen ist.4 Aus kommunikationswissenschaftlicherPerspektive ist der sogenannte Werther-Effekt besonders interessant, wonach Berichte undDarstellungen von Suiziden Nachahmungshandlungen auslösen können, die ohne dieseBerichterstattung nicht stattgefunden hätten. Somit ist die Annahme, dass eine deutlich reduzierte und angemessene Berichterstattung Selbsttötung verhindern kann, nicht neu.5 Schon immer sind Suizide und Suizidversuche stark umstrittene Verhaltensweisen. Lange Zeit wurden Suizidestrafrechtlich verfolgt, England verabschiedete sich erst 1961 als letztes europäisches Land voneinem Gesetz, das Suizid und Mord als gleichgesetzte Verbrechen behandelte. Möglicherweise giltSuizid auch deshalb und wegen der Ablehnung beinahe aller Religionen bis heute als Tabuthema. InAnbetracht der gravierenden Anzahl von Suiziden und Suizidversuchen scheint es notwendig, dieThematik in die öffentliche Diskussion zu bringen.6 Genau das wollten die Macher von 13 ReasonsWhy (deutsch: Tote Mädchen lügen nicht) erreichen: Das Thema Suizid bewusst zumGesprächsthema machen. Autor Nic Shell äußerte sich im April 2017 in einer Gastkolumne in Vanity Fair ausführlich zu der Netflix-Produktion: Es gehe darum, das Thema offen und direkt zubehandeln, anstatt es totzuschweigen und zu zeigen, dass ein Suizid keine Erlösung, sondernqualvollen Horror darstelle.7 In der Realität scheint die Serie jedoch Anderes bewirkt zu haben:Eine Studie aus der JAMA Internal Medicine belegt, dass die Google-Anfragen zum Thema Suizidin den USA signifikant angestiegen sind. In den 19 Tagen nach der Veröffentlichung der Seriewaren die Suchanfragen zu den Begriffen „Selbstmord“ um 19 Prozent höher als zuvor. John Ayersvon der San Diego State University schätzt, dass sich zwischen 900.000 bis 1,5 MillionenSuchanfragen mehr mit dem Thema Suizid beschäftigten als erwartet. Konkret handelte es sich umAnfragen wie „how to commit suicide“ oder „how to kill yourself“. Die Organisation Save hat extraeine Liste mit Tipps erstellt, wie man die Netflix-Serie am besten sehen und mit ihr umgehensollte.8 Des Weiteren gab es Meldungen von Schülern, die sich selbst verletzten und als Begründungdie Serie angaben.9 Bei Beratungsstellen gingen vermehrt Anrufe und E-Mails ein, die sich direktauf die Sendung bezogen.10 Einen Beweis dafür, dass die Ausstrahlung der Sendung tatsächlich Suizide ausgelöst hat, gibt es derzeit nicht.11 Der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychatrie wurden allerdings bereits erste suizidale Krisen und Suizide gemeldet, die indirekter Beziehung zu der Serie stehen sollen.12 Aktuell wird von zwei Suizid-Fällen berichtet, indenen die Familien der Suizid-Opfer einen starken Zusammenhang zwischen 13 Reasons Why undder Selbsttötung sehen: Zwei 15-Jährige Mädchen nahmen sich wenige Tage, nachdem sie dieSendung sahen, das Leben.13 Zudem erinnert der Suizid eines 23-Jährigen Mannes aus Peru stark anHandlungsstränge von 13 Reasons Why: Der Ingeneur hinterließ Personen, die er für seinen Todverantwortlich machte, Audiokassetten, auf denen er seine Gründe für seine Selbsttötung erklärte -auch in der Netflix-Serie lässt die Protagonistin nach ihrem Tod Kassetten an Personen aus ihremUmfeld zukommen.14 Auch wenn nicht klar ist, ob sich der Peruaner von der Show hat inspirierenlassen, klingeln bei Ärzten und Gesundheitsorganisationen weltweit die Alarmglocken:Psychologen in den USA raten ausdrücklich davon ab, die Serie zu sehen, da sie psychischeProbleme hervorrufen und verstärken könnte. Harold S. Koplewicz, Vorsitzender des Child Mind Institute warnt: “It’s not only the content, but the message it gives, which is that there is no help andthat suicide is glamorous and effective. It’s a false message, and it has a contagious effect.”15 DieSerie wurde an mehreren kanadischen Schulen verboten16 und in Neuseeland dürfen Minderjährigedie Serie nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten sehen.17 Im Juli 2017 forderteder Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die sofortige Absetzung der US-Serie, da sie eineerhebliche Gefahr für labile und psychisch kranke junge Menschen bedeute und verwies dabei auf den Werther-Effekt. Verbandssprecher Josef Kahl erklärte, dass diese Serie internationale Richtlinien zur medialen Berichterstattung über Suizid missachte.18 Trotz dieser erschreckenden Fakten soll 2018 eine zweite Staffel von 13 Reasons Why auf Netflix erscheinen. Eine Beschäftigung mit dem Thema ist demzufolge von dringender Relevanz.

1.2 Anlass und Ziel

„Spätestens seit der Serie von Suiziden, die Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ nachfolgten, wissen wir, dass angebotene Suizidmodelle ein äußerst suggestives Phänomen sein können. Wie sieht es aber mit dieser Suggestivkraft in einer Epoche aus, in der Medien zu mächtigen „Sozialisationsagenturen“ herangewachsen sind, in der Rollenmuster und Konfliktlösungsstrategien immer stärker auch anhand medialer Identitätsmodelle erlernt werden?“19 In sozialen Netzwerken zeichnete sich schnell ab, wie stark die Meinungen zur Sendungauseinanderdrifteten. Es schien, als ob psychisch gesunde Personen die Sendung für ihre Offenheitund den Umgang mit Themen wie Mobbing und sexueller Belästigung positiv hervorhoben. Vorallem fanden sie in ihr einen Ansporn zu mehr Nächstenliebe und Empathie und wollten ihrHandeln in Zukunft überdenken - die Macher konnten also das bewirken, was sie mit der Serieerreichen wollten. Wenn ich mich jedoch in die Lage eines pubertierenden Mädchens versetze, dassich in einer Identitätskrise befindet und von Mitschülern unfair behandelt wird, so ist es sehreinleuchtend, weshalb diese Serie stark triggern20 kann. Und auch wenn mir - möglicherweise weilich mein Leben lang mit psychischen Krankheiten konfrontiert war - plausibel erscheint, weshalbeine Person diese Sendung zum Anlass nimmt, die eigene Existenz zu hinterfragen, so interessiertmich doch, worauf suizidales Nachahmungsverhalten genau rückzuführen ist: Wie suggestiv kannein medialer Bericht sein? Ich möchte mit dieser Arbeit herausfinden, wie die Serie es geschafft hat,eine eigene (Suizid-)Kultur zu schaffen und vor allem welche Instrumente sie verwendet hat, umden Suizid zu ästhetisieren.

1.3 Methodisches Vorgehen

Um auf meine Fragen eine Antwort zu finden, gehe ich folgendermaßen vor: Zuerst möchte ich dasPhänomen des Werther-Effekts ergründen, den Begriff klären und die empirische Evidenz prüfen.Anschließend möchte ich kurz den Begriff des Papageno-Effekts erläutern, der dem Werther-Effekt inhaltlich gegenübersteht, um dann zu den zentralen Leitlinien medialer Berichterstattung zukommen. Um die gravierenden Fehler in der Produktion der Serie 13 Reasons Why nachvollziehbardarstellen zu können, werde ich die Handlung zusammenfassen. Im Anschluss gehe ich näher aufdie positiven und negativen Aspekte der Serie ein und werde Szenen aus der Serie in Bezug auf dieLeitlinien interpretieren, um Missstände und suizidfördernde Darstellungen zu verdeutlichen.Abschließend möchte ich einen Ausblick auf den Zusammenhang neuer Medien und Suizidalitätgeben und zu meinem Fazit kommen, in dem ich meine Gesamtergebnisse zusammenfasse und aufdas Leitthema, also der Ästhetisierung einer Suizid-Kultur, zurückkomme.

2. Werther-Effekt

2.1 Begriffsherkunft

Die Vermutung und Befürchtung darüber, dass Suizidberichte Nachahmungshandlungen auslösenkönnten, existiert schon seit Jahrhunderten. Clemens Stampf führt in seiner Arbeit zum Werther- Effekt den aus der griechischen Antike stammenden Kyrenaiker Hegesias an, der 300 v. Chr. inVorträgen die Bürde der menschlichen Existenz zum Ausdruck brachte und den Suizid als einzigenWeg der Erlösung hervorhob.21 Man solle Vergnügen suchen und Schmerz meiden. Das Lebenbeinhalte jedoch mehr Leid als Freude, deshalb sei der Tod, der weder Schmerz noch Freude kennt,dem Leben vorzuziehen.22 Da sich scheinbar einige Personen durch seine Lehren zum Suizidverleiten ließen, wurden Hegesias als Reaktion darauf öffentliche Auftritte verboten. Außerdemwurde ihm der Beiname „peisithános“, also „der zum Tod Überredende“, erteilt. Bei dieserBegebenheit kann schon im weitesten Sinne vom Werther-Effekt gesprochen werden. Knapp 1800Jahre später wurde die Verbreitungsmöglichkeit von Literatur durch die Einführung des modernenBuchdrucks enorm erhöht und bot somit auch Platz für gesellschaftliche Änderungen. Aus einerVerordnung in Frankreich geht hervor, wie stark sich die neugeschaffenen Kanäle auf die Suizid-Rate auswirkten: So wurde 1737 ausdrücklich die Berichterstattung über Suizid verboten und 1757„die Anregung zu Suizidhandlungen im Medium des literarischen Textes“ durch ein Dekret von König Ludwig des XV. sogar unter Todesstrafe gestellt.23 Durch den von Johann Wolfgang von Goethe 1774 publizierten Briefroman Die Leiden des Jungen Werther trat die Eventualität medialvermittelter Nachahmungs-Suizide ins öffentliche Bewusstsein. Der Roman handelt von demjungen Rechtspraktikant Werther, der sich nach einem Verhältnis mit einer verlobten Frau in seinerhoffnungslosen Liebe verliert und schließlich Suizid begeht, indem er sich erschießt.24 DieHandlung ist insofern autobiografisch, als dass Goethe hier nach eigenen Angaben Erfahrungen mitSuizidialität verarbeitete. Der Roman ist der literarischen Strömung des Sturm und Drangzuzuordnen und verkörperte damit die Identitätsidee eines neuen Stils des Leidens: Emotionalitätstatt Rationalität und übermäßige Empfindsamkeit löste unter Jugendlichen ein regelrechtes Werther-Fieber aus, das erheblichen Einfluss auf ihr reales Leben nahm. Einige Leser eiferten demProtagonisten in ihrem Werther-Fieber so stark nach, dass sie nicht nur die Kleidung undAusdrucksweise kopierten, sondern auch den Suizid nachahmten. Daher auch der Begriff des Werther-Effekts für die Kumulation von Suizidalhandlungen nach Berichten über reale Suizide oderder Darstellung fiktiver Modelle.25 So hat sich ein junger Schwede namens Karsten nahe zuidentisch nach Vorlage des Buches umgebracht - in Werther-Tracht, aufgrund einer Liaison miteiner verheirateten Geliebten, sowie dem letzten Willen mit dieser Kleidung unter zwei grünenBäumen beigesetzt zu werden. Karl Philipp Moritz berichtet über einen Selbstmord, der exakt nachVorbild verübt wurde, indem sich der Mann um Mitternacht ins rechte Auge schoss und das Buchneben ihm aufgeschlagen lag. Zehn solcher Fälle sind gesichert, doch kann in Anbetracht derTabuisierung des Suizids im 18. Jahrhundert von einer Dunkelziffer ausgegangen werden.Umgekehrt sind aber auch nicht alle von damals übermittelten Selbstmorde gesicherte Werther-Nachahmungstaten.26 Dazu im nächsten Kapitel mehr.

2.2 Empirische Evidenz für medieninduzierte Suizidhandlungen

Einige Forscher haben den Versuch unternommen, durch empirische Studien den Zusammenhangmedialer Suizid-Berichterstattung und Nachahmungshandlungen nachzuweisen. DenAusgangspunkt für die Erforschung bildet die Studie des amerikanischen Soziologen D.P. Phillips(1974), der die kausale Verbindung zwischen medialen Berichten und Suizidrate untersuchte.

Phillips konnte nachweisen, dass die Suizidziffern in Großbritannien und den USA nach Berichterstattung über die Selbsttötung eines Prominenten anstiegen. Je größer derBekanntheitsgrad der Person war, desto deutlicher konnte sich ein Effekt abzeichnen. Des Weiterenkonnte der Soziologe belegen, dass die Suizidraten mit wachsender emotionaler Nähe zu einerbekannten Person in der Folge auch anstiegen. Spätere Studien von Stack (1990) zeigten, dassProminenz kein nötiger Faktor ist, um den Werther-Effekt hervorzurufen und nachZeitungsberichten über Suizide nichtprominenter Personen ebenfalls ein Anstieg der Suizidrate zuverzeichnen war. Zahlreiche Forschungsbefunde sprechen auch für einen Effekt fiktionalerSuizidarstellungen. So konnten die Psychologen Armin Schmidkte und Heinz Häfner (1986) nachder Ausstrahlung des ZDF-Films Tod eines Sch ü lers eine starke Zunahme von Suizidenverzeichnen. Die Suizid-Rate stieg bei den 15-19-jährigen männlichen Jugendlichen um 175Prozent an, bei den Frauen im selben Alterssegment um 167 Prozent.27 Eine gute Übersicht über dieKernbefunde zum Werther-Effekt liefert Sebastian Schere in seiner Arbeit zu Medien und Suizid:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 128

[...]


1 Vgl. Kipker, Marion: Kinder, die nicht aufgeben - F ö rderung der Resilienz in der p ä dagogischen Praxis. Marburg: Tectum Verlag, 2008, S. 13.

2 Scherr, Sebastian: Depression - Medien - Suizid. Zur empirischen Relevanz von Depressionen und Medien f ü r die Suizidalit ä t. München: Springer VS, 2015, S. 43 .

3 Stampf, Clemens: Werther-Effekt. Das Problem des Medieneinflusses auf Suizidhandlungen. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 2002, S. 10-11.

4 Vgl. Müller, Erich: Statistische Daten zum Suizidgeschehen (2007), in: Die Kriminalpolizei - Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei, URL: http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2007/maerz/detailansicht-maerz/artikel/statistische-daten-zum-suizidgeschehen.html (Stand: 06. September 2017).

5 Scherr, Sebastian: Depression - Medien - Suizid. Zur empirischen Relevanz von Depressionen und Medien f ü r die Suizidalit ä t, S. 13-14.

6 Vgl. Stampf, Clemens: Werther-Effekt,S. 10.

7 Vgl. Sheff, Nic: 13 Reasons Why Writer: Why We Didn ’ t Shy Away from Hannah ’ s Suicide (2017), in: Vanity Fair,URL: https://www.vanityfair.com/hollywood/2017/04/13-reasons-why-suicide-controversy-nic-sheff-writer (Stand: 06.September 2017).

8 Vgl. Tips for Watching New Netflix Series 13 Reasons Why (2017), in: Save, URL: https://save.org/blog/tips-watching- new-netflix-series-13-reasons/ (Stand: 29. September 2017).

9 Vgl. Strauss, Valerie: Schools superintendent: Students are harming themselves and citing ’ 13 Reasons Why ’ (2017), in: The Washington Post, URL: https://www.washingtonpost.com/news/answer-sheet/wp/2017/04/29/school- superintendent-students-are-harming-themselves-and-citing-13-reasons-why/?utm_term=.a2548c71c53e (Stand: 07.September 2017).

10 Habenstein, Babette: "Gef ä hrliche Inhalte": Experten warnen vor beliebter Netflix-Serie "Tote M ä dchen l ü gen nicht “ (2017), in: The Huffington Post, URL: http://www.huffingtonpost.de/2017/04/21/netflix-kritik-13-reasons-why_n_16140212.html (Stand: 07. September 2017).

11 Vgl. Ayers, John W.: Internet Searches for Suicide Following the Release of 13 Reasons Why (2017) , in: The JAMA Network, URL: http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2646773? utm_source=Silverchair_Information_Systems&utm_campaign=FTM_07272017&utm_content=news_releases&cmp=1&utm_medium=email (Stand: 07. September 2017).

12 Vgl. Romanos, Deister et al.: Gemeinsame Stellungnahme von DGKJP und DGPPN zur TV-Serie "Tote M ä dchen l ü gen nicht “ (2017), in: dgkjp, URL: http://www.dgkjp.de/aktuelles1/446-gemeinsame-stellungnahme-von-dgkjp-und-dgppn (Stand: 26. September 2017).

13 Vgl. Families blame '13 Reasons Why' for 2 teens' suicides (2017) , in: Fox News, URL: http://www.foxnews.com/ health/2017/06/27/families-blame-13-reasons-why-for-2-teens-suicides.html (Stand: 07. September 2017).

14 Vgl. Joyce, Kathleen: Peruvian man mimics '13 Reasons Why,' leaves behind tapes after suicide (2017) , in: Fox News, URL: http://www.foxnews.com/entertainment/2017/06/08/peruvian-man-mimics-13-reasons-why-leaves-behind-tapes-after-suicide.html (Stand: 07. September 2017).

15 Vgl. Psychologists warn '13 Reasons Why' could inspire copycat suicides (2017) , in: USA Today, URL: https:// www.usatoday.com/story/news/nation-now/2017/04/28/psychologists-warn-13-reasons-why-could-inspire-copycat-suicides/307592001/ (Stand: 07. September 2017).

16 Elizabeth, De : Some Canadian Schools Are Banning 13 Reasons Why (2017) , in: teenVOGUE, URL: www.teenvogue.com/story/canadian-schools-banning-13-reasons-why (Stand: 07. September 2017).

17 Roy, Eleanor: 13 Reasons Why: New Zealand bans under-18s from watching suicide drama without adult (2017), in: theguardian, URL: https://www.theguardian.com/world/2017/apr/28/13-reasons-why-new-zealand-bans-under-18s-from-watching-suicide-drama-without-adult (Stand: 07. September 2017).

18 Kinder- und Jugend ä rzte fordern Verbot f ü r Netflix-Serie „ Tote M ä dchen l ü gen nicht “ (2017) , in: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, URL: https://www.bvkj.de/presse/pressemitteilungen/ansicht/article/kinder-und-jugendaerzte-fordern-verbot-fuer-netflix-serie-tote-maedchen-luegen-nicht-der-be/ (Stand: 07. September 2017).

19 Stampf, Clemens: Werther-Effekt. Das Problem des Medieneinflusses auf Suizidhandlungen. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 2002, S. 11.

20 Definition: Von einem Trigger wird gesprochen, wenn ein Reiz etwas in einer Person auslöst. In der Psychologie werden Trigger oft im Zusammenhang mit traumatischen Ereignissen relevant. Vgl. Nittel-Neubert, Andrea: Trigger inder Psychologie - das wird darunter verstanden, in: helpster, URL: http://www.helpster.de/trigger-in-der-psychologie-das-wird-darunter-verstanden_144908 (Stand: 26. September 2017).

21 Vgl. Stampf, Clemens: Werther-Effekt, S. 100.

22 Vgl. Bene, Katharina: Der fehlgeleitete Leser. Werther-Fieber, Werther-Effekt und mediale Gewalt. Norderstedt:GRIN Verlag, 2012, S. 19.

23 Vgl. Stampf, Clemens: Werther-Effekt, S. 100.

24 Vgl. Selbstmord als Nachahmungstat, in: Psychosoziale Gesundheit von Angst bis Zwang, URL: http:// www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/werther.html (Stand: 07. September 2017).

25 Vgl. Stampf, Clemens: Werther-Effekt, S. 100-101.

26 Vgl. Bene, Katharina: Der fehlgeleitete Leser. Werther-Fieber, Werther-Effekt und mediale Gewalt, S. 17-18.8

27 Vgl. Stampf, Clemens: Werther-Effekt, S. 102-105.

28 Tabelle 1: Scherr, Sebastian: Depression - Medien - Suizid. Zur empirischen Relevanz von Depressionen und Medien für die Suizidalität, S. 31.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
"13 Reasons Why". Reflexion zur Ästhetisierung der Suizid-Kultur
Hochschule
Universität der Künste Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V389046
ISBN (eBook)
9783668629387
ISBN (Buch)
9783668629394
Dateigröße
849 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
13 Reasons Why, Suizid, Suizid-Kultur, Sendung, Netflix, Werther-Effekt, Goethe, Die Leiden des jungen Werther, Medien, Leitlinien Medien Suizid, Rape Culture, Male Gaze, Romantisierung Suizid, Papageno-Effekt, Feminismus, Sexismus, hannah baker, Tote Mädchen lügen nicht, social media
Arbeit zitieren
Nele Kümpel (Autor), 2017, "13 Reasons Why". Reflexion zur Ästhetisierung der Suizid-Kultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/389046

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