Mikrokreditprogramme zur Förderung von Frauen. Ein alternatives Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Möglichkeiten und Schwierigkeiten


Hausarbeit, 2004

31 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Notwendigkeit von Mikrokreditprogrammen
1.1. Das Wachsen des Informellen Sektors
1.2. Risiken und Kosten bei der Kreditvergabe
1.3. Fehlende Sicherheiten bei der Kreditvergabe

2. Das Instrument Mikrokredit
2.1. Typologisierung von Mikrofinanzprogrammen
2.2. Internationaler Überblick zu Mikrofinanzinstituten

3. Mikrokredit als Instrument zur Förderung von Frauen

4. Schwierigkeiten und Kritik

5. Resümee

Anhang: Handout zum Referat vom 10.01.2004

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

Mikrofinanzierung hat in der entwicklungspolitischen Diskussion eine große Bedeutung erlangt. Die Relevanz dieses Ansatzes haben beispielsweise die Vereinten Nationen hervorgehoben, indem sie überzeugt von dem Erfolg des Mikrokreditansatzes - “Recognizing that microcredit programmes have successfully contributed to lifting people out of poverty in many countries around the world, ‘Bearing in mind that microcredit programmes have especially benefited women and have resulted in the achievement of their empowerment”[1] -, das Jahr 2005 zum „International Year of Microcredit“ ernannten.

Ausgehend von meinem Referat „Alternativen zum Neoliberalismus von unten:

Tauschringe, Mikrokredite, zinsloses Geld?“ möchte ich mich in der vorliegenden Arbeit kritisch mit der Frage beschäftigen, inwiefern Mikrokreditprogramme ein alternatives Instrument zur Förderung von Armen, im speziellen Frauen, in Entwicklungsländern darstellen. Dazu werden folgende Ausgangsthesen untersucht:

Aufgrund der Ausweitung des informellen Sektors ist der Bedarf an informeller Mikrofinanzierung gestiegen. Ärmere Zielgruppen in Entwicklungsländern werden durch formelle mit traditionellen Methoden arbeitende Finanzinstitutionen kaum bedient und haben dadurch keinen ausreichenden Zugang zu Kapital, das für Investitionen in Kleinstunternehmen notwendig ist. Als Alternative zum formellen Kreditvergabegeschäft wurden informelle Mikrokreditprogramme mit Spezialisierung auf die Vergabe von Kleinstkrediten entwickelt. Sie können die Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe in diesem Marktsegment durch Mechanismen des Gruppenkredits überwinden. Da vor allem Frauen von Armut in Entwicklungsländern betroffen sind, stellen diese Mikrokreditprogramme vor allem für sie ein Instrument zur Verbesserung ihrer sozialen und ökonomischen Lage dar. Der Erfolg der Grameen-Bank in Bangladesch als bekanntestes Beispiel zeigt, dass der Mikrokredit ein wirksames Mittel zur Unterstützung der Ärmsten der Armen, vor allem Frauen, in Entwicklungsländern ist.

Im ersten Kapitel wird untersucht, welche Gründe informelle Mikrofinanzierungsprogramme als Alternative zu traditionellen Kreditprogrammen notwendig machen. Die aufgrund dieser Ausgangslage entwickelten Instrumente und Formen der Mikrofinanzierung werden im zweiten Kapitel charakterisiert. Welche Bedeutung Mikrokreditprogramme für Frauen haben und wie diese zu ihrer Förderung beitragen (können) ist Gegenstand des dritten Kapitels. Ausgehend von den beschriebenen Möglichkeiten wird anschließend im vierten Kapitel kritisch betrachtet, welche Defizite Mikrokreditprogramme aufweisen. Abschließend wird die Frage zu beantworten sein, inwiefern Mikrokreditprogramme als Alternativen zur formalen Kreditvergabe wirksame Instrumente in der Entwicklungszusammenarbeit darstellen, welche Möglichkeiten und welche Grenzen sie aufweisen.

Zur Literaturlage ist zu sagen, dass Bücher zum Thema nur recht spärlich zugänglich waren, vor allem Evaluationen von Mikrokreditprogrammen sind bisher kaum erhältlich. Aus diesem Grund habe ich oft auf aktuellere Informationen aus dem Internet bezogen.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass aus Gründen der Lesbarkeit die grammatikalisch männliche Form von Substantiven verwendet wird, was jedoch in jedem Fall die weibliche Seite mit einschließt.

1. Notwendigkeit von Mikrokreditprogrammen

Trotz fünfzig Jahre Entwicklungspolitik mit hauptsächlich an Modernisierung und Industrialisierung orientierten Ansätzen konnte die Verschärfung des Nord-Süd-Konfliktes nicht aufgehalten werden[2], im Gegenteil, er hat sich sogar verschärft, das Worldwatch Institute bringt dies auf eine einfache Formel: „Seit 1950 vergrößerte sich die Lücke zwischen den reichen und den armen Ländern vor allem deshalb, weil die reichen immer reicher wurden. Seit 1980 aber werden auch die Armen in vielen EL immer ärmer“.[3]

Nach dem Versagen der staatlichen Entwicklungspolitik geht der Blick auf der Suche nach Alternativen zur gängigen Entwicklungspraxis immer stärker weg von großen, staatlich organisierten Entwicklungsprojekten hin zu kleinen, privatwirtschaftlich getragenen Projekten. Solche werden unter den Begriffen „Mikrounternehmen“, „Mikrobetriebe“, „Kleinstunternehmen“ oder auch „Familienwirtschaften“ subsummiert - ein breites Spektrum verschiedener Arten von kleinen produktiven Wirtschaftsformen, eine klare Definition existiert nicht. Nach GRAF können Mikrobetriebe in ländliche und städtische, formelle und informelle, nach statischem und dynamischen Akkumulationsgrad, nach nebenerwerblicher und haupterwerblicher Beschäftigungsart unterschieden werden. Der größte Teil der Mikrounternehmen in Entwicklungsländern ist dem informellen Sektor zuzurechnen[4]. Auch für diesen gibt es keine allgemeingültige Definition, einige Merkmale können aber als konstitutiv für die Wirtschaftstätigkeit im informellen Sektor gelten:

„Die Produktion erfolgt überwiegend in kapital- und technologiearmen Klein- und Kleinstbetrieben, die kaum Zugang zu Krediten haben, bewegt sich auf einem niedrigen Produktivitätsniveau und ist im wesentlichen am lokalen Markt orientiert; die im i.S. tätigen Arbeitskräfte sind selbständige Unternehmer, mithelfende (unbezahlte) Familienangehörige oder Lohnerwerbstätige in ungeschützten Beschäftigungsverhältnissen. In vielen EL ist ein Großteil der aktiv Erwerbstätigen im i.S. beschäftigt“.[5]

Typische Beispiele sind Straßenverkäufer, Waschfrauen und -männer, Schneider, Weber, Kleintierzüchter, Träger, Rickschah-Fahrer oder Hausmädchen.

1.1. Das Wachsen des Informellen Sektors

Seit den 70er Jahren wächst die unkontrollierte Schattenwirtschaft[6] und damit der Sektor der Informellen Arbeit[7]. Wesentliche Gründe für die Ausbreitung informeller Arbeit in

Entwicklungsländern neben Landflucht und Bevölkerungswachstum sind die mit der neoliberalen Globalisierung verbundenen weltweiten Umstrukturierungen der Finanzmärkte, der Produktion, des Handels und der Arbeitsbeziehungen. Durch die Deregulierung und Öffnung nationaler Märkte wuchs die globale Konkurrenz, in deren Folge Arbeitskosten gesenkt wurden, um Standortvorteile zu erreichen. Strukturanpassungsprogramme von IWF und Weltbank zum Schuldenabbau sowie die Politik von Weltmarktöffnung und Privatisierung in den Entwicklungs- und Transformationsländern haben zur Informalisierung von Beschäftigung wesentlich beigetragen.

Mit dem Wachstum des Sektors der informellen Arbeit stieg auch der Bedarf an Mikrofinanzierung, denn auch Kleinstbetriebe sind der kapitalistischen Geldwirtschaft unterworfen und benötigen demnach Kapital um produzieren zu können[8]. Ein Mangel an Kapital erschwert das Geschäft von Mikrounternehmern maßgeblich. Es wird angenommen, dass in jedem Land Kleinstunternehmen und Haushalte mit Finanzservices unterversorgt sind[9]. Gründe dafür werden in den höheren Risiken und Kosten sowie fehlenden Sicherheiten gesehen, die mit der Vergabe von Krediten an Mikrounternehmer verbunden sind. Diese sollen im Folgenden näher betrachtet werden:

1.2. Risiken und Kosten bei der Kreditvergabe

Gabriela BRAUN hat die Risiken und Kosten bei der Kreditvergabe an Mikrounternehmen/ Familienwirtschaften wie folgt zusammengetragen:

Externe Risiko-Faktoren:

- Die hohe Wettbewerbsintensität auf lokalen Märkten impliziert niedrige Umsätze.
- Inhaber von Familienwirtschaften verfügen aufgrund unzureichender Bildung über geringe betriebswirtschaftliche Kenntnisse.
- Die Kombination von verschiedenen Einkommensmöglichkeiten führt zu unzureichender Kapitalisierung der Betriebe.
- Das eines Systems der formellen sozialen Sicherung bedingt Instabilität: Hohe Risiken erwachsen durch nicht vorhersehbare Notsituationen wie Krankheit oder Todesfälle. In solchen Situationen wird dem Betrieb Kapital entzogen, um das Überleben der Familie zu sichern. Außerdem fällt in diesen Fällen Arbeitskraft weg. Viele Familienwirtschaften scheitern an solchen nicht ausreichend abgesicherten Notsituationen und der daraus resultierenden Zahlungsunfähigkeit.
- Kostenintensive kulturelle Gewohnheiten, wie z.B. Hochzeitsfeste, Mitgiftzahlungen, entziehen den Familienwirtschaften Geld.
- In der Landwirtschaft unterliegt der Ertrag des Familienbetriebs klimatischen Schwankungen und kann durch Naturkatastrophen oder Umweltzerstörung verringert werden oder gar ausfallen.
- Starke nicht vorhersehbare Preisschwankungen auf dem Markt können Gewinne schmälern.
- Durch das Nicht-Vorhandensein von außerlandwirtschaftlichen Einkommensquellen gefährden Produktionseinbrüche das Überleben von Familienwirtschaften besonders.[10]

Höhere Kosten durch Informationsasymmetrien:

- Die Informationsasymmetrien zwischen formalen Kreditgebern und Familienwirtschaften sind besonders ausgeprägt, dass heißt, formale Kreditgeber haben keine Möglichkeiten, Informationen zum Kunden zu bekommen, um die Kreditwürdigkeit einzuschätzen und dessen Verhalten zu überwachen. So können z.B. keine verlässlichen Unterlagen geprüft werden, da informelle Betriebe, die nicht staatlich registriert sind, nicht zur Buchhaltung verpflichtet sind. Es ist kaum nachzuvollziehen, wofür ein Kredit verwendet wurde.
- Es ist nicht nachprüfbar, ob der Kreditnehmer bereits andere Kreditverpflichtungen zu bestehen hat, auch können Zahlungsansprüche aus dem engen sozialen Umfeld nicht eingesehen werden.
- In manchen Regionen besteht das Risiko, dass Kreditnehmer ihren Wohnort wechseln und sich dadurch ihren Verbindlichkeiten entziehen. Deswegen ist der Kreditvergeber gewillt zu prüfen, ob Wohn- und Arbeitsstätte durch ausreichende Eigentums- und Besitzrechte gesichert sind[11].

Diese großen Informationsasymmetrien implizieren gegenüber formalen traditionellen Kreditbeziehungen erhöhte Kreditprüfungs- und –überwachungskosten. Dagegen sind die erzielten Zinserträge aufgrund der geringen Kreditvolumina und kurzen Laufzeiten so gering, dass sie die Kosten, die mit der Kreditvergabe verbunden sind, nicht rechtfertigen. Das Geschäft lohnt sich nicht.

Die dargestellten Risiken und Kosten, die mit der Kreditvergabe an Familienwirtschaften verbunden sind, sind wichtige Erklärungsfaktoren für den begrenzten Zugang von Armen zu förmlichen Finanzdienstleistungen: „Da es mit traditionellen Methoden kaum möglich ist, die Risiken realistisch einzuschätzen und die Kosten auf ein vertretbares Maß zu senken, verhalten sich Finanzinstitutionen oft zurückhaltend bei der Finanzierung von Familienwirtschaften.“[12] .

1.3. Fehlende Sicherheiten bei der Kreditvergabe

Aufgrund der zuvor beschriebenen hohen Risiken bei der Vergabe von Krediten an Familienwirtschaften in Entwicklungsländern messen formelle Kreditanbieter Kreditsicherheiten eine besonders große Bedeutung bei. Erforderliche akzeptierte Sachsicherheiten, die in Geld verwandelbar sind, können aber die wenigsten Armen bieten. Selten sind sie Eigentümer des Landes, das sie bewohnen und bewirtschaften[13]. Haushaltsgeräte verlieren gegenüber Immobilien zu schnell an Wert. Speziell für Frauen ist es schwierig Sicherheiten zu bieten, sind sie doch in den seltensten Fällen Eigentümerin bzw. können/ wollen ihr Eigentumsrecht nicht einfordern[14].

Sind keine Sicherheiten vorhanden, steigen die Refinanzierungskosten[15], so dass sich formale Kreditinstitute vor der Kreditvergabe scheuen.

Demzufolge hat der informelle Sektor keinen Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen und muss sich – wenn nicht auf Kredite verzichten werden kann oder nicht Geld von Verwandten oder Freunden geliehen werden kann – informellen Institutionen der Kreditvergabe zuwenden bzw. diese hervorbringen[16].

Diese informellen Mikrofinanzinstitutionen stehen dementsprechend vor der Aufgabe, alternative Konzepte für die „unbedienten Gruppen“ zu entwickeln und umzusetzen, die trotz der beschriebenen Probleme – hohe Risiken und Kosten sowie unzureichende Sicherheiten - funktionieren. Wie solche aussehen können, wird im folgenden Kapitel vorgestellt.

2. Das Instrument Mikrokredit

Als Antwort auf die beschriebene Unterversorgung von armen Bevölkerungsgruppen in den 80er Jahren die ersten informellen Mikrokreditprogramme durch Selbsthilfegruppen und (Internationale), Nichtregierungsorganisationen, teilweise unterstützt von Staaten oder entwicklungspolitischen Organisationen, entwickelt. Der Begriff „Mikrokredit” mit der Ziel die „Ärmsten der Armen“ zu erreichen, steht dabei für Kredite, die oft 100 US$ nicht übersteigen. Dieser Betrag variiert nach Länder-Kontext, Sektor und Typ der Mikrounternehmen und kann je nach Definition bis zu 3000 US$ betragen[17]. Auch „Arme“ und „Ärmste der Armen“ werden unterschiedlich definiert, die UNO bezeichnet Menschen, die mit einem Dollar oder weniger pro Tag auskommen müssen, als arm.

In Bangladesch entwarf z.B. Dr. Mohammed Yunus das System der Gruppenkredite[18], die entstandene Grameen Bank bedient heute über 3 Millionen Mitglieder[19] und gilt als DIE Mikrokreditbank, welche oft als Parade-Beispiel zitiert wird und in anderen Ländern vielfach kopiert wurde[20]. Eine Vielzahl weiterer Organisationen gründeten sich oder erweiterten ihr Aufgabengebiet, um Finanzservices anzubieten[21], im Folgenden Mikrokreditinstitute (MFI) genannt. Sie können NGOs, Kooperativen, registrierte Bank Intstitutionen, Regierungsorganisatioen (GO) oder Projekte sein[22], es bildeten sich auch Public-Private-Partnerships, und die Grenzen zwischen informellen und formellen Finanzinstituten sind nicht immer leicht zu ziehen.

[...]


[1] United Nations Department of Economic and Social Affairs (DESA): Resolution A/RES/53/197, 1998, verfügbar unter: http://www.gdrc.org/icm/iym2005/un-resolution.html, 05.05.2004

[2] Zum wirtschaftlichen Ausmaß des Nord-Süd-Gefälles siehe z.B. NUSCHELER, Franz: Lern- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik, 4. aktual. Aufl., Bonn: Dietz, 1996, S. 100

[3] Worldwatch Institute 1990/91, S. 226 zitiert nach NOHLEN, Dieter/ NUSCHELER, Franz (Hrsg.): Handbuch der Dritten Welt, 3. Aufl., Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachf., 1993 (Bd. 1), S. 158

[4] vgl. GRAF, Christoph: Die Förderung von Mikrounternehmen in Entwicklungsländern: eine Evaluierung, Grüsch: Verlag Rügger, 1989 (Institut für Lateinamerikaforschung und Entwicklungszusammenarbeit an der Hochschule St. Gallen für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Bereich Lateinamerikaforschung, Buchreihe Band 32), S. 40

[5] THIEBAUT, Bernhard: Informeller Sektor in: NOHLEN, Dieter (Hrsg.): Lexikon der Politik, München: C.H. Beck, 2003, Band 7, S. 272

[6] vgl. z.B. ALTVATER, Elmar/ MAHNKOPF, Birgit, Globalisierung der Unsicherheiten: Arbeit im Schatten, schmutziges Geld und informelle Politik, Münster: Westfälisches Dampfboot, 2002

[7] vgl. WALDMANN, Peter: Marginalität und informeller Sektor in: NOHLEN, Dieter (Hrsg.): Lexikon der Politik, München: C.H. Beck, 2003, Band 4, S. 332

[8] vgl. ALTVATER, E./ MAHNKOPF, B.: a.a.O., S. 208

[9] vgl. Ledgerwood, Joanna: Microfinance handbook: an institutional and financial perspective, The International Bank for Reconstruction and Development, Washington, D.C., 1998, S. 33

[10] vgl. BRAUN, Gabriela: Gruppenkredite in Entwicklungsländern, Berlin: Verlag für Wissenschaft und Forschung, 2000, S. 23ff.

[11] vgl. BRAUN, G.: a.a.O., S. 25ff.

[12] Ebd., S. 28

[13] Hernando DE SOTO folgert hieraus, dass Eigentumsrechte auf z.B. Häuser und Land geschaffen werden müssen, damit sie als Sicherheiten für Kredite dienen können. (vgl. DE SOTO 2001, zitiert nach ALTVATER, E./ MAHNKOPF, B.: a.a.O., S. 209.)

[14] vgl. z.B. BRAUN, G.: a.a.O., S. 31

[15] Z.B. ist in der Eigenkapitalverordnung für Banken, dem Baseler Akkord (Akkord Basel II), festgelegt, dass Banken für Kredite je nach Bonität des Schuldners unterschiedlich viel Eigenkapital vorhalten müssen, um das Risiko des Kreditausfalls abzufedern. Zur Quantifizierung dieses Risikos wird für das kreditbeantragende Unternehmen ein Rating durchgeführt, aus dem eine Ausfallwahrscheinlichkeit mit einer zugeordneten Eingenkapitalanfordung abgeleitet wird. Je höher diese, desto teurer ist demzufolge der Kredit.

[16] vgl. ALTVATER, E./ MAHNKOPF, B.: a.a.O., S. 210

[17] EL-SOLH, Camilla Fawzi: Feasibility and Operationalization of Microcredit Finance Facilities Targeting poor Women in urban and rural Areas in selected Arab Countries: Theoretical Perspectives and practical Considerations, Economic and Social Commission for Western Asia, United Nations, New York: 1999, S.17

[18] Die Idee, Kleinbauern und Kleingewerbetreibenden durch spezielle Finanzinstitute zu fördern, reicht jedoch bis ins Preußische Reich zurück - 1847 wurden mit der Gründung des „Darlehenskassen-Verein“ durch Friedrich W. Raiffeisen und des ersten „Vorschussvereins“ durch Hermann Schulze-Delitzsch erstmals Finanzinstitutionen speziell für die arme ländliche Bevölkerung gegründet (vgl. SANTOS, Carlos A.: Finance for the poor? Der Fall Grameen Bank in Bangladesh, Berlin: Freie Universität Berlin, 2002, S. 9)

[19] vgl. Homepage der Grameen-Gruppe: http://www.grameen-info.org/

[20] In meinem Referat, dem diese Arbeit zugrunde liegt, habe ich ausführlich das Modell der Grameen Bank vorgestellt, weswegen an dieser Stelle aus Platzgründen auf die Wiederholung dessen verzichtet wird. Im Anhang II ist eine Beschreibung zum Grameen-Gruppen-Sparmodell zu finden.

[21] Diese informellen Finanzinstitutionen arbeiten nach dem “upscaling Approach”, das heißt, sie erweitern ihr Spektrum, um Finanzdienstleistungen anbieten zu können. Das Pendant dazu ist der „downscaling Approach“ (vgl. z.B. KRAHNEN/ SCHMIDT: Development Finance as Institution Building: A new approach to Poverty-Oriented Banking, 1994)

[22] vgl. LAPENU, Cécile/ ZELLER, Manfred, Distribution, Growth, and Performance of Microfinance Institutions in Africa, Asia and Latin America,Washington, D.C.: International Food Policy Research Institute, 2001 (FCND Discussion Paper No. 114), verfügbar unter: http://www.ifpri.org/divs/fcnd/dp/papers/fcndp114.pdf, 03.05.2004, S. 22

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Mikrokreditprogramme zur Förderung von Frauen. Ein alternatives Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Möglichkeiten und Schwierigkeiten
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Solidarische Ökonomie
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
31
Katalognummer
V40532
ISBN (eBook)
9783638390279
ISBN (Buch)
9783638724166
Dateigröße
1092 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Möglichkeiten, Schwierigkeiten, Mikrokreditprogrammen, Instrument, Entwicklungszusammenarbeit, Förderung, Frauen, Solidarische
Arbeit zitieren
Kirsten Freimann (Autor), 2004, Mikrokreditprogramme zur Förderung von Frauen. Ein alternatives Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Möglichkeiten und Schwierigkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40532

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