Interdisziplinäre Ansätze in der Geschichtswissenschaft nach 1945. Die Relevanz der Historischen Netzwerkanalyse


Hausarbeit, 2017
22 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtswissenschaft

3. Geschichtswissenschaft in Deutschland nach und ihr Umgang mit dem Holocaust

4. Interdisziplinare Ansatze: Historische Sozialwissenschaften

5. Soziale Netzwerkanalyse in der Historischen Netzwerkforschung
5.1. Soziale Netzwerkanalyse
5.2. Historische Netzwerkanalyse

6. Netzwerkanalyse der verdeckten Hilfsnetzwerke im Nationalsozialismus
6.1. Die Quellen des Holocaust
6.2. Hilfe fur Juden
6.3 Marten Durings Untersuchung zu verdeckten Hilfsnetzwerken im Nationalsozialismus

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Eidesstattliche Erklarung

1. Einleitung

Immer bessere Rechnerleistungen, Digitalsierung, Globalisierung und Vernetzung haben die Methoden und Forschungsgegenstande der Geisteswissenschaften verandert und steigern die Tendenz zu einer interdisziplinaren Arbeitsweise der Wissenschaftler1. Aber was bedeutet das genau? 1st es hilfreich oder wird es unubersichtlicher? Inwieweit konnen interdisziplinare Forschungsmethoden zu neuen Erkenntnissen fuhren?

Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit der Frage, inwieweit die Historische Netzwerk- analyse relevant fur die Geschichtswissenschaften sein kann und ob der interdisziplinare Ansatz der Netzwerkanalyse einen Mehrwert darstellen wurde. Anhand von verdeckten Hilfsnetzwerken im Nationalsozialismus wird nachfolgend dieser Frage nachgegangen und die Geschichtswissenschaft nach 1945 in Bezug auf die Erforschung des Holocaust untersucht.

Das Jahrhundertverbrechen der Nationalsozialisten ist in allen Einzelheiten geschichtlich und politisch rekonstruiert worden. Der Volkermord an 5,6 Millionen judischen Menschen2 stellt eine grofte Herausforderung fur die Geschichtswissenschaft dar. Die Schuld- und Taterfrage hat viele wissenschaftliche Forschungen bis in die 1990er Jahre uberlagert. Erst spat wurden die Helfer der Verfolgten ohne ubertriebene Heroisierung untersucht. Interviews, Berichte und Tagebucher scheinen selbsterklarende Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu sein. Aber kann die Geschichtswissenschaft mit ihren deskriptiven Methoden alle Hand- lungsmotive der Helfer und die sozialen Faktorern erfassen? Oder erhalt sie umfangreichere Informationen, wenn sie die Einbettung der Helfer in die sozialen Strukturen analysiert?

Die Sozialwissenschaften haben die Soziale Netzwerkanalyse fur sich etabliert. Diese bietet sich fur die Untersuchung von Hilfsnetzwerken an: Netzwerke als Instrument zur Untersuchung von vergangenen Gesellschaften und Gruppen haben eine universelle Anwendbarkeit.3 Oder kann man annehmen, dass die Sozialwissenschaften mit der Netzwerkanalyse nur disziplin- eigene Fragestellungen verfolgt?

2. Geschichtswissenschaft

Geschichtswissenschaft dient der Erforschung der Vergangenheit und hat die Analyse menschlicher Gemeinschaften zum Inhalt. »Gefragt wird nicht nur nach den Handlungen einer Person, sondern auch nach deren Handlungsspielraum unter Berucksichtigung der je- weiligen politischen, okonomischen und solzialen Umstande«4, das heikt, im Rahmen und im Zusammenhang des Geschichtlichen selbst. Historische Akteure5 werden auch im Kontext mit den sie umgebenden Strukturen untersucht.

Historische Forschung vollzieht sich als Prozess der Auseinandersetzung mit immer neuen Quellen. Das fuhrt zu einer gezielten Suche nach »ganz bestimmten Quellen, von denen sich der forschende Historiker eine Antwort auf seine immer praziser werdenden Fragen ver- spricht.«6 Paul Kirn hat in seiner 1947 erschienenen »Einfuhrung in die Geschichtswissen- schaft« die Regel, Quellen als »alle Texte, Gegenstande oder Tatsachen, aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden kann«7 zu definieren, bestimmt. Diese Regel hat eine allgemeine Gultigkeit erlangt.8

Zwei relevante deutsche Vertreter der modernen Geschichtswissenschaft sind Leopold von Ranke9 und Johann Gustav Droysen10. Ranke aukerte vor 150 Jahren, »es sei die Aufgabe des Historikers, zu zeigen wie es eigentlich gewesen ist.«11 Die Feststellung von Fakten und die Interpretation dieser ist der Kern der Geschichtsschreibung. Nach Droysen »geht es in der Geschichtswissenschaft immer um Phanomene, denen Menschen Form gegeben haben«12. Die Arbeit des Historikers bedeutet, zu verstehen, warum die Menschen der Vergangenheit sich selbst und ihrer Umgebung eine bestimmte Form gegeben haben. Die Interpretation ist die Deutung dessen, was vorliegt.

Anhanger von Droysen und Ranke stehen einer Interdisziplinaritat skeptisch gegenuber. »Sie halten an der Einzigartigkeit, Individualitat und Prozesshaftigkeit von historischen Ereignis- sen fest.«13

3. Geschichtswissenschaft in Deutschland nach 1945 und ihr Umgang mit dem Holocaust

14Die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands wurde nach 1945 mehr als ein Jahr- zehnt ausgeblendet. Forschungen uber den Holocaust waren ein Randthema der Geschichts­wissenschaft. Anstofi zur Aufarbeitung machten Ende der 1950er Jahre vor allem die Juristen, die sich mit der Wiederaufnahme und Verfolgung von nationalsozialistischen Gewaltverbre- chen in Strafprozessen befassten.15

Mit den Nurnberger Dokumenten16 war eine breite Quellengrundlage vorhanden, so dass erstmalige Studien (zumeist international), erschienen.17 Die Mehrheit der deutschen Akten war nach dem Krieg in die USA gebracht worden und standen deutschen Historikern erst Ende der 1950er Jahre zur Verfugung.18 1958 und 1966 wurden Gerichtsgutachen vom Institut fur

Zeitgeschichte veroffentlicht.19 Diese bestimmten den Kenntnisstand uber die nationalsozia- listische Vernichtungspolitik maftgeblich. Ein kritischer Ansatz durch deutsche Historiker20 erfolgte in den 1960er Jahren. Diese legten Rechenschaft uber die Vergangenheit ab, soziolo- gisierten die jungere Vergangenheit und die damit verbundene Schuldfrage. 21

Die Historiker konzentrierten sich weiterhin bis in die 1980er Jahre auf die Deutung des Holocaust und ignorierten Forschungslucken und Analysen. Die Leitfrage war, wie es dazu kommen konnte, dass sich eine nationalsozialistische Diktatur ab 1933 herausbilden konnte. Die Frage, wie es zu den Massenmorden ab Sommer 1941 kommen konnte, spielte eine un- tergeordnete Rolle. Die Forschungsperspektive blieb auf dem Fuhrerbefehl, also auf Hitler und das nationalsozialistische Regime fokussiert. Der Holocaust wurde zu einer »judischen Geschichte«, deren Erforschung den Juden uberlassen wurde.22

Nur wenige, unter anderem Martin Broszats und Hans Mommsen, hatten seit den 1970er Jahren Zweifel daran, »ob es der historischen Wirklichkeit entsprache, den Entscheidungs- prozess bei der Ingangsetzung der Judenvernichtung auf die Weltanschauung, den Willen und den Befehl Hitlers zu reduzieren.«23 Mit diesen Studien gab es eine Entwicklung, den Juden- mord in die wissenschaftliche Forschung und in die Gesamtdarstellung der nationalsozialisti- schen Zeit einzubinden. Schwierigkeiten, eine Perpektive zu finden, blieben bestehen. Dem Prozess der deutschen Geschichtsschreibung lag das Bedurfnis der Bewaltigung zugrunde, was in der Methode und Einstellung weitreichende Interpretationsprobleme barg. Auch in­ternational gab es Lucken in der Forschung. Eine Ausnahme bildete Yad Vashem, ein staatli- ches Forschungsinstitut und Gedenkstatte in Jerusalem fur die judischen Opfer der national- sozialistischen Herrschaft in Europa. Seit 1953 wird hier nach dem Gesetz der Knesset der »Martyrer und Helden des judischen Leidensweges in Europa« gedacht24.

»In Westdeutschland hingegen entstand seit den fruhen 1980er Jahren aus der zunehmenden Kritik an den uberwiegend theoretischen Debatten uber >Faschismustheorie< und >Struktu- ralismus< eine neue Hinwendung zum Konkreten, Empirischen, aus der schlieftlich auch Neuansatze wie die Alltagsgeschichte der NS-Diktatur erwuchsen. [...] Denn die Alltagsge- schichte versuchte, die Opfer der nationalsozialistischen Terror- und Vernichtungspolitik selbst in den Mittelpunkt zu stellen, und zwar im zunehmenden Make alle Opfer.«25

»Seit dem deutschen Historikerstreit (1986-1988)26 hat sich in der deutschen Geschichts- wissenschaft »der Standpunkt der >Historisierung< (M. Broszat) des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen mehr oder minder durchgesetzt.«27

In den 1990er Jahren begann eine intensive, empirische Erforschung des Judenmords. Heute steht der Holocaust »im Mittelpunkt der globalen Erinnerungskultur«28 und die Forschung hat sich in den letzten 20 Jahren internationalisiert und spezialisiert. Die Perspektive hat sich geandert: In der jungsten Forschung findet eine Geschichtsschreibung statt, in der die Perspektiven der Tater und Opfer integriert werden.

4. Interdisziplinare Ansatze: Historische Sozialwissenschaften

Eine Stromung der westdeutschen Geschichtswissenschaft sind die Historischen Sozialwis­senschaften. Sie entstammen dem tiefgreifenden und konfliktreichen Umbruch der Ge­schichtswissenschaft nach 1945. Sie sind mit dem Versuch verbunden, »Geschichte als Auf- klarung zu betreiben und aus Geschichte zu lernen.«29 Die Sozialwissenschaftliche Geschichtswissenschaft in den 1960/70er Jahren erweiterte das dominante Paradigma der Geschichtswissenschaft und offnete sich so, dass Forschung nicht nur Staaten- und Politikge- schichte zum Inhalt hatte. Eine Traditionskritik, die auch »die Kritik an der Verabsolutierung des hermeneutischen Verstehens«30 und eine Forderung nach den Methoden der empirischen Sozialforschung beinhaltete und helfen sollte, das historische Theoriedefizit abzubauen. Der Forderung nach der Zusammenarbeit von Historikern und Sozialwissenschaftlern wurde in­ternational nachgegeben, aber in Deutschland war und ist eine enge Kooperation kein Stan­dard31, sondern immer noch ein Minderheitenphanomen. Geschichtswissenschaftler haben die Vergangenheit politisch ausreichend untersucht, aber die sozialen und okonomischen Prozesse lange vernachlassigt. Dabei bietet sich eine Geschichtswissenschaft »jenseits des Historismus« an, wie Wolfgang J. Mommsen aukerte.32

Die Historischen Sozialwissenschaften anderten sich. Es wurde versucht, Strukturen und Handlungen miteinander zu verknupfen. Es gab ein wachsendes Interesse an Kultur. In den 1980er und 1990er Jahren entstand eine Neue Kulturgeschichte in der Geschichtswissen­schaft, die die Historischen Sozialwissenschaften insoweit kritisierte, dass »die symbolischen Aspekte der historischen Realitat insgesamt unterschatzt und damit Dimensionen der Ge- schichte vernachlassigt, die mit allen anderen Dimensionen eng verwoben und immer vor- handen sind, wenn Menschen zu anderen Menschen und zu der sie umgebenden Welt in Beziehung treten.«33 Als reflexive Antwort auf diese Kritik wurde erkannt, dass die Rekon- struktion der Vergangenheit nur gelingen kann, wenn Prozesse und Erfahrungen, Strukturen und Handlungen miteinander verknupft werden.34

Eine Forschungswende begann mit dem interpretive turn, bei dem der Begriff Gesellschaft durch Kultur ersetzt wurde und erst den Begriff Kultur als »Leitvorstellung in die sozialwis- senschaftliche Gesellschaftsanalyse eingefuhrt«35 hat. Ausdruck findet dieser Umschwung in Clifford Geertz 1983 erschienenem Essay »Blurred Genres. The Refiguration of Social Thoughts.« Deutlich wird hier die Abkehr von »Gesetzen, Strukturen und Funktionen als Basis sozialwissenschaftlicher Erklarung« mit einer »Hinwendung zu Fallstudien, Einzelfal- len und vor allem zu Interpretationen«36. Die interpretative Wende ist bis heute wirksam und »kann, besonders in Deutschland, an altere Traditionen der Geschichtswissenschaft an- schlieken, fur die interpretative Verfahren ja seit Ranke und Droysen zentral sind.«37

Im Zeichen einer Neuen Kulturgeschichte steht auch die Historische Netzwerkanalyse, die den Ansatz hat, sozialwissenschaftliche Methoden mit traditionell hermeneutischer Metho- dik zu verbinden.38

5. Soziale Netzwerkanalyse in der Historischen Netzwerkforschung

5.1. Soziale Netzwerkanalyse

»Strukturen werden als wesentliche soziale Eigenschaften begriffen und formal beschrieben. Ziel ist es, sie fur die Erklarung individuellen Handelns heranzuziehen und die Entstehung bzw. Veranderung von Strukturen uber individuelles Handeln zu erklaren.«39

Die Netzwerkanalyse untersucht die Verbindung von direkten und indirekten sozialen Bezie- hungen, um damit das Verhalten der Akteure zu erklaren, die in dem Netzwerk eingebunden sind. Unter Anwendung der Graphentheorie kann die Datenauswertung als Graph dargestellt werden - bei kleinen Netzwerken geht das per Hand, bei grokeren nutzt man verschiedene Softwareprogramme. Bei sehr groken Netzwerken eignet sich auch die Darstellung in Matri- zenform. Relativ zu ihrer Einbettung zum Gesamtnetzwerk werden alle Akteure mit demsel- ben Makstab gemessen. Das ermoglicht eine allgemeine Vergleichbarkeit.40

Akteure werden formal als Knoten, Beziehungen zwischen den Akteuren als Kanten be- zeichnet. Hauptfokus liegt auf der Einbettung der sozialen Beziehungsstrukturen der Akteure. Die Gesamtheit der Knoten und Kanten und die dadurch abgebildeten Strukturen bilden das soziale Netzwerk, das Gesamtnetzwerk. Teilnetzwerke sind einzelne Gruppen eines Gesamt- netzwerkes (das konnen zum Beispiel Cliquen sein). Ein Netzwerk kann auf seine Dichte

[...]


1 Diese Arbeit verwendet durchgangig die mannliche Beschreibungsform, die weibliche gilt als inkludiert.

2 Vgl. Mommsen 2014, S. 7.

3 Vgl. Hitzbleck 2014, S. 7.

4 Schutzeichel 2015, S. 337.

5 Die Definiton ist aus der Sozialen Netzwerkanalyse entnommen: Personen, Organisationen oder National- staaten werden als Akteure bezeichnet, die in einem Netzwerk eingebettet und miteinander verbunden sind.

6 Sellin 2008, S. 47.

7 Ebda., S. 44.

8 Vgl. Crivellari Sandl 2003, S. 638.

9 Leopold von Ranke, 1795-1886, Weber 2016, S. 123.

10 Johann Gustav Droysen, 1808-1884, Ebda., S. 133.

11 Lorenz 1997, S. 17.

12 Ebda., S. 91.

13 During 2015, S. 47.

14 Es wird nur die westdeutsche Geschichtswissenschaft betrachtet.

15 Vgl. Bajohr 2015, S. 43.

16 »Nurnberger Dokumente sind Beweisdokumente und Protokolle der Nurnberger Kriegsverbrecherprozes- se: Eine Sammlung wichtiger Dokumente verschiedenster Provenienz zum Nationalsozialismus und zum Zweiten Weltkrieg befindet sich in den Unterlagen der Nurnberger Prozesse, also des Verfahrens gegen die 24 Hauptangeklagten vor dem Internationalen Militartribunal (IMT-Prozefi) sowie der nachfolgenden zwolf US-Prozesse gegen Angehorige von Ministerien, Amtern, militarischen Einrichtungen, Wirtschafts- und Berufsgruppen.« Institut fur Zeitgeschichte Munchen-Berlin, www.ifz-muenchen.de/das-archiv/ueber-das-archiv/bestaende/nuernberger-dokumente/

17 Unter anderem erschien 1961 die Studie von Raul Hilberg, The Destruction of the European Jews, Chicago, Vgl. Bajohr 2015.

18 »Die 1956 begonnene Verfilmung des beschlagnahmten und in die USA transportierten Schriftguts von Be- horden und Dienststellen des Dritten Reiches durch die National Archives in Washington ermoglichte es, erstmals grofiere Mengen an Schriftquellen zu bestimmten Themenbereichen fur die Forschungsabteilung gezielt anzuschaffen, sie aber auch der wissenschaftlichen Offentlichkeit in Europa zur Verfugung zu stellen. [...] Mit der Verlagerung des Forschungsinteresses auf die unmittelbare Nachkriegszeit wurde offensichtlich, dass ohne Auswertung der Akten der alliierten Besatzungsverwaltungen wissenschaftlich fundierte For- schung nicht moglich war. Nach archivfachlicher Bewertung wurde bis 1981 etwa ein Drittel der Akten des »Office of Military Government for Germany, U. S.« (OMGUS) in einem federfuhrend vom Bundesarchiv und dem Institut fur Zeitgeschichte durchgefuhrten Projekt in den USA verfilmt. Der Bestand der OM- GUS-Zentralbehorden wurde erstmals in einer elektronischen Datenbank verzeichnet.« Institut fur Zeitge- schichte Munchen-Berlin, www.ifz-muenchen. de/das-archiv/ueber-das-archiv/geschichte/

19 Gutachten des Instituts fur Zeitgeschichte, 2 Bde., Munchen 1958 und 1966; Wolfgang Scheffler, Judenverfol- gung im dritten Reich 1933-1945, Berlin 1960; Eberhard Kolb, Bergen-Belsen. Geschichte des »Aufenthalt- lagers« 1943-1945, Hannover 1962; Hans Buchheim (Hrsg.) Anatomie des SS-Staates, Munchen 1982. Vgl. Bajohr 2015, S. 70.

20 H. Rosenberg, H.-U. Wehler, J. Kocka, H.A. Winkler, W. J. Mommsen und H. Mommsen; Lorenz 1997, S. 415.

21 Vgl. Ebda. S. 415.

22 Vgl. Bajohr 2015, S. 21.

23 Ebda., S. 44.

24 Vgl. Keim 1983, S. 7ff.

25 Ebda., S. 47.

26 »Der Historikerstreit 1986/1987 etwa drehte sich einzig um die Frage nach der >Singularitat von Ausschwitz<. Dabei spielten allerdings weder die Opfer noch die Schauplatze der nationalsozialistischen Verbre­chen eine Rolle, und der damals bestehende eklatante Forschungsmangel auf diesen Feldern wurde nicht einmal konstatiert. Der Historikerstreit war bekanntlich ein Meinungskampf um die westdeutsche politisch-morali- sche Identiat nach dem Holocaust. Ebda., S. 83.

27 Loewy 1992, S. 35.

28 Vgl. Bajohr 2015, S. 10.

29 Kocka 2011, S. 90.

30 Ebda., S. 78.

31 Vgl. Ebda., S. 114.

32 Vgl. Ebda., S. 82.

33 Ebda., S. 85.

34 Vgl. hierzu auch Kershaw 1994, S. 331.

35 Bachmann-Medick 2014, S. 58.

36 Ebda., S. 59.

37 Kocka 2011, S. 87.

38 Vgl. Schutzeichel 2015, S. 348.

39 Jansen 2003, S. 13.

40 Vgl. Schutzeichel 2015, S. 340.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Interdisziplinäre Ansätze in der Geschichtswissenschaft nach 1945. Die Relevanz der Historischen Netzwerkanalyse
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Veranstaltung
Interdisziplinarität: Wie arbeiten unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen zusammen?
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V415748
ISBN (eBook)
9783668666672
ISBN (Buch)
9783668666689
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Netzwerkanalyse, Historische Netzwerkforschung, Interdisziplinarität, Geschichtswissenschaft, Holocaust, verdeckte Hilfsnetzwerke im Nationalsozialismus, Historische Sozialwissenschaften
Arbeit zitieren
Sabine Grosser (Autor), 2017, Interdisziplinäre Ansätze in der Geschichtswissenschaft nach 1945. Die Relevanz der Historischen Netzwerkanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415748

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Interdisziplinäre Ansätze in der Geschichtswissenschaft nach 1945. Die Relevanz der Historischen Netzwerkanalyse


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden